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03-07-2006, 18:10
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Kyrolit
Ich bin da über die Erwähnung dieses Wortes in einem Beitrag von "Jagdschutz" gestolpert. Was ist es? Es soll eine U-Verlagerung sein? Wie Jagdschutz schon sagt, fehlt dafür der entsprechende Deckname aus der Tierwelt.
interessant ist es wenn man sich nach der Bedeutung des Wortes erkundigt.
Denmach ist es ein sehr seltenes Mineral das als Eisstein sonst nur in Grönland vorkommt und aus dem ein sogenanntes Wasserglas erzeugt wird.
Heute laesst sich dieser Kryolith auch chemisch aus Flußspat herstellen.
Kennt jemand die Geschichte dieses Prozesses? Ist hier der Anfang?
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28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
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03-07-2006, 18:26
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Laut Wichert (S. 129) ist Kryloit eine Anlage in Haslinghausen. Nr. 5059
Allerdings handelt es sich um einen Nachtrag seiner Liste vom 8. Januar 1945
Im Wichert finden sich sonst keine weiteren Infos.
GA
kapl
jagdschutz schreibt
diese strecke führte auch zu der geplanten uv "kyrolit" in hasslinghausen.(verm. ist damit die zeche in hiddingenhausen bhf gemeint.)
http://72.14.221.104/search?q=cache:...ient=firefox-a
Oder auch hier http://unterirdisch-forum.de/forum/s...5&postcount=10
sehr interessant wäre was zu der anlage " kyrolit "in silschede!!!
dazu kam noch kein beitrag irgendwo!!!!
anlage war geplant und wohl auch mit dem bau begonnen...
seinerzeit hatte ich auf bergbau getippt(uv-anlage) aber keine antwort gefunden.
DAS diese uv-anlage existiert ist fakt und sie taucht auch in div. schriften von damals auf.
es muss sich zwischen (gevelsberg-) hasslinghausen oder/und hiddinghausen befunden haben!
Geändert von kapl (03-07-2006 um 18:32 Uhr)
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03-07-2006, 18:36
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ich bin da nicht so ganz bewandert also korrigiert mich wenn ich was falsch erzaehle.
Das Kryolith ist ein wichtiger Stoff um aus Bauxit Aluminum auszulösen. (Bayer-Verfahren). Dabei wird das Bauxit mit Kryolith gelöst (erniedrigt den Schmelzpunkt um 50%) und in einer Stahlwanne und mit viel Kohle unter Strom gesetzt. Also hoher Kohle verbrauch.
Früher war das einzige Vorkommen Grönland. Ich weiss natürlich nicht , wofür man im Krieg Aluminum braucht, aber wenn man mit den USA im Krieg ist, gibts kein Kryolith oder (wobei das früher mal dänisch war oder?).
Jedenfalls geht das heute auch technisch. Nur seit wann? Waren die ersten Versuche in diesem Werk? oder aber hat man dort Aluminium hergestellt.
Ich hab mir die herstellung von Alu mit dem Kryolith verfahren gerade angeguckt und muss sagen, da wollte ich nicht daneben stehen. Die Stäube von dem Zeug sind ziemlich giftig. In der Nazi Zeit kann ich mir in etwa vorstellen, wer die arbeit dann verrichten musste
Jedenfalls ein interessantes Mineral. So selten und hier taucht dieser Name auf.
Ich will auch wissen wo diese Fabrik gewesen sein soll. Hasslinghausen ist ja nicht so groß.
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Geändert von Oliver (03-07-2006 um 18:39 Uhr)
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03-07-2006, 18:51
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da haben wirs:
Zitat:
"Am 9. April 1940 marschiert Hitlers Wehrmacht in Dänemark ein. Nach der Besetzung Dänemarks ist auch die Insel Grönland - seit 1933 offiziell zum dänischen Königreich gehörend - bedroht.
Anzeige
Begehrtes Kryolith
Plötzlich ist die Insel nicht nur für Berlin interessant, sondern auch für Washington, London und Ottawa. Denn im Südwesten Grönlands liegt, am Ende eines zwanzig Kilometer langen Fjords, ein Bergwerk. Abgebaut wird dort Kryolith, ein Mineral, das bei der elektrolytischen Gewinnung von Aluminium verwendet wird. Kryolith ist unentbehrlich bei der Herstellung von Kampfflugzeugen, die für den Krieg dringend gebraucht werden. "
der ganze artikel hier:
http://64.233.183.104/search?q=cache...&ct=clnk&cd=59
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03-07-2006, 18:55
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03-07-2006, 19:02
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Mutmaßlicher Standort dieser Fabrik (sofern keine UT-Verlagerung)
auf der "1904 für die Dr. C. Otto & Comp. eine nach neuesten Erkenntnissen konzipierte Anlage der Kohlenebenproduktgewinnung in unmittelbarer Nachbarschaft der Zeche Deutschland".
Quelle ein Beitrag von Horst Dieter Konrad auf Sprocki.de
Vielleicht auch später unter Tage in dieser Zeche.
Nochmal die Frage, ob sich das mit den euch bekannten Quellen decken könnte.
Liegt ja z.B. direkt an der Eisenbahn/Kohlenbahn Schee-Silschede.
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03-07-2006, 19:26
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Zitat:
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Zitat von alterbergbau.de
Jedenfalls ein interessantes Mineral.
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Und genau das ist das Ding!
Wie du schon vermutest hast, handelt es sich nur um einen Decknamen und da wäre es ja sehr ungeschickt, wenn der Deckname keiner wäre....
Der Name hat also etwas mit "Gesteinskunde" im weitesten Sinne zu tun. Dies würde bedeuten, dass mit dem Tarnname ein "neu zu erstellendes Bauwerk" gemeint ist. Außnahmen bestätigen die Regel 
GA
kapl
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03-07-2006, 19:43
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gut dann hab ich jetzt nur was was über Aluminumherstellung gelernt?
warum sagt mir keiner, dass laut Wichert
Neue Stollenanlagen = Mineralnamen
also gehts um einen Stollen der im 2.WK neu angelegt wurde , wofür auch immer.
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03-07-2006, 19:47
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Nein es war nicht unbedingt ein neuer Stollen.
Stollen haben (i.d.R) Fisch (stollen) oder Tiernamen (Schächte)
Gesteinskundliche Namen steht für: Neu zu erstellende Bauwerke
Dies konnte aber alles mögliche sein, nicht zwangsläufig etwas ut
GA
kapl
Hier die Liste
http://unterirdisch-forum.de/wiki/in...itle=Decknamen
Geändert von kapl (03-07-2006 um 19:50 Uhr)
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03-07-2006, 19:55
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wo steht denn in Sprockhövel der nächste "Ofen"
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03-07-2006, 21:27
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... wie immer keine Zeit ...
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Zitat:
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Zitat von alterbergbau.de
....Nochmal die Frage, ob sich das mit den euch bekannten Quellen decken könnte.
Liegt ja z.B. direkt an der Eisenbahn/Kohlenbahn Schee-Silschede.
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Wenn Silschede und Eisenbahn, dann Wichert, Seite 25:
Zitat:
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Zitat von Stand 4. August 1944
Silscheder Tunnel Asbeck bei Gevelsberg (VI) - Buchfink
8.700 qm
Hansen und Co., Münster, Westfalen
Reparatur Betrieb Bf 109
Sichergestellt, Fertigung läuft 1.1.1945, Räumung binnen 6 Stunden
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Ja, die Bösen und Beschränkten
sind die Meisten und die Stärkern
aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern!
Erich Kästner
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03-07-2006, 22:24
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ja ne die 3 Jagdflieger-Reparaturen in den Eisenbahntunneln können wir mal ausklammern.
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04-07-2006, 10:47
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Zitat 7grad.de:
U-Verlagerungen wurden mit Decknamen bezeichnet, dafür wurde folgendes Schema verwendet:
Gruppe 1 - U-Verlagerungen im Bergbau:
Für Schachtanlagen wurden als Tarnnamen Tiernamen (Dachs, Eber, Labrador, Löwe, Maultier, Ratte...) verwendet.
Für Stollenanlagen wurden Fischnamen und Reptiliennamen (Schlammpeitzger, Forelle, Hecht, Lachs, Salamander...) als Decknamen gebraucht.
Gruppe 2 - U-Verlagerungen in Tunneln:
Eisenbahn und Strassentunnel wurden mit Vogelnamen (Rebhuhn, Falke, Meise I, Goldammer, Dompfaff, Spatz Kauz, Buchfink...) bezeichnet.
Gruppe 3 - U-Verlagerungen in Festungswerken:
Als Tarnnamen wurden Bezeichnungen aus dem Pflanzenreich (Walnuss, Schachtelhalm, Ginster...) genommen.
Gruppe 4 - U-Verlagerungen in natürliche Höhlen:
Hier wurden numismatische Bezeichnungen verwandt (Krone, Taler, Heller....)
Gruppe 5 - Für U-Verlagerungen zu erstellende Neubauten:
Für Neubauten von Stollenanlagen wurden Namen aus der Gesteinskunde (Zeolith, Eisenkies, Malachit, Laterit) verwendet.
Gruppe 6 - Sonderbaumaßnahmen von U-Verlagerungen (Führerhauptquartier, U-Bootbunker etc.):
Hier wurden Vornamen (Diana, Nanni, Richard, Rita, Valentin)
vergeben.
Heißt für mich: Bei Kryolith dürfte es sich um einen neu zu erstellenden Bau für eine U-Verlagerung handeln! Also Stollen, Bunker oder Hohlgangsystem, vermutlich in der Gegend um Hasslinghausen an der Stadtgrenze zwischen Wuppertal und Sprockhövel! Oder gibt es noch ein anderes Hasslinghausen??
Na ja, beim Scheetunnel hat sich der Wichert ja auch ein wenig vertan!
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04-07-2006, 13:59
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... wie immer keine Zeit ...
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Sei vorsichtig mit diesen Einteilungen, die stimmen nämlich nicht immer.
Zum einen sind wohl die Geilenbergprogrammbauten nach einem anderen Schema benannt worden (Schwalbe V bspw. liegt nicht in einem Tunnel), aber auch die Jägerstab-/Rüstungsstab-Bauten stimmen nicht immer mit diesem Schema überein (Richard I bis III ist kein Stahlbetonbunker - allenfalls eine Sonderbaumaßnahme. Aber warum tragen die anderen Jägerstab-/Rüstungsstab-Bauten nicht auch Vornamen?).
Ich vermute, dass viele verschiedene Dienststellen bei der Vergabe von Codenamen beteiligt waren und sich nicht (immer) untereinander absprechen konnten/durften (vielleicht wussten sie ja auch gar nichts voneinander). Teilweise wurden dann Codenamen beibehalten, teilweise umbenannt, teilweise hat man die Bezeichnung auch auf andere Bauwerke vererbt...
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Bleib am Leben, sie zu ärgern!
Erich Kästner
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04-07-2006, 14:10
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Zitat:
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Zitat von SuR
Sei vorsichtig mit diesen Einteilungen, die stimmen nämlich nicht immer.
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Siehe mein Posting 7 und 9. Bei Team Delta ist ja auch Link wo Ausnahmen dargestellt sind.... (Nr. 9 )
GA
kapl
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