Unterirdisch.de  

Zurück   Unterirdisch.de > Unterirdisches > U-Verlagerungen, Festungen und Bunker

U-Verlagerungen, Festungen und Bunker Alles obengenannte aus der Zeit der beiden Weltkriege

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 03-07-2006, 18:10
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
Kyrolit

Ich bin da über die Erwähnung dieses Wortes in einem Beitrag von "Jagdschutz" gestolpert. Was ist es? Es soll eine U-Verlagerung sein? Wie Jagdschutz schon sagt, fehlt dafür der entsprechende Deckname aus der Tierwelt.

interessant ist es wenn man sich nach der Bedeutung des Wortes erkundigt.

Denmach ist es ein sehr seltenes Mineral das als Eisstein sonst nur in Grönland vorkommt und aus dem ein sogenanntes Wasserglas erzeugt wird.

Heute laesst sich dieser Kryolith auch chemisch aus Flußspat herstellen.

Kennt jemand die Geschichte dieses Prozesses? Ist hier der Anfang?
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 03-07-2006, 18:26
kapl kapl ist offline
User
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Ruhrstadt Essen
Beiträge: 135
Laut Wichert (S. 129) ist Kryloit eine Anlage in Haslinghausen. Nr. 5059
Allerdings handelt es sich um einen Nachtrag seiner Liste vom 8. Januar 1945

Im Wichert finden sich sonst keine weiteren Infos.
GA
kapl

jagdschutz schreibt
diese strecke führte auch zu der geplanten uv "kyrolit" in hasslinghausen.(verm. ist damit die zeche in hiddingenhausen bhf gemeint.)
http://72.14.221.104/search?q=cache:...ient=firefox-a

Oder auch hier http://unterirdisch-forum.de/forum/s...5&postcount=10
sehr interessant wäre was zu der anlage " kyrolit "in silschede!!!
dazu kam noch kein beitrag irgendwo!!!!
anlage war geplant und wohl auch mit dem bau begonnen...
seinerzeit hatte ich auf bergbau getippt(uv-anlage) aber keine antwort gefunden.
DAS diese uv-anlage existiert ist fakt und sie taucht auch in div. schriften von damals auf.
es muss sich zwischen (gevelsberg-) hasslinghausen oder/und hiddinghausen befunden haben!

Geändert von kapl (03-07-2006 um 18:32 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 03-07-2006, 18:36
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
ich bin da nicht so ganz bewandert also korrigiert mich wenn ich was falsch erzaehle.

Das Kryolith ist ein wichtiger Stoff um aus Bauxit Aluminum auszulösen. (Bayer-Verfahren). Dabei wird das Bauxit mit Kryolith gelöst (erniedrigt den Schmelzpunkt um 50%) und in einer Stahlwanne und mit viel Kohle unter Strom gesetzt. Also hoher Kohle verbrauch.

Früher war das einzige Vorkommen Grönland. Ich weiss natürlich nicht , wofür man im Krieg Aluminum braucht, aber wenn man mit den USA im Krieg ist, gibts kein Kryolith oder (wobei das früher mal dänisch war oder?).

Jedenfalls geht das heute auch technisch. Nur seit wann? Waren die ersten Versuche in diesem Werk? oder aber hat man dort Aluminium hergestellt.

Ich hab mir die herstellung von Alu mit dem Kryolith verfahren gerade angeguckt und muss sagen, da wollte ich nicht daneben stehen. Die Stäube von dem Zeug sind ziemlich giftig. In der Nazi Zeit kann ich mir in etwa vorstellen, wer die arbeit dann verrichten musste

Jedenfalls ein interessantes Mineral. So selten und hier taucht dieser Name auf.

Ich will auch wissen wo diese Fabrik gewesen sein soll. Hasslinghausen ist ja nicht so groß.
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de

Geändert von Oliver (03-07-2006 um 18:39 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 03-07-2006, 18:51
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
da haben wirs:

Zitat:
"Am 9. April 1940 marschiert Hitlers Wehrmacht in Dänemark ein. Nach der Besetzung Dänemarks ist auch die Insel Grönland - seit 1933 offiziell zum dänischen Königreich gehörend - bedroht.
Anzeige

Begehrtes Kryolith

Plötzlich ist die Insel nicht nur für Berlin interessant, sondern auch für Washington, London und Ottawa. Denn im Südwesten Grönlands liegt, am Ende eines zwanzig Kilometer langen Fjords, ein Bergwerk. Abgebaut wird dort Kryolith, ein Mineral, das bei der elektrolytischen Gewinnung von Aluminium verwendet wird. Kryolith ist unentbehrlich bei der Herstellung von Kampfflugzeugen, die für den Krieg dringend gebraucht werden. "

der ganze artikel hier:
http://64.233.183.104/search?q=cache...&ct=clnk&cd=59
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 03-07-2006, 18:55
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
ein Bild vom bergwerk

http://www.frisch-mineralien.de/ivigtut1900.htm
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 03-07-2006, 19:02
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
Mutmaßlicher Standort dieser Fabrik (sofern keine UT-Verlagerung)

auf der "1904 für die Dr. C. Otto & Comp. eine nach neuesten Erkenntnissen konzipierte Anlage der Kohlenebenproduktgewinnung in unmittelbarer Nachbarschaft der Zeche Deutschland".

Quelle ein Beitrag von Horst Dieter Konrad auf Sprocki.de

Vielleicht auch später unter Tage in dieser Zeche.

Nochmal die Frage, ob sich das mit den euch bekannten Quellen decken könnte.

Liegt ja z.B. direkt an der Eisenbahn/Kohlenbahn Schee-Silschede.
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 03-07-2006, 19:26
kapl kapl ist offline
User
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Ruhrstadt Essen
Beiträge: 135
Zitat:
Zitat von alterbergbau.de

Jedenfalls ein interessantes Mineral.
Und genau das ist das Ding!
Wie du schon vermutest hast, handelt es sich nur um einen Decknamen und da wäre es ja sehr ungeschickt, wenn der Deckname keiner wäre....

Der Name hat also etwas mit "Gesteinskunde" im weitesten Sinne zu tun. Dies würde bedeuten, dass mit dem Tarnname ein "neu zu erstellendes Bauwerk" gemeint ist. Außnahmen bestätigen die Regel
GA
kapl
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 03-07-2006, 19:43
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
gut dann hab ich jetzt nur was was über Aluminumherstellung gelernt?

warum sagt mir keiner, dass laut Wichert

Neue Stollenanlagen = Mineralnamen

also gehts um einen Stollen der im 2.WK neu angelegt wurde , wofür auch immer.
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 03-07-2006, 19:47
kapl kapl ist offline
User
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Ruhrstadt Essen
Beiträge: 135
Nein es war nicht unbedingt ein neuer Stollen.

Stollen haben (i.d.R) Fisch (stollen) oder Tiernamen (Schächte)
Gesteinskundliche Namen steht für: Neu zu erstellende Bauwerke

Dies konnte aber alles mögliche sein, nicht zwangsläufig etwas ut
GA
kapl

Hier die Liste
http://unterirdisch-forum.de/wiki/in...itle=Decknamen

Geändert von kapl (03-07-2006 um 19:50 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 03-07-2006, 19:55
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
wo steht denn in Sprockhövel der nächste "Ofen"
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #11  
Alt 03-07-2006, 21:27
Benutzerbild von SuR
SuR SuR ist offline
... wie immer keine Zeit ...
 
Registriert seit: May 2002
Ort: nahe Berlin
Beiträge: 4.066
Zitat:
Zitat von alterbergbau.de
....Nochmal die Frage, ob sich das mit den euch bekannten Quellen decken könnte.

Liegt ja z.B. direkt an der Eisenbahn/Kohlenbahn Schee-Silschede.
Wenn Silschede und Eisenbahn, dann Wichert, Seite 25:

Zitat:
Zitat von Stand 4. August 1944
Silscheder Tunnel Asbeck bei Gevelsberg (VI) - Buchfink
8.700 qm
Hansen und Co., Münster, Westfalen
Reparatur Betrieb Bf 109
Sichergestellt, Fertigung läuft 1.1.1945, Räumung binnen 6 Stunden
__________________
Ja, die Bösen und Beschränkten
sind die Meisten und die Stärkern
aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern!
Erich Kästner
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 03-07-2006, 22:24
Benutzerbild von Oliver
Oliver Oliver ist offline
Moderator
 
Registriert seit: Oct 2003
Ort: Bochum
Beiträge: 483
ja ne die 3 Jagdflieger-Reparaturen in den Eisenbahntunneln können wir mal ausklammern.
__________________
28.08.2010 BEETPOTT. Das Treffen für Hobbyforscher der Richtungen Altbergbau-,
Bunker,- Ruinen und Montanindustrie im Ruhrgebiet. Infos unter www.beetpott.de
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 04-07-2006, 10:47
SteveMontana SteveMontana ist offline
User
 
Registriert seit: Jan 2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 286
Zitat 7grad.de:

U-Verlagerungen wurden mit Decknamen bezeichnet, dafür wurde folgendes Schema verwendet:

Gruppe 1 - U-Verlagerungen im Bergbau:
Für Schachtanlagen wurden als Tarnnamen Tiernamen (Dachs, Eber, Labrador, Löwe, Maultier, Ratte...) verwendet.
Für Stollenanlagen wurden Fischnamen und Reptiliennamen (Schlammpeitzger, Forelle, Hecht, Lachs, Salamander...) als Decknamen gebraucht.

Gruppe 2 - U-Verlagerungen in Tunneln:
Eisenbahn und Strassentunnel wurden mit Vogelnamen (Rebhuhn, Falke, Meise I, Goldammer, Dompfaff, Spatz Kauz, Buchfink...) bezeichnet.

Gruppe 3 - U-Verlagerungen in Festungswerken:
Als Tarnnamen wurden Bezeichnungen aus dem Pflanzenreich (Walnuss, Schachtelhalm, Ginster...) genommen.

Gruppe 4 - U-Verlagerungen in natürliche Höhlen:
Hier wurden numismatische Bezeichnungen verwandt (Krone, Taler, Heller....)

Gruppe 5 - Für U-Verlagerungen zu erstellende Neubauten:
Für Neubauten von Stollenanlagen wurden Namen aus der Gesteinskunde (Zeolith, Eisenkies, Malachit, Laterit) verwendet.

Gruppe 6 - Sonderbaumaßnahmen von U-Verlagerungen (Führerhauptquartier, U-Bootbunker etc.):
Hier wurden Vornamen (Diana, Nanni, Richard, Rita, Valentin)
vergeben.


Heißt für mich: Bei Kryolith dürfte es sich um einen neu zu erstellenden Bau für eine U-Verlagerung handeln! Also Stollen, Bunker oder Hohlgangsystem, vermutlich in der Gegend um Hasslinghausen an der Stadtgrenze zwischen Wuppertal und Sprockhövel! Oder gibt es noch ein anderes Hasslinghausen??
Na ja, beim Scheetunnel hat sich der Wichert ja auch ein wenig vertan!
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 04-07-2006, 13:59
Benutzerbild von SuR
SuR SuR ist offline
... wie immer keine Zeit ...
 
Registriert seit: May 2002
Ort: nahe Berlin
Beiträge: 4.066
Sei vorsichtig mit diesen Einteilungen, die stimmen nämlich nicht immer.

Zum einen sind wohl die Geilenbergprogrammbauten nach einem anderen Schema benannt worden (Schwalbe V bspw. liegt nicht in einem Tunnel), aber auch die Jägerstab-/Rüstungsstab-Bauten stimmen nicht immer mit diesem Schema überein (Richard I bis III ist kein Stahlbetonbunker - allenfalls eine Sonderbaumaßnahme. Aber warum tragen die anderen Jägerstab-/Rüstungsstab-Bauten nicht auch Vornamen?).

Ich vermute, dass viele verschiedene Dienststellen bei der Vergabe von Codenamen beteiligt waren und sich nicht (immer) untereinander absprechen konnten/durften (vielleicht wussten sie ja auch gar nichts voneinander). Teilweise wurden dann Codenamen beibehalten, teilweise umbenannt, teilweise hat man die Bezeichnung auch auf andere Bauwerke vererbt...
__________________
Ja, die Bösen und Beschränkten
sind die Meisten und die Stärkern
aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern!
Erich Kästner
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 04-07-2006, 14:10
kapl kapl ist offline
User
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Ruhrstadt Essen
Beiträge: 135
Zitat:
Zitat von SuR
Sei vorsichtig mit diesen Einteilungen, die stimmen nämlich nicht immer.
Siehe mein Posting 7 und 9. Bei Team Delta ist ja auch Link wo Ausnahmen dargestellt sind.... (Nr. 9 )
GA
kapl
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
dachs, eisenkies, eisenrose, kyrolith, ofenanlagen, orion, schwalbe, wichert

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist aus.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:09 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Unterirdisch.de
Powered by vBCMS® 1.3.0 ©2002 - 2010 vbdesigns.de