Es handelte sich um vier Stollen, wovon einer nach Kriegsende gesprengt wurde. Die restlichen drei sind vermauert und haben eine Kontrolltür.
Die vier Stollen, „Längshallen“ sind durch zwei „Querhallen“ zum Teil verbunden.
Neben Einsritzpumpen wurden auch sog. Riedel-Anlasser für die gefürchtete Me 262 produziert.
Der Eingangsbereich hatte eine Größe von 4m Breite und 3m Höhe.
“Granulit” war Teil der Leng - Werke, (Foto) ein Auslagerungsbetrieb von Junkers.
Laut Aussagen eines Anwohners, sind die Stollen ca. 350m lang. Die nebenstehende Firma (Leng) hatte bis Kriegsende einen Tarnanstrich (teilweise noch sichtbar) als Schutz gegen Fliegerangriffe. Seit dem Herbst 1943 produzierte der aus Magdeburg verlagerte Pumpenbaubetrieb der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG hier. Junkers führte diese Produktionsstätte als „Leng - Werke“.
Im Oktober 1944 erfolgte die Einrichtung eines Außenlagers des KZ Flossenbürg durch ca. 800 Häftlinge. Fundamente und Brandmauern und ein sogenannter „Leichenbunker“ des Lagers sind noch erhalten.
In den 1980ern wurden die Stollen durch die NVA zu einem Munitionsdepot ausgebaut und gehörten zum Komplexlager 22 Rothenstein ,bei Jena, der früheren U-Verlagerung “Albit”
Oberhalb der Anlage „Granulit“ Lengenfeld kam es am 17.04.1945 noch zum Beschuss der Stadt durch die Amerikaner. Deutsche Sturmgeschütze hatten drei amerikanische Panzer im Göltschtal zwischen Längenfeld und Wolfspfütz abgeschossen. Die Amerikaner forderten daraufhin Verstärkung aus der Luft an und bombardierte einen teil von Lengenfeld. Dabei wurde auch ein deutsches Sturmgeschütz auf dem Windmühlenberg zerstört, das andere entkam, den Weg vom Windmühlenberg hinab ins Tal. Die abgeschossenen Amipanzer standen in Richtung Greiz (Foto) auf der rechten Seite, die heutige Straße dort ist etwas höher. Die Bahnlinie wurde nach der Wende rückgebaut und ein Radweg angelegt.