Schönen Tag, erst mal!
Ich bin der Markus aus dem Waldviertel. Lese hier schon länger mit und hab mich auch endlich angemeldet (wenn auch nur um diverse Attachments zu sehen). Bin unter anderem auch im Airpower Forum zu finden.
Ich versuche derzeit, basierend auf den ursprünglichen Planungen über Umfänge, Einheiten und Standorte der Fliegereinheiten des Bundesheeren einige OOBs aufzustellen um damit fiktive/reale Konflikte per Simulator durchzuspielen.
(So quasi als alternate history die Anfang der 50er abzweigt.)
Mich würden jetzt die Zustände der wichtigeren Flugfelder/Flughäfen in Österreich Mitte der 50er interessieren. Wie sah dort die Infrastruktur aus? Kriegsschäden? Runways? Umliegende Ortschaften?
Luftbilder would be appreciated.
Konkret hab ich dabei gedacht an:
Langenlebarn
Aigen
Zeltweg
Graz
Hörsching
Bad Vöslau
Deutsch Wagram
Innsbruck
Klagenfurt
Salzburg
Schwechat
Aspern
Wels
Wiener Neustadt
Zwölfaxing
Zell am See
Weitere Vorschläge nehm ich gerne entgegen, aber die meisten Horste scheinen ja in der Wiener Gegend gelegen zu sein (Bierbaum, Markersdorf...) und das ist eigentlich nicht das was ich brauche.
Kann mir hier jemand weiterhelfen? (Markus?) Oder mir irgendwas empfehlen wo ich sowas finde? Irgendwo gibts ja da auch ein Buch dazu aber da war ich noch nicht fähig das zu finden.
Zufällig in der Ausgabe "Schwechat-Fischamend" der NÖN gefunden:
Zitat:
Zeitgeschichte zum KZ-Außenlager „Santa I + II“
SCHWECHAT / Die alten Schwechater Brauereikeller wurden zwischen 1944 und 1945 als Außenstellen des Konzentrationslagers Mauthausen verwendet, berichtet Adolf Ezsöl in der Serie "Anno Dazumal".
„Santa I + II“ war der Tarnname der Außenlager des KZ Mauthausen in den alten Bierkellern der Schwechater Brauereien. Bis vor kurzem gab es auch in den großen Archiven Österreichs kaum Hinweise auf diese Lager, da die SS fast alle Unterlagen vernichtet hatte. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass ich (Ezsöl; Anm.d. Red.) in den Besitz von Geheimdokumenten gelangte, welche bei der Rekonstruierung dieser Lager wertvolle Hinweise geben konnten.
Einmietung von kriegswichtigen Betrieben
Als die Alliierten Westmächte ab 1943 vorerst von England aus Gebiete im deutschen „Altreich“ einflogen und bombardierten, gab der Reichsminister für Bewaffnung und Munition am 26. August 1943 einen „Erlass über die Verlegung kriegswichtiger Betriebe und Betriebsteile“ heraus, infolge dessen auch im damals scheinbar noch sicheren und vor Bombenangriffen geschützten Wien (Schwechat gehörte ab 1938 zu Wien) alle Kelleranlagen und unterirdischen Großräume gemeldet werden mussten.
Die alten Schwechater Brauereikeller, die durch die Errichtung von modernen Betontanks ab 1928 vom Brauhaus kaum mehr zur Bierlagerung in Holzfässern in Gebrauch standen, wurden sofort von verschiedenen Großbetrieben beansprucht, die ihre Fertigungsstätten unter die Erde verlagern wollten. Den Zuschlag für die Benützung der Keller, die sich im Ausmaß von rund 9.500 m² unter dem Areal der ehemaligen „Pechhütte“, in der Wiener Straße 52 befanden, erhielten die „Flugmotorenwerke Ostmark“ in Wiener Neudorf. Trotz des Protestes der Schwechater Brauereiführung beschlagnahmte das Rüstungsministerium diese Keller und bereits im März 1944 wurde mit dem Verlagerungstransport von Maschinen aus dem Flugzeugwerk Wiener Neudorf in die alten Brauereikeller begonnen.
Das KZ-Nebenlager Schwechat „Santa I“
Die ersten Häftlinge aus dem „KZ-Mutterlager“ Mauthausen dürften bereits Mitte März 1944 im Zuge der Verlagerung in den Brauereikellern eingelangt sein, wo sie mit den Umbauarbeiten und der Installation von Maschinen für die „Flugmotorenwerke Ostmark“ begannen.
Nach der Gründung der KZ-Nebenlager im Ortsgebiet von Schwechat wurde als geheimer Tarnname „Santa I + II“ festgelegt, obwohl es sich eigentlich um zwei getrennte Lager gehandelt haben dürfte. „Santa I“ bezog sich demnach auf die alten Bierkeller der Brauerei Schwechat unter dem Areal der Pechhütte und auf die unter dem Popper-Brauhaus am Hauptplatz 3 und dem gegenüberliegenden Figdor-Brauhaus liegenden ehemaligen Bier-Lagerkellern in der Größe von insgesamt 3.400 m². Nach Schätzungen von Schwechater Augenzeugen dürfte die erste Gruppe von KZ-Häftlingen aus rund 200 Mann bestanden haben, die neben den Um- und Ausbauten in den Kelleranlagen auch mit dem Bau eines Barackenlagers am ehemaligen „Phönix-Sportplatz“ begannen. Nach den Bombardierungen des Hauptwerkes der Flugmotorenwerke Wiener Neudorf ab 26. Juli 1944 dürfte die Anzahl der Häftlinge in Schwechat bereits auf rund 600 gestiegen sein.
Das KZ-Nebenlager Schwechat „Santa II“
Das Rüstungsministerium hatte am 15. April 1944 auch Keller in der Bruck-Hainburger Straße 26 im Ausmaß von 12.000 m² gemietet und dort einen Teil der Heinkel-Werke eingewiesen, die bereits seit 1943 am Fliegerhorst Schwechat mithilfe von bis zu 2.665 KZ-Häftlingen Flugzeugteile fertigten. Das Kommando über die KZ-Häftlinge im Ortsgebiet von Schwechat hatte der berüchtigte SS-Hauptsturmführer und Massenmörder Anton Streitwieser, der auch Kommandant des KZ-Arbeitslagers „Wien-Schwechat 2“ am Fliegerhorst Schwechat war.
Wie viele KZ-Häftlinge in Schwechat zwischen März 1944 und März 1945 bei den Sklavenarbeiten für die Nazis ums Leben kamen wird kaum mehr zu eruieren sein. Fast alle diesbezüglichen Unterlagen im KZ-Mauthausen wurden vor Kriegsende vernichtet. Im Verlauf des Luftkrieges 1944/1945 fielen auf Schwechat rund 4000 Bomben, davon 78 auf die Brauerei. Nach neuesten Unterlagen wurden in dieser Zeit in Schwechat mindestens 416 Menschen getötet: 117 Schwechater, in der Mehrzahl Frauen und Kinder und 299 Ortsfremde, KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter, Kriegsdienstverpflichtete und in Schwechat stationierte Soldaten. Rund 600 Schwechater sind als Deutsche Soldaten an verschiedenen Kriegsschauplätzen gefallen. Über die Soldaten beider Fronten, die im Endkampf im Raum Schwechat gefallen sind, gibt es derzeit keine Unterlagen. Diese Zeit, mit ihrem unmenschlichen Regime dürfen wir NIEMALS VERGESSEN.
Suche Informationen über das KZ Nebenlager in Wiener Neudorf.
Es gab zwei Lager, eines bei den Flugmotorenwerke (Guntramsdorf-Wiener-Neudorf-Griesfeld) wo die Guntramsdorfer schon sehr viel aufgearbeitet haben
und eine Lager in der Mitterfeldsiedlung, wo jetzt das Palmershaus (früher Eumig) steht. Davon gibt es keine Foto, keine Berichte, nichts.
ich bin neu hier.
Wollte an dieser stelle einmal fragen, ob jemand weiß welchen Zweck die Bunkeranlagen in der Langenschönbichler Au (NÖ) gedient haben.
Ich denke, das diese vielleicht in Verbindung mit der Pulverfabrik in Pischelsdorf standen. Werde hier mal ein paar Bilder reinstellen.
Freu mich auf Eure Auskünfte!
Liebe Grüße,
Shugendo
Am Gelände des ehemaligen Außenlagers des KZ-Dachau an der Wiestalstraße zwischen Hallein und Adnet wurde durch die Privatinitiative eines Unternehmers ein Gedenkstein errichtet. Die Existenz eines KZ-Außenlagers bei Hallein wurde jahrelang von gewissen lokalen Kreisen bestritten bzw. verharmlost...
Dazu ein Ausschnitt eines Berichtes im ORF-Salzburg:
Zitat:
Mutiger Gedenkstein für KZ-Opfer
An der Wiestalstraße zwischen Hallein und Adnet (Tennengau) ist Mittwoch ein großer Gedenkstein für Opfer des Nationalsozialismus und ehemalige Häftlinge des KZ Hallein enthüllt worden - direkt vor dem Betonwerk Deisl. Dieses hat das Projekt finanziert.
Lager für ehemalige Spanienkämpfer
Die neue Gedenkstätte direkt an der Wiestalstraße erinnert an die bis zu 90 Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau bei München, die bei Hallein in Baracken eines Außenlagers untergebracht waren - um im Tennengau ausgebeutet und zum Teil ermordet zu werden.
Es waren großteils politische Gegner Hitlers aus Salzburg, Oberösterreich und Bayern sowie republikanische Österreicher, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus gekämpft hatten. Von diesen waren besonders viele in den KZ-Imperien von Dachau und Mauthausen mit ihren hunderten Außenlagern gefangen. In Hallein war auch der Widerstandskämpfer Sepp Plieseis in Haft, dem am 23. Oktober 1943 - auch mit Hilfe der Halleinerin Agnes Primocic - die Flucht gelang. Später gründete Plieseis in den Bergen des nahen Salzkammergutes eine kleine Befreiungsarmee gegen den Nationalsozialismus.
Heute steht auf dem ehemaligen KZ-Gelände von Hallein das moderne Betonwerk Deisl. Dessen gastfreundliches Management begrüßte Mittwoch in der Werkskantine an die 100 Gäste bei Speis` und Trank. Wenig später erfolgte nach Festreden direkt neben der Firmen-Einfahrt die Enthüllung des neuen Gedenksteines - an prominenter Stelle neben der Wiestalstraße.
Sklaven für Bau von SS-Kaserne
Häftlinge wurden hier bis ins Frühjahr 1945 jeden Tag mehrere Kilometer ins Halleiner Stadtgebiet getrieben, immer wieder auch fürchterlich geprügelt und misshandelt, wie Zeitzeugen schildern. Als Arbeitssklaven unter katastrophalen Bedingungen waren die KZ-Häftlinge beim Bau der großen Halleiner SS-Kaserne beschäftigt. Diese sollte in der Nähe der heutigen Papierfabrik ab Anfang 1943 für etwa 1.000 SS-Soldaten errichtet werden.
Der Halleiner Historiker Wolfgang Wintersteller hat bei wissenschaftlichen Forschungen herausgefunden, dass es im nahen Tauglwald auch zu Mordaktionen der SS an wehrlosen, kranken und geschwächten Häftlingen gekommen ist.
Wirbel nach FPÖ-Aussagen
Wintersteller hatte in den Archiven der KZ-Gedenkstätte Dachau bei München und bei betagten Zeitzeugen zu recherchieren begonnen, nachdem ein Stadtrat der FPÖ Hallein öffentlich behauptet hatte, in der Region habe es niemals ein KZ gegeben; nur ein „Arbeitslager“. Solche Aussagen führten zu einem langen Streit und Widerständen unter Kommunalpolitikern, deren Nachwirkungen bis heute zu spüren sind. LHstv. David Brenner sagte bei der Gedenkfeier am Mittwoch, Verharmlosungen seien eine Vorstufe zu möglichen Diktaturen der Zukunft, die es zu verhindern gelte.
Nutzte den noch zaghaften Vegetationsbeginn vor ca. 1 Monat für eine Dokumentation der Reste des ehemaligen RAD-Lagers Oberbergern im Dunkelsteinerwald. Das Lagergelände befand sich im Waldgebiet einige Kilometer westlich des Ortes an den Hängen des Seeleitengrabens. Auf einer Hangseite befanden sich auf dem Niveau der Zufahrtsstraße und 3 weiteren Hangterrassen die Lagerbaracken. Am heute bewaldeten Talgrund dürfte ein Apell- oder Sportplatz gewesen sein und entlang einer Forststraße am Gegenhang standen 2 weitere Gebäude – Wohnhäuser für Funktionspersonal?
Nachstehend Lageskizze, rekonstruiert nach vorgefundenen Fundament- und Bauresten (kann dadurch fehlerhaft und unvollständig sein). Nur südlicher Lagerbereich.
Hab da ein Dokument liegen über die Zerstörung der Heinkel Werke in Wien und da wird auch von einem Werk Julius gesprochen, weiss wer wo das war?
lg stoffi
Das möge jetzt eine dumme Frage sein, aber ich habe diese zwei Dinge bei/auf einem komischen Hügel gesehen. Kann mir vielleicht jemand sagen was das ist. (Bild 2 muß man ein bißchen vergrößern. Das ist eine Stange mit zwei runden Schildern oben, die mitten auf diesem Hügel steht. das ganze mitten auf einem Feld) Geh sicher noch mal hin und mach noch andere Fotos.
Wäre aber dankbar, wenn mir schon mal jemand sagen kann ob das überhaupt was zu bedeuten hat
Hier ein paar Bilder von der Stelle, wo früher ein Bunker gestanden haben soll. Das Gebiet ist ziemlich groß und auch sehr verwachsen. Es hat eine Rechteckige Form und um zwei Seiten herum gibts Schützengräben (Bild 6). Nachdem ich mich durchs Dickickt gekämpft habe, fand ich auch eine alte Wasserpumpe (1,4,5). Auf 2 sieht man eine alte Türe als Zugang. Wie man sieht ist sie auch schon sehr lang nicht mehr benutzt worden.