Akten des Patentamtes

I

indy

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#1
Wohin sind sie verschwunden...oder nicht?

M.W. befand sich das Patentamt in Berlin, wo befand sich die Auslagerungsstätte (gehe mal davon aus das es eine gab), wem wurde das Material übergeben?
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#2
Quelle

"Die Einrichtung einer deutschen Patentbehörde wurde im Patentgesetz vom 25. Mai 1877 festgelegt. Diese Behörde nahm als Kaiserliches Patentamt am 1. Juli 1877 seine Tätigkeit in Berlin auf und am 11. Juli 1877 fand die feierliche Eröffnungssitzung im Reichskanzleramt statt. Bereits am 2. Juli 1877 wurde das erste deutsche Patent für ein "Verfahren zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe" erteilt. Erfinder war Johann Zeltner von der Nürnberger Ultramarin-Fabrik.

Bis 1945 - ab 1919 als Reichspatentamt - blieb die Behörde in der Gitschiner Strasse in Berlin. Noch in den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges wurde das Gebäude schwer beschädigt. Der größte Teil der Bibliothek konnte jedoch durch die rechtzeitige Auslagerung in ein Salzbergwerk vor der Vernichtung gerettet werden.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges musste das Reichspatentamt - wie alle Reichsbehörden - seine Tätigkeit einstellen. Im Frühjahr 1948 wurden im Wirtschaftsgebiet auf Grundlage des Gesetzes vom 5. Juli 1948 vorübergehend Annahmestellen errichtet, die am 1. Oktober 1948 in Berlin und Darmstadt eröffnet wurden. ..."

Und hier:

"... Bis 1945 residierte die Behörde in der Gitschiner Straße in einem höchst repräsentativen Gebäude, das in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs bei einem Bombenangriff schwer beschädigt wurde. Der größte Teil der Bibliothek, rund 250.000 Bände, konnte jedoch durch die rechtzeitige Auslagerung in ein Salzbergwerk in Heringen an der Werra gerettet werden. Nach dem Ende des Krieges musste das Reichspatentamt, wie alle Reichsbehörden, seine Tätigkeit einstellen. Es folgte bis zum 30. September 1949 die patentamtslose Zeit. ..."

Und die Werra ist von Prag schon ein ganzes Stück weit weg ;)
 
I

indy

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#3
Hallo SuR!

Und die Werra ist von Prag schon ein ganzes Stück weit weg
Muss ich das verstehen:confused:

Oder meinst du die Sache mit dem Zug?:D


1945 Die Siegermächte setzen folgende Dienste ein, welche sich mit deutschen Patenten und Forschung befassten : B.I.O.S ( British Intelligence Objectives Sub-Committee), C.I.O.S (Combined Intelligence Objectives Sub-Committe), F.I.A.T. (Field Information Agency, Technical) und J.I.O.A. (Joint Intelligence Objectives Agency). [C.I.A. war nicht beteiligt, da erst 1947 gegründet] 146.000 unerledigte Patentanmeldungen und ungedruckte Patentschriften wurden auf Veranlassung der F.I.A.T. verfilmt.
In der Auskunftsstelle des Technischen Informations Zentrums Berlin (Tel. 030/ 25992 220/221) stehen zur Einsichtnahme zur Verfügung:
Kriegsrolle 1914 - 1918; Kartei der Patentanmeldungen 1939 - 1945; Index der verfilmten Patent- Anmeldeunterlagen (F.I.A.T.); Rollen zu Geheimpatenten 1934 - 1940, (1941/42 fehlen), 1943 und 1944; Verzeichnis der Geheimanmeldungen 1934 - 1943; Liste mit Patentanmeldungen der Firma Heinkel 1935 - 1945; Background-Information des Office of the U.S. High Commissioner for Germany vom 13..09.1951 zu Geheimpatenten; Sammlung von Artikeln zu Geheimpatenten (insbesondere zur Erfindung der Atomschleuder) vom Oktober 1960. (Quelle: TIZ Berlin, 2003)
 
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indy

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#4
Das man die Akten ins Protektorat gebracht hätte halte ich aber dennoch für möglich.Hitler und andere Hochrangige hatten den Plan die Amis das Protektorat besetzen zu lassen, um die all. Koalition zu spalten.

Und ein paar 1000 Patente sind doch ein schöner Köder.
 
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