Quelle Kurier
Auszug davon:
Anrainer wegen Verfüllung informiert
Donnerstagabend wurden in Amstetten rund 15 Grundeigentümer über das recht aufwendige Projekt informiert. In ihren Gärten müssen Bohrgeräte aufgestellt werden, um dann über
150 rund 180 Millimeter große Bohrlöcher in die Tunnel vorzudringen. An die 10.000 Kubikmeter hochwertigen Verfüllstoff wird man in die Stollen, zu denen alle Zugänge versperrt sind, einlassen.
Der ausgehärtete Baustoff passe sich in der Härte dem umgebenden Gestein an, damit es später zu keinen geologischen Reaktionen kommen könne.
Insgesamt finden sich
40 bis 50 Liegenschaften über den teils in 37 Metern Tiefe gegrabenen recht verzweigten Stollen, die im Zweiten Weltkrieg bis zu
11.000 Menschen Schutz bei Fliegerangriffen boten, so Stadtchef Haberhauer.
Eine Nutzung der Tunnel habe man überprüft, aber aufgrund des porösen Schlier-Gesteins und bereits zahlreicher massiv eingebrochener Stellen rasch verworfen, versicherte Scheiber.
In den Blickpunkt gerieten die Stollen im Jahr 2008. Josef Fritzl hatte geschildert, dass er als Kind bei den Fliegerangriffen in den Luftschutztunnels Todesängste ausgestanden habe.