Anninger - Fundamentreste usw.

A

alleswisser1

Guest
#1
Die erneute Suche nach den Restfundamenten der ehem. Wehrmachtssender beim heutigen Telekom Sender Gumpoldskirchen führte mich über Teile der Routen Gelb, Blau und Rot um den Anninger.

• Es folgen die Bilder der Fundamente hinter dem Telekomgelände vom Eingang aus gesehen, mit jeweils massiven ~30 mm Gewindestangen.
• Dann ein Schachtfundament gleich links vom Eingang.
• Sowie links Fundamentreste eines Gebäudes, noch mal die wohl einer Antennenanlage sowie die bereits anderswo erwähnte Zisternenanlage die nach meinem Dafürhalten etwas groß ausgelegt gewesen sein muss.

• Weiters liegen/stehen noch rund um den Sender (Richtfunkanlage) jede Menge weitere Fundamentteile aus Beton sowie augenscheinlich als Abspannfundamente ausgeführte Sockel herum.

• Ebensolche Sockel finden sich links von der Jubiläumswarte angeordnet


Etwa 100 m oberhalb der beschriebenen Höhlen die bekannterweise verschlossen sind und noch die Restfundamente eines Gebäudes links davon zu sehen sind gibt es ein zwischenzeitlich leeres Gebäude welches von der Bauart und den zu/abführenden Rohren eine Pumpstation gewesen sein wird. Zu sehen sind nur mehr die massiven Betonsockel am Boden.

Meine Vermutung, dass dies eine Wasserförderanlage für die darunterliegenden Gemeinden gehandelt haben könnte ist angesichts des Umstandes das die Schwerkraft selbst das Wasser abfließen lassen würde unwahrscheinlich.

Die Frage nach der Energieversorgung des Pumpenhauses liefert die rund 100m oberhalb befindliche Ruine des Trafohauses zu dem einst eine Freileitung geführt haben muß.

Stellt dieser Aufwand ein Indiz dafür dar das Hohlräume wasserfrei gehalten werden sollten?
 

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josef

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#3
Div. Fundamentreste Anninger usw.

@alleswisser1 :danke für die Fotos!

Leider ist die zeitliche Zuordnung der Fundamentreste schwer möglich! Während des Krieges waren, wie schon berichtet, 2 Antennen dort oben und in der Nachkriegszeit errichtete die ÖPT eine provisorische Richtfunkstation als Vorgängeranlage der heutigen Station.

Nachstehend eine Ausschnittvergrößerung eines Fotos der Flak-Stellung Eichkogel mit dem Anninger im Hintergrund. Schemenhaft sind die beiden Antennenmasten zu erkennen.

Weiters ein Foto aus 1956 von der provisorischen RV-Antennenanlage. Dazu könnte auch die Ruine des Trafohauses gehören?
 

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josef

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#4
Anninger-Gipfel

Habe mir erlaubt, die Berichte über die Objektreste am Anninger als eigenes Thema zu gestalten und aus dem Thread "Dreidärrischenhöhle" herauszulösen.

Noch ein Verweis zu den Themen, die den Anninger auch "berühren":

Dreidärrischenhöhle: Dreidärrischenhöhle

Flakstellung Eichkogel: eichkogel bei mödling - FLAK

lg
josef
 
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G

Grille

Guest
#5
Anninger - Fundamentreste
Das im "Siebenbrunnengraben" befindliche Gebäude war wirklich eine Pumpstation für Trinkwasser. Sie versorgte die militärische Sendeanlage auf dem Vierjochkogel ("Sender"). Im Inneren, sind auf der rechten Seite, die dazu gehörigen Wasserbehälter erhalten.
In der näheren Umgebung ist auch die Quellfassung erhalten welche das Wasser lieferte.
Die in einer Reihe ausgerichteten Schächte gehörten zur Kläranlage der Kaserne, welche im Bereich des Senders stand.

lg. grille
 
#9
Sind das die Mauerreste der ehem. Kaserne, die am ersten großformatigen Bild zu sehen sind?
Hallo MHSTG44,
meiner Vermutung nach ja......, könnte sein bin mir aber nicht so sicher was dies angeht. Die Mauerruinen aus den Bildern dieses Dokuments (ehem. Kaserne beim Sender) sind mir nicht bekannt.

Lg
Michi
 

josef

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#10
Sind das die Mauerreste der ehem. Kaserne, die am ersten großformatigen Bild zu sehen sind?
Den Begriff "Kaserne" halte ich ein wenig für überzogen! Wenn, dann "Unterkunftsgebäude" für LW-Personal oder so ähnlich...
"Kasernen" sind meines Erachtens Objekte zur Unterkunft von Truppen von Kompaniestärke aufwärts mit den nötigen Nebengebäuden (-> Garagen, Depots usw. ...).
Auszug aus Der Anninger - Bauwerke

In der Nähe der Sendeanlage, außerhalb des eingezäunten Bereichs, befinden sich Mauerreste verfallener Gebäude, ein betoniertes Fundament, auf dem offenbar einmal ein Turm stand, und ein Schacht mit Steigklammern, das war offenbar einmal ein Wasserbehälter. Südöstlich des Senders befand sich eine kleine Kaserne. Von dieser Ruine führt ein im Waldboden deutlich sichtbarer, schmaler Graben hinunter zur Wasserleitungsanlage im Siebenbrunnengraben. Möglicherweise verlief hier einmal eine Rohrleitung, durch die das Wasser herauf gepumpt wurde ([Schm]).


Ruine beim Sender


Ehem. Kaserne beim Sender

Ehem. Kaserne beim Sender

Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich zwei Wehrmachtssender mit unterschiedlicher Höhe am Vierjochkogel, die auch von Mödling aus sichtbar waren. Der Aufstellungsort dürfte mit dem Platz der heutigen Anlage ziemlich identisch sein. Es soll sich um Funksender der Luftwaffe gehandelt haben ([May], [Wol] S.17).
 
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