Beinhäuser oder Karner

josef

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#23
Karner in Hadersdorf am Kamp

Hallo Pauli,
habe mir erlaubt, den Titel von " Kammern bei Langenlois " auf "Hadersdorf am Kamp" zu ändern! Die Gemeinde heißt zwar Hadersdorf-Kammern, der Karner steht aber am wunderschönen Hauptplatz in Hadersdorf neben der dortigen Pfarrkirche. Kammern ist eine kleine Katastralgemeinde von Hadersdorf und hat nur eine Kapelle und keinen Karner :)
Kirche, Pfarrhof und Karner
Es ist anzunehmen, daß jener Ritter Haderich von Häderichsdorf, der dem Ort den Namen gab, auch die erste Kirche zu Ehren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus errichten ließ. Sie war damals in Privatbesitz. Nach den Magyareneinfällen wurden durch die Landesfürsten ca. um das Jahr 1000 n. Chr. Pfarren gegründet, um das Kulturleben wieder zu normalisieren. Als Pfarrer fungierten damals meist Adelige oder Wissenschaftler. Die erste Pfarrkirche stammt aus dem 12. Jhdt. und war völlig zerstört worden. Um 1400 wurde die Kirche in gotischer Form errichtet und bei Renovierungsarbeiten im 18. Jhdt. barockisiert. Gleichzeitig wurde der bei der alten Kirche an der Westseite gelegene Turm an seiner heutigen Position errichtet, und das Kirchengebäude um den Orgelchor erweitert. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1912. In der Kirche befinden sich 1 Hochaltar, der eine Kreuzigungsgruppe aus marmoriertem Holz darstellt, und ein ursprünglich an die Wand gemaltes Fresko verdeckt. Die beiden Seitenaltäre sind Barockarbeiten aus dem 18. Jhdt., der linke Seitenaltar ist die Arbeit eines Schülers des Kremser Schmidt. Die 14 Kreuzwegbilder wurden von einem ehemaligen Pfarrer, Jakob Pich, gemalt. Die 7 Stationsbilder vom Leiden und der Auferstehung des Herrn sind Ölgemälde aus dem Jahre 1820, gemalt von einem Schüler des Kremser Schmidt, Leopold Mitterhofer, das 8. Bild befindet sich im Pfarrhof. Außerhalb der Kirche, an der Turmseite, befindet sich im Durchgang die Pieta, eine Darstellung der hl. Maria mit dem Leichnam Jesus auf dem Schoß, aus dem 17. Jhdt. Seitlich an den Außenwänden sieht man Grabsteine aus dem früheren Friedhof.

Der jetzt freistehende Karner war lange Zeit zur Hälfte in das Pfarrhaus eingebaut. Der Rundbau stammt etwa aus dem Jahr 1200. Im Jahr 1619 durch böhmische Aufständische verwüstet, wurde er während der Verpachtung der Pfarre an die Dürnsteiner in einen Schüttkasten umgewandelt, in 2 Stockwerke geteilt und ein halbkreisförmiger Zubau mit einer Stiege errichtet. Im Jahre 1973 wurde der Karner im Zuge eines Pfarrhofneubaues freigelegt und dabei die Wandsäulen an der Außenseite samt Rundbogenfries in der ursprünglichen Form wieder instandgesetzt. Heute dient der Karner (seit 1961) als Aufbahrungshalle und im unteren Trakt werden die Gebeine aus den Gräbern unserer Toten aufbewahrt.
Auszug aus http://www.hadersdorf-kammern.at/geschichte_bauwerke.php

Der Ortsteil Kammern liegt an der B34 oberhalb von Hadersdorf Richtung Langenlois => http://maps.google.at/maps?q=Haders...rf+am+Kamp,+Krems-Land,+Niederösterreich&z=14

lg
josef
 

josef

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#26
Wulkaprodersdorf (Burgenland) - Karner gefunden

Wulkaprodersdorf: Gebeine entdeckt

In Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) ist bei Bauarbeiten im Hof der Pfarrkirche ein Karner entdeckt worden. In diesem alten Gebeinhaus sind Knochen und Schädel aufgeschlichtet.
Der Karner hat eine Größe von vier mal sechs Metern. Zeitlich lässt sich der Fund noch nicht genau einordnen. Der Karner dürfte vor dem Bau der Pfarrkirche im 17. Jahrhundert eingerichtet worden sein. Die Kirche wurde 1642 geweiht.

Gebeine wurden umgebettet
Damals wurde der Friedhof verlegt, die Gebeine wurden vermutlich in das aus Sandstein eigens errichtete Gewölbe an der Friedhofsmauer umgebettet.

Untersuchung durch Denkmalamt
Eine genaue wissenschaftliche Untersuchung der Knochen durch Mitarbeiter des Bundesdenkmalamtes soll helfen, den Fund in Wulkaprodersdorf zu datieren. Danach wird der Karner dokumentiert und wieder verschlossen.
Text- u. Bilderquelle: http://burgenland.orf.at/news/stories/2598391/
 

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H

Harald 41

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#27
Hallo Josef;

Hört sich interessant an, wenn ich das nächst mal in der Gegend bin werde ich es mir ansehen wenn es geht, die Austernbank in Stetten Bez. Korneuburg haben sie gleich wieder zugeschüttet nachdem sie entdeckt wurde, bevor jemand etwas mitbekommt.
Die vom Denkmalamt sind da schnell.:D

LG Harry
 
#28

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#30
Karner in Mödling

in Mödling neben der Kirche St.Othmar.

von ~1200, ab und an für Ausstellungen udgl geöffnet.

"…Beinhaus:...Zur Zeit der Türkenkriege 1683 flüchteten viele Menschen in dieses Gewölbe und fanden dort den Tod. Der unterirdische Raum wurde zugemauert und vergessen.
1884 ließ Bürgermeister Josef Schöffel den wiederentdeckten Raum öffnen. Man fand Knochen, Kleiderreste, Gebetbücher, Rosenkränze, Reste von Geschirr sowie einen wohlerhaltenen Steingutkrug mit eingetrockneten Überresten von Rotwein..."
- von www.othmar.at

viel mehr Infos unter o.g. URL, dann >Kirchen und Patrone >Karner
 

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#31
Der Karner in Bad Deutsch-Altenburg nahe der Marienkirche:
Der Karner wurde hier schon gezeigt, dennoch möchte ich Euch aktuelle Impressionen zeigen. Im Übrigen wird der Karner im Moment renoviert!

Der Karner Bad Deutsch-Altenburg steht südöstlich der Pfarrkirche im Friedhof der Marktgemeinde Bad Deutsch-Altenburg im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Der Karner mit einem Beinhaus steht unter Denkmalschutz.
Der Karner entstand im Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts. Im 17. bzw. 18. Jahrhundert wurde der Bau dem Patrozinium hl. Leopold geweiht. 1823 war eine Restaurierung. Seit 1995 steht der Karner im Eigentum der Marktgemeinde und wird als Aufbahrungshalle genutzt.


Kapellenäußeres:
Der romanische Rundbau aus Quadermauerwerk unter einem Kegeldach hat östlich eine halbkreisförmige Apsis und westlich einen Portalvorbau mit einem tiefen fünffach gestuften Trichterportal. Die Fassade hat einem umlaufenden profilierten Sockel und in der Fläche teils fragmentierte vertikale Halbstäbe. Die Apsis hat ein Scheitelfenster, Ecklisenen, drei Stäbe, zwei Kapitelle und eine Konsole aus dem 12. Jahrhundert.


Kapelleninneres:
Der Hauptraum über einem Beinhaus hat ein kuppeliges Gratgewölbe aus dem Ende des 17. Jahrhunderts auf wuchtigen gestuft ausgerundeten Konsolen des ehemaligen schweren Bandrippengewölbes. Reste der Wandmalerei aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, 1951/1954 aufgedeckt, zeigen Meerestiere und ein Meerweibchen, einen Christuskopf und die Schulterpartie einer tiefer befindlichen Figur, aus dem Leben einer heiligen Frau eine Richterszene und deren Verbrennung, zwei Engel, in der Fensterlaibung Ranken.
Das Beinhaus hat eine Mittelstütze.
Quelle: Karner Bad Deutsch-Altenburg (Wiki)

Hier gibt es noch mehr über die Marienkirche in Bad Deutsch Altenburg zu sehen!

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#32
Karner Hainburg an der Donau:
Ein Altstadtbummel in Hainburg, passend zu den eher schlechen Ausflugswetter heute, besuchte ich ein paar historische Überbleibsel in der Altstadt.
Dabei auch der Karner und die Lichtsäule der ehem. Martinskirche, wo nur noch Steine in einer Ausstellung zu sehen sind!
Der aus glatten Quadern errichtete Rundbau des als Beinhaus inmittendes Friedhofes verwendeten Karners ist als bedeutendes Baudenkmal im romanischen Baustil anzusehen und um 1225 in Hainburgs mittelalterliche Blütezeit zu datieren. Der zweigeschossige Bau hat durch spätere bauliche Veränderungen viel von seiner Wirkung einbegüßt. Im Untergeschoß befand sich das Ossarium (Beinhaus), in welchem die Gebeine aus dem Freidhof aufbewahrt wurden. Interessant sind die zahlreichen Steinmezzeichen, die sich auch in vielen anderen Bauwerken in Hainburg und Umgebung nachweisen lassen, uns so eine Hilfe für die Datierung geben (Ungartor, Karner von B.D. Altenburg, Pfarrkirche von Petronell und Wildungsmauer).
Quelle: Sehenswürdigkeiten in Hainburg an der Donau

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#33
Karner Hainburg an der Donau Teil2:
Die Lichtsäule am Gelände der ehem. Martinskirche!
Vermutlich um 1400 als "Ewige-Lichtsäule" oder Totenleuchte errichtet, stan die schlanke (fast 10 m hohe) Säule mitten im ehemaligen Friedhof. Durch die viereckige Öffnung am Fuß der Säule konnte man das "Ewige Licht" durch den hohlen Säulenschaft ins Lichthäuschen ziehen.
Quelle: Sehenswürdigkeiten in Hainburg an der Donau

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Bunker Ratte

Well-Known Member
#35
Romanischer Karner Mistelbach:
Nachdem die Awaren in den Feldzügen zwischen 791 und 803 von Karl dem Großen geschlagen wurden, nutzten sie das Weinviertel als Durchzugsgebiet. In Mistelbach errichteten die Awaren einen Sicherungsposten, dessen Friedhof auf dem Gebiet des heutigen Krankenhauses mit 60 Gräbern freigelegt wurde.
Im Zuge der Landnahme durch die Babenberger – eine dem bajuwarischen Hochadel entstammende Dynastie – entstanden Dörfer und Rodungsflächen sowie die Dreifelderwirtschaft. Unter den Siedlern, welche mit den Babenbergern ins Land kamen, war ein Herr von Mistel, der Begründer des Geschlechtes der Herren von Mistelbach, welche das Land nach ihrem Herkunftsort benannten. Um etwa 1050 ist der Bestand einer Burg am Schlossberg gesichert, erst aus Holz, im 13. Jahrhundert aus Stein gebaut. Im Lauf der Zeit wurde Mistelbach zu einem wichtigen Straßenknotenpunkt mit Maut, Burg, Brücken und einer ansehlichen Anzahl an Häusern.
Die Herren von Mistelbach waren als Vasallen der Babenberger ein angesehenes Geschlecht. Der bekannteste unter ihnen war Heinrich der Hund, wobei der Beiname ein Ehrentitel war, der von der Treue des Genannten zeugte. Er war einer der bedeutendsten Ministerialen der österreichischen Landesfürsten. Seine Tochter Ofemia (auch Eufemia) wurde mit Hadmar II. von Kuenring verheiratet und brachte ihm die Herrschaft Mistelbach mit allem Zubehör als Mitgift in die Ehe ein. Die Gründung der Pfarre Mistelbach geht auf Kaiser Heinrich III. zurück, der die Kirche dem alten fränkischen Reichsheiligen Martin von Tours weihen ließ. Wo sich die erste Kirche befand ist nicht gesichert, Quellen berichten von Gottesdiensten in der Burgkapelle. Im 12. Jahrhundert wurde der Karner errichtet, das heute älteste noch erhaltene Gebäude Mistelbachs. Nach dem Tod des letzten Babenbergers Friedrichs II. des Streitbaren wurde das Land vom böhmischen König Ottokar II. besetzt. Dies rief König Rudolf I. von Habsburger auf den Plan, der Ottokar in der Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen am 26. August 1278 besiegte. Im Zuge dieser Schlacht wurde auch in Mistelbach (im Bereich der Liechtensteinstraße) gekämpft, wobei Quellen über viele Tote berichten. Belegt ist ebenso, dass Rudolf I. im selben Jahr im Schloss der Herren von Mistelbach anwesend war.
Marchand II. von Mistelbach († 1323) verfügte den großzügigen Ausbau des Mistelbacher Marktplatzes, seine Söhne ließen die Spitals-Kirchen-Anlage vor dem Markt errichten. Dadurch wurde Mistelbach 1372 zum Markt erhoben und erhielt ein erstes Jahrmarktsprivileg; die vier Jahrmärkte werden noch heute abgehalten. Durch dieses Privileg durften sich die Bewohner Mistelbachs fortan „Bürger“ nennen, und die Marktgemeinde wurde mit einer Befestigungsmauer mit vier Toren umgeben. Der weitere Verlauf des 14. Jahrhunderts war für Mistelbach von einer Reihe von Katastrophen gekennzeichnet: Missernten, Heuschreckenplage, Überschwemmungen, Erdbeben und letzten Endes noch die Ausbreitung der Pest, wodurch die Bevölkerung um rund 40 Prozent reduziert wurde.
Im Jahre 1383 erwarb Johann I. von Liechtenstein, Herr zu Nikolsburg und Feldsberg († 1397), das Haus zu Mistelbach samt allen dazugehörigen Gütern. Während der Hussitenkriege wurde Mistelbach 1426 von Verwüstungen heimgesucht, 1443 zerstörte ein abermaliges Erdbeben die Burg zu Mistelbach. Nur wenig später machte der böhmische König Georg von Podiebrad den Ort dem Erdboden gleich.
Quelle: Mistelbach (Mittelalter aus Wiki)

Der romanische und später barockisierte Karner am Mistelbacher Friedhof:
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S

Senator74

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#36
Romanischer Karner Mistelbach:
Nachdem die Awaren in den Feldzügen zwischen 791 und 803 von Karl dem Großen geschlagen wurden, nutzten sie das Weinviertel als Durchzugsgebiet. In Mistelbach errichteten die Awaren einen Sicherungsposten, dessen Friedhof auf dem Gebiet des heutigen Krankenhauses mit 60 Gräbern freigelegt wurde.
Im Zuge der Landnahme durch die Babenberger – eine dem bajuwarischen Hochadel entstammende Dynastie – entstanden Dörfer und Rodungsflächen sowie die Dreifelderwirtschaft. Unter den Siedlern, welche mit den Babenbergern ins Land kamen, war ein Herr von Mistel, der Begründer des Geschlechtes der Herren von Mistelbach, welche das Land nach ihrem Herkunftsort benannten. Um etwa 1050 ist der Bestand einer Burg am Schlossberg gesichert, erst aus Holz, im 13. Jahrhundert aus Stein gebaut. Im Lauf der Zeit wurde Mistelbach zu einem wichtigen Straßenknotenpunkt mit Maut, Burg, Brücken und einer ansehlichen Anzahl an Häusern.
Die Herren von Mistelbach waren als Vasallen der Babenberger ein angesehenes Geschlecht. Der bekannteste unter ihnen war Heinrich der Hund, wobei der Beiname ein Ehrentitel war, der von der Treue des Genannten zeugte. Er war einer der bedeutendsten Ministerialen der österreichischen Landesfürsten. Seine Tochter Ofemia (auch Eufemia) wurde mit Hadmar II. von Kuenring verheiratet und brachte ihm die Herrschaft Mistelbach mit allem Zubehör als Mitgift in die Ehe ein. Die Gründung der Pfarre Mistelbach geht auf Kaiser Heinrich III. zurück, der die Kirche dem alten fränkischen Reichsheiligen Martin von Tours weihen ließ. Wo sich die erste Kirche befand ist nicht gesichert, Quellen berichten von Gottesdiensten in der Burgkapelle. Im 12. Jahrhundert wurde der Karner errichtet, das heute älteste noch erhaltene Gebäude Mistelbachs. Nach dem Tod des letzten Babenbergers Friedrichs II. des Streitbaren wurde das Land vom böhmischen König Ottokar II. besetzt. Dies rief König Rudolf I. von Habsburger auf den Plan, der Ottokar in der Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen am 26. August 1278 besiegte. Im Zuge dieser Schlacht wurde auch in Mistelbach (im Bereich der Liechtensteinstraße) gekämpft, wobei Quellen über viele Tote berichten. Belegt ist ebenso, dass Rudolf I. im selben Jahr im Schloss der Herren von Mistelbach anwesend war.
Marchand II. von Mistelbach († 1323) verfügte den großzügigen Ausbau des Mistelbacher Marktplatzes, seine Söhne ließen die Spitals-Kirchen-Anlage vor dem Markt errichten. Dadurch wurde Mistelbach 1372 zum Markt erhoben und erhielt ein erstes Jahrmarktsprivileg; die vier Jahrmärkte werden noch heute abgehalten. Durch dieses Privileg durften sich die Bewohner Mistelbachs fortan „Bürger“ nennen, und die Marktgemeinde wurde mit einer Befestigungsmauer mit vier Toren umgeben. Der weitere Verlauf des 14. Jahrhunderts war für Mistelbach von einer Reihe von Katastrophen gekennzeichnet: Missernten, Heuschreckenplage, Überschwemmungen, Erdbeben und letzten Endes noch die Ausbreitung der Pest, wodurch die Bevölkerung um rund 40 Prozent reduziert wurde.
Im Jahre 1383 erwarb Johann I. von Liechtenstein, Herr zu Nikolsburg und Feldsberg († 1397), das Haus zu Mistelbach samt allen dazugehörigen Gütern. Während der Hussitenkriege wurde Mistelbach 1426 von Verwüstungen heimgesucht, 1443 zerstörte ein abermaliges Erdbeben die Burg zu Mistelbach. Nur wenig später machte der böhmische König Georg von Podiebrad den Ort dem Erdboden gleich.
Quelle: Mistelbach (Mittelalter aus Wiki)

Der romanische und später barockisierte Karner am Mistelbacher Friedhof:
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#39
Nachtrag zum Karner in St.Michael / Wachau. Als ich vor 3 Wochen dort war, stand der Karner offen, da gerade Reinigungsarbeiten durchgeführt wurden. Zu meiner Überraschung gibt's dort neben den Totenschädeln, noch 3 Glastruhen mit gut erhaltenen MUMIEN aus den 11. Jahrhundert zu sehen. 2 sind komplett mit Kleidung erhalten und bei einer fehlt der Kopf. Eine schaurige Angelegenheit!

LG
Felix
 
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