josef

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#1
Hallo,

@austro schrieb im Thread "Zwischen Götzendorf u. Ebergassing":
Im Raum Wr.Neustadt, Ebergassing waren in der Monarchie Betongeschützstellungen, um neue Artilleriegeschosse zu testen. Die Flugbahn dieser Geschosse war Leithagebirge und Neusiedlersee. Habe entsprechendes Kartenmaterial dazu.
@Matthias schrieb dazu:
wäre es vielleicht möglich diese karten zu scannen und zu posten?

Im Buch von J.O.Slezak "Kanal-Nostalgie-Aspangbahn", Wien 1990, ISBN 3-85416-153-0 gibt es auf Seite E128 eine Streckenskizze der Militärbahn Felixdorf - Tattendorf mit einer interessanten Darstellung einer als "SCHIESZRICHTUNG" titulierten Linie .

Beginn der Linie ist der (ehemalige) Küstengeschützstand östlich Felixdorf. Der Verlauf geht von dort grob gesehen in Richtung NO. Wenn man auf der Karte diese Linie weiterverfolgt, führt diese tatsächlich zum Leithagebirge => etwa in die Mitte des Tüpl Bruck! Voraussetzung ist natürlich, dass die auf der ja als Eisenbahnstreckendarstellung gedachten Skizze die Richtungen annähernd stimmen. Luftlinie Geschützstand Felixdorf - Mitte Tüpl Bruck ca. 40 km.

Zu Bericht von austro würde Raum WN und Leithagebirge passen, nicht Neusiedlersee, Richtung führt nördlich vorbei. Auch Götzendorf würde nicht ganz passen, da würde die Linie ca. 8 km südöstl. vorbeiführen...

Als Zielgebiet für solche Erprobungen käme meiner Meinung nach aber nur der Tüpl Bruck in Frage. Bruck war ja der größte Übungsplatz der K.u.k. Armee in der Gegend und man beschoss sicher nicht privates Gelände. Wenn bei Ebergassing auch so eine Stellung gewesen wäre, würde die Richtung Leithageb./Tüpl Bruck ebenfalls passen - ginge knapp nördlich Götzendorf vorbei.

Die Karten von austro bzw. genauere örtliche Angaben daraus wären sicher interessant!

lg
josef
 

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Matthias

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#2
Skizze

Hallo Josef!

Ist diese Benzolfabrik im Raum Maria Theresien Siedlung gestanden, östlich Felixdorf? Das "nach Munitionsfabrik" ist somit der Raum Tritolwerk, "zum Mittel" ist wahrscheinlich Großmittel gemeint?

Ich hab mal beide Karten übereinandergelegt, kann aber nicht sagen, ob der Maßstab stimmt und wie genau die Skizze ist.

Aber mit "nach Munitionsfabrik" kommen wir dann nicht mehr ins Tritol und mit "nach Mittel" kommen wir nicht nach Großmittel. Oder ist mit der Munitionsfabrik die (Sdlg.) Feuerwerksanstalt gemeint? Dann würde es wieder passen. Und der Küstengeschützstand müsste dann eigentlich westlich der B17, Höhe Maria Theresien Siedlung gestanden sein, wenn die Skizze halbwegs genau ist.
Aber im Raum Blumau -Bhf. Böhler weist die Skizze schon eine sehr hohe Genauigkeit mit den vorhandenen Gleisen auf. Zufall?
Was meint Ihr dazu?

grüße
Matthias
 

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josef

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#3
Hallo Matthias!

Die Streckenskizze ist nicht Massstabgetreu! Stimmt, wie du schreibst in etwa ab Böhler Richtung Blumau. Abzweigung "Laboratorium" war östlich WN-Kanal und die Strecke verlief nach dem Bogen parallel zum Kanal u. Straße nach S bis zur Kreuzung mit Straße Felixdf.-Haschendf.-Ebenf. und schwenkte danach wieder nach Osten ins Gelände des Mun.Lagers G.Mittel => damalige Bezeichnung "Am Mittel"!

Der "Küstengeschützstand" befand sich in Felixdf., links der Straße nach Haschendf.-Ebenf., gleich nach dem heute noch bestehenden Bahnübergang der Strecke nach Blumau.

Die "Benzolfabrik" befand sich in Sollenau, links der Straße nach Blumau.

Mit "nach Munitionsfabrik" war eine Strecke nach Wöllersdorf gemeint.

Im linken u. Eck schneidet eine kurze _ . _ ._ Linie die Strecke zum Bhf. Benzolfabrik => das war die Verbindungslinie vom Bhf. Sollenau nach Ebenfurth, diese führte um das Gelände G. Mittel herum und hatte auf Höhe WN-Kanal eine Abzweigung zur Tritol Fabrik.

Ich fügte die Skizze wegen der darauf eingezeichneten "Schieszrichtung" ein...

lg
josef

X => ca. Lage des Küstengeschützstandes
 

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josef

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#4
Ö-Karte aus 1930

Hier noch ein Ausschnitt aus der Ö-Karte 1:75.000 aus 1930, einGroßteil der Strecken von 1918 besteht noch! Schießlinie aus Skizze in etwa übertragen...

lg
josef
 

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