josef

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#21
Hallo Gerald,
besten Dank für das Lubi! Soweit ich mich erinnere, waren früher innerhalb des eingezäunten Werksgeländes, nördlich/gegenüber Nr. 27 von der Straße aus, auch Eingänge zu LSDG erkennbar. Die Räumung dort fand schon vor einigen Jahren statt.

Sehr gut zu erkennen ist auch die buschbewachsene Trasse der nicht fertiggestellten Umfahrungsstraße auf der linken Bildhälfte. Diese sollte im Bogen um das Werksgelände herumgeführt werden, mittels Damm und Brücke über die Bahngleise und Perschling führen und dann im Norden wieder in den Altbestand münden.

Kann zu den Anlagen am linken Bildrand, westlich der Perschling, jemand einen Hinweis geben? Die Auskünfte die ich bisher bekam schwanken zwischen Torso eines in Bau befindlichen (Dampf-)Kraftwerkes bis zu einem Umspannwerk. Befragungen führten immer zu Hinweisen, dass die Bauten etwas mit elektrischer Energieversorgung zu tun hatten. Lt. Hr. Richter gibt es keine konkreten Pläne/Unterlagen mehr, er vermutet Umspannwerk..., meine Präferenz geht eher in Richtung Kraftwerk. Jedenfalls war dort früher ein riesiger rechteckiger Betonkoloss, der den Absolventen der Landesfeuerwehrschule Tulln über Jahre hinweg als Übungsobjekt für die Sprengausbildung diente (Auskunft Hr. Richter, DC).

lg
josef
 
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#22
Hallo Josef,

was jene Anlage war, weiß ich leider auch nicht, aber das von den Sprengungen ist mir auch anhand von alten Foto`s aufgefallen.

Habe 1985 mehrere Fotos von jener Anlage gemacht.

1.Foto: Hinterer Teil jener Anlage mit den Verbindungsgang in der Mitte, mit
zwei Löcher in der Decke, 1985 fotografiert

2. u. 3. Foto: Gesprengter Verbindungsgang(rechte Seite) zwischen den
Kellerräumen 27.8.06

4. Foto: Gesprengte Betonteile über den Kellerräumen und der Verbindungsgang
27.8.06

5. Foto: Gesprengter Verbindungsgang von hinteren Kellerraum gesehen 27.8.06

Der Verbindungsgang wurde auf der rechten Seite gesprengt, beim hinteren Loch.

Gruß aus Tulln

Tullner
 

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josef

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#23
Umspannwerk oder Kraftwerk ?

Hallo Thomas,
danke für die Fotos! Habe ein Foto von ca. 1970 gefunden, welches das damals auch schon sichtlich devastierte Bauwerk in seiner (ursprünglichen ?) Größe zeigt. Dürfte damals schon durch Sprengungen in "Schieflage" gekommen sein... Das Objekt hat die Nr. 7 auf dem Übersichtsplan von Markus.

lg
josef
 

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josef

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#26
Ich glaube auch eher an die Reste eines Kraftwerkes! Habe vor Jahren mit einem ehemaligen Angestellten der SMV und dann ÖMV über den "Betonbrocken" gesprochen, dieser erzählte von einem nicht mehr fertiggestellten Kraftwerk... Bei der DC spricht man heute von einem ehemaligen luftgeschützten, verbunkerten Umspannwerk...sind aber keine Pläne und sonst. Unterlagen vorhanden!

Die Ausführung der Baulichkeit des ehemaligen verbunkerten Umspannwerkes und Trafos in Redl-Zipf (Schlier) hat z.B. keine Ähnlichkeit mit diesem Objekt im Tullnerfeld!

Ein Umspannwerk für den Werkskomplex Moosbierbaum/Pischelsdorf befand sich am Gelände des heutigen Sportplatzes Heiligeneich => Ortsende von Heiligeneich an der Straße nach Michelndorf. Dort war auch ein großes, rechteckiges Bauwerk mit Tarnanstrich. Kann mich auch noch dunkel daran erinnern, leider kein Foto... Dorthin führte auch ein Anschlußgleis vom Bahnhof Moosbierbaum welches auch lt. Zeitzeugenaussage als Standort einer Eisenbahnflakbatterie diente.

lg
josef
 
#27
Hallo Josef.

Habe leider damals als 17 jähriger nicht alles so fotografiert, wie ich es heute machen würde. Habe damals nur von einen Teil der Anlage Fotos gemacht.

1. Foto: Nahaufnahme der Fassade 1985, muß von der linken Seite(SW Foto) gewesen sein

2. Foto: rechte Seite der hinteren Anlage über den Kellern 1985

3. Foto: Unterstand auf den Gelände des Arbeitslagers 1985

Gruß aus Tulln

Thomas
 

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josef

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#28
Hallo Thomas,
Habe leider damals als 17 jähriger nicht alles so fotografiert, wie ich es heute machen würde. Habe damals nur von einen Teil der Anlage Fotos gemacht.
Ja, leider, mir ging es genauso! Als ich in den 60iger Jahren dort noch brav mit den Eltern vorbeifuhr gabs zwar noch jede Menge an Bauten, aber keine Fotos... Ab Anfang der 70iger, als ich mit meinem ersten Fahrzeug in die Gegend kam (Auto wäre übertrieben gewesen => alter R4 mit heißen 28 PS, der Kilometeranzeiger steckte bei 75.000 km...) hatte ich andere Prioritäten ;) Zum Glück für heute machte ich doch das eine oder andere SW-Foto bzw. dann Dias in der "Schnelle" beim Vorbeifahren...

lg
josef
 
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#29
Hallo Josef,

die ersten Male bin ich noch mit den Fahrrad und einen Freund gemeinsam nach Pischelsdorf gefahren, später dann mit den Mofa(siehe Foto).

1. Foto: Mofa bei der Anlage, dahinter das Werk Dürnrohr

Habe auch noch zwei Fotos von einer kleineren Fabrikshalle in Moosbierbaum(heute Golfplatz), muß dieser aber erst wieder finden und werde diese noch nachliefern.

Gruß aus Tulln

Thomas
 

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#30
Es gibt bei der DC in Pischelsdorf einen Mitarbeiter, der sich intensiv mit der Geschichte des Werkes während des 2.WK beschäftigt.

Habe leider seinen Namen vergessen - ein Anruf in der Direktion kann aber sicher weiterhelfen.
 

josef

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#31
Es gibt bei der DC in Pischelsdorf einen Mitarbeiter, der sich intensiv mit der Geschichte des Werkes während des 2.WK beschäftigt.
Ja, Hr. Richter, er hat auch ein Buch zur Geschichte der DC geschrieben:

Nachstehend der Literaturhinweis zu diesem Buch aus "Quellen" bei www.geheimprojekte.at:
Richter A. Richard
DAS WERDEN DER DONAU CHEMIE AG
- keine ISBN
Eigenverlag Richter KEG, Ziehrergasse 4, A-3435 Zwentendorf. Umfassende Geschichte der Donau Chemie AG beginnend mit der Unternehmensgründung der "Pulverfabrik Skodawerke Wetzler AG" 1916 in Moosbierbaum und dem Zusammenschluss diverser Werke der Chemischen Industrie in der Donau Monarchie. Das Ende des WK I und Auswirkungen auf die Firmensituation werden ebenso behandelt wie die Zwischenkriegszeit und weitere Firmenzusammenschlüsse zwischen 1939 und 1945 zur DONAU CHEMIE AG unter Leitung der IG-Farben. Bau und Betrieb der Raffinerie Moosbierbaum und des Chemiewerkes Pischelsdorf. Bombenangriffe und Zerstörung, Kriegsende, sowjetische Besatzungszeit mit Wiederinbetriebnahme der Raffinerie bis zu deren Schließung und Neuaufbau des Chemiestandortes Pischelsdorf. Auch die Geschichte der Zweigwerke Brückl in Kärnten und Landeck in Tirol wird beschrieben.


lg
josef
 
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josef

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#32
Ein Umspannwerk für den Werkskomplex Moosbierbaum/Pischelsdorf befand sich am Gelände des heutigen Sportplatzes Heiligeneich => Ortsende von Heiligeneich an der Straße nach Michelndorf. Dort war auch ein großes, rechteckiges Bauwerk mit Tarnanstrich. Dorthin führte auch ein Anschlußgleis vom Bahnhof Moosbierbaum welches lt. Zeitzeugenaussage auch als Standort einer Eisenbahnflakbatterie diente.
Diese Anlagen/Objekte => Umspannwerk, großes Gebäude mit Tarnanstrich und Gleisanschluß sind nicht mehr vorhanden. Als letzter Rest sind lt. Hr. Richter noch Fragmente der ehemaligen Gleistrasse in der Nähe des Bahnhofes Moosbierbaum vorhanden. Auf dem Gelände befindet sich, wie schon oben erwähnt, der Sportplatz von Heiligeneich. Weiß vielleicht jemand, ob das angesprochene Gebäude ein Trafobunker war?

Zu der Angelegenheit Umspannwerk/Kraftwerk westlich der Perschling gibt es lt. Hr. Richter, wie schon angeführt, keine Unterlagen! Es ist anzunehmen, dass diese Objekte auch in Zusammenhang mit der Magnesiumhütte stehen, da für diesen damals streng geheimen und abgeschirmten Werksteil ebenfalls keine genaueren Pläne, Aufzeichnungen usw. vorhanden sind! Im Vorfeld der Planungsarbeiten für die Agrana-Bioethanolanlage versuchte man bei den damaligen Leitbetrieben der DC, den ehemaligen deutschen IG-Farben Werken in Leverkusen, Frankfurt, Merseburg und Bitterfeld irgend welche Unterlagen aufzutreiben, aber auch dieses Vorhaben war vergebens! Die einzigen Unterlagen sind einige Übersichtspläne ohne genauere Details zu den geheimen Objekten.


lg
josef
 

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josef

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#34
Habe noch ein paar Dias aus 1972 und 1973 gefunden, Bildqualität natürlich nicht mehr die Beste...

1. Herbst 1972 - Blick von der Straße bei Erpersdorf (Straße Tulln-Zwentendorf) Richtung S auf das Gelände des ehemaligen "Südwerkes" der DC (=> Chemiewerk, Raffinerie Moosbierbaum). Die einzigen noch intakten Objekte waren einige Schornsteine und eine Halle des ehemaligen Anlagenbaues und Instandhaltungsbetriebes.

2. 1973 - DC Pischelsdorf (Nordwerk), Adaptierungsarbeiten ehemaliger Hallen der Schwefelsäureanlage für die Kunstdüngerproduktion.

3. 1973 - Werksgelände an der Donau. Im Hintergrund Kran der Umschlagslände-Donaukai.
 

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#35
Bei dem im Beitrag 15 gezeigten Teil handelt es sich DOCH um eine Splitterschutzzelle. Knallfrosch hatte mit seiner Vermutung recht. Allerdings ist sie relativ groß. Wie und ob es für diese Zellen ein Dach bzw. eine Abdeckung gab ist noch unklar. Bunker dieses Typs (allerdings wesentlich kleiner) stehen in der Nähe von Bruck/Nö.

Gruß

Cerberus
 
K

Knallfrosch

Guest
#36
ich werde mal ein paar bilder raussuchen von spliterschutzräumen ,
ich weiß nur das sie entweder einen Betondeckel hatten ,oder auch zum teil drehbare metalhauben wo sich dann auch noch kleingeschütze drin befanden...
 
#38
@Knallfrosch.
Ich glaube du verwechselst da was. Splitterschutzzellen aus Beton oder Metall hatten nie drehbare Metallhauben in der sich Geschützte befanden.
Das wären dann Kampfstände.

Die von dir eingestellten Bilder sind eindeutig (Einmann-)Splitterschutzzellen.
Diese beiden Versionen kamen aber (soweit mir bekannt) in Österreich nicht zur Anwendung.

Gruß

Cerberus9
 
K

Knallfrosch

Guest
#39
wir waren damals mal in der tiefen tiefen eifel drinne dort waren splitterschutzzellen mit Drehbarer kuppel für die verteidigung,ich werde wenn ich zeit bekomme noch mal dorthin fahren und bilder machen wenn das gebilde dann noch da steht :D
 
D

dbsen

Guest
#40
hy miteinander,ich bin neu hier und suche auch bunker,und komm aus zwentendorf und wollt nur frage ob es bei uns bunker gibt die noch verschüttet sind oder tief vergraben sind, wo vll was drin sein könnte,waffen,munition, halt wertvolle gegenstende
 
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