Bergung von Bomben und sonstigen Kriegsrelikten

josef

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#41
Nun in Klagenfurt...

Fliegerbombe sorgte für große Aufregung
Eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg wurde bei Grabungsarbeiten in der Flatschacherstrasse in Klagenfurt gefunden. In einem Radius von 100 Metern wurde das Areal rund um die Fundstelle gesperrt.

Dauer der Behinderungen nicht absehbar
Die Bergungsarbeiten dauerten nicht lange. "Die Bombe konnte vom Entminungsdienst relativ rasch entschärft werden", erklärte Herwig Fischer von der Stadtleitstelle der Polizei Klagenfurt am Nachmittag gegenüber dem ORF-Kärnten.

Haus stand über Jahrzehnte über der Bombe
Am frühen Nachmittag wurde die etwa einen halben Meter lange Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg in einer Wohnsiedlung in der Nähe des Südrings in Klagenfurt beim Abreißen eines Hauses entdeckt. Die Bombe ist jahrzehntelang unter dem Haus gelegen. Es wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. Die Anrainer rund um den Fundort mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Im Gebiet rund um den Südring und den Bahnhof wurden in den letzten Jahren immer wieder Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden.

http://kaernten.orf.at/stories/478561/
 

Soundy

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#42
Wieder in Wien:

Funktionsfähige Fliegerbombe in der Donau entdeckt


25.01.2011 | 14:59 | (DiePresse.com)

Beim Alberner Hafen hat ein Baggerfahrer eine amerikanische Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Der 250 Kilo schwere Sprengkörper fiel ihm sogar von der Schaufel, bevor er entschärft wurde.

Bei Aushubarbeiten in der Donau beim Alberner Hafen in Wien-Simmering hat ein Baggerfahrer am Dienstagvormittag eine 250-Kilo-Fliegerbombe "geborgen". Laut Polizei wurden mehrere Firmengebäude geräumt und das Gebiet gesperrt, ehe der Entminungsdienst das Kriegsrelikt entschärfte und abtransportierte.

Die Polizei wurde um 9.30 Uhr verständigt, nachdem der Baggerfahrer bei Aushubarbeiten samt Erdreich auch den Sprengkörper plötzlich aus zweieinhalb bis drei Metern Tiefe ans Tageslicht befördert hatte. Die Bombe fiel beim Entleeren der Baggerschaufel zu Boden. Der Entminungsdienst des Innenministeriums stellte fest, dass es sich um eine 250 Kilogramm schwere
amerikanische Fliegerbombe mit voll funktionsfähigen Zündern an Kopf und Heck handelte.

"Aufgrund der Gefährdungslage wurde eine Totalsperre im Umkreis von etwa 400 Metern und die Evakuierung des Sperrkreises veranlasst", hieß es seitens der Polizei. Mehrere Firmengebäude wurden geräumt und Zufahrtswege gesperrt. Kurz nach 12 Uhr wurden die Maßnahmen aufgehoben.

In Wien war erst am 4. Jänner eine Fliegerbombe aus der Alten Donau geholt worden. Ein Passant war am Neujahrstag auf das eingefrorene Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg aufmerksam geworden. Zur Bergung wurden Löcher in die Eisdecke geschnitten, ehe Taucher des Entminungsdienstes die Bombe heben konnten.

(APA)

Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/...er-Donau-entdeckt?_vl_backlink=/home/index.do

Soundy
 

josef

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#43
Pernegg in der Steiermark

Dritte Fliegerbombe in einer Woche gefunden
In Pernegg (Bezirk Bruck/Mur) ist am Donnerstag die bereits dritte Fliegerbombe in dieser Woche gefunden worden. Entdeckt wurde sie von einem Baggerfahrer bei Grabungsarbeiten im Murbett.

Die meisten Zünder durchgerostet
Seit Montag wurden bei den Grabungen insgesamt drei Fliegerbomben und eine Granate gefunden; das Sprengmaterial stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Gefahr bestand aber keine: "Bei den meisten waren die Zünder bereits durchgerostet", heißt es von der Polizei. Laut Polizei stammen die Bomben nicht von Luftangriffen: Sie sind deutscher Provenienz. Man vermutet, dass die Bomben damals einfach in der Mur "entsorgt" wurden.

Pernegg wurde zwei Mal bombardiert
Pernegg war im Zweiten Weltkrieg zwei Mal von der US-Luftwaffe bombardiert worden: Am 7. Dezember 1944 waren offenbar in einem Notabwurf mehrere Bomben am Ortsrand niedergegangen. Am 1. Februar 1945 wurden auf Pernegg rund 50 Bomben geworfen, der Angriff galt laut dem Standardwerk "Der Luftkrieg in der Steiermark" dem Steweag-Kraftwerk.

50-Kilogramm-Bombe
Die am Donnerstag gefundene Fliegerbombe wiegt rund 50 Kilogramm; sie wurde vom Entminungsdienst des Innenministeriums fachgerecht entsorgt.
Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/496800/
 
#44
wieder mal Südbahnhof......

vor ca. 1 Stunde ist die nächste aufgetaucht!!!

Gudrunstrasse und Sonnwendgasse werden in Kürze gesperrt!!!!:hopp


Der Entminungsdienst sollte eine eigene Dienststelle auf dieser Baustelle aufmachen, :D:D:D

LG Mike
 

Soundy

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#45
... Der Entminungsdienst sollte eine eigene Dienststelle auf dieser Baustelle aufmachen, :D:D:D

LG Mike
Habe ich mir auch gerade gedacht :D

Fliegerbombe am Südbahnhof gefunden: Evakuierung

18.02.2011 | 11:29 | (DiePresse.com)

Die 500 Kilo schwere Fliegerbombe wurde bei den Bauarbeiten für den neuen Hauptbahnhof entdeckt. Eine Wohnhausanlage am Gürtel wurde geräumt, in der Gudrunstraße wurden Sperren errichtet.

Bei Bauarbeiten am Südbahnhof ist von den Arbeitern eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe gefunden worden. Eine benachbarte Wohnhausanlage am Wiedner Gürtel wurde vorsichtshalber evakuiert, im Bereich der Gudrunstraße in Wien-Favoriten wurden großräumige Straßensperren errichtet, so die Polizei in einer Aussendung.

Am Vormittag waren die Arbeiten zum Abtransport der Bombe in Gange.

Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/...of-gefunden_Evakuierung?from=gl.home_panorama

Soundy
 

josef

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#47
Bombenfund Baustelle W - Hauptbhf.

Gerade in "Wien heute" gehört, dass es sich um den 14. Bombenfund auf dem Gelände seit Baubeginn handelt.

lg
josef
 

josef

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#48
Auch in Graz gibt es derzeit Bombenalarm

Fliegerbombenalarm: Bergung in der Nacht
Seit dem Vormittag sind Experten am Grazer Hauptbahnhof damit beschäftigt, eine vermeintliche Fliegerbombe zu orten und zu entschärfen. Nach wie vor ist aber unklar, ob es sich um ein explosives Kriegsrelikt handelt.

Fliegerbombe oder metallenes Rohr?
Fest steht bisher, dass es sich um ein schweres metallisches Objekt handelt, das in viereinhalb Metern Tiefe unter einem Bahnsteig im südlichen Bereich des Bahnhofs liegt. Mit einem speziellen Gerät hat man das Objekt mittlerweile geortet, sagt Bernhard Hölbling, von der für die Bergung zuständigen Spezialfirma. Jetzt versucht man herauszufinden, ob es sich um eine Bombe handelt: "Ich weiß - das haben wir durch die Bohrungen bestätigt - dass da unten ein großes Metallteil liegen muss. Ob es jetzt ein sprengkräftiges Metallstück ist, oder ein Rohr, das bei Kriegsende bei Aufschüttungen mit hineingeworfen worden ist, das weiß ich erst, wenn ich direkt am Objekt bin", erklärt Hölbling.

Viereinhalb Meter unter einem Bahnsteig
Die Behörde vermutet eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, bei den ÖBB ist man skeptisch. Der Fundort wurde mit dem "Bombenkataster", der auf Luftaufklärungsbildern aus der Kriegszeit basiert und Einschlagkrater im ganzen Stadtgebiet aufzeigt, verglichen. Bei ähnlichen Situationen in Graz in der Vergangenheit hatte sich eine vermeintliche Bombe als Konglomerat von Bombensplittern bzw. in einem Fall als ein Kanalschuber entpuppt.

Bergung im Laufe der Nacht
Geborgen werden soll das noch unidentifizierte Objekt erst im Laufe der Nacht, wenn sich so wenig wie möglich Menschen auf dem Bahnhofsgelände aufhalten und der Verkehr nicht besonders betroffen ist, sagt Andreas Köhler, Einsatzleiter der Stadt Graz: "Sollte gesperrt werden müssen, dann wird die Sperrzone den Bahnhof und Betriebsräumlichkeiten der ÖBB betreffen. Nach der momentanen Lage sieht es so aus, dass keine Wohnungen oder Hotels von der Sperre betroffen sind", so Köhler.

Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg
1944 und 1945 waren vor allem die Gleis- und Verschubanlagen der Graz-Köflacher-Bahn und der Hauptbahnhof Ziele der B-24-Bomber der US-Luftflotte, die von Süditalien aus operierte. Die Bahnanlagen und die nahen Industriebetriebe waren damals 24 Mal angegriffen worden.
Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/499698/
 

josef

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#50
Fehlalarm in Graz

Glück gehabt, war nur eine Ziegelmauer.
Hier der ORF-Bericht:
Bahnhof: "Fliegerbombe" war Ziegelmauer
Eine vermeintliche Fliegerbombe am Grazer Hauptbahnhof hat sich in der Nacht auf Samstag als alte Ziegelmauer entpuppt. Ein Messtrupp war im Zuge von Bauarbeiten auf ein Objekt gestoßen, das eine Bombe hätte sein können.

Spezialfirma gab Entwarnung
Gegen 23.00 Uhr konnten die Experten des Spezialunternehmens, das von den ÖBB mit der Bergung des Objekts beauftragt worden war, Entwarnung geben. Die Messgeräte der Techniker hatten am Freitag in viereinhalb Metern Tiefe unter einem Bahnsteig im Bereich des ehemaligen Nonstop-Kinos eine Anomalie registriert. Die Messwerte deuteten auf einen metallischen Gegenstand hin, der eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hätte sein können. Um jede Gefahr auszuschließen, entschloss man sich, diesen Bereich zu öffnen.

Bahnsteig wieder zugeschüttet
Die Arbeiten wurden in die Nachtstunden verlegt, um weder Fahrgäste noch Zugbetrieb zu gefährden oder zu beeinträchtigen. Die ersten Vermutungen der ÖBB-Experten bewahrheiteten sich schließlich: Die gemessene Anomalie im Erdreich war nicht auf einen metallischen Gegenstand, sondern auf eine Mauer aus alten, gebrannten Ziegeln zurückzuführen.

Der von der Baufirma geöffnete Bahnsteigbereich wurde noch in der Nacht wieder zugeschüttet. Der Entminungsdienst des Innenministerium, der ebenfalls bereit stand, konnte unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/499835/
 

josef

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#51
Nun ist Tirol an der Reihe...

Bombenfund an der Bahnstrecke zwischen Ötztal-Bahnhof und Roppen in Tirol:
Bahnsperre wegen Fliegerbombe
Bei einer ÖBB-Baustelle zwischen Ötztal-Bahnhof und Roppen ist am Montagnachmittag eine Fliegerbombe entdeckt worden. Die Westbahnstrecke zwischen Ötztal-Bahnhof und Imst war Montagnachmittag unterbrochen.

Entminungsdienst wurde angefordert
Entdeckt worden war die 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten zum Neubau der Eisenbahnbrücke über die Ötztaler Achbrücke. Nach dem Fund der Fliegerbombe wurden die Bauarbeiten unterbrochen. Die ÖBB hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Bahnkunden des Fernverkehrs müssen zwischen Ötztal und Landeck auf Busse umsteigen, für Bahnfahrer im Nahverkehr wurde der Schienenersatzverkehr zwischen Ötztal und Imst-Pitztal eingerichtet. Experten des Entminungsdienstes aus Linz werden am Montag gegen 20 Uhr erwartet.
Quelle: http://tirol.orf.at/stories/500232/
 

josef

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#52
Linz - Untersuchung eines Verdachtspunktes am Samstag

Suche nach Fliegerbombe in Linz
In Linz wird am Samstag im Bereich der Westbahnstrecke nach einer möglichen Fliegerbombe gegraben. Sollte ein Kriegsrelikt gefunden werden, müssen Verkehrsteilnehmer mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.

Umgebung untersucht
Die ÖBB hatten im Zuge von Bauarbeiten Untersuchungen in Auftrag gegeben, die einen Verdachtspunkt lieferten. Ein Grabungsunternehmen wird die Stelle mit Begleitung des Entminungsdienstes freilegen.

Sperre und Evakuierung möglich
Sollte es sich tatsächlich um eine scharfe Fliegerbombe handeln, müsse der betroffene Bereich abgesperrt und unter Umständen auch evakuiert werden, so die Polizei. Anfang Oktober war in der Nähe ein 70 Kilo schweres Relikt entschärft worden.
Quelle: http://ooe.orf.at/stories/503473/
 

josef

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#53
Linz - Entwarnung

Bombensuche entlang der Westbahn
In Linz ist an zwei Verdachtsstellen neben der Westbahnstrecke im Bereich des Musiktheaters nach Fliegerbomben gesucht worden. Gefunden wurden aber keine Kriegsrelikte, sondern nur eisenhaltige Schlacke.

Ausbau der Westbahn
Die Suche an zwei Stellen entlang der Westbahn war bereits seit längerem geplant. Die Bahn wird zwischen dem Hauptbahnhof und Linz-Pichling auf einer Strecke von zwei Kilometer viergleisig ausgebaut. Die Kosten für dieses Bauvorhaben betragen rund 120 Millionen Euro, so die ÖBB.

Luftbilder der US Air Force
Bei den Vorbereitungen zu derartigen Bauvorhaben werden auch immer Bombenverdachtspunkte erhoben, sagt von ÖBB-Sprecher Mario Brunnmayr. Dafür wurden Luftbilder der US Air Force, die nach dem Krieg gemacht wurden, ausgewertet. Auch beim Bau des Hauptbahnhofs und des Landesdienstleistungszentrums wurde so vorgegangen.

Eisenhaltige Schlacke
Am Samstagvormittag wurde dem Verdacht nachgegangen und nach Kriegsrelikten gesucht. Die Polizei konnte aber bald Entwarnung geben, anstatt Bomben wurde nur eisenhaltige Schlacke gefunden.
Quelle: http://ooe.orf.at/stories/503911/
 

Soundy

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#54
Wieder in Graz:

Fliegerbombenalarm beim Grazer Bahnhof: Das Areal musste großräumig abgesperrt und evakuiert, der Verkehr umgeleitet werden. Die 250 Kilo schwere Bombe wird nun gezielt gesprengt. Entschärfungsspezialisten trafen kurz nach 17 Uhr in Graz ein.

Bei den Grabungsarbeiten rund um den Grazer Hauptbahnhof ist Freitagnachmittag nahe des Hotels Daniel eine Fliegerbombe, die aus dem Zweiten Weltkrieg stammen dürfte, gefunden worden. Die Folgen waren für Anrainer, Autofahrer und Benutzer der Öffis sofort spürbar: Das Areal wurde im Umkreis von 500 Metern evakuiert und innerhalb eines Kilometers gesperrt.

Das gegenüberliegende Bauamt, Hotels und Wohnungen wurden evakuiert, der Verkehr großräumig umgeleitet. Schließlich wurde auch der Bahnhof evakuiert - die ÖBB musste den Zugsverkehr einstellen, der Bahnhof musste inklusive des Personals geräumt werden. Die Züge wurden in Bahnhöfen rund um Graz angehalten. Es wurde versucht, einen Schienenersatzverkehr einzurichten. Umfangreiche Staus - nicht zuletzt auch wegen einer gleichzeitig stattfindenen Demo in der Innenstadt - waren die unmittelbare Folge des Bombenfunds.

Fliegerbombe

Bei der Fliegerbombe handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere und scharfe Bombe, die nicht entschärft werden kann. Sie hat einen speziellen Langzeitzünder. Deshalb ist es notwendig, dass der Zünder mit einem Sprengsatz durch Entschärfungsspezialisten unschädlich gemacht wird. Die Spezialisten trafen kurz nach 17 Uhr mit zehn Fahrzeugen in Graz ein. Mit der gezielten Sprengung muss aber noch zugewartet werden bis sichergestellt ist, dass sich in der Evakuierungszone keine Personen mehr in ihren Wohnungen aufhalten.

Der Explosivkörper war beim Aufschlagen nicht detoniert, könnte deshalb also noch scharf sein. Drei Spezialisten des Entschärfungsdienstes waren bereits am Nachmittag mit ersten Sprengvorbereitungen beschäftigt. Rund 100 Einsatzkräfte der Polizei waren mit Unterstützung von Feuerwehr- und Rettungsleuten mit den Sperr- und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt.

Unmittelbar nach dem Bombenfund in Graz wurde übrigens in Gralla (Bezirk Leibnitz) Alarm geschlagen: Ein Bauer war auf seinem Acker auf eine 200-Kilo-Bombe gestoßen.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachric...-grabungsarbeiten-fliegerbombe-entdeckt.story

Soundy
 

Soundy

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#55
Graz Hauptbahnhof: Sprengung nach Bombenfund

Bei Grabungsarbeiten ist am Freitag im Bereich des Grazer Hauptbahnhofs eine Fliegerbombe entdeckt worden. Die Bombe lässt sich nicht entschärfen und soll bis 22.00 Uhr gesprengt werden. Die Sprengladung wurde bereits angebracht.

Hotels, Wohnungen, Altenheime evakuiert

Das Gelände rund um die Fundstelle wurde bereits großräumig gesperrt und evakuiert, darunter auch Hotels und Wohnungen.

Die Polizei richtete eine Evakuierungszone im Umkreis von mehreren hundert Metern ein. In diesem Bereich befinden sich auch zwei Altenheime, die evakuiert wurden. Im Hirtenkloster wurde eine Betreuungsstation für die Evakuierten, insbesondere ältere und bettlägrige Personen, eingerichtet. Rund 100 Einsatzkräfte der Polizei sind mit Unterstützung von Feuerwehr- und Rettungsleuten mit den Sperr- und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt. Mittels Aufrufen über Lautsprecher versucht die Polizei, die Evakuierung voranzutreiben. Die Polizei läutet an jeder einzelnen Wohnung, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr in der Evakuierungszone befindet.

Aufgrund eines speziellen Zünders ist eine Entschärfung nicht möglich. Bei dem Objekt handle es sich um eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die nicht entschärft werden könne, sagte der behördliche Leiter Wolfgang Hübel. "Es ist eine Fliegerbombe mit einem speziellen Zünder, ein Langzeitzünder. Es ist notwendig, dass der Zünder mit einem Sprengsatz unschädlich gemacht wird." Laut Hübel ist die Bombe scharf.

Solange nicht alle Häuser leer sind, wird nicht gesprengt. Die Sprengladung wurde bereits an der Bombe angebracht. Sie soll die Bombe sozusagen sanft öffnen. Erst wenn alle Personen evakuiert wurden, soll die Zündung erfolgen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Detonation kommen wird, ist relativ groß, denn die Bombe ist laut den Einsatzleitern in keinem guten Zustand. Die Gefahr bei einer Sprengung besteht laut Hübel darin, dass man nicht weiß, ob man die Bombe so sprengen kann, dass nur der Zünder und nicht die ganze Bombe explodiert. Im zweiten Fall würde eine Druckwelle entstehen, die enorme Schäden an den umliegenden Gebäuden verursachen würde. Trümmer könnten bis zu 700 Meter weit durch die Luft fliegen.

Zu Schäden an den Straßen wird es laut Hübel nicht kommen. Schäden werden vor allem bei Glasfassaden erwartet. Grundsätzlich wird nicht davon ausgegangen, dass Gebäude einstürzen: "Man kann bei so einer Explosion aber trotzdem nie 100-prozentig sagen, wie es ablaufen wird", so Hübel.

1944 und 1945 waren vor allem die Gleis- und Verschubanlagen der Graz-Köflacher Bahn und der Hauptbahnhof Ziele der B-24-Bomber der US-Luftflotte, die von Süditalien aus operierte. Die Bahnanlagen und die nahen Industriebetriebe waren damals 24-mal angegriffen worden.

Die ÖBB mussten den Zugsverkehr einstellen, der Bahnhof musste inklusive des Personals geräumt werden. Die Züge wurden in Bahnhöfen rund um Graz angehalten. Einen Schienenersatzverkehr gibt es zwischen Spielfeld und Bruck an der Mur sowie zwischen Bruck und Frohnleiten und von Spielfeld bis Graz-Puntigam. Züge, die aus Wien kommen, wenden derzeit in Bruck und Leoben. Alle Zugsreisenden müssten dort aussteigen, sagte Walter Mocnik von den ÖBB. Shuttlebusse bringen die Betroffenen dann nach Graz.

Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/506470/

Soundy
 
#56
Die Bomen wurde nicht "zufällig" durch die Bauarbeiter gefunden, sondern die Bauarbeiten werden, im Auftrag der Stadt Graz bzw. der ÖBB, von einer Fachfirmen begleitet. Sämtliche Tiefbauarbeiten wurden vorab durch Tiefensondierung untersucht, der Bauaushub wird durch einen Feuerwerker begleitet.
In diesen Fall wurde die Bombe vom Feuerwerker entdeckt, die Bauarbeiten sofort eingestellt, die Baustelle geräumt und die Exekutive verständigt.

Sollte auch einmal gesagt werden, dass diese Fachfirmen für die Sicherheit auf den Baustellen und für die Bauarbeiten sorgen. :bravo:
 
#58
Ich habe um 21:46 eine Explosion gehört. Klingt wie ein "normaler Donner". Hoffentlich ist niemand was passiert. Es war eine ziemliche Aufregung in Graz, ich kann mich an keine so großräumige Evakuierungen erinnern.

Gut, dass wir einen Bombenkataster haben und ich fast täglich seit meiner Kindheit dort unterwegs war. Wäre schön, wenn wenigstens nach den bekannten Blindgängern unter Straßen gesucht werden würde. Aber mit dem Geld retten wir ja lieber Banken. :hau

lg und gruß aus graz

siebzehn

PS. Ich wohne lt. GE ca 1,4 km Luftlinie vom Grazer Hauptbahnhof entfernt.
 
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Soundy

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#59
21:50 Die Detonation war im ganzen Stadtgebiet zu hören. Wie Einsatzleiter Wolfgang Hübel sagte, sei ersten Informationen nach niemand verletzt worden. Über Schäden an Gebäuden sei noch nichts bekannt. Offizielle Entwarnung wurde noch nicht gegeben.

21:45 Die zweite Sprengung hat augenscheinlich geklappt. Sprengstoff-Experten klettern in den Krater hinunter um die Lage abschätzen zu können und um sicherzugehen, dass sich keine weiteren Bomben in der unmittelbaren Nähe befinden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2707382/bei-grabungsarbeiten-fliegerbombe-entdeckt.story

Soundy
 

Soundy

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#60
23:00 Das Verkehrschaos rund um den Grazer Hauptbahnhof hat sich weitgehendst aufgelöst. Die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die durch die Druckwelle verursachten Glasschäden werden aufgeräumt. Einsatzleiter Wolfgang Hübel zeigte sich zufrieden mit dem Einsatzverlauf: Es sei wichtig und gut gewesen, das Gelände so weitläufig abzusperren, da die Vollsprengung doch Risiken berge.

22:00 Die Einsatzkräfte geben Entwarnung - die Sprengung des Kriegsrelikts hat funktioniert. Die Sperrzone zwischen 1000 und 200 Metern wurde inzwischen aufgehoben. Nur in der Kernzone ist die Sperre noch aufrecht. Laut Einsatzleiter gingen einige Fensterscheiben durch die Detonation zu Bruch. Die Polizei sondiert noch die Kernzone auf etwaige Gefahren hin. Gegen 22:30 soll auch diese Beschränkung aufgehoben werden.

Entwarnung konnte auch wegen eines weiteren Bombenfunds auf einem Acker im südsteirischen Gralla gegeben werden: Bei dem Kriegsrelikt handelte es sich um eine Übungsbombe aus Beton.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2707382/bei-grabungsarbeiten-fliegerbombe-entdeckt.story

Soundy
 
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