Concorde-Nachfolger: Neuer 55-sitziger Überschalljet...

josef

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#1

76 Bestellungen für Concorde-Nachfolger Boom
21. Juni 2017,

Der Listenpreis des Überschallflugzeugs soll bei 200 Millionen Dollar liegen. Boom soll noch schneller unterwegs sein als einstmals die Concorde
Le Bourget – Mehr als 13 Jahre nach dem Aus für die Concorde rückt eine Rückkehr des Überschallflugs im Passagierverkehr näher. Das junge US-Unternehmen Boom habe für seinen bis zu 55-sitzigen Überschalljet inzwischen 76 Bestellungen von fünf Fluggesellschaften eingesammelt, sagte Boom-Gründer Blake Scholl am Dienstag auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris. Mit Mach 2,2, also mehr als doppelter Schallgeschwindigkeit, soll der Boom noch schneller unterwegs sein als die Concorde.


Milliardär Branson an Bord
Erstkundin ist die britische Virgin Atlantic des Milliardärs Richard Branson. Weitere Auftraggeber will Scholl erst nach und nach vorstellen. Das erste Exemplar solle 2023 in den Linienverkehr starten. Die kleinere Testversion XB-1, genannt Baby-Boom, soll Ende 2018 zu ihrem Erstflug abheben. Bei der Entwicklung geht das Unternehmen schrittweise vor. "Sobald wir für den 'Baby-Boom' die nötigen Zulassungen haben, machen wir uns an die große Maschine", sagte Scholl.


Weil der Boom-Jet wie schon die Concorde mehr als doppelt so schnell ist wie herkömmliche Passagierjets von Boeing und Airbus, soll sich die Reisezeit in etwa halbieren. "Die Strecke Paris–New York wäre dann statt in sieben Stunden in dreieinhalb Stunden zu schaffen", sagt Scholl. Die Fluglinien könnten sich damit von ihren Konkurrenten abheben.

Der Listenpreis liegt bei 200 Millionen US-Dollar (179 Millionen Euro) und ist damit etwas niedriger als der für die kleinsten Großraumjets von Airbus und Boeing. Allerdings mache Boom das branchenübliche Spiel mit hohen Rabatten nicht mit, sagte Scholl.

Dabei erwartet er, dass sich der Boom-Flieger mit bis zu 55 Fluggästen für Airlines besser rechnet als die Concorde mit mehr als 100 Sitzplätzen. Denn der in den 1960er-Jahren entwickelte Jet sei praktisch nie ausgebucht gewesen. Ende 2003 machten der hohe Treibstoffverbrauch und die immense Lautstärke dem Concorde-Betrieb den Garaus. Nicht nur beim Verbrauch, auch beim Lärm soll der Boom erträglicher ausfallen. "Er wird etwa 30 Prozent leiser sein als die Concorde", sagt Scholl.
(APA, 21.6.2017)
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#2
50 Jahre Concorde-Erstflug: Kommt der Überschall wieder?

Zahlreiche Projekte lassen vermuten, dass eine neue Ära der Überschallfliegerei anbrechen könnte.
New York – Gerade einmal 29 Minuten dauerte der Flug, aber er ging in die Luftfahrtgeschichte ein: Am Samstag (2. März) vor 50 Jahren startete das Überschallverkehrsflugzeug Concorde im französischen Toulouse zu seinem Jungfernflug. Acht Jahre später nahmen Air France und British Airways den Linienverkehr nach New York auf.

Dreieinhalb Stunden nach New York
Der elegante, schneeweiße Jet mit spitzer Nase hatte zahlreiche Fans, bis heute schwärmen frühere Passagiere von dem unvergleichbaren Flugerlebnis – dreieinhalb Stunden von Paris nach New York, nach Sonnenuntergang in Europa los, vor Sonnenuntergang in den USA.


foto: reuters/jeff christensen
Die Concorde in ihrer eleganten Pracht.

Aber rein wirtschaftlich war die Concorde nie ein Erfolg: zu teuer, zu laut, immens hoher Kerosinverbrauch. Und dann kam im Juli 2000 die Katastrophe: Kurz nach dem Start vom Flughafen Paris verunglückte eine Concorde, alle 109 Insassen sowie vier Menschen am Boden starben. Ursache des Unglücks war ein auf der Startbahn liegender Blechstreifen. Der Anfang vom Ende der "Königin der Lüfte". Hinzu kamen die Luftfahrtkrise nach dem 11. September 2001 und rasant steigende Wartungskosten. 2003 war Schluss mit der Concorde. Der legendäre Überschall-Jet ist nur noch in Museen zu bewundern.

Neue Testflüge
Die Faszination am Überschall aber blieb. Immer wieder wurden neue Ideen und Projekte entwickelt, aber marktreif umgesetzt bisher keines. Derzeit präsentiert sich unter anderem das US-Start-up Boom als ganz weit vorne. Es arbeitet an "Overture", einem Jet für bis zu 55 Fluggäste, der schneller und deutlich effizienter als die Concorde sein soll.

Anfang des Jahres sammelte das Unternehmen noch einmal rund 100 Millionen Dollar (rund 88 Millionen Euro) von Investoren ein. "Die Ticketpreise sollen denen der heutigen Business Class ähneln, so dass der Horizont von Millionen von Reisenden erweitert werden kann", sagte Firmenchef Blake Scholl in einer Mitteilung. "Letztendlich ist unser Ziel, dass jeder sich Überschallflug leisten können soll." Noch in diesem Jahr sollen Testflüge starten, es gebe auch schon Vorbestellungen von Fluglinien.

gordon roxburgh
Ein Video vom Testflug der Concorde

Auch die 2002 gegründete US-Firma Aerion entwickelt mit Unterstützung von Airbus einen Geschäftsflieger für bis zu zwölf Passagiere, der anderthalbfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll. Auf seiner Webseite präsentiert das Unternehmen schon einmal stolz Dutzende mögliche Streckenverbindungen und die gesparte Zeit beim Flug. Wann der Jet abheben könnte, ist aber bisher noch nicht klar.

Knall reduzieren
Bei einer möglichen neuen Ära für den Überschall will auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitmischen. Gemeinsam mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin feilt sie an einem Konzept für einen Überschalljet – ohne Überschall-Knall. Denn das Problem bleibt: Durchbricht ein Flugzeug in der Luft die Schallmauer, gibt es einen sehr lauten Knall. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat deshalb auch bis auf Weiteres alle zivilen Überschallflüge über den USA untersagt.


foto: apa/afp/nasa/handout
Das "X-Plane" gilt als möglicher Nachfolger der Concorde.

Die Nasa will nun den Knall in ein "Plopp" verwandeln und hat bereits erste Tests für das "X-Plane" gestartet. Ein Prototyp soll bis Ende 2021 fertiggestellt sein. Der Jet soll in etwa 16 Kilometer Höhe mit rund 1.500 Kilometern pro Stunde fliegen – und anstelle eines lauten Knalls nur ein Geräusch erzeugen, das so laut ist wie das Zuschlagen einer Autotür. Für die Entwicklung erhält der Rüstungskonzern Lockheed Martin rund 247,5 Millionen Dollar (etwa 217 Millionen Euro). Ab 2022 will die Nasa bei Flügen über ausgewählten Regionen der USA weitere Daten sammeln.

"Wir sprechen über eine Zukunft, in der Menschen weniger Zeit mit dem Reisen und mehr Zeit an ihren Zielorten verbringen können – mit der Familie, bei der Arbeit oder beim Besuchen neuer Orte", sagte Nasa-Wissenschafter Jonathan Rathsam. "Es ist ein Weg, die Welt zu schrumpfen und es ist aufregend, ein Teil dieser Zukunft zu sein."
(Christina Horsten, APA, dpa, 26.2.2019)
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#3
Traum vom schnellen Fliegen lebt auch 20 Jahre nach dem Concorde-Crash
Zwei Jahrzehnte nach dem Absturz des Überschallflugzeugs mehren sich die Nachfolgeprojekte. Wenn da bloß nicht die Klima- und die Corona-Krise wären

Im Flammenmeer starben 113 Menschen. Von dem Crash erholte sich das britisch-französische Überschallabenteuer nie.
Foto: AFP

Der Absturz der Concorde machte Geschichte: Er forderte 113 Menschenleben und bedeutete auch den Todesstoß für ein legendäres Kapitel der zivilen Luftfahrt. Die Umstände waren dramatisch: Das schnellste Zivilflugzeug der Welt crashte sehr langsam, fast in Zeitlupe.

An jenem 25. Juli 2000 startete die Air-France-Maschine nachmittags in Paris zu einem dreistündigen Flug nach New York. Wahrscheinlich wegen eines Metallteils, das ein vorhergehendes Flugzeug auf der Startpiste verloren hatte, platzte ein Concorde-Reifen. Das vier Kilo schwere Hartgummiteil schlug in die linke Tragfläche, und das entweichende Kerosin entzündete sich im Kontakt mit dem Düsentriebwerk.

Dramatische letzte Minuten
Die Maschine war schon zu schnell, um noch zu bremsen. Der Pilot Christian Marty musste sie hochziehen – aber auf 60 Metern die beiden linken Motoren stoppen. Mit gesenkter Nase verlor der weiße Supervogel an Höhe, mit langem Feuerschweif überflog er noch die Weizenfelder westlich des Flughafens Roissy.
Was im Passagierraum vor sich ging, ist nicht bekannt. Der Bordkommandant versuchte diverse Manöver. Eine Minute und 46 Sekunden später – eine Ewigkeit – meldete er sich zum letzten Mal mit den Worten: "Zu spät, keine Zeit mehr." Elf Sekunden später stürzte die Concorde in ein fast leeres Hotel. Im Flammeninferno starben vier Hotelgäste und alle 109 Concorde-Insassen, darunter 96 Deutsche aus Mönchengladbach.

Weitere Pannen
Am Ende war damit auch das britisch-französische Überschallabenteuer. Es erholte sich nie mehr von dem furchtbaren Crash. 2003 stellten British Airways und Air France den Betrieb endgültig ein. Zwei letzte Pannen hatten gezeigt: Das vielleicht spektakulärste Zivilflugzeug aller Zeiten, das seinen Jungfernflug 1969 absolviert hatte, war nicht mehr gemacht für das 21. Jahrhundert.

2010 fand noch der Prozess zur Absturzursache statt. Ein Pariser Gericht verurteilte die US-Airline Continental, weil sie eine unsachgemäß verleimte Lamelle auf der Startpiste verloren hatte. Ihre Anwälte zitierten erfolglos Zeugen, laut denen das Unglücksflugzeug 700 Meter zuvor gebrannt habe. Sie belegten zudem, dass Concorde-Reifen schon bei fünf früheren Take-offs geplatzt waren.

Retourkutsche gegen die Amerikaner
Da die Hinterbliebenen schon zuvor insgesamt 170 Millionen Euro erhalten hatten, blieb es folgenlos. Viele sahen darin eine Retourkutsche gegen die Amerikaner. Sie hatten die Concorde auf Druck der Luftfahrts- und Rüstungslobby um Boeing stets benachteiligt. So untersagten sie aus Lärmgründen kommerzielle Überschallflüge auf US-Gebiet; der Deltaflügler konnte deshalb nur über dem Atlantik seine Spitzengeschwindigkeit von 2200 km/h entwickeln.

Das war nicht der einzige Grund dafür, dass die elegante Concorde nie rentabel war. Daran ändert auch die enge Bestuhlung in dem "fliegenden Bleistift" nichts. Noch weniger die spritverschlingenden Triebwerke. Ihre Nachbrenner erreichten 120 Dezibel – abgesehen vom bombengleichen Überschallknall. Der war im Flugzeug selbst nicht zu hören. Dafür klirrten bei Flughafenanwohnern die Gläser im Geschirrschrank.

Lärmbolzen und Spritfresser
Trotz allem ist der Traum vom schnellen Fliegen mit dem Concorde-Crash nicht gestorben. Immer wieder werden Überschallprojekte präsentiert – in den letzten Jahren sogar gehäuft. Das amerikanische Start-up Boom will im Herbst ein Eins-zu-drei-Modell eines Überschalljets "Overture" für 55 Passagiere starten lassen.

Das stimmt Experten skeptisch. Zu viele groß angekündigte Projekte versandeten über die Jahre. Wer erinnert sich noch, dass Boeing dem Airbus-Großflieger A380 mit dem pfeilschnellen "Supersonic"-Flieger Paroli bieten wollte?

Die beiden technischen Hauptprobleme der Concorde – Lärm und Spritverbrauch – bleiben ungelöst. Der US-Konzern Lockheed Martin und die Raumfahrtbehörde Nasa wollen 2021 ein Testmodell ihres "QueSST" (Quiet Supersonic Transport) fliegen lassen, das sogar den Überschallknall vermeiden soll. Ob die Endversion jemals Europa in viereinhalb Stunden mit Australien verbinden kann, steht aber in den Sternen.
Denn das Geschäftsmodell klemmt auch 17 Jahre nach dem Concorde-Ende. Wer schon mehrere tausend Dollar hinblättert, um in weniger als drei Stunden von London nach New York zu reisen, verlangt Platz und Komfort; in einem Großraumflugzeug rechnet sich das aber nicht.

Lockheed plant deshalb auch einen Überschallbusinessjet namens Aerion. Er bietet nur zwölf Passagieren Platz, diese sind nicht an Flugpläne gebunden. 50 Bestellungen sollen schon eingegangen sein. Diese pfeilschnellen Kleinflugzeuge stehen jedoch, was den CO2-Ausstoß pro Kopf betrifft, völlig quer zur Klimadebatte. Egal wie entwickelt seine Triebwerke sind – ein Überschallflieger frisst Sprit. Laut dem Internationalen Rat für sauberen Verkehr verschlingt er davon pro Passagierkilometer sechsmal so viel wie ein herkömmliches Flugzeug.

(Stefan Brändle, 24.7.2020)
Traum vom schnellen Fliegen lebt auch 20 Jahre nach dem Concorde-Crash - derStandard.at
 

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#4
Nach der Concorde:
Neuer Anlauf für Reisen mit Überschall
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Mit dem Absturz der legendären Concorde ist auch das Reisen mit Überschall zu Ende gegangen. Mehrere Unternehmen wollen das aber nun wieder ermöglichen. Und die Konkurrenz um das Überschallflugzeug der Zukunft ist hart. So versuchen gerade drei Unternehmen, darunter auch die US-Weltraumbehörde NASA, sich ein großes Stück des zukünftigen Marktes zu sichern.

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Zwei Jahrzehnte nach der Concorde-Katastrophe im Juli 2000 – die Maschine geriet nach dem Start in Paris in Brand und stürzte ab – werden neue Überschallflugzeuge für Passagiere immer konkreter. Erst kürzlich stellte Boom Supersonic sein XB-1-Testflugzeug vor. Sollte es in Serienproduktion gehen, wäre es das erste zivile Überschallflugzeug seit die Sowjetunion 1968 ihre Antwort auf die Concorde, die Tupolev TU-144, vorstellte, wie die BBC auf ihrer Homepage schreibt.

Die schlanke Maschine mit dem Spitznamen „Baby Boom“ gilt auch als Designvorlage für das eigentliche Passagierflugzeug mit dem Namen „Overture“. Es soll mit deltaförmigen Flügeln ausgestattet werden und im Design an die Concorde erinnern, wie die BBC weiter schreibt. DAs Flugzeug soll je nach Austattung für 65 bis 88 Passagiere und Passagierinnen Sitzplätze bieten.

Reuters
Die legendäre Concorde bei der Landung – die Spitze ist heruntergeklappt

In etwas über drei Stunden über den Atlantik
Das Flugzeug soll eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 2,2 Mach, also mehr als doppelte Schallgeschwingdigkeit, erreichen. Laut den Plänen soll es dann für Fluggäste rund 2030 so weit sein, dass sie etwa den Atlantik in wenig mehr als drei Stunden überqueren können. Mehrere Fluglinien sollen an den neuen Überschallfliegern interessiert sein, wie es heißt. Tickets sollen vergleichsweise erschwinglich sein – die Preise sollen nicht höher sein als derzeit auf vergleichbaren Strecke in der Businessclass, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) schreibt.

Reuters/Nathan Leach-Proffer
Aus der „Baby Boom“ soll ein großes Passagierflugzeug entstehen

Auch NASA mischt mit
An dem Rennen um die schnellste Passagiermaschine macht auch die NASA mit. Die US-Weltraumbehörde setzt dabei auf eine Kooperation mit dem Flugzeugkonzern Lockheed Martin. Das Testflugzeug soll dabei helfen, ein leises und möglichst umweltfreundliches Überschallflugzeug zu bauen. Die Herausforderung dabei ist, den Schallknall ganz zu eliminieren bzw. zumindest stark einzudämmen. Erste Tests werden für 2022 erwartet, so die BBC. Wann das Flugzeug dann Alltag auf Flughäfen werden soll, ist allerdings ungewiss – wahrscheinlich ist auch hier Ende des Jahrzehnts oder Anfang der 2030er Jahre.

APA/AFP/NASA
Die NASA setzt mit Lockheed Martin auf das Testflugzeug X-59 QueSST

Einen etwas anderen Weg geht Aerion. Dort setzt man mit dem Design der AS2 auf Geschäftskunden. Mit nur acht bis zehn Fluggästen will man eine neue Sparte kreieren: Den Überschallgeschäftsflug, so das Unternehmen. Wie umweltverträglich die geplanten Überschallpassagierjets sind, ist fraglich. Nicht nur an der Reduzierung des Knalls wird gearbeitet, auch sollen die neuen Flugzeuge so wenig wie möglich die Umwelt belasten. Ob und in welchem Maße das allerdings tatsächlich gelingt, werden erst Tests mit den richtigen Maschinen statt ihrer kleinen Probemodelle ergeben.

Das Problem mit der Luft
Das technisch Schwierige dabei: Die Triebwerke müssen bei hoher Geschwindigkeit Luft aufnehmen. Vor allem bei Überschallgeschwindikgeit verursacht das Luftansaugen Probleme für die Triebwerke. Die Einlässe für die Luft sind so ausgelegt, dass die Geschwindigkeit reduziert wird, damit die Motoren das überhaupt bewältigen können. So galt etwa diese Technologie bei der Concorde als Geheimnis.

Ein neues Überschallpassagierflugzeug hätte für die USA einen hohen symbolischen Wert, denn die USA schafften es im Gegensatz zu Frankreich mit der Concorde und zur Sowjetunion mit der Tupolev TU-144 nie, ein großes Überschallflugzeug zu bauen. Milliarden sollen in ein Projekt von Boeing während des Kalten Krieges geflossen sein, doch ohne Erfolg.

Concorde als teures Erfolgsmodell
Am Ende schaffte es nur die Concorde, einen regelmäßigen Passagierbetrieb über den Atlantik zwischen Paris bzw. London und New York aufrechtzuerhalten, wie die „FAZ“ weiter schreibt. Doch auch die Concorde wäre ohne große finanzielle Hilfe nicht möglich gewesen, zu teuer war der Betrieb der Maschinen, die Maschine galt als regelrechter Kerosinfresser.

Am 22. November 1977, nahmen Air France und British Airways den Linienverkehr mit Concorde-Flugzeugen nach New York auf. Lange galt die Maschine als Inbegriff des Luxus inklusive Champagner und Silberbesteck. Die Concorde hielt auch Einzug in die Popkultur: Die damalige „Königin der Lüfte“ galt auch als Flugzeug der Stars. So sollen etwa Mick Jagger, Sting, John Lennon, Michael Jackson und der ehemalige britische Premierminister und Vorsitzende der Labour-Partei Tony Blair regelmäßige Fluggäste gewesen sein. Auch ein Katastrophenfilm mit Alain Delon spielte in und mit der Überschallikone: „Airport ’80 – Die Concorde“.

„Ein Teil der Romantik der Luftfahrt“
So flog die Concorde in einer Höhe von 18.000 Kilometern, denn dort gibt es keine Turbulenzen. Dem Vernehmen nach soll das Fluggefühl einzigartig gewesen sein. Herkömmliche Düsenjets fliegen heute in einer Höhe von 10.000 und 15.000 Kilometern.

Der Pariser Concorde-Absturz vom 25. Juli 2000 leitete schließlich das Ende des Überschallfliegers ein. Hinzu kamen die Luftfahrtkrise nach dem 11. September 2001 und rasant steigende Wartungskosten. Angesichts hoher Verluste war 2003 Schluss. Mit dem Concorde-Abschied verschwinde auch „ein Teil der Romantik der Luftfahrt“, sagte British-Airways-Chef Rod Eddington damals.
18:10:2020; Peter Bauer, ORF.at

Links:

Nach der Concorde: Neuer Anlauf für Reisen mit Überschall
 
#5
Ah... Ich hab das gestern mit "So flog die Concorde in einer Höhe von 18.000 Kilometern, denn dort gibt es keine Turbulenzen. Dem Vernehmen nach soll das Fluggefühl einzigartig gewesen sein. Herkömmliche Düsenjets fliegen heute in einer Höhe von 10.000 und 15.000 Kilometern."

auch gelesen. Heute wars schon ausgebessert.

Bei dieser Flughöhe wärs nicht sehr ruhig in der ISS wenn alle paar Minuten ein Ferienflieger im Steigflug vorbeirauscht.

Und es gibt keine Turbulenzen aber dafür einige Satelliten. :)

Medium Earth Orbit (MEO)
(Mittlere Erdumlaufbahn)

  • Höhe: 2.000 bis unterhalb 36.000 km
  • Besonderheiten: Bahnhöhe zwischen LEO und GEO
  • Wird genutzt für:



Aber vielleicht komme ich doch noch zu einem Überschallflug. Die Concorde ist sich leider nicht ausgegangen.
 
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