Die Hirlatzhöhle im Dachstein

H

Harald 41

Guest
#1
Hallo;
Habe vorgestern am Abend beim herumzappen im Fernsehen eine Doku im Servus TV gesehen,leider nicht ganz es ging hier um die " Hirlatzhöhle" die sich im Dachsteinmassiv befindet und eine Länge von 94 km hat.
Ist zwar schon erforscht,aber verschlossen habe eine interessante Seite dazu gefunden,wenn ich mich nicht verlesen habe kann man diese auch mit den Forschern besuchen ( aber nur im Winter da sonst das Schmelzwasser vieles vesperrt)wurde in der Doku berichtet.
Nach einem kurzen Aufstieg von ca.1-1,5 Stunden( durch den Schnee) ist man beim Eingang,nach ca.7 Tagen in der Höhle dann kommt man wieder raus,halb so wild wenn man körperlich gut beinander ist.:D

http://www.caveseekers.com/caves/Hirlatzhoehle/cave.html

LG Harry

PS: In diesem Link sind viele andere Höhlen beschrieben,die meisten sind in Deutschland.
 
H

Harald 41

Guest
#2
Kann man das Bitte in den Österreichteil stellen,habe mich verschaut.
Danke

Harry

Bitteschön
-otto- 27.06.2010 23:44h
 
H

Harald 41

Guest
#3
Hallo Gerd;
:danke für das schnelle erledigen, wünsche Dir noch eine schöne Arbeitswoche.

LG Harry
 
H

Harald 41

Guest
#4
Hallo;
Für alle Höhlen-interessierten,morgen den 02.07.2010 gibt es im Servus Tv um 19 Uhr 15 min. den zweiten teil der Hirlatzhöhle.

LG Harry
 

otto

Reiseleiter
Mitarbeiter
#5
Mahlzeit,

kleiner Hinweis dazu:
Servus TV ist via Netz auch als livestream außerhalb AT empfangbar. Es werden zwei Datenraten angeboten die durchaus in einer vernüftigen Qualität (eben probiert) angeschaut werden können.

Ob nun diese Sendung "verlivestreamt" wird kann ich allerdings nicht sagen - einfach mal probieren :)

LG
Gerd
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#9
Tauchaktion von Erfolg gekrönt

Von der "Brandgrabenhöhle" bei Hallstatt wurde ein gefluteter Verbindungsgang von 500 m Länge zur "Hirlatzhöhle" gefunden! Damit ist das Höhlensystem unter dem Dachsteinmassiv auf einer Länge von 100 km nachgewiesen bzw. erforscht!
Verbindung zwischen zwei Höhlen gefunden
Oberösterreichs Höhlenforschern ist eine wahre Sensation im Dachsteinmassiv gelungen. Sie haben nach über 60 Jahren der Suche die Verbindung zwischen zwei Höhlen gefunden. Sie ist 500 Meter lang und liegt im Wasser.

Die Hirlatzhöhle ist durch diese aufwändige Tauchaktion quasi auf 100 km Länge angewachsen und ist damit die zweitlängste bekannte Höhle in Österreich. Das längste Höhlensystem Österreichs und der EU liegt mit 130 km unter dem Schönberg im Toten Gebirge.

„Überwältigend“
Gerhard Wimmer, der sich auf das sehr aufwändige und kräfteraubende Höhlentauchen spezialisiert hat, hat sie kurz nach Weihnachten entdeckt. Von der Brandgrabenhöhle im Hallstätter Echerntal aus war in die Tiefe getaucht und auf das Ende einer Leine in der Hirlatzhöhle gestoßen.
Es war ein überwältigender Moment für den Wolfsegger Höhlentaucher Wimmer, ihm seien die Tränen in der Taucherbrille gestanden, sagte er
.

Dazu ein Filmbericht bei "OÖ. heute":
http://tvthek.orf.at/programs/70016...reich-heute/3569559-Dachsteinhoehle-gewachsen

Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2520673/
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#10


113 Kilometer Höhlenlabyrinth im Dachstein
Im nördlichen Dachsteinmassiv haben Höhlenforscher einen Durchstieg von einem Schacht zu bereits bisher bekannten Teilen der Hirlatzhöhle gefunden. Die erforschte Gesamtlänge dieses Labyrinths ist auf 113 Kilometer gewachsen.
Die Hirlatzhöhle in Hallstatt wurde im Jahr 1949 entdeckt, 1971 wurde sie als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Laufend wird sie weiter erforscht und vermessen. Bis 1983 waren insgesamt acht Kilometer bekannt. Durch die Überwindung einer riesigen Schlucht wurde dann das obere System entdeckt, worauf in den zehn darauffolgenden Jahren weitere 50 Kilometer erforscht und dokumentiert wurden. Mit zunehmend bekannter Länge wurden die Expeditionen in die Unterwelt immer aufwendiger und langwieriger, denn es gibt nur einen trocken begehbaren Eingang.


APA/JAE/Axel Hack

Bei zwei weiteren Verbindungen von der Oberfläche müssen wassergefüllte Siphone durchtaucht werden. Um in die bisher bekannten tagfernsten Teile zu kommen, ist ein An- und Rückmarsch samt Ausrüstung von jeweils zwei Tagen mit Biwaks in unwirtlicher Umgebung - tiefe Temperaturen plus hohe Luftfeuchtigkeit - notwendig.

Internationales Forscherteam
Seit den 1970er-Jahren haben britische Gruppen im Hirlatzgebiet zahlreiche Schächte erforscht. Seit elf Jahren wurden jedes Jahr mehrere Wochen für die Erforschung der Schmelzwasserhöhle aufgewendet. Zuerst wurden Schächte bis in eine Tiefe von 800 Metern überwunden, anschließend konnte noch ein ausgedehntes Horizontalsystem erforscht werden um dort eine Verbindung in bekannte Teile der Hirlatzhöhle zu finden. In diesem Jahr versuchte dies abermals ein internationales Team von Höhlenforschern aus Deutschland, England, Irland, Frankreich, Rumänien und Israel. Anfang September gelang dies, informierte Gottfried Buchegger vom Verein für Höhlenkunde Hallstatt-Obertraun die APA.

Vier von ihnen, Joel Corrigan, Tom Ford, Axel Hack und Ian Holmes hatten sich von dem am Niederen Ochsenkogel in knapp über 2.000 Meter Seehöhe gelegenen Einstieg in den Berg abgeseilt. Nachdem sie in einem 830 Meter unter der Oberfläche gelegenen Camp biwakierten, konnte in einer weiteren 18-stündigen Forschungstour die Verbindung zu einer sieben Kilometer vom Eingang der Hirlatzhöhle entfernten Halle entdeckt werden.

Schon vor mehreren Jahren wurden über sechs Kilometer vom Eingang der Hirlatzhöhle entfernt zwei Siphone mit 200 bzw. 150 Metern Länge durchtaucht und dahinter weiter große Gänge und Hallen gefunden. In einer dieser - von den Höhlenforschern „Austrian Airospace“ getauft - ist jetzt der Zusammenschluss gelungen.

Hirlatzhöhle schlagartig um 7,2 Kilometer länger
Durch die nunmehr entdeckte Verbindung wurde die Gesamtlänge der Hirlatzhöhle schlagartig um 7,2 Kilometer länger. Ihre bisher bekannten Teile erstrecken sich auf verschiedenen Ebenen horizontal über 5,3 Kilometer und vertikal über 1.560 Meter. Der tiefste Punkt befindet sich 65 Meter unter dem Wasserspiegel des angrenzenden Hallstättersees in 443 Metern Seehöhe. Die Hirlatzhöhle ist nun auf Platz 20 der längsten- und auf Platz neun der tiefsten Höhlen der Welt aufgerückt.

Noch weitere Verbindungen möglich
Bei der Expedition sind auch noch weitere Schächte mit einer möglichen Verbindung zur Hirlatzhöhle gefunden worden. Die Forscher hoffen deshalb noch mehrere Durchstiege und einen weiteren Längenzuwachs zu schaffen. Weil das gesamte aus Kalkstein bestehende Dachsteinmassiv von Höhlen - darunter die auch bekannte, für Besucher geöffnete Mammuthöhle - durchzogen ist, besteht die Möglichkeit im Gebirge weitere unterirdische Wege zu finden, die vom Norden in Oberösterreich bis zur Dachsteinsüdwand in der Steiermark führen könnten.

Link:
Publiziert am 30.09.2018
113 Kilometer Höhlenlabyrinth im Dachstein
 
Oben