Grüner Epidot ist Mineral des Jahres
Epidot ist das Mineral des Jahres 2026. Das Mineral kommt in der ganzen Welt vor, auch in Kärnten, zum Beispiel auf der Saualpe. Es wird gerne in Museen ausgestellt und ist meist pistaziengrün. Epidot kommt auch im Kreuzberglschiefer vor, aus dem der Lindwurm gestaltet wurde.
Online seit heute, 6.23 Uhr
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Grüner Epidot ist Mineral des Jahres
Epidot ist das Mineral des Jahres 2026. Das Mineral kommt in der ganzen Welt vor, auch in Kärnten, zum Beispiel auf der Saualpe. Es wird gerne in Museen ausgestellt und ist meist pistaziengrün. Epidot kommt auch im Kreuzberglschiefer vor, aus dem der Lindwurm gestaltet wurde.
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Claudia Dojen, Leiterin der Abteilung Erdwissenschaften im kärnten.museum, sagte zu den Grundlagen eines Minerals: „Ein Mineral ist geologisch gesehen eine bestimmte chemische Verbindung, die im Zuge eines geologischen Prozesses entsteht. Am einfachsten finde ich immer, wenn man sich einen Stein anschaut, der besteht aus verschiedenen Mineralen. Das sind also die Bausteine der Gesteine.“
Epidot als Kristall in anderem Gestein
Aber auch ein Mineral hat verschiedene Bestandteile. Im Fall des Epidot seien das: „Es sind die verschiedenen Elemente, in dem Fall Calcium, Aluminium, Eisen, Silicium, Sauerstoff und Wasserstoff.“ Epidot bildet stangelige, prismatische oder säulenartige Kristalle. „Säule wäre dann zu groß, aber so kleine Stängel, die auch zusammengewachsen sein können, sodass man im Gestein selber manchmal fächerartig diese Stängel nebeneinander sieht. Man könnte es manchmal fast für eine Pflanze halten.“
Ivar LeidusCC BY-SA 4.0
Epidot aus Peru
Im Normalfall seien die Kristalle relativ klein, so Dojen, nur wenige Zentimeter: „Es gibt Funde aus der berühmten Pfundschicht am Knappenberg im Salzburger Land. Dort sind die größten Funde mit über zehn Zentimetern. Es gibt historische Berichte, dass sie angeblich unterarmlang werden sollten, aber das ist nicht bestätigt.“
Vorkommen auf der Saualpe
Im Gestein drin seien die Epidote fein verteilt. Man müsse genau schauen, um die einzelnen Epidote wirklich erkennen zu können. „Im Normalfall sind sie Mikrokristallin, das heißt wirklich fein und klein verteilt.“ Epidot komme relativ häufig vor, sagte Dojen. Selten aber in einer kristallinen Form, sodass man ihn einzeln direkt erkennen könne. In Kärnten finde man ihn auf der Saualpe Epidote in schöner Ausbildung. Häufig stängelig, aber in einem schönen Pistaziengrün, so Dojen. „Sie haben so eine glasklare oder glasige Oberfläche, die das sehr schön schimmern lässt.“ Die Farbe müsse nicht immer zwingend Grün sein, sagte Dojen: „Er kann auch andere Farbbeimengen haben. Das kommt immer darauf an, wie viele Verunreinigungen mit im Epidot drin sind, wie viel Aluminium, wie viel Eisen und so weiter.“ Je nach Zusammensetzung ändere sich auch die Farbe.
Das Lindwurmgrün kommt vom Epidot
Der bekannte grünliche Kreuzberglschiefer, den man zum Beispiel für den Lindwurm in Klagenfurt verwendet hat, enthält ebenfalls Epidot: „In diesem Grünschiefer findet sich unter anderem Epidot, der mit Chlorid dafür zuständig ist, dass dieses Gestein so grün aussieht.“
Epidot entsteht in großer Tiefe und hohem Druck
Auch im Pörtschacher Marmor gibt es rosafarbene und auch grüne Bänder: „Diese grünen Bänder sind gefärbt durch Epidot.“ Epidot entstehe vor allen Dingen bei relativ hohen Temperaturen und hohen Drücken. In einem Grünschiefer zum Beispiel brauche man eine Tiefe von mindestens fünf Kilometer unterhalb der Erdoberfläche.
Rob LavinskyCC BY-SA 3.0
Säuliger Epidot auf Aktinolith und Dolomit von der Knappenwand in Österreich
„Vulkangestein, das als Lava aus einem Vulkan ausgeflossen ist und dann erstarrt, ist Basalt. Wenn der Basalt bei einer Gebirgsbildung in die Tiefe verfrachtet wird, verändert sich das Gestein und unter anderem wachsen dann Epidotkristalle. Die brauchen eine Temperatur von mindestens 300 Grad und Tiefen von fünf bis 15 Kilometer. Dann entsteht zum Beispiel ein Grünschiefer, in dem Epidot drin ist.“ In bis zu 30 Kilometern Tiefe und bei 500 Grad und mehr bleibe der Epidot, aber der Rest des Gesteins verändere sich und werde zu Amphibolit, so Dojen. Wenn das Gestein dann bei einer Gebirgsbildung wieder aus der Tiefe nach oben kommt, kann man es untersuchen und Rückschlüsse ziehen.
Härter als Glas und Stahl
Epidot wird auch den Schwermineralien zugerechnet. „Sein spezifisches Gewicht ist relativ hoch. Es hat einen Wert von rund 3,5 Gramm pro Kubikzentimeter. Das ist schon schwer. Er ist auch ein eher hartes Mineral, vielleicht ein bisschen geringer als ein Quarz. Das heißt, er ist damit auch härter als Fensterglas oder Stahl.“
06.03.2026, red, kaernten.ORF.at
Epidot als Kristall in anderem Gestein
Aber auch ein Mineral hat verschiedene Bestandteile. Im Fall des Epidot seien das: „Es sind die verschiedenen Elemente, in dem Fall Calcium, Aluminium, Eisen, Silicium, Sauerstoff und Wasserstoff.“ Epidot bildet stangelige, prismatische oder säulenartige Kristalle. „Säule wäre dann zu groß, aber so kleine Stängel, die auch zusammengewachsen sein können, sodass man im Gestein selber manchmal fächerartig diese Stängel nebeneinander sieht. Man könnte es manchmal fast für eine Pflanze halten.“
Epidot aus Peru
Im Normalfall seien die Kristalle relativ klein, so Dojen, nur wenige Zentimeter: „Es gibt Funde aus der berühmten Pfundschicht am Knappenberg im Salzburger Land. Dort sind die größten Funde mit über zehn Zentimetern. Es gibt historische Berichte, dass sie angeblich unterarmlang werden sollten, aber das ist nicht bestätigt.“
Vorkommen auf der Saualpe
Im Gestein drin seien die Epidote fein verteilt. Man müsse genau schauen, um die einzelnen Epidote wirklich erkennen zu können. „Im Normalfall sind sie Mikrokristallin, das heißt wirklich fein und klein verteilt.“ Epidot komme relativ häufig vor, sagte Dojen. Selten aber in einer kristallinen Form, sodass man ihn einzeln direkt erkennen könne. In Kärnten finde man ihn auf der Saualpe Epidote in schöner Ausbildung. Häufig stängelig, aber in einem schönen Pistaziengrün, so Dojen. „Sie haben so eine glasklare oder glasige Oberfläche, die das sehr schön schimmern lässt.“ Die Farbe müsse nicht immer zwingend Grün sein, sagte Dojen: „Er kann auch andere Farbbeimengen haben. Das kommt immer darauf an, wie viele Verunreinigungen mit im Epidot drin sind, wie viel Aluminium, wie viel Eisen und so weiter.“ Je nach Zusammensetzung ändere sich auch die Farbe.
Das Lindwurmgrün kommt vom Epidot
Der bekannte grünliche Kreuzberglschiefer, den man zum Beispiel für den Lindwurm in Klagenfurt verwendet hat, enthält ebenfalls Epidot: „In diesem Grünschiefer findet sich unter anderem Epidot, der mit Chlorid dafür zuständig ist, dass dieses Gestein so grün aussieht.“
Epidot entsteht in großer Tiefe und hohem Druck
Auch im Pörtschacher Marmor gibt es rosafarbene und auch grüne Bänder: „Diese grünen Bänder sind gefärbt durch Epidot.“ Epidot entstehe vor allen Dingen bei relativ hohen Temperaturen und hohen Drücken. In einem Grünschiefer zum Beispiel brauche man eine Tiefe von mindestens fünf Kilometer unterhalb der Erdoberfläche.
Säuliger Epidot auf Aktinolith und Dolomit von der Knappenwand in Österreich
„Vulkangestein, das als Lava aus einem Vulkan ausgeflossen ist und dann erstarrt, ist Basalt. Wenn der Basalt bei einer Gebirgsbildung in die Tiefe verfrachtet wird, verändert sich das Gestein und unter anderem wachsen dann Epidotkristalle. Die brauchen eine Temperatur von mindestens 300 Grad und Tiefen von fünf bis 15 Kilometer. Dann entsteht zum Beispiel ein Grünschiefer, in dem Epidot drin ist.“ In bis zu 30 Kilometern Tiefe und bei 500 Grad und mehr bleibe der Epidot, aber der Rest des Gesteins verändere sich und werde zu Amphibolit, so Dojen. Wenn das Gestein dann bei einer Gebirgsbildung wieder aus der Tiefe nach oben kommt, kann man es untersuchen und Rückschlüsse ziehen.
Härter als Glas und Stahl
Epidot wird auch den Schwermineralien zugerechnet. „Sein spezifisches Gewicht ist relativ hoch. Es hat einen Wert von rund 3,5 Gramm pro Kubikzentimeter. Das ist schon schwer. Er ist auch ein eher hartes Mineral, vielleicht ein bisschen geringer als ein Quarz. Das heißt, er ist damit auch härter als Fensterglas oder Stahl.“
06.03.2026, red, kaernten.ORF.at