FAn Raum Wipptal (- Brenner, Tirol)

#1
Hat vielleicht wer auch bilder von festen Anlagen in Tirol, bzw weiss jemand wo in Tirol solche Anlagen sind? Ich kenne ein paar im Wipptal (links und rechts der Brennerautobahn in den Felswänden).
 
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josef

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#2
Feste Anlagen Tirol

@Stoffl:

Vorerst einmal herzlich willkommen im Forum!

Im Inntal zwischen Kufstein und Kirchbichl gibt es auch etwas, genaue Lage ist mir nicht bekannt.


lg
josef
 
L

Luther

Guest
#3
Hmm..

stoffl2003 hat geschrieben:
Hat vielleicht wer auch bilder von festen Anlagen in Tirol, bzw weiss jemand wo in Tirol solche Anlagen sind? Ich kenne ein paar im Wipptal (links und rechts der Brennerautobahn in den Felswänden).
Dieser ganze "Feste Anlagen"-Thread ist ja wirklich sehr interessant - aber ich find wir sollten wirklich nur die "offiziell" aufgelassenen Bunker dokumentieren, und das vielleicht auch nicht "zu sehr im Detail". Einige Anlagen sind ja angeblich noch "aktiv" (siehe z.B. Beiträge von Josef)

- unser BH wär sonst nicht so sehr über diesen Thread erfreut glaub ich :) (just some thoughts).
 
S

sbg1984

Guest
#4
Hat vielleicht wer auch bilder von festen Anlagen in Tirol, bzw weiss jemand wo in Tirol solche Anlagen sind? Ich kenne ein paar im Wipptal (links und rechts der Brennerautobahn in den Felswänden).
Scharnitz, Kufstein, Brenner. Das so genannte Brennerwerk siehst Du zB gut über der Eisenbahn von der Autobahn aus.

Die meisten Anlagen haben einen Zaun herum. Und da wirst kaum drübersteigen dürfen. Egal obs noch in militärischem Besitz ist oder schon verkauft.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#7
Hallo Stoffl,

danke für die Bilder, dürften auch Centurion-Türme sein.

Da ist noch etwas:
Durch den "Hacker-Angriff" verschwanden ja vorige Woche einige Beiträge. Darunter war auch die Frage von @Varga, ob das Brennerwerk früher einmal besser getarnt war? @Varga bitte um Korrektur, wenn ich mich da nicht genau erinnere bzw. etwas falsch wiedergebe.

Ich schließe mich dieser Frage ebenfalls an, diese Betonwand mit Scharten klebt ja wie eine Zielscheibe in der Felswand!

lg
josef
 
#8
Soweit ich mich zurück errinern kann nicht. Hab mir aber scon überlegt ob es nicht ein fake ist, da die meisten Anlagen im Wipptal auf einen Punkt einbischen südlicher gerichtet sind, wo auch Strassensperren vorbereitet sind und auch Autobahn, Bahn und Bundesstraße noch vermint sind.
Werde aber demnaächst ein paar Fotos machen (Panorama) und die Stellungen einzeichnen, hab im Moment nur etwas weinig Zeit (Ich vermute das im Wipptal noch viele Anlagen aktiv sind).

Stoffl
 
#9
also ich bin inzwischen ziemlich überzeugt, dass mit den im Großraum Innsbruck vorhandenen FAN und Sperren ein Einmarsch von Süden (Italien) sehr effizient zu stoppen gewesen wäre.
Vor allem an engen Stellen im Wipptal mit den vielen Brücken und zahlreichen FAN ....

irgendwie finde ich es nicht ganz sinnvoll das jetzt fast alles desarmiert wird, sicher, in den nächsten 10 Jahren wird man die Dinger eher nicht brauchen, aber langfristig weiß keiner von uns was kommen wird ....
 
#10
Nur in den nächsten 10 Jahren kennt jeder die Stellungen (wenn man sie nicht jetzt schon alle kennt) und die Waffen sind ja jetzt schon nicht mehr auf der Höhe der Zeit, wie solls da in 10 Jahren ausschauen???
Aber vielleicht gibt es in 10 Jahren ja alte Leopard-Türme als Feste Anlagen, wer weiss das schon!!! :D
 
#11
bin jetzt vor ein paar Tagen auf einer Autobahn im Stau gestanden und habe dort zufällig eine Sperranlage entdeckt - direkt neben der Autobahn, so unscheinbar und versteckt bzw. getarnt dass man eigentlich nicht auf die Idee kommt ...

hab übrigens auch gehört, dass man vor einigen Jahren sogar einen Schweizer Agenten beim ausspionieren der österr. FANs erwischt hat ;-)


außerdem hätte ich noch eine kurze Frage:
umfaßt die Bezeichnung "Brennerwerk" nur die Bunker direkt am Brenner oder die gesamten zahlreichen FAN zwischen Innsbruck und Brenner?
 
#13
super Bilder...
Das Brennerwerk muß ja ein ganzes Stollensystem im Berg sein. wie es da wohl innen aussieht wäre echt höchst interessant.

was mich dazu aber interessieren würde:

1) wie hat man da die Geschütze und Panzertürme so hoch hinaufgebracht in die Bunker hinein? das muß ja ein enormer Aufwand gewesen sein der ja fast nicht geheim zu halten gewesen sein muß... zumal da ja nur die Bahnlinie läuft soviel ich weiß und die nächste Straße nicht so nahe ist.....

2) das selbe für die ganzen Tunnelbohrmaschinen, Beton, .....
3) von wann bis wann wurde gebaut
 
Zuletzt bearbeitet:
#14
Kaiserjäger hat geschrieben:
super Bilder...

1) wie hat man da die Geschütze und Panzertürme so hoch hinaufgebracht in die Bunker hinein? das muß ja ein enormer Aufwand gewesen sein der ja fast nicht geheim zu halten gewesen sein muß... zumal da ja nur die Bahnlinie läuft soviel ich weiß und die nächste Straße nicht so nahe ist.....

2) das selbe für die ganzen Tunnelbohrmaschinen, Beton, .....
3) von wann bis wann wurde gebaut
....das würde uns sicher alle sehr interessieren!!! :hopp

Und noch ein paar Fragen:
Was ist das am dritten Bild - eine "Panzer-sperr-mauer", oder was???
Und was war (ist) hinter den Scharten stationiert, für Geschütze sind die zu schmal, oder? Mg`s???
 

Blicksilber

Im-und-auf-dem-Berg-Wanderer
#15
Hallo!
Wo ist das denn am Brenner? Bin ja schon oft über den Brenner gekommen, habe aber sowas nie gesehen. Das letzte Mal ist aber schon einige Jahre her,
da waren meine Sinne noch nicht so geschärft...


Glück Auf!
Andreas
 
#16
MG0815 hat geschrieben:
Und noch ein paar Fragen:
Was ist das am dritten Bild - eine "Panzer-sperr-mauer", oder was???
Und was war (ist) hinter den Scharten stationiert, für Geschütze sind die zu schmal, oder? Mg`s???
bezieht sich auf Beitrag von Stoffl
da ich heute diese Sperre angeschaut habe, hier die Antwort: die Löcher in der Sperr-Mauer sind Abflußrohre für Wasser da ein Bach vorbeigeht und bei einer Überschwemmung die Mauer alles stauen würde. Die Mauer selbst geht wirklich quer über das ganze Tal und dann auch noch weiter hoch in den Wald.

Anbei ein Bild der aus der "Angriffsrichtung" sprich aus Sicht Italien. Hier an dieser Engstelle wäre die erste von mehreren Sperren mit intensiver FAN-Unterstützung gewesen. Die Stecksperren sind (wie schon von Stoffl beschrieben) weg, die Panzerigel lagerten unter der am Bild sichtbaren Brücke und sind auch schon weg. Die Brücke selbst wäre ebenso wie die Bahn auf der anderen Talseite gesprengt worden. Mehrere FAN hätten das Feuer auf diese Stelle eröffnet (= Pfeile, nur grobe Darstellung meinerseits). 2 Anlagen liegen in der Nähe in einem Felsen links und eine weitere Felsen-FAN befindet sich rechts.
 

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#17
an anderen Stellen zwischen Innsbruck und Brenner findet man noch "scharfe" Hütten ebenso wie schon aufgelassene wo nur noch der Betondeckel da ist

das 2. Bild ist übrigens die Anlage von Beitrag von Stoffl (Winter) im Sommer
 

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#18
3 Fragen noch zu dem was mir gestern so aufgefallen ist:

1) waren viele FAN mit dem Simfire Duellprojektor mit Knallkörpergerät oder wie dieser Simulator genau heißt (irgendwas mit S...) ausgestattet?

2) War es üblich, dass die Anlagen in getarnter Stellung, sprich mit Hütte drauf, nie in die direkte Schussrichtung schauten sondern immer erst gedreht werden mussten?

3) Kann es sein, dass viele der FAN im Wipptal auf die Autobahn konzentriert waren, und das, obwohl die halbe Autobahn ja aus Brücken besteht die gesprengt worden wären und die Autobahn somit sowieso unbrauchbar gewesen wäre?
 
#19
Zum Sprengen der Brücken:
Das Sprengen der Brücken wäre ein leichtes gewesen und hätte einen erheblichen Sperrwert erzielt.
Bei jeder Brückensprengung ist jedoch der militärische Vorteil mit dem volkswirtschaftlichen Schaden abzuwägen gewesen.
Und es war nicht Absicht der Bundesregierung, dass durch das ÖBH das Land zerstört wird.
Aus diesem Grund waren Brückensprengungen zwar geplant und vorbereitet, eine tatsächliche Durchführung jedoch nwarscheinlich. Im Bereich der Donau wäre keine einzige Brücke gesprengt worden, sondern es wären die Flußübergänge nur durch Verrammelungen und/oder Stecksperren/PzI unpassierbar gemacht worden.

Zur Ausrichtung der PAK/FAn:
Die Kanone war dorthin gerichtet, wo eine Abstützung des Rohres am einfachsten möglich war. Die Hauptschußrichtung ist in der Regel am Zaun erkennbar - entfernbarer Teil des Zaunes.
 
#20
Kaiserjäger hat geschrieben:
waren viele FAN mit dem Simfire Duellprojektor mit Knallkörpergerät oder wie dieser Simulator genau heißt (irgendwas mit S...) ausgestattet?
FAn waren nicht mit Simulatoren ausgestattet.

Vereinzelt wurden auf Centurion/FAn Simulatoren der Type SOLARTRON (diese stammten von KPz M60A1) montiert, um Schüsse/Treffer zu simulieren.
Dazu wurde am Turm ein Laser- Projektor, ein Mündungsfeuersimulator sowie ein Bediengerät installiert. Das Ziel stellte ein Fahrzeug mit montierten Detektoren dar, welches sich auf den zu bekämpfenden Abschnitten (z.B. Straßen) bewegte.
 

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