FAn Raum Wipptal (- Brenner, Tirol)

#21
Charioteer hat geschrieben:
FAn waren nicht mit Simulatoren ausgestattet.

Vereinzelt wurden auf Centurion/FAn Simulatoren der Type SOLARTRON (diese stammten von KPz M60A1) montiert, um Schüsse/Treffer zu simulieren.
Dazu wurde am Turm ein Laser- Projektor, ein Mündungsfeuersimulator sowie ein Bediengerät installiert. Das Ziel stellte ein Fahrzeug mit montierten Detektoren dar, welches sich auf den zu bekämpfenden Abschnitten (z.B. Straßen) bewegte.
danke, genau dieses Gerät habe ich gemeint!
Hab in einem Zeitungsartikel gelesen, dass FAn-Richtschützen bei Übungen in Scharnitz und im Wipptal damit gute Trefferquoten erzielt haben sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
#22
josef hat geschrieben:
Da ist noch etwas:
Durch den "Hacker-Angriff" verschwanden ja vorige Woche einige Beiträge. Darunter war auch die Frage von @Varga, ob das Brennerwerk früher einmal besser getarnt war? @Varga bitte um Korrektur, wenn ich mich da nicht genau erinnere bzw. etwas falsch wiedergebe.

Ich schließe mich dieser Frage ebenfalls an, diese Betonwand mit Scharten klebt ja wie eine Zielscheibe in der Felswand!

lg
josef


Dazu muß man vielleicht sagen, dass die "Tarnung" nur auf den ersten Blick sehr schlecht ist, da der gesamte Hang von zahlreichen derartigen Betonverbauungen für die Eisenbahn (Hangsicherung) durchzogen ist, so dass die FAN - zumindest auf den ersten Blick - nicht gleich hervorsticht. Außerdem ist die Anlage im Bild nur von der Autobahn aus zu sehen. Die Anlage ist aber auf die Bundesstraße bzw. die Talenge gerichtet, von wo aus keine Sicht auf die Anlage besteht.

Wesentlich besser getarnt sind allerdings die FAN im Felsen auf der anderen Talseite.
 
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Varga

Mann aus den Bergen
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#25
Zum Stand in der Schweiz:
Bei älteren Brücken sind Sprengkammern vorhanden und leer.
Bei Brücken die während des kalten Krieges gebaut wurden, sind die Sprengkammern gefüllt. Von aussen sind sie nicht zugänglich. (Türen etc.) Bei Renovationen wird der Beton, wenn es ohne riesen Aufwand geht, aufgebrochen, und der Sprengstoff entfernt.

Gruss
Varga
 
#26
Tom69 hat geschrieben:
Waren nie "scharf geladen" und sind es deshalb auch heute nicht!
Richtig ist vielmehr, dass die Sprengkammern nach wie vor existieren.
danke für die Info.
hätte mich auch gewundert.

wobei gerade was die Europabrücke betrifft dieses Gerücht relativ weit verbreitet ist bei großen Teilen der Bevölkerung in der Umgebung...
 

josef

Administrator
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#27
Abbau von Pz-Türmen in Tirol

Bericht aus der Tiroler Tageszeitung v. 20.11.2009:
Statt Panzertürmen sprießen jetzt Pilze
Unter höchster Geheimhaltung wurden während des Kalten Krieges in Tirol Panzertürme errichtet. Und jetzt abgebaut.
Von
MARGRET KLAUSNER
Innsbruck - Als Tirols Militärkommandant Herbert Bauer Anfang der achziger Jahre als junger Offizier nach Tirol kam, begann gerade das damals neue Raumverteidigungskonzept zu greifen. Tirol gehörte zu jenen Regionen, die als gefährdet galten. Es gab die Befürchtung, dass während des Kalten Krieges Tirol als Korridor genutzt werden könnte - nicht nur von den Russen, sondern auch von den Westmächten.

Zwischen Kufstein und dem Brenner wurde daher so manches Waldstück zum Hochsicherheitsbereich - gut durch Holzhütten getarnt waren über Jahre Türme von Centurion-Panzern montiert. Und darunter baute das Heer unter größter Geheimhaltung voll ausgestattete Bunker. „Insgesamt gab es 60 solcher Anlagen, die mit 45 Kanonen bestückt waren", weiß der Generalmajor. In den betroffenen Regionen - u.a. in Kufstein, am Achensee, im Wipptal, Finstermünz oder in Scharnitz - sei es oft ein offenes Geheimnis gewesen, dass es diese Panzertürme samt Bunker gab. „Die Übungen wurden meist mit Milizsoldaten aus den jeweiligen Regionen durchgeführt", erinnert sich Herbert Bauer.

Ab Mitte der neunziger Jahre - der Kalte Krieg war vorbei - gab es keine Übungen mehr. Einige Jahre später startete der Abbau der Panzertürme in ganz Österreich. Auch in Tirol rückten die Experten des Bundesheeres an. Die in Einzelteile zerlegten Panzertürme wurden in der Voest eingeschmolzen. Seit Kurzem ist die Aktion abgeschlossen.

„Die Bunker gehören teils dem Heer, zum Teil waren die Grundstücke gepachtet. Die Eigentümer bekommen sie zurück", sagt Herbert Bauer. Ein Wipptaler wollte sogar ein Museum errichten. Bauer schätzt, dass die Anlagen „eher als Futter-lager, Weinkeller oder zur Champignonzucht genutzt werden".
Quelle: http://tt.com/tt/tirol/story.csp?cid=16829920&sid=56&fid=21

lg
josef
 

josef

Administrator
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#28
Nochmals Abbau von FAn in Tirol

Heute fiel mir zufällig eine Kronenzeitung vom Sonntag, 22.11.2009, in die Hände. Und siehe da, auch 2 Bilder mit Kurzbericht zum Thema FAn - Tirol:

Quelle: Kronenzeitung - Ausgabe NÖ. v. 22.11.09 - Seite 24
 

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H

Harald 41

Guest
#29
Hallo Josef;

:danke für den Beitrag,hatte ich auch gelesen und wollte ihn auch einstellen,aber meine Freundin hatte die Zeitung schon entsorgt.

LG Harry
 

josef

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#30
Ehem. FAn in Tirol

Was mir noch auffällt:

Im Text der Tiroler Tageszeitung steht
gut durch Holzhütten getarnt waren über Jahre Türme von Centurion-Panzern montiert
... und auf dem Foto wird gerade ein T 34 Turm "kastriert"!
Fake ? (Bild aus dem Osten Österreichs ?).
Oder gab es in Tirol auch FAn mit T 34 ?

Vielleicht kann ein "Wissender" etwas dazu berichten :D

lg
josef
 
M

maggo1981

Guest
#31
Soweit ich weis sind immer noch Die Europabrücke sowie andere Strategisch wichtige Brücken mit Sprengladungen versehen.
Genauso wie diverse Felshänge im Zillertal zum Schutze der Zivilbevölkerung vor Flutkatastrophen bei Stausee Schlegeis und Zillergründl voll Sprengstoff bestückt um diese sofort bei Notfall sprengen zu können.
Wer auch am Brenner auf der Italienischen Seite richtung Süden Fährt kann auf der rechten Seite nach dem Ort Brenner an einer Felswand Schießscharten entdecken die gut getarnt sind.
 
#32
Kein einziges Sprengobjekt in Österreich ist und war jemals mit Sprengladungen versehen!
Einzig die Sprengkammern/Sprengschächte sind vorhanden - der Sprengstoff lagert in den entsprechenden Munitionslagern.
 
#33
Kein einziges Sprengobjekt in Österreich ist und war jemals mit Sprengladungen versehen!
Einzig die Sprengkammern/Sprengschächte sind vorhanden - der Sprengstoff lagert in den entsprechenden Munitionslagern.
ich glaube dir das, aber bei der europabrücke hält sich dieses "gerücht" seit jahren. sogar asfinag-Mitarbeiter, die unter anderem für die europabrücke zuständig sind, behaupten das...


PS: bei den Bunkern in Nößlach am Brenner sind mittlerweile - leider - auch die Panzertürme verschwunden
 
#34
Gerüchte verbreitern sich schneller als Wahrheiten und halten sich in der Regel auch besser....wie auch immer!

Zur Europabrücke kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich gehe davon aus, dass ähnliches zutrifft wie für die Donaubrücken:
Eine Sprengung wäre auf Grund des hohen volkswirtschaftlichen Schadens gar nicht vorgesehen gewesen, sondern "nur" Verrammelungen.
Führen über die Europabrücke auch Strom-, Gas-, Wasser- und/oder Telefonleitungen?
Wenn ja, dann ist eine Sprengung aus oben erwähnten Grund ausgeschlossen.

Aber ich werde mich kundig machen....
 
#39
die von dir angesprochenen Anlagen sind im Wald bei Nößlach.
Sie haben jetzt allerdings noch noch die Hütte, aber keine Panzerturm mehr darunter.

in Grieß gibt es maßenweise Anlagen auf beiden Talseiten, siehe zB auch die oben angeführten Berichte
 
#40
Hallo,
da sind zwei, weiß aber nicht, ob es die angesprochenen sind, da ich die Gegend nicht kenne.
Dürften die von Nösslach sein.
LG
gmirzi

Quelle Bild: Google Earth
 

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