Feste Anlagen (FAn) - Allgemein

Die Waserversorgung Der meisten Fan bei der Schleinzer Linie erfolgte durch Brauchwasser Kanister 20 Liter aus Plastik.
Der Munitionsvorrat pro Turm war bescheiden der Treibstoffvorrat auch für die Aggregate was ich mich so erinnern kann.
So eine Stellung hatte ja keine lange Standzeit.
 

josef

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Fertigteil-Gruppenunterstände für die Sperrtruppen

Hatte vorige Woche die Gelegenheit, einen unterirdischen Gruppenunterstand zu besichtigen. Diese, von der Fa. ETERNIT aus Fertigteilen in Kombination mit herkömmlicher Betonbauweise hergestellten, kreisförmigen Unterstände, wurden auf geschützten und von den Kampfbunkern abgesetzten Plätzen „eingegraben“. Die vorgefertigten Elemente wurden in eine vorher ausgebaggerte Grube abgesenkt und zu einem Rohr zusammengebaut. Danach wurde die Baugrube verfüllt bzw. überdeckt. Trotz der Deaktivierung der zugehörigen FAn vor einigen Jahren ist der von mir besichtigte Unterstand den Umständen entsprechend gut erhalten:

Fotos Teil 1:
  1. Eine unscheinbare Schachtabdeckung In einem Waldstück in NÖ. und ein „Lüftungsrohr“ daneben…

  2. Die hochgeklappte Abdeckung gibt den Blick in die Tiefe frei.

  3. Über eine Leiter an der Betonwand gelangt man auf eine geschotterte Zwischenplattform (Sickerschacht für eventuell eindringende Oberflächenwässer) und von dort über eine Betontreppe auf den Schachtboden.

  4. Im rechten Winkel zweigt vom Einstiegsschacht der durch eine Stahltür gesicherte eigentliche Unterstand ab.

  5. Die offene Stahltür vor der ovalen Einstiegsöffnung in den Unterstand.

  6. Das „Rohr“ des Aufenthaltsbereiches für die Mannschaft. Der Boden ist mit Gitterrosten ausgelegt und bildet so eine ebene Fläche.

  7. Die standardmäßig ausgeführte Inneneinrichtung mit Kunststoff-Sitzschalen, Ablagen usw. sowie 4 Schlafstellen im hinteren Teil.

  8. Schlafstellen. Der kreisrunde Ausschnitt in der Mitte der Abschlusswand dürfte leicht zu öffnen sein um über das dahinter liegende Betonrohr an die Oberfläche zu gelangen (Notausstieg…-> siehe Foto 14.).

  9. Blick von hinten zur ovalen Ausgangsöffnung in den Zugangsschacht. An der beidseitig angebrachten Metallkonstruktion ist die spartanisch gehaltene Einrichtung montiert. Links Richtung Tür erkennt man oben Kleiderhaken und unten Halterungen zum Abstellen der Gewehre,

  10. Nochmals ein Blick in den Zugangsschacht.
 

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josef

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Fertigteil-Gruppenunterstände - Teil 2


Fotos Teil 2:

11. Ausschnitt der ovalen Türöffnung zum Schacht mit den Stiegen zur Leiter.
12. Zugangsschacht mit Leiter, die Rückwand ist nicht voll ausbetoniert, sondern mit starken Holzbohlen ausgeführt.
13. Nochmals die Leiter im Schacht. Die linke Schachtwand besteht unterhalb eines Betonaufsatzes aus der vorhin beschriebenen Bohlenwand.
14. In Verlängerung der Achse des unterirdischen Aufenthaltsraumes befindet sich ein an die Oberfläche führendes, mit einer Betonplatte verschlossenes, Betonrohr (Notausstieg -> siehe Foto 8.).
 

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josef

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Und wie war das da unten mit der Beleuchtung und der Belüftung ?
Kann dir dazu leider auch keine exakten Angaben anbieten, aber es wird sicher Experten geben, die uns dazu eine schlüssige Antwort geben können!

Nur soviel:

1. Es gibt Lüftungsrohre an die Oberfläche
2. Öffnung mit engmaschigem Gitter an der Stirnseite und eine weitere Öffnung am First, die mit einem "Metallstutzen", der an einer sicherungskette befestigt ist, verschließbar ist. Für die Beleuchtung weist eine ebenfalls an der Decke angebrachte Lampenfassung hin, sah aber keine Schalter usw.! Habe dazu ein Foto von einem Unterstand der Anlage "Ungerberg" in Erinnerung, wo von der verkleideten Lampe ein Kabel frei in den Raum hing...
3. Der vorhin beschriebene, an der Sicherungskette befestigte, Verschluss-Stutzen und im Vordergrund 2 Kerzen :D
 

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josef

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Fand ein Foto aus der alten Homepage des "Bunkermuseums Wurzenpass" aus 2008, auf dem die Montage bzw. Zusammenbau eines "gebrauchten" Fertigteil-Gruppenunterstandes zu sehen ist. Das "Rohrobjekt" war vorher in OÖ. eingebaut und wurde nach der dortigen Deaktivierung nach Kärnten gebracht. Anscheinend konnte man sich das Ausheben einer Grube durch Nutzung einer natürlichen Senke ersparen...

Der Bildtext lautet:
Einbau eines Fertigteil-Gruppenunterstandes (Original-Material aus Oberösterreich, das in das bestehende Stellungssystem am Wurzenpass integriert werden konnte).

Quelle: http://www.bunkermuseum.at/aktuell/archiv/081101_saison2008_ende.php
 

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josef

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Nur eine Vermutung: Bei den Bohlen hätte man einen Schützengraben anschliessen können, resp. einen Laufgraben als Zugang zum Unterstand.
An diese Möglichkeit dachte ich auch, nur passt das Ganze nicht unbedingt in die reale Umgebung! Ca. 3 m hinter dem Schacht steigt das Gelände steil um 15 - 20 m an.

Als 1. "spekulative Option" bliebe ein noch zu grabender Aufstieg auf Laufgrabenhöhe im rechten Winkel links oder rechts parallel zum Hang. Diese Maßnahmen wären sicher sehr zeitintensiv bzw. mit hohem Arbeitsaufwand verbunden (Baumfällungen, Entfernung von Wurzelstöcken, Absicherung der hohen Seitenwände nach Grabungsarbeiten usw. ...)! Ob da im Einsatz- (Alarm-) Fall die nötige Zeit vorhanden gewesen wäre???

Jedenfalls dürfte dieser Wandabschluss eine "Standardausführung" gewesen sein, da mir die gleiche Verbohlung von einem Foto aus dem Verkaufsinserat (leider im Original nicht mehr vorhanden...) eines Waldgrundstückes mit Unterstand in Erinnerung ist.

Meine 2. "spekulative Option" wäre die Möglichkeit eines weiteren Notausstieges bei Verschüttung/Verlegung des gedachten Ausstieges nach Öffnung der Stirnwand des Aufenthaltsraumes bzw. der klappbaren Abdeckung über dem Einstiegsschacht! Mit im Unterstand vorgehaltenem Werkzeug könnte eine Öffnung in die Bohlenwand gesägt werden und ein Gang an die Oberfläche gegraben werden...
 

dermike

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Hallo Josef,
denke, dass beide Möglichkeiten real sind.
Notausstieg möglich, daran hatte ich auch schon gedacht.
Verlängerung in einen Laufgang auch möglich. Am Steilhang jedoch nicht umsetzbar, aber die Serienfertigung hat an so was nicht gedacht und so wurden halt alle diese Unterstände einheitlich gebaut.
Das diente eventuell der Kostenersparnis.

Grüße

dermike
 
Fertigteil-Gruppenunterstände für die Sperrtruppen

Hatte vorige Woche die Gelegenheit, einen unterirdischen Gruppenunterstand zu besichtigen. Diese, von der Fa. ETERNIT aus Fertigteilen in Kombination mit herkömmlicher Betonbauweise hergestellten, kreisförmigen Unterstände, wurden auf geschützten und von den Kampfbunkern abgesetzten Plätzen „eingegraben“. Die vorgefertigten Elemente wurden in eine vorher ausgebaggerte Grube abgesenkt und zu einem Rohr zusammengebaut. Danach wurde die Baugrube verfüllt bzw. überdeckt. Trotz der Deaktivierung der zugehörigen FAn vor einigen Jahren ist der von mir besichtigte Unterstand den Umständen entsprechend gut erhalten:

Der kann natürlich nicht ruhig besucht werden. Es handelt sich nämlich trotz des Zustands der Tennishalle um ein Grundstück, das jemandem gehört (Gemeinde, Privat). Wer also dieses Grundstück betritt, muss auch mit den eventuellen Konsequenzen rechnen. Deshalb sei an dieser Stelle wieder mal in Erinnerung gerufen, dass im Forum keine offenen Schächte, Stollen, Zugänge oder Aufforderungen solche Grundstücke zu betreten, gepostet werden sollen. Sonst glaubt am Ende noch jemand, dass es erlaubt sei, z.B. diese Tennishalle zu besuchen, nur weil jemand geschrieben hat "Der kann ruhig besucht werden." So ist es nämlich nicht.
Hallo Josef und Forum

ich finde es natürlich interessant das Fotos von meinen Unterstand hier im Forum sind, besonders das Datum genau um diese Zeit hat jemand das Schloss aufgebrochen, daher habe ich mir erlaubt ein Quote von "Geist" anzuhängen, das Grundstück ist Privat! Kann natürlich nicht ruhig Besucht werden.

Zur Geschichte:
Die Anlage wurde ca. 1984-89 erreichtet und 2007 demilitarisiert (verschüttet).
Als Grundstücksnachbar bin ich 2013 beim Bundesheer vorständig geworden ob ich das Grundstück erwerben kann, dies war auch die letzte Anlage in der Umgebung welche noch nicht verkauft wurde. Nach oftmaligen Nachfragen, keinen Antworten, keine Tel. Erreichbarkeit der Zuständigen und erst nach Anfrage bei Minister Klug, konnte ich dann 2015 das Grundstück endlich erwerben.

Die Unterstände waren Demilitarisiert, das heisst, der Abstieg war mit Schotter verfüllt, aus Neugier habe ich letztes Jahr 2016 einen Schacht ausgegraben und den Unterstand geputzt, daher der saubere Zustand.

Ich bin jetzt nicht Böse darüber das im März-April 2017 das Schloss aufgebrochen und die Laschen vom Deckel abgebrochen wurden, ich hatte da bereits neue Deckel gekauft nur war noch keine Zeit zum Montieren. Vor einigen Wochen hat jedoch schon wieder jemand hantiert und die neuen Deckel leicht Beschädigt, das kann ich nicht Akzeptieren!

Vor ein paar Tagen haben wir den zweiten Unterstand ausgegraben.
Wenn jemand die Anlagen besichtigen möchte ist dies gerne Möglich, einfach PN hier im Forum, aber bitte keine Beschädigungen.

lg
 

josef

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Gruppenunterstände...
Hallo Josef und Forum

ich finde es natürlich interessant das Fotos von meinen Unterstand hier im Forum sind, besonders das Datum genau um diese Zeit hat jemand das Schloss aufgebrochen, daher habe ich mir erlaubt ein Quote von "Geist" anzuhängen, das Grundstück ist Privat! Kann natürlich nicht ruhig Besucht werden...

...Ich bin jetzt nicht Böse darüber das im März-April 2017 das Schloss aufgebrochen und die Laschen vom Deckel abgebrochen wurden, ich hatte da bereits neue Deckel gekauft nur war noch keine Zeit zum Montieren. Vor einigen Wochen hat jedoch schon wieder jemand hantiert und die neuen Deckel leicht Beschädigt, das kann ich nicht Akzeptieren!...
Möchte dazu nur festhalten, dass ich das Objekt damals mit geöffnetem Einstiegsdeckel (-> Foto 2) vorfand, der durch die Rostschutzfarbe vom einige Meter daneben vorbeiführenden Feldweg gleich auffiel. Habe nach kurzem Foto-Abstieg den Deckel so gut es ging wieder verschlossen (-> Foto 1), um ungebetene Zeitgenossen vor einer weiteren "Besichtigung" abzuhalten.

Die Angelegenheit ist zwischenzeitlich per "Unterhaltungen" mit dem neuen Besitzer @reblausi geklärt, bei dem ich mich auch für die weiteren Infos bedanken möchte! Verwerflich ist natürlich, wenn an den neuen massiven und mit Schlössern gesicherten Abdeckungen schon wieder herumhantiert wurde!

lg
josef
 
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josef

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Gruppenunterstände...
...genau um diese Zeit hat jemand das Schloss aufgebrochen,... das Grundstück ist Privat! Kann natürlich nicht ruhig Besucht werden.

Ich bin jetzt nicht Böse darüber das im März-April 2017 das Schloss aufgebrochen und die Laschen vom Deckel abgebrochen wurden, ich hatte da bereits neue Deckel gekauft nur war noch keine Zeit zum Montieren. Vor einigen Wochen hat jedoch schon wieder jemand hantiert und die neuen Deckel leicht Beschädigt, das kann ich nicht Akzeptieren!

Vor ein paar Tagen haben wir den zweiten Unterstand ausgegraben...bitte keine Beschädigungen...
Gestern beim Herbstspaziergang sind wir dort wieder vorbeigekommen:
Die beiden Anlagen sind gut gesichert!
Aufnahmen vom Feldweg aus:
Das gezoomte Bild mit dem Hinweisschild habe ich wegen der besseren Lesbarkeit gedreht -> "auf den Kopf gestellt". Der Text lautet
ANLAGE ALARMGESICHERT - SACHBESCHÄDIGUNGEN WERDEN ANGEZEIGT
Es ist nur zu hoffen, dass die Vandalen endlich zur Vernunft kommen!
 

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