Flugplatz Parndorf

josef

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#1
Das miese Wetter verschaffte mir wieder etwas Zeit zur Aufarbeitung alter Fotos. So war heute das Scannen von Bildern vom Gelände des ehemaligen Flugplatzes Parndorf (Burgenland) aus dem Jahre 2000 am Programm:

1. Zwecks Übersicht eine Lageskizze der US-Aufklärung.

2. Ein in Angleichung an die Skizze gebrachtes alliiertes Aufklärerfoto v. 26.06.1944:
Unterer Rand Bf. Parndorf an der Ostbahn, links Richtung Bruck a.d. Leitha (Wien) und rechte Seite geht es Richtung Ungarn/Slowakei…Oberhalb des Bahnhofes ist die im Rechtsbogen nach oben zu den Mun-Bunkern führende Anschlussbahn zu erkennen. Darüber, im Gleisbogen, erkennt man 3 große Hangars und diverse Gebäude. Links anschließend Richtung Ort war ein Barackenlager, auf der Fläche davor (Richtung N) stehen einige Flugzeuge. Im Norden (obere Bildebene) liegt das Mun-Lager mit 5 Bunkern. Rechts anschließend am nördlichen Platzrand waren Abstellplätze mit Splitterschutzwällen. In einige Wälle waren LSDG hineingebaut.

3. Reste eines betonierten Rollweges an der heutigen Zufahrtsstraße zur Saatgutfirma „Pioneer“ an der ehemaligen Platz-Südseite.

4. Nördlich der Bahnhofstraße stehen noch einige Gebäude des ehemaligen Fliegerhorstes.

5. Blick vom nördlichen Platzrand Richtung SW – Bahnhofgegend und neue Heidesiedlung. Der SW-Rand des ehemaligen Flugplatzgeländes ist heute mit Wohnhäusern der „Heidesiedlung“ verbaut.

6. Blick von der „Pioneer-Straße“ (ehem. Platz-Südgrenze) über das wieder landwirtschaftlich genutzte ehemalige Flugfeld Richtung NO.
 

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josef

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#2
Flugplatz Parndorf - 2. Teil

2. Teil:

7. Entlang der nördlichen Platzgrenze waren im Jahre 2000 noch die Reste von Flugzeugabstellplätzen mit Splitterschutzwällen zu erkennen. In einigen der Erdwälle (rückseitige Querfront) waren Luftschutzdeckungsgräben eingebaut. Wie weit diese heute noch vorhanden sind, entzieht sich meiner Kenntnis…

8. Fundamentreste von Baracken im Bereich der ehemaligen Hangargruppe.

9. Vergrößerter Ausschnitt aus dem Aufklärungsfoto des Hangarbereiches (heute etwa Bahnstraße-Heidestraße).

10. Ehemaliger SW-Bereich des Flugfeldes, heute verbaut (Heidesiedlung).

11. Reste der gesprengen 5 Munitionsbunker im Nordbereich des Platzes.

12. Reste der Splitterschutzwälle, ebenfalls an der ehem. nördlichen Platzgrenze.
 

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P

petzi

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#12
Danke für die historischen Fotos :bravo:

Als Anrainer ist es interessant die Spuren die man kennt mit den alten Luftaufnahmen zu vergleichen.

Auf der Wiese zwischen Heidesiedlung und Firma Pioneer gab es bis in den 80ern einen verschütteten Bunkereingang der von Bäumen und Büschen umgeben war.

Zwischen der Wiese und Bahnhof Betonreste. Hinter dem einzelnen Haus beim Bahnhof.

8
. Fundamentreste von Baracken im Bereich der ehemaligen Hangargruppe.
von dort ca 100m Richtung Pioneer, am Südhang des Hügels, gab es einen nicht verschütteten Bunker bis in die 90er war er zugänglich, die Gittertür wurde immer wieder aufgebrochen. Später war er ganz verschüttet. Das Gittertor liegt komischerweise 500m nördlich auf einer Wiese beim neuen Kindergarten.

Auf eine enge Treppe die einen 180° Grad bogen nach rechts beschrieb kam man in den Flur über dem man nach einer Linkskurve einen kleinen Raum erreichte. Zwischen der Treppe und dem Raum führte ein Schacht bis zum Flur.


Mehr fällt mir nicht ein.
 
H

Harald 41

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#14
Habe vorige Woche leider nur kurz einen Abstecher nach Parndorf gemacht, um mir die Reste aus "Josefs Aufnahmen 2000" des ehemaligen Flugplatzes anzusehen, und zu vergleichen.
Viel hat sich seit damals nicht verändert, außer das die beiden Gebäude vis a vis vom Bahnhof heute in privatem Besitz sind.
Beim Spielplatz die Fundamente mit der Stiege, einst eine Küche beherbergte wie mir eine Zeitzeugin berichtete die mit ihrer Tochter spazieren ging.
Nach aussagen der Tochter kamen auch die beiden Betonwürfel viel später an den jetzigen Spielplatz, und haben nicht mit dem Flugplatz zu tun.
 

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H

Harald 41

Guest
#16
Teil 3

Und noch etwas größer, weiter hinaus konnte ich leider nicht da an der Kreuzung eine Tafel stand das hier eine sehr gefährliche Für Hunde und Katzen tödliche Fuchskrankheit verbreitet ist, könnte auch ein Gschichtl sein aber das wollte ich unserem Tiger zu Hause nicht antun :D eingeladen waren wir auch noch und so fuhr ich weiter.

LG Harry
 

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josef

Administrator
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#17
:danke Harry für das "Update" der Restbestände...
...kamen auch die beiden Betonwürfel viel später an den jetzigen Spielplatz, und haben nicht mit dem Flugplatz zu tun.
Die Würfel waren ursprünglich nicht an diesem Standort, sondern stammen von der "Baureifmachung" des Siedlungsgeländes (ehem. Baracken- u. Hangargelände), wobei der restliche Schutt zu einem Hügel aufgeschüttet wurde bzw. auch zur Befüllung einer alten Schottergrube diente -> soweit die damalige Auskunft eines Anwohners aus der Siedlung...
War für mich damals insofern interessant, da ich in diesen Blöcken Relikte der ehemaligen Reichsschutzstellung (Südostwall) vermutete (Teile einer Fallsperre oder so...).

lg
josef
 
D

DanRho

Guest
#18
Hey!

Ich habe schon in Google Maps den größten Teil Parndorfs abgesucht nach dem gesprengten Bunker und wo befindet sich der Erdwall?

Hat auch vl. jemand noch Luftaufnahmen des ehemaligen Hangars?

Grüße, Daniel !
 
N

Nentwich

Guest
#20
Beim durchstöbern von technischen Daten und Entwicklungen der deutschen WW II Flugzeugen kam mir die Ortschaft Parndorf unter. Ich wohne nicht weit entfernt davon und macht mich vorerst im Internet auf die Suchen von Relikten die man noch sehen kann. Auf dem Forum „Unterirdisches, Geschichte und Technik“, wurde ich auch fündig und habe dort Eure interessanten Bilder gesehen.
In der Luftaufnahme der Engländer ist mit in der rechten oberen Ecke des Bildes ein heller schmaler aber langer Streifen aufgefallen. Ich dachte ist das vielleicht eine befestigte Start- und Landebahn? Also suchte ich in aktuellen Satellitenaufnahmen nach Spuren des vermuteten Objektes. Südlich vom Hanaweg und westlich der Baustahlfirma „ARI“ ist mir ein merkwürdiger Streifen Land, der beim Zoomen ein rechteckiges Muster aufwies, und auch teilweise bewachsen schien auf. Merkwürdig, also fuhr ich hin, hab nur 22km Strecke dorthin, und war erstaunt was ich vorfand.
Die einzelnen Betonplatten haben ein Maß von 3m mal 15m und in der Breite sind 20 Stück davon nebeneinander mit sehr geringen Spalt verlegt. Das gibt eine Gesamtbreite von 60m, typisch für eine Landebahn von Luftfahrzeugen. In der Länge sind noch 19 Reihen sichtbar, also 285m aktuell vorhanden. Aus der Luftaufnahme der Engländer kann man eine Länge der Bahn mit knapp eintausend Metern ermitteln!?
Benutzt wird diese Fläche zurzeit als Zwischenlager für Stroh sowie allerlei Landwirtschaftlichen Abfall.
Habt ihr davon gewusst? Liege ich mit meinen Feststellungen richtig? :
 

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