Fotos aus der Ausstellung in Peenemünde

#1
untenstehend 2 am 05.08.2003 geschossenen fotos aus der ausstellung über die entwicklung der A4-raketen und der letztendlich daraus resultierenden raumfahrt.

die fotos zeigen die in einer vitrine ausgestellte zeitschrift "RAKETE" des vereins für raumschiffahrt e.V. breslau.

es ist schon erstaunlich, welche zukunftsvisionen unsere altvorderen hatten...
 

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#3
Das ist das Elektronen-Weltraumschiff von dem Österreicher Franz Abdon von Ulinski .
Max Valier beschreibt das Prinzip wie folgt:

Ein ringförmige, um den ganzen Schiffskörper herum angeordnete Segment-Flächenkonstruktion aus Thermoelemente hat den Zweck, die Sonnenstrahlen aufzufangen und nach dem Edisonischen Effekt in elektrische Energie umzuwandeln. Die so gewonnene elektromotorische Kraft wird dann benutzt, um die Bewegung des Schiffes zu bewirken, und zwar auf eine verschiedene Weise, je nachdem es sich um eine Reise durch den als Vakuum anzusprechenden Weltenraum oder um eine Fahrt durch die Luftschichten eines Planeten handelt. Im ersten Falle gleicht die Antriebsform ganz einer ins Freie hinausbrennenden Rakete, bloß dass nicht Explosionsgase einer Chemischen Verbindung ausgestoßen werden, sondern Elektronen, die durch elektrische Energie aus geeigneten Kathoden mit ungeheuerer Geschwindigkeit ( 300 bis 30000 m/sec.) ausgestoßen werden. Die eigentliche Elektronen-Ausstralungsapperate bezeichnet Ulinskie als Ejektoren und denkt sich diese als einseitig offene Kathodenröhren ausgebildet. Für den Antrieb errechnete er eine Spannung von 250000 Volt. u.s.w.
Das Einzigste Problem das Ulinskie mit seinem Sonnenmotor hatte war, das die Fotovoltaik noch nicht erfunden war ( Das gab es erst seit 1954) ! Damit funktionierte sein Antrieb nicht, allerdings dürften seine Überlegungen, die immerhin auf das Jahr 1913 zurück gehen, heute bei Satelliten in einer ähnlichen Form realisiert sein !

Hier eine Kurzbiograpie aus :
http://www.esa.int/export/esaCP/GGGRAMKVPHC_Austria_2.html


Franz Abdon Ulinski (1890 – 1974)

Franz Abdon Ulinski wurde 1890 in Blosdorf, Moravien (heute Mljadejov, Tschechien) geboren. Nach Schulende trat er 1910 in die Armee des Österreichisch-Ungarischen Reichs ein. Er war dort in verschiedenen Positionen tätig, während des Ersten Weltkriegs als technischer Offizier der Luftwaffe.
Gegen 1919 entwarf er ein Raumfahrzeug, das durch einen Strahl von Elektronen (oder Ionen) angetrieben werden sollte. Ein Jahr später veröffentlichte er diese Idee in einer Zeitschrift für Aeronautik in Wien. Er schlug zwei Arten von Stromversorgung vor, einerseits Solarzellen zur Anhäufung von Energie zu verwenden, andererseits Atomspaltung. Ulinskis Ideen zum Raumfahrzeugantrieb waren ihrer Zeit voraus und wurden nicht ernstgenommen. Ein Grund dafür war sicher die Menge an Energie, die nötig wäre, um die Erdanziehungskraft mit solch einem Raumfahrzeug zu überwinden. Dennoch erweist sich sein Konzept als wichtig für bemannte Raumflüge zu anderen Planeten, vor allem als wirtschaftliche Lösung, wenn der Start von einer Station in der Erdumlaufbahn aus erfolgt.
Die technologische Entwicklung benötigte geraume Zeit, aber vor kurzem wurde eine Raumsonde mit Ionenantrieb gestartet, um das Prinzip zu demonstrieren. Deep Space One fliegt an einem Asteroiden vorbei, bevor seine Bahn es in die Nähe eines Kometen führt. Eine weitere Anwendung des Ionenantriebs ist die Stabilisierung von Satelliten in der Erdumlaufbahn.
Franz Abdon Ulinski starb 1974 in Wels.



Gruß Henry
 
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