"Geoparkzentrum Karnische Alpen" Dellach - Ausstellung zu 50 Jahren Erdbeben Friaul

josef

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Ausstellung zu 50 Jahren Erdbeben Friaul
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Am Mittwoch ist im Geoparkzentrum Karnische Alpen eine Sonderausstellung im Gedenken an das Erdbeben 1976 in Friaul eröffnet worden. Am 6. Mai bebte um genau 20.59 Uhr die Erde bis nach Kärnten mit einer Stärke von 8 bis 9 auf der Mercalli Skala. In Friaul kamen 1.000 Menschen ums Leben.
Online seit heute, 12.05 Uhr
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Das Beben, Nachbeben und ein erneut starkes Beben im September hinterließen Schutt, Zerstörung, 1.000 Todesopfer, 3.000 Verletzte und in Summe 100.000 Obdachlose. Was im Mai noch nicht zerstört war, wurde im September gänzlich dem Boden gleich gemacht, was nach dem 6. Mai wieder aufgebaut worden war im September erneut zertrümmert -mehr dazu in Erdbeben in Friaul 1976 mit Kinderaugen gesehen.

Grenzenloser Hilfseinsatz
Bei der Eröffnung sagte Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ), ein Katastrophenhilfseinsatz sei quasi die Königsklasse für Einsatzkräfte, weil man überwältigt sei von Leid, auf das man treffe. Viele Einsatzkräfte aus Kärnten kamen damals den Nachbarn zu Hilfe. Bei Tageslicht wurde das Ausmaß der Verwüstung erst sichtbar. „Die politischen Kontakte wurden damals noch in der Nacht von den Verantwortlichen hergestellt, es entstand unter den Menschen eine Welle der Solidarität und Menschlichkeit. Dieser Hilfseinsatz aller und der Wille aller, eine Region wieder aufzubauen, erfüllt mich heute noch mit großem Respekt und es wird sichtbar, dass in entscheidenden Momenten Grenzen fallen können“, so Fellner.

Großer Hilfseinsatz auch vom Bundesheer
Infrastruktur, Wasserleitungen, Straßen, Gebäude, Autos, Stromleitungen – nichts war 1976 im Zentrum des Bebens rund um Gemona und Venzone mehr verfügbar. Rettungsfahrzeuge mit Mann und Maschinen, Hilfsgüter, Feldküchen, Betten, Wasseraufbereitungsanlagen, Impfstoffe und beispielsweise auch dem ersten Brot in der Früh des 7. Mai, das ein Veldener Bäcker lieferte, erreichten die zerstörte Region. Es war auch der erste große Auslandseinsatz des Österreichischen Bundesheeres nach 1955 mit rund 700 Soldaten, die mit Bagger, Planierraupen, Feldküchen oder Brückenbaumaterial anrückten.

Von Kärnten waren die Soldaten des Pionierbataillons 1/Villach vor Ort. Viele freiwillige Feuerwehren aus Kärnten rückten mit Mann und Tankwagen an, um Trümmer zu beseitigen, Notunterkünfte aufzubauen oder die Menschen mit Wasser zu versorgen, mit Treibstoff oder Sanitärlösungen.

Erdbeben und Naturgefahren im Mittelpunkt
Der GeoPark Karnische Alpen rückt im Rahmen des Interreg-Projekts „Georisk“ das Thema „Erdbeben und Naturgefahren“ aus Anlass der Erdbebenkatastrophe in Friaul vor 50 Jahren in den Fokus. Gerlinde Krawania-Ortner, GeoPark-Leiterin, sagte, es sei nicht nur die Eröffnung der Saison des GeoParks und der Sonderausstellung, sondern Gedenktag an eine große Katastrophe, die auch das Gailtal erschüttert hatte.
06.05.2026, red, kaernten.ORF.at

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GeoPark

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