Geplante bemannte und unbemannte Mondmissionen

josef

Administrator
Mitarbeiter
#21
BESONDERE ASCHE AN BORD
USA versuchen Rückkehr zum Mond
1704662561340.png

Am Montag soll der nächste große Schritt gesetzt werden, um die USA über fünf Jahrzehnte nach dem Ende des Apollo-Programms wieder zurück zum Mond zu bringen. Die US-Weltraumbehörde (NASA) ist diesmal allerdings nur einer von mehreren „Passagieren“. Das zentrale Frachtgut an Bord der Rakete des US-Joint-Ventures United Launch Alliance ist der Mondlander „Peregrine“ des Unternehmens Astrobotic. Mit dabei ist aber auch Fracht ganz ohne wissenschaftlichen Anspruch.
Online seit heute, 21.03 Uhr
Teilen
Wenn der Start Montagfrüh gelingt, dann können sich die Beteiligten gleich über mehrere Premieren freuen. Es ist nicht nur der Auftakt zur ersten US-Mondlandung nach über 50 Jahren, sondern auch der Jungfernflug einer neuen Raketenserie – der von der United Launch Alliance entwickelten „Vulcan Centaur“. Rund zwanzig Jahre Entwicklungszeit steckte das Joint Venture von Lockheed Martin und Boeing in die neue Rakete.

Die Kapsel an der Spitze der Rakete stammt allerdings von einem anderen Spieler im neu entfachten Rennen Richtung Mond: Astrobotic. Das in der US-Stahlstadt Pittsburgh beheimatete Unternehmen hat den Mondlander „Peregrine“ entwickelt. Geht alles gut, soll dieser am 23. Februar auf dem Mond landen – in einem Gebiet mit dem nur bedingt poetischen Namen Sinus Viscositatis (dt.: Bucht der Klebrigkeit).

AP/Astrobotic Technology
Der Mondlander „Peregrine“ soll am 23. Februar auf der Mondoberfläche aufsetzen

Nach China und Indien könnten dann auch die USA wieder eine erfolgreiche Mondlandung verbuchen. Russland, Japan und Israel waren mit ihren Versuchen hingegen bisher gescheitert. Wenngleich Japan in wenigen Wochen einen eigenen neuen Anlauf unternehmen möchte.

Entscheidende Rolle privater Unternehmen
War das „Space Race“ während des Kalten Krieges von einem Wettstreit zwischen den USA und der Sowjetunion geprägt, hat sich das Teilnehmerfeld inzwischen deutlich verbreitet. Und auch in den USA selbst haben sich die Umstände gewandelt. Früher gab die Weltraumbehörde NASA allein den Ton in der US-Raumfahrt an. Mittlerweile sind es aber zunehmend private Unternehmen, die den neuen internationalen Wettlauf vorantreiben – wenngleich die NASA natürlich als relevanter Projektpartner fast immer an Bord ist.

Das ist auch diesmal bei der „Peregrine Mission 1“ der Fall, mit der die NASA mehrere eigene Geräte mitschickt. Die Weltraumbehörde will damit ihre weiteren Expeditionen zum Erdtrabanten vorbereiten. Die NASA möchte bei der Mission die Mondexosphäre untersuchen sowie lokale Magnetfelder und die Strahlung. Zudem sollen thermische Eigenschaften und der Wasserstoffgehalt des Materials auf der Mondoberfläche erkundet werden. Geplant ist auch der Test von speziellen Solarpaneelen.

NASA will 2025 wieder Menschen auf dem Mond
Das helfe dabei, „uns besser darauf vorzubereiten, bemannte Missionen zurück zum Mond zu schicken“, so NASA-Wissenschaftler Paul Niles. Im Rahmen des „Artemis“-Programms will die NASA Ende 2024 mit drei Männern und einer Frau bei der rund zehntägigen Mission „Artemis 2“ den Mond umrunden.

2025 sollen dann bei „Artemis 3“ – zumindest nach derzeitigem Plan – nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder Astronauten auf dem Mond landen, darunter erstmals eine Frau und eine nicht weiße Person. Das langfristige Ziel von „Artemis“ ist die Errichtung einer permanenten Mondbasis als Grundlage für Missionen zum Mars. Auch dafür setzt die NASA auf Kooperation mit Privatunternehmen, darunter SpaceX unter der Leitung von Elon Musk.

US-internes Rennen zum Mond
Bereits in zwei Wochen soll eine Rakete von SpaceX den nächsten Mondlander in Richtung des Erdtrabanten schicken. Entwickelt wurde dieser von Intuitive Machines aus Houston. Auch er hat mehrere Experimente der NASA an Bord. Wenngleich die Mission zwei Wochen später startet, soll ihr noch vor dem „Peregrine“-Lander von Astrobotic die Landung auf dem Mond gelingen. Bereits eine Woche nach dem Start soll das Modul von Intuitive Machines nahe des Südpols des Mondes aufsetzen.

Reuters
Als Zweiter gestartet – als Erster auf dem Mond: So plant es Intuitive Machines für ihren Mondlander

Der „Peregrine“-Lander wird hingegen vor seiner Landung noch ein Monat in der Mondumlaufbahn verbringen. Nicht nur die NASA wird dann am 23. Februar gespannt beobachten, ob das Landemodul mit seinen 1,9 Metern Höhe und 2,5 Metern Durchmesser sicher auf der Mondoberfläche aufsetzt. Neben den USA haben sechs weitere Länder Forschungsprojekte mit an Bord. Die in Pittsburgh beheimatete Carnegie Mellon University schickt überdies einen schuhkartongroßen Rover mit.

Asche von „Stark Trek“-Schöpfer soll auf Mond landen
Daneben hat der Lander noch eine Fracht geladen, die kaum einem wissenschaftlichen Zweck dient. Von 70 Personen wurden medienwirksam Asche- bzw. DNA-Proben mit an Bord genommen – darunter „Star Trek“-Schöpfer Gene Roddenberry und Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke. Ein Teil von Roddenberrys Asche wurde freilich bereits vor über 25 Jahren ins All geschossen.

Von weiteren 265 Personen befinden sich Proben in der obersten Stufe der Rakete, die nach der Trennung vom Lander auf einer eigenen Umlaufbahn die Sonne umkreisen soll. Unter ihnen sind die sterbliche Überreste von drei Mitgliedern der ursprünglichen „Star Trek“-Besatzung: Nichelle Nichols (Uhura), James Dohan (Scotty) und Majel Barrett Roddenberry (Nurse Chapel). Ins All geschickt werden auch die Haare von drei US-Präsidenten: George Washington, Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy.

NASA: Keinen Einfluss auf Fracht
Allerdings sehen nicht alle in den USA der geplanten Mondlandung euphorisch entgegen. US-Medienberichten zufolge schrieb der Präsident der Navajo Nation im Bundesstaat Arizona, Buu Nygren, der NASA einen Beschwerdebrief: Die Mission – und insbesondere die von ihre mitgeführten menschlichen Überreste – entweihe den in ihrer Kultur als heilig angesehenen Mond, hieß es.

Die NASA bestätigte, dass sie ein geplantes Gespräch mit den Navajo unterstütze. Die Weltraumbehörde betonte aber auch, dass sie angesichts der privaten Natur der Mission keinen Einfluss darauf habe, was am 8. Jänner Richtung Mond geschossen werden.
07.01.2024, mars, ORF.at/Agenturen

Links:
Besondere Asche an Bord: USA versuchen Rückkehr zum Mond
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#22
KOMMERZIELLER MONDFLUG
Privater Mondlander Peregrine mit menschlicher Asche an Bord ins All gestartet
Das US-Unternehmen Astrobotic will Nasa-Fracht, Experimente und Werbemittel zum Mond liefern. Auch ein Weltraumbestattungsinstitut ist unter den Kunden
Das US-amerikanische Unternehmen Astrobotic hat am Montag seinen ersten kommerziellen Lander Peregrine auf den Weg zum Mond gebracht. Die Firma, die im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa Geräte zum Erdtrabanten liefern soll und auch Fracht weiterer Nationen und Unternehmen an Bord hat, will in wenigen Wochen die erste kommerzielle Mondlandung schaffen. Der Start Montagfrüh klappte und war selbst eine Premiere: Peregrine startete an Bord der neuen Trägerrakete Vulcan Centaur des Herstellers United Launch Alliance (ULA) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral.


Der Erstflug der neuen Trägerrakete Vulcan Centaur brachte am Montag den kommerziellen Mondlander Peregrine ins All. Die Rakete der United Launch Alliance, eines Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin, soll künftig die Trägerraketen Delta IV und Atlas ersetzen.
AFP/CHANDAN KHANNA

Die Entwicklung der gut 60 Meter hohen Vulcan-Trägerrakete mit Triebwerken der Weltraumfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos dauerte zehn Jahre, der Erstflug verzögerte sich immer wieder. Sie soll künftig die Atlas-V-Trägerrakete der ULA ablösen und der wiederverwendbaren Falcon 9 von Space X Konkurrenz machen.

Der Mondlander Peregrine soll Ende Jänner in einem Mondorbit ankommen, die Landung ist am 23. Februar in einem Gebiet namens Sinus Viscositatis auf der erdzugewandten Mondseite geplant. Die Mission ist Teil des Commercial Lunar Payload Services Program (CLPS) der Nasa, einer Art kommerziellem Lieferdienst zum Mond, der den Aufbau einer dauerhaften lunaren Infrastruktur ermöglichen soll. Die Nasa hat mehrere Testgeräte an Bord des Peregrine-Landers, die der Vorbereitung ihrer eigenen Mondpläne dienen sollen. Darunter sind ein Strahlungsmessgerät, das Daten für spätere astronautische Landungen sammeln soll, und ein Neutronenspektrometer zur Messung von Wasserstoff im Mondboden.

Ambitionierte Mondpläne
Auch ein Massenspektrometer zur Untersuchung der Mondexosphäre ist an Bord des Landers, an diesem Instrument ist auch die Europäische Weltraumorganisation (Esa) beteiligt. Die Nasa will im Zuge der Mission unter anderem lokale Magnetfelder messen sowie thermische Eigenschaften und den Wasserstoffgehalt des Materials auf der Mondoberfläche erkunden. Geplant ist auch, Solaranlagen für künftige Mondmissionen zu testen.

Dies helfe dabei, "uns besser darauf vorzubereiten, bemannte Missionen zurück zum Mond zu schicken", erklärte Nasa-Wissenschafter Paul Niles. Im Rahmen des Artemis-Programms will die Nasa Ende 2024 drei Astronauten und erstmals auch eine Astronautin in einen Mondorbit schicken. Frühestens 2025 sollen dann nach derzeitigem Plan nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen auf dem Mond landen. Das langfristige Ziel von Artemis ist die Errichtung einer permanenten Mondbasis als Grundlage für Missionen zum Mars.

Wichtig ist dabei für die US-Raumfahrtagentur die Hilfe durch private Raumfahrtunternehmen. "Wir wissen nicht, wie viele dieser frühen Tests erfolgreich sein werden. Aber ich kann Ihnen sagen, dass diese amerikanischen Unternehmen technisch detailorientiert sind. Sie sind sehr geschäftstüchtig. Sie sind einfallsreich und motiviert", lobte Nasa-Programmchef Chris Culbert Astrobotic und weitere Partner. Die Firmen seien hochmotiviert, den Mond als Geschäftsfeld zu erobern. Garantiert ist der Erfolg aber nicht: Im April scheiterte eine private japanische Firma bei einer ähnlichen Mission.

Asche an Bord
Peregrine ist nur der erste von zahlreichen kommerziellen und staatlichen Starts zum Mond in diesem Jahr. Schon in den nächsten Wochen gibt es weitere Termine: Japan will am 19. Jänner mit der Mission Slim (Smart Lander for Investigating Moon), die schon im vergangenen September gestartet ist, die Mondoberfläche erreichen. Anfang Februar will auch die US-amerikanische Firma Intuitive Machines im Auftrag der Nasa zum Mond aufbrechen und die Konkurrenz von Astrobotic überflügeln: Geplant ist eine Landung des Mondmoduls Nova-C am 22. Februar – also just einen Tag vor dem Peregrine-Lander. Noch ist das Rennen um die erste weiche Mondlandung eines privaten Unternehmens aber nicht entschieden.

Das in Pittsburgh ansässige Unternehmen Astrobotic bringt Fracht auch für andere Unternehmen und Privatpersonen zum Mond. Das sorgt auch für Kritik: An Bord des Mondlanders sind auch Aschebehältnisse von zwei Weltraumbestattungsunternehmen, die zahlungskräftiger Kundschaft eine besondere letzte Ruhestätte versprechen. Daran stören sich wiederum Ureinwohner in den USA, für die der Mond eine wichtige Bedeutung hat: Der Präsident der Navajo Nation im Bundesstaat Arizona, Buu Nygren, schrieb eine Beschwerde an die Nasa und warnte vor einer Entweihung des Erdtrabanten.

Die Nasa bestätigte, dass man ein geplantes Gespräch mit den Navajo unterstütze, betonte aber auch, dass man angesichts der privaten Natur der Mission keinen Einfluss darauf habe, welche Fracht Unternehmen zum Mond bringen.
(dare, APA, 8.1.2024)
Privater Mondlander Peregrine mit menschlicher Asche an Bord ins All gestartet
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#23
DEFEKTES ANTRIEBSSYSTEM
Mondflug der privaten US-Firma Astrobotic offenbar gescheitert
Nach dem zunächst erfolgreichen Start am Montag ist die Mondsonde Peregrine in arger Bedrängnis: Sie verliert Treibstoff und dürfte demnächst verloren gehen
Der erste Mondlandeversuch der privaten Firma Astrobotic aus den USA ist wohl schon gescheitert, ehe das Vehikel die Nähe des Mondes überhaupt erreicht hat. Stunden nach dem erfolgreichen Start Montagfrüh vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida traten Probleme mit dem Mondlander Peregrine auf. Eine Störung des Antriebssystems verhinderte zunächst, dass die Mondsonde eine stabile Position einnehmen konnte, um ihre Solarzellen auf die Sonne auszurichten und ihre Batterie zu laden.


Noch besteht Kontakt zur Mondsonde Peregrin, sie schickte auch ein Selfie aus dem All. Doch der Kontakt dürfte angesichts eines Treibstofflecks demnächst abreißen.
AP

Dieses Problem ließ sich zwar beheben, doch inzwischen steht fest: Peregrine verliert Treibstoff. Um ihn stabil zu halten, müssen die Triebwerke des Lagekontrollsystems viel länger eingesetzt werden als vorgesehen – und das Ende dieser Notmaßnahme ist absehbar: Wenn die Triebwerke überhaupt so lange durchhalten, könnte Peregrine beim derzeitigen Spritverbrauch noch rund 40 Stunden auf die Sonne ausgerichtet bleiben, teilte Astrobotic in der Nacht auf Dienstag mit.

Dann ist Schluss. "Derzeit besteht das Ziel darin, Peregrine so nah wie möglich an den Mond heranzubringen, bevor es die Fähigkeit verliert, seine Position in der Sonne beizubehalten, und in der Folge seine Energie verliert", hieß es von dem Unternehmen, das im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa und anderer zahlender Kunden Fracht zum Mond liefern wollte. Das heikle Landungsmanöver auf dem Erdtrabanten scheint unter diesen Umständen nicht mehr denkbar.

Nasa-Instrumente an Bord
Eigentlich hätte Peregrine Ende Jänner in einem Mondorbit ankommen und am 23. Februar landen sollen. Die Mission ist Teil des Commercial Lunar Payload Services Program (CLPS) der Nasa, einer Art kommerziellem Lieferdienst zum Mond, der den Aufbau einer dauerhaften lunaren Infrastruktur ermöglichen soll. Die Nasa hat mehrere Testgeräte an Bord des Landers, die der Vorbereitung ihrer ambitionierten Mondpläne dienen sollen.

"Jeder Erfolg und jeder Rückschlag sind Möglichkeiten, zu lernen und zu wachsen", sagte Nasa-Projektmanager Joel Kearns. "Dieses Lieferdienstmodell ist eine Premiere, und mit etwas Neuem ist auch ein höheres Risiko verbunden." Die Nasa sei weiterhin entschlossen, kommerzielle Anbieter bei der schwierigen Aufgabe zu unterstützen, wissenschaftliche und technologische Ausrüstung auf die Oberfläche des Mondes zu bringen.

Kopien von vier der fünf Nasa-Instrumente, die Peregrine geladen hat, sollen mit künftigen Mondflügen des kommerziellen Programms zum Erdtrabanten gelangen. Darunter sind ein Strahlungsmessgerät, das Daten für spätere astronautische Landungen sammeln soll, und ein Neutronenspektrometer zur Messung von Wasserstoff im Mondboden.

Nächster Versuch naht
Ein Erfolg war die Peregrine-Mission damit lediglich für den Raketenbauer United Launch Alliance (ULA). Das Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin brachte den Mondlander am Montag mit dem ersten Flug der neuen Trägerrakete Vulcan Centaur ins All, der Raketenstart verlief reibungslos. Die gut 60 Meter hohe Trägerrakete mit Triebwerken der Weltraumfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos soll künftig die Atlas-V-Trägerrakete der ULA ablösen und der wiederverwendbaren Falcon 9 von Space X Konkurrenz machen.

Der nächste private Start zum Mond steht schon in wenigen Wochen bevor: Anfang Februar will die US-amerikanische Firma Intuitive Machines im Auftrag der Nasa zum Mond aufbrechen und mit ihrem Modul Nova-C am 22. Februar landen. Noch davor, am 19. Jänner, will die japanische Weltraumagentur Jaxa mit der Mission Slim (Smart Lander for Investigating Moon), die schon im vergangenen September gestartet ist, die Mondoberfläche erreichen.

Verzögerungen bei astronautischen Mondflügen
Bis Jahresende sind noch mehrere weitere Mondlandungen geplant. Die Nasa will im Rahmen ihres Artemis-Programms zudem nach derzeitigem Stand Ende 2024 drei Astronauten und eine Astronautin zu einem Flug um den Mond schicken, frühestens 2025 sollen dann bei wieder Astronauten auf dem Mond landen. Ob dieser Zeitplan hält, ist allerdings fraglich: Insidern zufolge dürften sich beide Missionen wegen technischer Probleme verschieben.

Die astronautische Mondumrundung werde 2024 nicht mehr stattfinden, nachdem bei Vibrationstests Probleme mit den Batterien der von Lockheed Martin gebauten Orion-Kapsel festgestellt worden seien, sagten zwei mit der Mission vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Batterien müssten ersetzt werden. Es wäre der erste Flug mit Besatzung gewesen, nachdem die Kapsel 2022 bei einem ersten Test ohne Astronauten an Bord gestartet war.

Auch die für Ende 2025 geplante erste Landung von Menschen auf dem Mond mit dem Starship-Landesystem des Nasa-Auftragnehmers Space X verschiebt sich demnach. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk brauche für die Entwicklung länger als geplant, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen.
(David Rennert, Reuters, 9.1.2024)
Mondflug der privaten US-Firma Astrobotic offenbar gescheitert
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#24
FEURIGES ENDE
Gescheiterter Mondlander Peregrine soll in der Erdatmosphäre verglühen
Statt auf dem Mond ist die glücklose Sonde der Weltraumfirma Astrobotic auf dem Rückweg zur Erde. Ein Treibstoffleck machte die Missio
n zunichte

Der glücklose Mondlander Peregrine des US-Weltraumunternehmens Astrobotic ist auf dem Weg zurück Richtung Erde und dürfte in der Erdatmosphäre verglühen. "Unsere jüngste Einschätzung zeigt, dass sich das Raumfahrzeug auf einer Route Richtung Erde befindet, wo es wahrscheinlich in der Erdatmosphäre verglühen wird", erklärte Astrobotic am Wochenende im Kurznachrichtendienst X, vormals Twitter. "Zur Erinnerung, eine sanfte Landung auf dem Mond ist nicht möglich", fügte das in Pittsburgh ansässige Unternehmen hinzu.


Peregrines Start am vergangenen Montag verlief zunächst reibungslos. Ein Erfolg war die Mission aber lediglich für den Raketenbauer United Launch Alliance, der den Mondlander mit der neuen Trägerrakete Vulcan Centaur ins All beförderte.
AFP/GREGG NEWTON

Folgenreiches Treibstoffleck
Peregrine war am vergangenen Montag mit der neuen Vulcan-Trägerrakete des Herstellers United Launch Alliance (ULA) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All gestartet. Während der Start selbst erfolgreich verlief, kam es später zu Problemen am Mondmodul: Nach der Trennung von der Rakete wurde ein Antriebsproblem bemerkt, dann stellte sich heraus, dass die Sonde Treibstoff verliert. Um Peregrine stabil zu halten, mussten die Triebwerke des Lagekontrollsystems ungeplant lange eingesetzt werden.

Das klappte zwar, aber schnell war klar, dass eine weiche Mondlandung unter diesen Umständen nicht gelingen kann. Fachleute mutmaßten, dass Astrobotic womöglich eine Crash-Landung auf dem Mond in Betracht ziehe. Gegen diese Option hat sich das Unternehmen aber nun in Absprache mit der US-Weltraumbehörde Nasa entschieden, wie es in einer Mitteilung heißt: Die Empfehlung der Nasa laute, die Sonde in der Erdatmosphäre verglühen zu lassen.

Sicherste Option
"Letztendlich müssen wir unseren Wunsch, die Lebensdauer von Peregrine zu verlängern, Nutzlasten zu betreiben und mehr über das Raumfahrzeug zu erfahren, gegen das Risiko abwägen, dass unser beschädigtes Raumfahrzeug im cislunaren Raum ein Problem verursachen könnte. Aus diesem Grund haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, die aktuelle Flugbahn der Sonde beizubehalten, um wieder in die Erdatmosphäre einzutreten."

Eigentlich hätte Peregrine Ende Jänner in einem Mondorbit ankommen und am 23. Februar landen sollen. Die Mission ist Teil des Commercial Lunar Payload Services Program (CLPS) der Nasa, das den Aufbau einer lunaren Infrastruktur mithilfe kommerzieller Anbieter ermöglichen soll. Astrobotic wollte als erstes Privatunternehmen die Landung auf dem Erdtrabanten schaffen, schon in der Vergangenheit sind zwei Firmen (und mehrere staatliche Missionen) bei Mondlandeversuchen gescheitert.

Nächster Landeversuch am 19. Jänner
Die Nasa hat dem Unternehmen rund 91 Millionen Euro für die Mission gezahlt und hat mehrere Testgeräte an Bord des Landers, die der Vorbereitung ihrer ambitionierten Mondpläne dienen sollen. Kopien von vier der fünf Nasa-Instrumente, die Peregrine geladen hat, sollen mit künftigen Mondflügen des kommerziellen Programms zum Erdtrabanten gelangen.

Der nächste private Start zum Mond steht schon in wenigen Wochen bevor: Anfang Februar will die US-amerikanische Firma Intuitive Machines im Auftrag der Nasa zum Mond aufbrechen und mit ihrem Modul Nova-C am 22. Februar landen. Noch davor, am 19. Jänner, will die japanische Weltraumagentur Jaxa mit der Mission Slim (Smart Lander for Investigating Moon), die schon im vergangenen September gestartet ist, die Mondoberfläche erreichen.
(dare, APA, 15.1.2024)
Gescheiterter Mondlander Peregrine soll in der Erdatmosphäre verglühen
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#25
LUNARER HOCHBETRIEB
Private US-Mondlandemission startet am Valentinstag
Am Mittwoch kurz vor 7 Uhr MEZ soll sich die Sonde IM-1 des Unternehmens Intuitive Machines auf den Weg machen. Die Landung soll am 22. Februar erfolgen
Zurzeit herrscht rund um unseren Trabanten ungewöhnlich viel Verkehr. Allein seit Jahresbeginn hatten sich drei Missionen eine Landung auf dem Mond zum Ziel gesetzt. Während die japanische Mission Slim (Smart Lander for Investigating Moon) am 20. Jänner die Mondoberfläche tatsächlich zwar nicht ganz ohne Probleme, aber weitgehend unbeschadet erreichte, war zwei Wochen davor der Mondlander Peregrine der US-Weltraumfirma Astrobotic gescheitert. Nun will ein weiteres privates Unternehmen den Versuch wagen.


Fünf Tage wird die Reise zum Mond dauern, vorausgesetzt, der Start klappt ohne Probleme.
llustr.: Intuitive Machines

Erste US-Mondlandung seit mehr als 50 Jahren
Am Mittwoch, 14. Februar, um 6.57 Uhr MEZ soll der unbemannte Mondlander Nova-C des US-Unternehmens Intuitive Machines vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center aus ins All gebracht werden. Für den Flug vorgesehen ist eine Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens Space X. Die Landung von Nova-C auf dem Erdtrabanten ist für den 22. Februar nach fünftägiger Anreise geplant. Sollte dies gelingen, wäre dies die erste Mondlandung einer US-Sonde seit mehr als 50 Jahren.

Die Sonde IM-1 ist rund vier Metern und 2,2 Meter breit. Der Lander Nova-C wiegt ohne Treibstoff 675 Kilogramm, 130 Kilogramm davon sind Nutzlast und wissenschaftliche Instrumente. Nachdem IM-1 in eine Umlaufbahn über die Pole des Mondes eingeschwenkt ist, nähert sich die Sonde ihrem Zielgebiet am Mondsüdpol. Wenn alles nach Plan läuft, sollte Nova-C im 33 Kilometer durchmessenden Krater Malapert A sanft niedergehen.

Prototypen und Eaglecam
Unter den sechs von der Nasa beigesteuerten Instrumenten befinden sich ein Laserreflektor zur genauen Bestimmung des Abstands zur Erde sowie ein Niederfrequenzradiowellenempfänger zur Erforschung des Plasmas auf dem Mond. Darüber hinaus wird der Prototyp eines Mondnavigationssystems getestet und mit einem speziellen Messinstrument der exakte Treibstoffverbrauch bei der Landung gemessen werden.

Unter der privat finanzierten Fracht befindet sich auch ein Mondkunstwerk des Künstlers Jeff Koons. Mit besonderer Spannung wird der Einsatz der Eaglecam erwartet. Die von der Embry-Riddle University in Florida entwickelte Kamera soll in einer Höhe von 30 Metern über Grund von IM-1 abgeworfen werden und vom Boden aus die Landung der Hauptsonde festhalten.


Der Lander Nova-C soll im Krater Malapert A landen. Der Impaktkrater hat einen Durchmesser von 33 Kilometern und liegt etwa 300 Kilometer vom Südpol entfernt.
Illustr.: Intuitive Machines

Explosion nach dem Start
Anfang des Jahres schafft es das Mondlandemodul Peregrine gar nicht erst aus dem Erdorbit: Peregrine war am 8. Jänner mit einer Rakete des Raumfahrt-Joint-Ventures United Launch Alliance ins All gestartet. Nach der Trennung von der Rakete ereignete sich aber eine Explosion, und das Mondlandemodul begann, Treibstoff zu verlieren. Peregrine verglühte schließlich Mitte Jänner in der Erdatmosphäre.

Eine weiche Mondlandung ist eine große Herausforderung. Erfolgreiche Mondlandungen haben bisher nur die USA, die Sowjetunion, China, Indien und zuletzt Japan geschafft. Einem Privatunternehmen ist ein solches Unterfangen noch nie gelungen.

Private auf den Mond!
Die Nasa will dennoch im Zuge einer breitangelegten Strategie den Privatsektor dazu animieren, Missionen zum Mond zu unternehmen. Die Weltraumbehörde hat dem im texanischen Houston ansässigen Unternehmen Intuitive Machines mehr als 100 Millionen Dollar für die Mission gezahlt.

Die Nasa selbst will mit ihrem Artemis-Programm in den kommenden Jahren wieder Astronauten zum Mond bringen: Frühestens im September 2025 soll die Artemis-2-Crew zu einer Reise um den Mond herum aufbrechen, erst ab September 2026 kann man mit der nächsten Mondlandung eines Menschen rechnen.
(red, APA, 13.2.2024)
Private US-Mondlandemission startet am Valentinstag
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#26
MONDLANDEMISSION
Start des kommerziellen Mondlanders verschoben
Die Temperaturen des Treibstoffs Methan sind laut Nasa von der Norm abgewichen. Der neue Starttermin ist Donnerstagfrüh (Ortszeit) geplant


Der neue Starttermin ist nun für Donnerstagfrüh (Ortszeit) angesetzt.
EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVIC

Cape Canaveral – Der Start des Mondlanders Nova-C der US-Firma Intuitive Machines ist verschoben worden. Das teilten das Raumfahrtunternehmen Space X und die US-Weltraumorganisation Nasa in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) mit. Der neue Starttermin ist nun für Donnerstagfrüh (Ortszeit) angesetzt. Die Temperaturen des Treibstoffs Methan seien von der Norm abgewichen, hieß es in einer Mitteilung der Nasa. Der Lander sollte am Mittwoch mithilfe einer Falcon-9-Rakete des Unternehmens Space X von Technologiemilliardär Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben.

ach mehreren gescheiterten Versuchen will das US-Unternehmen Intuitive Machines das Ziel einer ersten kommerziellen Mondlandung in Angriff nehmen. Es wäre die erste – wenn auch unbemannte – US-Mondlandung seit den Apollo-Missionen vor über 50 Jahren und die erste kommerzielle Landung auf dem Erdtrabanten in der Raumfahrtgeschichte. Der Versuch ist Teil des Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services) der Nasa. Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem eigenen Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen ansammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet.

Größe einer Telefonzelle
Der Nova-C-Lander mit dem Spitznamen "Odysseus" ist etwa so groß wie eine altmodische britische Telefonzelle, hat Aluminium-Beine, wiegt rund 700 Kilogramm und kann etwa 130 Kilogramm Ladung mitnehmen. Einen großen Teil davon hat die Nasa mit Forschungsgeräten und anderem belegt, den Rest haben sich vor allem kommerzielle Unternehmen für ihre Vorhaben gesichert.

Nach einem erfolgreichen Aufsetzen wäre der Lander nach Angaben seiner Hersteller ungefähr sieben Tage lang funktionsfähig. Mondlandungen gelten allerdings als technisch höchst anspruchsvoll – und gehen häufig schief. Allein in diesem Jahr liefen schon zwei geplante Landungen anders als erhofft.
(APA, 14.2.2024)

Start des kommerziellen Mondlanders verschoben
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#27
ERFOLGREICHER LIFT-OFF
Kommerzielle Mondmission IM-1 ist gestartet
An Bord befindet sich der Lander Nova-C des US-Unternehmens Intuitive Machines. Die Sonde soll am 22. Februar im Krater Malapert A am Südpol des Mondes landen

Eine Falcon-9-Rakete von Space X hebt vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. An Bord befindet sich der Mondlander Nova-C des Unternehmens Intuitive Machines.
Foto: AP/Malcolm Denemark
Die nächste kommerzielle Mondlandemission ist unterwegs zum Erdtrabanten: Heute früh um 7.05 Uhr MEZ startete der unbemannte Mondlander Nova-C des US-Unternehmens Intuitive Machines vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center, Florida, aus ins All, wie Livebilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten. Als Transportmittel diente eine Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens Space X.

Landung am 22. Februar
Der Start war aus technischen Gründen von Mittwoch auf Donnerstag verschoben worden. Die Temperaturen des Treibstoffs Methan seien von der Norm abgewichen, hieß es in einer Mitteilung der Nasa. Intuitive Machines hofft auf eine Mondlandung am 22. Februar. Es wäre die erste – wenn auch unbemannte – US-Mondlandung seit den Apollo-Missionen vor über 50 Jahren und die erste Landung eines Privatunternehmens auf dem Erdtrabanten in der Raumfahrtgeschichte.

Die Sonde IM-1 ist rund vier Meter lang und 2,2 Meter breit. Der Lander Nova-C wiegt ohne Treibstoff 675 Kilogramm, 130 Kilogramm davon sind Nutzlast und wissenschaftliche Instrumente. Nachdem IM-1 in eine Umlaufbahn über die Pole des Mondes eingeschwenkt ist, nähert sich die Sonde ihrem Zielgebiet am Mondsüdpol. Wenn alles nach Plan läuft, sollte Nova-C im Krater Malapert A mit einem Durchmesser von 33 Kilometern sanft niedergehen.

Prototypen und Eaglecam
Unter den sechs von der Nasa beigesteuerten Instrumenten befinden sich ein Laserreflektor zur genauen Bestimmung des Abstands zur Erde sowie ein Niederfrequenzradiowellenempfänger zur Erforschung des Plasmas auf dem Mond. Darüber hinaus wird der Prototyp eines Mondnavigationssystems getestet und mit einem speziellen Messinstrument der exakte Treibstoffverbrauch bei der Landung gemessen werden.

Unter der privat finanzierten Fracht befindet sich auch ein Mondkunstwerk des Künstlers Jeff Koons. Mit besonderer Spannung wird der Einsatz der Eaglecam erwartet. Die von der Embry-Riddle University in Florida entwickelte Kamera soll in einer Höhe von 30 Metern über Grund von IM-1 abgeworfen werden und vom Boden aus die Landung der Hauptsonde festhalten.


Der Lander Nova-C soll im Krater Malapert A landen. Der Impaktkrater hat einen Durchmesser von 33 Kilometern und liegt etwa 300 Kilometer vom Südpol entfernt.
Illustr.: Intuitive Machines

Der Versuch ist Teil des Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services) der Nasa. Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem eigenen Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen ansammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet.

Fehlversuche
Eine Mondlandung ist freilich technisch höchst anspruchsvoll, was sich an den Fehlversuchen der jüngsten Zeit zeigte: Anfang des Jahres schafft es das Mondlandemodul Peregrine gar nicht erst aus dem Erdorbit: Peregrine war am 8. Jänner mit einer Rakete des Raumfahrt-Joint-Ventures United Launch Alliance ins All gestartet. Nach der Trennung von der Rakete ereignete sich aber eine Explosion, und das Mondlandemodul begann, Treibstoff zu verlieren. Peregrine verglühte schließlich Mitte Jänner in der Erdatmosphäre.

Die Nasa selbst will mit ihrem Artemis-Programm in den kommenden Jahren wieder Astronauten zum Mond bringen: Frühestens im September 2025 soll die Artemis-2-Crew zu einer Reise um den Mond herum aufbrechen, erst ab September 2026 kann man mit der nächsten Mondlandung eines Menschen rechnen.
(red, APA, 15.2.2024)
Kommerzielle Mondmission IM-1 ist gestartet
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#28
„NOVA-C“
US-Unternehmen gelingt Mondlandung
1708675274123.png

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist eine kommerzielle Mondlandung gelungen. „Nova-C“, ein Landemodul des texanischen Unternehmens Intuitive Machines, setzte in der Nacht auf Freitag in der südlichen Hemisphäre des Mondes auf, wie die US-Weltraumbehörde NASA bestätigte.
Online seit heute, 7.33 Uhr
Teilen
Die Mondlandung war die erste erfolgreiche – wenn auch unbemannte – seit der letzten Apollo-Mission vor mehr als 50 Jahren. NASA-Direktor Bill Nelson sprach danach von einem „Triumph“, internationale Medien nannten die Landung einen „historischen“ Moment. Laut BBC landete „Nova-C“ in der Nähe des Südpols des Mondes.

Danach war offenbar für einige Minuten nicht klar, in welchem Zustand sich die Sonde befand. Zunächst seien nur schwache Signale empfangen worden, hieß es aus dem Kontrollzentrum der Mondmission. Es sei jedoch absolut sicher, dass „Nova-C“ auf der Mondoberfläche gelandet sei und Signale sende, zitierte der britische Sender Tim Crain von Intuitive Machines.

Erste erfolgreiche US-Landung seit 1972
„Die USA sind auf den Mond zurückgekehrt“, sagte Nelson. Die gelungene Mission sei ein Beweis dafür, dass die kommerziellen Partnerschaften der NASA vielversprechend seien. Die US-Weltraumbehörde kooperiert vor allem auch mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Technologiemilliardär Elon Musk.

IMAGO/Intuitive Machines
Rendering von „Nova-C“ alias „Odysseus“ auf dem Mond: Ob das Modul derart stabil steht, ist unbekannt

Das letzte Mal war 1972 im Rahmen der Mission Apollo 17 eine – damals bemannte – Raumfähre auf dem Mond gelandet. Erstmals hatte am 21. Juli 1969 im Rahmen von Apollo 11 mit Neil Armstrong ein Mensch einen Fuß auf die Oberfläche des Erdtrabanten gesetzt.

Zurück zum Mond mit kommerzieller Hilfe
Der „Nova-C“-Mondlander, Spitzname „Odysseus“, ist etwa drei mal zwei Meter groß, rund 700 Kilogramm schwer und kann rund 130 Kilogramm Ladung transportieren. Künftige Modelle sollen bis zu 500 Kilogramm befördern können. Bei „Nova-C“ hatte die NASA einen Großteil der Ladekapazität mit Forschungsgeräten belegt. Der US-Künstler Jeff Koons schickte 125 Miniaturskulpturen aus rostfreiem Stahl mit ins All.

APA/AFP/David Swanson
Feierlaune nach dem großen Zittern

„Nova-C“ war vor rund einer Woche vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Transportmittel war eine Falcon-9-Rakete von SpaceX. Die Mission ist Teil des NASA-Programms Commercial Lunar Payload Services (CLPS). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde ihren Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient gestalten, indem sie Verträge für Flüge an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet.

Seit Spaceshuttle keine Transportkapazitäten
Insgesamt sind für das CLPS-Programm bis 2028 rund 2,6 Milliarden Dollar (etwa 2,4 Mrd. Euro) veranschlagt. Die NASA selbst hat seit dem Ende des Spaceshuttle-Programms 2011 keine eigenen Transportkapazitäten mehr. Intuitive Machines erhielt für die „Nova-C“-Mission rund 77 Millionen Dollar.

APA/AFP/Intuitive Machines
Bild eines Mondkraters, aufgenommen im Landeanflug von „Nova-C“

Das Unternehmen mit Sitz im texanischen Houston war 2013 unter anderem vom US-iranischen Unternehmer Kam Ghaffarian gegründet worden. Er steht auch hinter der Firma Axiom Space, die gerade erst wieder mit einer kommerziellen Mission Raumfahrer zur Internationalen Raumstation (ISS) schickte.

Mehrere Versuche zuletzt gescheitert
Mondlandungen gelten als technisch sehr anspruchsvoll und scheitern regelmäßig. Allein in diesem Jahr liefen schon zwei geplante Landungen anders als erhofft: Das US-Unternehmen Astrobotic mit Sitz in Pittsburgh schickte im Jänner die „Peregrine“-Kapsel los – ebenfalls Teil des CLPS-Programms der NASA.

Bereits kurz nach dem Start gab es jedoch Probleme aufgrund einer Störung des Antriebssystems. Erst gelang zwar eine Stabilisierung der Kapsel, das Ziel einer Mondlandung musste aber aufgegeben werden. Wenige Tage später verglühte „Peregrine“ in der Erdatmosphäre.

Kurz darauf setzte der Lander „SLIM“ (Smart Lander for Investigating Moon) der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA zwar sanft auf dem Mond auf, hatte allerdings zunächst Probleme mit der Energieversorgung. Erst nach tagelangem Stromausfall konnte „SLIM“ dann doch noch in Betrieb gehen. Damit ist Japan – nach den USA, der damaligen Sowjetunion bzw. Russland, China und Indien – das fünfte Land, das erfolgreich eine unbemannte Raumsonde auf dem Mond hat landen lassen.
23.02.2024, red, ORF.at/Agenturen

Links:
„Nova-C“: US-Unternehmen gelingt Mondlandung
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#29
Nächste Mondlandung: Nasa wählte neun Landeplätze aus
Die Orte liegen allesamt in der Nähe des Südpols, weitab der Apollo-Landeplätze. Dort könnte es gefrorenes Wasser und andere Ressourcen geben

Astronaut Neil Armstrong landete 1969 im Rahmen der Apollo-11-Mission auf dem Mond und schrieb Geschichte. Mit Artemis 3 soll die erste Frau in den kommenden Jahren auf dem Mond landen.
NASA / Legacy Collection / Imago

Die US-Weltraumagentur treibt die Planungen für die nächste Landung von Menschen auf dem Mond voran. Ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam wählte nun neun Regionen aus, die für eine Landung infrage kommen. Sie alle befinden sich in der Nähe des Südpols.

n jedem Fall werden die Astronauten und diesmal auch Astronautinnen eine neue Landschaft zu Gesicht bekommen. "Artemis wird Menschen zurück auf den Mond bringen und unerforschte Gebiete besuchen", sagt Lakiesha Hawkins vom Moon to Mars Program Office der Nasa.

Neun Orte
Die neun Orte heißen laut den englischen Bezeichnungen der Nasa: Peak near Cabeus B, Haworth, Malapert Massif, Mons Mouton Plateau, Mons Mouton, Nobile Rim 1, Nobile Rim 2, de Gerlache Rim 2 und Slater Plain. Diese Gebiete zeichnen sich durch vielfältige geologische Charakteristika aus und erlauben der Nasa Flexibilität.


Diese neun Regionen erscheinen der Nasa für eine Mondlandung mit Crew am aussichtsreichsten.
Nasa

Der Südpol ist interessant, weil er noch nie von einer menschlichen Mondlandebesatzung untersucht wurde und in den schattigen Regionen Ressourcen beherbergen könnte, unter anderem gefrorenes Wasser.

Neue Umgebung
"Der Südpol des Mondes ist eine völlig andere Umgebung als jene, wo wir während der Apollo-Missionen landeten", sagt Sarah Noble, die Leiterin des wissenschaftlichen Mondprogramms im Nasa-Hauptquartier in Washington. "Er bietet Zugang zu einigen der ältesten Landschaften des Mondes und zu schattigen Regionen, in denen sich Wasser und andere Verbindungen befinden könnten."

Für die Auswahl griff man auf Daten der Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter zurück, die sich in einer Umlaufbahn des Mondes befindet. Neben dem wissenschaftlichen Wert wurden auch die Eignung des Untergrunds, Kommunikationsmöglichkeiten mit der Erde und die Erreichbarkeit von der Erde aus berücksichtigt.

Verschiebung des Zeitplans
Die eigentlich für November 2024 geplante astronautische Mondumrundung Artemis 2 musste die Nasa allerdings wegen Problemen mit Rakete und Raumschiff auf September 2025 verschieben, die geplante Crew-Mondlandung Artemis 3 auf September 2026. Konkurrenzdruck gibt es dabei von China, das bis 2030 Menschen auf den Mond bringen will. Zuletzt waren 1972 im Rahmen der Apollo-Missionen Menschen auf dem Mond.

Welche der nun vorgestellten Orte in die engere Wahl kommen, wird die Nasa entscheiden, wenn es konkrete Starttermine gibt.
(rkl, APA, 29.10.2024)
Nächste Mondlandung: Nasa wählte neun Landeplätze aus
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#30
Reise ins All
Zwei Lander sind auf dem Weg zum Mond
Blue Ghost im Auftrag der Nasa und der japanische Lander Resilience hoben Mittwochfrüh mitteleuropäischer Zeit mit der Space-X-Rakete Falcon 9 ab

An Bord der SpaceX-Rakete Falcon 9 befinden sich Blue Ghost, entwickelt und gebaut vom Unternehmen Firefly Aerospace mit Sitz in Texas, und Resilience des japanischen Start-Ups ispace.
Foto: AFP/Gregg Newton/GREGG NEW

Zwei kommerzielle Lander sind zum Mond gestartet. Mithilfe einer Falcon 9-Rakete des Raumfahrtunternehmens Space X hoben Blue Ghost des Unternehmens Firefly Aerospace im Auftrag der Nasa und der japanische Lander Resilience vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde am Mittwoch zeigten.

Etwa 45 Tage später, Anfang März, soll der etwa zwei Meter hohe und drei Meter breite Blue Ghost dann auf dem Mond aufsetzen. Geplant ist die Landung im sogenannten Mare Crisium, einer Tiefebene mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Bisher hat das Unternehmen Firefly Aerospace mit Sitz in Texas vor allem Trägerraketen entwickelt.

An Bord hat der Mondlander Materialien und Instrumente für zehn wissenschaftliche Untersuchungen der Nasa, mit denen rund zwei Wochen lang der Mond untersucht werden soll. Unter anderem soll in den Mond gebohrt sowie von dort Proben entnommen werden. Mithilfe der Informationen sollen die geplanten astronautischen Missionen zum Mond vorbereitet werden.

Japanische Fähre an Bord
Ebenfalls an Bord der Falcon-9-Rakete befindet sich die Mondlandefähre Resilience des japanischen Start-ups Ispace, das schon im Vorjahr eine Landung versucht hat, die nicht geglückt ist. Die neue Mission 2 fliegt auf einer anderen Bahn als Blue Ghost zum Mond, die Landung ist in vier bis fünf Monaten geplant. Ist dies gelungen, soll das Mini-Gefährt Tenacious die Mondoberfläche erkunden und lockeres Material einsammeln.


Lander und Fahrzeug der japanischen Mission mit der Zusammenfassung der Missionsziele.
Ispace

Nasa-Kooperation mit privaten Firmen
Blue Ghost ist Teil des Nasa-Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem eigenen Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen sammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet.

Insgesamt sind für das CLPS-Programm bis 2028 rund 2,6 Milliarden Dollar (2,55 Milliarden Euro) veranschlagt. Laut Nasa sind allein für dieses Jahr noch fünf weitere Mondmissionen mit Landungen geplant. Im vergangenen Jahr sind im Rahmen des CLPS-Programms bereits zwei Missionen gestartet. Im Jänner hat das Unternehmen Astrobotic mit Sitz in Pittsburgh die Peregrine-Kapsel losgeschickt. Schon kurz nach dem Start gab es jedoch Probleme aufgrund einer Störung des Antriebssystems. Das Ziel einer Mondlandung musste aufgegeben werden.


So sieht der Mondlander Blue Ghost aus.
Foto: AFP/Firefly Aerospace

Im Februar gelang der Firma Intuitive Machines mit dem Lander Nova-C die erste kommerzielle Landung auf dem Mond und die erste US-amerikanische Mondlandung seit 1972. Beim Aufsetzen kippte der Lander allerdings um. Mondlandungen gelten als technisch höchst anspruchsvoll und gehen häufig schief. Das hängt insbesondere mit der autonomen Landung zusammen: Ohne Crew an Bord kann aufgrund der weiten Distanz zur Erde und der Übertragungsverzögerung niemand spontan eingreifen.
(APA, red, 15.1.2025)
Zwei Lander sind auf dem Weg zum Mond
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#31
Nasa plant Atomreaktor auf dem Mond
Der 100-Kilowatt-Reaktor soll laut einem Bericht spätestens 2030 in Betrieb gehen. Russland hatte die Idee schon vor vielen Jahren ins Spiel gebracht


In den nächsten 60 Tagen will die Raumfahrtbehörde Nasa konkrete Vorschläge aus der Industrie einholen.
REUTERS/Joe Skipper

Washington – Die US-Weltraumagentur Nasa plant einem Medienbericht zufolge den Bau eines Atomreaktors auf der Mondoberfläche. Laut internen Dokumenten, die der US-Nachrichtenseite Politico vorliegen, soll die Raumfahrtbehörde innerhalb von 60 Tagen konkrete Vorschläge aus der Industrie für einen 100-Kilowatt-Reaktor einholen, der bis 2030 in Betrieb gehen soll. Die Pläne soll Nasa-Chef Sean Duffy demnach in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Hintergrund ist der wachsende Wettbewerb mit China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft plant um dieselbe Zeit ihre erste bemannte Mondmission. In dem Nasa-Papier wird gewarnt, dass die erste Nation mit einem funktionsfähigen Reaktor auf dem Mond eine "Ausschlusszone" ausrufen könnte – mit erheblichen Nachteilen für die USA.

Idee ist nicht neu
Tatsächlich ist die Idee eines Atomreaktors auf dem Mond keine neue: Russland hatte die Idee schon vor vielen Jahren ins Spiel gebracht, die Nasa dazu zuletzt ebenfalls geforscht. Ein solches Kraftwerk könnte die benötigte stabile Stromversorgung für künftige Mondmissionen bereitstellen, wenn dort während der rund zweiwöchigen Dunkelphase zwischen Untergang und Aufgang der Sonne keine Solarenergie geschöpft werden kann.

Die USA wollen nach mehr als 50 Jahren wieder zurück auf den Mond: Mit dem Artemis-Programm sollen 2027 erstmals wieder Astronauten auf dem Erdtrabanten landen. Der Zeitplan hat sich aber schon mehrfach verschoben und es ist unklar, ob US-Präsident Donald Trump daran festhalten wird.
(APA, 5.8.2025)
Nasa plant Atomreaktor auf dem Mond
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#32
US-Präsident Trump verlangt Mondlandung bis 2028 per Dekret
Mit der Mondlandung solle die Raumfahrtbehörde Nasa unter anderem "die amerikanische Führungsrolle im Weltraum untermauern"

Das Artemis-Programm der Nasa sieht neben einer Mondlandung auch den Bau einer dauerhaften Mondstation vor.
IMAGES NORTH AMERICA/MARIO

Washington – US-Präsident Donald Trump will so schnell wie möglich wieder US-Astronauten zum Mond schicken. Er unterzeichnete am Donnerstag (Ortszeit) in Washington ein Dekret, in dem er von der Raumfahrtbehörde Nasa eine Mondlandung bis zum Jahr 2028 verlangt. Bemannte Missionen zum Mars, auf die vor allem Tech-Milliardär Elon Musk gedrängt hatte, stellt Trump damit offenbar vorerst zurück.

Mit der Mondlandung soll die Nasa "die amerikanische Führungsrolle im Weltraum untermauern, die Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung des Mondes legen, die Reise zum Mars vorbereiten und die nächste Generation amerikanischer Entdecker inspirieren", wie es in Trumps Dekret heißt. Bis 2030 soll die Nasa zudem "erste Elemente einer dauerhaften Mondstation" errichten und Pläne für Atomreaktoren im All konkretisieren.

Sechs Mal auf dem Mond
Die USA waren zuletzt mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechs Mal auf dem Mond gelandet. Das Artemis-Programm der Nasa sieht nun neben einer Mondlandung auch den Bau einer dauerhaften Mondstation vor. Zunächst soll Anfang 2026 mit der Mission Artemis II eine Crew rund um den Mond fliegen. Die erste Mondlandung mit der Mission Artemis III ist derzeit für Mitte 2027 geplant, das Programm hat sich aber bereits mehrfach verzögert. Ein Grund dafür ist, dass die Raumfähre von Musks Unternehmens SpaceX weiterhin nicht fertig ist. Die Nasa drohte SpaceX daher bereits mit einem Vertragsentzug für die Mondmission.

Trump drückt nun offenbar aufs Tempo, um China im Wettlauf zum Mond zuvorzukommen – und die Rückkehr zum Trabanten noch in seiner bis 2029 andauernden Amtszeit unterzubringen. Die Volksrepublik plant eine Mondlandung für 2030 und den Aufbau einer Mondstation bis 2035 und hat seinen Zeitplan in der Vergangenheit deutlich zuverlässiger eingehalten. Es gibt auch abgesehen vom Zeitplan Kritik an den derzeitigen Plänen, unter anderem von Ex-Nasa-Chef Mike Griffin, der die Pläne als zu kompliziert, zu riskant und zu teuer kritisierte.

Nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hatte es zunächst Spekulationen gegeben, dass das Mondprogramm der Nasa gekürzt oder sogar ganz gestrichen werden könnte. Trump verfolgte wie sein damaliger Berater Musk zunächst das Ziel, den Fokus der US-Raumfahrt auf den Mars zu verlagern. Musk war nach Trumps Amtsantritt im Jänner in dessen Regierung als Beauftragter für massive Einsparungen in den Ministerien und Behörden zuständig. Nach vier Monaten als Sonderberater verkündete der SpaceX-Chef aber seinen Rückzug aus der Regierung und zerstritt sich mit Trump.
(red, APA, 19.12.2025)

Weiterlesen
Warum ein Ex-Nasa-Chef den US-Kongress vor dem Scheitern der Mondmission warnt
US-Senat bestätigte Milliardär Isaacman als neuen Nasa-Chef
Nasa droht Space X nach Pannen mit Vertragsentzug bei Artemis-Mondmission

US-Präsident Trump verlangt Mondlandung bis 2028 per Dekret
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#33
Artemis II
Rakete für bemannte Mondmission erreicht Startposition
Das SLS der Nasa mit dem Raumschiff Orion an seiner Spitze könnte in wenigen Wochen vier Menschen auf eine Reise um den Mond schicken
Das Vehikel für die Rückkehr von Menschen zum Mond hat seinen letzten Weg auf der Erde hinter sich gebracht. Die vollständig montierte Space-Launch-System-Rakete (SLS) rollte am Samstag aus dem Vehicle Assembly Building der Nasa in Cape Canaveral (Florida, USA). Nach fast zwölf Stunden gemächlicher Fahrt erreichte die riesige Mondrakete die Startrampe 39B des Kennedy Space Centers – ab da geht es für sie nur mehr nach oben.

Das nächste mögliche Startfenster für die Mission Artemis II öffnet sich am 5. Februar und schließt sich nach sechs Tagen wieder. Ein Start sei frühestens am 6. Februar möglich, hieß es zuletzt von der Nasa. Allerdings herrscht keine Eile, es gäbe weitere Startfenster im März und April.


Mit nur maximal 1,3 Kilometer pro Stunde rollte ein sogenannter "Crawler" die 1.600 Tonnen schwere SLS-Rakete vorsichtig zum Startplatz. Es ist einer von zwei Crawlern, die schon die Saturn-V-Raketen zu ihrem Startplatz brachten.
IMAGES NORTH AMERICA/JOE R

Weiter als je zuvor
Damit haben die letzten Vorbereitungen für die erste bemannte Mission zum Mond seit mehr als 50 Jahren begonnen. "Das ist der Beginn einer sehr langen Reise", sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz am Samstag. Läuft alles nach Plan, könnten die zwei Nasa-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, die Nasa-Astronautin Christina Koch sowie der kanadische Raumfahrer Jeremy Hansen bereits in wenigen Wochen in ihrer Orion-Kapsel weiter ins All hinausfliegen als je zuvor ein Mensch.

Das Gesamtensemble des Artemis-Programms besteht aus der 98 Meter hohen Schwerlastrakete SLS und der Orion-Kapsel. Dazwischen sitzt das European Service Module (ESM). Das vier Meter breite Kernstück der Orion-Raumschiffe wird von der Esa beigesteuert und ist für Missionen mit bis zu vier Astronautinnen und Astronauten ausgelegt. Es beherbergt einen Großteil der Versorgungsinfrastruktur: Haupttriebwerk und Treibstofflager, Solarpaneele und Klimasystem, Sauerstoff- und Wasservorräte.

Eine halbe Runde um den Mond
Mit Artemis I im November 2022 wurden bereits das Raketensystem und die Kapsel Orion erfolgreich getestet. Artemis II legt nun die Grundlagen für eine künftige bemannte Landung auf dem Mond im Rahmen der Mission Artemis III (frühestens in zwei Jahren). Am Beginn der Artemis-II-Mission stehen zunächst zwei Erdorbits, um alle lebenserhaltenden Systeme und Navigationsinstrumente mit der vierköpfigen Besatzung an Bord gründlich zu testen

In einer hohen Erdumlaufbahn führt die Crew zudem ein "Proximity Operations Demonstration"-Manöver durch, bei dem sie die Annäherung an die ausgebrannte Oberstufe der Rakete übt. Dann schließlich zündet das Triebwerk des europäischen Servicemoduls und bringt Orion auf eine viertägige Reise in Richtung Mond.

Sobald das Raumschiff den Einflussbereich des Mondes erreicht, folgt es einer sogenannten "freien Rückkehrbahn". Dabei umrundet Orion den Mond in einer Distanz von etwa 10.400 Kilometern auf der erdabgewandten Seite, ohne jedoch in einen Orbit einzuschwenken. Die Schwerkraft des Mondes befördert die Kapsel ohne großen Treibstoffaufwand zurück in Richtung Erde.


Die Artemis-II-Besatzung vor der Orion-Kapsel (von links): Missionsspezialist Jeremy Hansen, Pilot Victor Glover, Kommandant Reid Wiseman und Missionsspezialistin Christina Hammock Koch.
NASA/Kim Shiflett

Zehntägige Mission
Während des Flugs um die Rückseite des Mondes sind drei Stunden speziell für Mondbeobachtungen, Fotografien und geologische Untersuchungen vorgesehen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, eine spätere Landung am Südpol des Mondes vorzubereiten. Nach insgesamt etwa zehn Tagen im All tritt Orion mit einer Geschwindigkeit von fast 40.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und landet schließlich am Fallschirm hängend im Pazifischen Ozean.

Vorerst aber hat die Nasa am Boden alle Hände voll zu tun: Nun, da die Rakete ihren Startplatz erreicht hat, stehen sorgfältige Überprüfungen an – ebenso wie eine Generalprobe. Beim sogenannten "Wet Dress Rehearsal" wird die Rakete während der Betankungsvorgänge und der Countdown-Prozeduren eingehend getestet. Erst danach soll die endgültige Freigabe für die Artemis-II-Mission erfolgen.
tberg, red, 19.1.2026)

Links
Nasa’s Moonbound Artemis II Rocket Reaches Launch Pad
Nasa: Artemis II

Rakete für bemannte Mondmission erreicht Startposition
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#34
Frage & Antwort
Was man zum Start der ersten astronautischen Mondmission seit 50 Jahren wissen muss
Artemis 2 soll erstmals seit 1972 wieder Astronauten in die Nähe des Mondes bringen. Mehrere Startfenster ab dem 9. Februar wurden angekündigt

Vor rund drei Jahren flog die Orion-Kapsel bereits an der "Rückseite" des Mondes vorbei. Bald sollen vier Menschen die gleiche Aussicht haben.
NASA/JSC

Nach vielen Verzögerungen soll es bald soweit sein: Am 9. Februar öffnet sich das erste Startfenster für Artemis 2, jenen Weltraumflug, der nach langer Pause wieder Astronauten in die Nähe des Mondes bringen soll. Für rund 50 Jahre setzte man auf die robotische Erforschung des Alls zu wissenschaftlichen Zwecken, astronautische Raumfahrt fand großteils nur im niedrigen Erdorbit in einer Höhe von rund 400 Kilometern statt (in einem Ausnahmefall in 1400 Kilometern). Nun rückt die Raumfahrt mit Crew wieder stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die historische Mission.

Frage: Warum ist die Artemis-2-Mission etwas Besonderes?
Antwort: Erstmals seit der Apollo-Ära der 1960er- und 70er-Jahre fliegen wieder Menschen zum Mond, der letzte Mondflug mit Crew erfolgte 1972. Dabei wird es auch einige "Space Firsts" geben, also Meilensteine der Raumfahrt. Bisher hat noch nie eine Frau den Mond umrundet, das wird sich mit Artemis 2 ändern. Auch sind zum ersten Mal ein Afroamerikaner und ein Kanadier bei einem Mondflug dabei. Eine Mondlandung ist erst für den nächsten Flug, Artemis 3, geplant. Für die Mission kooperieren die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa und die europäischen und kanadischen Pendants Esa und CSA. Laut dem neuen Nasa-Administrator Jared Isaacman soll der Flug die Crew weiter von der Erde wegführen als jede andere Mission in der Raumfahrtgeschichte – mit einer Distanz von mehr als 400.000 Kilometern.
Frage: Wer fliegt mit?
Antwort: Die US-amerikanische Ingenieurin Christina Hammock Koch (47) wird die erste Astronautin sein, die zum Mond fliegt. Sie und der Physiker und Militärflieger Jeremy Hansen (50) von der CSA werden die beiden Mission Specialists sein, für Hansen ist es sogar der erste Weltraumflug. Den Posten des Piloten übernimmt der Testpilot Victor Glover (49), der als erste Person of Color um den Mond fliegt. Der ehemalige Leiter des Nasa-Astronautenbüros und Marine-Testpilot Reid Wiseman (50) leitet die Mission als Kommandant.


Die Artemis-II-Besatzung vor der Orion-Kapsel: Missionsspezialist Jeremy Hansen, Pilot Victor Glover, Kommandant Reid Wiseman und Missionsspezialistin Christina Hammock Koch.
NASA/Kim Shiflett

Frage: Wann und wo hebt die Mission ab?
Antwort: Vom Kennedy Space Center in Florida sollte Artemis 2 zwischen dem 6. Februar und dem 30. April Ortszeit starten – so der Plan. Nun wurde der Start wetterbedingt auf frühestens 8. Februar Ortszeit festgesetzt. Viele der einzelnen Startfenster fallen für europäische Uhrzeiten in die späten Nacht- oder frühen Morgenstunden. Kommt es zu gröberen Problemen, muss die Mission darüber hinaus verzögert werden. Der Flug selbst dauert etwa zehn Tage und endet mit der Landung der Crew-Kapsel im Pazifik. Die Vorarbeit leistete die Artemis-1-Mission 2022, die ohne menschliche Besatzung um den Mond flog. Nur Mikroorganismen in Form von Bierhefe waren als lebende Ladung mit an Bord.


Die Rakete ist bereit: Das Space Launch System (SLS), wurde in den vergangenen Tagen zur Startrampe transportiert.
AFP/JIM WATSON

Frage: Was passiert auf dem Flug?
Antwort: Wie schon vor der ersten Apollo-Mondlandung führt zunächst eine Mission um den Erdtrabanten, ohne darauf zu landen. Im neuen Raumschiff Orion mit einem maximalen Durchmesser von rund fünf Metern testen die drei Astronauten und die Astronautin die Lebenserhaltungs-, Kommunikations- und Navigationssysteme unter realen Bedingungen. Hier spielt die Esa direkt mit und liefert mit dem Europäischen Servicemodul eine wichtige Komponente von Orion. Es versorgt die vier Crewmitglieder mit Sauerstoff, Wasser und Strom, zudem beinhaltet es Antrieb und Wärmeregulierung. Beim Flug umkreist das Raumschiff die Erde, bevor sein Pfad quasi ein riesiges Unendlichkeitssymbol ins All zeichnet. Wenn es die "dunkle Seite des Mondes" passiert, die keineswegs permanent dunkel ist, sondern nur der Erde abgewandt, werden Aufnahmen aus dieser wenig bekannten Perspektive gemacht. "Von der Position der Besatzung aus wird der Mond etwa so groß wie ein Basketball auf Armeslänge erscheinen", heißt es vonseiten der Nasa. Zu den Aufgaben der Crew gehören auch wissenschaftliche Experimente und das Testen des Strahlenschutzes.


Die Infografik zeigt in zwölf Schritten die ungefähre Route und die Meilensteine der Artemis-II-Mission.
ESA

Frage: Welche Rakete wird eingesetzt?
Antwort: Ins All gebracht wird Orion mit dem Space Launch System (SLS). Diese Superschwerlastrakete ist fast 100 Meter lang und damit kürzer als die legendäre Saturn V, die die Apollo-Missionen transportierte. Rund 27 Tonnen Last könnte das SLS zum Mond transportieren – mehr, als das Space Shuttle in den niedrigen Erdorbit zu bringen vermochte. Das System wird jedoch wegen extremer Kosten von mehr als 30 Milliarden US-Dollar kritisiert und könnte schon nach den Artemis-Missionen aufgegeben werden, zugunsten kommerzieller Anbieter.


Zahlen und Vergleiche zum Space Launch System (SLS).
NASA/MSFC

Frage: Wie soll es danach weitergehen?
Antwort: Artemis 2 gilt als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu künftigen Mondlandungen von Menschen, die mit Artemis 3 konkret vorbereitet werden. Die Crew für Artemis 3 steht noch nicht fest, doch zum ersten Mal sollen eine Frau und ein Europäer den Mond betreten. Ursprünglich war geplant, längerfristig eine neue Raumstation namens Lunar Gateway im Mondorbit zu installieren, die der Ausgangspunkt künftiger Mondlandungen wäre. Die entsprechende Finanzierung wurde jedoch aus Spargründen gestoppt. In Aussicht gestellt wird außerdem die wirtschaftliche Erschließung des Mondes sowie die Nutzung des Erdtrabanten als Zwischenstation bei Flügen zum Mars.


Die Orionkapsel muss sich auch bei Rückholtests im Pazifischen Ozean bewähren.
via REUTERS/NASA/Kenny Allen

Frage: Welche Rolle spielt der Wettstreit mit China?
Antwort: In der Neuauflage des Space Race, also des Wettrennens im All zu Zeiten des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion, wollen die USA nun auch vor China wieder Menschen auf den Mond bringen. Für die ostasiatischen Taikonauten ist eine Mondlandung 2030 geplant. US-Präsident Donald Trump hat der Nasa für die astronautische Mondlandung per Dekret eine Deadline bis 2028 gesetzt. Die Einhaltung wird von Fachleuten jedoch bezweifelt. Der einstige Nasa-Direktor Mike Griffin sprach sich sogar dafür aus, Artemis 3 und Folgemissionen mit Involvierung kommerzieller Raumfahrtunternehmen wie Elon Musks Space X und Jeff Bezos' Blue Origin zu streichen, die er als zu riskant und kompliziert bewertet. Ob und wann die astronautischen Mondlandungen tatsächlich umgesetzt werden, steht also noch in den Sternen.
(Julia Sica, 2.2.2026)
Was man zum Start der ersten astronautischen Mondmission seit 50 Jahren wissen muss
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#35
Artemis II
Start verschoben: Mondmission Artemis 2 startet frühestens im März statt Februar
Bei der Generalprobe der historischen Mission kam es zu einer "erhöhten Leckrate" und anderen technischen Problemen

Die Mondrakete wurde in Florida bereits ausgerollt, während der Generalprobe taten sich jedoch Probleme auf.
IMAGO/Jennifer Briggs

Mit Spannung wird der erste astronautische Flug um den Mond seit mehr als 50 Jahren erwartet, doch noch ist Geduld angesagt. Die Mission Artemis 2 hätte bereits Anfang Februar starten können; wie am Dienstagmorgen bekannt wurde, findet der Flug nun frühestens im März statt. Ein Leck sorgt für Probleme.

Zunächst wurde der frühestmögliche Termin wetterbedingt um ein paar Tage verschoben, dann fand am Montag am Kennedy Space Center in Florida schließlich die Generalprobe statt – das sogenannte "Wet Dress Rehearsal". Dabei wird die Rakete betankt, man prüft die Boden- und Sicherheitssysteme und führt die nötigen Abläufe bis kurz vor der Zündung durch.

Die Auswertung der Generalprobe führte dazu, dass der Start erst ab März stattfinden wird, wie Nasa-Chef Jared Isaacman auf X mitteilte. Dabei kam es bei der Befüllung mit flüssigem Wasserstoff zu einer "erhöhten Leckrate". Ein ähnliches Problem musste bereits vor dem Start von Artemis 1, der unbemannten Mission vor drei Jahren, bewältigt werden. Es war nicht der einzige Faktor, der für die Verzögerung sorgt: Abschlussarbeiten an der Crewkapsel Orion dauerten länger als erwartet, es kam zu Ausfällen der Audioübertragung und die Kälte machte mehreren Kameras zu schaffen.

1770149642306.png 1770149689604.png
1770149749002.png 1770149812554.png
1770149865087.png 1770149910871.png

Oberste Priorität
Gründe genug, den Start um mehrere Wochen zu verschieben. "Wie immer bleibt die Sicherheit unsere oberste Priorität – für unsere Astronauten, unsere Belegschaft, unsere Systeme und die Öffentlichkeit", schrieb Isaacman. "Wir werden den Start nur dann durchführen, wenn wir davon überzeugt sind, dass wir für diese historische Mission bereit sind."

Im Rahmen von Artemis 2 sollen zum ersten Mal seit 1972 wieder Menschen in die Nähe des Mondes kommen. Auch zählen erstmals eine Frau, ein Afroamerikaner und ein Kanadier zur Crew einer Mondmission: Christina Hammock Koch, Victor Glover und Jeremy Hansen werden die zehntägige Reise mit Kommandant Reid Wiseman antreten. Sie sind in der Orion-Kapsel unterwegs, für die die europäische Weltraumorganisation Esa essenzielle Bestandteile beisteuerte. Zum Einsatz kommt die Schwerlast-Trägerrakete Space Launch System (SLS).

Nasa-Chef Jared Isaacman freut sich mit der Crew – bestehend aus Jeremy Hansen (Canadian Space Agency, CSA), Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman– auf den Start der Mission.
IMAGO/Jennifer Briggs

Isaacman bedankte sich "bei der talentierten Nasa-Belegschaft sowie unseren Partnern aus der Industrie und aus dem Ausland, die unermüdlich an diesem Projekt arbeiten". Man werde die nötigen Reparaturen vornehmen, Tests und eine weitere Generalprobe durchführen. Angepeilt wird das Zeitfenster im März.

Artemis 100
Desweiteren erwähnte der Nasa-Administrator, dass das Artemis-Programm wiederholte und erschwingliche Missionen zum Mond möglich machen solle, "ganz im Sinne der nationalen Weltraumpolitik von Präsident Trump". Man wolle zum Mond zurückkehren, dort bleiben und in Zukunft bis zur "Artemis-Mission 100 und darüber hinaus" gehen.

Rund um den historischen Flug einer Besatzung zum Mond wird das Risiko des Unterfangens diskutiert. In der Vergangenheit wurde bei der Nasa durch die Space-Shuttle-Katastrophen Challenger und Columbia 1986 und 2003 Fehlverhalten rund um die Sicherheitsvorkehrungen deutlich. Das Management hatte bekannte Risiken nicht ernst genug genommen.

Hitzeschild-Bedenken
Nun ist jene Generation, die das Challenger-Unglück im Kindes- und Jugendalter mitverfolgte, bei Artemis in den Managementpositionen. Aktuell steht der Hitzeschild im Zentrum der Sicherheitsdiskussionen: Bei der Vorgängermission Artemis 1 kam es beim Wiedereintritt der Kapsel in die Erdatmosphäre zu Rissen und Abplatzungen am Bauteil, das die Crew vor der extremen Hitze schützen soll.


An der Spitze des Space Launch Systems mit seinen beiden Boostern befindet sich das Raumschiff Orion, das die vierköpfige Mannschaft um den Mond fliegen soll.
AFP/JIM WATSON

Untersuchungen ergaben, dass sich Gase im Material gestaut hatten. Da der Hitzeschild für Artemis 2 zu diesem Zeitpunkt bereits gefertigt worden war, wurde das Bauteil nicht verändert: Stattdessen soll das Raumschiff in einem anderen Winkel wieder eintreten, um die Hitzebelastung zu reduzieren.

Es bleibt zu hoffen, dass die Risiken ernst genommen werden und die Crew sicher zur Erde zurückkommt. Nun darf sie jedenfalls die Quarantäne verlassen, die vor dem Flug sicherstellen soll, dass der Start nicht aus medizinischen Gründen verschoben werden muss. Etwa zwei Wochen vor der nächsten Abflugmöglichkeit steht die nächste Quarantäne an. Im kommenden Monat gibt es mehrere Startfenster vom 6. bis 11. März Ortszeit, falls es weitere Komplikationen gibt, ist auch ein Flug im April oder später möglich.
(sic, 3.2.2026)
Start verschoben: Mondmission Artemis 2 startet frühestens im März statt Februar
 
Oben