Glasschmelze Graz

#1
Das Team Urbex Tyrol, war in Graz zu Besuch, zu diesem Anlass haben wir uns eine alte Glasschmelze im Stadtgebiet mit zugehörigem Luftschutzstollen angesehen.

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Falls jemand weitere Infos zu diesem Ort am Fuße des Plabutsch hat, würde mich das interessieren, ich weiß nur, dass die Anlage anscheinend im 2. Weltkrieg stark beschädigt wurde und nach dem Krieg dann auch geschliffen wurde.
Vorhanden sind nurnoch wenige Betonfundamente, ein paar Anlagenteile und Hügel aus grünen Glasbrocken und Scherben, und natürlich der Stollen.
 
#2
Was ich davon weis:
Das Gelände mit dem Stollen war nur ein Lagerbereich für die Peter Tunner Glasfabrik. Daneben gibt es noch die Fundamente einer Flackstellung.
 
#3
Altlast der Grazer Glasfabrik birgt unsichtbare Gefahren
Emma war auch auf der Spurensuche.... dieses Thema wurde auch hier schon behandelt....

In Graz-Gösting befindet sich das Areal einer ehemaligen Glasfabrik. Vor über 30 Jahren wurden dort massive Verunreinigungen in Boden und Grundwasser festgestellt - eine Sanierung der Altlast blieb aber bis heute aus. MeinBezirk.at hat sich mit den beiden Umweltexperten, die den Fall 1990 aufgedeckt haben, auf Spurensuche begeben.

GRAZ. Die „Glasfabrik Gösting" war ein glasverarbeitender Betrieb am nordwestlichen Rand von Graz, in dem von 1889 bis 1980 Getränkeflaschen hergestellt wurden. Das rund 2,3 ha große Areal befindet sich mitten in einem dicht bewohnten Gebiet im Grazer Bezirk Gösting. Gerade diese Nähe zum Wohngebiet sollte Jahre nach der Schließung noch zum entscheidenden Faktor in der Causa werden.
Die Glasfabrik "Hanisch, Hildebrand & Cie" wurde 1889 von Fritz Hanisch ins Leben gerufen, dem auch eine Brauerei gehörte. Es war zu diesem Zeitpunkt die einzige Flaschenfabrik der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die Nachfrage nach den erzeugten Flaschen war entsprechend groß, sodass der Betrieb rasch vergrößert werden musste. Erzeugt wurden verschiedenste Flaschenarten - von der Bierflasche bis hin zur Champagnerflasche.

Bis ins Jahr 1926 wurden jährlich bereits ca. zwölf Millionen Flaschen mundgeblasen. In den fast 60 Jahren danach mit zunehmender Automatisierung dürften es noch um ein Vielfaches mehr gewesen sein.
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  • Das Gelände der Glasfabrik in Gösting inklusive der angrenzenden Werkswohnungen
  • Foto: Archiv
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Quelle: Umweltskandal: Altlast der Grazer Glasfabrik birgt unsichtbare Gefahren - Graz

Bombenangriff mit Folgen für die Umwelt
Im Jahr 1944 wurde die Glasfabrik massiv bombardiert. In der Festschrift der Glasfabrik aus dem Jahr 1957 heißt es: "Aus den Felsenhöhlen des Plabutsch, wohin die Belegschaft bei jedem Luftangriff flüchtete, musste sie zusehen, wie ihre Arbeits- und Wohnstätten in Schutt und Asche sanken." Rund 300 Bomben wurden direkt auf das Betriebsgelände abgeschossen, rund 80% des Betriebes wurden dabei zerstört. Dadurch gelangten erstmals große Mengen an Teer, das im Herstellungsprozess der Glasproduktion anfiel, auf das Betriebsgelände.

Teere entstehen durch Verkokung und Schwelung organischer Rohstoffe, wie Steinkohle, Braunkohle, Holz und Torf. Der Stoff stellt nicht nur eine Geruchsbelästigung dar, die enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) sind bei Kontakt mit Luft und Licht krebserregend. Doch das Bewusstsein für die irreversiblen Schäden an der Umwelt und die davon ausgehende Gefahr für den Menschen fehlte, sodass das gesamte Gelände nach Kriegsende ohne entsprechende Säuberungen eingeebnet und die Glasfabrik darauf neu aufgebaut wurde.

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  • Chaos und Verwüstung: Im Zweiten Weltkrieg wird die Glasfabrik zu 80% zerstört.
  • Foto: Archiv
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Quelle: Umweltskandal: Altlast der Grazer Glasfabrik birgt unsichtbare Gefahren - Graz

Quelle: Umweltskandal: Altlast der Grazer Glasfabrik birgt unsichtbare Gefahren - Graz

die ersten Bilder von Emma´s Spurensuche:
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Hier wird immer von einer Flakstellung gesprochen, ich bin mir nicht sicher, für mich sah es eher wie die Ruinenreste einer Standseilbahn aus. Es ist die Meinung von Experten gefragt!?
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