Gleisanlagen im Jonastal...

I

Interessierter

Guest
#1
Hallo Ihr alle in der Runde,
mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage, wo liefen denn nun exakt die Gleise der Feldbahn oder auch Normalspur und von wann bis wann lang?
Die Kottbilder gestatten zumindestens eine Überprüfung der Kott-Skizze.
Gab es Gleisanlagen im Tieftal? Alles was ich bisher darüber erfahren habe war wage.
Welche Zugmittel wurden eingesetzt? Gibt es dazu Fotos?
Wer kann helfen oder hat durch Lubi oder ähnliches belegbare Fakten?
 

kps

Active Member
#2
Hallo Interessierter,

Kleinbahn & Crawinkel ist quasi mein "Steckenpferd". Eine Verbindung von hier aus sehe ich allerdings erst mal nicht. Es taucht immer wieder mal in unregelmäßigen Abständen die Karte auf, die meiner Meinung nach damals Harry &/ oder SDE in Umlauf gebracht haben (Gleis von Crawinkel bis ARN bzw. Dosdorf/ Siegelbach). Ich habe mir die Strecke noch nicht vor Ort angeschaut, aber allein im Tiefthal scheint die einzige Möglichkeit zu sein, dem gezeichneten Verlauf einigermaßen ohne großes Gefälle [oberirdisch] zu folgen. Bleibt aber immer noch die Frage nach dem Sinn einer solchen Verbindung, da Crawinkel bereits über Gräfenroda & Plaue an ARN angebunden war.

Der angesprochenen Karte messe ich nicht "die" Bedeutung zu, allerdings möchte ich auch erwähnen, das darauf auch das damals neu gebaute Abstellgleis im Bahnhofsbereich eingezeichnet ist. Nur geht es auf der Karte viel weiter und die Lage stimmt nicht ganz, wie aber z.B. auch die der Baustelle etc. Diese Unfeinheiten wurden schon desöfteren diskutiert.

MfG
kps
 
#3
Die einzige Strecke ohne großes Gefälle zeichnet sich oberhalb des Tieftales. Hier ist eine Streckenführung ohne großen Ausbau möglich.

Anhand der Kott-Pläne ist nicht eindeutig ersichtlich, wo ein Feld- bzw. ein Vollgleis verläuft.
Dies ist aber auch nicht wichtig, da man die Achse nicht außer acht lassen soll.
uwe
 
S

Speedy

Guest
#4
Gleise

Moin Leute,
es gab da eine Verbindung v. Crawinkel in das Tal in Schmalspur 900mm, der Stollenausbau wurde mit Loren der Spurweite 600mm durchgeführt die über Schütten auf Wagen der Spurweite 900mm umgeladen wurden, der Abraum wurde dann zum Teil in Richtung Arnstadt verbracht. (ist auf Lubi's zu sehen)
Ein Teil der Zugmaschinen ist auf einem der Kottbild zu erkennen.
Zu irgendwelchen Streckenführungen Tieftal habe ich keine Kenntnisse, d.h. ich habe mir diese Kante noch nicht so richtig angesehen.
MfG
Kai
 

kps

Active Member
#5
neuaufkochenderweise

@ Speedy -> Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Nach meinen letzten Zeugenbefragungen bin ich mir nicht mehr ganz sicher, was ich glauben soll.

Zuletzt war ein Zeugen felsenfest der Meinung, dass die Spurweite 900 gar nicht so häufig vorkam in Deutschland und er ist der Meinung, dass von Crawinkel nur eine Feldbahn (also 600 mm) gefahren ist. Dies habe ich jetzt in einigen Zeugenaussagen auch so wieder gefunden und wiederum auch nicht. Andere behaupten, von Crawinkel kam Feldbahn mit 600 und aus Richtung Arnstadt entspr. Kleinbahn mit 900 mm Spurweite und umgekehrt. Sinn macht es dann für mich nur, wenn ich von einer Spurweite nicht genügend Loren oder Loks habe oder von beiden zu viel. Ansonsten läuft die ganze Geschichte unrentabel. Aufgrund der Schnelligkeit, mit der die Schienen von Crawinkel aus verlegt wurden sein müssen, wäre mein Favorit die 600 mm.

Gibt es irgendwo Original-Unterlagen über die Kleinbahn, die Spurweite, die Anzahl von Loren in verschiedenen Spurweiten oder gibt es die Möglichkeit, kleinere Loren entspr. einfach Huckepack zu nehmen? Die Kiesschütten an den Baustellen sind meiner Meinung nach kein Argument für unterschiedliche Spurweiten.

kps
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#6
Re: neuaufkochenderweise

Original geschrieben von kps
Aufgrund der Schnelligkeit, mit der die Schienen von Crawinkel aus verlegt wurden sein müssen, wäre mein Favorit die 600 mm.
Hat denn die Spurweite was mit der Verlegegeschwindigkeit zu tun? Man schraubt doch "nur" Schienen in unterschiedlichen Abständen auf die Schwellen, oder?
 
S

Speedy

Guest
#7
Gleise

Moin SuR,
die gleise sind teilweise schon in Sektionen vorgefertigt und brauchten nur noch verlegt zu werden.
@ kps, auf der 900mm liefen die größeren Loren u. damit ein eröhtes Transportvolumen, während der Ausbau der Stollen mit kleineren loren durchgeführt wurde, sieh Dir mal die Kottbilder genau an, da erkennt man die unterschiedlichen Größen der Loren.
MfG
Kai
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#8
Re: Gleise

Original geschrieben von Speedy
Moin SuR,
die gleise sind teilweise schon in Sektionen vorgefertigt und brauchten nur noch verlegt zu werden. ...
Moin Speedy, aber selbst bei einer Vorfertigung (gab es sowas damals überhaupt schon?) ändert sich doch durch die Spurweite die Verlegegeschwindigkeit nicht wesentlich - oder?
 
S

Speedy

Guest
#9
Gleis

Moin SuR,
also, erstmal zu der 600 mm spur, die konnte man ohne große mühe auch auf jedem Waldweg verlegen der ein einigermassen vernünftiges Gefälle hatte, dazu kam auch der schnelle Abbau der Gleise beim Ende der Maßnahme und wenn etwas nicht ganz gerade war dann Keil unter die schwelle und das war's.
Bei der 900 mm Spur mussten schon entsprechende Trassenarbeiten durch geführt werden wegen dem höheren Bodendruck der schwereren Wagen u. Loks.
In den Kottzeichnungen sind übrigens beide Spurweiten eingetragen.
MfG
Kai
 

kps

Active Member
#10
@ SuR -> Was ich darüber weiß, weiß ich von Speedy :D Siehe Kostprobe hier

@ Speedy -> Die Bilder nehme ich mir noch einmal vor. Darauf habe ich ehrlich gesagt, noch gar nicht geachtet. Das Transportvolumen macht natürlich auch Sinn. Damit ist aber noch nicht geklärt/ nachgewiesen, welche Spurweite nun von Crawinkel aus benutzt wurde - oder?

kps verwirrt

:fragend
 
S

Speedy

Guest
#11
Gleise

Moin Klaus-Peter,
ich denke es müsste sich um eine 900 mm Spur gehandelt hat, denn man muss den Materialtransport sowie den Transport v. Häftlingen in das Tal beachten und ich denke mal gehört zu haben dass es da eine Schottertrasse gab.
MfG
Kai
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#12
@Speedy
Vielen Dank für die Erklärung. :) So macht das natürlich Sinn.

Wegen der Transportkapazität Crawinkel - Stollen:
Da gibt es doch die Aussagen, dass je zwanzig Häftlinge in eine Lore gepfercht wurden. Kann man denn damit die Lorengröße bestimmen?
 
S

Speedy

Guest
#13
Gleise

Hi SuR,
das Wort "Lore" darfst Du nicht so eng sehen, ich denke nicht das in eine Kipplore 20 Man heiein gehen, aber es gab da genaus so verschiedene Transportwaggons wie auch bei der Normalspur.
MfG
Kai
 
Oben