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fledermaus

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#1
Abend Leute,
Vor einigen Wochen haben wir bei unserem Stammtisch über U-Verlagerung und der gleichen geredet. Nach längerer Diskussion sagte uns ein etwas älterer Herr er habe mal was von einer U-Verlagerung bei Grein gehört.
Interessiert wie ich nunmals bin habe ich meine Bücher durchgesehen, dass einzige was ich in Erfahrung gebracht habe war, das es 2 Systeme geben soll, nämlich U – Fabrik im Lettental Code Arapaima und U- Fabrik im Schloßkeller Code Erika.
Weiß jemand mehr über die beiden Anlagen?
Was wurde Produziert,Größe,Dauer,Zustand? Schätze mal das alles von Mauthausen oder St. Georgen versorgt wurde.

mfg
Ralf
 
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josef

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#2
Grein, Oberösterreich

Deckname "Arapaima":
Im Lettental wurden die schon lange bestehenden "Sandkeller" Anfang 1944 für einen Verlagerungsbetrieb der "Vereinigten Flugzeugwerke Wels" (Flugzeug- u. Metallbauwerk Wels, vormals Hinterschweiger) ausgebaut. Welche Flugzeugteile bzw. für welchen Typ dort erzeugt wurden, kann ich nicht sagen.

Die Anlagen wurden nach Kriegsende von der russischen Besatzungsmacht geräumt und die unteridischen Räume 1947 gesprengt. Durch eine Sandgewinnung im Tagbau wurde das Glände total verändert... (Stadtgemeinde Grein; Zeitdokumente Grein an der Donau im Strudengau, Grein 2005; Seite 126)


Deckname "Erika":
Verlagerungsbetrieb des Zweigwerkes von "Voigt & Haeffner" aus Linz, ebenfalls ab Sommer 1944 in die Kelleranlagen des Schlosses "Greinburg".
Herstellung von Elektrobauteilen für die Flugzeugindustrie, Schaltschütze für das A4-Raketenprogramm usw. ...


KZ-Außenlager von Mauthausen - Grein:

Nachstehend der aktuelle Eintrag zum Außenlager von der offiziellen "Mauthausen-Homepage" Die Außenlager - Wissen - KZ-Gedenkstätte Mauthausen
mit nur 2 Wochen Bestandszeit. In anderen bzw. früheren Unterlagen gibt es andere Zeiten: Vom 22.3.1944 bis 29.11.1944 und 2.2.1945 bis 20.2.1945


Art des Lagers: Außenkommando, Männerlager
Ort: Oberösterreich, Bezirk Perg, Grein
Höchste Belegungsstärke: 120
Gründung: 02.02.1945
Schließung: 19.02.1945
Firmen, Auftraggeber: Baufirma Koller im Auftrag der Voigt & Haefner A.G., Werk Linz
Arbeitseinsätze: Ausbau der Kellerräume des Schlosses zu Maschinenhallen; Bau einer Wohnanlage; Aufstellen von Fertigungsbaracken


lg
josef
 
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josef

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#4
Weitere Hinweise zu den Verlagerungen in Grein, Teil 1

Als Zusammenfassung, zur besseren Übersicht und Hintergrundinformation habe ich einige, ebenfalls Grein betreffende, Beiträge aus dem Thread "U-Verlagerungen Westpfalz" https://www.unterirdisch-forum.de/index.php?threads/u-verlagerungen-westpfalz.6770/


25-08-2009, 10:29
@hebbel
Etwas zum Hintergrund Voigt & Haeffner AG:
Herstellung von Installationsmaterial jeder Art, vor allem für Industrie, Bergwerke und Schiffe. Schalt-, Steuer- und Anlaßgeräte für industrielle Betriebe usw. Abteilung Prometheus: Elektrowärme-Geräte und Heizeinrichtungen. Gegründet 1886; AG seit 24.3.1900 mit Wirkung ab 1.1.1900. Gründung unter Übernahme der Firma Voigt & Haeffner in Frankfurt (Main). Beteiligungen (1943): 1.Eisengießerei Wilhelma GmbH, Hanau-Kesselstadt. 2. Norma Fabrik elektrischer Meßgeräte Gesellschaft mbH, Wien u.v.a. Großaktionär (1943): Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau (ca. 94 %). 1959 wird Voigt & Haeffner von der Continental Elektroindustrie AG übernommen. 1969 übernimmt die Bergmann Elektro GmbH die Continental Elektroindustrie AG. 1990/1991 Übernahme von Voigt & Haeffner, Frankfurt, durch Gebr. Röchling KG, Mannheim. 2003 erwarb die norwegische Firma Eltek ASA 100% aller Anteile der Voigt & Haeffner GmbH des bisherigen Shareholders, Gebr. Röchling KG, Mannheim.


Mussten verlagert werden, da die Produktion im Hauptwerk Frankfurt/M durch Bombenschäden fast völlig zum erliegen kam. Schaut man genauer hin, dann findet man z.B. Schaltschütz-Produktion für das A4-Programm in einem gepachteten Linzer Zweigwerk und ZA mit der GEMA in Fragen Sonar-Equipment. Sieht ein wenig aus wie SIEMENS, kleiner und in Frankfurt gelegen.

Gruß
Dieter
25-08-2009, 15:00
@hebbel
Bitte. Gern geschehen. Man möchte doch wissen, mit wem man es zu tun hat. A4 zieht immer

Ich zitiere aus: Der Ort des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

[Vorherige Seite wird leider nicht angezeigt]...Frankfurt gegründete, auf elektrotechnische Produkte spezialisierte Unternehmen hatte im November 1941 pachtweise das Linzer Zweigwerk des Schweizer Elektrokonzerns Sprecher und Schuh übernommen, um hier elektrische Anlagen für die Luftrüstung herzustellen. 3) 1943 übernahm Voigt und Haeffner Linz u.a. auch die Produktion von Schaltschützen für das A4-Raketenprogramm. 4)
Im Sommer 1944 wurden Teile des Linzer Zweigwerkes in Kellerräume des Schlosses Greinburg verlagert, wo die Firma unter dem Decknamen Fa. Leopold Freundlich AG im Herbst 1944 den Betrieb aufnahm. 5)


3) KTB RüKo Linz, in: NARA, MF T 77/744/976179. Vgl. Helmut Lackner/Gerhard A. Stadler, Fabriken in der Stadt. Eine Industriegeschichte der Stadt Linz, Linz 1990, S. 432 f.
4) KTB RüKo Linz, 3. Quartal 1943, in: NARA, MF T 77/744/1976394.
5) Rüstungswirtschaftliche Entwicklung im Rüstungsbereich Linz in der Zeit vont 1.VII. bis 3o. IX. 1944, KTB RüKo Linz, in: NARA, MF T 77/744/976472; vgl. Hohensinner/Mandlmayer, Forschungsproijekt, S. 101 ff.
25-08-2009, 19:23
@ josef
Dieter hat schon brav gearbeitet!

Als kleine Ergänzung noch:
Aus der "Bibel":


Deckname der Schloßkelleranlagen war "Erika" , Objekt Nr. 646

und kurz vor Ende des Spuks wurde noch für einige Tage ein Außenlager/Außenkommando des KZ-Mauthausen in Grein eingerichtet:
Zitat:
Grein:
Art des Lagers: Außenkommando, Männerlager

Ort: Oberösterreich, Bezirk Perg, Grein
Höchste Belegungsstärke: 120
Gründung: 02.02.1945
Schließung: 19.02.1945
Firmen, Auftraggeber: Baufirma Koller im Auftrag der Voigt & Haefner A.G., Werk Linz
Arbeitseinsätze: Ausbau der Kellerräume des Schlosses zu Maschinenhallen; Bau einer Wohnanlage; Aufstellen von Fertigungsbaracken
Referenzen - Literatur: Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen
Quelle: KZ-Gedenkstätte Mauthausen


lg
josef
25-08-2009,
@hebbel
Zu Grein: siehe "Geheimprojekte.at".
Die Zivilverwaltung Mühlviertel hat die Hinterlassenschaft der Fa. Voigt & Haeffner in Grein als "Flugzeugbestandteile" beschrieben.


Gruß
Dieter
25-08-2009, 19:49
@ josef
Verlagerung Grein - Oberösterreich
--------------------------------------------------------------------------------
Zitat von hebbel
Zu Grein: siehe "Geheimprojekte.at".
Die Zivilverwaltung Mühlviertel hat die Hinterlassenschaft der Fa. Voigt & Haeffner in Grein als "Flugzeugbestandteile" beschrieben.
Dürfte sich auf die 2. U-Verlagerung in Grein beziehen:


Deckname "Arapaima":
Im Lettental wurden die schon lange bestehenden "Sandkeller" Anfang 1944 für einen Verlagerungsbetrieb der "Vereinigten Flugzeugwerke Wels" (Flugzeug- u. Metallbauwerk Wels, vormals Hinterschweiger) ausgebaut. Welche Flugzeugteile bzw. für welchen Typ dort erzeugt wurden, kann ich nicht sagen.


Die Anlagen wurden nach Kriegsende von der russischen Besatzungsmacht geräumt und die unteridischen Räume 1947 gesprengt. Durch eine Sandgewinnung im Tagbau wurde das Glände total verändert... (Stadtgemeinde Grein; Zeitdokumente Grein an der Donau im Strudengau, Grein 2005; Seite 126)
lg
josef
Fortsetzung siehe Teil 2:
 
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josef

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#5
Weitere Hinweise zu den Verlagerungen in Grein, Teil 2:

Weitere "rüberkopierte" Berichte zum Thema:

27-08-2009, 08:59
@pultquäler
Das ist für Mich interessant.
Meine Mutter ist in Grein aufgewachsen, in einem Haus direkt neben dem Schloss ( ca 200 m weg ) und die hatten gegen Ende des Krieges immer KZ Häftlinge, welche am Haus vorbeizogen um ins Schloss zu gehen.

Mein Großvater war damals Vorarbeiter in den Werken in St. Valentin und der hatte wohl eine Ahnung, was da abging im Schloss Grein.

Ich weiß auch, das die Russen direkt ins Schloss einzogen, als sie die Gegend besetzten.
Die wohnten auch im Haus meiner Großeltern bzw hielten sich dort auf.

Die gesprengten Sandsteinkeller hab ich als Kind noch gesehen beim Wandern.

Dort haben sich bei Kriegsende auch einige versteckt und Die Ersten Sprengungen gab es angeblich schon von den Nazis.

Ich habe als Kind und Jugendlicher dort viele geschichten gehört und es ist auch so, das ich eine große Verwandtschaft dort habe, die sich über vieles unterhalten hat.
Es gab wohl auch kleinere Scharmützel dort zwischen Russen und Deutschen.
Zumindest gab es Soldatengräber.
31-10-2010, 20:16
@pultquäler
Ich war heute vor Ort und da haben sich mir einige Fragen aufgeworfen.

Als Kind habe ich viel auf der Greinburg gespielt.
Ich war ebenfalls mal mit einem Spielkameraden vom Schloss in diesen Kellern unten.

Ich habe damals eigentlich nur den kleinen Teil des Kellers gesehen, aber soweit ich mich erinnern kann, war der riesig.
Heute habe ich mir mal wieder angesehen, wo man in den Keller hinunterkann und mir war klar, das dies definitiv nicht der Eingang sein konnte, über den man Schweres gerät, Maschinen , Baumaterial usw., geschweige denn Flugzeugteile hinein oder hinaus bekam.

Also mußte da definitiv noch ein weiterer Eingang zumindest vorhanden gewesen sein.
Ich habe damals zwar viel auf dem Schlossberg gespielt, aber ich kann mich an keinen weiteren Eingang erinnern, der da irgendwo in den Keller ging.
Wobei ich damals nicht auf den Eingang einer U Verlagerung geachtet hätte, weil ich ja nicht mal wußte, was das war.

Diesmal habe ich danach gesucht, aber nichts vernünftiges gefunden.
Es sind auf jeden Fall mögliche Transportwege dort vorhanden, und zwar sogar mehrere möglich.
Einer geht leider in einen Garten, der nicht zugänglich ist ( abgesperrt ) dort würde ein Weg hingehen, der mit LKW damals befahrbar war, und vermutlich auch die Möglichkeit gehabt hätte, ebenerdig in den Keller einzufahren ( sofern dort ein Eingang überhaupt war, ich weiß es nicht, es bietet sich nur an ) Wenn, dann geht es eben um den zur Donau zugewandten Hang.
Auf der anderen Seite habe ich etwas entdeckt, könnte das ein Eingang gewesen sein ( Seite der Auffahrt )
Wie gesagt, ohne einen Eingang wäre es meiner Meinung nach nicht sinnvoll möglich gewesen, da größere teile hineinzubekommen.
Der heute noch vorhandene Originaleingang besteht aus einer etwas breiteren Kellertreppe.

Die nächste Frage, die sich mir bei der ganzen Geschichte aufdrängt:
Es hat ja angeblich ein Häftlingslager gegeben.
Weiß jemand, wo das gewesen ist?

Im Schloss selbst war es vermutlich kaum.
Einerseits weil ich mir schwer vorstelle, das die Häftlinge die Prunkräume oder die Wohnungen im Wirtschaftstrakt bekommen hätten, andererseits, weil auf dem Schloss ziemlich sicher selbst kein Barackenlager war.
Und nach den Erzählungen meines Großvaters wurden definitiv Häftlinge fast täglich die Gasse zum Schloss hinaufgetrieben.

Auch aufgefallen ist mir, das es im Winter 44/45 eine Unterbrechung der Bauarbeiten gab.
hat jemand eine Ahnung, warum so etwas sein könnte?
31-10-2010, 20:57
@ josef
Danke @pultquäler für die Infos!
...weil auf dem Schloss ziemlich sicher selbst kein Barackenlager war.
Hörte vor Jahren mal etwas von Baracken nördlich des Bahnbogens (Viadukt) zwischen Bf. Grein und Bf. Grein-Bad Kreuzen! Habe leider keine Beweise darüber, vielleicht kannst du in diese Richtung vor Ort einmal nachfragen...

lg
josef
31-10-2010, 21:13
@pultquäler
Hm, jetzt wo Du da was sagst, da waren bis in die 70er Jahre zumindest Holzbaracken.
Bei einer großen Eiche und einem Teich daneben.

Richtung Bad Kreuzen.
Damals waren da Firmen drinnen einquartiert. Diese gibt es aber meines Wissens nicht mehr. Werde beim nächsten Mal dort mal schauen.
31-10-2010, 21:29
@ josef
Zitat von pultquäler
Werde beim nächsten Mal dort mal schauen.
Wäre super!
Mein Informant ist leider schon verstorben, war bei der schon lange aufgelösten ÖBB-Streckenleitung Krems, die damals auch für die Donauuferbahn zuständig war. Seine Angaben waren immer OK.! Z.B. über die "Ofenanlagen" Weitenegg und Spitz an dieser Strecke...

lg
josef
31-10-2010, 21:30
@pultquäler
Ich habe jetzt noch etwas Fotos gegoogelt und habe einige gefunden.

Soweit ich sehe, ist dort, wo ich vermutet habe, aber nicht hinkonnte kein Eingang zu sehen.

Ich habe einen Link, wo man sich einen guten Überblick verschaffen kann

http://www.schiffsanlegestellen.at/d...ail/grein.html

Der Keller liegt unter dem Wirtschaftsteil des Schlosses unten.
Auf der rechten Seite wäre theoretisch die Möglichkeit, zuzufahren und ebenerdig hineinzukommen ( wenn denn da ein Zugang wäre, man sieht aber keinen )

Das von mir eingestellte Foto zeigt eine Stelle auf der linken Seite des Wirtschaftstraktes.
Und von Links ist auch die Auffahrt.
Im unteren teil sieht man einen Pool usw.
Das ist jedoch ebenerdig, sieht man schlecht auf dem Bild, der Eingang geht auch direkt in den Innenhof, da kommt man nicht in den Keller.
31-10-2010, 21:40
@ josef
Zugänge/Zufahrten können ja zwischenzeitlich zugemauert, zugeschüttet usw. sein!

Rechts am GE-Bild ist die Burg + Wirtschaftsgebäude zu erkennen. Die Baracken müssten dann oberhalb des Bahnbogens gewesen sein.
31-10-2010, 22:08
@pultquäler
ja, rechts oberhalb des Bahnbogens, zwischen den Beiden nach Norden verlaufenden Strassen.

Ich kann den Teich und die Eiche nicht mehr finden, muß da wirklich mal wieder vor Ort.
Wobei die vermutlich weg sind
 

josef

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#6
Greinburg

Besuchte am 19.10. das OÖ. Schifffahrtsmuseum in der Greinburg und fragte die ältere Dame am Info-Schalter nach der ehemaligen U-Verlagerung in den Kellerräumen des Schlosses. Sie stellte sich vorerst unwissend und verneinte eine derartige Firmenverlagerung zu Kriegsende! Als ich ihr erklärte, dass dies durch erhaltene Dokumente des seinerzeitigen Rüstungskommandos Linz bzw. Akten über das KZ-Außenlager im Archiv des KZ-Mauthausen belegt sei, stellte sich ihr Erinnerungsvermögen um und sie erzählte von einer "Fabrik" in den riesigen Kellergewölben unter dem Schlossareal gehört zu haben:) Zu Kriegsende sei dort Munition erzeugt worden... soweit die Antwort der Frau!

Das Schloss ist Privatbesitz und gehört der "Familienstiftung des herzoglichen Hauses Sachsen-Coburg und Gotha". Anscheinend ist die Zeit zwischen 1938- Mai 45 für die durchlauchten Herrschaften ein Tabuthema! Diese Jahre sind in Chroniken und Darstellungen auf diversen Werbeträgern und auch in der Literatur zum Schloss Greinburg ein "weißer Fleck"! Auch hier dürfte man versuchen, wie in vielen Gemeinden oder sonstigen Institutionen noch immer üblich, diese dunkle Epoche der Geschichte zu negieren. Die "Zeitrechnung" beginnt erst wieder Mitte 1945 mit der Beschlagnahme des Besitzes durch die russische Besatzungsmacht als "Deutsches Eigentum"...
 

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#7
Inzwischen weiß ich auch sicher, das die beschriebene Stelle mit den Holzbaracken das ehemalige KZ Aussenlager war.

Es ist aber auch sicher, das die UV nicht erst die letzten Tage für wenige Tage aktiv war, denn die Untertageverlagerung muß schon mitten im Krieg begonnen worden sein, zumindest deutlich vor 1945
 

josef

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#8
Deckname "Arapaima" - Sandkeller Lettental bei Grein

Nachstehend ein Bild des Eingangsbereiches der Sandkelleranlagen im Lettental bei Grein vor dem Ausbau zur U-Verlagerung "Arapaima" 1944:
Bildquelle: Stadtgemeinde Grein; Zeitdokumente Grein an der Donau im Strudengau, Grein 2005
 

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H

hebbel

Guest
#9
Oh, Josef. Dann auch noch der britische Zweig des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha, der sich wegen des innenpolitischen Drucks während des Ersten Weltkrieges 1917 in Windsor umbenannte. Du machst noch so lange, bis die Lisbeth in ihrem RR bei Dir vorfährt und Dir ihre Handtasche um die Ohren haut.* :D

* Für die sogenannten "Adeligen", deren Fans und sogenannte "Sachverständige": Ich weiß, daß das niemals geschehen würde. :lol1:

LG
Dieter
 
#10
Weitere Hinweise zu den Verlagerungen in Grein, Teil 2:

Weitere "rüberkopierte" Berichte zum Thema:

27-08-2009, 08:59
@pultquäler

31-10-2010, 20:16
@pultquäler

31-10-2010, 20:57
@ josef

31-10-2010, 21:13
@pultquäler

31-10-2010, 21:29
@ josef

31-10-2010, 21:30
@pultquäler

31-10-2010, 21:40
@ josef

31-10-2010, 22:08
@pultquäler

Hallo
Den Teich gibt es noch!
Teich ist am Gelände der Firma Biberauer und Eiche steht/Stand zwischen Biberauer und Autohaus Wipplinger.
Früher war der Teich größer!
Google Maps
 
#11
Hallo
Den Teich gibt es noch!
Teich ist am Gelände der Firma Biberauer und Eiche steht/Stand zwischen Biberauer und Autohaus Wipplinger.
Früher war der Teich größer!
Google Maps
Hallo Siegi,
auf alten Luftbildern (ab 1945) müßten die Baracken zu sehen sein.

Ich habe Luftbilder von 1975 und 2001 von dem von dir genannten Bereich angefügt. Südöstlich des Teiches dürfte damals eine Gärtnerei bestanden haben. Falls es sich um die vermutete Ortsangabe wie im Beitrag #5 handelt?
Zitate aus Beitrag #5:

...Hörte vor Jahren mal etwas von Baracken nördlich des Bahnbogens (Viadukt) zwischen Bf. Grein und Bf. Grein-Bad Kreuzen!...
...Hm, jetzt wo Du da was sagst, da waren bis in die 70er Jahre zumindest Holzbaracken.
Bei einer großen Eiche und einem Teich daneben...



Ich wünsche euch allen ein gesundes, erfolgreiches und interessantes neues Jahr 2019, Kurt.
 

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josef

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#12
Luftbilder von Grein aus den 1930iger Jahren:

Die "Greinburg" und die Pfarrkirche dominieren die Gebäudelandschaft des Ortes:
1547127422838.png

Bildausschnitt - Vergrößerung: Oberhalb der Burg ist der im Bogen verlaufend Bahndamm zu erkennen. Auf den Wiesengründen dahinter dürfte sich das im Thread angesprochene Barackenlager befunden haben:
1547127622038.png

Blickrichtung Süden: Am linken Bildrand an der Donau ist das "Schwalleck" zu sehen, welches 1958 gesprengt wurde:
1547127860964.png
Bildquelle: Rechtsfreie Fotos aus dem ÖNB-Projekt Österreichische Nationalbibliothek Crowdsourcing
 
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