Heimkehle

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
#2
Hallo,
ich kenne Herrn Ziegler und halte ihn eigentlich für einen integren Journalisten. Der Bericht zu einem jetzt unbekannten Teil der Heimkehle könnte meiner Meinung nach echt sein.
Aber genau weiss man das eben erst, wenn es jemand bewiesen hat. Und dazu ist mehr als ein Bericht auf einer Internetseite notwendig.
Gruß
Joe
 
#3
Hallo

also meiner Meinung nach kann der Bericht schon stimmen.
Es gab ja nachweißlich eine Sprengung der alten Anlage und dies bedeutet ja nicht das man dann keinerlei Zugang mehr in die alten Teile (die ja qwahrscheinlich nur ausgebaut wurden) hat.

Bei den Größenangeaben muß man bedenken das man vor 30 Jahren sicherlich nicht die besten Lampen hatte und deshalb ist ein Ausleuchten eines auch nur 20 m hohen Hohlraumes auch nicht möglich.

Allerdings wird dort wohl wirklich nur noch Schrott liegen - denn verwertbares hatte man sicherlich vor dem Sprengen herausgeholt.
Gruß
höfo
 
#4
Es gibt sie tatsächlich die Sprengungen in verschiedenen Bereichen. Als F. SCHUSTER erstmals nach den Sprengungen am 13.4.1953 die Höhle betrat, fand er noch viele der ehemaligen Einbauten zerstört vor.
Ich kann mich noch so dumpf an Befahrungen in dem von dem Journalisten angegebenen Zeitraum erinnern (wir waren damals auch als Kulturbundgruppe öfters dort aktiv), momentan gibt es aber keinen Lichtblick zu den beschriebenen Raumteilen, ich weiß aber von großen Grabungs- und Forschungsaktivitäten im Bereich Hennigberg/Tyrastollen und auch am Entenseestollen, also ist diese getroffene Aussage sicher so richtig.
 
J

Justus

Guest
#5
Hi Leute,

Gruß an alle im neuen Forum. Das haben die Macher super hingekriegt.

Mal eine Frage zur Heimkehle: Ziegelers Angaben müssten sich doch eigentlich beweisen lassen (behaupte ich mal vollmundig), denn so viele Stellen in der Höhle, auf die diese Ortsbeschreibung passt, gibt`s ja nun auch nicht.
 
H

Henry Hatt

Guest
#6
zum Bericht...er verweist kategorisch auf den Papierkorb, denn wenn so etwas bekannt wäre, dann wäre es auch bekannt...und nicht nur einem der den "Schlitz" kennt und andere reinführt....lächerlich...

Auch wäre ich an seiner Stelle sehr vorsichtig mit derartigen Äusserungen über Norman Scott...denn dieser verklagt sofort jeden der so etwas öffentlich verlauten lässt...NS hat es scheinbar noch nicht gelesen...

Unqualifizierte Vermarktung?
Persönliche Bereicherung?
Offene Rechnungen?

- Das ist starker Tobak Herr Z!

Scott wohnt unweit von mir und war tatsächlich aufgrund von Hinweisen in der Heimkehle tätig...auch an der Burg Freckleben.
Erfolglos natürlich, denn er fand die Spalte nicht...er plant übrigens in Kürze eine weitere Aktion dort...mal lässt ihn also trotz unbezahlter Rechnungen wieder nach Deutschland...hahaha

Ich könnte nun Dinge ins Forum stellen, die Herrn Z. in die Reihe mit Bitz und anderen Fantasten einreiht, lasse das aber denn ich will ja nicht verklagt werden...und bin auch dagegen anderen Schaden zuzufügen...Seriöse Journalisten, die ihren Beruf noch ernst nehmen und mit ehrlichen Mitteln arbeiten, gibt es leider nicht mehr viele...

Gruss
Henry
 
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Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
#7
Hallo Henry,
ich bin der Meinung, dass solche Beiträge wie deiniger, nicht gerade wohlwollend von den hier lesenden Usern aufgenommen werden. Fachlich nichts drin, dafür aber Anfeindungen gegen Leute, die hier nichts geschrieben haben. Wenn ein Z. auf irgendeiner Seite was über Scott schreibt, ist uns das hier ziemlich egal. Übrigens habe ich ähnliches auch von anderer Seite gehört. Es ist mir aber trotzdem egal. Die Frage war, ob an dem Bericht etwas dran sein könnte. Und dazu schreibst du nix. Und was soll das geschreibe von
Ich könnte nun Dinge ins Forum stellen... Mach es, oder mach es nicht.
Aber Kinderkram ist hier nicht mehr gefragt.
Gruß
Joe
 
H

Henry Hatt

Guest
#8
wenn hier jemand anfeindet dann doch wohl du!!!
Ich habe lediglich meine Meinung zu dem Bericht von Z gesagt und nach der war ja wohl gefragt...denk du dir deinen Teil...ich denk mir meinen...

Ich bin im Gegenteil der Meinung dass solche Berichte dazu beitragen, anderen Forennutzern mal ein wenig Einblicke in die Szene zu verschaffen...denn nicht jedem ist es gegönnt, Z oder NS zu kennen, schon gar nicht persönlich...

Gruss
Henry
 
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Dieter

Ehrenchefchen
Mitarbeiter
#9
Henry,

ich verteile als technischer Admin des Ganzen mal ne gelbe Karte...

Es ist mir wurscht, wer Scott ist. Ich habe noch nichts Produktives von ihm hier gesehen. Es ist mir auch wurscht, wer neben wem wohnt. Und meinetwegen soll er gegen wen auch immer klagen. Du ahnst es schon, auch das ist mir auch relativ egal.

ABER:
Es ging hier um die Heimkehle und diverse Berichte dazu. Und dahin sollten wir auch zurückfinden.

Gruß

Dieter
 
#10
Original geschrieben von Joe
Hallo Henry,
ich bin der Meinung, dass solche Beiträge wie deiniger, nicht gerade wohlwollend von den hier lesenden Usern aufgenommen werden. Fachlich nichts drin, dafür aber Anfeindungen gegen Leute, die hier nichts geschrieben haben. Wenn ein Z. auf irgendeiner Seite was über Scott schreibt, ist uns das hier ziemlich egal. Übrigens habe ich ähnliches auch von anderer Seite gehört. Es ist mir aber trotzdem egal. Die Frage war, ob an dem Bericht etwas dran sein könnte. Und dazu schreibst du nix. Und was soll das geschreibe von
Ich könnte nun Dinge ins Forum stellen... Mach es, oder mach es nicht.
Aber Kinderkram ist hier nicht mehr gefragt.
Gruß
Joe
DITO
 
J

Justus

Guest
#11
zum Bericht...er verweist kategorisch auf den Papierkorb, denn wenn so etwas bekannt wäre, dann wäre es auch bekannt...und nicht nur einem der den "Schlitz" kennt und andere reinführt....lächerlich...
Zitat: .... 1944 wurden Teile der Höhle für einen Rüstungsbetrieb ausgebaut. Hiermit begann die wohl schrecklichste Zeit für die Heimkehle. 1000 Häftlinge des KZ „Dora“ bei Nordhausen wurden für einen Rüstungsbetrieb eingesetzt. Die Wasserbecken im Kleinen und Großen Dom wurden trockengelegt und betoniert, um die schweren Maschinen darauf aufzubauen.

In den Jahren 1953/54 wurde die Höhle neu erschlossen, und am 1.Mai 1954 konnte sie wieder dem Besucherverkehr übergeben werden. Es wurde ein neuer Eingangs- und Ausgangsstollen geschaffen, und man versuchte, die betonierten Flächen zu entfernen, um so der Höhle ihr natürliches Bild wiederzugeben. ......

..... (eine Bildunterschrift) Während des 2. Weltkrieges wurden in der Heimkehle durch ein KZ-Außenlager Flugzeugteile für die Junkerswerke in Dessau produziert. Das Mahnmal im Kleinen Dom wurde zum Andenken an die hier umgekommenen Häftlinge errichtet. Zitat Ende.


Nach Kriegsende wurden die Produktionsanlagen gesprengt, dabei wurden die künstlichen Höhleneingänge zerstört. Leider weis ich nicht, wer was wann gesprengt hat.

Also ich weis nicht, ich würde das schon nicht so pauschal abtun wollen. Es gibt da schon ein paar Dinge, die zumindest eine Überprüfung wert wären. Wenn an der Beschreibung von Ziegler wirklich etwas dran sein sollte, müsste sich der beschriebene Hohlraum westlich hinter dem großen Dom befinden, aus ehemaliger produktionstechnischer Sicht an einer sehr sinnvollen Stelle. Und die Beschreibung der angeblich vorgefundenen technischen Einrichtungen steht m. E. auch nicht zwingend im Widerspruch zur Fertigung von Flugzeugteilen.
 

otto

Ruheständler im Dienst
Mitarbeiter
#12
HEIMKEHLE ...

Hallo alle miteinander ...

ich kann Joe, Dieter und Mike nur zustimmen !!

habe mal einen alten Ü-Plan aus den 20zigern rausgekramt.
Wie auch immer Herr Ziegler zu der "spaltartigen" Aussage gekommen ist, fakt ist, es gibt im östl. Teil der Heimkehle, also östlich der "Wilden Seehalle" die Nyphengrotte. Diese steht heutzutage vollständig unter Wasser. Daran anschließend mehrere, für meine Begriffe zu schmale Grotten und Hallen um dort eine Untertageproduktion aufzufahren. Die Nyphengrotte stellt aber den einzigen Zugang zu diesem Teil der Höhle dar. Inwieweit das Ganze im Zusammenhang mit der U-Verlagerung der Junkersproduktion untertägig erweitert wurde ist mir unbekannt. Auch sollte man immer die Überlegung eines Fluchtstollens mit einbeziehen - aber wo ist dieser im östl. Bereich ?? -
Auf Grund der hohen Feuchtigkeit im gesamten Untertagebereich, zu diesem Zwecke wurde der gesamte Produktionsbereich mit zusätzlichen Untertageinstallationen/Zwischendecken etc. gegen Wasser gesichert, bin ich nicht der Meinung das da noch mehr vorhanden sein könnte.

Im Übrigen verfügte die Heimkehle über einen 600mm Feldbahnanschluß --> Reste der Gleise sind noch im ca. 50cm hohen Grundwasser im "Großen Dom" sichtbar (04/2003).
Diese Einfahrt in den Berg wurde 1945 gesprengt.

mfg
otto
 

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H

Henry Hatt

Guest
#13
Good News! Ziegler hat Recht! War selbst gestern im Schlitz drin! Die Heimkehle ist der Hammer, ich sah das BZ , ob ihrs glauben wollt oder nicht! Ich dachte ich gebe die super News mal sofort weiter...als kleiner Ausgleich für die gelbe Karte! Super Kerl der Ziegler! Ich zeichne nun einen Plan und stell ihn dann rein wenns recht ist!
 
J

Justus

Guest
#15
Hi Otto,

eine sehr schöne alte Karte. Ich habe mir einmal erlaubt, dort u. a. die Abbruchkante zur Thyra einzuzeichnen, damit man überhaupt weis, wie weit die Höhle im Berg liegt. Wie viele Eingänge hatte die Heimkehle eigentlich vor den „tausend Jahren“?
 

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otto

Ruheständler im Dienst
Mitarbeiter
#16
Heimkehle ...

Hallo Justus,

ich hätte Dir natürlich sofort auf Anfrage eine unkomprimierte Kopie der Karte zur Verfügung gestellt - trotzdem erst mal Dank für die Aufklärungsarbeit.
Die heutigen Eingänge:
Also dazu ist mir Folgendes bekannt:
Es gibt zur Zeit genau zwei für Menschen nutzbare Stollen.
Stollen 1 - ist wohl in den 50zigern neu aufgefahren liegt etwa im Bereich "Grabenkluft-Kleine Esse"; Vortrieb ca.200m aus südöstl. Richtung.
Stollen 2 - der ist denk ich alt (?!?) liegt im Bereich "Nasse Schluft-Niedriger Saal".
Durch diese beiden Stollen verläuft auch die Führung unter Tage.
Und dann gibts noch oberhalb der "Trümmerhalle" einen ca. 15m Durchmesser großen Verbruch - absolut lebensgefährlich aber passend für die Fledermäuse.
Zugang der 600mm Bahn wurde durch "Große Esse --> Wienrichsstollen" realisiert.

Und vor den "tausend Jahren" gabs folgende Zugänge:
Nördl. Bereich --> "Entenseestollen"
Mittlerer Bereich --> "Winrichsstollen"
Östl. Bereich --> "Quellspalten" (da bin ich mir aber noch nicht über die Location im klaren)

Sollte jemand 'ne aktuelle Map haben - währe interessiert !!

mfg
otto
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Attaboy

Guest
#17
U-Verlagerung

Hallo Otto,

wie ich Deinen Beiträgen entnehmen konnte, kennst Du die Heimkehle genau.

Deshalb - und nur noch mal zur Verifizierung - die Frage, ob die bei Wichert genannten 6.100 qm Produktionsfläche (Junkers) tatsächlich in dem heute begehbaren Teil der Höhle Platz gefunden haben. Erschien mir auf Anhieb etwas viel aber - da mit den Örtlichkeiten nicht vertraut - auch nicht unmöglich.

Eine Klärung wäre nett.

sichvorabbedankenderweise

Attaboy
 

otto

Ruheständler im Dienst
Mitarbeiter
#18
Ich seh' das jetzt erst :D

Wenn man alles aufsummiert passen die 6.100qm schon. Außerhalb das Übliche: Lagerplatz, Verladeeinrichtung, Gleisanschluß etc.

Gerd
 
H

hebbel

Guest
#20
Threadexhumierung? Ich auch, ich auch...:D

KAMMLER hatte im Bericht vom 20.05.1944 sogar 8.000 m2 vorgesehen.
Baubeginn 10.03.1944
Fertigstellung 1. Bauabschnitt 31.05.1944, 3.500 m2
Fertigstellung 2. Bauabschnitt 15.07.1944, 4.500 m2
Gesamt: 8.000 m2, Strom: 1.200 KVA, Wasser: 60 m3/Std.
1.000 Zivilarbeiter in Privatquartieren Rottleberode und Uftrungen, 400 Häftlinge in vorhandenem Lager.
Anlaufen der Fertigung: 15.06.1944
1. Umzug am 15.06.1944 mit 50 Zivilarbeitern, 150 Häftlingen und 5 Maschinen
2. Umzug am 15.07.1944 mit 50 Zivilarbeitern, 250 Häftlingen und 92 Maschinen

Er berichtet dann mit Schreiben vom 31.07.1944, daß der 1. Bauabschnitt mit 3.500 m2 zum 30.05.1944 termingerecht übergeben wurde und der 2. Bauabschnitt, jetzt nur mit 2.600 m2, zum 01.08.1944 übergeben wird. Jetzt sind wir wieder bei 6.100 m2. Bassd scho...

LG
Dieter
 
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