Herr Mehner und die Bombe

TÜP

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#1
Eigentlich sollte dieser Artikel nächsten Donnerstag in unserer Heimatzeitung erscheinen. Dies wurde aber abgelehnt, weil solche Art von Leserbrief dazu führen kann, dass es dann Antworten und Gegendarstellungen geben könnte. Die Zeitung soll nicht zur Plattform für endlose Diskussionen und zur Selbstdarstellung von Personen dienen.
Das sehe ich natürlich ein. Leider kann man durch die Foren nicht so viele Bewohner Thüringens informieren.



Herr Mehner und die Bombe

Über einen Vortrag am 19.02.2004 in Ohrdruf


„Muss ich nun doch wieder das nächste Buch kaufen?“ dachte ich, als ich den Bürgersaal zu Ohrdruf verlassen hatte. Ich kenne Thomas Mehner aus gemeinsamen Vereinstagen und schätze ihn als brillanten Redner. Er war wie ich einer der Mitbegründer des Jonastalvereins GTGJ, aber er hat, wie alle anderen Schriftsteller auch, den Verein im vergangenen Jahr verlassen. Kommerzielle Interessen und ein gemeinnütziger Verein passen eben nicht zusammen. Und damit bin ich auch schon beim Kern der Sache.
Der Vortrag war rhetorisch hervorragend, aber inhaltlich eine einzige Werbeverkaufsveranstaltung für das Unternehmen T. Mehner. Leider ist diese Geschichte aber nicht so harmlos wie der Verkauf von Lamabetten oder Tupperware. Hier wird der Bevölkerung im Raum Ohrdruf -Arnstadt-Wechmar mittels Halbwahrheiten und sogenannten Forschungsergebnissen Angst gemacht, es könnte sich in der Nähe ihrer Heimatstädte eine unterirdische Atomanlage befinden oder gar 1945 eine Atomwaffe getestet worden sein. Und deshalb ist es an der Zeit, hier mal ein paar Dinge ins rechte Licht zu rücken!
Warum macht Herr Mehner das? Ganz einfach: Weil es sich hervorragend verkauft! Wen interessieren schon 20.000 malträtierte Häftlinge oder ein verbrannter Waggon bei Crawinkel! Das wird nur am Rande erwähnt. Nein, die spektakulären Dinge wollen die Leute hören und sehen. Kunstgut, SS-Ehrenkodex, alte Bunker mit unentdecktem Inhalt, oder eben eine Atombombe bei Ohrdruf. Und da gibt der Interessierte auch den einen oder anderen Euro aus um immer auf dem laufenden zu sein und mitreden zu können.
„Im nächsten Jahr platzt die Bombe!“ und „Wir haben die Beweise!“, sind die Worte die T. Mehner im Sommer 2003 gebrauchte. Und im Jahr zuvor sagte er etwas von „Wir können es jetzt beweisen“. Wer also wie ich darauf gewartet hatte nun die entgültigen Beweise zu erfahren, der sah sich getäuscht. Aber schauen wir einmal noch weiter zurück. Eigentlich verdanken wir ja Harald Fäth (1997) diese ganze Story, denn er hat sich, allerdings rein spekulativ als erster in seinen Büchern zum Thema Atomtechnologie im Raum Ohrdruf/Arnstadt geäußert. Diese Bücher wurden übrigens von T. Mehners Verlag herausgebracht. Das verkaufte sich ganz gut und man war bestrebt zusammen ein drittes Buch zu veröffentlichen, doch es gab keinen Beweis für all diese Dinge. Plötzlich tauchten aus Israel und Argentinien mysteriöse Briefe von ehemaligen Nazigrößen auf, die genau das lieferten was als Beweis für rege unterirdische Bautätigkeiten in unserem Gebiet noch fehlte. Kurzerhand schrieb T. Mehner selbst ein Buch zu diesem Thema und untermauerte seine Thesen mit genau diesen Briefen von Rittermann und Freier. Ein Schelm wer Böses dabei denkt! Wenn man sich allerdings mit diesen Briefen genauer beschäftigt, fällt auf, dass sie sich inhaltlich genau mit den Themen befassen, die damals gerade in der sogenannten „Jonastalszene“ diskutiert wurden. Die Aussagen der Briefe sind sehr ähnlich und erfüllen genau die Erwartungen, die man zum Zeitpunkt des Erscheinens gern erfüllt sah.
Heute, drei Jahre danach, sind wir beim angekündigten vierten Mehner-Buch zum Thema und die „Zeitzeugen“ von damals gelten als nicht mehr der Rede wert und werden abgelegt wie alte Schuhe. Damals waren sie das Thema. Und heute 2004, stellt man uns die neuen „Kronzeugen“, wie diesen Himmler-Adjutanten Grothmann oder einen Mitarbeiter von Elektro-Beyer vor. Leider werden auch diese Aussagen wieder erst nach dem Tod der Zeugen als Beweise angeführt und sind damit nicht nachprüfbar. Das überspielt der Redner aber geschickt mit dem Argument, dass genau diese Zeitzeugen ja auf Grund ihres geschworenen Eides nicht gewillt waren, zu Lebzeiten etwas Preis zu geben. Natürlich, jetzt wird noch diese geheime ehrenhafte Welt der Nazis ins Spiel gebracht! Ich frage mich nur, warum der sogenannte Kronzeuge dann zu Lebzeiten überhaupt und gerade mit Herrn Mehner redet? Und warum hat man die Aussagen aus den Jahren 2000/2001 nicht schon früher veröffentlicht? Wie ich anfangs schon schrieb: Perfekte Rhetorik soll hier die Beweise ersetzen. Doch wo sind die wirklichen Beweise?
“Die Messungen vom 07.03.2003 auf dem TrÜbPl Ohrdruf waren nicht unbedingt negativ“ – tolle Fakten! Ein mir gut bekanntes Team hat an der gleichen Stelle wie T.Mehner Bodenproben entnommen und absolut nichts festgestellt. Wohlgemerkt keine staatliche Stelle, sondern Hobbyforscher ohne kommerziellen Hintergrund, aber mit einem renommierten Institut zur Überprüfung der Messergebnisse. Das war vor genau einem Jahr! Wo sind die ultimativen Fakten und Tatsachen? Warum bietet der Autor jetzt Bustouren für 28 Euro/p.P. ins Jonastal und um den gesamten Übungsplatz an? Er sagt doch selbst das die wichtigen Dinge unter der Erde liegen und die Jonastal-Baustelle von Kammler nur zur Ablenkung errichtet wurde! Warum macht Herr Mehner jetzt Führungen für 20 Euro/p.P. „an die Stätten ungelöster zeitgeschichtlicher Fragen“? Was zeigt und erzählt Herr Mehner den Leuten dort, wenn die definitiv entgültigen Beweise nun doch erst wieder im nächsten Buch erscheinen? (Oder im übernächsten!) Es kann nur eine Antwort geben: Herr Mehner verdient damit sein Geld. Und da muss man eben diese Suppe sehr lange am köcheln halten um jeden Tag einen großen Löffel davon zu verspeisen. Man könnte es auch als „Jonastal-Tourismus“ bezeichnen. Doch außer einer verlassenen Baustelle im Jonastal, einer Kleingartenanlage und ein paar Unebenheiten im Thüringer Land gibt es nichts zu sehen. Es ist allerdings für die Zuhörer viel bequemer und spannender als monatelang in Archiven Akten zu wälzen. Man gibt ein paar Euro aus und lässt sich in die Welt der geheimen, mystischen und faszinierenden Technologie der Nazis entführen. Ob das nun alles der Wahrheit entspricht ist dabei nebensächlich. Man kann das sowieso nicht alles nachprüfen.
Der Autor beendete das 2. Kapitel seines Vortrages mit den Worten: „Für all dies werden die Belege nachgeliefert.“ Ein miserabler Hobbyhistoriker und Forscher, kann ich da nur sagen. Aber am Anfang der Veranstaltung war der Redner ja auch erst einmal eine halbe Stunde über seine Kritiker und den verkommenen Journalismus in Deutschland hergefallen. Doch das war einen entscheidenden Fehler! Denn wenn man weiß das man Recht hat, ist dies völlig überflüssig. Im übrigen beginnt der Autor selbst, seine Beweisführung mit Zeitungsartikeln aus der Nachkriegszeit. Und wer das Buch von D. Zeigert als „demnächst Altpapier“ bezeichnet, der sollte aufpassen, denn „Hochmut kommt vor dem Fall!“

Dies ist „meine“ Stadt und ich werde diesem Unsinn hier nicht länger tatenlos zusehen. Ich muss auch nicht beweisen, dass solche Herren wie T. Mehner und M. Stade hier nur Spekulationen verbreiten, die Sie bisher nicht hinterlegen können oder wollen. Sie selbst sollten uns die Fakten und Quellen vorlegen auf denen ihre Aussagen beruhen und uns nicht länger für dumm verkaufen!

Peter Schmidt / Ohrdruf
 
B

Blindschleichl

Guest
#3
WOW!

Hey Peter,

da hast aber sauber Dampf abgelassen....

.... aber mit Recht!

Das ganze mit Mehner klingt wirklich so wie die Seifenopern die uns täglich im TV präsentiert werden. Abgekartete Spiele, Puplikum länger und länger hinhalten, Einschaltquoten halten/erhöhen und am Ende kommt meist ein Flop.

Beispiele: Daniel K. oder die 100% Playback-Show für Volksverdummte von Karl Moik etc. etc.

Ich bau mir für sowas immer eine eigene mentale Ignore-Funktion
:)
 
F

Fremdling

Guest
#5
Hallo TÜP,

schade, dass Dein Artikel nicht so in gedruckter Form erscheinen wird.

Es ist nämlich zumindest nach meinem Eindruck schon so, dass die von Dir genannte „Jonastalszene“ draussen, d.h. bei der "normalen" Bevölkerung, aber auch den Wissenschaftlern mit mehr oder weniger ähnlich gelagerten Interessen (NS allgemein, Kunst- und Kulturgut"schutz" im besonderen etc.), als recht homogen Masse und Herren wie Martin Stade, Thomas Mehner und andere als ihre Wortführer angesehen wird. Dass ist wohl auch nachvollziehbar, denn nur sie werden "aussen" durch ihre Druckerzeugnisse (Buch ist ein zu edles Wort für vieles davon) und Vorträge wahrgenommen. Die hier im Forum dokumentierte Berichterstattung in den Massenmedien mit Zeitungsartikeln, Fernsehbeiträgen usw. zeigt das zum einen recht deutlich auf und verstärkt den Effekt natürlich noch weiter.

Dass unter den sog. "Hobbyhistorikern" auch einige (viele?) kritische Leute sind, die in die Archive gehen, sich mit hochkomplizierten Sachverhalten wie Atomforschung auseinandersetzen und nicht jeder - nach allem, was ich hier lese, vermutlich noch schlecht gefälschten - "Zeitzeugenaussage" trauen, habe ich erst in letzter Zeit hier im Forum gelernt. Und auch, dass Stade und Mehner längst nicht als die unfehlbaren Päpste verehrt werden wie zunächst angenommen.

Es ist nur schade, dass solche Seiten wie das Forum hier und die Rubrik "Seltsames" bei http://www.team-delta.de - um nur zwei Beispiele zu nennen - natürlich nicht die Breitenwirkung erzielen können wie beispielsweise die genannten Bücher oder Knopps "Geschichtsfabrik".

Übrigens ist gerade Arbeitsweise von Knopp und seinen Schülern in der Historikerzunft alles andere als unumstritten, siehe z.B.
Übung an der Uni Jena im Wintersemester 2001/02:
"Der Zeitzeuge in Guido Knopps Geschichtsfabrik"
http://www2.uni-jena.de/philosophie/histinst/lehrangebot/ws2001/LANeueste.html#8
oder
http://www.grimme-institut.de/scripts/archiv/presseschau/prschau02_02.html

Es ist wahrscheinlich ein ganz ähnliches Phänomen, dass nämlich die kritischen Stimmen ausserhalb eines nicht allzu grossen Kreises nicht wahrgenommen werden.

Wie könnte man das z.B. für die „Jonastalszene“ ändern? Die genannten Webseiten sind sicher eine Möglichkeit, aber die hier angedachte Diskussion in den Zeitungen und im Fernsehen dürfte für euer Anliegen sicher hilfreicher sein.

Das Problem hast Du ja selbst erkannt:
Eigentlich sollte dieser Artikel nächsten Donnerstag in unserer Heimatzeitung erscheinen. Dies wurde aber abgelehnt, weil solche Art von Leserbrief dazu führen kann, dass es dann Antworten und Gegendarstellungen geben könnte. Die Zeitung soll nicht zur Plattform für endlose Diskussionen und zur Selbstdarstellung von Personen dienen.
Das sehe ich natürlich ein. Leider kann man durch die Foren nicht so viele Bewohner Thüringens informieren.


Herrgott, dann gibt es eben Leserbriefe ! Nicht jeder davon muss ja auch gedruckt werden. Oder man verweist für die Diskussion auf ein anderes Medium. Das muß nicht immer das Internet sein, sondern kann ja auch eine kritische Führung von euch vor Ort oder eine wirkliche Diskussion sein. Lasst euch doch nicht immer von den oben genannten die Butter vom Brot nehmen und beklagt euch dann, dass ihr nicht fett werdet. :p

Ich muss auch nicht beweisen, dass solche Herren wie T. Mehner und M. Stade hier nur Spekulationen verbreiten, die Sie bisher nicht hinterlegen können oder wollen. Sie selbst sollten uns die Fakten und Quellen vorlegen auf denen ihre Aussagen beruhen und uns nicht länger für dumm verkaufen!
Genau das werden sie NIE tun, denn dann würde ja alles zusammenbrechen. Die Taktik ist ganz klar und auch bei ähnlich gelagerten Auseinandersetzungen wie z.B. mit den abstrusen Theorien der "Chronologiekürzer" wie Heribert Illig oder den "Aliens" eines Erichs von Däniken zu beobachten.
Zu Illig z.B. die Webseiten von Tilmann Chladek
http://home.snafu.de/tilmann.chladek/Seiten/Mittelalter.html

** Nachtrag:
Ich lese das gerade noch mal und will eigentlich nur klarstellen, dass es mir nicht um eine Gleichstellung von Stade und Mehner mit Illig oder Däniken ging. sondern lediglich um die Argumentationsmuster und den allgemeinen Verlauf der Diskurse, die mir durchaus vergleichbar erscheinen. **

"Beweise" werden immer nur für die Zukunft versprochen. Alle Gegenbeweise werden ignoriert, rhetorisch mehr oder weniger geschickt kleingeredet oder dahinter gleich eine riesige Weltverschwörung gegen den "Aufklärer" selbst vermutet. Intensiveren Auseinandersetzungen mit einem Thema wird ausgewichen, in dem ein neuer Acker bearbeitet wird. Die "Bombe" muß damit aber auch von mal zu mal grösser werden, sonst läuft es nicht. Bei der geringsten Kritik wird abgewiegelt und die Kritiker selbst, nicht die Inhalte, werden angegriffen und nicht selten diffamiert.

Also könnt ihr nicht warten, bis irgendwann das Buch mit allen Quellen zu den vorher getroffenen Aussagen erscheinen wird, denn sonst wartet ihr bis St. Nimmerlein. Im Gegenteil: Meines Erachtens solltet ihr weiterhin, aber vielleicht noch intensiver als bisher versuchen, die angeblichen Fakten als Fiktionen zu enttarnen. Ich lese hier immer wieder, dass Leute einigen Angaben von Stade oder Mehner nachgegangen sind und es sich alles nur als heisse Luft herausgestellt hat. Gerade diese Ergebnisse sollten alle peinlich genau dokumentiert werden nach dem Motto, was hier steht kann nicht sein, weil 1., 2., 3. ... .

Wie schon gesagt, genau dieser Weg sollte noch intensiver begangen und vor allem auch "ausgeschildert" werden, d.h. Öffentlichkeitsarbeit, auch wenn es schlaucht.

Viele Grüße
Der Fremdling
 
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SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#6
Bravo! :superOK

Nur eines hast Du bei Deiner Schlußfolgerung übersehen - nämlich, dass das Interesse vieler Jonastalinfizierter nicht darin zu sehen ist, TM oder MS zu widerlegen, sondern den Sachverhalt S III zu untersuchen und dieses Riesenpuzzle Steinchen für Steinchen zusammenzubuen.

Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, die Aussagen von TM, MS oder wie sie alle heißen kritisch zu untersuchen, dann kommt man zu nichts anderem mehr und spielt letztendlich doch nur "Hase und Igel".

Denn solange die Medien lieber sensationsgeile, aber leider völlig hirnlose Berichte (gerne auch als Dokumentationen bezeichnet) veröffentlichen, steht man mit der Wahrheit auf verlorenem Posten. Sofern Du überhaupt Gehör findest - siehe oben.

Man kann sich darüber nun beklagen, sollte aber dabei auch berücksichtigen, dass sehr viele Leute einfach auch besch***** werden wollen.
Läuft ein Beitrag über ein KZ, hört man oft "Nicht schon wieder!". Wird das selbe Thema aber mit Wunderwaffen etc in Verbindung gebracht, rennen die Leute in Scharen hin und bezahlen (!) sogar noch dafür. Und zwar egal, ob die Story stimmt oder nicht.

Damit kann man Geld verdienen - und darum und um nichts anderes geht es letztendlich. Die Märchen gibt im Buchladen an jeder Ecke zu kaufen, das echte Sachbuch findest man dagegen oft nur auf der Liste der Gesellschft für politische Bildung etc. wieder - subventioniert produziert und kostenlos verschenkt.

Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass der Märchenfraktion über kurz oder lang die Goldesel fernbleiben werden. Wie schrieb ein Teilnehmer des Vortrags in Ohrdruf vor ein paar Tagen in einem anderen board: "Man sollte ... die 2,50 Euro, die der gestrige Abend gekostet hat, für eine Bockwurst und eine Cola ausgeben."

Mahlzeit!
 
F

Fremdling

Guest
#8
Tach noch mal,

Nur eines hast Du bei Deiner Schlußfolgerung übersehen - nämlich, dass das Interesse vieler Jonastalinfizierter nicht darin zu sehen ist, TM oder MS zu widerlegen, sondern den Sachverhalt S III zu untersuchen und dieses Riesenpuzzle Steinchen für Steinchen zusammenzubuen.

Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, die Aussagen von TM, MS oder wie sie alle heißen kritisch zu untersuchen, dann kommt man zu nichts anderem mehr und spielt letztendlich doch nur "Hase und Igel".
Mmhh, ich kann es einerseits gut verstehen, dass ihr keine grosse Lust verspürt, euch endlos mit der "Märchenfraktion" zu beschäftigen, aber andererseits:

1.) Waren ein paar Kollegen und ich auch fast dabei, der Mischung von haltlosen Behauptungen, Halbwahrheiten und wenigen Fakten eines MS in einer einstmals noch grösseren Tageszeitung aufzusitzen, nachdem wir von vertrauenswürdiger Seite auf seinen Artikel hingewiesen worden waren. Mit der Nennung von mehreren konkreten Namen, Orten und Zeiten machte es bei dem uninformierten Leser natürlich erst einmal den Eindruck, dass es so falsch ja nicht sein kann. Erst nachdem wir ein wenig im Internet gespielt und sein Druckerzeugnis gelesen hatten kamen mächtige Zweifel am Wahrheitsgehalt. Ein Anruf in der Wachsenburggemeinde ergab dann auch, dass es nur heisse Luft ist und es ausser angeblichen Aussagen ominöser Zeugen, die natürlich ungenannt bleiben müssen und schon längst verstorben sind, keinerlei Belege gibt. Hinzu kamen dann noch wilde Verschwörungstheorien, dass es ja logischerweise keine Akten geben könne, weil alles gezielt nach 1945 vernichtet wurde ... . Nun war der Rechercheaufwand nicht besonders hoch [und hatte zudem noch den für mich positiven Effekt, auf das Forum zu stossen :suff], aber andere nehmen ihn vielleicht nicht unbedingt auf sich und sitzen prompt den "Märchenonkeln" auf.
Mit ein wenig mehr öffentlicher Kritik passiert das hoffentlich in Zukunft immer seltener. Gottseidank sind die gedruckten Blätter zwischen zwei Pappdeckeln oft schon selbstentlarvend, aber das gilt nicht für die Flut an kleineren Artikeln von den und über die Genannten.

2.) Wenn denn schon so klar ist, welchen Gehalt die (´tschuldigung) Bücher eines MS oder TM haben, warum tauchen sie dann doch an einigen Stellen hier im Forum oder auf "befreundeten" Webseiten als unkommentierter Literaturhinweis oder gar als Beleg für bestimmte Aussagen auf?
Mir ist schon klar: "Ihr seid doch alles Individuuen [Leben des Brain]" und jeder kann selbst entscheiden, was er aus den Veröffentlichungen für bare Münze nimmt, aber der Auseinandersetzung ist dieses "manchmal glaube ich denen ja doch, kann ja nicht alles falsch sein" nicht gerade zuträglich. Und solange nicht klar gezeigt wird, dass es an ganz vielen Stellen einfach nur verquirrlte Sch...e (nochmal ´tschuldigung) ist und dadurch insgesamt unbrauchbar, kann ich sogar verstehen, wenn nicht wenige Leute - auch hier im Forum - weiter die Bücher lesen, kaufen, glauben.
Ich habe es erst neulich wieder gehört: Das steht hier ja schwarz auf weiss, da kann es doch nicht so falsch sein.

3.
Denn solange die Medien lieber sensationsgeile, aber leider völlig hirnlose Berichte (gerne auch als Dokumentationen bezeichnet) veröffentlichen, steht man mit der Wahrheit auf verlorenem Posten. Sofern Du überhaupt Gehör findest - siehe oben.
Ohne jetzt den Journalisten allesamt einen Persilschein ausstellen zu wollen - Gerade über die Berichterstattung im Spiegel, von dem ich schon noch ausging, dass er einen anderen Anspruch habe als BILD, habe ich mich in letzter Zeit selbst mehrfach stark gewundert - : Versucht mal, euch in die Lage eines Redakteurs oder freien Mitarbeiters zu versetzen. Irgendwer hat irgendwo gehört, dass es da was geben könnte, was eine Berichterstattung lohnt. Also wird irgendwer beauftragt, in ein paar Tagen einen Artikel zu schreiben oder für 3 Minuten Sendezeit da mal hinzufahren. Was macht also der oder die damit Beaufragte? Er oder sie setzt sich an Internet und googelt. Und wo glaubt ihr, wo die hinkommen, wenn die nach "Jonastal", "Schätze" und "Hitlers Telefon" suchen? Dann kuckt man vielleicht noch in die nächste Stadtbibliothek oder in den schlechtsortierten Fachhandel. Welche Bücher werden dort wohl stehen? Sicher nicht Zeigert und Raschke.
[Nur BTW: Auch in einer Liste der Veröffentlichungen zum Jonastal stehen sie erst ganz unten und werden nur von den wirklich Hartgesottenen noch erblickt. Vielleicht sollte man hier einfach mal mit den jüngsten und wissenschaftlichsten Büchern anfangen.]
Also schaut der/die JournalistIn in Bücher von Leuten, von denen man sowieso schon einiges gehört hat, wenn man den mal die offiziellen Stellen kontaktierte - und dass muss man für Drehgenehmigung etc. sowieso machen - und BILDet sich seine/ihre Meinung. Mich wundert es nicht, dass dann genau solche Berichterstattung zustande kommt. Wie soll es denn auch anders sein? Wieviele Journalisten haben den die Zeit und das Interesse, sich länger hier im Forum zu tummeln? Vermutete Zahl: 0.

Beitrag geht erstmal weg!
 
F

Fremdling

Guest
#9
Naja gut, ich merke, dass wird hier immer länger und entfernt sich immer weiter vom ursprünglichen Thema, also versuch ich es kurz zu machen:

Ich würde als Aussenstehender die schon mehrfach angedachten Vorhaben, endlich einmal klar zu stellen, was denn nun Fakt und was Fiktion ist, sehr begrüssen und noch einmal mehr vorschlagen, dies nicht nur für euren Hausgebrauch zu tun, sondern es auch nach aussen hin auf den entsprechenden Webseiten, in besseren Artikeln - auch dafür finden sich sicher Redakteure und Zeitungen/Zeitschriften, gerade nach dem Hype der letzten Jahre - und auf besseren Informationsveranstaltungen noch deutlicher zu artikulieren. Wenn es bisher weitgehend untergegangen ist, dass auch seriöse und quellenorientierte Forschung von "interessierten Laien" existiert und nicht nur das Märchenwald-Geraune, liegt sicher nicht nur an den bösen und ignoranten Medien.

Ich würde mir daher wünschen, dass die an verschiedenen Stellen schon vorhandenden Ansätze für eine solche klare Trennung von Fakten und Fiktionen noch weiter ausgebaut werden und nicht auf das Forum begrenzt bleiben. Ich glaube, es wäre auch von großem Vorteil von euch, sich noch stärker von bestimmten Phantasten abzugrenzen - selbst wenn man mal ein Stück Weg gemeinsam gegangen ist.
 
F

Fremdling

Guest
#10
Und noch mal ganz kurz, um den Bogen wieder zu schliessen.

TÜP und alle anderen vom Jonastalverein GTGJ: Versucht weiterhin, euch mit solchen oder ähnlichen deutlichen Kommentaren von den Auswüchsen der "Jonastalforschung" zu distanzieren! Stellt immer wieder klar, dass ihr mir den genannten Veranstaltungen nichts zu tun habt, auch wenn es persönliche Kontakte und personelle Überschneidungen gab und vielleicht noch gibt!
Bietet die den Leuten auch Möglichkeiten, die Probleme der genannten Vorträge und Veröffentlichungen zu erkennen! Zeigt weiterhin, daß eine Beschäftigung mit dem Thema auch in seriöser und quellengestützter Art erfolgen kann [z.B.
http://www.gtgj.de/script/news/index.php?shownews=122 ]!

Dazu würde meines Erachtens auch gehören, auf euer Webseite die entsprechenden Artikel zu kommentieren oder zumindest mit der entsprechenden Kritik zu verknüpfen. Sonst geschieht es leicht, dass ein Vortrag eines TM weiterhin direkt mit der GTGJ verbunden wird. Woher sollen die Leute auch wissen, dass sich die Wege inzwischen getrennt haben? Manche Leute müssen halt ein wenig an die Hand genommen werden.

Aber wird euch und dem Ansinnen des Vereins sicher nicht abträglich sein.
 
H

Harry

Guest
#11
Das ganze ist schwierig. Ein Quellenmäßiges Buch zu schreiben übers Tal eigentlich unmöglich... nimmt man die Essenz aus Zeigerts Buch ist es dann ein dünnes Heftchen.

Andererseits gibt es beinahe unendlich Widersprüche. Und weissgottnicht alleine "Zeitzeugenaussagen".

Es ist völlig legitim ein spekulatives Buch zu schreiben. Auch mein neues wird das zwangsweise, weil es nach wie vor hauptsächlich Indizien gibt. Nur muss man dann auch SAGEN dass es SPEKULATION ist; eine Hypothese. Und genau DAS werfe ich Mehner und Co vor... da sind es plötzlich FAKTEN.
 

Dieter

Ehrenchefchen
Mitarbeiter
#12
@ Fremdling:

Es ist kein Problem, Mehner und Stade zu widerlegen. Fast alle „Fakten“ kann man vom Tisch fegen. Nur – das kostet Arbeit und Zeit. Und spätestens da stellt sich die Frage: Wozu? Die breitere Öffentlichkeit nimmt es doch eh nicht zur Kenntnis, seitdem massenwirksamer Journalismus in Deutschland zum Sensations- und Gefälligkeitsjournalismus verkommen ist – und das nicht nur in privaten Blättern und Sendern. Die hierfür aufzuwendende Zeit kann ich wesentlich besser dafür verwenden, den eigentlichen Problemen nachzugehen. Schließlich betreiben wir die Nachforschungen in unserer Freizeit. Oder anders: Ich hab es aufgegeben…

Gruß

Dieter
 
#13
Warum macht ihr eigentlich um diesen Menner so ein Trubel ?!
Es gibt immer Leute die etwas glauben möchten und das machen sich Leute wie Menner und Stade zu nutze . OK , ich könnte bei derart viel Inkompetenz auch einen Schreikrampf bekommen, aber letztlich ist er nicht der einzigste ! Wenn man ins Netz schaut und sich Informationen über bestimmte Dinge besorgen möchte, überwiegen die Seiten mit fragwürdigen Inhalten derart, das selbst Seite die einen Seriösen Hintergrund haben möchten, auf Inhalte zurückgreifen die, wie schon gesagt, fragwürdig sind ! Und warum ?
Weil es nichts über etwas zu erzählen gibt, das es nicht gegeben hat !!
Mit Ausnahme dem wenigen das mit Dokumenten belegbar beschreibt, das es Ideen gab die aber nicht realisiert wurden ! Da das Thema A9/A10 als Abart des A4, in mein Interessengebiet fällt (wenn auch nur am Rande), interessiert mich die Geschichten des Herrn Menner natürlich auch. Allerdings kann ich nur feststellen das nichts von dem was da so erzählt wird mit dem zusammenpasst was ich so an Erfahrungen gemacht habe !
Wer meine Homepage kennt, weis das ich gerne bis in das letzte Detail gehe und Dinge erkläre und zeige, von denen andere nur reden ohne zu wissen um was es eigentlich geht.
Möglich ist dis durch ständige Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema. Das heißt, das ich das nachvollziehen können möchte, mit dem sich die Leute damals die Zeit
vertrieben . Das macht mich nun nicht unbedingt zum Spezialisten, aber immerhin reicht es aus um von den „echten“ Spezialisten anerkennend bestätigt zu werden !
Das betrifft nun die Historische Seite in gleicher weise wie die Technische.
Wenn es mir nun möglich ist Dinge über z.B. die Technik des A9/A10 zu recherchieren, (was angeblich nicht möglich sein soll ! ), frage ich mich natürlich mit was sich z.B. der Herr Menner in all den Jahren beschäftigt hat ? Er müsste, wenn er sich mit der „Amerika Rakete“ beschäftigt hat, die gleichen Dokumente gelesen haben wie ich in den letzten Wochen ausgegraben habe! Dem zufolge müsste er auch mindestens den gleichen Kenntnisstand zur Technik des A9/A10 besitzen ?
Ich denke das dieser Herr Menner keine für mich wirklich interessante Informationen anbieten kann, aber vielleicht bringt eine erste kurzgefasste Information über das A9/A10 auf meiner Homepage etwas Schwung in die Geschichte ! Ist nicht all zu viel, aber dafür für jeden wirklich nachvollziehbar und sicher auch ein erster „wirklicher“ Schritt in Richtung
Wahrheit !

Gruß Henry

http://www.v2werk-oberraderach.de/Irrt%FCmer.htm

Ps: Ich wollte einige der Dokumente ursprünglich 1 zu 1 auf die Homepage übertragen, verwarf dis aber weil ich zum einen den „anderen“ nicht die Recherchekosten ersparen möchte ( die im übrigen Sehr hoch sind ! ) und zum anderen weil ich für einen großen Teil dessen was auf meiner Homepage zu lesen gibt die Urheberschaft beanspruche.
Dis tu ich nicht weil ich Wert darauf lege das ich diesen Sempf erzähle, sondern um zu verhindern das jemand diese Informationen sich zu eigen macht und diese dann für kommerzielle Zwecke verwendet werden ! Ein weiterer Grund ist, das ich erst mit den Recherchen zum A9/A10 begonnen habe und nicht mit Inhalten die ich selbst noch nicht begriffen habe für falsche Schlussfolgerungen sorgen möchte !
 
Zuletzt bearbeitet:

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#14
Bei "Medien" habe ich vor allem auf diese komplett sinnentleerte MDR-Reportage mit dem rauchenden Wünschelfahrer vor Augen, die den Zuschauern immer wieder um die Ohren gehauen wird.

Solche Produktionen werden doch aus genau einem Grund gefertigt - wegen der Quote bzw. dem schnellen Euro. Auf die "Quote" schielen ist ja schön und gut, aber manchmal extrem kontraproduktiv.

Der geistige Flurschaden einer solchen "Wissens"aufbereitung hingegen wird einfach negiert.
Doch manch einer glaubt tatsächlich, was er da sieht und hört. Im Extremfall steht irgendwann der Amtspsychiater vor der Türe.


Und zu den Beiträgen über die Veranstaltungen von TM, MS und Co: Das muss man immer im Zeitablauf sehen. Du schreibst doch selbst, dass Du zuerst auch auf die Geschichten reingefallen bist.

Das Denken ist schon noch jedem Einzelnen selbst überlassen.
 
A

Attaboy

Guest
#15
Märchenerzähler

@ all

Man kann gut nachvollziehen, warum sich der TÜP so ereifert und - völlig zurecht - den Knüppel auspackt. Wird doch jeder seriöse Forscher bei solchen "Erzählungen" gleich mit in die Kiste derer gepackt, die sich den Baron Münchhausen zum Vorbild genommen haben - und nicht die Archivarbeit! :mad:

Dabei ist ja nur eines sicher - nämlich - dass alles unsicher ist!

Ich würde mir einen Autor wünschen der - wie Wichert - die Archive abgrast und dann die verschiedenen Quellen aufarbeitet und in Zusammenhang bringt. Aber das wäre ja dann ein recht trockener Stoff und bringt - schlicht und ergreifend - auch nicht viel Euronen!

Gruß Attaboy

:hau
 
#16
Das mit der Recherche in den Archiven ist neben dem Zeitaufwand eine teuere Angelegenheit, da ist das Bundesarchiv noch recht günstig und gut sortiert !
Wenn man das professionell durchziehen möchte kostet das sehr schnell ein paar tausend
Euros ! In der Regel ist das dann nur noch im Rahmen einer Wissenschaftlichen Arbeit für eine Dissertation möglich . Wenn also einer Historiker mit akademischen Abschluss oder
den Dr. Phil. machen möchte, wäre das ein umsetzbares Thema !
Als Freizeit-Geschichtsforsche muss man einiges an Idealismus neben einem endsprechenden Geldbeutel mitbringen und man zahlt immer drauf ! Was bleibt, ist die Anerkennung wenn man seine Sache gut gemacht hat . Ich bezweifle das die Herren Märchenschreiber ein wirkliches Interesse an den vermeintlichen Gewinnen aus Ihren Veröffentlichungen haben, ich denke das es letztlich nur darum geht wichtig zu erscheinen !
Wahrscheinlich glauben diese Leute selbst nicht an das was sie verbreiten, warum auch !?
Hauptsache man ist im Gespräch ! Dieser Schaden den diese Leute anrichten halte ich für gering, auch wenn der eine oder andere sich in seinem guten Ruf geschädigt fühlen könnte .
Das was man wirklich tun sollte, ist sich von diesen Kameraden und ihrem Publikum zu distanzieren und sie nicht einmal zu erwähnen ! Einfach so tun als ob man nie von ihnen gehört hat und auch taub ist wenn jemand von diesen Leuten und ihren Ideen spricht !
„kenn ich nicht, kann nicht wichtig sein, nie was davon gehört, wer soll das sein ?“
Ich kann nur anraten selbst in den Archiven zu recherchieren, die Erkenntnisse mit dem bereits veröffentlichten zu vergleichen und dann das was an Erkenntnissen neu ist und noch nicht veröffentlicht wurde, umgehend als Aufsatz unter dem eigenen Namen und den Quellennachweißen zu veröffentlichen . Am besten gleich mit dem Hinweis der Urheberschaft „©Mustermann 2004“ ! Jeder der hinterher zu den gleichen Schlüssen kommt und dis ebenfalls veröffentlichen möchte muss dann die Urheberrechte des Herrn „Mustermann“ berücksichtigen !! Die Akteneinsichten und Dokumenten Kopien werden von den Archiven mit Datum der Einsicht registriert und gespeichert, damit läst sich dann nachweisen ob man vor jemand anders die Akten eingesehen hat. Also kein Problem mit dem, was wer von wem abgeschrieben hat ! Ich denke wenn man so verfährt kann man dem einen oder anderen den Wind aus den Segeln nehmen, da ich annehme das weder eine Atombombe oder Amerikarakete nachgewiesen werden kann, braucht man sich auch keine Gedanken darüber machen wer der erste mit der Sensationsmeldung sein wird !

Gruß Henry
 
A

Attaboy

Guest
#17
Recherchen

Hallo Henry,

im Prinzip bin ich bei Dir. Allerdings sehe ich den Flurschaden, den die besagten Autoren - nennen wir sie mal "Gebrüder Grimm" - anrichten etwas anders. Die Sondler kommen doch auch nur deshalb als "Raubgräber" in Verruf, weil es einige, wenige schwarze Schafe gibt.

Gerade weil die Gebrüder den Medienrummel veranstalten kommen doch ernstgemeinte Vorstöße (z. B. die Erhaltung der Stollenanlagen und deren Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit) bei den Verantwortlichen so schlecht an.:baaaeee

Natürlich sind Recherchen teuer und zeitaufwendig, betreiben wir doch diese Forschung als Hobby. Aber wenn man alle Erkenntnisse - nicht nur aus diesem Forum - bündeln könnte, wäre wir schon ein großes Stück weiter.

In vielen Privatarchiven der Zunft ruhen die wichtigen Infos aus den Bundesarchiven, vieles ist im Web publiziert worden, viele Bücher (nicht die der Gebrüder) sind auf präziser Archivarbeit aufgebaut.

Was eigentlich wirklich fehlt, ist der Link untereinander.

Wenn es denn möglich wäre (was ich allerdings in das Reich der Fama verweise), dass alle betreffenden Archivforscher mit ihren Feldforscherkollegen - in Projekten, z. B. Jonastal - zusammenarbeiten würden, ihre Erkenntnisse austauschen und gemeinsam publizieren könnten, ja dann hätten die Gebrüder mit ihrem Geschreibsel sicher keine Chance mehr.

Aber weil - was wiederum auch verständlich ist - jeder sein Archiv oder seine Schätzchen hütet wie seinen Augapfel, ist das nur ein frommer Wunsch.

Und so lange das so ist, müssen wir - ob wir wollen oder nicht - mit den Gebrüdern leben! :hau

Gruß Attaboy
 
F

Fremdling

Guest
#18
Eine Stade-Geschichte analysiert

Original geschrieben von SuR
Nur eines hast Du bei Deiner Schlußfolgerung übersehen - nämlich, dass das Interesse vieler Jonastalinfizierter nicht darin zu sehen ist, TM oder MS zu widerlegen, sondern den Sachverhalt S III zu untersuchen und dieses Riesenpuzzle Steinchen für Steinchen zusammenzubuen.
Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, die Aussagen von TM, MS oder wie sie alle heißen kritisch zu untersuchen, dann kommt man zu nichts anderem mehr und spielt letztendlich doch nur "Hase und Igel".
Hier mal ein weiteres Beispiel, wo sich durch ein wenig Recherche - die ursprünglich aus einem ganz anderem Zusammenhang herrührte - deutlich zeigte, daß die Angaben (in dem Falle) eines M.S. meist auf äußerst wenige Fakten gestützte Phantasiegespinste sind und wie er dabei mit Namen und Zeiten umgeht:

Kalischacht von Neusollstedt bei Rehungen im Südharz
http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewtopic.php?t=263

Man soll nun nicht unbedingt ein "Anti-Stade-Buch" schreiben, aber wenn sich es schon mal wie hier ergibt, kann man das dann ja deutlich hervorheben. Es sind ja noch genügend andere Beispiele für Bildfälschungen und Faktenverdrehungen in den Threads zu finden.

Bei der Diskussion zu diesen findet man vielleicht wenigstens das einzige Körnchen Wahrheit in der Geschichte oder andere Angaben, die einem selbst bei seinen Recherchen weiterhelfen können. Ich hoffe, daß es mir in diesem Falle so gehen wird.
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#19
Das hat aber sicher eine Menge Arbeit bereitet. Ob das MS allerdings sonderlich stört, wage ich eher zu bezweifeln.
 
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