Kommunikationseinrichtungen - "Kalter Krieg"

#21
Ich kenne da eigendlich nur die Firma Huber&Suhner die fürs militär Glasfaserfeldkabel erzeugt. Das Flicken solcher Kabel ist sicher interessant!

Die Firma Siemens hat für die schweizer Armee mal das AWITEL-System entwickelt. Das ist ein Standard für ein digitales Feldtelefonsystem, wo nur die Apparate zusammengeschalten werden, ohne Vermittlung da jeder Apparat eine eigene "Adresse" hat.

Ich persönlich glaube daß das Telefonieren über Feldkabel nicht ganz verschwinden wird. Damit kann man wirklich noch einfachst und schnellstmöglich eine Nachrichtenverbindung aufbauen. :cool: Notfalls mit einer Leitung gegen Erde.
Ich weis nicht ob das wirklich stimmt, zumindest hab ichs mal gehört das es eigene Vorschaltgeräte gibt, wo man auch über Hochspannungsfreileitungen eine Verbindung herstellen kann..

regards
guru
 
#22
Glasfaser (LWL) Feldkabel werden beim BH hauptsächlich in 400m und 1000m Längen auf den FFK Trommeln eingesetzt. Diese Kabel haben einen Durchmesser von 4,7mm (es sind aber auch andere in Erprobung). Es handelt sich um ein sehr stabiles Kabel welches mühelos von einem S-LKW auf Schotterstraße überrollt werden kann ohne negativer nachrichtentechnischer Beinflussung. Die Kupplungen (Stecker) sind sogenannte Linsenstecker und im Vergleich zu normalen LWL-Steckern relativ groß und schwer. Aber kleiner als Cu- FFK Kupplungen.
Für das Spleißen gibt es mehrer Methoden. Die klassische aufwendige mittels Lichtbogen benötigt ein teures Gerät, Sauberkeit, Zeit und geschultes Personal. Und schließlich die einfachere schnellere Methode mittels Klemmverbindung. Ein Faserende bekommt einen Stecker bzw. das andere Ende eine Kupplung aufgeklemmt. Bei einer weiteren Methode wird ein Faserende in die eine und das andere Faserende in die andere Öffnung eines sogenannten Spleißröhrchens geschoben und dann verpreßt. Diese Stecker und Röhrchen sind genau gefertigte Teile und es handelt sich um ein definiertes Verpressen. Es gibt auch noch Klebemethoden. All diese Verbindungen sind aber relativ empfindlich und müssen daher gegen Mechanische- und Witterungseinflüsse geschützt werden. Hier alles genau aufzulisten und zu erklären würde den Rahmen bei weitem sprengen. Im WWW ist aber genug Information zu diesem Thema zu finden.


lg

Cerberus9

ps.: Vorschlag von TOM 69 betreffend; eventuell zum Thread Rundfunk-Kalter Krieg, da ist ebenfalls Nachrichtenübermittlung das Thema.
 
#23
Welche Feldfernsprecher sind/waren eigendlich beim Bundesheer im Einsatz.
Ich weis nur vom amerikanischen EE8, danach kam dann ja glaub ich schon der FF-27 ? Waren die eigendlich alle untereinander kompatibel? (Rufspannung, Sprechspannung? usw.)

Gruß
Guru
 
#24
Dann gabs/gibts ja noch eine art " Lichtelefon" wo beide Sprechstellen auf Sicht unter Verwendung stark gebündelter Licht/Laser/Infrarot-Strahlen miteinander kommunizierten. Diese Art wurde meines Wissens sehr häufig im kalten Krieg angewendet (Zonengrenze) da hier relativ schwer oder überhaupt nicht ab- oder mitgehört werden konnte. Das ganze ist so eine Art optischer Richtfunk

Diese möglichkeit gabs schon im 2.WK..Sehr interessante Seite Lichtsprechgeräte WK-II
Auch Bunkerkomplexe wurden mit fix im Mauerwerk eingelassenen Licht-Einrichtungen untereinander verbunden.

Gruß
Guru

Link passend korrigiert - Otto
 
#25
guru hat geschrieben:
Welche Feldfernsprecher sind/waren eigendlich beim Bundesheer im Einsatz.
Feldfernsprecher TA-312, TA-312/PT (wie 312, jedoch mit Wählscheibenzusatz), F-27-0 (Wählscheibe integriert - zZt der Standartfeldfernsprecher)

Rufstrom über den Kurbelinduktor, Sprechstrom über die 2 Trockenbatterien BA-30
 
M

michael27

Guest
#26
...OB- Telefone, ZB- Telefone und Kabeltrommeln werden auch heute noch von uns in Österreich verkauft (auch noch die klassische Ausführung im Bakelit - Gehäuse mit Kurbelinduktor - bekannt als "Feldtelefon").

Die Stückzahen haben sich natürlich extrem reduziert (speziell bei den OB- Telefonen auf nur noch etwa 5 Stück im Jahr) !

Kunden führe ich hier bewusst keine an...

lg

Michael
 
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