Kriegsmüll aus der Enns

#21
Ich habe es in einem Buch gelesen über die 1. SS-Panzerdivision, den Titel weiß ich leider nicht mehr. Als es in den ersten Maitagen 1945 zu Ende ging, sammelten sich die wie bereits von Florian geschrieben noch an der Traisen kämpfenden Truppen im Bereich Gresten-Puchenstuben (Scheibbs liegt ja genau in diesem Raum) und zogen von dort aus Richtung Enns. Sie erreichten die Enns an verschiedenen Stellen hauptsächlich bei Weyer und bei Steyr (manche sogar weiter südlich über Lassing und den Mendlingpass), ließen dort das schwere Kriegsmaterial in die Enns rollen und zogen sich (teils zu Fuß über das Reichraminger Hintergebirge) Richtung Steyrtal zurück. Die meisten Teile der 1. SS-Panzerdivision gingen also tatsächlich in OÖ in Kriegsgefangenschaft.
 

Bunker Ratte

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#22
Als Ergänzung zum Ennsmuseum Kastenreith-Weyer:
@josef ich weiß nicht ob die Dampfmaschine auch schon 2009 dort ihren Platz fand? Auf jedenfall kann man hier interessante Dinge erblicken, abgesehen von der schönen Landschaft.

Die Dampfmaschine:
Sie stand ursprünglich im Sägewerk Mayer, Raunicher & Co (später Kraus) im Areal des ehemaligen Pichler-Egerer Schrotthammers, heute Kläranlage des Gaflenztales. Die Dampfmaschine wurde von der Firma R. Wolf in Magdeburg-Buckau 1910 gebaut und 1945 in gebrauchtem Zustand angekauft. Bis 1970 war sie in Betrieb, wurde mit Sägespänen beheizt und brachte eine Leistung von 150PS. Zwei Vollgattersägen und ein Drehstromgenerator wurden über eine Transmission mit Flachriemen angetrieben.
Quelle: Bildtafel auf Bild 70

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Bunker Ratte

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#23
Als Ergänzung zum Ennsmuseum Kastenreith-Weyer Teil2:

Rekonstruktion eines Schrotthammers
Der Hammerkopf und verschiedene Eisenteile wurden 1976 im Hammerbach in Kleinreifling gefunden und stammen vermutlich vom Mühlhammer, der seit ca. 1500 bestand und durch ein Hochwasser im Jahre 1899 zurstört wurde. Das angelieferte Rauheisen der Stucköfen (Halbmassel) bestand aus verschiedenen Eisensorten: außen weiches, schmiedbares Eisen, dann Hammereisen und in der Mitte die beste Sorte, der sogenannte Kernstahl. Diese Massel wurden durch Abspalten von Teilstücken und Ausschmieden in handliche Kloben gebracht.
Quelle: Bildtafel Bild 80

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