Kuriose und außergewöhnliche Sammelleidenschaften und Hobbys

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3.000 Arten im eigenen Garten
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Artenreichtum findet man nicht nur in Nationalparks, er ist auch im eigenen Garten möglich. Bestes Beispiel dafür ist der Privatgarten der Familie Holzschuh in Villach. Rund 3.000 Arten von Pflanzen, Insekten und Tieren gibt es hier und ist auch ein reiches Feld für Forscher.
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Auf den rund 1.000 Quadratmetern in Villach-Vassach gibt es ein großes Gespür für das Leben auf kleinstem Raum. Dem Ehepaar Katja und Carolus Holzschuh gelang es, in ihrem doch recht kleinen Nutz- und Ziergarten ein einzigartiges Miteinander unterschiedlichster Pflanzen- und Tierarten hervorzubringen. Carolus Holzschuh ist ein passionierter Insektenforscher, seine besondere Liebe gilt den Bockkäfern. Aber auch Ameisen und Wanzen sammelt er akribisch. Laut Naturwissenschaftlichem Verein kamen bereits 3.000 verschiedene Arten zusammen, alle aus einem einzigen Garten.

Forscher kommen regelmäßig
Regelmäßig besuchen auch andere Forscher den Garten, um den Artenreichtum zu dokumentieren. Christian Komposch vom Ökoteam der Uni Graz sagte, dass man sich von den Gefäßpflanzen bis zur Tierwelt alles anschaue. Flechten, Moose, Wirbeltiere, Reptilien oder Vögel, alles werde genau untersucht, sagte Komposch. Jeder Experte hat seine eigenen Sammel- und Fangmethoden.

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Zahlreiche Forscher kommen nach Vassach

Ob Botaniker oder Spinnenforscher, für sie ist der Garten eine wahre Fundgrube. Bei den Spinnen gibt es ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Arten im Garten, sagte Komposch.

Einzigartige Funde
Carolus Holzschuh ist bei jedem Fund mit großer Neugier dabei. Der gelernte Förster ist auch selber jeden Tag acht bis zehn Stunden in seinem Garten unterwegs, um zu forschen. Seine bisherigen gesammelten Ergebnisse lassen nur erahnen, wie viel an Forschungsarbeit hier bereits hineinfloss: „Am meisten gefreut hat mich ein Fund eines Rüsselkäfers, den es in Mitteleuropa überhaupt noch nicht gegeben hat“, sagte Holzschuh.

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Carolus Holzschuh hat eine große Sammlung aus seinem Garten

Garten nicht ununterbrochen pflegen
Um eine solche Vielfalt zu bekommen müsse man viele verschiedene Pflanzen im Garten zulassen und nicht nur reinen Rasen, den man ununterbrochen mäht, sagte Holzschuh. Christian Komposch sagte, dass man das Laub liegen lassen, nicht jeden Meter des Rasens mähen, keinen Rasenroboter losschicken und nicht mit Unkrautvertilgungsmitteln arbeiten solle.

Man soll die Dinge einfach gewähren lassen. Die artenreichen Ergebnisse will der naturwissenschaftliche Verein im kommenden Jahr in Buchform erscheinen lassen.
03.06.2021, red, kaernten.ORF.at

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Steirer verleiht Jagdtrophäen neuen Anstrich
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In Gaishorn am See im Bezirk Liezen gibt es eine Jagdtrophäensammlung der anderen Art: Robert Stuhlpfarrer, Meister der Lackiertechnik, verleiht dort seit zwei Jahren einer alten Tradition besonderen Anstrich.

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Mehr als 100 einzigartige Werke hat der Farbkünstler mittlerweile geschaffen – es gibt die bunten Trophäen gerahmt oder mit einem Ständer versehen als Skulpturen.
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Leidenschaft und Verbreitungswille
„Die Leidenschaft, eine Verbindung meiner Leidenschaft der Lackiertechnik mit der alten Tradition der Trophäensammlung zu schaffen. Ich möchte eigentlich erreichen, dass ich so viele Wände wie möglich schmücke und die Leidenschaft verbreite“, so Robert Stuhlpfarrer.

Schon als Kind ist er mit Trophäen in Berührung gekommen: „Mein Opa hat sie daheim herumliegen gehabt, er war leidenschaftlicher Jäger. Wir haben die immer in der Hand gehabt, haben mit ihnen gespielt und gebastelt. Der Opa hat einen neutralen Umgang mit der Jagd gehabt“, so Stuhlpfarrer.
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Facettenreich
Dass Altvertrautes völlig neu belebt wird, stößt unter eingefleischten Jägersleuten nicht nur auf Zustimmung. „Von der Jägerschaft kommt schon oft Verwunderung und die Aussage, ich könne doch den guten Bock nicht anmalen“, lacht der Lackierermeister. Er tut es aber dennoch – mit einer facettenreichen Farbpallette: „Ich arbeite mit Lösungsmittel-Lacken wie in der Autobranche, auch mit Effektlacken“, Die fertigen Werke kann man auf der Homepage von Robert Stuhlpfarrer besichtigen.
16.06.2021, red; steiermark.ORF.at

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Steirer verleiht Jagdtrophäen neuen Anstrich
 

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Von Trautmannsdorf in die Vergangenheit
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Ein lokalhistorisches Kleinod findet man in einer Nachbargemeinde von Bad Gleichenberg: In Trautmannsdorf betreibt der pensionierte Installateur Johann Prassl ein eigenes Freilichtmuseum, das zu Zeitreisen in die Vergangenheit lädt.

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Hinweis:
Das Museum ist von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
„Meine Eltern habe ich mit sieben Jahren verloren. Dann war es mir immer leid darum, wenn etwas von ihrem Hof weggekommen ist. So hat meine Sammelleidenschaft begonnen – und die lässt dann nicht mehr locker“, erzählt Johann Prassl.
Auf dem Grundstück neben seinem Haus hat er schließlich in Eigenregie sieben historische Gebäude nach- oder wiederaufgebaut: „Jedes Haus hat ein eigenes Thema: Das älteste zum Beispiel mit der Ur- und Frühgeschichte, dann sehen wir die Weinzödlei, das ist nichts anderes als Weinbauern-Arbeit.“

Unzählige Schätze
In einem Troadkasten aus dem Jahr 1828 kann man jetzt eine alte Dorfschmiede sehen: „Da habe ich die älteste Bohrmaschine der ganzen Umgebung – natürlich motorlos: Je schneller man dreht, desto schneller geht der Bohrer -und somit konnte man jedes Loch bohren.“ Drei Schmiede gab es anno dazumal im Dorf – ein angesehener Beruf, der einmal Handwerk und sogar Medizin miteinander verband.

Werner Krug
Der Schmied gehörte zu den angesehensten Berufen im Dorf

Im gleichen Haus hat der oststeirische Lokalhistoriker auch Erinnerungen an die Winkelschule ausgestellt: „Wir sind ein entlegener Winkel, und das nächste war in Graz oder Feldbach. Leerstehende Gebäude wurden notdürftig als Schulen eingerichtet; der Lehrer war meistens ein abgestürzter Student aus Graz und hat in der Winterzeit etwas Schreiben und Rechnen unterrichtet – im Sommer haben die Kinder gearbeitet.“

Auf die Not vergangener Zeiten verweist die nachgebaute Wildererstube: „Bei uns gab es wenige Großbauern, und die Kleinkäuschler hatten große Probleme: Die Mütter haben vielleicht einmal im Monat Fleisch serviert, weil es nicht anders möglich war. Dann hat man die Burschen des Hauses oder die Väter in den Wald geschickt, um zu wildern.“

Werner Krug
Das Freilichtmuseum bietet einen Spaziergang durch die Zeit

Das Freilichtmuseum Trautmannsdorf dokumentiert eindrucksvoll die jahrtausendealte Geschichte der Region. Für Museumsleiter Johann Prassl ist jeder Spaziergang eine Zeitreise – mit Fundstücken, die bis in die Steinzeit zurückreichen.
24.06.2021, red, steiermark.ORF.at

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Von Trautmannsdorf in die Vergangenheit
 

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Astronomische Uhr in Braunau
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Ein Schlosser aus Braunau hat viele Jahre unermüdlich an einer sogenannten Astronomischen Uhr gearbeitet. Nun ist sie fertig und ziert den Stadl seiner Werkstatt im Nachbarort. Neben der Uhrzeit zeigt sie etwa auch die Mondphasen sowie Sonnenauf- und Sonnenuntergang an.

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Wenn Wolfgang Auer auf seine Astronomische Uhr blickt, dann erfüllt ihn das mit Stolz. Wohl zu recht, denn immerhin hat der 74-Jährige ganze 17-Jahre lang daran gearbeitet. „Eigentlich eine richtige Ausdauer und Geduld hat es gebraucht. Ich hab mir keinen genauen Zeitplan gesetzt. Nur, dass ich’s noch erleben will, dass sie fertig wird, die Uhr“, so Auer.

ORF OÖ
Schlosser Wolfgang Auer bei der Arbeit

Gelassenheit war wohl die richtige Einstellung für den Tüftler aus dem Innviertel, der vor Jahren etwa auch bei der Restaurierung des Salzburger Glockenspiels entscheidend mitgeholfen hat. Die Skizze eines Konstrukteurs aus dem 15. Jahrhundert war die Vorlage für die Astronomische Uhr. Wolfgang Auer überlegte, was er verbessern könnte und machte sich ans Werk.

Zu 100 Prozent Handarbeit
Jede Schraube und jedes Zahnrad wurden in Handarbeit gefertigt. Da konnte es schon einmal passieren, dass bei einem Zahnrad ein Zahn fehlte und dann ging es eben wieder von vorne los. „Da hab ich dann mal ein paar Tage gefeilt, bis ich drauf gekommen bin, dass ich 18 Zähne ausgefeilt habe, statt 19“, so Auer.

Das Ergebnis ist letztlich beachtlich. Die Uhr, die ganz ohne Elektromotor auskommt und alle acht Tage aufgezogen werden muss, zeigt nicht nur die Uhrzeit an. „Ganz vereinfacht gesagt, zeigt sie 24 Stunden an, außerdem Mondumlauf und Mondphasen. Sonnenauf- und -untergang, sowie Sonnen- und Mondfinsternis.“
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Ehepaar Auer

Geschenk für Ehefrau
Wolfgang Auer hat die Uhr vor Jahren für seine Frau geplant. Die wusste anfangs gar nichts davon. Es war ein Geschenk. Und die Uhr wird wohl nicht das einzige Geschenk bleiben: denn die Lebensträume sind mit der Astronomischen Uhr für Wolfgang Auer noch lange nicht zu Ende. Der Schlosser und Uhrenexperte hat noch immer viele Aufträge. Es werde ihm "gewiss nicht fad“, sagt er gelassen.
29.06.2021, red, ooe.ORF.at
Astronomische Uhr in Braunau
 

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Miniaturwelt im eigenen Garten
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Paul Schmiedmaier aus Unterloibl ist 100 Jahre alt und hat sich in den letzten 40 Jahren in seinem Garten sein eigenes Minimundus geschaffen. Der gelernte Tischler baut vor allem Bauernhäuser der Region im Miniaturformat und ist noch lange nicht fertig damit.
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Es ist eine eigene Welt, die sich dem Besucher öffnet, wenn er den Garten von Paul Schmiedmaier besucht. Mehr als 40 seiner selbst gefertigten Gebäude im Miniaturformat stellte der 100-Jährige auch in diesem Sommer wieder auf. Blickfang ist eine Burg, eine Mischung aus Burg Falkenstein im Mölltal und der Burg Hochosterwitz.

Schon als Bub von Holz fasziniert
Die Vorlagen für die Bauernhäuser und Heuharpfen stehen oder standen in der Umgebung. Darunter auch das Keuschlerhaus, in dem Schmiedmaier im Juni 1921 geboren wurde. Schon als kleiner Bub war Holz sein liebstes Spielzeug, es gab sonst nicht viel: „Ich habe es selbst abgehobelt und gebastelt. Als ich in die Schule gegangen bin habe ich auch schon die ersten Weihnachtskrippen gemacht.“

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Dann machte Schmiedauer eine Tischlerlehre, war später für Tischlerarbeiten bei den Kärnterischen Eisen- und Stahlwerken (KESTAG) in Ferlach zuständig. Auf die Idee, Holzhäuser zu bauen, brauchte ihn seine jüngste Tochter: „Sie hat einmal zu mir gesagt, Tati, mach mir eine Keusche zum Spielen. So habe ich immer bessere gemacht. Einmal war ich in Minimundus und habe gesagt, ich werde versuchen, das nachzumachen.“

Bildstock mit 99 Jahren gezimmert
Mehrere hundert solcher Miniaturholzhäuser entstanden in den letzten Jahrzehnten in seiner Werkstatt. Oft rekonstruiert Schmiedmaier die Gebäude aus dem Gedächtnis oder anhand von alten Fotos. Das jüngste Werk ist ein Bildstock, den er im vergangenen Winter zimmerte.
Die Arbeit in seiner Werkstatt ist neben seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln die wichtigste Energiequelle für Schmiedmaier. Dass er mit 100 Jahren noch so fit ist führt er auf sein bescheidenes Leben zurück und auf das Motto: „Ärger ist das größte Gift fürs Herz. Es ist giftiger als Nikotin.“ Immer noch ist er auf der Suche nach Vorlagen für neue Miniaturholzhäuser.
06.07.2021, red, kaernten.ORF.at
Miniaturwelt im eigenen Garten
 

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Wurlitzermuseum in Rechnitz
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Die „Coco-Bar“ in Schachendorf ist als erste Diskothek des Südburgenlands in die Geschichte eingegangen und war bis in die späten 70er Jahre ein Kulttreff für Tanzbegeisterte und Feierlaunige. Im Keller seines Hauses in Rechnitz eröffnete ihr Besitzer Otti Varga nun ein Nostalgiemuseum aus Erinnerungen und einer Sammlung historischer Musik- und Unterhaltungselektronik.
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Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten des Nostalgiemuseums in Rechnitz (Bezirk Oberwart) eröffnet sich den Besuchern eine Zeitreise durch die fast vergessene Welt der Jukeboxen und Wurlitzer. Beatles-Liebhaber Otto Varga hat sich das Sammeln dieser Raritäten zu seiner großen Leidenschaft gemacht. „Die Leute sind gekommen. Es war nicht so wie heute, wo jeder Musik mit Kopfhörern hören kann. Damals musste man Geld einwerfen, damit man die Musik, die einem gefiel, hören konnte. Vor zehn Jahren habe ich dann den ersten Wurlitzer privat gekauft. Es wurden immer mehr – es ist eine Leidenschaft geworden“, so Varga.

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Otto Varga sammelt Wurlitzer
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Das Wurlitzermuseum in Rechnitz

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Ein Wurlitzer

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Das Wurlitzermuseum in Rechnitz

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Das Wurlitzermuseum in Rechnitz

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Auch Falco, alias Hansi Hölzl, STS oder Christian Kolonovits holte Otto Varga im Laufe der Zeit ins Südburgenland

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Erinnerungen an die Coco-Bar
Varga ist als Sammler und Konzertveranstalter weit über die Bezirksgrenzen bekannt. Seine ehemaligen Stammgäste verweilen heute als Museumsbesucher in nostalgischen Erinnerungen an die legendäre „Coco Bar“. „Ich bin aus einer anderen Ortschaft. Wir mussten hinfahren – manchmal waren wir sieben oder acht Personen im Auto. Wir waren jedes Wochenende in der Coco-Bar in Schachendorf“, so Anelise Berczeny aus Althodis. „Da kommen sogar solche Erinnerungen hoch, als wir noch so klein waren, dass wir noch gar nicht in die Bar durften. Als wir dann alt genug waren, war es wunderschön“, sagte Leo Puskarits aus Schachendorf.

Holte Stars ins Südburgenland
Die Resetarits Brüder, Falco alias Hansi Hölzl, STS oder Christian Kolonovits sind nur einige wenige der namhaften Künstler, welche Otto Varga im Laufe der Zeit ins Südburgenland holte. „Es ist ein Wahnsinn, dass Otto so eine Leidenschaft hat – für Rechnitz ist es ein kleines Highlight“, so der Bürgermeister von Rechnitz Martin Kramelhofer. „Wenn ich manche Lieder im Radio höre, dann denke ich mir – der hat hier gespielt. Es ist immer etwas anderes, wenn man die Leute kennt“, sagte Anastasia Hatwagner, Otto Vargas Schwester. Neben knisternder Jukeboxmusik klang der Eröffnungsabend im Sonnenuntergang am Fuße des Geschriebensteins in nostalgischen Erinnerungen aus.
26.07.2021, red, burgenland.ORF.at
Wurlitzermuseum in Rechnitz
 

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Telefonsammler aus Leidenschaft
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Es gibt wohl kaum eine technische Errungenschaft, die unser aller Leben nachhaltiger geprägt hat als das Telefon. Sie sind die große Leidenschaft des pensionierten Fernmeldetechnikers Josef Resnik aus Bad Radkersburg.

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Eigentlich hätte Josef Resnik als junger Mechaniker nach dem Krieg bei der Post die Autobusse in Schuss halten sollen – durch einen Zufall kam er dann aber zum sogenannten Entstördienst: „Wenn die Leitung wo hin war, oder der Apparat, oder wenn ein Teil des Apparats etwas gehabt hat, dass er nicht telefonieren hat können, dann habe ich hinfahren müssen und das gemacht“, erzählt der 91 Jahre alte Südoststeirer.

Telefongespräche lange per Hand hergestellt
Bei anfangs gerade einmal 150 Teilnehmern war dies zwar eine überschaubare, aber trotzdem wichtige Aufgabe: „Was glauben’s, wie oft sie Samstag oder Sonntag zu mir gekommen sind mit den Worten ‚Du, mein Telefon geht nicht‘.“ Die Südoststeiermark war das letzte Gebiet Österreichs, in dem bis in die frühen 70er-Jahre Telefonverbindungen noch von Hand hergestellt wurden, „aber die Vermittlung hat mithören können, die hat immer geschaut, ob sie noch reden“.

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Eine bunte Vielfalt verschiedener Telefone zählt Josef Resnik zu seiner Sammlung

„Ohne Handy geht nix“
Mit der fortschreitenden Modernisierung des Telefonnetzes wurden viele der schönen alten Apparate obsolet und weggeworfen – einige konnte Josef Resnik retten. Obwohl er als Fernmeldetechniker quasi an der Quelle saß, hat Josef Resnik privat aber erst sehr spät – bei der Erweiterung des Wählamtes – einen eigenen Anschluss bekommen.

Dafür hat er noch immer seine allererste Telefonnummer, und mittlerweile natürlich auch ein Mobiltelefon, internetfähig, versteht sich. „Ja sicher, ohne Handy geht nix, man muss ja am Laufenden sein.“ Dass er deswegen aber gleich eine Plaudertasche geworden wäre, stellt der 91-Jährige in Abrede: Denn beim privaten Telefonieren lebt er das Motto „Weniger ist mehr“.
26.07.2021, red, steiermark.ORF.at
Telefonsammler aus Leidenschaft
 

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Mühlviertler hat über 4.000 Barbiepuppen
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Drei Viertel der Österreicher (76 Prozent) haben eine Sammelleidenschaft. Ein eher ungewöhnliches Sammelobjekt hat ein junger Mühlviertler: Dominik Schinkinger aus dem 180-Einwohner-Ort Mollmannsreith (Bezirk Rohrbach) ist stolzer Besitzer von über 4.000 Barbiepuppen.
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Es ist eine der größten Barbie-Sammlungen in Österreich, das wurde dem jungen Mühlviertler schon öfter gesagt. Die legendären Plastikpuppen aus den USA sind weltweit zum begehrten Sammlerstück geworden. Barbie wurde mehr als eine Milliarde Mal verkauft.

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„Ich freu mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn ich meine ‚kleine Barbiewelt‘ anschaue.“

In der Pandemie hat die Kultpuppe, die vor 62 Jahren auf den Markt kam, ihrem Hersteller einen Rekordumsatz beschert. Weltweit wurden drei Barbie-Puppen pro Sekunde verkauft.
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Erstes Barbie-Fotoalbum mit zwei Jahren
In Mollmannsreith wurde Schinkinger – er konnte gerade laufen – bereits mit dem Barbie-Virus angesteckt. Denn als jüngster in der Familie hat er mehr mit den Mädchen aus der Nachbarschaft gespielt als mit seinen deutlich älteren Brüdern. Begehrteste Spielobjekte waren damals die „amerikanischen Model-Puppen“. Bereits mit zwei Jahren hatte er ein Barbie-Fotoalbum und bald darauf seine erste Barbie. Später investierte er sein ganzes Taschengeld, wenn er sie nicht geschenkt bekam.

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Barbies aus früheren Jahren

Aber seine Sammelleidenschaft zeigte ihm auch eine dunkle Seite: als Zwölfjähriger wurde er so gemobbt, dass er alle Barbies verkaufte: „ich wollte ‚normal‘ sein“, so Schinkinger.

„Jetzt pfeife ich auf das Gerede“
Nach zwei Jahren kehrte die Sammelleidenschaft zurück und wurde zur Passion, die bis heute anhält. Mittlerweile besitzt der junge Mühlviertler mehr als 4.000 Exemplare und pfeift auf das Gerede rundherum. „Ich freu mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn ich meine ‚kleine Barbiewelt‘ anschaue.“

Die ältesten Puppen datieren aus den 1960er Jahren. Seine Sammlung zeigt, wie sich die Barbie im Laufe der Zeit gewandelt hat. Schinkinger fasziniert die Diversität der Anziehpuppen: „Ob Prinzessin, Raumfahrerin, Pilotin – eine Barbie kann alles sein“.

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Schinkinger arrangiert die Puppen immer wieder neu.

Über den Wert seiner Sammlung spricht der der 24-Jährige nicht gerne. Seine Puppen findet er im Internet, auf Messen und auf Flohmärkten. Die Neuzugänge werden dann nach allen Regeln der Kunst in Szene gesetzt.

Etwa 300 Euro gibt der Elektroverkäufer für sein Hobby im Monat aus. Schinkinger träumt von einer eigenen Barbie-Ausstellung, vorerst präsentiert er seine Schätze nur auf seiner Instagram-Seite.
02.08.2021, red, ooe.ORF.at
Mühlviertler hat über 4.000 Barbiepuppen
 
Barbie - Updated

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Impfstoff-Entwicklerin Sarah Gilbert kennt man eigentlich als unermüdliche Forscherin, die im Kampf gegen Corona unter anderem das Vakzin AstraZeneca mitentwickelt hat. Nun wurde die 59-Jährige mit einer eigenen Barbie-Puppe geehrt. „Sehr komisch“, habe sich dies angefühlt - doch nun wünsche sie sich, dass „meine Puppe Kinder auf Berufe aufmerksam macht, die sie vorher nicht kannten, wie Immunologin“.

 

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Beim Computermuseum Kautzen stehen Retro-Rechner im Kuhstall

Vor einem Jahr hat ein gut gelaunter IT-Angestellter seine Homecomputer- und Games-Sammlung in den Kuhstall gestellt und öffentlich gemacht. Ein Besuch.

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Im nördlichen Waldviertel, direkt an der tschechischen Grenze, liegt ein besonderes, kleines Dorf namens Kautzen. In Kautzen gibt es unter anderem ein Schloss, eine mysteriöse Steinformation und einen UFO-Landeplatz. Ebenfalls kurios, aber ganz in einem anderen Bereich angesiedelt ist eine weitere Attraktion. Sie wird betrieben von einem sehr geselligen IT-Angestellten, der in seiner Freizeit einen Kuhstall in ein kleines Museum verwandelt hat. Seit vorigen Sommer gibt es das Computermuseum Kautzen.

Von der Man-Cave zum Museum
Eine Zeit lang war Andreas Zahrl überhaupt kein Computer- und Computerspielesammler. Bis er irgendwann ein altes Nintendo Entertainment System (NES) im Sperrmüll gefunden hat, das sogar noch funktionsfähig war. Er hatte Blut geleckt und erst mal ein bisschen alte Konsolen-Games gesammelt. Doch eigentlich war und ist er Fan von Homecomputern. So ging es dann los: Der C64 und vor allem der Amiga 500, der Rechner seiner Jugend, wurden als erstes angeschafft.


Robert Glashüttner
Als es bald immer mehr Retro-Rechner wurden, wollte Andreas diese nun in einer Kuhstall-Man-Cave aufstellen und sich daran erfreuen. Aber alleine ist das irgendwie langweilig, meint er im Interview mit FM4. Also wurde ein Museum draus.

Vielfalt der Heimcomputer
Auf den 34 Quadratmetern des Computermuseums Kautzen stehen rund zwanzig alte Heimcomputer liebevoll nebeneinander angereiht - alle aus einer Zeit, wo unterschiedliche Firmen, Marken und Systeme um die Vorherrschaft am damals noch ganz neuen Heimcomputermarkt gekämpft haben und der Vorgänger des heutigen PCs nur einer von vielen war. Alle Geräte im Museum sind in Betrieb, und auf jedem Rechner läuft ein anderes Computerspiel. Die Vielfalt im Design der 80er-Jahre-Computer und auch bei der jeweiligen Grafikdarstellung ist erstaunlich.

Das Computermuseum Kautzen ist ganzjährig geöffnet, allerdings nur mit Voranmeldung zugänglich. Der Eintritt ist frei, das Museum freut sich aber natürlich über Spenden.

Man soll die Computer angreifen und benützen können, sagt der Gründer und Betreiber des Computermuseums Kautzen, anders mache das keinen Sinn. Und damit Menschen auf sein kleines Museum aufmerksam werden, ist Andreas Zahrl sehr aktiver Podcaster und in der deutschsprachigen Retro-Gaming-Szene kein Unbekannter. Darüber hinaus veranstaltet er immer wieder kleine Specials in seinem Museum und versucht auch, vorbeikommende Radfahrer*innen anzulocken.


Robert Glashüttner
Was man bei einer Radtour vom Waldviertel nach Tschechien so finden kann.

„Ice Climber“ statt „Fortnite“
Aber funktioniert so ein Museum für Oldschool-Computer und -spiele auch für Menschen von 15 und 29 Jahren? Am Anfang fragen junge Besucher*innen oft, wo die PS4 sei, sagt Andreas. Doch dann setzt er sie vor „PONG“ oder den Nintendo-Oldschool-Klassiker „Ice Climber“ und wartet mal fünf bis zehn Minuten ab. Danach wird kaum noch nach „Fortnite“ und Co. gefragt.

Der Charme, den sowohl das Computermuseum Kautzen als auch sein leidenschaftlicher Betreiber versprühen, ist ansteckend. Neben den alten Rechnern sind an den Wänden auch einige hundert alte Games in den Originalverpackungen ausgestellt, und auf den Wänden hängen bunte Spieleposter. Aber eine Frage wurde noch nicht beantwortet: Warum ist das Museum ausgerechnet in einem alten Kuhstall angesiedelt? Einerseits, sagt Andreas Zahrl, weil nebenan gleich der Heizraum ist, und andererseits, weil die dicken Wände quasi von selbst dafür sorgen, dass es im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht zu heiß wird. Perfekt für Elektronikbauteile also.


Robert Glashüttner
Mitten in der Retro-Hard- und -Software steht Andreas’ Workstation, wo auch gepodcastet wird.

Landpartie mit Retro-Gaming
Wer jetzt Lust bekommen hat, sich das entzückende Retro-Computermuseum in einem Kuhstall im nördlichen Waldviertel anzusehen, schreibt Andreas einfach ein Mail oder ruft an. Auf der minimalistisch-schicken Website werden immer wieder auch Updates und Blog-Einträge gepostet.
11.08.2021, von Robert Glashüttner

Beim Computermuseum Kautzen stehen Retro-Rechner im Kuhstall - fm4.ORF.at
 

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Zinnfiguren: Ein selten gewordenes Hobby
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Vor etwa 30 Jahren hat Hermann Sauly seine Leidenschaft zum Zinnfigurengießen und Bemalen entdeckt. Mittlerweile fertigte er in seiner Werkstatt in Neulengbach (Bezirk St. Pölten) bereits tausende Figuren in Handarbeit. Dieses Hobby teilen heute nicht mehr viele.
Online seit heute, 19.09 Uhr
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Begonnen hat die Leidenschaft vor 30 Jahren, erinnert sich Hermann Sauly im Gespräch mit noe.ORF.at. „Damals war ich in einem Zinnfigurenmuseum und die Figuren haben mich einfach fasziniert“, erzählt der pensionierte Elektriker mit strahlenden Augen.

Beim Besuch seiner Werkstatt in Neulengbach (Bezirk St. Pölten) demonstriert Sauly den Entstehungsprozess seiner Figuren. Zunächst wird eine Zinn-Blei-Mischung erhitzt und anschließend in Formen gegossen. Nach dem Abkühlen werden die Figuren entnommen, korrigiert und geschliffen. Der aufwendigste Arbeitsschritt sei allerdings das Bemalen, erzählt Sauly. „Man muss dabei sehr fein arbeiten. Manchmal bemalt man nur zwei Millimeter große Flächen.“ Der feinste Pinsel, den er etwa für die Augen seiner Figuren verwendet, besteht aus nur einem einzigen Pinselhaar. So dauert es mehrere Stunden, um eine einzige Figur fertigzustellen.

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In seiner Vitrine sammelt Hermann Sauly seine Lieblingsfiguren
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Jede Figur wird in Handarbeit hergestellt und anschließend bemalt

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Diese Zinnsoldaten sind erst teilweise bemalt

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Figurensets samt Zubehör wechseln um mehrere hundert Euro den Besitzer

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Aufwendige Handarbeit hat ihren Preis
Dass die Herstellung einer einzelnen Figur viel Zeit in Anspruch nimmt und reine Handarbeit ist, schlägt sich laut Sauly auch auf die Verkaufspreise nieder: „Einzelne Soldaten werden im Internet um knapp 20 Euro angeboten. Ein Set mit Kanone und fünf Soldaten kann 300 bis 400 Euro kosten.“
Er selbst hat den Großteil seiner Figuren an Freunde, Familie und Urlaubsbekanntschaften verschenkt. In seiner Vitrine sind derzeit nur etwas mehr als 100 Zinnfiguren ausgestellt. „Die Vitrine will ich wieder anfüllen. Da passen noch einige hundert Figuren hinein“, so Sauly. An die Arbeit macht er sich allerdings erst wieder im Herbst. Im Sommer widmet er sich nämlich seinem zweiten großen Hobby: der Paradeiserpflanzen-Zucht.
15.08.2021, Peter Neuhofer, noe.orf.at
Zinnfiguren: Ein selten gewordenes Hobby
 

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Heiß und 100: Alte Lady auf Asphalt
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Sie ist so alt wie das Burgenland und die große Liebe des Eisenstädters Hans-Günther Kolar: eine britische Norton 17C, ein Motorrad aus dem Baujahr 1921. In liebevoller, jahrelanger Kleinarbeit hat der Pensionist die alte Lady zum heißen Eisen gemacht. Jetzt meistert sie sogar die Großglockner Hochalpenstraße.
Online seit heute, 15.22 Uhr
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Beim Starten lässt sich die alte Dame zunächst lange bitten, aber dann erliegt sie doch dem Charme ihres Besitzers Hans-Günther Kolar und knattert los. Gebaut wurde die Norton 17C vor genau 100 Jahren im englischen Birmingham. Völlig ramponiert und fahruntauglich trat sie Jahrzehnte später ins Leben des Eisenstädter Motorrad-Enthusiasten. "Ich habe sie vor ungefähr 20 Jahren bekommen, habe drei, vier Jahre restauriert und seit zehn Jahren ist sie fahrbereit.

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Keine Ersatzteile verlangen viele Fertigkeiten
Bis zur ersten Ausfahrt waren unzählige Arbeitsstunden nötig. Ersatzteile gab es längst nicht mehr, der gelernte Kaufmann musste vieles selber anfertigen: Schrauben, Hebel, Knöpfe. „Da drüben steht die Drehbank, zu Hause habe ich eine Fräse. Und wenn man sich nicht auskennt, wie es geht, dann muss man einen Kurs machen im Wifi.“

Luft- und Benzinzufuhr händisch zu regeln
Keinen Wifi-Kurs gibt es für die Kunst diese Maschine zu pilotieren. Das 500 Kubik-Motorrad bringt es immerhin auf bis zu 100 km/h. Mit der Fahrt auf einem modernen Motorrad hat es wenig zu tun. „Es gibt keinen Drehgriff, der Vergaser ist hier: Hier ist die Luft zu regeln und hier die Benzinzufuhr. Die Zündung ist hier zu verstellen, Vorzündung und Nachzündung. Und zum Starten gibt es einen Ventilheber. Da hebt man ein Ventil auf, damit man leichter durchtreten kann, muss aber zum richtigen Zeitpunkt wieder loslassen, sonst ist wieder nichts“, erklärt Kolar alle Hebel und Griffe.

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Karbidsteine für Beleuchtung
Ein Kapitel für sich ist die doch eher bescheidene Beleuchtung: „Da füllt man Karbidsteine und das Wasser ein, dann dreht man auf. Das Wasser tropft dann auf das Karbid, das entwickelt Acetylengas, das strömt durch den Schlauch und vorne zündet man dann an – mit einem Zündholz, denn mit einem Feuerzeug kommt man nicht hinein.“

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Noch nie im Stich gelassen
Also mehr Funsen als Scheinwerfer, deshalb auch ein besonderer Vermerk im Zulassungsschein: In der Nacht darf das Motorrad nicht gefahren werden. Und so nützen Hans-Günther Kolar und seine Norton die Sonnenstunden um etwa über die Großglockner Hochalpenstraße oder sogar über das Stilfser Joch zu zuckeln. „Außer dass ich jetzt ein bisschen Startschwierigkeiten habe, bin ich immer nach Hause gekommen. Sie hat mich noch nie im Stich gelassen.“ So soll es auch noch viele Jahre bleiben.
28.08.2021, red, burgenland.ORF.at
Heiß und 100: Alte Lady auf Asphalt
 

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Grafiker baut Wiens Bauwerke aus Lego nach
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Der Wohnpark Alterlaa aus Legosteinen: Das ist das aktuelle Vorhaben des Wiener Werbegrafikers Harald Gach. Dutzende andere Wiener Gebäude hat er bereits nachgebaut – vom Ringturm bis zum Stephansdom.
Online seit heute, 12.32 Uhr
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„Zuerst schau ich mal im Internet: Finde ich Fotos, finde ich Pläne? Oder ich kann selber hingehen und fotografiere es von der Seite, von der ich es nachbauen möchte“, erzählte Gach in „Wien heute“, wie er an seine Lego-Projekte herangeht. Im zweiten Schritt plane er dann den Bau mit einer Software am PC. Und dann bestelle er die Steine, so Gach: „Ich habe sehr viele Steine parat, aber alle Steine hat man nie, die man braucht.“

100.000 Stück hat der Werbegrafiker und Künstler inzwischen zu Hause. Der 56-Jährige lebt damit seinen Kindheitstraum, für ihn ist Lego aber nicht nur Spielzeug. „Ich betrachte Lego auch als Material, als künstlerischen Rohstoff, wie man Pastellkreiden, Ölfarben, Gips, Stein oder Holz auch sehen kann – und mit dem kann man etwas schaffen“, schilderte Gach.

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Dutzende Gebäude baute Gach bereits nach – darunter etwa das Parlament, der Stephansdom, die Karlskirche und der Ringturm
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Auch das Rathaus lässt sich mit Legosteinen bauen …
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… ebenso das Josefstädter Amtshaus
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Bevor er losbaut, plant Gach die Gebäude am Computer
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Sein nächstes Projekt: Der Wohnpark Alterlaa
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Nachgebaut hat er bisher unter anderem das Parlament, die Karlskirche und auch den Karl-Marx-Hof. Gebäude außerhalb Wiens fängt der Lego-Künstler gar nicht an – denn auch in seiner Heimatstadt findet er kein Ende.

Sein nächstes Projekt ist nun der Wohnpark Alterlaa – wenn auch nur ein Gebäude davon. Das „jucke“ ihn schon sehr lange, er hab keine Ideen gehabt, wie das vernünftig zu realisieren sei. „Aber jetzt glaube ich, habe ich einen Weg gefunden.“
30.08.2021, red, wien.ORF.at

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Hüter der alten Lavanttaler Mühlen
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An der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten, zwischen dem Mur-, und Lavanttal, erhebt sich die Koralpe. Ein Gebiet, in dem sich einige Menschen dem Erhalt von Traditionen verschrieben haben. Zwei Lavanttaler machten sich den Erhalt alter Mühlen zur Lebensaufgabe.
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Entlang des Gemmersdorfer Baches gab es einst mehr als ein Dutzend Mühlen. Mit der Erschließung des Stromnetzes verfielen diese nach und nach. Seit Anfang der 1990er Jahre kümmert sich der gelernte Zimmermann Karl Hasenbichler um deren Erhalt. Er restauriert und wartet – gemeinsam mit Herbert Hasenbichler – die alten Mühlen und erweckt sie zu neuem Leben.

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Alte Mühle am Gemmersdorfer Bach

Alte Technik – noch heute gefragt
Hasenbichler verlässt sich ganz auf das Wissen der Vorfahren. Es ist ihm ein Anliegen, dieses Wissen auch zu erhalten und weiterzugeben: „Das Wasser gelangt durch die sogenannte Wir auf das Wasserrad. Das Wasser treibt das Wasserrad an, innen ist ein Kammrad, das die Mühle, den Stein, antreibt. Das kann man einstellen. Der obere Stein läuft und der untere steht fest. Das Getreide, das zu mahlen ist, rieselt herein und wird durch eine Gosse hinunter in einen Mehlbeutel gesiebt.“
Das Mehl wird sechs bis sieben Mal gemahlen – je nach gewünschtem Mahlgrad muss es immer wieder aufgeschüttet und herunter gelassen werden.

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Die sogenannte „Wir“

Mühlstein muss regelmäßig rau gemacht werden
Regelmäßige Wartungsarbeiten sind erforderlich, erzählt Hasenbichler: „Es muss geschmiert werden. Es sind ja auch bewegliche Teile vorhanden und die Steine müssen alle zwei Jahre behauen werden. Das heißt, die Oberfläche muss mit einem eigenen Werkzeug rau gemacht werden, damit der Mahlvorgang wieder funktioniert.“

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Regelmäßige Wartung ist erforderlich

Früher nutzten die Bauern die Mühlen fast ausschließlich für den Eigenbedarf: „Es gab ja keine Gefriertruhen, keine Kühlschränke. Dadurch hatten sie kein Frischfleisch und es wurde unter der Woche fast nur Hausmannskost gemacht. Dazu brauchte man fast immer Mehl, zum Beispiel für Sterz oder Kärntner Nudel", so Hasenbichler.
09.09.2021, red, kaernten.ORF.at
Hüter der alten Lavanttaler Mühlen
 
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