Meteoritensichtung - Feuerkugel am Himmel...

josef

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#1
Meteorit: Zahlreiche Sichtungen
Eine große Feuerkugel war am Montagnachmittag am Himmel über Österreich zu sehen. Sichtungen gab es es in Slowenien, Italien, Deutschland, Schweiz und Österreich. Auch in Kärnten haben zahlreiche Menschen die von einem Meteor ausgelöste Leuchterscheinung gesehen.
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Um etwa 15.35 Uhr war die Feuerkugel zu sehen. Bisher gibt es laut dem Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien, Ludovic Ferriere bereits mehr als 350 Meldungen über Beobachtungen. Es wird geschätzt, dass die Flugbahn des Meteors ungefähr östlich des Attersees (OÖ) endete. Ob der Himmelskörper in der Erdatmosphäre vollständig verglüht ist oder es zu einem Metoritenfall gekommen ist, also Reste auf die Erde gefallen sind, ist noch unklar.

Sichtung in Presseggen: Feuerkugel mit Schweif
Andreas Schuller aus Presseggen war gerade bei der Gartenarbeit, als er am Himmel plötzlich den Feuerball wahrnahm. „Das Ereignis hat nur wenige Sekunden gedauert, war aber sehr beeindruckend. Die Form war eher so tropfenförmig – vorne eine Feuerkugel und hinten ein weißer Schweif – und hat sich so schräg über den Himmel vom Gartnerkofel über den Presseggersee in Richtung Nordosten bewegt Richtung Spitzegelkette.“
Er habe noch befürchtet, dass es zu einem Brand kommen könnte, wenn der Meteorit auf der Erde aufschlägt, doch dazu ist es nicht gekommen. „Es hat auch einen Knall gegeben. Ich nehme an, dass der Meteorit schon in der Atmosphäre verglüht ist. Das war wirklich ein Glücksfall, das zu beobachten.“

Beobachter zweifeln an ihren Eindrücken
Wenn man nicht wirklich in dem Moment genau auf den Himmel blickt, würde man das übersehen, sagte Schuller. „Ich war mir zuerst nicht einmal sicher, ob das ein Meteorit ist, weil das so schnell gegangen ist. Ich hab das dann noch meiner Frau erzählt und war mir auch noch nicht sicher ob es vielleicht eine Luftspiegelung oder Blendung war.“ Ein Telefonat mit einem Freund, der den Meteorit ebenfalls gesehen hatte, bestätigte aber das Ereignis.

Auch der junge Stefan Millounig aus Bad Bleiberg wurde durch Zufall beim Computerspielen Zeuge des einzigartigen Schauspiels am Himmel: „Zuerst hab ich gedacht, ich hab mich verschaut. Der war zwei Sekunden da oder eine und dann war er wieder weg. Zuerst hab ich gedacht, dass das nur ein Nacheindruck ist, wenn man auf den Bildschirm schaut.“

Auch die Befürchtung sei aufgekommen, dass es sich um einen Flugzeugabsturz gehandelt haben könnte, tauchte auf, sagte der Bursche. „Der Papa hat dann so ein Forum gefunden wo gestanden ist, dass das ein Meteor war und dass das ein paar Leute gesehen haben.“

Zeugen werden gebeten, sich zu melden
Das Naturhistorischen Museum (NHM) Wien bittet jedenfalls, Beobachtungen der Feuerkugel auf entsprechenden Meldeseite des NHM im Internet einzutragen.
07.04.2020, red, kaernten.ORF.at

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Meteorit: Zahlreiche Sichtungen
 

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#2
Feuerkugel über Österreich

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Ein spektakuläres Schauspiel hat diese Woche über Österreich gesehen werden können: Am Montagnachmittag ging ein Meteor mit einem langen Feuerschweif nieder. Ersten Berechnungen zufolge könnten Bruchstücke davon in der Nähe des Mondsees gelandet sein.
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Am Montagnachmittag um kurz nach 15.30 Uhr läuteten beim Naturhistorischen Museum (NHM) in Wien die Alarmglocken: Dort befindet sich mit rund 10.300 Objekten eine der größten Meteoritensammlungen der Welt. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Videos einlangten. „Fantastisch“, sagte der Kurator Ludovic Ferriere im Gespräch mit dem ORF, „ich habe schon viele Sternschnuppen gesehen, aber einen Meteoriten leider noch nie.“

Sollten Teile der Feuerkugel tatsächlich auf die Erde gefallen sein, würde eine lange „Durststrecke“ derartiger Ereignisse in Österreich zu Ende gehen. Der letzte Meteorit schlug laut Ferriere am 5. November 1932 in Prambachkirchen ein, einer kleinen Gemeinde nahe Eferding in Oberösterreich.

Maximal ein Meter Durchmesser
Mittlerweile hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bestätigt, dass er sich um einen Steinbrocken aus dem All gehandelt haben dürfte, der auf seinem Irrflug durchs Weltall die Bahn der Erde gekreuzt hat. Auch der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat seine Druckwelle an mehreren seismischen Stationen registriert.

Vermutlich habe der Meteor einen Durchmesser von „mehreren Dezimetern bis zu einem Meter“ gehabt und sei mit etwa 20 Kilometern pro Sekunde – etwa 72.000 km/h – in die Atmosphäre eingedrungen. Dabei zog er einen langen Feuerschweif hinter sich her, der am Montagnachmittag trotz Sonnenscheins in Österreich und auch in den Nachbarländern gut zu sehen war.

100 Tonnen Weltraumteilchen pro Tag
An sich ist so ein Ereignis gar nicht so selten: Die US-Weltraumbehörde (NASA) schätzt, dass jeden Tag rund 100 Tonnen auf die Erde einprasseln. Aber zum allergrößten Teil handelt es sich dabei um Partikel von der Größe eines Sandkorns, die dann bestenfalls als Sternschnuppen zu sehen sind. Gestein von ungefähr der Größe eines Mittelklassewagens trifft die Erde im Schnitt einmal pro Jahr, und alle 2.000 Jahre schafft es dann ein Riesenbrocken in etwa so groß wie ein Fußballfeld in unsere Atmosphäre.
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Dann freilich mit meist verheerenden Folgen. So vermuten viele Forscher einen Asteroiden oder Kometen hinter dem Tunguska-Ereignis, das 1908 einen ganzen Landstrich in Sibirien verwüstete. Die Druckwelle der Explosion umrundete mehrfach den Erdball. Nicht ganz so schlimm waren die Folgen des Meteoriten von Tscheljabinsk, der am 15. Februar 2013 im russischen Ural explodierte – mit einer Kraft von 30 Atombomben, wie Forscher später errechneten.

Zwischen Hallein und dem Mondsee
Ganz so dramatisch ging es dieses Mal zum Glück nicht zu. Der Feuerschweif dürfte dennoch von Tausenden Menschen gesehen worden sein. „Manche dachten, es könnte ein Flugzeug sein, aber für uns ist klar: Es handelte sich um einen Außerirdischen“, sagte Ferriere, „eben einen außerirdischen Stein.“
Auf dem Video sei gut zu erkennen, dass der Brocken sich während des Verglühens in mehrere Teile auflöst – oder „fragmentiert“, wie die Wissenschaftler sagen. „Wir gehen davon aus, dass es einige Stücke bis zum Boden geschafft haben, irgendwo zwischen Hallein und dem Mondsee.“

Sichtungen bitte melden!
Sollte jemand in seinem Garten Stücke davon finden, ersucht das Naturhistorische Museum in Wien um Kontaktaufnahme auf der Meldeseite des NHM. Das Gleiche gilt für Beobachtungen in der Atmosphäre. Bisher (Stand 8.4., 19.00 Uhr) gibt es laut Ferriere bereits knapp 700 Meldungen derartiger Beobachtungen – die bisher größte Anzahl zu Feuerkugeln im Jahr 2020 weltweit.
Meteorbruchstücke seien für die Forschung sehr interessant, so Ferriere. „Es handelt sich um das älteste Gestein, das man auf der Erde finden kann. Es ist etwa 4,56 Milliarden Jahre alt, wir können viel über die Frühzeit des Universums lernen.“
08.04.2020, Jens Lang, Lukas Wieselberg, ORF

Mehr zu dem Thema:

Video zeigt Feuerkugel über Österreich
 

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#3
Meteorit: Zwischen Hallein und Berchtesgaden

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Nachdem am Montag ein Meteor mit einem langen Feuerschweif über Österreich niedergegangen ist, gibt es jetzt neue Berechnungen – Forscher grenzen die Bruchstücke nun zwischen Hallein (Tennengau) und dem Nationalpark Berchtesgaden im benachbarten Bayern ein.
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Der Feuerschweif dürfte von Tausenden Menschen Montagnachmittag gesehen worden sein. Österreichs größte Meteoritensammlung im Naturhistorischen Museum in Wien bekam in den vergangenen Tagen hunderte Mails mit Videos des Feuerballs. Die Wissenschaftler sagen, auf dem Video sei gut zu erkennen, dass sich der Brocken während des Verglühens in mehrere Teile auflöste.

Die Experten gehen davon aus, dass es einige Teile davon bis zum Boden geschafft haben. Der Kurator der Meteoritensammlung Ludovic Ferriere grenzte das mögliche Absturzgebiet anfangs zwischen Hallein (Tennengau) und Mondsee (Vöcklabruck) ein, jetzt aber hat er neue Berechnungen. Der Meteorit soll sich bereits zwischen Hallein und dem Nationalpark Berchtesgaden im benachbarten Bayern in Deutschland aufgelöst haben. Bruchstücke sollen in diesem Areal liegen.

Mit Videos soll Absturzwinkel berechnet werden
Deshalb ist der Kurator nun in Kontakt mit den bayrischen Nachbarn – er hofft auf Videomaterial aus dem Nationalpark und von sämtlichen Wetterstationen und Kameras aus Salzburg. „Meine große Hoffnung ist, dass wir Videomaterial von den Kameras aus dem Nationalpark bekommen und auch aus Salzburg – da haben wir einen anderen Winkel und können dadurch den genauen Absturzort besser berechnen“, sagte Ludovic Ferriere.

Meteorit: „Ist nicht porös, hat keine Löcher“
Ausschließen könne man laut Ferriere Fundstücke aus porösem Gestein, ebenso Steine mit Löchern bzw. jene, die geschmolzen aussehen. „Ein Meteorit hat eine schwarze Kruste, glänzt ein bisschen, im Inneren ist er grau und hat keine Höhlen, der Brocken ist ziemlich glatt.“ Die Forscher gehen davon aus, dass sich der Meteorit in viele Teile aufgelöst hat, die Bruchstücke sollen höchstens fünf bis zehn Zentimeter groß sein.

Hundert Fotos von vermeintlichen Bruchstücken
Der Meteorit zog am Montag einen langen Feuerschweif hinter sich her und war trotz Sonnenscheins gut zu sehen. Das Naturhistorische Museum in Wien hat in den vergangenen Tagen hunderte Mails mit Fotos von gefundenen von Steinen aus dem Raum Salzburg und Mondsee bekommen. Die Experten untersuchten, ob mögliche Bruchstücke des Meteoriten dabei waren. Bislang aber konnten sie nichts Verdächtiges finden.

Meteorit kann zum Grenzfall werden
Die Wahrscheinlichkeit, dass Brocken gefunden werden, liegt bei 50 Prozent. Der Meteorit kann auch ein Grenzgänger sein
– Teile davon könnten in Salzburg liegen, andere Bruchstücke wegen der unmittelbaren Nähe zu Deutschland aber auch in Bayern. Das wäre nicht das erste Mal, bereits 2002 verlor Österreich einen Meteoriten, der im Grenzgebiet Österreich-Deutschland niedergegangen war, an Deutschland.

„Es ist wahrscheinlich, dass er in beiden Ländern niedergegangen ist, wir suchen im Süden Salzburgs und da ist ja auch die Grenze zu Deutschland. Das ist zum einen gut – aber kann für uns auch nicht gut enden. Denn schon 2002 haben wir Meteoritenstücke auf österreichischer und deutscher Seite gefunden und Deutschland hat dann den Meteoriten bekommen“, schildert Kurator Ludovic Ferriere.

Forscherteam kann nicht nach Salzburg fahren
Normalerweise würde sich der Meteoritenexperte mit seinem Forscherteam auf den Weg nach Salzburg machen, um das eingegrenzte Gelände zwischen Salzburg und Berchtesgaden auf jeden Zentimeter abzusuchen. Wegen der Coronavirus-Ausgehbeschränkungen ist das aber nicht möglich. „Normalerweise gehen wir systematisch vor, bilden eine Linie und suchen das Gelände ab.“

Sichtungen bitte melden!
Sollte jemand in seinem Garten Stücke davon finden, ersucht Ferriere, sich bei ihm zu melden. Was Sichtungen in der Atmosphäre betrifft, bittet er um Kontaktaufnahme auf der Meldeseite des Naturhistorischen Museums. Bisher (Stand 08.04.2020; 19.00 Uhr) gibt es laut Ferriere bereits knapp 700 Meldungen derartiger Beobachtungen – die bisher größte Anzahl zu Feuerkugeln im Jahr 2020 weltweit.
10.04.2020, red, salzburg.ORF.at
Meteorit: Zwischen Hallein und Berchtesgaden
 

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#5
Erneut Feuerkugel über Österreich zu sehen
Rechtzeitig zum zweiten Lockdown war Donnerstagfrüh erneut eine große Feuerkugel über Österreich zu sehen. Wie der Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums mitteilte, wurde die Leuchterscheinung auch in Deutschland und Italien beobachtet.
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Bereits während des ersten Lockdowns war Anfang April eine ähnliche Beobachtung gemacht worden. Um etwa 04.48 Uhr war die Feuerkugel am Donnerstag trotz schlechten Wetters südwestlich von Wien zu sehen. Bisher gibt es laut dem Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien, Ludovic Ferriere, bereits mehr als 30 Meldungen über Beobachtungen.

Weitere Beobachter der Feuerkugel gesucht
Die Himmelserscheinung dürfte mit dem Leoniden Meteorschauer in Verbindung stehen, dessen Höhepunkt in der Nacht auf Dienstag erreicht wurde. Nach wie vor seien davon Meteoriten zu sehen, so Ferriere – aber eine Feuerkugel wie diese sei eine Rarität.

Ob der Himmelskörper in der Erdatmosphäre vollständig verglüht ist oder es zu einem Metoritenfall gekommen ist, also Reste auf die Erde gefallen sind, ist noch unklar. Ferriere bittet jedenfalls, Beobachtungen der Feuerkugel auf der entsprechenden Meldeseite des NHM im Internet einzutragen.
20.11.2020, red, wien.ORF.at/Agenturen

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Erneut Feuerkugel über Österreich zu sehen
 

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#6
Mehr zur Sichtung am Donnerstag, 19.11.2020:

METEOROID
Großer grüner Feuerball über Österreich beobachtet
Himmelserscheinung führte auch in Deutschland und Italien zu zahlreichen Meldungen. Ähnliches Phänomen wurde auf der Südhalbkugel gesehen
Wien – Früher hätte man wohl von einem bedeutungsschweren Himmelszeichen gesprochen: Wie schon während des ersten Lockdowns Anfang April war in der Nacht auf Donnerstag über Österreich eine große grüner Feuerkugel zu sehen. Wie der Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien, Ludovic Ferriere, mitteilte, gibt es in Deutschland, Italien und Österreich zahlreiche Beobachtungsmeldungen über die Leuchterscheinung.

Video: Feuerball über Mitteleuropa
AllSky7

Über 30 Meldungen
Um etwa 04.48 Uhr war die Feuerkugel am Donnerstag trotz schlechten Wetters südwestlich von Wien zu sehen. Bisher gibt es laut Ferriere bereits mehr als 30 Meldungen über Beobachtungen. Die Himmelserscheinung dürfte mit dem Leoniden Meteorschauer in Verbindung stehen, dessen Höhepunkt in der Nacht auf Dienstag erreicht wurde. Nach wie vor seien davon Meteoriten zu beobachten, so Ferriere – aber eine Feuerkugel wie diese sei eine Rarität.
Ob der Himmelskörper in der Erdatmosphäre vollständig verglüht ist oder es zu einem Metoritenfall gekommen ist, also Reste auf die Erde gestürzt sind, ist noch unklar. Ferriere bittet jedenfalls, Beobachtungen der Feuerkugel auf der entsprechenden Meldeseite des NHM im Internet einzutragen.

Leuchterscheinung auf der Südhalbkugel

Video: Feuerball über der Tasmanischen See.
Guardian News

Auf der anderen Seite der Erdkugel war am späten Abend des 18. November (Ortszeit) übrigens ein ähnliches Phänomen zu beobachten. Die Kamera des australischen Forschungsschiffs RV Investigator, das sich zu diesem Zeitpunkt in der Tasmanischen See aufgehalten hat, nahm das Ereignis auf. Der Feuerball von ebenso grünlicher Färbung wie jener über Österreich (das grüne Leuchten ist auf das Element Magnesium zurückzuführen), raste direkt vor dem Schiff von links oben kommend quer über den Himmel und zerbrach dabei in mehrere Teile.
(red, APA, 20.11.2020)

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Großer grüner Feuerball über Österreich beobachtet - derStandard.at
 

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#7
Feuerkugel über Oberösterreich
Ein Meteorit, der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag seine helle Bahn durch den Himmel zog, hat in Oberösterreich für Aufregung gesorgt. Die Himmelserscheinung wurde von Mitgliedern des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut fotografiert.
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Um 4.46 Uhr konnte die extrem helle Himmelserscheinung Donnerstagfrüh von Mitgliedern des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut auf Fotos festgehalten werden. Laut einer Auswertung des Astronomischen Instituts Ondrejov in Tschechien handelte es sich um einen Meteoriten, der bei seinem Eintritt in die Athmosphäre eine Masse von etwa 270 Kilogramm aufwies. Die Eintrittshöhe war rund 100 Kilometer im über dem bayrisch/tschechischen Grenzgebiet nordöstlich von Regensburg. Der Gesteinsbrocken war mit einer
Geschwindigkeit von 14 km pro Sekunde (mehr als 50.000 km/h) unterwegs.

Erwin Filimon
Die All-Sky-Kamera der Sternwarte Gahberg hielt den Feuerball fest

Nur wenige Kilometer südöstlich von Linz erreichte die Feuerkugel mit rund -14m (das entspricht der Helligkeit des Vollmonds) ihr Helligkeitsmaximum in einer Höhe von 42 Kilometer. Dann brach der Meteorit in zahlreiche Stücke auseinander. Der Endpunkt der Bahn lag wenige Kilometer südwestlich von Mariazell in einer Höhe von 25 Kilometer.

Hermann Koberger jun.
Hermann Koberger jun. konnte den Absturz des Meteoriten in Fornach fotografieren

Die gesamte Flugbahn der leuchtenden Himmelserscheinung war rund 290 Kilometer lang und 24 Sekunden lang zu sehen. Das errechnete Fallgebiet der Meteoriten (man erwartet zwei größere zwischen einem und vier Kilogramm und zahlreiche kleinere Stücke) ist aufgrund der flachen Flugbahn rund 50 Kilometer lang und bis zu drei Kilometer breit und liegt in hügeligem und bewaldetem Gebiet. Was die Suche nach den Bruchstücken deutlich erschweren wird.
21.11.2020, red, ooe.ORF.at

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Feuerkugel über Oberösterreich
 

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#8
Laut NÖN gab es auch Beobachtungen im Raum südlich von St.Pölten um Wilhelmsburg, St.Aegyd, Kernhof und Frankenfels:

REGION ST. PÖLTEN
Dumpfer Knall war Meteor
Ein Knall riss gestern um 4.46 Uhr einige Bewohner der Umgebung in St. Aegyd am Neuwalde aus dem Schlaf. Ein Meteorit drang in die Atmosphäre der Erde ein. Das Eindringen und damit verbundene Abbremsen erzeugte das Geräusch. Einige haben das Naturschauspiel sogar beobachtet.
NÖN St.Pölten von Nadja Straubinger und Gabi Zeller. Erstellt am 20. November 2020

Hermann Koberger

In den Sozialen Medien war der Knall vom 19. November wenig später viel diskutiert. Schließlich stellte sich heraus, dass es sich um einen Meteor handelte. "Die Leoniden gehören zu den aktivsten Meteorschauern. Sie erreichen am 18. und 19. November ihr Maximum", berichtet Gerhard Kermer vom Verein Antares. Der Ursprungskomet dürfte einen größeren Teil verloren haben, sonst seien es nur Staubteilchen, erklärt der Hobbyastronom.

Unter den Augenzeugen war auch Mario Winkler aus Kernhof, er erzählt: „Ich war gerade auf dem Weg zur Arbeit, als exakt um 4.46 Uhr ein großer Meteor in Richtung Südsüdost über den Himmel raste und genau über St. Aegyd verglühte.“. Winkler betriebt selbst seit Jahren in Kernhof eine Wetterstation und ist sehr am „Himmelsgeschehen“ interessiert.

„Mehrere Personen berichteten mir anschließend via Facebook von einem Donner oder Knall, welcher auch in weiter entfernten Orten wie Wilhelmsburg, St. Georgen und Frankenfels zu hören war“, so Winkler. Beeindruckt von diesem Naturphänomen zeigte sich auch eine weitere Augenzeugin, Hermine Meissinger aus St. Aegyd, welche den Meteor als „großes hellgelbes Licht, welches genau vor meinem Fenster zerbarst“ wahrnahm.
Dumpfer Knall war Meteor
 

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#9
Die Suche nach dem Stein aus dem All
Nach dem Erscheinen eines Feuerballs über Mitteleuropa machten sich ein paar Unverdrossene auf die Suche nach den Meteoritenbruchstücken
REPORTAGE

Die Abstände zwischen Meteoritensuchern sind zwar Corona-regelkonform, aber nicht Corona-bedingt: Sie dienen der Abdeckung einer möglichst großen Fläche.
Foto: NHM / Ludovic Ferrière

"I have climbed the highest mountains, I have run through the fields … but I still haven’t found what I’m looking for", singt Bono von U2. Für das Programm einer Handvoll Menschen am vergangenen Wochenende ist dies der passende Soundtrack: Ludovic Ferrière, der Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums in Wien, blies zur Meteoritenjagd.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte ein Bolide ein Spektakel an den mitteleuropäischen Nachthimmel gezaubert. Der Meteoroid drang um 4.46 Uhr und 47 Sekunden in die Erdatmosphäre ein und wurde trotz der nachtschlafenden Zeit von vielen Menschen gesehen. Auch zahlreiche Spezialkameras zeichneten die Flugbahn des außerirdischen Objekts auf.


Der Bolide zog eine kilometerlange Leuchtspur über den mitteleuropäischen Nachthimmel.
Foto: Hermann K. / fireballs.imo.net

Während die einzige österreichische Kamera des Fripon-Netzwerks (Fireball Recovery and Interplanetary Observation Network) auf dem Dach des NHM in dieser Nacht wegen der Wolkendecke über Wien nichts aufzeichnen kann, empfängt die Radioantenne ein fast eineinhalb Minuten andauerndes Echosignal des Boliden.


Die Radioantenne der NHM verzeichnete ein fast eineinhalb Minuten andauerndes Signal.
Foto: FRIPON / NHMW

Im Wesentlichen handelt es sich bei einem Boliden um eine übergroße Sternschnuppe – ein rares Event, doch die gesammelten Daten lassen Rückschlüsse auf ein Jahrhundertereignis zu: einen multiplen Meteoritenfall. Nur sieben verschiedene Meteorite sind bisher auf österreichischem Boden gefunden worden, bei vier handelt es sich um einen beobachteten Fall.

Dicker Brocken
Der Eindringling hatte beim Eintritt in die Atmosphäre eine Masse von satten 270 Kilogramm, die rasch fragmentiert wurden und für ein kilometerlanges, fast eine halbe Minute dauerndes Leuchtereignis sorgten. Der überwiegende Teil der ursprünglichen Masse ist verdampft, doch einzelne Stücke von wenigen Gramm bis möglicherweise vier Kilogramm müssen es Berechnungen zufolge bis zur Erdoberfläche geschafft haben. Das Astronomische Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik veröffentlichte Daten über die wahrscheinliche Verteilung der gefallenen Meteorite. Zusätzlich wissenschaftlich relevant macht den Fall die Tatsache, dass die Daten eine Berechnung der ursprünglichen Umlaufbahn des Objekts ermöglichen. Auch ein möglicher Zusammenhang mit den Leoniden lässt sich zunächst noch nicht ausschließen. Diese hatten ihren Höhepunkt in der Nacht auf den 17. November und werden mit dem Kometen Tempel-Tuttle in Verbindung gebracht.

Für den Impaktforscher Ferrière bedeutet dies akuten Handlungsbedarf. Frisch gefallene Meteorite sind ein wertvolles und aufschlussreiches Material für die Forschung, da es noch kaum Veränderungen durch irdische Einflüsse erfahren hat. Darüber hinaus ist bei Funden mit dem Auftauchen professioneller internationaler Meteoritenjäger zu rechnen – die Meteorite würden damit in privaten Sammlungen landen und wären für die Forschung verloren. Und Meteorite, die nicht rasch geborgen werden, halten der heimischen Witterung nicht lange stand oder verschwinden für immer im Boden. Ferrière organisierte daher spontan Suchteams, um im möglichen Fundgebiet auf Basis der verfügbaren Daten eine systematische Suche zu starten. Am Samstag machten sich also der Impaktforscher, die Politikwissenschafterin Anna Wrobel, der Künstler Florian Raditsch, der Bilder von Meteoriten in seinem Portfolio führt, und ein Außenpolitikjournalist mit Faible für Wissenschaft auf den Weg in die Obersteiermark.


Ludovic Ferrière auf der Suche nach dem Stein aus dem All.
Foto: Michael Vosatka

Riesiges Gebiet
Die sensationelle Nachricht vom wahrscheinlichen Meteoritenfall ist jedoch zugleich auch die schlechte: Das Gebiet erstreckt sich von Lunz am See in einem fünfzig Kilometer langen und zwischen eineinhalb bis fünf Kilometer breiten Korridor bis nach Kindberg im Mürztal – wobei auch leichte Abweichungen nach Ost und West durchaus möglich sind. Das fundträchtige Gebiet ist darüber hinaus nur wenig besiedelt, bewaldet und gebirgig.


Der Bolide drang in einem flachen Winkel und verhältnismäßig langsam in die Erdatmosphäre ein. Das Resultat ist ein extrem langgezogenespotentielles Streufeld.
Illustr.: Astronomisches Institut der ASCR, Hintergrundkarte: Google Earth

Die daher ohnedies mäßigen Aussichten auf einen Fund werden durch einen weiteren Faktor noch reduziert: In der Nacht auf Samstag hat es geschneit, der gefrorene Boden ist mit einer Schneedecke verhüllt. Zwar handelt es sich nur um ein bis zwei Zentimeter, doch das reicht aus, um die Spuren frischer Einschläge im Boden zu bedecken. Ferrière schafft es dennoch, die Motivation des Teams aufrechtzuhalten.


Ein Stein schaut unter der frischen Schneedecke hervor. Ein größeres Meteoritenbruchstück könnte vielleicht entdeckt werden, kleinere sind bei diesen Bedingungen unauffindbar.
Foto: Michael Vosatka

Die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen ist trotzdem aussichtsreicher: Die Meteorite können in dem zig Quadratkilometer umfassenden Fundgebiet überall sein. Im Wald, im Gestrüpp, in Bächen und auch in den im landwirtschaftlichen Gebiet reichlich vorhandenen Heu- und Misthaufen braucht man eine Nachschau aufgrund der Sinnlosigkeit erst gar nicht zu halten. Der Forscher wählt als Suchgebiet einen Flecken mit zahlreichen mehr oder weniger steilen Wiesen östlich von Turnau.


Die Wiesen bieten in Anbetracht der Umstände die besten Suchbedingungen.
Foto: Michael Vosatka

Hier, im Räuschinggraben, probieren wir unser Glück. Auf einer Fläche entlang eines Baches gehen wir in fixen Abständen zueinander mit dem Blick über den Boden schweifend das Gebiet ab. Wir suchen nach Stellen mit frisch aufgewühlter Erde und nach Brocken mit schwarzer, samtschimmernder Oberfläche. Davon finden wir reichlich: Das Feld wurde offensichtlich erst kürzlich gedüngt.


Suchbild: wo ist der Meteorit?
Foto: Michael Vosatka

Auch auf einer Forststraße, im Wald und auf steilen Wiesen werden wir nicht fündig. Immerhin, auf den Wiesen gibt es reichlich frische Löcher im Boden zu untersuchen: Sie stammen jedoch ausnahmslos von den Hufen der Kühe.


Auf einer Forststraße kann ein Meteorit nicht so tief in den Boden eindringen wie auf einer Wiese. Fündig werden wir dennoch nicht.
Foto: Michael Vosatka

Auch am Sonntag muss Ferrière mit anderen Begleitern unverrichteter Dinge wieder abziehen: Andernorts waren die Schneedecken noch dicker. Der Kurator hofft nun auf die Mithilfe der Bevölkerung: Schon am Wochenende zeigte er Einheimischen einen vergleichbaren Meteoriten, damit sie wissen, wonach sie Ausschau halten sollen. Falls jemand einen ungewöhnlichen Stein mit schwarzer Kruste und hellem Inneren gefunden hat, bittet Ferrière um Information über die Webseite des NHM.
(Michael Vosatka, 24.11.2020)


Eine bestimmte Art von Steinschlag ist manchmal wünschenswert.
Foto: Jean-Guillaume Feignon

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Die Suche nach dem Stein aus dem All - derStandard.at
 
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