Munitionslager Kalsdorf bei Graz

#22
Kalsdorf wurde zum großen Teil erst in den 1960er Jahren errichtet.

Einzig zwei Lager- und das Verwaltungsgebäude sind aus der Monarchie, bzw. aus der Vorkriegszeit.
 
#23
Kalsdorf bei Graz – Pulverturmstraße/Pulverturmweg
1838 bis 1960

  • 22.11.1838 Ankündigung Bauvorhaben Kalsdorf - 2 Pulver Magazine (mit je 200 Zentner) = 20Tonnen
  • 19.07.1845 Ausschreibung Lieferung nach Triest?
  • 27.07.1860 Ausschreibung Arbeitstätigkeiten
  • 03.04.1874 Spiritus Raffinerie
  • 24.10.1891 Versuchter Selbstmord
  • 20.08.1909 Neubau
  • 27.11.1912 Anschläge auf Grazer und Kalsdorfer Pulvertürme Link 2
  • 17.12.1912 (weiterer) Anschlag
    • 1914 bis 1918: 1.Weltkrieg
  • 23.11.1922 Versuchter Anschlag
  • 21.03.1927 Abzug der militärischen Wachen
  • 07.06.1927 Wachvergehen
  • 01.07.1927 Wachvergehen
  • 1927 bis 1960: Ich konnte nichts zu diesem Zeitraum finden - vielleicht hat dieses Areal in Kalsdorf nie etwas mit dem 2.WK und der Besatzungszeit zu tun gehabt.

Hinweis auf ein Munitionslager in Kalsdorf Mai 1945 ->Link

In diesem Beitrag schreibt jemand von einer ehemaligen Heeresrollbahntrasse – heute ist nichts davon zu erkennen.

Munitionsfunde aus diesem Bereich in Kalsdorf:
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
#27
Bibliothek: 150 [Hundertfünfzig] Jahre Heeresmunitionslager Graz
ArchivNr.Link


Seite 1.jpg:
Das Truppenkörperabzeichen Heeresmunitionslager Graz
französisches Schild, gespalten von Silber und Grün, darin eine Kugelzange, schwarz, oberhalb einer flammenden, goldenen Granate. Die Kugelzange (Kaliberzirkel) im Mittelteil des Truppenkörperabzeichens,
ein Exponat des Landeszeughaus Graz, verweist auf die seit jeher erforderlicher Genauigkeit beim Umgang mit Munition. Die flammende Granate symbolisiert die Gefährlichkeit der Munitionshandhabung.

Seite 3.jpg:
150 Jahre Heeresmunitionslager Graz 1843 - 1993
Diese Festschrift erhebt nicht den Anspruch auf historische Genauigkeit und Vollständigkeit.
Es wird lediglich die Absicht verfolgt, die Zusammenhänge, zwischen militärischer Landesverteidigung und der damit verbundenen Problematik der Lagerung eines hochsensiblen Versorgungsgutes, der Munition darzustellen. Die Redaktion sieht ihre Aufgabe weiters darin, die Entstehung und Entwicklung des Heeresmunitionslager Graz seit der Zeit der ersten nachweisbaren Pulvereinlagerung am 9. Juni 1843 im Pulverturm Kalsdorf bis zum heutigen Tage nachzuvollziehen.

Seite 4.jpg:
Geschichte der Munitionslagerung in und um die Garnison GRAZ
Der Grazer Uhrturm, das weltweit bekannte Wahrzeichen der Hauptstadt Steiermark, war einst ein Teil einer mächtigen Festung, die vor allem gegen die immer wieder drohenden Gefahren aus dem Osten errichtet und verteidigungsbereit gehalten wurde. Diese nie eingenommene Festung erfüllte durch ihre Größe und im Hinblick auf die Bedeutung der Stadt als Residenz, Bischofssitz und Universität seit 1568 allzeit ihre Aufgabe, vor allem als Schutzburg und Zufluchtsstätte vor den Kuruzen und Türken, aber auch in späterer Zeit von den Franzosen. Um diese Festung verteidigungsbereit halten zu können, mussten natürlich die entsprechenden Mittel vorbereitet, gelagert und instand gehalten werden.
So wurden nicht nur im Grazer Zeughaus Waffen und Gerät magaziniert, sondern auch am Grazer Schlossberg, wo vor allem die schweren Waffen, wie Mörser und Kanonen bereitgehalten wurden.
Da das "Betriebsmittel" der Feuerwaffen, das Schießpulver, hochexplosiv bzw. äußerst, feuergefährlich und zu damaliger Zeit die gesamte Stadt zum größten Teil aus Holz erbaut war, suchte man geeignete Standorte, um dieses notwendige, aber sehr gefährliche Gut sicher unterzubringen, bzw. die Bewohner der Stadt Graz im Falle eines Unglücks davor zu schützen.
Nach mehreren Versuchen wurde unter anderem 1572 ein Turm unterhalb der noch heute bestehenden Stallbastei zum Pulvermagazin ausgebaut.
Dieses noch heute als Starcke Häuschen bekannte Gebäude hat über zwei Jahrhunderte seine Aufgabe als Pulvermagazin erfüllt.
Aber schon 1770 wurde aus Sicherheitsgründen ein neuer Standort für die Lagerung der für eine militärische Landesverteidigung wichtigen Munition gesucht.
Dem Sicherheitsbedürfnis der Grazer Bürger wurde nachgekommen und hohe und höchste Dienststellen der damaligen Landesregierung beschäftigten sich mit dem Problem der Munitionslagerung. Schließlich wurde ein entsprechender Bauplatz auf dem Lazarettfeld gefunden und 1774 ein Pulvermagazin errichtet. Dem Sicherheitsbedürfnis der Grazer Bevölkerung war vorerst Genüge getan.
Wenn auch dieser Pulverturm vorerst ausreichend Platz für größere Mengen von Munition bot, so wurde doch im Hinblick auf die Ausdehnung der Stadt Graz der politische Druck so groß, dass eine zusätzliche Neueinrichtung von Friedens-Pulver-Magazinen außerhalb der Stadt notwendig wurde, um eine Gefährdung der Bevölkerung möglichst auszuschließen.
Namhafte Herren der Wissenschaft wurden Anfang des 19. Jahrhunderts bemüht und erstellten ihre Gutachten, sodass der Raum Thalerhof, 13 Kilometer südlich von Graz als der am besten geeigneten Standort ermittelt und für gut geheißen wurde.
Schon damals waren die Grundstücksverhandlungen äußerst schwierig, es bildete sich eine "Initiative gegen den Bau des Pulverturms”, wobei 31 Bauern unterschrieben. Trotz aller Einwände wurde mit dem Bau begonnen. Hiermit wurde der Grundstein zum heutigen Heeresmunitionslager Graz gelegt.
1809 als Folge des Friedensvertrages von Schönbrunn wurde die Festung am Grazer Schlossberg bis auf einige Teile geschleift. Es blieb somit noch das Pulvermagazin am Lazarettfeld. Doch auch diese Lagerstätte wurde nach verschiedenen militärischen, dem eigentlichen Verwendungszweck nicht dienenden Nutzungen, in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts zur heutigen Don Bosco-Kirche umgestaltet.
Ab 1839 wurde unter Feldmarschall-Leutnant Franz Ludwig Freiherr von Welden mit der Bepflanzung der Trümmerstätte auf dem Grazer Schlossberg begonnen.
So präsentiert sich heute der Schlossberg den Grazern, aber auch den zahlreichen in und ausländischen Besuchern der Europastadt Graz, als Erholungsgebiet.

Seite 5.jpg:
In diesem Jahr 1838 wurde aber auch, wie schon erwähnt, der Grundstein des Heeresmunitionslager Graz gelegt.
Der damaligen Sicherheitsphilosophie entsprechend, wurden die beiden in den Jahren 1839-1840 errichteten Pulvermagazine als Massivbau, unter vorwiegender Verwendung von Ziegeln, in Verbindung mit einer leichten Holzdachkonstruktion gebaut. Diese Bauweise garantiert auch heute noch im Falle eines Zündschlages, dass keine zusätzlichen Bauwerkstrümmer entstehen und somit eine Gefährdung der Umgebung durch Häuserteilen auszuschließen ist.
Diese beiden Pulvermagazine erhielten aus Anlass die Tradition Namen "Ferdinand" zu Ehren des Kaisers, sowie "Ludwig", Erzherzog von Österreich.
Zwei weitere um 1900 erbaute Munitionshäuser erhielten die Traditionsnamen "Leopold" und "Wilhelm".
Diese vier Munitionshäuser sind nach wie vor in Verwendung und zeichnen sich durch optimale Lagerbedingungen besonders aus.
Da um diese Zeit das Schwarzpulver in Fässern gelagert wurde, waren umfassende bauliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
Das nebenstehende Foto zeigt das originale Türschloss im Originalholz des Türstockes aus dem Munitionshaus "Ferdinand".
So wurden nur nicht funkenziehende Materialien wie Holz und Messing verwendet. Alle Teile der Dach- und Fußbodenholzkonstruktion wurden mit Holznägeln zusammengehalten. Die Türschlösser waren aus Messing.
Die erste nachweisbare Anlieferung von Pulver erfolgte am 9. Juni 1843 und umfasste 16 Fass je 100 Pfund=112 kg, die im Pulverturm Kalsdorf gelagert wurden.
Aber nicht immer war nur Munition im Pulverturm untergebracht. Wie das abgebildete Originaltürschild beweist, waren hier auch Mannschaften und Bedienungen der K.u.K Artillerie kaserniert. 150 Jahre sind nicht spurlos am Pulverturm Kalsdorf vorübergegangen.
Im Laufe der Zeit wurden moderne, erdumschüttete Munitionshäuser gebaut, die Anlage umzäunt und aufgeforstet.
Die Umbenennung von Munitionslager Kalsdorf in Munitionsanstalt Graz erfolgte 1963, zum Heeresmunitionslager Graz wurde der Pulverturm 1968. In der unmittelbaren Nachbarschaft ist das Heeresmunitionslager Graz nach wie vor als Pulverturm in Erinnerung; ältere Munitionsunteroffiziere, die bereits während ihrer Dienstzeit bei der B-Gendarmerie das MunLager Kalsdorf bewachten, holen die Munition in “ihrem Pulverturm“.
So wurde auch die Zufahrt in das Heeresmunitionslager Graz von der Gemeinde Kalsdorf Pulverturmstraße benannt.
Die Entwicklung und Verbesserung der Munition ist seit Berthold Schwarz nicht stehengeblieben.
Vom Schwarzpulver bis zur modernen Munition war ein langer Weg zu beschreiten, der nicht nur immer stärkere Munitionswirkung, sondern auch immer bessere Sicherheitsmaßnamen mit sich brachte.
Die Lagerbestimmungen haben sich geändert, dass Schwarzpulver von einst gibt es nicht mehr.
Der Umgang mit Munition ist heutzutage in der Heeresmunitionsvorschrift bis in das kleinste Detail geregelt und wird im Heeresmunitionslager Graz genauestens befolgt.
Dies und die Tatsache, dass nur bestausgebildetes, hochqualifiziertes Personal zum Einsatz kommt, das äußerst sorgsam mit dem sensiblen Versorgungsgut Munition umgeht, haben bewirkt, dass es seit Bestehen des Heeresmunitionslager

Seite 6.jpg:
Graz zu keinem Unfall mit Munition gekommen ist.
Mag im damaligen Pulverturm die Heilige Barbara, die Schutzpatronin der Pulvermagazins Arbeiter, Artilleristen und Bergleuten, ihre Hand schützend zwischen Zündfunke und Pulver gehalten haben, im heutigen Heeresmunitionslager Graz ist es nahezu unmöglich, dass Munition von selbst detoniert.
Doch so wie damals ist auch heute noch der Umgang mit Munition in einigen Bereichen nicht ganz ungefährlich, sodass neben sorgfältigster Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen nach wie vor unsere Schutzheiligen gehuldigt wird. Dies manifestiert sich jedes Jahr am 4. Dezember, wo ein Gedenk und Dankgottesdienst in der Kapelle von Großsulz abgehalten wird.
So präsentiert sich das Heeresmunitionslager Graz seit 150 Jahren in den Zugehörigkeitsbereichen dreier Gemeinden Zettling, Wundschuh und Kalsdorf, zur Erhaltung des Friedens in unseres Vaterland, der Republik Österreich.

Aus dem ersten bekannten Pulvermagazin wurde ein "Winzerhaus", das zweite ist heute eine Kirche, es bleibt der Phantasie des Lesers unserer Festschrift überlassen, eine neue Verwendung für das Heeresmunitionslager Graz bei Kalsdorf zu finden.

Die Entwicklung zum modernen Munitionslager Graz
1955
, nach Abzug der englischen Besatzungssoldaten aus dem Pulverturm Kalsdorf, etablierten sich drei Institutionen, die bis Ende der sechziger Jahre bleiben sollten:
der staatliche Entminungsdienst, der zu dieser Zeit enorme Arbeit zu leisten hatte, eine zivile Sprengmittelvertriebsgesellschaft und die Hagelabwehr Kalsdorf.
Doch entsann man sich recht bald in den höheren Führungsebenen an den für eine militärische Munitionslagerung idealen Standort.

Es wurden schon 1956 die teilweise unbenutzten Anlagen und Munitionshäuser von Grenzschutzeinheiten der B-Gendarmerie mit Munition befüllt. Somit konnte bereits im Herbst das eben aufgestellte österreichische Bundesheer ein zumindest für Munitionsausgaben betriebsbereites Munitionslager Kalsdorf übernehmen.

Der Dienstbetrieb wurde bis 1959 von einem Offizier und 20 Unteroffizieren bzw. Zivilbediensteten aufrechterhalten:
Kommandant MunLager
Kommandant Lager Abteilung
Personalfachbearbeiter
Karteimittelführer
Karteiführer
Schreibkraft
Kraftfahrer
Tischler
Munitionsarbeiter

Die Agenten des Kdt LgAbt wurden von einem Unteroffizier wahrgenommen, der Personalsachbearbeiter führte zusätzlich zu seinem Aufgaben sämtliche Tätigkeiten der Eigenversorgung durch.
Der Kdt LgAbt war direkt dem Kdt MunL unterstellt und hatte alle Maßnahmen zu treffen, die mit dem Umgang und Umschlag von Munition zusammenhingen.
Weiters mussten von ihm alle anfallenden Liegenschaftstätigkeiten im Bereich der Dienststelle, nach Absprache mit der Bundesgebäudeverwaltung und Genehmigung des Kdt MunL, koordiniert werden.
Diese Tätigkeiten umfassten von der Einteilung der "Hofpartie" bis zur Überwachung von Sicherheitsbestimmungen bei Bautätigkeiten alle Maßnahmen, die heute im Heeresmunitionslager Graz vom Baureferenten wahrgenommen werden.
Die sogenannte Hofpartie bestand aus Munitionsarbeitern, die diverse Arbeiten, wie Reinigung der Objekte, Straßen und Wege im Areal, freihallten der Brandschutzstreifen bei den Munitionshäusern etc. zu verrichten hatten.
Die Durchführung der Munitionslagerarbeiten erfolgte unter erschwerten Bedingungen:
Es war keine elektrische Beleuchtung vorhanden, sodass die Bereitstellung und Ausgabe der Munition unter Zuhilfenahme vor Handlampen erfolgen musste. Der Umschlag von Munition wurde aufgrund

Seite 7.jpg:
nicht vorhandenem Lagerhausgerät mit einfachsten Hilfsmitteln, wie Schubkarren und Transportrodeln durchgeführt.
1960 erfolgte die Aufstockung des Personals auf 50 Bedienstete. Diese wurden in zwei Munitionspartien in der Stärke 1 Munitionsvorarbeiter und 7 Munitionsarbeiter eingeteilt.
Die restlichen Mitarbeiter fanden ihre Verwendung in der Kanzlei, bzw. wurden bis zur Aufstellung der Zivilwache 1964, der Hofpartie zugeteilt. Das Areal des MunL wurde bis zu diesem Zeitpunkt von Wachzügen diverser Truppenkörper bewacht.
Um eine raschere Ausgabe der Munitionserstausgabe zu gewährleisten, wurden an den Munitionshäusern Ferdinand, Ludwig, Leopold und Wilhelm je zwei weitere Eingänge geschaffen, die zusätzlich mit Verladerampen versehen wurden. Weiters wurden anstatt der Holzbaracke eine neue Munitionsleermaterialhalle errichtet.
Als wesentliche Errungenschaft im Sinne der Munitionslagerung können die in den Jahren 1963-66 errichteten erdumschütteten Munitionsbunker angesehen werden.
Zu dieser Zeit wurden auch in den Munitionshäusern elektrische explosionsgeschützte Innenbeleuchtungen installiert, sowie das gesamte Areal mit einer Außenbeleuchtung versehen.
Des Weiteren wurden in diesen Jahren tausende Munitionsverschläge und Paletten angefertigt bzw. instandgesetzt und für die Zuführung an Firmen bereit gestellt.

Seite 8.jpg:
KRISENBEWÄLTIGUNG
Als erste Bewährungsprobe für das MunLager Kalsdorf entwickelte sich an diesem Augusttag der Alarmierung die nachfolgende Ausgabe der Munition Erstausstattung an die Einheiten, die in Alarmbereitschaft versetzt worden waren.
In 14 Stunden ununterbrochener Ausgabetätigkeit wurde die Masse der gesamten Munition an die Truppe ausgegeben.
Hierbei musste durch den Kdt LgAbt die Steuerung und Abberufung der Munitionskolonnen zu den einzelnen Beladestellen, sowie die Überwachung der Ausgabestellen durchgeführt werden.
Doch auch diese Krise konnte bestanden werden, da es zu keiner Konfrontation mit dem Nachbarstaat, bzw. dessen Besatzer kam.

Im Jahre 1968 erfolgte die Umbenennung auf die noch heute gültige Organisationsbezeichnung Heeresmunitionslager Graz.
Durch die Erstellung und Anordnung eines neuen Organisationsplanes wurden 1969 die Dienstposten MunUntersuchung, Stellvertreter Kdt LgAbt sowie MunitionsFachArbeiter geschaffen.
Fünf Mitarbeiter legten noch im selben Jahr die Munitions-FachArbeier-Aufstiegsprüfung mit Erfolg ab.
Endlich konnte erstmals in der Geschichte des Heeresmunitionslager Graz auf qualifiziertes, fachspezifisch ausgebildetes Personal zurückgegriffen werden, dass nun eigenverantwortlich Arbeiten durchführen konnte.
Durch die Anmietung von Munitionsbunkern durch das Bundesministerium für Landesverteidigung im südsteirischen Raum, kam ein weiterer Aufgabenbereich dazu. Auch diese Munitionsbunker, inklusive Munition, mussten mitbetreut werden und fallen bis heute in den Zuständigkeitsbereich des Heeresmunitionslager Graz.
Im Jahre 1982 wurde aufgrund der Neuausgabe des Organisationsplanes der Aufgabenbereich des Kdt LgAbt wesentlich verändert.
Es wurde je ein Munitionsunteroffizier/ Lagermeister für jede MunGruppe geschaffen, der Dienstposten des Kdt LgAbt wurde aufgelassen. Den Lagergruppen wurde ein Offizier als Kdt Munitionsabteilung vorgesetzt.
Ständige MunAbholübungen von Truppenkörpern bis 1985 und Beorderten Truppenübungen der eigenen NachschubMunitionsKompanie 610 prägten diesen Zeitraum.
1985 wurde eine Elektronische Datenverarbeitungsanlage installiert. In der heutigen Zeit wäre eine solche Anlage nicht mehr wegzudenken.
Mit den gespeicherten Munitionsdaten wird das Arbeiten wesentlich erleichtert und vereinfacht.
Es können somit von der vorgesetzten Dienststelle, wie auch vom Karteiführer des HMunLGraz, jederzeit die aktuellen Buchungs- und Belagsdaten abgerufen werden.
1991 hatte das Heeresmunitionslager Graz eine weitere Bewährung zu meistern, die Jugoslawienkrise.
Hierbei wurden innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Munition an die Truppenkörper ausgegeben.

Die hochqualifizierte Ausbildung der MunFachArbeiter und die immer wieder verbesserten technischen und baulichen Maßnahmen haben bewirkt, dass heute im Heeresmunitionslager Graz in der gleichen Zeit, wie vor 150 Jahren ein Musketier zum Laden und Abfeuern seiner Büchse brauchte, ein Munitionsstapel ausgelagert und verladen werden kann.
So ist das Heeresmunitionslager Graz zu jeder Zeit bereit, die Munition innerhalbkürzester Frist an den Bedarfsträger, die Truppenkörper des österreichischen Bundesheeres, auszugeben.

Seite 9.jpg:
ORGANISATION UND DIENSTBETRIEB
Wie bereits erwähnt, wurde das Heeresmunitionslager Graz im Laufe der Jahre mehrmaligen Umgliederungen unterzogen.
1982? wurde der Personalstand auf die Größe eines mittleren Betriebes erweitert. Durch die Erweiterung des Munitionsbestandes waren umfassende Personalmaßnahmen erforderlich geworden.
Die Bewältigung der nun anfallenden Aufgaben wäre mit dem Personenstand von 1968 unmöglich gewesen.
Da immer mehr Truppenkörper des österreichischen Bundesheeres ihre Munition aus dem HMunLager Graz zugewiesen bekamen, war eine Gliederung in mehrere Abteilungen unabdingbar. Mit der Schaffung der VorwAbt konnte sich die MunAbt nun vollkommen auf ihre ureigenste Tätigkeit konzentrieren: dem Umgang mit Munition. Sämtliche anderen Tätigkeiten eines Dienstbetriebs werden seit diesem Jahr von der VerwAbt wahrgenommen.
So fallen Personalwesen, Eigenversorgung, Kf-Betrieb und nicht zuletzt die Bewachung in die Zuständigkeit dieser Abteilung.
Doch Trotz dieser Teilung wird auf Kameradschaftspflege sehr großen Wert gelegt. Dies zeigt sich in der ausgezeichneten Zusammenarbeit dreier Personengruppen: Offizier, Unteroffiziere und Zivilbedienstete. Dadurch ist gewährleistet, dass die Hauptaufgabe des HMunL Graz, die Lagerung und Erhaltung des Feldverwendungsfähigkeit der Munition, sowie deren Ausgaben an die Bedarfsträger jederzeit erfüllt wird.
Das Kernstück des HMunL Graz ist neben der MunAbt die Hauptkanzlei.
Hier laufen alle Fäden des Dienstbetriebes zusammen. Die einlaufende Dienstpost wird hierprotokolliert, dem Kdt vorgelegt und anschließend an die zuständigen Sachbearbeiter verteilt. Von dieser Stelle wird auch die auslaufende Dienstpost, wiederum nach Verbuchung im Geschäftsbuch, an die entsprechenden Stellen versandt. Für den ordnungsgemäßen Ablauf ist der Personal Sachbearbeiter, der seiner eigentlichen Tätigkeit mit den Agenden des Kanzleileiters betreut ist, verantwortlich. Doch nicht nur er, sondern alle in der VerwAbt in leitenden Funktionen eingeteilten Beamten sind mit einer zusätzlichen, nicht im Organisationsplan festgelegten Funktion betraut:
Standesführer
EDV-Alpha User
Sicherheitsbeauftragter
Umweltschutzbeauftragter
Liegenschaftsverwalter
Ausbilder

Diese Tätigkeiten werden von allen Eingeteilten mit sehr großem persönlichem Einsatz und Engagement wahrgenommen.
Ein weiteres wichtiges Element ist die Versorgungsgruppe. Sie besteht aus:
Dienstführender Unteroffizier
Wirtschaftsunteroffizier
Nachschubunteroffizier
Kraftfahrunteroffizier
Diese vier Unteroffiziere gewährleisten den reibungslosen Ablauf der Eigenversorgung, sowie des inneren Dienstes und des internen Kraftfahrbetriebes.
Durch Inkrafttreten des OrgPlanes 1982 wurde im HMunL Graz der Dienstposten des Baureferenten installiert. Dadurch wurde die Bundesgebäudeverwaltung ausgegrenzt und gab die bauliche Zuständigkeit an das HMunL Graz ab. Der Baureferent arbeitet direkt mit dem HeeresBau- und Vermessungsamt zusammen und ist für sämtliche Bauangelegenheiten in der Dienststelle zuständig.

Seite 10.jpg:
Dies umfasste alle Tätigkeiten, von der Erhaltung und Instandbesetzung der Bausubstanz, bis hin zu Neubauten. Hierbei wird vor allem mit ortsansässigen Fachfirmen zusammengearbeitet. Selbst verständlich werden dabei alle militärischen Sicherheitsbestimmungen baulicher Art, sowie das Bundesbediensteten-Schutzgesetz vom Baureferenten selbständig wahrgenommen, bzw. auf Einhaltung überwacht.
Dem Baureferat wurde eine Handwerkgruppe zugeordnet, die kleinere Instandhaltungsarbeiten unter der Leitung des RefBau durchzuführen hat. Tausende Munitionsverschläge, Paletten und sonstige Munitionsbehältnisse wurden von der HdWkrGrp gebaut und instandgesetzt.
Fast alle Militärhundeführer des österreichischen Bundesheeres haben zu Hause für ihren Diensthund eine Hundehütte und Hundezwinger, die von den Tischlern des HMunL Graz gebaut und errichtet wurden.
Auch wurden unsere Handwerker nach Bruck/Mur beordert um ein MobLager instand zu setzen.
Schon vor Inkrafttreten des Abfallwirtschaftsgesetzes wurde der Umweltschutz im HMunL Graz großgeschrieben.
Es wurde ein Umweltschutzbeauftragter eingeteilt, der neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit eng im Sinne des Umweltschutzes mit den entsprechenden Entsorgungsbetrieben zusammenarbeitet.
Er überwacht im HMunL Graz die Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen und zeichnet für die fachgerechte Entsorgung der in der Dienststelle anfallenden Alt- und Problemstoffe, sowie der gefährlichen Sonderabfälle verantwortlich.
Nicht nur die militärische Absicherung wird im Heeresmunitionslager Graz großgeschrieben, sondern auch in Verbindung, mit der Munitionssicherheit die Eigenmaßnahmen des Brandschutzes. Zu diesem Zwecke wurde aus dem Kreis der Munitionsfacharbeiter eine Brandschutzgruppe

Seite 11.jpg:
gebildet, die in enger Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen freiwilligen Feuerwehren den Brandschutz gewährleisten. Von großem Vorteil ist, dass der Kdt der Brandschutzgruppe HMunL Graz langjähriges Mitglied der FF Kalsdorf und Absolvent sämtlicher Kurse bis zum Hauptbrandinspektor ist.

Seite 12.jpg:
Seit 1989 hat das HMunL Graz einem Ausbildungsauftrag nachzukommen. Das heißt, dass Grundwehrdiener, die für die eigene Mililzkompanie vorgesehen sind, im HMunL Graz ausgebildet werden.
Hierbei wird Wach- und Sicherungsdienst praktisch durchgeführt, es werden Grundkenntnisse des Munitionswesens vermittelt, sowie der praktische Umgang mit Munition durchgeführt. Während dieser Ausbildung sind die Wehrpflichten voll in den Dienstbetrieb eingebunden und führen unter Aufsicht alle Tätigkeiten eines Munitionsarbeiters durch. Ist der GWD für eine Milizkaderfunktion vorgesehen, wird er auch in der Zentrale der MunAbteilung der Munitionskartei, geschult.
Solchermaßen vorbereitet, gehen die Soldaten nach Beendigung des Grundwehrdienstes in den Milizstand über.
In zweijährigen Intervallen übt diese bewährte und von höheren Stellen als ausgezeichnet beurteilte NachschubMunitionsKompanie 610 das Auslagern der Munition in einen Verfügungsraum. Dort führt die NMunKp 610 im Ernstfalle die Tätigkeiten durch, die im Frieden vom HMunL Graz wahrgenommen werden; Lagerung und Ausgabe von Munition.
Aber nicht nur in der NMunKp 610 finden sich im Milizkader. Jene Zivilbediensteten, die im HMunL Graz auf Führungsebene tätig sind, haben die Milizausbildung bis mindestens Wachtmeister absolviert.

Ausbildung
wird im österreichischen Bundesheer nicht nur für Soldaten betrieben, sondern ist auch für Zivilbedienstete, wie sie größtenteils im HMunL Graz in verschiedenen Fachgebieten eingesetzt sind, vorgesehen.
Offiziere und Unteroffiziere müssen ihre militärischen Laufbahnkurse an der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt, bzw. in speziellen Unteroffizierskursen, Führungsseminaren und den Stabsunteroffizierskurs an der Heeresunteroffiziersschule in Enns positiv absolvieren, um danach die diversen Fachkurse besuchen zu können.
Fachkurse sind Personal-, Kraftfahr-, Nachschub- oder Wirtschaftskurse und ähnliche. Diese Ausbildung dauert bei Offizieren vom Wehrmann bis zur Ausmusterung zum Leutnant vier Jahre, bei Unteroffizieren bis zur Beförderung zum Wachtmeister ca. zweieinhalb Jahre, wobei die Ausbildung durchgehend an den diversen Schulen durchgeführt wird.
Weiterhin werden diese beiden Personengruppen militärischen und fachspezifischen Ausbildungen unterzogen.
Die Ausbildung der Zivilbediensteten, oder besser gesagt, Angehörigen der Heeresverwaltung, erfolgt im Bundeskanzleramt, an der Verwaltungsakademie des Bundes und auch zusammen mit Soldaten an der Heeresversorgungsschule in Wien.
Die Ausbildung dauert je nach Verwendung zwischen fünf Wochen und vier Jahren.
Die Ausbildung zum MunitionsFachArbeiter ist sehr umfangreich. -> Sie gliedert sich in vier Teile und wird an der HVS in Wien, und HMunA STADL-PAURA durchgeführt. Theorie und Praxis sind so gestaltet, dass pro Jahr Kurse in der durchschnittlichen Dauer von zwei Monaten abgehalten werden. Nach vier Jahren ist man speziell ausgebildeter Munitionsfacharbeiter und für eine Verwendung auf dem Munitionssektor voll einsetzbar. Der MunFacharbeiter ist ein anerkannter Lehrberuf.
Um in der Handwerkergruppe Aufnahme zu finden, ist wiederum ein erlernter technischer Beruf Voraussetzung.

Militärhundeführer werden zusammen mit ihren Diensthunden auf der Militärhundestaffel in Kaisersteinbruch innerhalb von drei Monaten ausgebildet.
Weiters gibt es noch Milizkurse für Bedienstete der Heeresverwaltung, die eine Milizkaderfunktion anstreben. Jene Bedienstete, die auf unterer Führungsebene tätig sind, müssen diese Ausbildung bis zum Dienstgrad Wachtmeister absolvieren.
Der Ausbildungsstand im HMunLGraz ist sehr hoch.
Mit sehr großem persönlichen Einsatz wird die Arbeit von den Bediensteten in ihren Fachbereichen bewältigt, um die Durchführung der Hauptaufgabe des Heeresmunitionslager Graz jederzeit zu gewährleisten: Lagerung und Ausgabe der Munition.

Am 3.Februar 1964, um 07.00 Uhr, wurde die Militärwache, die seit 1956 die Bewachung, sicherlich nicht nur wie in umseitig beschriebener Weise sicherstellte, abgezogen.

Seite 13.jpg:
BEWACHUNG UND SICHERHEIT
l« 4 iWr em.ml em WtOaftala jjamm. uW uur *6 (1^-** <tt %ww»aia« rav- in -.v/e^m i.-.ta Ao»
Ufrr^i Wnjfw uw Amflmnwursw uni ipropufl fnff. •m.pnr (z'nu- AnW m drLu/tlt ? ncyri fkAz# n.i«.
’m tnr Üjfvjujnr Jtc.v Xh,A- vwiimM
lässt sich nicht wiederherstellen - man müsste im Buch nachsehen
kAuyal*iiarMn<i;<yu>wv wawm/ywA*^«•w.tfrrww^ira'r.Q'rj’miraaden/aUaserfds/Miw -wy<. z.v-vM dwiiixc. As-v-vwn-radrlltü >muo rmrnzierrex-iiuntoufentm^s» ALuirauJttnyneytetr tyn* n- Tranu ife Emnifay za Mti I»RftuMaw, A*"lj. t»fMmtMT!MVWfVn Ifl furtpwuwt ttftefMAU ItoMItAlu/
£> rarwzr m mar Zra^sJni TnurMaf l,vsl fon m tnnn bk ein vmn mi NtU u ar »Jim nrrnn faar t/wrrc "c smoe an/ äaifeitarfeiallri»
MmtrMniaw in/th -oin/en ■llhw/rAtr-m^Ms/KnTiMinwaszauAwr iiiAriMfr. gaUMMI" *>l W*wAawfe>i>«i »v
A*»zcW«'4»twr,^ÄA«riT’wte. •BtmptHU BBÜrnn uv innat'
■Ussttrnm ■«■ Aw TMmatayuwfm u<W N«e-» w»wyw*■ Ina’m
Un/denfemtHefardfer

So beschreibt Ferdinand Fauland in seinem Buch “Vorwiegend heiter - Von einem der auszog General zu werden" die Bewachung des Munitionslagers um 1920.
Ab diesem Zeitpunkt kam nun eine Zivilwache zum Einsatz, die aus den Bediensteten der bereits erwähnten Hofpartie aufgestellt wurde. Diese Zivilwächter rüstete man mit den alten Uniformen der B-Gendarmerie aus. Dazu war eine rot-weiß-rote Armbinde mit der Aufschrift Wache zu tragen und zum Nachweis der durchgeführten Kontrollgänge musste eine Stechuhr mitgeführt werden.

Die Bewaffnung bestand aus Pistolen Remington P11, im Kaliber .45 Automatik, der Dienstwaffe vieler GI´s, die von der amerikanischen Armee dem österreichischen Bundesheer überlassen wurden.

Gegen Ende der sechziger Jahre entsann man sich höheren Orts dahingehend, bei Objekten höchster Sicherungsstufe speziell ausgebildete Hunde zum Schutz und zur Bewachung des Areals einzusetzen.
Die Paradenamen für solche Aufgaben sind auch heute noch der Deutsche Schäferhund und der Rottweiler.
1970
entschloss man sich, dem Zivilwächter einen vierbeinigen Begleiter beizugeben, womit der Begriff Militärhundeführer geboren war.
Jene Personen, die sich ab diesem Jahr mit einem Stellengesuch an das HMunL Graz wandten, mussten sich nach erfolgreichen Abschluss verpflichten, den Militärhundeführerkurs in Kaisersteinbruch zu absolvieren und den Diensthund nach erfolgreich bestandenem Kurs im Familienverband zu halten. Hierzu wird vom österreichischen Bundesheer eine Heimzwingeranlage zur Verfügung gestellt.
Nach abgeschlossener Prüfung wurde das Militärhundeführer-Verwendungsabzeichen ausgehändigt und an den Uniformen angebracht.

Seite 14.jpg:
Im selben Jahr der Einführung kamen die ersten drei an der Militärhundestaffel ausgebildeten Militärhundeführer an unsere Dienststelle. Damit begann eine völlige Umstrukturierung der Bewachung im HMunL Graz, welche mit der Verwendung des letzten Zivilwächters in den Ruhestand am 31 12 92 abgeschlossen wurde.
Nicht nur Personal hat sich seit 1970 im Wachdienst vieles verändert, sondern auch in den Bereichen der militärischen Sicherheit, der Aus- und Weiterbildung der MilHuF, sowie der Bewaffnung und Ausrüstung.
Der Ausbau der Sicherheit war ein sehr wichtiger Punkt in der Geschichte des HMunL Graz.
Im Zuge dessen wurde 1982 ein ausgezeichnet funktionierende technisches Alarmsystem installiert.
1983 wurde eine Anlage in Betreibgenommen, die sämtliche im Dienst befindlichen MilHuFu über Funk miteinander verbindet.
Erwähnenswert ist auch die Installierung einer Sirene, die im Brandfalle sofort die örtlich zu- ständigen Feuerwehren alarmiert, um eine schnelle Brandbekämpfung zu gewährleisten.
Den vorläufigen Abschluss der technischen Sicherungsmaßnahmen bildete der Einbau von beschusssicherem Glas in die Wachlokale 1990.
Ein weiteres Kapitel ist die Aus- und Weiterbildung der MilHuF und dessen treuen, vierbeinigen Begleiter.
Mit der abgeschlossenen Ausbildung an der Militärhundestaffel ist es nicht getan; immer und immer wieder auf der Dienstelle durchgeführte realitätsbezogene Ausbildung zeigt, dass unsere MilHuF immer und überall einsetzbar sind.
So wurden die MilHuF des HMunL Graz mit ihren Diensthunden nicht nur 1988 zur Sicherung des Fliegerhorstes Nittner angefordert, sondern werden immer wieder zu nationalen und internationalen Hundeausstellungen einberufen, wo jedes Mal hervorragende Platzierungen erzielt werden.
Mit der Einführung der Pistole Glock P80 im Jahre 1984, wurde eine wesentlich handlichere und präzisere Waffe an die MilHuFü ausgehändigt. Da bislang nach der militärischen Schießvorschrift, die nur bedingt für MilHuF geeignet ist, geschossen wurde, erzielte der 1989 eingeteilte Sicherheitsbeauftragte des HMunL Graz ein spezielles, für MilHuF zugeschnittenes, realitätsbezogenes Schießprogramm. Dieses Programm wurde österreichweit mit dem Dienstbehelf "Handhabung der Dienstwaffe für Militärhundeführer" verteilt und so wird danach an der Militärhundestaffel ausgebildet.
Besonders stolz ist das HMunL Graz auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Exekutive.
In verschiedenen, gemeinsam durchgeführten Übungen und Einätzen, wird nicht nur für den sogenannten Ernstfall geprobt, sondern bestätigt, dass Teamarbeit und Koordination, nicht nur innerhalb des HMunL Graz, sondern auch nach außen hin, den größtmöglichen Erfolg erzielen. Dies zeigt sich vor allem bei der Zusammenarbeit mit der Sondereinsatzgruppe des Landesgendarmeriekommandos Steiermark.
Daher werden wir insgesamt auch in Zukunft unser Bestes geben, die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Institutionen suchen und aufrechterhalten, zum Wohle und zur Sicherheit unseres Landes.

Herausgeber: BMLV 1993
 
Zuletzt bearbeitet:
#29
weitere Detailinfos:

bisherige Organisationsbezeichnungen u.a.:
K.u.K. Artill. Zeugs-Depot Graz / Pulverturm Kalsdorf / MunLager Kalsdorf / HMunL Graz / HmunA Graz / Großlager Kalsdorf

23.06.2005 Kommandoübergabe und Segnung des Bildstocks
10/2008 Auflassung
ca. 2011 Verkauf der Liegenschaft in drei Teilbereichen
-------
SIVBEG Veräußerungen -> Preise
-------
MilHu Info-Folder
Rottweiler im Ruhestand
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Oben