Oststeiermark Kämpfe 1945

19sra86

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#5
Schöne Bilder.
Noch eine Frage zur Kanone, ist sie russ. oder deutsch?
Was steht denn über dem Panzerrohr?
mfg Stefan

Dubiose Beiträge von @MARTIN MELLING gelöscht!
18.07.10; 20.31h
josef

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wundschuh81

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#6
Endkampf 1945 Oststeiermark

Hallo Josef! Je genau dieses Buch.
Die Kanone ist von der Wehrmacht und wurde von einem Bauern vor den Russen versteckt.
anbei noch fotos aus dem wald. Stradnerkogel wäre auch noch sehr interessant. Im Umkreis von ca 10km sind die Wälder voll Trichtern und Gräben.
 

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wundschuh81

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#9
Endkampf 1945 Steiermark

Heute war es wieder soweit. Die Oststeiermark rief. Das Kampfgebiet erstreckt sich auf ca 1,5 x 1,5 km. Unzählige Gräben,Einmannlöcher ,Trichter usw... Auch in einem größeren Umkreis bin ich in einigen Wäldern auf sehr gut erhaltene Stellungen gestoßen. Diese werden nächste WE "besucht" Hier nun Fotos vom letzten Teil des Waldes.
 

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#10
1. Nicht jede Vertiefung in einem Wald ist ein ehemaliger Schützengraben oder eine Stellung
2. Das beschriebene Gebiet ist (oder besser war) intensives Übungsgebiet des in Strass und Bad Radkersburg stationerten JgB17 (früher JgR5, LWSR 53). Somit sind viele "Löcher im Wald" jüngeren Urspungs.
 
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Sukhoi

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#11
Hallo :)

Ich war heute mit meinen Kumpel in Straden unterwegs weil wir uns eigentlich nur die Kanone und den "Letzer Russischer Schützengraben" und die Umgebung ansehen wollten :)

Wir sind dann weil wir keinen Plan hat wo sich die beiden Dinge befinden einfach richtung Friedhof gefahren und haben eine ältere Frau gefragt...
Die Kanone konnte sie mir sofort sagen wo sie ist aber wegen den Gräben sollte ich ihren Mann fragen... weil "Der damals zu der Zeit dabei war"

Also hab ich sie noch gefragt ob ihn das nichts ausmacht wenn da jemand fremdes antanzt und nach "Weltkrieg" fragt...
Nein nein ich soll einfach da und da hin fahren bei diesen und jenen haus er liegt sicher im Garten...

Also mit etwas verwirrten Gedanken wie "Zeitzeuge, Veteran?" hingefahren und haben ihn halt gefragt...
Ja ihre Frau meinte blablabla blabla

Also erklärte er uns erstmal wo der Schützengraben war und fing dann ein wenig darüber zu erzählen an was er in der Zeit hier erlebt hat....
Er war damals 11 Jahre und kann sich noch sehr gut an alles erinnern....
Was damit endete das wir rund 2 1/2 Stunden bei ihm waren und er uns einiges erzählt hat was für viele hier sicherlich interessant ist :)

Also auf dem Stradnerkogel war eine Sendeanlage (wie bereits vorhin schon in diesen Thema erwähnt wurde)

Unser Zeitzeuge hat uns erzählt das die Russen dirkekt im Dorf Straden bereits waren und die Deutschen eine Ortschaft weiter (hab den Namen vergessen)
Um die Sendeanlage zu vernichten haben die Russen sie mit ihren Katjusha (Stalinorgel) die Anlage beschossen haben... ( Er meinte das Geräusch ist ihm heute noch im Gedächniss... was ich ihm gerne glaube)

Außerdem hat er erzählt das wenn Marburg bombardiert wurde man von seinem Elternhaus aus den Himmel hinter den Bergen die an Ungarn grenzen Rot Glühend war.

Ebenfalls erzählte er uns das einmal ein Amerikanischer Bomber über Straden seine Kreise zog und dann die Luftwaffe mit zwei Vermutlich Me 109 anrückte.... sie haben den Bomber beschossen und dieser kam danach in einen Extremen Tiefflug über die Ortschaft mit rauchenden Motoren zurück, der Pilot stieg aus und ist mit dem Fallschirm an der Kirche an einen Haken hängengeblieben ...

Das Flugzeug stürtze nahe der ortschaft (deren namen ich auch vergessen habe ... war irgendwas mit Haus....) ab und ein Landwirt hat dannach (keine ahnung wie) einen Motor abmontiert und in seiner Scheune versteckt... er soll sich noch heute dort befinden und kann wenn man den Landwirt bzw. seinen Nachfolger findet und ihn Freundlich fragt sicherlich besichtigen.

Der Pilot der sich am Haken verfangen hatte wurde von Soldaten der Wehrmacht von seinem Verhängnis befreit und wurde zur Örtlichen Volksschullehrerin gebracht die Englisch konnte und als Dolmetscher diente....
Er wurde dann von der Feldpolizei abgeholt sein weiteres Schicksal ist allerdings ungewiss.....

In der Ortschaft gibt es neben dem Großen Kirchturm einen kleineren dort hat sich ein SMG Schütze verschanzt und die Sowejts eine Nacht und den darauf folgenden Vormittag festgenagelt erst nachdem die Sowjets den Turm mit Mörser zu beschiessen begangen und dem Schützen (vermutlich) die Munition ausgegangen ist ergab er sich (Der Zeitzeuge ist dann nach der Kapitulation in diesen Turm gewesen und stand Knietief in verschossenen Patronenhülsen)

Auch äußerst dramatisch fand ich eine anderer Geschichte von einem Russischen Soldaten der mit einem (Total verknitterten und verdreckten)
Foto auf dem eine Frau und 2 Kinder waren in eine Art (Luftschutzkeller) gekommen...
Er zeigte das Foto den dort ansässigen und gab zu verstehen das seine Familie in Russland von der SS ermordet worden ist...
Er zeigte das mit gebrochenen Deutsch und verschiedenen Zeichen wie (Finger an der Kehle... kennt ihr sicher)
Er sagte dann in gebrochenen deutsch weil nachdem die ansässigen dort die geschichte hörten und er eine MP hatte nervös wurden( Rache o.ä.)
Sowas machen ich nicht!
Und dann schoss er mit der MP in die Eingangstür und weinte dabei....
Ich nicht ich nicht töten Kinder!

Daraufhin kam ein Komissar mit zwei begleiter herein und brüllte herum (auch in gebrochenen Deutsch) wer hier geschossen?
Darauf kam der Rotarmist herbei und sie nahen ihn mit nach draussen... Gaben ihm eine Schaufel und er musst ein Loch graben (Die Zeugen dachten an eine Art "Buddelstrafe) nachdem das Loch fertig war schoss der Komissar den Soldaten der seiner ermordeten Familie nachweinte ins Genick nachdem er sein eigenes Grab geschaufelt hat...
(Diese Geschichte hat mich wirklich erschüttert!)

Ebenfalls erzählte er von Einen Englischen Kriegsgefangenen welcher auf einer Landwirtschaft in der Nähe von Straden arbeitete und einer Ukrainischen Zwangsarbeiterin welche zusammen ein Kind hatten und dann "Auf der Flucht erschossen" wurden wie es damals im Gemeindeblatt hieß wurden

Und eine letzte sache von zwei Jungen Männern allerdings aus einer Nachbargemeinde welche zwei Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges ihren "Einberufungsbefehl" erhielten und aus der "Ofensichtlichen" Niederlage nichts mehr mit der Armee zu tun haben wollten und sich versteckten und dann von der Feldpolizei aufgespürt wurden und am Marktplatz öffentlich gehängt wurden mit Schildern um den Hals wo drauf stand!
"Wir werden auch ohne euch Siegen" zwecks der Abschreckung!

Also das hab ich heute über Straden herausgefunden :)
Ich hoffe ihr fandet es auch interessant :)
 
S

Sukhoi

Guest
#12
Und was wir auch daraus gezogen haben :)

Wir haben einen äußerst netten und zuvorkommenden Zeitzeugen kennen gelernt den wir auf seiner Einladung "Auf einen Tasse Kaffee" wenn wir in der Nähe sind sicherlich nachgehen werden :)
 
#13
Kann das sein??

Die Ausführungen des Zeitzeugen in Straden scheinen in manchen Punkten nicht korrekt zusein (ich beziehe mich jetzt auf das Buch von Josef Puntigam "Vom Plattensee bis zur Mur), bzw. ich kann ein par Ergänzungen machen.

Durch einen übergelaufenen Volkssturmmann (Russen hätten sonst ihn und Familie liquidiert) wurden die Russen auf einem unbewachten Hohlweg zur Florianikirche in Straden geführt, und nahmen so den Ort. Die deutschen Verteidiger waren total überracht und mussten die Front zurücknehmen. Ein russischer SSchütze fügte vom Kirchturm der Hauptkirche den Deutschen schwere Verluste zu, daraufhin wurde der Kirchturm von deutscher Artillerie beschossen und zerstört. Die Sendeanlage "Gladiole" wurde von den Deutschem beim Rückzug zerstört, damit sie den Russen nicht in die Hände fällt.
Kann es sein das der amerikanische Bomber im Karwald nahe St. Veit/Vogau abgestürzt ist (ist nur ca. 20km entfernt), was ich weiss war das aber im Februar 45???
 

josef

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Mitarbeiter
#14
Absturz B-24 - St.Veit a. Vogau

...Kann es sein das der amerikanische Bomber im Karwald nahe St. Veit/Vogau abgestürzt ist (ist nur ca. 20km entfernt), was ich weiss war das aber im Februar 45???
In der Auflistung der alliierten Flugzeugabstürze in der Stmk. bei
S.Beer, St.Karner;
Der Krieg aus der Luft - Kärnten und Steiermark 1941-45;
Graz 1992


ist ein Absturz bei St.Veit a. Vogau eingetragen, aber im Februar 1944!
Absturztag: 25. Februar 1944
Absturzort: Perbersdorf bei St.Veit a. Vogau
Flugzeugtyp: B-24
Liste ist sicher nicht vollständig...

lg
josef
 
#16
Flugzeugabsturz bei St. Veit

So habe jetzt das Rätsel gelöst:

Bei dem angeschossenen Flugzeug von dem der Zeitzeuge berichtete handelt es sich um einen amerikanischen B24 Bomber der 376. Bomber Gruppe, das Flugzeug bekam einen Flaktreffer beim Angriff auf Moosbierbaum (Raum Wien) am 7.2. 1945, der Schütze S/Sgt. Miskin landete in Straden, 2 weitere Bestzungsmitglieder in Unterauersbach (Bez. Feldbach), 3 in Krihenberg/SLO, alle wurden gefangengenommen (weiters Schicksal weiss ich leider nicht), das Flugzeuge (not)landete bei Ptuj/Pettau (SLO)

evtl. hat der Zeitzeuge beide Abstürze "kombiniert" nach fast 70 Jahren aber kein Wunder.
 
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