Podcast: Uniform und deutscher Sang. Pfadfinder und die Jugendbewegung

#1
Kinder in Uniform, deutscher Sang, Gemeinschaft. Die Pfadfinder wirkten auf mich immer schon ein wenig merkwürdig, um nicht zu sagen ungeheuer. Gleichzeitig trifft man aber immer wieder ganz freundliche ehemalige Pfadfinder, die von ihrer Zeit dort schwärmen und auf mich so gar nicht wie völkische Kameraden wirken. Daher habe ich mir vorgenommen, mir die Sache heute etwas näher anzuschauen. Was machen die Pfadfinder eigentlich, warum tragen sie Kluft und Halstuch und warum wirken ihre Traditionen mitunter ein wenig … rechts? Ein Blick in die Geschichte wird es sicher aufklären.

Wie sich herausstellt, liegt ein Grund für meine Wahrnehmung der Pfadfinder gar nicht so sehr in der Pfadfinderbewegung selbst. Tatsächlich spielten in Deutschland nämlich schon früher Vorgängerbewegungen eine große Rolle, die ihre Spuren in den heutigen Pfadfindern hinterlassen haben. Beim Blick in diese Geschichte landen wir etwa schnell bei der Lebensreform und schließlich bei der sogenannten Wandervogelbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Diese Wandervögel waren Teil der größeren Reformbewegung der Zeit und drückten den Pfadfindern gewaltig ihren Stempel auf. Nicht unbedingt im Positiven, möchte ich meinen.

Zur Episode
 

Stoffi

Well-Known Member
#3
Quatsch finde ich es nicht, nur der Podcast bringt nicht das was der Teaser verspricht... Schade. Ich habe mir den Podcast angehört und immer auf das Highlight gewartet... das war dann doch das bohren im Hintergrund.

Jamboree heisst übrigens das Weltpfadfindertreffen das alle 4 Jahre stattfindet.
Das die Pfadfinder ursprünglich Armee Zelte verwenden liegt daran das es ursprünglich keine anderen Zelte zu Verfügung standen.

Militärzelte
Und auch heute sind bunte Freizeit zelte einfach nicht haltbar, sprich die sind ein Klumpert.

Uniform
Und was war die Idee von einer Unform bei den Pfadfindern... Ganz einfach um die sozialen Klassenunterschiede in England für die Dauer des Pfadfinderlagers auszublenden. Deswegen hat Baden Powell auf dem Lager in Brownsea auch Jungs aus verchiedenen sozialen Schichten mitgehabt und gesehen das der Klassenunterschied durch eine Uniform sehr stark aufgehoben wurde. Und ja, das zusammengehörigkeitsgefühl wird in der Gruppe auch gestärkt... Heute fahren halt alle die zusammengehören auch den gleichen BMW, oder?

Katholisch
Ja, viele Pfadindergruppen sind katholisch, aber mehr als katholisch sind die überkonvesionellen Pfadfinder, die sich gerade in Deutschland sehr stark unterscheiden

Größte jugendgruppe in Deutschland?
Pfadfinder 260.000
jugendfeuerwehr 240.00
katholische Jugend 600.000

...
Super praktische Zelte. Das mit dem Lagerfeuer drinnen ist eine geniale Sachen wenn man mal ein schlechtes Wetter erwischt und die Jurten sind modular erweiterbar. Fixpunkt auf den Jamborees ist immer "the German Beertent" :)

Ja, ich bin voreingenommen, aber selbst "ein wenig rechts" tut weh

Apropos, ich weiss nicht ob absichtlich oder nicht, heute ist Geburtstag vom Gründer der Pfadfinder Baden Powell und seiner Frau Olave
(Olave und Baden Powell wurden zu ihrem Geburtstag immer mit Geschenken überhäuft. Das wurde ihnen zuviel und so wurde der "ThinkingDay-Schilling" initiert wo jeder Pfadfinder (in Österreich zB 20 cent) Spendet wie von der World Scout Oranisation für wohltätige Zwecke und Jungendprojekte weitergeleitet wird)

Auch interessant zu lesen: https://ppoe.at/fileadmin/user_uplo...sthemen/2007_08_Zeitzeugen/1938_Broschüre.pdf



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Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#5
Gegen Pfadfinder habe ich nichts. Aber solche Themen haben hier nichts verloren.
Ich war selbst Pfadfinder. Von den kleinen Wölfli bis zu den Rovern. Dann als Feldmeister in diversen Führungspositionen.

Gruss
Varga
 

Geist

Worte im Dunkel
Mitarbeiter
#6
Solchen Quatsch brauchen wir hier in diesem Forum nicht!

Gruss
Varga
Ich sehe das anders. Beim Anhören des Podcasts konnte ich keinen Quatsch entdecken. Ich wiederhole es gerne noch einmal für alle: In diesem Forum werden die Themenbereiche Vergessene Orte, Geschichte und Technik behandelt und das hier ist ein Podcast, der sich der Geschichte widmet.

Möglicherweise bist du verärgert, weil du ja selbst Pfadfinder warst/bist, aber wenn Ralf am Schluss seiner Podcast-Folge ein versöhnliches Ende findet, dann kannst du das sicher auch. Stoffi kenn ich persönlich, der ist ungefähr so weit rechts wie ich als Rot/Grün-Wähler und führt hier eine ganz normale argumentative Diskussion.

Im Grunde zeigt mir die Diskussion hier auch, dass wir gut damit beraten sind, die Blase, die sich teilweise um uns bildet, von Zeit zu Zeit zu durchstechen. Wenn wir uns immer nur mit den Leuten umgeben, die unsere Meinungen bestätigen und bekräftigen, dann sind wir die Extremisten von morgen. Wenn jemand mal eine abweichende Meinung zu einem für uns wichtigen Thema hat, dann können wir das leicht aushalten und gegebenenfalls Argumente einbringen oder unsere Meinung ändern, falls wir falsch lagen.

Wenn Ralf eines Tages einen Beitrag über eigenartige U-Verlagerungs-Forscher bringt, dann halt ich das auch aus, ohne ihn gleich löschen und verdammen zu wollen.

In diesem Sinne: Ralf, danke für den Beitrag!
 

Stoffi

Well-Known Member
#7
mich nicht falsch verstehen, ich finde die Geschichte der Pfadfinder durchaus interessant und auch der Kontext zur HJ ist nicht immer schwarz/weiss zu sehen.

Aber mir fehlt halt der Inhalt zu den Ankündigung
 
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