Projekt eines 14 km langen Stollens mit Kavernenkraftwerk bei Haiming zur nochmaligen Nutzung des Wassers vom Innkraftwerk Imsterberg

josef

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#1
UVP-Verfahren für TIWAG-Kraftwerksprojekt
Zwischen Imsterberg und Haiming im Bezirk Imst plant die TIWAG ein Ausleitungskraftwerk zu errichten und in Betrieb zu nehmen. Wegen der Größe des Bauvorhabens „Innstufe Imst-Haiming“ ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig. Diese beginnt am Dienstag.
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Mit der Innstufe Imst-Haiming soll ohne weiteren Einzug von Abflüssen die im Kraftwerk Imst bereits einmal abgearbeitete Wassermenge nochmals genutzt werden. Das im Kraftwerk Imst abgearbeitete Triebwasser gelangt nach den Plänen der TIWAG zunächst in den Anschlusskanal Imst-Haiming und wird durch den circa 14 Kilometer langen Druckstollen und 92,5 Meter langen Kraftabstieg bis zur Kaverne Haiming geführt. Über ein Unterwasserbecken gelangt das Triebwasser kontrolliert und schwallgedämpft in den Inn zurück.

TIWAG
Für die Errichtung der Anlage rechnet die TIWAG mit einer Gesamtbauzeit von etwa fünf Jahren.

Ermittlungsergebnis der UVP wird blockweise erörtert
Seit der öffentlichen Kundmachung der UVP am 1. März wurden rund 30 Stellungnahmen von Personen und Institutionen eingebracht – mehr dazu in
UVP-Verfahren für Imst-Haiming in Endphase. Seit 25. Mai liegt das Umweltverträglichkeitsgutachten zur Einsichtnahme auf.

TIWAG
Der Baustart ist frühestens für 2025 geplant

Bei der Verhandlung ab 21. Juni wird das Ermittlungsergebnis der UVP blockweise erörtert, und die Parteien können dazu jeweils die Fragen stellen.
20.06.2022, red, tirol.ORF.at

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UVP-Verfahren für TIWAG-Kraftwerksprojekt
 

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#2
Grünes Licht für Kraftwerk Imst-Haiming
Für das Kraftwerksprojekt Imst-Haiming gibt es einen positiven Bescheid seitens der UVP-Behörde im Land. Dieses Kraftwerk hat für den Landesenergieversorger TIWAG besondere Bedeutung, weil dort Grundlaststrom erzeugt werden kann.
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Anders als bei anderen Kraftwerksprojekten der TIWAG war die Gegnerschaft beim Kraftwerksprojekt Imst Haiming überschaubar. Auch der Landesumweltanwalt spricht von einem grundsätzlich sinnvollen Projekt. Grund dafür ist, dass sich die Eingriffe in die Natur bei diesem Kraftwerk in Grenzen halten und bereits abgearbeitetes Wasser erneut genutzt wird.

ORF
Unterirdisch wird das Kraftwerkswasser noch einmal 14 Kilometer nach Haiming weitergeleitet.

Kein zusätzliches Innwasser wird entzogen
Konkret wird jenes Wasser, das in Prutz dem Inn entzogen und im Kraftwerkshaus in Imst durch die Turbinen läuft, noch einmal unterirdisch bis nach Haiming weitergeleitet. Dort erzeugen dann zwei unterirdische Francis-Turbinen Strom. Das bedeutet, dass kein weiteres Wehr am Inn notwendig ist, spricht man seitens der TIWAG von einer sehr effizienten Anlage.

Auch die Sunk-Schwall-Problematik am Inn werde verbessert, heißt es. Grund dafür ist, dass das Kraftwerkswasser zuerst in ein Ausgleichsbecken geleitet und dann zeitlich gestaffelt in den Inn rückgeführt wird – auch in Abstimmung mit den dortigen Raftingunternehmen. Diese haben ja im Vorfeld genauso wie der Tiroler Fischereiverband, Bedenken bezüglich dieser Rückleitung geäußert – mehr dazu in Imst-Haiming: Ein „sinnvolles“ Kraftwerk.

.Lob für rasches UVP-Verfahren
Nur acht Monate hat die UVP-Behörde für eine Entscheidung benötigt. Dies sei eine neue Geschwindigkeit, lobte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) die geringe Verfahrensdauer. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sei dies auch dringend notwendig.
Im neuen Kraftwerk können rund 252 Millionen Kilowattstunden Grundlaststrom für 60.000 Haushalte erzeugt werden. „Damit wird die derzeit fehlende Winterdeckung des Tiroler Strombedarfs weiter verbessert“, so der TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.
Geplanter Baubeginn für das Kraftwerk Imst-Haiming ist 2024, die Bauzeit ist mit vier Jahren veranschlagt.
Stefan Lindner, tirol.ORF.at
Grünes Licht für Kraftwerk Imst-Haiming
 
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