Projekt "Seeigel" und LS Letten, Sierning, Neuzeug usw.

F

fledermaus

Guest
#1
Abend, nach nun langjähriger Forenpause und einer Zeit des Nichtstuns werde ich/wir nun mal wieder aktiv. Beginnen möchten wir mit Projekt "Seeigel" in Steyr.
Wie schon vor ein paar Jahren mit Markus geschrieben sind wir immer noch der Meinung dass die Untertage verlagerung stattgefunden hat. Im hang hinter den BMW- Werken befinden sich "spreng"Täler ähnlich wie bei Quarz und anderen Anlagen.
Nun geht es darum zu klären was alles dran ist. hat jemand Luftbilder oder ähnliches Fotomaterial aus dieser zeit?
Und gibt es jemanden der sich schon mal intensiv mit diesem thema befasst hat? Eventuell jemand aus Steyr anwesend?

weiters befassen wir uns mit folgenden Themen:
"vergessener" Munitionsbunker Waffenfabrik Letten
Misteriöse Luftschutzstollen Gemeindegebiet Sierning
Bomberabsturz Gemeinde Saass
usw usw

Falls jemand Infox für uns hätte wären wir sehr froh darüber

mfg
RaLf

p.s. wer Rechtschreibfehler um diese Zeit findet darf sie behalten.
 
M

MunaUede

Guest
#2
Hallo,

bitte mal hier nachschauen Seeigel, falls noch nicht getan. Des Weiteren die Begriffe hier im Forum unter Suchen checken.

MfG

MunaUede
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
F

fledermaus

Guest
#3
Geplantes U-Verlagerungswerk für Teile der Kugellagerfertigung in Stollen am Hang hinter den bestehenden Werksanlagen in Münichholz. Die Anlage wurde aber wegen zu erwartender geologischen Schwierigkeiten nicht gebaut.
Weis ich, aber wenn die anlage nie gebaut wurde, warum gibt es dan Sprengtäler?
und würden die LS-Anlagen von Steyr unter seeigel fallen, dann würde der Deckname ned passen oda?
Außerdem waren die Werksanlagen ned in Münichholz sondern in Hinterberg.
Forensuche hat noch ned viel informatives Material eingebracht

mfg

RaLf
 
H

Hasi

Guest
#4
ja ich wohn in Steyr, aber solche derartigen Anlagen hab ich noch nicht endecken können.
Hasi

P.S: Was soll ich fotografieren? ;)
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#5
Seeigel Steyr

Hallo Freunde in Steyr,

die Grundlagen zu meinem Bericht über Seeigel bei geheimprojekte.at Deckname "Seeigel" - Steyr beruhen auf Unterlagen einer Ausstellung im Museum für Arbeitswelt (Steyr-Wehrgraben), dort war auch ein Plan der projektierten U-Anlage ausgestellt, habe damals leider kein Foto gemacht und auf das Werk von DDr. Karl-Heinz Rauscher, Leiter der Rechtsabeilung der heutigen MAN-Steyr AG "Steyr im Nationalsozialismus - Industrielle Strukturen".

So schreibt Rauscher (Seite 172 ff): Ursprünglich sollte in Steyr, in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Wälzlagerwerk eine unterirdische Produktionsstätte entstehen, die vor allem durch die Nähe zum Stammwerk logistisch und ressourcenmäßig Vorteile gehabt hätte. Aus geologischen Gründen, eine stollenbautechnische Untersuchung hatte nämlich als vorherrschende Gesteinsformation Mergel ergeben, wurde dieses Projekt jedoch fallen gelassen. Eigruber hatte sich schon zuvor, obwohl er davon ausging, dass die geologischen Bedingungen für eine Untertageverlagerung in Steyr geeignet waren, gegen dieses Projekt ausgesprochen und intervenierte bei Speer, die Wälzlagerfertigung außerhalb Steyrs zu verlagern...
...Nach der Verwerfung aller vorerwähnten Untertage-Projekte präsentierte Meindl am 4.2.44 Kessler das Großprojekt "Quarz", in das neben dem Wälzlagerwerk auch noch andere Produktgruppen der SDP-AG...verlagert werden sollten...

lg
josef
 
Zuletzt bearbeitet:
F

fledermaus

Guest
#6
Fotos müsst ich noch irgendwo am PC haben, ansonsten werde ich e demnächst ein paar machen.
Luftbilder von früher wären supa.

mfg

RaLf
 
#7
Hallo RaLF,

ich bin aus Steyr. Bezüglich der Sprengtäler hinter den BMW-Werken: Mir ist da auch nichts von einer U-Verlagerung bekannt, trau mir sogar zu behaupten, das es eine solche nie gegeben hat! Ich weis nur, das im Münichholz Luftschutzstollen vorhanden sind.
Bezüglich des Bomberabsturzes in Sass: Meine Grossmuter hat damals bei einem Bauern (glaub Kaiser hat er dieser geheissen) gearbeitet, als die B-17 von der AchtAcht-Batterie (Geschütz Dora) bei Christkindl abgeschossen wurde. Der Flieger kreiste noch über die Flak-Stellung und beschoss diese mit den Bordwaffen, bis das Flugzeug zerschellte. Bis auf einen Mann sind damals alle Besatzungsmitglieder umgekommen. Den überlebenden haben's gleich kassiert....
Von der Batterie gibt es sogar noch Fotos!
Luftschutzstollen in Sierning: ACHTUNG: Da sind auch einige Bierkeller, welche wie LS aussehen! Ist jetzt kein Scherz :)
vom Muni-Bunker in Letten hab ich schon mal gehört, gefunden hab ich diesen jedoch noch nicht.


LG
Günther
 
F

fledermaus

Guest
#8
kann auch sein, dass wir uns bei den BMW Werken getäuscht haben. tja LS Anlagen Münichholz-tabor-Ennsleite-wehrgraben, da sind mir einige bekannt.

zwecks b17; meines wissens, liegen die Fliegerteile immer noch im Wald. leider haben wir noch nie was gefunden. Hab zwar aus verschiedenen Quellen gehört dass die B17 von der Flackbatterie Letten getroffen wurde, nur das würd mit der Anflugslinie ned passen. Hast du Fotos von Christkindl?

Nein, mein ned de Brauereikeller bei da Wahlmühle sondern de richtigen LS anlagen.
Bin ja Selbst aus Sierninghofen/neuzeug *gg*.

Vermutungen zum Munibunker haben wir, aber ohne Luftbilder is einigermaßen schwer was zu finden.

mfg

RaLf
 
#9
Hallo RaLF,

da sind wir ja fast Nachbarn! Ich bin aus Steyr (Tabor)!
Wegen des Bomberabsturzes: Es gibt da noch Bilder von der Flak und sogar noch eines Geschützführers. Meine Grossmutter hat diese noch. Wenn Sie wieder zu hause ist (kann ein bisserl dauern) kann ich dir die Kopien derBilder zukommen lassen. An den Geschützen waren damals auch Russen, welche die Munition geschleppt hatten. Der Bauer vom Bauernhaus, wo meine Großmutter damls als Magdt gearbeitet hat war sogar Reichsbauernführer. Das überlebende Besatzungsmitglied wurde sofort verhaftet, und sein Schicksal ist ungewiss.
Die Flakstellung bestand bis Kriegsende, und wurde einen Tag bevor die Amerikaner gekommen sind, geräumt.
Angeblich muss auch in Garsten, weis nicht ob du den Garstnerteich kennst, ein Flugzeug abgestürzt sein. Könnte stimmen, da ich das beschriebene Loch, was heute eigentlich nur eine Mulde ist gefunden. Der nähere Umkreis der Mulde ist sehr feucht, also könnten dort ev. noch kleine Metallteile liegen. Leider hab ich keine Sonde, sonst würd ich glatt mal suchen.


In der Zwischenzeit hab ich auch von LS-Anlagen in Sierning gehört. Irgendwo in der Nähe vom Altenheim, kann das sein?

Lettener Munibunker: Ist mir auch in die Ohren gekommen, hab aber keine Ahnung wo der gewesen sein soll. Aber Luftbilder: sind zwar von der Jetzigen Zeit, aber vielleicht hilft's ja ein wenig: http://doris.ooe.gv.at/


Ich hätt noch ein Interessantes Buch für dich:
"Bomberschütze und Augenzeuge" Da gehts es um ein in der Nähe von Steyr
von einem angeschossenen Bomber abgesprungenes Besatzungsmitglied, und einen Augenzeugen dieses Geschehens. Ein ganz interessantes Buch, welches sich wirklich in unserer unmittelbarer Umgebung handelt.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#10
Hallo, für Interessierte:
Ich hätt noch ein Interessantes Buch für dich:
"Bomberschütze und Augenzeuge" Da gehts es um ein in der Nähe von Steyr
von einem angeschossenen Bomber abgesprungenes Besatzungsmitglied
Das Buch "Bomberschütze und Augenzeuge - ein bombiges Zeitdokument" von R.Raimund Hojka und R.Thor Peterson, Herausgeber Raimund Hojka, A 3300 Amstetten, Allersdorferstraße 22 (keine ISBN) gab es vor ein paar Monaten noch bei der Buchhandlung Ennsthaler am Hauptplatz in Steyr.

Es handelt vom Abschuss eines B-17 Bombers durch Luftkampf am 24.2.44 im Luftraum über Bad Hall beim Anflug auf Steyr. Der Bordschütze T.Peterson konnte abspringen und landete mit seinem Fallschirm bei Matzelsdorf (ca. 5 km nördlich von Sierning), der Bomber stürzte im Mühlviertel, bei Baumgarten (ca. 4 km östlich Hellmonsödt) ab. R. Hojka beobachtete als 8 jähriger Schüler vom Boden aus den Luftkampf und den Absprung des Bordschützen. Peterson besuchte mit seiner Familie 1997 Österreich und suchte per Zeitungsinserat Augenzeugen von damals. Durch Zufall kam er dann mit Hojka zusammen und so entstand dieses Werk... Neben vielen persönlichen Erinnerungen der beiden Herren gibt es auch interessante Beiträge zum Bombenkrieg, speziell zu Steyr und den SDP-Werken usw. .

lg
josef
 
F

fledermaus

Guest
#11
GuentherHochstr hat geschrieben:
Angeblich muss auch in Garsten, weis nicht ob du den Garstnerteich kennst, ein Flugzeug abgestürzt sein. Könnte stimmen, da ich das beschriebene Loch, was heute eigentlich nur eine Mulde ist gefunden. Der nähere Umkreis der Mulde ist sehr feucht, also könnten dort ev. noch kleine Metallteile liegen. Leider hab ich keine Sonde, sonst würd ich glatt mal suchen.


In der Zwischenzeit hab ich auch von LS-Anlagen in Sierning gehört. Irgendwo in der Nähe vom Altenheim, kann das sein?

Lettener Munibunker: Ist mir auch in die Ohren gekommen, hab aber keine Ahnung wo der gewesen sein soll. Aber Luftbilder: sind zwar von der Jetzigen Zeit, aber vielleicht hilft's ja ein wenig: http://doris.ooe.gv.at/
Mahlzeit,
Also das mit Garsten wär mir neu, aber alles ist möglich. Wo isn da Garstnerteich? bin grad ned im bilde. Sonde ist kein problem, bin perfekt ausgerüstet.
in der nähe vom altenheim *pfff* vom alten oda neuen? aber kann scho sein, werd mi mal umschaun.
Letten wird gerade durchsucht. kann noch dauern. Doris bilder sind mir bekannt. leider nicht brauchbar.

werd dann morgen mal einen kurzen beitrag schreiben, bin heute im stress..

mfg
RaLf
 
F

fledermaus

Guest
#12
josef hat geschrieben:
Hallo, für Interessierte:


Das Buch "Bomberschütze und Augenzeuge - ein bombiges Zeitdokument" von R.Raimund Hojka und R.Thor Peterson, Herausgeber Raimund Hojka, A 3300 Amstetten, Allersdorferstraße 22 (keine ISBN) gab es vor ein paar Monaten noch bei der Buchhandlung Ennsthaler am Hauptplatz in Steyr.
kommt mir bekannt vor, war letzte woche im Ennsthaler hab aber nix interesantes gefunden. aber ich glaub ich weis wo noch so ein buch ist.

mfg

RaLf
 
F

fledermaus

Guest
#13
Abend,

Nach ein paar Nachforschungen sind wir nun wieder ein bisschen schlauer geworden.

Lage des Munitionsbunkers in Letten ist nun endlich bekannt. Gibt da auch noch eine nette Geschichte dazu zu erzählen:
Laut einer Aussage eines Zeitzeugen beschleunigte die Steyrtalbahn immer vor dem Bunker außerordentlich. Zusätzlich gab es einen Sichtschutz zu den Gleisanlagen. Bewacht wurde der Tunnel immer durch SS-Männer um wieviele hab ich noch ned erörten können.
Die geschichte mit den Gleisen in den stollen stimmt auch.
Zusätzlich sind wir dann noch auf die Spur eines größeren LS-Bunkers gestoßen, Lage ist allerdings noch nicht genau Lokalisiert.

mfg

RaLf
 
#14
Hallo RaLF,

warst du auch schon bei dem Munitionsbunker? Ist dieser direkt neben den Gleisen der Steyrtalbahn, oder auf der anderen Flußseite?
Ich kenn mich ja aus, was die Steyr-Ufer anbelangt, bin schon oft die Schienen abgegangen, aber der Bunker ist mir bisher noch nie untergekommen. Ist dieser gemauert / betoniert gewesen, oder direkt ins Kongleremat gehauen?

LG

Günther
 
F

fledermaus

Guest
#15
GuentherHochstr hat geschrieben:
Hallo RaLF,

warst du auch schon bei dem Munitionsbunker? Ist dieser direkt neben den Gleisen der Steyrtalbahn, oder auf der anderen Flußseite?
Ich kenn mich ja aus, was die Steyr-Ufer anbelangt, bin schon oft die Schienen abgegangen, aber der Bunker ist mir bisher noch nie untergekommen. Ist dieser gemauert / betoniert gewesen, oder direkt ins Kongleremat gehauen?
Abend, soviele Fragen *gg*

Also wie oben schon geschrieben, Bunker mit gleisanlage ~~> neben den gleisen. Zum bauvorschritt kann ich nur sagen, dass der eingang sicher betoniert war, was untertage war weis ich leider nicht. ich vermute, dass er betoniert war, so wie eigentlich überalll bei uns.
Leider ist durch die Sprengnung kaum mehr was zu erkennen.

am anderen Ufer haben sich dann noch 2 andere merkwürdige stellen gefunden die bei gelegenheit untersucht werden.

Kennst du den noch bestehenden LS Stollen in letten?

mfg

RaLf
 
P

peter_B..

Guest
#16
ich vermute, dass er betoniert war, so wie eigentlich überalll bei uns.
der bestehende LS-Bunker in letten (falls wir den selben meinen) ist jedoch soweit ich mich erinnern kann (ist sicher shcon 10 Jahre her, dass ich das letzte mal drinnen war) nicht betoniert, sondern nur ins konglomerat geheuen / mit Holz abgestützt.
 
F

*Flo*

Guest
#17
Hallo Peter B..!

Warscheinlich meinst du dann nicht den selben den RaLf genannt hat, weil der ist nämlich teilweise betoniert und weist durchaus ein system auf. wo ungefähr ist der ls den du meinst?

mfg

Flo
 
H

Hasi

Guest
#18
Hallo
Kennst du den noch bestehenden LS Stollen in letten?
Ja ich kenn da noch welche, und zwar wenn man in Neuzeug Richtung Sportplatz/Tennisplatz über die Brücke fährt. Gleich vor der Brücke auf der Neuzeuger Seite gerade aus (Radweg?) ein bißchen da entlang, da sind noch einige Anlage in den Berg.
Gruß Hasi
 
F

*Flo*

Guest
#19
Hallo Hasi

mit der anlage bei der steyr in neuzeug muss ich dich leider enttäuschen, die wurde nämlich schon vor einiger zeit zubetoniert und eine gleich danebenliegende (ev. dazugehörende ist eingestürzt). wann warst du zum letzten mal dort?

mfg

Flo
 
F

fledermaus

Guest
#20
Abend Peter & Hasi

Mal schön, dass sich noch wer aus Steyr meldet.

Also de einzig mir bekannte LS- Anlage de noch offen ist ist teilweise Betoniert. Wie schon Flo geschrieben. Der Eingang ist unter einem Großen Felsen versteckt.

In Neuzeug würde leider alles zubetoniert. Das andere neben der Steyr war nur zur Abstützung der Felswand.

Weis von euch jemand etwas über Sierning beim Altersheim?

mfg
RaLf
 
Oben