Pyrop - Stollenanlage Bischofshofen

#62
Habe noch meine Sprachnotizen abgehört und komme zu folgenden Ergebnis (siehe Skizze Ösi):

* Stollenlänge gesamt (vom angeschraubten Gitter - bis Stollenende talaufwärts) 358m
* Haupteingang bis großer Versturz 50m (der liegt also relativ nahe am Eingang)
* Der Versturz selbst hat eine Länge von 13m
* Die Y-Stücke bis zur Gabelung sind jeweils 25m lang wobei der rechte S-förmig gewunden verläuft

Der nach unten abgehende Stollen auf Ösis Skizze (über dem M liegend eingezeichnet) ist nur ein kurzer Blindstollen und führt nicht nach draußen. Die Größe des Wasserspeichers hat Ösi aber etwas überdimensioniert dargestellt. Nach meiner Messung ist die Hauptkaverne nur 28m lang und dürfte nur bis kurz hinter die oberhalb liegende Straße reichen und nicht so weit in den Hang hinein wie dargestellt.

Als letztes Bild noch drei Fundstücke von Relikten der Glasschmelze, die dort am Hang großzügig verstreut herumliegen (zum Größenvergleich mein Handy). Habe nun nochmal nachgeschaut was es mit der Glashütte auf sich hat. Die Fa. Pilkinton schreibt auf ihrer Homepage, dass die Glasherstellung 1948 in der ehemaligen Kupferhütte begann, Glas fällt dort also weg als Rüstungsthema. Ein inhaltsreicher Bericht zum Bergbau in der Region ist hier zu finden, dass durchzuarbeiten habe ich noch nicht geschafft, event. gibt der Bericht noch paar Details zur Anlage her.

Gruß nach Österreich
Eulengebirge
 

Anhänge

malachit

Well-Known Member
#63
So war es- die eigentliche Anlage ist offenbar unrettbar zugeschüttet.
Andeutungen davon finden sich an der Böschung am Pilkington Parkplatz.

Das wars.UV weg.
 
#64
Laut dem Salzburger Bergbaubericht von 1998/ Seite 23, existierte die beschriebene Kupferhütte von 1885 bis 1931, dann wurde sie stillgelegt. Kupferproduktion 500 Tonnen im Jahr, ab 1906 Ausstoß enormer Mengen Schwefeldioxid beim Verhüttungsprozess (90.000 m³ pro Tag). Von 1931 bis 1947 war das also eine Industriebrache.

Auf Seite 25 die Erklärung zum 350m Stollen:

Zitat: "...Ca. 25 m nördlich davon befindet sich das gemauerte Portal eines Förder- und Wasserstollens (Anm. der rechte Y-Eingang), der auf etwa 350 m Länge in WNW- und dann NW-Richtung verläuft und bis zum Mühlbach durchschlägig ist, und zwar gegenüber dem halb verfallenen Erzbunker (Anm. den haben wir nicht gesehen). Hier wurden die von der Aufbereitung in Mühlbach/Hkg. mit Fuhrwerken angelieferten Erzkonzentrate zwischengelagert und mit Hunten durch den Stollen zur Kupferhütte Außerfelden gefördert. Der Stollen stellt die kürzeste und zudem vor Witterungsunbilden sicherste Verbindung dar. Über einem betonierten, mit Holzpfosten abgedeckten Sohlgerinne waren die Schienen verlegt. Ungefähr auf halber Strecke führte ein mittlerweile verbrochener Querschlag zum Mühlbach hinaus..."

Es erfolgte also eine witterungsunabhängige Erzanlieferung durch diesen Stollen und die vermuteten Schienen gab es auch.

Der Wasserspeicher könnte mit der 1920 installierten Schwefelsäure-Gewinnungsanlage (Bleikammerverfahren) zur Entsäuerung der Hüttenabgase zu tun haben, als permanenter Wasserspeicher für irgendwelche Kühlprozesse. Die Kaverne müsste dann nach meinem Verständnis wie ein Wasserturm (in nichtbergiger Region) gewirkt haben und hatte keinen natürlichen Zulauf sondern es wurde permanent nachgepumpt. Um das Niveau regulieren zu können bedurfte es der von uns in Teilen vorgefundenen Pegelstandsmeßeinrichtung.

Und wie schon gesagt, irgendwelche Einflußnahme des Rüstungsministerium auf die Anlage ist nicht erkennbar. Da sie aber seit 1931 brach lag und sich das Reich in der Zeit des Krieges keine Ressourcenverschwendung leisten konnte, plante man für die Anlage vermutlich eine Nutzung, die aber wohl nicht mehr zustande kam.

Gruß Eulengebirge
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#65
@Eulengebirge :danke für die umfangreichen Recherchen und Bilder!
Und wie schon gesagt, irgendwelche Einflußnahme des Rüstungsministerium auf die Anlage ist nicht erkennbar. Da sie aber seit 1931 brach lag und sich das Reich in der Zeit des Krieges keine Ressourcenverschwendung leisten konnte, plante man für die Anlage vermutlich eine Nutzung, die aber wohl nicht mehr zustande kam.
Auch meine Meinung, habe bisher in Rüstungsakten usw. keine weiteren Hinweise für Verlagerungen irgendwelcher Art gefunden...

lg
josef
 
Ö

Österreicher

Guest
#67
ja hallo, erstmahl ein dankeschön für die wirklich sehr guten fotos.
das ganze hast du sehr gut erklärt und super recherchiert.

die von dir gezeigten anlagenteile kenne ich zwar alle schon aber die bilder sind trotzdem sehr interessant und ich finde es schade das ich bei eurem ausflug nicht dabei war.

das loch was ihr im Y-stollen gefunden hast hatte ich auch noch nie gesehen, du selbst kennst ja die dimensionen dieses anlagenteiles und ich denke mir dass sich dahinter sicherlich nicht die große fertigungshalle befindet ^^

wenn ich wieder mal zeit hab dann werde ich mal in das loch reinfotografieren und euch die ergebnisse hir liefern....an eure bildqualität komme ich zwar nicht ran aber der wille ist da :gut:

dem schlusswort von malachit schließe ich mich an....die andeutungen die er meint habe ich auch bemerkt, leider sind dort keine grabungen ohne aufzufallen möglich.....es ist wirklich schade dass die anlage verschüttet ist, denn der lächerliche rest von dem was von pyrop übrig geblieben ist, ist schon sehr interessant.

gruß ösi
 
M

Makus N.

Guest
#69
@Eulengebirge: Sehr tolle Beiträge - spannend beschrieben - einfach Klasse !!!

Schade, dass ich in den Jahren von 1980 bis 1986 nie den Mumm besessen habe, Pyrop so zu erkunden - lag vermutlich am Alter ...

Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ich an dieser Stelle vielleicht mehr Verwirrung als Aufklärung stifte, aber aus unerfindlichen Gründen ist es mir irgendwie ein Bedürfnis die Anlage etwas besser begreifen zu können (wollen).

Auf Grund eurer Berichte drängt sich bei mir der eigenartige Verdacht auf, dass es sich bei Pyrop NIE um militärische Anlage gehandelt hat, diese also erst in den 40ern, insbesondere aber nach 1945 als solche deklariert wurde. Dazu kommen noch die Erinnerungen meines Vaters der damals als Kleinkind die Luftangriffe um 1945 im Y-Stollen erleben durfte. Besonders gut blieben ihm die darin enthaltenen Feldbetten und die E-Installation über diese noch heute sichtbaren Keramikisolatoren in Erinnerung. Dieser Stollen diente damals als ziviler Luftschutzbunker der umliegenen Bevölkerung. Ich deute dies als Indiz dafür, dass eine militärische Nutzung - zum Zwecke einer U-Verlagerung etc. – nicht möglich gewesen wäre.

Fakt ist aber, dass die Anlage (mehrmals?) umgebaut wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt – oder gab es eine (unterirdische oder rohrleitungstechnische) Verbindung des Kavernensystemes mit dem Y-Stollen. Die Erweiterungs-/Umbauarbeiten dürften sich in den 30er Jahren vollzogen haben - möglicherweise für die Umstellung auf ein neues Verfahren zur Kupfererzverhüttung.
Hierfür sprechen die Bilder des Kavernensystems von Eulengebirge. Dieser Anlagenteil dürfte von Bergquellen gespeist worden sein, und diente (besonders im Winter) als Wasserspeicher für die „Schwämmung“ des Erzes. In den frost- und eisfreien Jahreszeiten dürfte die Wasserversorgung vom Mühlbach über Rohrleitungen unterhalb der Schweller und Schienen des Grubenhundts durch den (Y)Förderstollen geführt worden sein. Im 2ten Ausgangsbereich (Fenster-Türe) des Y-Stollens dürfte dieser neue Prozess stattgefunden haben. Die kurzen Verfahrschienen, das Schwämmrohr von der Decke und ein Überlauf mit einem nach unten führenden und weitgehend unentdeckten :D „Ablaufstollen“ der meines Wissens über Kellerbereiche des heutigen Techno-Z’s und der Glashütte wieder in den Mühlbach mündet, deute ich als weiteres Indiz für die zivile Kupfer-Nutzung der 30er Jahre.
Meine Bilder vom vergangenen August zeigen die hier beschriebenen Anlagenteile.

Sollte die Altlastensanierung und das Sicherheitsdenken des Landes Salzburg in dieser Art weiter betrieben werden, so dürfte in nächster Zeit ein Betreten der Anlage überhaupt nicht mehr möglich sein. In der Vergangenheit waren diese Eingänge schon mehrfach zugeschüttet und verrammelt worden, Jugendliche haben diese Barrieren – zur Freude meiner Generation - wieder einrissen. In absehbarer Zeit – so vermute ich - wird man sich statt Baustahlgittern an zubetonierten Eingängen die Zähne ausbeißen.

Sollte ich bisherige Klarheiten beseitigt haben :), würde ich mich auf eine weiterführende Diskussion mit euch freuen! Für eine gemeinsame Begehung mit Schimmelduftfanaten wäre ich jederzeit zu haben …

Gruß, Markus

Bild 1: Teilung des Stollens - sichtbares Wasserrohr (unterer Bildbereich) und verrostetes Hinweisschild (oben Mitte)

Bild 2: Schwämmanlage - Überlaufbecken - Ausgang Stollen

Bild 3: Ablaufstollen im Überlaufbecken

Bild 4: Einblick in den Ablaufstollen

Bild 5: Von der Decke herabragendes und vermutlich vom Kavernensystem gespeistes Schwämmrohr
 

Anhänge

#70
Hallo Markus N.,

die Erklärung des Wasserspeichers zum waschen des Erzes im Winter ist auch noch eine Möglichkeit an die wir bisher nicht dachten. Solches Rohrleitungsdedöhns wie auf deinem Bild als Waschrohr bezeichnet ist ja auch oben außerhalb des Speichers erkennbar. Nach den vorliegenden Unterlagen wurde die Kupferhütte allerdings 1931 aufgelassen und ruhte dann (so jedenfalls die Behauptung) bis 1947. Der Y-Stollen als Luftschutzanlage macht Sinn, Produktionsräume sahen wir aber keine. Wobei mir gerade in den Sinn kommt, es wurde die Kupferverhüttung beendet das sagt noch nicht generell das der Bergbau oder der Stollenvortrieb auch beendet wurde, oder?

Der ehemalige Bergbau fand in Mitterberghütten auf verschiedenen Horizonten statt, oberhalb der Mitterberghütten-Straße befindet sich ein weiterer vermauerter Stollen und unten auf Parkplatzniveau da erkennt man deutlich die sehr alten Portale am halb verschütteten Hang (siehe Bilder - oder waren das vielleicht Kellergewölbe der alten Hütte?). Das dein Vater unter einem dieser Isolatoren gelegen hat macht die Sache schon wieder viel spannender, die Isolatoren sind nun allerdings schon etwas in die Jahre gekommen (Anhang).

Das sich die Kaverne von Sickerwasser füllt glaube ich aber nicht, erstens haben wir selbst nichts ähnliches entdecken können und zweitens wird die Struktur des Berges im Bergbaubericht als ziemlich trocken bezeichnet.

Gruß Eulengebirge
 

Anhänge

M

Makus N.

Guest
#71
Hallo,

...Wobei mir gerade in den Sinn kommt, es wurde die Kupferverhüttung beendet das sagt noch nicht generell das der Bergbau oder der Stollenvortrieb auch beendet wurde, oder?
... Nein, möglicherweise nicht. Bis zur Verwendung als Luftschutz 1944/45 könnte hier tatsächlich noch Kupfererz durchgebracht worden sein, welches anschließend auf Eisenbahnwaggons zur externen Verhüttung verladen wurde. Es gab ja im gesamten Werksgelände ein weitreichendes Schienennetz, welches erst im letzten Jahrzehnt bis zum Bahnhof Mitterberghütten komplett demontiert wurde.


Der ehemalige Bergbau fand in Mitterberghütten auf verschiedenen Horizonten statt, oberhalb der Mitterberghütten-Straße befindet sich ein weiterer vermauerter Stollen...
Nach meinen Erinnerungen hat dieser Eingang damals so wie jener beim Kavernensystem ausgesehen, nur Verlief hier der Stollen vertikal. Möglicherweise handelte es sich hier um den Rauchabzugsstollen der auf Schienennieveau gelegen Rösterrei.

...und unten auf Parkplatzniveau da erkennt man deutlich die sehr alten Portale am halb verschütteten Hang (siehe Bilder - oder waren das vielleicht Kellergewölbe der alten Hütte?).
Bei den von dir bezeichneten Portale dürfte es sich um die (sehr) alte Rösterrei handeln in der das Kupferpyrit von Schwefel und Arsen getrennt wurde. Ich kann mich an dieser Stelle - auf deinem zweiten Bild im letzten Beitrag die neu aufgeschüttete Auffahrt - auf ca. 3 Kühlanlagen unbekannten Zweckes erinnern. Hier gab es weitere (betonierte) Betriebsanlagen die dem Bagger weichen mussten. Hier fanden wir in den 80ern massig Kupferkies, den wir in Kübeln nach Hause brachten. Daher auch die Allastensanierung (Abtragung des gesamten Erdmaterials samt Betriebslanlagen) des Landes Salzburg, da hier nach mehr als 70 Jahren noch alles mit Arsen kontaminiert ist bzw. war.


Das dein Vater unter einem dieser Isolatoren gelegen hat macht die Sache schon wieder viel spannender, die Isolatoren sind nun allerdings schon etwas in die Jahre gekommen (Anhang).
... in der Tat. Als ich letztes Jahr - auf Grund der hier gelesenen Beiträge - mit meinem Sohn in diesem Stollen nach ca. 25 Jahren wieder erstmals eingestiegen bin, war ich von den Eindrücken und Erinnerungen überwältigt. Zumal ich hier Relikte meiner kindlichen Erstbegehung wiederentdecken durfte ...

Ich hoffe ich habe in den nächsten Wochen etwas Zeit um alte Aufnahmen des Werksgeländes zu studieren. Sollten sich hier längst abgerissene Bauten udgl. zu sehen sein, werde ich versuchen diese zur weiteren Aufklärung hier einzustellen.

Gruß, Markus
 
#72
Ja Markus N., dass wäre sicher noch sehr aufschlußreich wenn du alte Aufnahmen vom Werksgelände zeigen könntest. Es freut mich außerdem, wenn durch unseren Bericht deine Erinnerung positiv angeregt wurde :).

Gruß Eulengebirge
 
E

Erkunder

Guest
#73
Hallo,

war vor kurzem in Mitterberghütten und hab mich da ein wenig umgesehen. In dem rechten Gebäude, dem Runden, ist ja innen auch noch ein Raum, wenn man drinnen ist gleich auf der rechten Seite im Eck, ist ein Schacht, war da schon jemand unten, od. weiß jemand für was der war?

Gruß

Erkunder
 
M

Makus N.

Guest
#74
Hallo Erkunder!

Momentan laufen noch meine Recherchen zu dieser Anlage, aber zum Rundturm hatte in meinem ersten Beitrag schon mal einige Bemerkungen verfasst die dir vielleicht weiterhelfen - Dies Betrifft insbesondere die Verwendung nach 1948:

...
Zum "Rundturm" Bild 1 bei Punkt C ist mir noch bekannt, dass aus diesem öfters eine dichte grauweiße Staubwolke austrat, welche von der benachbarten "Glashütte" beim Mattierungsprozess von Glas herrührte. Dieser Rundturm hat eine unterirdische Verbindung (Kanalsystem) zur genannten Betriebsstätte.
...
Es ist anzunehmen, dass sich noch weitere unentdeckte Stollen und Kanalsysteme unter und neben diesem Werksgelände befinden. ...
Zum Rundturm ist noch bemerken, dass ich in den 80er Jahren Reinigungsarbeiten beobachten durfte, bei denen dieser unterirdische Verbindungskanal vom festgesetzten Mattierungsstaub mittels Strahlwasser und Schlammpumpe freigelegt wurde. Dazu wurden von der Glashütte bis zum Rundturm mehrere recheckige Kanaldeckel geöffnet.
Eine Begehung dieses Kanales dürfte - sofern begehbar - eher unspektakulär verlaufen - Staubschutzanzug und -maske wären dabei sicher von Vorteil.


Markus
 
#75
Hier noch eine kurze Filmsequenz aus einer interessanten Doku zur Himmelscheibe Von Nebra, wo der bronzezeitliche Kupferbergbau im Raum Mitterberghütten erwähnt wird wo ja das Kupfer für die Bronzescheibe von Nebra gewonnen wurde.

Ausschnitt aus dem sehr guten Dokumentarfilm von Michael Gregor "Herr der Himmelsscheibe - der Jahrtausendfund von Nebra", gelaufen am 12.8.2011 um 22.20 Uhr auf PHOENIX. klick hier

Gruß Eulengebirge
 
P

pcbhofen

Guest
#76
Hallo, kennst du die Bunker-Anlage in Bischofshofen im Bereich der Hans Treml Str. 2 und 4? Wer weiß sonst noch etwas davon? Wann wurden die Bunker erbaut? Gibt es einen Zusammenhang mit Pyrop U35? Bin schon gespannt, ob jemand mir mehr Informationen dazu geben kann. pcbhofen
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#77
Hallo, kennst du die Bunker-Anlage in Bischofshofen im Bereich der Hans Treml Str. 2 und 4? Wer weiß sonst noch etwas davon? Wann wurden die Bunker erbaut? Gibt es einen Zusammenhang mit Pyrop U35? Bin schon gespannt, ob jemand mir mehr Informationen dazu geben kann. pcbhofen
Hallo Paul,
ein herzliches Willkommen im Forum und ein Hinweis zum freiwilligen Eintrag in die Usermap: http://www.unterirdisch-forum.de/forum/showthread.php?t=6224

Haben einige User aus Bihofen bzw.die sich dort gut auskennen... :)

lg
josef
 
#79
Ich hab´ auch noch was aus dem BA-Bestand R26III:
In den Verhörprotokollen von Skorzeny (IMT Nürnberg) findet sich ein Hinweis auf Mitterberghütten. Demnach hatten die Amerikaner ein Dokument erbeutet bezüglich der Lieferung von Patronenmunition an das Reichs-Sicherheits-Hauptamt (RSHA).
Das Sinter Metallwerk in Mitterberghütten Austria lieferte am 12.2.45 1000 Patronen und am 13.2.45 weitere 300.
Da die Stückzahlen so gering waren, vermute ich die Lieferung von Spezialmunition für Schalldämpfer-Waffen.
LG
Zwölfaxinger
 
P

pcbhofen

Guest
#80
Pyrop

In den Verhörprotokollen von Skorzeny (IMT Nürnberg) findet sich ein Hinweis auf Mitterberghütten. Demnach hatten die Amerikaner ein Dokument erbeutet bezüglich der Lieferung von Patronenmunition an das Reichs-Sicherheits-Hauptamt (RSHA).
Das Sinter Metallwerk in Mitterberghütten Austria lieferte am 12.2.45 1000 Patronen und am 13.2.45 weitere 300.
Da die Stückzahlen so gering waren, vermute ich die Lieferung von Spezialmunition für Schalldämpfer-Waffen.
LG
Zwölfaxinger
Danke für diesen Hinweis
pcbhofen
 
Oben