Fürlinger?

Hi Markus,

gab es von Werner Fürlinger schon eine Reaktion (Vortragsskriptum oder Infos)? Nachdem er als Geologe sowohl über Stollen des 3. Reichs spricht, als auch Gutachten für den HL-AG-Tunnel erstellt, dürfte er ja eine in dieser Sache recht kompetente Person sein...

lg Gerhard
P.S. Um mich Euch kurz vorzustellen, bin bisher hauptsächlich interessierter Leser gewesen, wollte bei diversen Themen erst mitdiskutieren, wenn ich genug Hintergrund hab, um keinen Unsinn zu verzapfen.
Bin unter anderem seit längerem damit beschäftigt, den Untergrund von Wien (Luftschutzräume, Bunker, Kellersysteme, mittelalterliche Mauern) fotografisch zu dokumentieren. Quarz I kenne ich teilweise von früher, sowie natürlich auch die Bücher von Markus und B. Pelz. Vom Melker Ende des Wachtbergs kenne ich allerdings nur die Infos, die hier im Forum stehen...
P.P.S. Ein großartiges Forum!!! Kompliment an alle, die hier Wissen zusammen tragen und Forschungsarbeit leisten.
 
K

Karyathrea

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Lieber totschweigen ...... braver Pater

Anbei ein Ausschnitt aus der NÖN vom 23.9.08.
Dass die Schmierereien schon vor 10 Jahren dort waren, hat Pater Jeremia aka P.J. Eisenbauer offenbar schon wieder vergessen. Das Argument mit "Bekeidigung der Opfer" halte ich für Heuchelei. Was spricht dagegen ein paar Meter des Stollens zu restauriern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dort soll dann halt einmal pro Monat eine Besichtigung möglich sein. Es gibt einen großen Topf an staatlichen und EU-Förderungen für die Aufarbeitung der NS Zeit, da könnte man doch etwas davon lukrieren.

Quarz zu zu schütten halte ich für sinnlos, irgendwann taucht ja sowieso wieder ein Eingang auf. Außerdem wäre das totschweigen die größte Respektlosigkeit gegenüber den Menschen die dort ihr Leben liesen. Irgendwann werden diese dann nämlich vergessen.

Mich würde ja einmal interessieren welche Motivationen hinter der Verhinderung einer dortigen Gedänkstätte stehen.
:mad:

Beste Grüße,
Christoph
 

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M

Melker

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Hy!
Habt ihr die aktuelle NÖN Melker Zeitung gelesn. Da ist vom Eingang in den A-Stollen die Rede, dass die den wieder schließen wollen. Bin gespannt wie lang das dauert.
mfg
 
K

Karyathrea

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Ich hätte den Artikel eigentlich eingescannt und bei untenstehendem Posting angehängt.
Aus irgendeinem Grund sehe ich meinen Betrag aber nur wenn ich eingeloggt bin. :gruebel

>Anbei ein Ausschnitt aus der NÖN vom 23.9.08.
>Dass die Schmierereien schon vor 10 Jahren dort waren, hat Pater Jeremia >aka P.J. Eisenbauer offenbar schon wieder vergessen. Das Argument mit >"Bekeidigung der Opfer" halte ich für Heuchelei. Was spricht dagegen ein >paar Meter des Stollens zu restauriern und der Öffentlichkeit zugänglich zu >machen. Dort soll dann halt einmal pro Monat eine Besichtigung möglich sein. >Es gibt einen großen Topf an staatlichen und EU-Förderungen für die >Aufarbeitung der NS Zeit, da könnte man doch etwas davon lukrieren.
>
>Quarz zu zu schütten halte ich für sinnlos, irgendwann taucht ja sowieso >wieder ein Eingang auf. Außerdem wäre das totschweigen die größte >Respektlosigkeit gegenüber den Menschen die dort ihr Leben liesen. >Irgendwann werden diese dann nämlich vergessen.
>
>Mich würde ja einmal interessieren welche Motivationen hinter der >Verhinderung einer dortigen Gedänkstätte stehen.


Beste Grüße,
Christoph
 
H

Harald

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Offen lassen und einen Stollen als Gedenkstollen restaurieren!!!!

Markus: Was haltest von einer Unterschriftenaktion? bzw. Spendenaktion zum erhalt eines Stollens? Gibt es eine Möglichkeit einen Stollen zu Pachten/Kaufen???
 

josef

Administrator
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@Harald schreibt:
Offen lassen und einen Stollen als Gedenkstollen restaurieren!!!!
Das ist sicher mit enormen Schwierigkeiten verbunden! Das Problem ist m.E. die Eigentümerstruktur der Grundstücke. Diese befinden sich jedenfalls in privater Hand, ob noch immer die Wald- oder Forstgenossenschaft Schollach oder zwischenzeitlich schon andere Besitzer (Quarzwerke usw. ?) kann ich nicht sagen.

Vordringlich wäre meiner Meinung nach eine rasche "Unterschutzstellung" der Anlage durch das Bundesdenkmalamt! Dadurch könnten eventuell geplante Ausweitungen des Quarzsandabbaues hintan gehalten werden! Auch andere Eingriffe/Veränderungen an den Stollen durch die privaten Grundeigentümer würden unterbunden bzw. jedenfalls erheblich erschwert werden!

Nach diesem Schritt müsste eine private oder öffentliche Trägerorganisation zur Errichtung und Betrieb einer Gedenkstätte/Gedenkstollen (Beispiel Ebensee) geschaffen werden...

Aber schon der Weg bis zur Gründung einer solchen Organisation mit der notwendigen rechtlichen und fiskalischen Absicherung würde sicher nicht einfach sein...

Die Finanzmittelbeschaffung zur Sanierung und Zugänglichmachung der Stollenalage für Besucher könnte die nächste große Hürde darstellen...in Details will ich gar nicht weiter einsteigen...

Für die Umsetzung eines solchen visionären Projektes zu einer realen Gedenkstätte bedarf es jeder Menge an Energie und Ausdauer. Man sollte aber positiv denken und bei einem Zusammenspiel aller Kräfte und der Unterstützung durch öffentliche Mittel (Steuergeld) müsste es zu schaffen sein!

lg
josef
 
J

jacob_p

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NÖN Artikel Woche 39/2008:

Stollenanlage Roggendorf / Hakenkreuz-Schmierereien an den Wänden ärgern Hobby-Höhlenforscher Pater Jeremia.

Pater Jeremia fordert Schließung des Stollens

Schollach / Geschlossen wurde die unterirdische Stollenalage der ehemaligen Kugellagerfabrik aus den letzten Kriegsjahren in Roggendorf bereits in den 90er Jahren. Die Gemeinde Schollach hatte mit der Schließung einen Schlussstrih unter die Neonazi-Aktivitäten im Umfeld der Anlage gezogen.
Vor einigen Monaten wurde Hobby-Höhlenforscher Pater Jeremia Eisenbauer im Rahmen eines Schulprojekts zu einem Vortrag über die Stollenanlage eingeladen.
"Um meinen Informationsstand zu aktualisieren begab ich mich nach 10-jähriger Absenz wieder zur Stollenanlage", so Pater Jeremia, "dabei stellte ich fest, dass offensichtlich mit Unterstützung von Maschinen im Deckenbereich des A-Stollens ein ungefähr 50 mal 60 Zentimeter große Öffnung durch den Beton gestemmt worden war." In dem schachartigen Einstieg lehnte eine eiserne Steigvorrichtung. Mit Höhlenforscherkollegen führte Pater Jeremia daraufhin eine Begehung durch. Dabei stieß er auf Hakenkreuzschmierereien an den Wänden.
"Es ist eine Schande, dass es in Österreich nach wie vor solche abscheulichen Vorgänge gibt, die eine Beleidigung der Opfer von damals sind", ist Pater Jeremia erzürnt. Er hofft nun, dass der letzte Zugang zu der insgesamt acht Kilometer langen Stollenanlage bald zur Gänz geschlossen wird.

Neben dem Artikel befindet sich ein Bild von der "eisernen Steigvorrichtung".
 
H

Harald 41

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Ich verstehe die Aufregung von Pater Jeremia,aber diese Indioten gibt es leider überal.Es haben sich auch etliche Indioten am Ende eines Stollens sogar mit der Spraydose verewigt,um zu beweisen das Sie auch drinnen waren.
Aber ich würde es sehr schade finden wenn durch solche Vorfälle die Anlage für immer geschlossen werden soll.
Wie Josef schon sagte könnte man das Bundesdenkmalamt fragen ob man Quarz nicht unter Denkmalschutz Stellen kann.
>Um die Loosdorfer nicht zu belästigen,könnte man vieleicht die Anlage auf der Südwest Seite des Wachberge Öffnen,und die Loosdorfer Seite unberührt lassen.
(nur so ein Gedanke)
Weiters wenn man so sieht, wie die Politiker mit unseren Steuergelder ihre Wahlplakate finanzieren kann es kein Problem sein einen Teil für Quarz zur verfügung zu stellen.
PS: muss ja nicht die ganze Anlage verfliest werden.
LG Harry:motzen:
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Denkmalschutz "Quarz"...

@Harald schrieb:
...könnte man das Bundesdenkmalamt fragen ob man Quarz nicht unter Denkmalschutz Stellen kann
Dies versuchte bzw. versucht Markus in lobenswerter Weise schon seit Jahren! Leider behalten da private, politische und wirtschaftliche Interessen noch immer die Oberhand und der "Amtsschimmel" wiehert natürlich auch noch kräftig mit...
Um die Loosdorfer nicht zu belästigen,könnte man vieleicht die Anlage auf der Südwest Seite des Wachberge Öffnen,und die Loosdorfer Seite unberührt lassen. (nur so ein Gedanke)
Das Problem liegt nicht bei den "Loosdorfern", sondern bei den direkten Anwohnern in Roggendorf!



Betreffend Forderung um Denkmalschutz siehe dazu auch den "Quarz" - Bericht von Markus

http://www.geheimprojekte.at/t_quarz.html

bzw. auch das Schlusswort in seinem Buch (Erstausgabe 2002 und Neuauflage 2004):
 

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Harald 41

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Danke Josef:
Ich kenne den Beitrag von Markus und auch sein Buch wollte nur einen Denkanstoss geben.
Aber leider habe ich keinen Einfluss auf die geschehnisse in Österreich,und auch nicht die Macht etwas zu bewegern schade.
Markus hat sich auch sehr dafür eingesetzt,aber wenn unsere oberen Herren nicht wollen??

PS.vieleicht klappt es doch noch einmal(hoffentlich):)
 
M

Melker

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Ist der auf dem Foto abgebildete Einstieg schon zu? Weis jemand einen anderen Eingang/Einstieg?(wenn ihr es nicht hier veröffentlichen wollt dann bitte ich um eine pn)
Da währ noch ne frage: Wie kommt da eigentlich Frischluft in den Stollen?
mfg
 
A

ak71

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andere sandsteinstollen

Hallo,

ein paar Meter links bzw. südlich vom Eingang gibt es ja noch weitere Stollen/Höhlen im Sandstein, einer davon doch nicht unklein (mit Eingang/Türe 'gesichert'), hat dieser etwas mit Quartz zu tun, war dieser eine Art Luftschutzstollen? Nur als alter Erdbunker ist er doch recht lang ausgeführt, auch gibt es dort einen Raum, der an beiden Seiten bankähnlich ausgeführt ist. Der Gang endet dann auch in einer Verschüttung, ev. durch eine Sprengung des A-Stollen? Gab es da früher vielleicht eine Verbindung zwischen den beiden?

Sorry falls das schon hier behandelt wurde, aber der Thread ist nun schon recht lang/unübersichtlich.

Grüße
ak
 
A

ak71

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schleimiges Holz

Hallo,

aus der Decke ragen ja zahlreiche Holzpfosten bis zu 30-40cm heraus, wofür waren diese gedacht? Auch sind viele von diesen mit einer geleeartigen dunklen Masse bedeckt (auch am Boden liegende Holzstücke), zuerst hätte ich auf Schleimpilze getippt, dieses Material ist jedoch eher fest, tropft aber auch herunter, siehe Anhänge, um was handelt es sich dabei?

grüße
ak
 

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