Seilbahnprojekte am Wörthersee und in Linz

josef

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#1
Nach den kuriosen Seilbahnprojekten in Wien von der Donauinsel über die Donau auf den Kahlenberg und einer Donauquerung bei den "Aggsdörfern" in NÖ. gibt es nun auch in Kärnten Pläne einer Seilbahn über den Wörthersee auf den Pyramidenkogel ( -> Beiträge #40 -45):
Wörthersee-Seilbahnpläne präsentiert

Am Montag ist die Machbarkeitsstudie für das Seilbahnprojekt über den Wörthersee in der Regierungssitzung präsentiert worden. Zahlen wurden keine genannt. Die Regierung war angetan, es gebe aber viele Zweifel in der Bevölkerung.

Schon in den 1940er-Jahren gab es erste Pläne für eine Seilbahn über den Wörthersee. Das jetzige Projekt sieht eine Schwebebahn in der Länge von mehr als zwei Kilometern vor und führt vom Strandbad Pörtschach bis zum Pyramidenkogel auf der anderen Seite des Sees. Karl Grossmann ist Unternehmer am Wörthersee und Sprecher des Projekts. Er bezeichnet es als „eine kühne Vision“.

Maßnahmenpaket für Ganzjahrestourismus
Am Montag präsentierte er den Regierungsmitgliedern die Machbarkeitsstudie zu diesem Projekt. Die Seilbahn soll aber nur ein Teil davon sein. Mit einem Bündel voller Ideen wolle man den Ganzjahrestourismus am Wörthersee ausbauen und gleichzeitig 1.000 Arbeitsplätze schaffen, sagte Grossmann. Neben der Seilbahn über den See ist eine Genussmeile in Pörtschach, ein Erlebnispark beim Pyramidenkogel, samt neuer Angebote beim Turm selbst, und eine attraktivere Wörtherseeschifffahrt geplant. Das Genussland Kärnten soll Produkte im Ort anbieten. Außer dem Seilbahnhersteller, der Firma Doppelmayer, soll es weitere private Investoren geben. Namen fielen aber nicht. Der Regierung wurde aber versichert, die Finanzierung sei nicht das große Problem. Ob und wie das Land das Projekt unterstützen werde, hänge nun von der Planung ab.

Bürgermeister positiv
Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, Karl Dovjak (SPÖ) von Keutschach und Silvia Häusl-Benz (ÖVP) von Pörtschach waren bei der der Projektpräsentation dabei. Beide stehen den Ideen positiv gegenüber. Dovjak bezeichnet die Pläne als touristisch interessant. Häusl-Benz sagte, man müsse jeder Idee eine Chance geben.

„Sehr professionelle Präsentation“
Die Koalition lobte die Präsentation des so genannten „Kärnten Parks“ als sehr professionell, Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) zeigte sich inhaltlich überrascht. Er bremste aber, nun müssten alle Studien zusammengefasst und von Beamten alle nötigen Voraussetzungen geprüft werden. Zumal es in der Bevölkerung Bedenken gebe, denn die Pläne seien gewagt. Nun müssen die Betreiber Zweifel zerstreuen. Es müsse aber ohne Vorbehalte geprüft und Kosten ermittelt werden, dazu die rechtlichen Auflagen.

Rolf Holub (Grüne) sagte, er sehe Problempunkte beim Naturschutz aber auch bei Akzeptanz in der Bevölkerung. Viele sehen das kritisch und er rate zu Bürgerbefragungen und Bürgerinformation. ÖVP-Landesrat Christian Benger, der mit einer Wirtschaftsdelegation auf dem Weg nach China ist, wurde von Sebastian Schuschnig vertreten. Er sagte, er fände Vision gut und man sollte groß denken. Das Ganze aber unter der Prämisse, dass es wirtschaftlich und machbar sein.

Köfer: 50 Millionen rund um See investieren
Die meisten Regierungsmitglieder zeigten sich abwartend bis positiv gestimmt. Landesrat Gernot Darmann: „Ich bin sehr, sehr interessiert, was die Details ergeben werden und ich habe heute einmal angemerkt, dass die Präsentation sehr interessant war. Es müssen aber noch entscheidungsrelevante Grundlagen im Detail erarbeitet und uns übermittelt werden. Erst dann können wir sagen, was hier machbar ist und was nicht.“

Ähnlich argumentierte Landesrat Gerhard Köfer (Team Kärnten): „Wir schauen uns das jetzt aus sehr positiv, kritischer Distanz an, was an echten Zahlen, Daten und Fakten vorgelegt wird. Diese werden wir dann letztendlich bewerten.“ 50 Millionen Euro sollen rund um den See investiert werden, sagte Köfer nach der Regierungssitzung.

BZÖ: Mit Naturschutz in Einklang bringen
Das BZÖ steht dem Bau einer Seilbahn grundsätzlich positiv gegenüber, hieß es am Montag in einer Aussendung. Nur wenn ein Projekt auf sicherem Fundament stehe, sei dessen Umsetzung überhaupt möglich, so Willi Korak. Da sei die Machbarkeitsstudie der erste wichtige Schritt. Es müsse schaffbar sein, dass unter Einbindung aller Wörtherseegemeinden, Vertretern des Natur- und Landschaftsschutzes sowie Anrainern ein tragfähiges Konzept entwickelt werde, so Korak.

Der Klagenfurter Gemeinderat Klaus-Jürgen Jandl (Liste Jandl) sagte am Abend in einer Aussendung, auch die Landeshauptstadt solle sich an dem Projekt beteiligen. So könne eine „nostalgische Strassenbahn“ das Klagenfurter Strandbad mit Pörtschach verbinden, sagte Jandl.
http://kaernten.orf.at/news/stories/2808654/

Siehe auch ORF-Beitrag "Neuer Seilbahntraum für den Wörthersee" v. 31.10.2016
 
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#2
Seilbahn über Linz: Projekt nimmt Formen an...

Die Landeshauptstadt Linz soll eine Seilbahn bekommen

Das sind zumindest die Pläne des Keplerforums Linz, das damit das 400-Jahr Jubiläum der Entdeckung des 3. Keplerschen Gesetzes feiern will.

Die Seilbahn soll den Linzer Schlossberg mit mehreren Stationen an der Donau verbinden und völlig ohne Steuergeld finanziert werden. Dionys Lehner, Geschäftsführer der Linz Textil und einer der Initiatoren des Projekts, sagt: „Wir glauben, dass dieses Projekt privat geführt werden kann. Wir haben bereits erste Gespräche geführt.“

Rein privates Projekt
Kostenrahmen: 50 Millionen Euro. Davon sollen ungefähr 30 Prozent, also 15 Millionen Euro, rein privat finanziert sein, also von Industriellen und Interessenten . „Die Erfahrung in Linz zeigt, dass eine Planeten Seilbahn schneller privat gebaut ist, als eine Brücke aus der öffentlichen Hand“, so Lehner, „Die Zahl der Linzer Wirtschaftsunternehmen, die uns ihre finanzielle Unterstützung signalisiert haben, nimmt ständig zu.“

Gondeln in Planetenoptik
Vorgesehen ist ein teils unterirdischer „Kepler-Dom“ im Schlossberg, darin enthalten unter anderem ein Planetarium, eine historische Sternwarte und ein 3-D-Naturfilmtheater. Eine Seilbahn mit kugelförmigen Gondeln in Planetenoptik, in denen die Fahrgäste Platz nehmen können, soll ihn mit dem Ars Electronica Center, dem Brucknerhaus, dem Lentos und einem Parkplatz verbinden.

Offen ist noch die Frage der Genehmigungen. Positiv sei, dass die Seilbahn nur über Flächen verlaufe, die der Stadt oder dem Land gehören, so Projektentwickler Erich Gattringer. Deren Zustimmung steht noch aus: „Sobald wir sie haben, können wir die Seilbahn binnen zehn Monaten realisieren.“ Zum 400-Jahr-Jubiläum des Dritten Keplerschen Gesetzes, das Kepler 1618 in Linz errechnet hat, wolle man die Genehmigungen „in der Tasche haben“.
Text u. Bilder: http://ooe.orf.at/news/stories/2809647/

Link zum Projekt "Keplarium"
 

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#3
Neue Idee am Wörthersee: Unterwassertunnel zwischen dem Nord- und dem Südufer mit anschließender Seilbahn auf den Pyramidenkogel

Neue Idee: Tunnel unter dem Wörthersee
In der Diskussion um ein Tourismusprojekt zur Belebung des Wörthersees gibt es einen neuen Vorschlag. Als Alternative zu einer schon angedachten Seilbahn über den See könnte ein Unterwassertunnel zwischen dem Nord- und dem Südufer gebaut werden.

Der Plan, eine Seilbahn von Pörtschach über den Wörthersee auf den Pyramidenkogel zu führen, sorgt seit der Vorstellung durch mehrere Kärntner Unternehmer im vergangenen November für Diskussionen - mehr dazu in
Wörthersee-Seilbahnpläne präsentiert. Diese Schwebebahn sollte den Tourismus am Wörthersee beleben und tausende neue Gäste anziehen. Kritiker befürchten allerdings eine Zerstörung von Umwelt und Landschaftsbild. Der Sprecher der Projektwerber, Karl Grossmann, ließ am Montag mit einer möglichen Alternative zur Seilbahn, nämlich einer Tunnelführung im Wörthersees aufhorchen.

Tunnel mit Elektrobahn und Fußgängerverkehr
Grossmann sprach von einer ganz neuen Variante: „Das ist eine abgesenkte Tunnelverbindung zwischen Pörtschach und dem Südufer. Die könnte für Radfahrer und für Fußgänger gebaut werden. Aber auch eine Elektrobahn könnte in der Röhre installiert werden.“ Eine Grazer Architektengruppe habe schon ganz interessante, erste Pläne gezeigt. Die Architekten würden eine Kooperation mit einem Hamburger Unterflur-Bauunternehmen andenken, sagte Grossmann.


ORF/Petra Haas

Blick vom Pyramidenkogel nach Pörtschach. Hier sollte die Seilbahn laufen.

Bei dem Tunnel würde es sich im wesentlichen um eine große Betonröhre mit einem Durchmesser von acht Metern handeln, sagte Grossmann. Diese Röhre würde mit technischen Finessen abgesenkt. „Die Röhre würde im See schweben und stellt damit keinerlei Umweltbelastung dar. Für Besucher könnte das eine recht interessante Attraktion darstellen. Die Skizzen zeigen, dass die Röhre auch Glaselemente beinhaltet. Man würde also auch ein Seeerlebnis mit bekommen. Details dazu können wir natürlich noch nicht preisgeben.“

Klassische Seilbahn zum Pyramidenkogelturm
Der Rundweg um den See mit über 40 Kilometern würde durch das Projekt geteilt werden, sagte Grossmann. Vom Südufer müsste dann eine Aufstiegshilfe, also eine klassische Seilbahn entlang des Bergrückens zum Pyramidenkogelturm, gebaut werden. „Das wäre dann keine Schwebebahn über den See, sondern entlang des Hanges, also eine andere Variante. In beiden Fällen ist entscheidend, dass Gäste zwischen Nord und Süd pendeln können und damit ein ganz neues Urlaubsgefühl bekommen“, sagte der Sprecher der Projektwerber.

Die Pörtschacher Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz sagte dazu, sie sei offen für Projekte, die Pörtschach beleben, wolle aber keine Nacht und Nebel Aktion. Alle Fakten müssten auf dem Tisch liegen, bevor die Gemeinde sich eine Meinung bilden könne.
http://kaernten.orf.at/news/stories/2826751/
 
#4
Tja die Seilbahnlobby sucht nach neuen Betätigungsfeldern denn in den Skigebieten gibt es kein Wachstum mehr.
Die Erhaltungskosten sind enorm und die Meisten Liftanlagen ohne Subvention unrentabel.
Was für Schwachsinnsprojekte ! Aber Geld regiert die Welt und darum wird so ein Wahnsinn auch aus öffentlicher Hand finanziert .
 

josef

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#5
Tja die Seilbahnlobby sucht nach neuen Betätigungsfeldern...
Was für Schwachsinnsprojekte !
Die nächste Meldung über so ein utopisches Seilbahn-Projekt wird derzeit in Wien-Liesing in Umlauf gesetzt:
11.02.2017
Liesinger denken über eine Seilbahn nach
Vom Laaber Spitz bis zur Waldmühle könnte eine Seilbahn den Auto-Verkehr vermindern.

LIESING. Wie kommt man nach Liesing, wenn die Torbögen in Kalksburg nicht passierbar sind? Diese Frage stellt man sich im Bezirk, nachdem im September des Vorjahres ein Laster die Durchfahrtshöhe missachtete und einen Crash verursachte.

Seitdem gibt es diverse Überlegungen, den Verkehrsstrom umzuleiten. So arbeitete die Bürgerinitiative "Kalksburg kommt unter die Räder" mit der Agenda 21 Pläne zur Verkehrsberuhigung aus. Darunter war etwa ein Tunnel zwischen Laab und Gießhübl sowie eine Verlängerung der U6 und eine Anbindung der Kaltenleutgebner Bahn ans Öffi-Netz.
"Lösung wurde bislang noch keine gefunden. Dafür sei es jedoch höchste Zeit, da die Verkehrsströme durch Kaltenleutgeben zunehmen werden", so Ernst Paleta von Pro23. Man muss jetzt handeln, um einen täglichen Stau zu verhindern. Die Tunnellösung ist technisch nicht machbar, eine zweite Spur kann nicht durchgehend angelegt werden, also bleibe nur die "Luftlinie", sagt Paleta. "Eine Seilbahn würde diese Probleme lösen", so der Liesinger Politiker.
Kaltenleutgebner Bahn
Als Einstiegsstelle könnte der Laaber Spitz in Breitenfurt Ost dienen. Anschließend soll die Fahrt über den Berg bis hin zur Waldmühle gehen, wo es einen Bus gibt. Am besten wäre es laut Paleta jedoch, dass die Kaltenleutgebner Bahn wieder in Betrieb genommen wird. "Das wäre eine kostengünstige Variante, da ja die Infrastruktur dafür bereits existiert", so Paleta. Die Züge könnten die Seilbahn-Fahrgäste dann aufnehmen und zu ihrem Ziel bringen.
Zwischenhalt: Wiener Hütte
Ernst Paleta geht mit seiner Vision aber noch einen Schritt weiter: Bei der Wiener Hütte könnte eine Mittelstation mit einem Zwischenhalt eingebaut werden. So könnte das Ausflugsziel auch von älteren und gehbehinderten Menschen besucht werden. Auch das Kollegium Kalksburg könnte von der Seilbahn angebunden werden.

Damit würden weitere Autofahrten eingespart, denn viele Eltern fahren ihre Kinder zur Schule. "Wenn man nur 200 Autos täglich weniger auf der Straße hat, dann ist das schon ein großer Erfolg", so Paleta. "Fast die gesamte Strecke wäre auf niederösterreichischem Gebiet", so Bezirksvorsteher Gerald Bischof. Er ist im Gespräch mit seinen Kollegen jenseits der Stadtgrenze, um zumindest die Busfrequenz zu erhöhen. "Das würde schon einiges bringen", so Bischof. Er hofft, dass in Niederösterreich endlich ein Umdenken stattfindet und in Alternativen zum ausufernden Autoverkehr investiert wird.
https://www.meinbezirk.at/liesing/lokales/liesinger-denken-ueber-eine-seilbahn-nach-d2018927.html
 
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#6
...und schon wieder ein neues "Luftschloss" für Linz:


Erste Schritte für Linzer Seilbahn beschlossen
Einstimmig hat sich der Linzer Stadtsenat für eine Machbarkeitsstudie zu einer Seilbahn zwischen Ebelsberg und Pleschingersee ausgesprochen. Die Kosten der Seilbahn sollen in der Studie bis Sommer berechnet werden.

Anfang November wurde die Idee noch belächelt, nun könnte es doch ernst mit der Linzer Seilbahn werden. Die Überlegungen sehen eine Seilbahn vom Süden in das Industrie- und Hafengebiet vor. Bis zu 5.000 Fahrgäste pro Stunde sollen in eine Richtung transportieren werden. Damit könnte auch das Stauproblem in der Landeshauptstadt entschärft werden.


Doppelmayr
In La Paz hat die Firma Doppelmayr schon eine Seilbahn gebaut

Wie viel der Bau der Seilbahn kosten würde, kann derzeit noch nicht berechnet werden. Die Studie soll eine Grobkostenschätzung der Gesamtinvestitionskosten inklusive der Seilbahntechnik und Infrastruktur sowie die notwendige Personalplanung enthalten. Die Ergebnisse für eine mögliche Trasse oder auch Haltestellen sollen im Sommer vorliegen, sagt Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ).

Publiziert am 22.03.2018
http://ooe.orf.at/news/stories/2902718/
 
#8
Ein Vorfall der eigentlich nicht passieren kann, da wenn sich ein Einseilumlaufsystem in eine Richtung über die maximal Geschwindigkeit bewegt, ein hydraulischen Druck aufbaut wird und dann einen Notstop einleitet auch ohne Strom und auch bei Ausfall des Notantriebs (Dieselaggregat meist Diesel-Hydraulischer Antrieb oder auch Diesel Mechanisch, in selten Fällen zb in sehr kalten Regionen auch Benzin- oder Petroliummotoren).

Wie ich gehört habe von DM ist das nur dann möglich wenn diese hydraulische Notsystem nicht angeschlossen war, defekt oder überhaupt die Hydraulikpumpe ausgebaut ist. Komisch dass keine Techniker von DM an die Unfallstelle dürfen. Das spricht schon Bände.

Sowohl bei fixgekemmten Sesselbahnen als auch bei allen Kuppelbaren Varianten sind solche Systeme vorhanden und müssen auch beim wöchentlichen Test, (Start und anfahren mit Diesel, Notstop bei Seilentgleisung, Fehlkupplung, bei Übergeschwindikeit des Förderseils, usw...) getestet werden. Im DACH-Raum vorgeschrieben und im Betriebsbuch zu vermerken, sonst ist die Betriebsbewilligung der Bahn umgehend weg.

Wer da mehr wissen will:
https://books.google.at/books?id=1u...ved=0ahUKEwiXtvag24DaAhWKUlAKHdFgBgsQ6AEIJzAA
 
#9
Falls es wen interessiert eine der Variante über den Wörthersee mit Anbindung an die S-Bahn und als Verkehrsmittel für Reifnitz und Maria Wörth. Eine Einseilumlaufbahn von DM mit Zwischenstationen. (Maria Wörth und Pyramidenkogel)-

Eine Seilbahn ist immer noch das bessere Verkehrsmittel als Busse mit Diesel ;)
 

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#10
Hoffnung für Linz:
von Petra Stacher

Seilbahn in Linz: Jetzt wird es ernst
Das neue Regierungsprogramm soll nun der endgültige Anstoß für den Bau der Stadtseilbahn sein.

Mit der Seilbahn hoch über Linz schweben. Das hört sich ein bisschen nach einer Illusion an. Geht es nach Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) soll aber genau das bald zur Realität werden. Das neue Regierungsprogramm stärkt die Stadt nun in ihrem Vorhaben.
„Die grobe Planungsphase ist bereits abgeschlossen“, sagt Vizebürgermeister Hein. Er ist zuständig für den Linzer Stadtverkehr. 8,4 Kilometer lang soll die Stadtseilbahn sein und dabei bis zu 100 Meter über dem Boden verlaufen.
Vom Bahnhof Ebelsberg im Süden könnten Pendler auf diese Weise künftig unkompliziert bis zum Pleschingersee im Norden der Stadt gelangen – und natürlich auch wieder zurück.

Zwei Varianten
Die optimale Variante der Seilbahn bestünde aus zwei Tragseilen und einem Zugseil, eine sogenannte Drei-Seil-Umlaufbahn, mit 167 Gondeln. Jede einzelne fasst 35 Personen und ist mit Klimaanlage und WLAN ausgestattet.
5.500 Personen pro Stunde könnten die Gondeln bei einer Geschwindigkeit von 29 Kilometern pro Stunde transportieren. 45.000 Personen könnten die Seilbahn so pro Tag nützen.

Integraler Bestandteil
Was sich gut anhört, kostet aber auch: 283 Millionen Euro wurden für das Gesamtprojekt berechnet. Die günstigere Variante mit kleineren Gondeln und einer Einseilumlaufbahn würde auf 175 Millionen Euro kommen.
Schon 2018 war klar, dass die Stadtseilbahn nur mit Unterstützung von Bund und Land realisierbar ist. Durch das türkis-grüne Regierungsprogramm schöpft die Stadt nun erneut Hoffnung für eine rasche Umsetzung:
Denn dieses beinhaltet nun explizit auch die Förderung von Seilbahnen. „Technische Innovationen, insbesondere betreffend Ökoeffizienzsteigerung und Nutzung von Seilbahnen als Verkehrsmittel werden begrüßt“, heißt es darin.


Die Station am Ebelsberg würde 35 Meter in die Höhe ragen.
© Bild: BAUCON ZT GmbH

Für Vizebürgermeister Hein ein gutes Zeichen: „Es ist ein Zugeständnis. Wir hoffen, dass die Regierung hält, was sie sich vorgenommen hat“. Für Bürgermeister Luger überzeugt das Projekt an sich: „Es ist bis dato österreichweit das Einzige, das nicht für den Tourismus, sondern als integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrs gilt“.
Nun werde versucht, schnellstmöglich einen Termin bei der neuen Bundesministerin für Infrastruktur, Leonore Gewessler, zu ergattern. Dort wollen sie ihre Vision vorstellen und über einen Zuschuss aus der „Öffi-Milliarde“ sprechen. Bekommt die Stadt Linz eine Zusage, kann laut Hein die Detailplanung beginnen.

Neun Minuten
Ausständig ist nach wie vor, wo die Stützen für die Seilbahn hinkommen, welche Variante sinnvoller ist und ob alle drei Bauabschnitte parallel begonnen werden. Alternativ könnte auch vorerst nur Abschnitt eins – vom Ebelsberg bis zur Voestalpine – errichtet werden. Neun Minuten würden Pendler für diese Strecke in der Gondel verbringen.
„Innerhalb von drei bis vier Jahren könnte das Projekt fertig sein. Behördenwege sind dabei schon einkalkuliert“, sagt Vizebürgermeister Hein. Ob wirklich die Leute schon 2024 mit der Seilbahn über Linz zur Arbeit fahren, wird sich zeigen.

Fehlende Realisierungen
In Wien gab es in den vergangenen Jahren schon mehrere Ideen für eine urbane Seilbahn: Rund um die Ringstraße, von der Floridsdorfer Brücke bis zum Biberhaufenweg in Donaustadt oder vom Kahlenberg herunter. Umgesetzt wurde bis dato noch keine davon.

Auch die Pläne für die Seilbahn über den Wörthersee in Kärnten liegen in der Schublade. Nach Bekanntgabe hagelte es Kritik von der Bevölkerung: Die Talstation würde in einem Landschaftsschutzgebiet stehen.

Auch die Stadt Salzburg lässt 2019 erneut mit der Idee aufhorchen, eine Seilbahn installieren zu wollen. Diese soll den Verkehrsproblemen entgegenwirken. Seither ist es jedoch wieder ruhig geworden.

Ähnlich in Tirol: Die Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe ließ Ende 2018 etwa eine urbane Seilbahn für Telfs prüfen. Auch das dürfte sich im Sand verlaufen haben.
Quelle: Seilbahn in Linz: Jetzt wird es ernst
 

josef

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#11
Linzer Stadtseilbahn feiert Revival
Die Linzer Stadtseilbahn ist wieder Thema. Das Projekt gilt für den Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) als Leuchtturm- und Zukunftsprojekt in Sachen Verkehr.
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Die Pläne dafür liegen in der Schublade, heißt es. Man warte nur noch auf einen Termin beim Bund. Und diesen Termin soll es auch bald geben, sagt Bürgermeister Klaus Luger, der am Projekt Linzer Stadtseilbahn festhält.

„Da haben wir die Nase vorne“
Er glaubt daran, dass die dafür zuständige Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), das Projekt unterstützt: „Erstens weil es eine Nahverkehrsmilliarde für die städtischen Ballungsräume im Regierungsübereinkommen gibt“. Und zweitens gebe es einen eigenen Passus noch einmal, in welchem sich die neue Bundesregierung zu Projekten für Stadtseilbahnen bekenne „und da haben wir derzeit in der Planung in Österreich die Nase vorne“, so Luger.

Doppelmayr
Vorbild für Linz: die Luftseilbahn über den Rhein in Koblenz (Deutschland), die als Attraktion gilt. Sie kann pro Stunde in jeder Richtung 3.800 Menschen befördern.

Die Pläne dafür seien mehr oder weniger schon unter Dach und Fach. Die Grundstücke, die für den Bau der Seilbahn nötig wären, gehören großteils Firmen aus der Industrie oder der Stadt selbst, sagte Hein.
Für die zehn Kilometerlange Bahn vom Bahnhof Ebelsberg, über den Hafen bis zum Pleschingersee würde die Stadt „lediglich zwölfeinhalbtausend Quadratmeter Grund benötigen, und was auch die Betriebskosten betrifft, ist die Seilbahn mit geschätzten drei Millionen inklusive Personalkosten sicher das günstigste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel, was man sich in einer Stadt vorstellen kann.“

5.500 Fahrgäste pro Stunde und Fahrtrichtung
Rund 150 Millionen Euro würde der Bau der Seilbahn kosten. Die Hälfte davon soll der Bund zahlen – die restlichen 75 Millionen würden sich Stadt und Land aufteilen. Der Bau würde laut Hein nur drei bis vier Jahre dauern. Pro Stunde ließen sich damit fast 5.500 Fahrgäste je Fahrtrichtung transportieren.
Eher weniger Begeisterung für die Seilbahnpläne kann ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier aufbringen. Es meint, dass man die Linzer Verkehrsprobleme erst einmal auf ebener Erde lösen sollte, bevor man mit der Stadtseilbahn in lichte Höhen abhebt.

88 Millionen Euro für den Verkehr
Losgelöst von diesem Projekt investiert die Stadt Linz bis 2021 88 Millionen Euro in den Verkehr. Der Großteil fließt in die Brückenbaustellen. Der Rest in Straßenbau, öffentlichen Verkehr oder aber auch in den Ausbau der Radwege.
Linzer Stadtseilbahn feiert Revival
 
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