#61
Zitat Rittermann:
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....erkennt, dass es sich bei diesem Gemäuer wohl nur um eines aus dem 19. Jhdt. handeln kann.
 Fensterbögen aus Backstein haben während der Nazis nur mehr wilde Romantiker gebaut. Und nur vollkommen Geistlose wären auf die Idee gekommen, ihre Gebäude an der Basis in Mischmauerwerk errichten zu lassen.
.

Ich möchte hier in nicht dein Wissen über Baugeschichte od. Geschichte des Bauens in frage stellen, aber auch du weist sicherlich nicht alles.
Es geht auch nicht um die Geschichte des Bauens. Es ging schlechtweg um Zeit-,Material- und Facharbeitermangel (unter anderem). Sieh dir mal die Ofenanlage in Hauskirchen an. Diese ist ebenfalls mit geziegelten Rundbögen (Rohrdurchführung) versehen. Ebenfalls komplett aus Ziegeln errichtete wurde der Verwaltungsbau. Nach deiner Meinung von also von Romantikern errichtet. Nun ob die Herrn damals Romantiker waren entzieht sich meiner Kenntnis und ist auch nicht auszuschließen, aber sicher nicht der Grund für diese Bauweise. Der Grund ist ganz simpel.
Es gab kein anderes Baumaterial in ausreichender Menge und die Anlagen mußten schnell und möglichst ohne Fachkräfte erichtet werden.

Nur ein Beispiel: Der Dachstuhl des Verwaltunggebäudes wurde nicht Balken gebaut sondern mit Brettern welche auf Balkenstärke zusammengenagelt wurden. Nicht gerade eine gebräuchliche Art (auch nicht im 19. Jhdt.).
Warum: wieder ganz simpel; es gab keine Balken!

Ach ja die Quelle: Von einem Zeitzeugen der beim Bau und Betrieb der Ofenanlage dabei war.

Gruß

Cerberus9
 
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K

Knallfrosch

Guest
#63
ich denke mal das es in der zeit der Material knappheit ,so manche Baustelle gab wo die Phantasie ihre kreise spielte :plumps:
 
#64
Spitz an der Donau

Hallo an Alle!

Zur Zeit findet eine Ausschreibung des BM für Land und Forstwirtschaft statt, bei der die Umweltgefährdung geprüft werden soll:

Mineralölraffinerie Spitz/Donau (Öfen XV und XVI) - Gefährdungsabschätzung - Laborleistungen

Scheint so, als ob das Areal eine neue Verwendung findet.

lg M
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#65
Hallo Michael,
Scheint so, als ob das Areal eine neue Verwendung findet.
Glaube ich nicht, da die wenigen Restobjekte bzw. das Gelände nach wie vor in der "Bergsturz-Gefährdungszone" liegen!

Meiner Meinung nach sind da 2 Möglichkeiten in Betracht zu ziehen:

- Es wurden bei der Errichtung des "Steinschlag-Schutzwalles" vor einigen Jahren die teilweise überbauten bzw. verschütteten Tanks nicht vollständig entleert,
oder
- es ist eine nochmalige Überprüfung des Geländes auf Kontaminierung aus der relativ kurzen Betriebszeit der "Öfen" vorgesehen.

Jedenfalls wurden @Markus und meine Wenigkeit bereits 2002 vom "Umweltbundesamt" kontaktiert, als damals die "Verdachtsfläche Spitz a.d. Donau" bearbeitet wurde. Dabei ging es um die genaue Standortermittlung der 4 Betontanks, die damals schon teilweise verschüttet waren. Lt. meinen Aufzeichnungen stellte @Markus eine Lageplanskizze und ich div. Fotos zur Verfügung. Bei der Gemeinde u. BH lagen keine Unterlagen mehr auf und ein damals noch lebender Zeitzeuge konnte auch keine wirklich brauchbaren Auskünfte mehr liefern...

lg
josef
 
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