Tunnel- und Brückenbaustellen "Linzer Westring"

josef

Administrator
Mitarbeiter
#1
Ankersetzung für Hängebrücke über Donau

1593287653725.png
An drei Brücken wird derzeit in Linz gearbeitet. Die Hängebrücke im Westen zählt durchaus auch weltweit zu den spektakulärsten Brücken. Die Fahrbahnen werden an zwei dicken Stahlseilen aufgehängt. Zurzeit wird an den Ankern für die tonnenschweren Seile gearbeitet.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Per Mail verschicken

1593287837290.png
Bei einer der größten Brückenbaustellen Europas sind die Arbeiten derzeit voll im Gang. Schon alleine die Maße zeigen die Größe der Baustelle. Die Hängebrücke wird 305 Meter lang, 25 Meter breit und hat ein Gewicht von 13.000 Tonnen.

ORF
Toleranz für die Bohrungen der einzelnen Seile liegt bei 70 Zentimetern

Für die Tragseile, die das ganze Gewicht der Brücke und der 15 Zentimeter dicken und 500 Meter langen Stahlseile halten werden, werden jetzt sowohl auf Urfahraner als auch auf Linzer Seite die Anker gebohrt.


pixabay/Schmucki
Die Golden Gate Bridge in San Francisco (USA)

Die vierspurigen Fahrbahnen hängen an dicken Drahtseilen und genau das ist die technische Herausforderung, die durchaus berühmte Vorbilder hat, so Martin Pöcheim, Regionalleiter bei der ASFINAG im Interview mit dem ORF OÖ am Samstag.

Anders wie etwa bei der Golden Gate Bridge kommt die Linzer Hängebrücke ganz ohne Pfeiler aus: „Die Brücke hängt links und rechts der Donau direkt im Felsen“, so Pöcheim.

Auf-und Abfahrten sind im Berg
Läuft alles nach Plan sollen die Tragseile im Frühjahr 2021 über die Donau gezogen werden. Gearbeitet wird auch an den Auf- und Abfahrten, die sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite komplett im Berg verschwinden.

Die Donaubrücke ist die erste Bauphase des sogenannten Linzer Westrings der das Mühlviertel mit dem Linzer Süden verbinden wird. 2024 soll die Autobahnbrücke zumindest teilweise befahrbar sein. Die Fertigstellung des ganzen Projekts ist für 2031 vorgesehen.
27.06.2020, red, ooe.ORF.at
Ankersetzung für Hängebrücke über Donau
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
#2
Projekt A26 - "Linzer Westring"

1. Bauabschnitt Hängebrücke über die Donau mit unterirdischen Zu- und Abfahrten zu den Anschlussstellen an beiden Donau-Uferseiten.
Als 2. u. 3. Bauabschnitte folgen der 3.200 m lange "Freinbergtunnel" und die "Westbrücke" über die Bahnanlagen usw. ...


1593287043972.png
Grafik: ASFINAG

Projektbeschreibung der ASFINAG
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#3
Start der Westring-Tunnelbauarbeiten
Die Tunnelbauarbeiten für die A26 Linzer Autobahn (Westring) sind am Montag mit einer Sprengung begonnen worden. Der Tunnel erschließt künftig die neue Donaubrücke von Linz nach Urfahr, die seit Februar des vergangenen Jahres in Bau ist.

Teilen
Die Verkehrsfreigabe der Verbindung von der B127 (Rohrbacher Straße) in Urfahr und B129 (Eferdinger Straße) in Linz ist für das erste Quartal 2024 geplant.

Sprengung im Freinberg
Landeshauptmann Thomas Stelzer, dessen Ehefrau Bettina die traditionelle Funktion der Tunnelpatin übernommen hat und die Sprengung im Freinberg auslöste, Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, Vizebürgermeister Markus Hein und für den Bauherrn Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl betonten die Wichtigkeit des Projektes. Es schaffe leistungsfähige Infrastruktur zum Vorteil des Standortes Linz und Oberösterreich.

Entlastung für Pendler
Vor allem würden aber die staugeplagten Pendler entlastet. Nach Berechnungen würden ohne A26 im Jahr 2030 rund 62.200 Autos täglich die Nibelungenbrücke in Linz passieren, mit Westring nur mehr 38.800. „Es ist eine Entlastung natürlich für die Landeshauptstadt, für alle die hier leben, aber auch für die Pendler die ein Ziel außerhalb von Linz haben, und aus dem Mühlviertel kommen. Das wird nicht nur den Verkehr beschleunigen und sicherer machen, sondern natürlich auch Lebensqualität in die Innenstadt bringen“, so Stelzer gegenüber dem ORF Oberösterreich.

Fotostrecke
Asfinag
Land OÖ/ Daniel Kauder

Asfinag

Bis zu vier Sprengungen pro Tag
Der Tunnelbau umfasst insgesamt 3,2 Kilometer. Die 100 Mineure arbeiten sich dazu mit bis zu vier Sprengungen pro Tag täglich bis zu acht Meter voran. Dabei werden 370.000 Kubikmeter Ausbruchsmaterial mit einem Gewicht von rund einer Million Tonnen anfallen. 800.000 Tonnen davon werden ohne Lkw-Verkehr bis zu dreimal täglich per Schiff zum Ennshafen abtransportiert und dort zur Wiederverwertung an Abnehmer verteilt. Die Gesamtkosten für die Brücke und die Tunnel werden mit rund 260 Millionen Euro veranschlagt. Es handelt sich um den ersten Abschnitt der A26. Der anschließende zweite soll ebenfalls unterirdisch von 2024 bis 2028 zum Linzer Hauptbahnhof errichtet werden und dort in die Unterflurtrasse Waldeggstraße münden. Zuletzt erfolgt der Anschluss an die Mühlkreisautobahn (A7) mit einer Brücke über die Westbahn.

100 Millionen Euro teurer als geplant
Der gesamte Linzer Westring (A26) wird, wie kürzlich bekannt wurde, um knapp 100 Millionen Euro teurer als veranschlagt. Die zu erwartenden Kosten liegen nun bei 743 Millionen Euro. Als Grund gab die Asfinag Kostensteigerungen einerseits durch die Verzögerung des Baubeginns, danach auch durch das Coronavirus, zusätzliche Auflagen und Bodenkontaminierungen an. Das Land Oberösterreich beteiligt sich zu zehn, die Stadt Linz zu fünf Prozent.
14.09.2020, red, ooe.ORF.at/Agenturen

Start der Westring-Tunnelbauarbeiten
 
Oben