Uranförderung im deutschen Reich ?

I

indy

Guest
#21
Hallo, meine zu wissen das die Amis knapp 600 Fliegerchen nach Oranienburg geschickt haben.
Der kurzfristige Einsatz (ursprünglich sollten Hydrierwerke angegriffen werden) fand auf Vorschlag des 'Alsos' Chefs statt, da die Auer-Werke nicht mehr durch US-Truppen erreicht werden konnten!
Die Uranvorräte wurden aus Staßfurt weggekarrt, waren um die 1100t die teilweise noch aus belgischer Beute stammten.

@Interessierter
Würd sagen das es glaubhaft ist (vor 1945), d. Autoren stellen keine nicht beweisbaren Atombombentheorien der TM-Klasse auf, sie zeigen auf, dass da noch mehr sein muss als die 'offizielle' Seite aufzeigt und berufen sich auf Harry, Schmitzberger,...
 
W

wolfmann

Guest
#22
Hallo,
In Deutschland wurden die Penetrationsgeschosse, die ja ursprünglich aus Wolfram hergestellt wurden, aus dem 'minderwertigerem' Uran hergestellt, um den Sparstoff Wolfram zu schonen. Wenn nur hierfür Uran gefördert wurde, wäre es eine vergleichsweise geringe Menge.
Wenn irgend ein Atomprojekt hinter der Uranförderung stecken würde, müßte die geförderte Menge erheblich sein.

@ Justus, standen bei dem Schaubergwerk FRISCH GLÜCK ´´Glöckl´´, Johanngeorgenstadt, irgend welche Fördermengen ?

Gruß Wolfgang
 
J

Justus

Guest
#23
Leider steht da nichts über Fördermengen. In zwölf Jahren waren es aber sicher mehr als einige Hunte voll. ;) Es wurde in der ganzen Zeit ausschließlich Uran und Wismut gefördert. Zur Verbesserung der Wasserhaltung installierte man eine Kreiselpumpe im Schacht und erweiterte 1937 das Druckluftnetz auf 3500m Rohrleitungen.

Aber warum sind Fördermengen wichtig? Wenn Indy weiter oben schreibt, dass allein in Staßfurth 1100 Tonnen rumgelegen haben und diese Aussage belegbar ist, kann es doch wohl keine wirklichen Engpässe gegeben haben.

Oder hebt ihr darauf ab, dass Heisenberg in Haigerloch keinen weiteren Versuch mehr machen konnte, weil nicht genügend Uran da war? Das kann doch absolut sein! In Haigerloch war eben nichts da, weil es in Staßfurt lag und man vielleicht keine Möglichkeit mehr hatte, es zu holen.
 
A

Alf

Guest
#25
Uranförderung

Hallo Wolfmann !

Ich beschäftige mich seit kurzer Zeit mit der Wismut. Bei uns im Erzgebirge speziell Aue,Schlema,Marienberg sind wir von Halden und Gruben übersät. Ist aber sehr schwierig da die Menschen die dort gearbeitet haben sehr schweigsam sind. Denn ich hatte mal einen Termin mit einem Wismutingenieur Ergebnis gleich null. Will jetzt zwischen die Feiertage einige Schächte und Halden erforschen. Leider sind 70% der Gruben schon verwahrt. Die Wismut hat Abbautiefen bis 2000m erreicht habe Video davon.
Wenns Dich interessiert habe auch noch ein bißchen Material melde Dich mal.

Alf
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#26
Moin,
Original geschrieben von Justus
... Wenn Indy weiter oben schreibt, dass allein in Staßfurth 1100 Tonnen rumgelegen haben und diese Aussage belegbar ist, kann es doch wohl keine wirklichen Engpässe gegeben haben.
Oder hebt ihr darauf ab, dass Heisenberg in Haigerloch keinen weiteren Versuch mehr machen konnte, weil nicht genügend Uran da war? Das kann doch absolut sein! In Haigerloch war eben nichts da, weil es in Staßfurt lag und man vielleicht keine Möglichkeit mehr hatte, es zu holen.
Für wen oder was sind denn die 1.100 t in Stassfurt bestimmt gewesen?
 
W

wolfmann

Guest
#27
Hallo Justus,

Dein Hinweis ist auch insoweit wichtig, daß die Wismut auf der WEBseite behauptet, daß die Sowjets das Uran zunächst von den Halden geklaubt haben. Es ist also schon wichtig zu wissen, ob das Uran auf die Halde geworfen wurde und nur das Wismut weiterverarbeitet wurde, oder ob beides weiterverarbeitet wurde.

Die Fördermenge ist wieder 'offizielle' Geschichtsschreibung. Eines der Argumente, das es in Deutschland keine nennenswerte Kernforschung, und schon gar keine Atombombenproduktion gegeben haben kann, ist der Mangel an Material. (Die aus Belgien stammenden) 1100 t sind nach dem Krieg fast komplett sichergestellt worden. Wenn tatsächlich nichts in Deutschland gefördert worden ist, kann es tatsächlich mangels Masse keine nennenswerte Forschung gegeben haben (Ich gehe jetzt einmal von der sicheren Seite aus, und vermute keinen unterseeischen Import aus Japan, ich ignoriere Dich nicht Indy :) )
Etwas Uran wurde für die Geschosse verwendet.
Nur wenn es tatsächlich eine nennenswerte Förderung gegeben hat, kann Deutschland weiter gewesen sein, als behauptet wird.

@ Indy
David Irving schreibt auch von 1000t aus Belgien.

@Alf
Danke für den Vorschlag, ich melde mich.

Gruß
 
S

Schachtleiter

Guest
#28
Schweigsamkeit

Hallo Alf,
glaube nicht, daß ich schweigsam bin, aber es werden nicht mehr allzuviele Leute darüber etwas wissen.
Schon 1830 wurde nachgewiesen das Uran dort ( Gegend) vorkommt.

Der Abbau von Wolfram und anderen Erzen war beabsichtigt
und die Gewinnung von Uranerz erfolgte nur als Nebenprodukt.
Über die Menge ist mir nichts bekannt, nur als Anmerkung- im Jahr 46 wurde ca. 7,5 t Uran gefördert.
Lese mich da noch mal durch. Wenn ich es noch im Kopfe habe, so waren Ende 45 22 Schächte und 70 Stollen offen, aber muß da noch mal nachlesen.
Glück Auf
Werner
 
S

Schachtleiter

Guest
#29
Folge 2

die Nachsuche brachte folgende Ergebnisse:
es wurden Pechblendenerze mit 80-85% gefunden
1789 wurden die ersten Vorkommen entdeckt und die Gewinnung erfolgte ab 1827-1943.
1938 wurden 29.698 t Erz gefördert mit ca. 6,1 t Uranoxyd U³O8 ( leider kann ich die korrekte Bezeichnung nicht darstellen).
20 Tagesschächte und 40 Stollen waren offen.
die geförderte Menge ( ca. 7,5 t ) in 1946 bezieht sich auf die 0 m-Sohle auf Frisch Glück Schacht.
Ich würde aber eine Untersuchung von Schächten und Stollen tunlichst bleiben lassen, manche wissen garnicht welchen Gefahren sie sich da aussetzen, da hätte ich als Bergmann schon so meine Bedenken. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Viel Spaß und eine gesunde Seilfahrt.
Werner
 
P

Putzki

Guest
#30
KTB

Hallo, ich habe mich zwar bisher nicht an den Diskussionen hier beteiligt, möchte dies aber langsam einmal ändern. Mitlesen tue ich schon seit einiger Zeit.
Ich möchte zu dieser Thematik einfach mal die Meinung von Percy Schramm, die er im KTB des OKW, Band 7, S. 27 (Thema "Die Frage der Geheimwaffen") zitieren, da diese Quelle bislang noch nicht behandelt wurde und meiner Meinung nach von größter Seriösität ist! Zitat:
"...Damit ist implicite bereits gesagt, daß wir keine fertigen oder halbfertigen Atombomben besaßen. Davon ist damals geraunt worden, und es gibt vielleicht noch Menschen, die sich von dieser Illusion nicht freizumachen vermögen. Inzwischen liegen die Erklärungen der beteiligten Wissenschaftler vor, aus denen hervorgeht, daß die deutschen Vorbereitungen bewußt eingeschränkt wurden. Der Grund zu der im August 1942 gefällten Entscheidung war, daß die Atomforscher auf die Frage, wann sie fertig werden würden, nicht die Gewähr geben konnten, daß in den nächsten zwei Jahren etwas Anwendbares herauskommen werde. Darauf erklärten die verantwortlichen Stellen, in zwei Jahren sei der Krieg so oder so zu Ende; deshalb könne man nicht für etwas Ungewisses einen beträchtlichen Teil des deutschen Potentials festlegen. Die noch durchgeführten Kleinversuche wurden dann im Jahre 1943 durch die Angriffe der Alliierten gegen das norwegische Werk Rjukan unterbunden; denn fortan konnte das erforderliche "schwere Wasser" nicht mehr in genügendem Maße beschafft werden. Es hat also keine deutsche Atombombe gegeben; ja wir sind ganz weit ab von ihrer Herstellung geblieben."

Gruß

Christian
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
I

indy

Guest
#32
Hallo zusammen,
@Wolfgang
Hatte das mit dem Japan-Import schon weiter oben revidiert (Japan importierte nämlich von Deutschland, u.a. Uran,Deuterium).
Woher hast Du die Info mit den Uran-Hartkerngeschossen?

Nur mal soo...
Was sind für euch die vernüftigsten Indizien/Beweise dass es mehr gab, als die 'offizielle' Seite übers dt. A-Programm ?
 
W

wolfmann

Guest
#34
Hallo Phillip,
ich erinnere mich nicht mehr wo, aber ich habe gelesen, daß damals die Wolfram Wuchtmunition (versuchsweise?) auf Uran umgestellt wurde, da Wolfram anderweitig benötigt wurde. Vielleicht weiß Dieter da mehr ?

Mit der Bestätigung von Indizien halte ich es wie die Historiker oder Nachrichtendienste. Erst wenn ich mindestens eine unabhängige Bestätigung finde, 'glaube' ich einem Indiz. Die Betonung liegt auf unabhängig. Bei diesem Thema hier wird aber häufig gegenseitig zitiert, also nicht unabhängig.
Beim Beispiel He177 wäre das z.B. eine Werksnotiz von Heinkel oder ähnliches.


Als unbestätigte Indizien sehe ich zur Zeit an:
1. Der angebliche Umbau der He177 zum Atombomber, Quelle:"Die großen Luftschlachten des Zweiten Weltkrieges Flugzeuge * Erfolge * Niederlagen" des Kaiser Verlag
2. Das unbestätigte Zinnser Dokument
3. Angebliche SS-Forschung auf dem Gebiet
4. Mögliche Förderung wesentlicher Uranmengen während des III. Reiches.

Möglicherweise hast Du ja noch weitere Hinweise.

Gruß

Wolfgang
 
W

wolfmann

Guest
#35
@Werner,
Vielen dank erst einmal für die Mühe. Beziehen sich Deine Angaben der 6,1 t in 1938 und 7,5 t 1946 auf die gleichen Schächte ?

@ Christian,
Das kann durchaus richtig sein. Dann muß man zeigen, daß die 4 von mir im vorigen Posting gezeigten Indizien entweder falsch sind, falsch interpretiert sind oder nicht stattgefunden haben.

Gruß

Wolfgang
 
A

alpha

Guest
#37
Die noch durchgeführten Kleinversuche wurden dann im Jahre
1943 durch die Angriffe der Alliierten gegen das norwegische Werk Rjukan unterbunden; denn fortan konnte das erforderliche "schwere Wasser" nicht mehr
in genügendem Maße beschafft werden. Es hat also keine deutsche Atombombe gegeben; ja wir sind ganz weit ab von ihrer Herstellung geblieben."

@Putzki

Das Thema hatten wir schon mal wo anders.
Schweres Wasser ist zum Bau einer Uran Bombe nicht nötig.

@ all

Warum wird immer wieder in der Geschichtsschreibung der Mangel an schwerem Wasser als größtes Problem der Deutschen angeführt?
Wie haben denn die Amis ihr Plutonium gewonnen?
Der Reaktor von Fermi lief ja wohl mit Graphit als Moderator?
Wenn nein wo haben sie denn das schwere Wasser herbekommen?
Die Anlage in Norwegen soll ja die einzigste zum damaligen Zeitpunkt gewesen sein?
Kann natürlich auch sein ich hab jetzt ein paar Fakten durcheinandergewürfelt ,aber wenn nicht...sehr eigenartig oder?

Gruß Andreas
 
I

indy

Guest
#38
Moin,
@Putzki
Auf S. 27 handelt sich nicht um Orginalauszüge, sprich wiederum 'offizielle'(alliierte) Geschichtsschreibung mit denn selben Beweisen wie vor 50 Jahren > kein Norsk Hydro>kein schweres Wasser> keine Forschung...

@Wolfgang
Ich glaub Wuchtmunition hat nichts mit Wolfram o. Uran zu tun.
Aus meiner Erinnerung heraus, ist ein W.Geschoss eine Granate mit einer Weichmetallspitze die mit hoher Vo verschossen wird.
Durch die hohe Vo schmilzt die Spitze bei 'Hartzielkontakt' und es bildet sich ein Plasmastrahl dieser die Panzerung durchschweißt...ähnlich wie eine Hohlladung.
Wolfram wurde m.e. auch aus Asien importiert...muss mal nachschauen.
 
S

Schachtleiter

Guest
#40
Förderung

@hi Wolfmann,

für 1938 ja, keine sonstige detail. Angabe vom "Glöck'l "
für 1946 nur für die 0-mSohle ( wenn Bedarf liste ich die weiteren Sohlen auf )
ab 1946 rapider Anstieg der Leistung. Auf CD wenns beliebt. PN !

mfg
Werner

was mich etwas irretiert
- Abbau Pechblende ->Produkt Uranoxyd ? Pechblende wurde in schwerbewachten Transporten direkt in die SU transportiert
Verhüttung erfolgte dort. Zu WK 2 Zeiten bei DEGUSSA.
aber Pechblende ist kompaktes Erz
- Uranoxyd -> entsteht bei chem. Laugung der in sedimentaler
Form vorhandenen Uraneinlagerungen.
:rolleyes: Nun hebt aber nicht gleich die Kelle und da ist doch aber....
Wer da was genaues wissen will muß da mal nachfragen.
 
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