USA - Israel: Angriff auf den Iran bzw. israelische Angriffe auf proiranische Hisbollah-Milizen im Libanon

josef

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Führung im Iran Ziel israelischer und US-Angriffe


Israel und die USA haben bei ihren Luftangriffen gegen den Iran offenbar auch die Führung der Islamischen Republik im Visier. Israelischen Medienberichten zufolge wurden Angriffe auf zentrale Regierungseinrichtungen gemeldet, darunter die Residenz des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei und der Präsidentenpalast. Präsident Massud Peseschkian sei staatlichen Medien zufolge „sicher“, Chamenei nicht in Teheran, er sei „an einen sicheren Ort“ gebracht worden.
Online seit heute, 9.55 Uhr
Die Luftangriffe Israels und der USA richteten sich neben Teheran auch gegen andere iranische Städte. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem „Präventivschlag“. US-Präsident Donald Trump bestätigte in einer Rede, dass die USA an den Angriffen beteiligt seien. Der Iran antwortete mit Gegenschlägen auf US-Basen in der Region.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, Israel habe den Einsatz begonnen, um eine „existenzielle Bedrohung“ zu beseitigen. Trump sprach von einer „großen Kampfoperation“. Er rief die iranische Bevölkerung dazu auf, die Regierung in Teheran zu „übernehmen“.
Iranische Medien berichteten Samstagfrüh erst von Explosionen in Teheran, Bilder zeigten Rauch über der Hauptstadt. Später folgten Berichte über Angriffe auf eine Reihe weiterer Städte. Israelischen Angaben zufolge wurden „Dutzende militärische Ziele“ attackiert. Die Operation trägt in Israel den Codenamen „Brüllen des Löwen“.

Airlines streichen Flüge
Der Iran begann seine Gegenangriffe mit Raketen auf Israel und eine Reihe von US-Militäreinrichtungen im gesamten Nahen Osten. Der Eliteverband der Revolutionsgarde nannte diese eine „Antwort“ auf den Angriff auf den Iran.

Der Luftraum über Israel, dem Iran und weiteren Ländern der Region wurde gesperrt. Austrian Airlines und zahlreiche weitere internationale Fluglinien strichen vorerst Verbindungen in den Nahen Osten.

Die internationale Gemeinschaft zeigt sich hinsichtlich einer weiteren Eskalation besorgt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron etwa warnt vor „schwerwiegenden Folgen“ für die internationale Sicherheit.

USA unterstützen Angriff
Das US-Militär, das seine Präsenz im Nahen Osten vor allem durch die Verlegung von Flugzeugträgern und Kampfjets in den letzten Wochen deutlich verstärkt hat, unterstützt die israelischen Angriffe aus der Luft und von Schiffen aus.

Grafik: APA/ORF; Quelle: CNN

Chamenei und Peseschkian nicht in Teheran
Die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet, dass Rauch in der Nähe eines Viertels im Zentrum der Hauptstadt zu sehen gewesen sei. In diesem befinden sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, sowie das Präsidentenamt.


APA/AFP/Khamenei.ir
Chamenei soll sich aber nicht in Teheran aufhalten, heißt es. Er soll an einen sicheren Ort gebracht worden sein. Auch Präsident Massud Peseschkian sei in Sicherheit.

Auch Regierungsgebäude als Ziel
Die israelischen Luftstreitkräfte haben laut Berichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Ziele von „Regime und Militär“ im Visier: Regierungsgebäude, Militäranlagen und mutmaßliche Einrichtungen des iranischen Geheimdiensts.

Raketen auf mehrere Städte
Ziel der Angriffe sind laut Berichten der Nachrichtenagentur Fars neben der Hauptstadt Teheran auch Isfahan, Standort von Atomanlagen, und die Städte Ghom, Karadsch und Kermanschah.

Israel nennt Angriffe „Präventivschlag"
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nennt die Angriffe auf den Iran einen „Präventivschlag“. Details nennt er keine. Kurz darauf wird bekannt, dass auch die USA daran beteiligt sind.
28.02.2026, Georg Krammer, Florian Amelin (Text), Michael Baldauf (Bild), Daniela Illich (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
Führung im Iran wohl auch Ziel israelischer und US-Angriffe
 

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Luftangriffe Israels und der USA richteten sich neben Teheran auch gegen andere iranische Städte
Liveticker 28.02.2026 - Teil 1:



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18.23 Uhr
Israels Militär: Greifen Hunderte Ziele im Iran an
Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt worden. „In diesem Moment greifen Piloten der israelischen Luftstreitkräfte unter erheblichem persönlichem Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele im Iran an“, sagt Israels Generalstabschef Ejal Samir einer Mitteilung zufolge.
In einer weiteren Mitteilung des Militärs heißt es, rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden. Es handle sich um den größten Einsatz dieser Art in der Geschichte der israelischen Luftstreitkräfte, heißt es weiter.
17.51 Uhr
Telefonat zwischen Trump und Netanjahu
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilt in den sozialen Netzwerken mit, US-Präsident Trump habe mit Israels Premier Netanjahu telefoniert. Zudem sagt sie, Trump habe den Angriff auf den Iran „über Nacht in Mar-a-Lago zusammen mit Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams verfolgt“.
17.46 Uhr
Hisbollah lässt Eingreifen gegen Israel offen
Die radikalislamische Terrormiliz Hisbollah im Libanon erklärt sich solidarisch mit dem Iran, lässt eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch offen. In einer Mitteilung droht die Gruppe den USA und Israel zwar mit einem „schweren Schlag“, kündigt aber keine eigenen militärischen Schritte an.
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam warnt indes davor, das Land in „Abenteuer“ hineinzuziehen. Israel hatte der Regierung in Beirut mit Angriffen auch auf zivile Infrastruktur wie Flughäfen gedroht, sollte sich die Hisbollah einmischen.
17.18 Uhr
Eskalation im Nahen Osten
Berichte von Explosionen und Luftangriffen

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17.12 Uhr
Van der Bellen für Rückkehr zu Verhandlungen
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft auf X zur Deeskalation und zu einer Rückkehr zu Verhandlungen auf. „Der heute erfolgte Militärschlag durch die USA und Israel ist riskant und erschüttert eine ohnehin fragile Region“, so das Staatsoberhaupt weiter.
Gleichzeitig kritisiert er aber auch das Mullah-Regime im Iran scharf. Dieses habe seit Jahrzehnten die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt und zu Instabilität und Spannungen in der Region beigetragen.
17.00 Uhr
EU-Mission: Iran verbietet Passage durch Straße von Hormus
Laut einem Vertreter der EU-Marinemission Aspides verbietet die iranische Revolutionsgarde Schiffen die Passage der Straße von Hormus.
Schiffe hätten über UKW-Funk die Mitteilung erhalten, dass „keinem Schiff die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet ist“, so der Vertreter, der anonym bleiben wollte.
Eine offizielle Bestätigung des Iran für eine solche Anordnung liege jedoch nicht vor. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste Route für den Ölexport und wird für Transporte aus mehreren Förderländern genutzt.
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16.55 Uhr
Augenzeugen: Explosion auf Insel „The Palm“ in Dubai
Augenzeugen berichten über eine Explosion auf der bekannten künstlichen Insel „The Palm“ in Dubai. Es heißt, von einem Hotel steige dichter schwarzer Rauch auf.
Die BBC berichtet unter Berufung auf Einsatzkräfte von vier verletzten Personen.

APA/AFP/UGC
16.43 Uhr
Residenz Chameneis schwer beschädigt
Wie auf Bildern zu sehen, ist bei den Angriffen der USA und Israels auch die Residenz Chameneis in Teheran schwer beschädigt worden.

Reuters/Pleiades Neo/Airbus DS 2026
16.40 Uhr
UNO-Sicherheitsrat berät am Abend
Der UNO-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich heute um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) in New York treffen. Frankreich, Bahrain, Kolumbien, China und Russland hätten die Sitzung angefragt, teilt die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.

16.07 Uhr
TV-Sender: Chamenei will sich in Kürze äußern
Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei will sich dem staatlichen Fernsehsender al-Alam zufolge in wenigen Minuten in einer Rede äußern.
Außenminister Araktschi zufolge habe Chamenei die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Er sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, heißt es zuvor aus einem Gespräch des Ministers mit NBC News.
15.59 Uhr
Saudi-Arabien bestätigt Angriffe durch Iran
Saudi-Arabien bestätigt iranische Angriffe auf sein Territorium. Die Angriffe hätten sich gegen die Hauptstadt Riad und die Ostprovinz des Königreichs gerichtet, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Auf die Angriffe sei reagiert worden, heißt es weiter, ohne dass Details genannt wurden.
15.47 Uhr
Meinl-Reisinger ruft zur Deeskalation auf
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) ruft auf der Plattform X zur Deeskalation auf und warnt vor einer militärischen Eskalationsspirale. Dazu stehe sie im engen Austausch mit ihren Amtskollegen in Europa sowie im Nahen Osten.
Zugleich bekräftigt sie das Recht der iranischen Bevölkerung, in Freiheit zu leben und ihren demokratischen Weg selbst zu bestimmen. „Das Regime in Teheran unterdrückt seit Jahren die eigene Bevölkerung und verletzt systematisch Menschenrechte“, so die Ministerin.
15.35 Uhr
Iran: Kein direkter Draht nach Washington
Aktuell gebe es keinen direkten Draht nach Washington, sagt der iranische Außenminister Abbas Araktschi gegenüber NBC News. Der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für Verhandlungen sei jedoch ein Ende der Angriffe. „Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können“, so der Minister.
15.21 Uhr
Bericht: Iranischer Verteidigungsminister getötet
Bei den israelischen Angriffen sind Insidern zufolge der iranische Verteidigungsminister Amir Nasirsadeh und der Befehlshaber der Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, getötet worden. Das sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

AP/Ng Han Guan (Archivbild)

15.08 Uhr
Stocker pocht auf Rückkehr zur Diplomatie
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) geben die Entwicklungen im Iran Anlass zur Sorge. Oberste Priorität sei es, das Leben von Zivilisten und Zivilistinnen zu schützen und eine weitere Eskalation zu vermeiden, wie er auf der Plattform X schreibt. Man stehe dazu als EU in engem Austausch mit den Partnern in der Region.
Das iranische Raketen- und Atomprogramm stelle eine ernsthafte Bedrohung für die globale Sicherheit dar, der Iran dürfe niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen. „Es ist höchste Zeit für eine Rückkehr zur Diplomatie“, so Stocker weiter.
14.52 Uhr
Macron, Merz und Starmer verurteilen iranische Angriffe
Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilen die jüngsten iranischen Angriffe auf Staaten in der Region scharf. Präsident Emmanuel Macron, Kanzler Friedrich Merz und Premierminister Keir Starmer fordern Teheran in einer gemeinsamen Erklärung auf, sofort von willkürlichen militärischen Aktionen abzusehen und umgehend zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren.
14.41 Uhr
Israelische Armee: Ziel waren hochrangige Beamte
Ziel der Angriffe auf den Iran sind laut den Israelischen Streitkräften (IDF) hochrangige Funktionäre des Sicherheits- und politischen Apparats der Islamischen Republik gewesen.
Die BBC zitiert aus einer Stellungnahme der IDF, wonach sich diese wochenlang auf den Einsatz vorbereitet haben. Der Geheimdienst habe auf einen Zeitpunkt gewartet, zu dem sich die „herrschenden Eliten des Iran“ versammelt hätten. Wo und wann das gewesen sein soll, ist offen. Den Angriff in der Früh anstatt in der Nacht zu starten sei ein taktisches Überraschungsmanöver gewesen.
14.32 Uhr
Iran nennt Unterstützer der Angriffe „legitime Ziele“
Angesichts der US-israelischen Luftangriffe hat der iranische Außenminister Abbas Araktschi alle beteiligten Stützpunkte zu „legitimen Zielen“ erklärt. „Die Standorte, von denen aus die zionistischen und US-Operationen erfolgten, sowie die Standorte aller Aktionen gegen die Verteidigungsoperationen des Iran gelten als legitime Ziele“ der iranischen Streitkräfte, so Araktschi im staatlichen TV.
14.23 Uhr
Trump zeigt sich vorerst nicht der Presse
Trump, der sich über das Wochenende in Florida aufhält, zeigt sich vorerst nicht der Presse. Angekündigte Termine seien verschoben worden, berichten Report der BBC in deren Liveticker.
14.22 Uhr

Grafik: APA/ORF

UNO fordert Ende der Angriffe
UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert ein Ende der Angriffe auf den Iran und eine Rückkehr zum Verhandlungstisch im Atomstreit.
„Ich verurteile die Militärschläge Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika heute Morgen im gesamten Iran sowie die anschließenden Vergeltungsangriffe des Iran“, so Türk in Genf. Er appelliere an alle Parteien, zur Vernunft zu kommen, zu deeskalieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, an dem sie noch vor einigen Stunden aktiv nach einer Lösung gesucht hatten.
13.53 Uhr
Reisewarnung verschärft
Außerdem hat das Ministerium die Reisewarnung für Israel, Katar, Bahrain, die VAE, Saudi-Arabien, Kuwait, den Iran und den Irak angepasst: Es gilt nun die höchste Warnstufe für diese Länder.
Bei Sicherheitsstufe vier rät das Außenministerium von nicht unbedingt notwendigen Reisen ab. Derzeit befinden sich nach Behördenangaben rund 14.000 Auslandsösterreicher und -österreicherinnen und etwa 400 Reisende in den betroffenen Regionen.
13.53 Uhr
Krisenstab tagt im Außenministerium
Nach dem Angriff auf den Iran finden im Außenministerium Beratungen statt. „Wir verfolgen und evaluieren die aktuellen Entwicklungen in Israel und im Iran laufend“, heißt es. Es tage dazu ein Krisenstab.
13.48 Uhr
Heilige Stätten in Israel für Besucher geschlossen
Israel teilt mit, dass alle heiligen Stätten im Land für Besucher und Besucherinnen geschlossen sind.

Reuters/Ammar Awad
13.40 Uhr
Macron warnt vor „schweren Konsequenzen“ eines Krieges
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. Er warnt vor „ernsten Konsequenzen“ eines Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran für Frieden und globale Stabilität.
„Die aktuelle Eskalation ist für jeden gefährlich“, so Macron. Sie müsse gestoppt werden. Die iranische Regierung müsse erkennen, dass es für sie keinen anderen Weg gebe als Verhandlungen.
13.22 Uhr
Dubai schließt Flughafen
Das Golfemirat Dubai schließt wegen der Gefahr iranischer Raketenengriffe seinen Flughafen. Der Betrieb auf dem Dubai International Airport werde bis auf Weiteres zur Gänze eingestellt, heißt es.
13.08 Uhr
Norwegen nennt Angriffe „völkerrechtswidrig“
Norwegen verurteilt die Luftangriffe auf den Iran als „völkerrechtswidrig“. Israel habe diese als „Präventivschlag“ bezeichnet, was „jedoch nicht dem Völkerrecht entspricht“, erklärt Norwegens Außenminister Espen Barth. „Ein ‚Präventivschlag‘ würde das Vorliegen einer unmittelbaren Bedrohung voraussetzen.“
12.59 Uhr
Emirate drohen dem Iran
Die VAE verurteilen die Angriffe des Iran auf ihr Territorium und das anderer Staaten in der Golfregion. Abu Dhabi warnt Teheran gleichzeitig vor Konsequenzen. Das Emirat setze auf Diplomatie, behalte sich aber sein Recht auf Selbstverteidigung vor.
12.53 Uhr
Spanien äußert sich kritisch
Spanien kritisiert den Angriff auf den Iran. Madrid verurteile die „einseitige militärische Aktion“ Israels und der USA, sagt Regierungschef Pedro Sanchez.
12.47 Uhr
Golfstaaten fangen iranische Raketen ab
Mehrere Staaten am Persischen Golf fangen erneut Raketen aus dem Iran ab, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Katar berichtet von bisher drei Angriffswellen auf unterschiedliche Ziele im Land.
12.37 Uhr
Iran berichtet über 51 tote Schülerinnen
Bei einem Raketenangriff im Süden des Landes sind nach Angaben des staatlichen iranischen Rundfunks zumindest 51 Schülerinnen getötet worden. Weitere 60 seien verletzt worden.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. „Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs“, heißt es in dem Bericht. Rund 170 Schülerinnen sollen sich zum Zeitpunkt des Raketenangriffs in der Schule aufgehalten haben.
In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
12.17 Uhr
EU ruft zu „maximaler Zurückhaltung“ auf
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ruft nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran zu „maximaler Zurückhaltung“ auf. „Die Entwicklungen im Iran sind höchst besorgniserregend“, sagt sie.
„Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf“, so von der Leyen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärt, die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien „gefährlich“.
12.11 Uhr
Russland bietet Vermittlung an und kritisiert USA
Das russische Außenministerium bietet sich als Vermittler an. Der Konflikt mit dem Iran müsse auf Basis des internationalen Rechts gelöst werden.
Den Angriff auf den Iran nennt Moskau verantwortungslos und wirft den USA vor, in den letzten Monaten eine Destabilisierung des Nahen Ostens betrieben zu haben.
11.43 Uhr
Bericht über Teilmobilmachung in Israel
Laut Liveticker der „New York Times“ wird Israel in den nächsten Tagen bis zu 70.000 Reservisten einberufen, um diese in der Luftverteidigung und an den Grenzen einzusetzen.
11.39 Uhr
Iranische Führung ruft zur Ruhe auf
Der oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran warnt die Bevölkerung vor weiteren Angriffen und ruft zur Ruhe auf. Menschen sollten versuchen, sichere Orte zu finden. Schulen und Universitäten blieben vorerst geschlossen.

IMAGO/Middle East Images/Sohrab

11.18 Uhr
AUA setzt Nahost-Flüge aus
Die Austrian Airlines (AUA) setzen Flüge in den Nahen Osten aus. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv (Israel), Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) seien bis einschließlich 7. März unterbrochen, heißt es. Flüge nach Teheran (Iran) blieben bis Ende März ausgesetzt.
Ebenfalls bis einschließlich 7. März würden folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain. Zusätzlich setzt die AUA ihre Flüge nach und von Dubai bis einschließlich morgen aus. Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück.
11.15 Uhr
Der israelische „Löwe“
Israel und die USA haben den Iran bereits letztes Jahr angegriffen. Die israelische Armee hat Luftangriffe am 12. Juni begonnen, am 22. Juni haben sich die USA mit dem Beschuss iranischer Atomanlagen in den Krieg eingeschaltet. Wie stark diese tatsächlich getroffen worden sind, ist danach unklar geblieben.
Die aktuelle israelische Militäraktion trägt den Codenamen „Brüllen des Löwen“ („Lion’s Roar“), jene im letzten Jahr hat sich der „Löwe, der sich erhebt“ („Rising Lion“) genannt. Der „Löwe“ ist eine Anlehnung an die biblische Geschichte.
11.12 Uhr
Hintergrund: Das iranische Regime
Seit der Iranischen Revolution unter Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 wird das Land auf Grundlage einer schiitischen Verfassung autoritär regiert. Oberster geistlicher Führer und damit De-facto-Staatsoberhaupt ist seit 1989 Ali Chamenei.
10.54 Uhr
Airlines streichen reihenweise Flüge
Zahlreiche Fluglinien lassen Verbindungen nach Israel und in andere Destinationen im Nahen Osten bis auf Weiteres ausfallen, darunter Air France, Iberia, KLM, Turkish Airlines und Air India.
10.43 Uhr
US-Militäreinrichtungen als Ziel
Laut der Nachrichtenagentur Fars sind eine Reihe von US-Militäreinrichtungen in Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Katar und Bahrain Ziel iranischer Raketenangriffe.
Das iranische Außenministerium erklärt, alle US-Basen in der Region würden angegriffen.
10.41 Uhr
Raketen Richtung Katar
Katar fängt nach eigenen Angaben Raketen in seinem Luftraum ab. Es gibt Berichte über eine Explosion in der Hauptstadt Doha.

Reuters/Mohammed Salem
10.30 Uhr
Angriffe noch nicht vorüber
Die Militäraktion ist noch nicht zu Ende, es ist unklar, was noch kommt. Israel greift aktuell laut eigenen Angaben „eine Reihe von Militäranlagen“ im Westen des Iran an.
Trump hat zuvor vom Beginn eines „größeren Kampfeinsatzes“ gegen den Iran gesprochen.
10.19 Uhr
Iran meldet Angriff auf US-Basis in Bahrain
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA eine US-Militäreinrichtung angegriffen. Ein Logistikzentrum der US-Marine im Golfstaat Bahrain ist das Ziel gewesen. Es gibt Meldungen über Rauch über der Basis.

Reuters
Katar schließt aus Sicherheitsgründen ebenfalls seinen Luftraum, in Kuwait soll es Luftalarm geben. Ob der Grund iranische Raketenangriffe sind, ist noch nicht klar.
10.13 Uhr
Lufträume geschlossen
Israel hat ebenso wie der Iran seinen Luftraum für zivile Flugzeuge geschlossen, gleichfalls der Irak.
10.09 Uhr
Iran meldet Gegenangriff als „Antwort auf Aggression“
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zahlreiche Raketen in Richtung Israel abgefeuert.
10.02 Uhr
Offenbar iranische Führung im Visier
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärt, die Militäraktion werde die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass das iranische Volk „sein Schicksal in die eigenen Hände“ werde nehmen können. Gemeint ist damit offensichtlich, dass sie die Führung der Islamischen Republik im Visier hat.
US-Präsident Donald Trump ruft die Iraner und Iranerinnen dazu auf, die Macht im Land zu übernehmen – ein offensichtlicher Appell zum Sturz des Regimes der Islamischen Republik.
USA - Israel: Angriff auf den Iran
 
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Luftangriffe Israels und der USA richteten sich neben Teheran auch gegen andere iranische Städte
Liveticker 28.02.2026 - Teil 2:


Reaktion auf Angriffe: Iran beschießt US-Verbündete in Region
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Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA hat der Iran am Samstag großflächig Israel und US-Stützpunkte im Nahen Osten attackiert, darunter in Katar, Kuwait, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie in Bahrain. Vielerorts war immer wieder Raketenalarm zu hören. Auch aus Saudi-Arabien, Jordanien und dem Irak wurden Angriffe gemeldet. Der Eliteverband der Revolutionsgarde nannte diese eine „Antwort“ auf den Angriff auf den Iran.

Online seit heute, 9.55 Uhr
Florian Amelin (Text), Viviane Koth (Bild), Harald Lenzer (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen

23.20 Uhr
Trump: Iraner sollen sich „ihr Land zurückholen“
„Chamenei, einer der bösesten Menschen der Geschichte, ist tot“, schreibt Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Die Menschen im Iran hätten nun „die größte Chance“, sich „ihr Land zurückzuholen“.
Der Tod des geistlichen Oberhaupts im Iran sei „Gerechtigkeit nicht nur für das iranische Volk, sondern für alle großartigen Amerikaner und diejenigen aus vielen Ländern in aller Welt, die von Chamenei und seiner Bande blutrünstiger Gangster getötet oder verstümmelt wurden“.
22.52 Uhr
Trump: Chamenei ist tot
Das iranische Staatsoberhaupt, der oberste geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei, ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.
Aus dem Iran liegt keine Bestätigung vor.
22.32 Uhr
Explosionen in Tel Aviv: Gebäude getroffen
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff ist es in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Einwohnerinnen und Einwohnern zu lauten Explosionen gekommen. Israelische Medien berichten, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es gebe mehrere Verletzte. Auf einem Bild der Nachrichtenagentur AFP ist eine heftige Explosion zu sehen.

APA/AFP/John Wessels
Der Sender N12 zeigt Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilt mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten. Er werde von Sanitätern behandelt.
Die Iranische Revolutionsgarde erklärt, bei dieser Welle „militärische und sicherheitsrelevante Ziele“ mit fortschrittlichen Raketen angegriffen zu haben.
22.03 Uhr
Israel: Zentrale Vertreter der iranischen Militärführung tot
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Befehlshaber der Islamischen Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, sowie Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilen. Aus dem Iran gibt es zunächst keine Bestätigung dafür.
Eine offizielle Bestätigung über den möglichen Tod Chameneis bleibt nach wie vor aus. Trump und Netanjahu soll laut israelischen Medienberichten ein Foto der Leiche Chameneis gezeigt worden sein, Belege dafür gibt es jedoch nicht. Der Iran dementiert Chameneis Tod.
Von Trump heißt es zu den Berichten über Chameneis Ableben gegenüber NBC, man habe „das Gefühl, dass das stimmt“.
21.42 Uhr
Iranische Medien: Chamenei erteilt weiterhin Befehle
Gegensätzlich zu israelischen Darstellungen heißt es in iranischen Medien, Chamenei „befehligt unerschütterlich und entschlossen das Feld“. Das melden die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld von Chameneis Büro.
21.07 Uhr
Trump: Habe mehrere Möglichkeiten für Konfliktende
US-Präsident Trump hat nach eigener Darstellung mehrere Möglichkeiten, den Konflikt mit dem Iran zu beenden. Er könne den Einsatz lange fortsetzen und „alles übernehmen“ oder ihn in zwei bis drei Tagen beenden, sagt Trump dem Nachrichtenportal Axios.
Der Iran werde Jahre brauchen, um sich von dem Angriff zu erholen. Teheran sei kurz vor einer Einigung gestanden, habe dann aber einen Rückzieher gemacht. Daraus habe er geschlossen, dass die Führung keine Vereinbarung wolle.
20.43 Uhr
Bericht: Chamenei bei Angriffen getötet
Bei den israelischen und US-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran ist einem israelischen Insider zufolge das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet worden. Seine Leiche sei gefunden worden, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

Reuters/WANA/Office Of
The Iranian Supreme Leader

20.17 Uhr
Netanjahu: „Viele Hinweise“ für Tod Chameneis
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt in einem Pressestatement, es gebe viele Hinweise, dass Chamenei „nicht mehr ist“. Auch habe man Chameneis Anwesen zerstört, so Netanjahu.
Zudem ruft Netanjahu die iranische Bevölkerung dazu auf, in Massen auf die Straßen zu gehen und die „einmalige Chance“ zu nützen, das iranische Regime zu stürzen.
Der Iran dementiert ein Ableben Chameneis. Belege für die jeweiligen Behauptungen gibt es von keiner Seite.
20.07 Uhr
Ein Satellitenbild
zeigt Schäden durch Luftangriffe der USA und Israels auf Marine- und Raketenstützpunkte sowie auf einen Stützpunkt der iranischen Luftstreitkräfte in Konarak im Süden des Iran.

APA/AFP/Satellite Image ©2026 Vantor

20.01 Uhr
Iran: Berichte über Chamenei-Rede „falsch“
Das iranische Kulturministerium nennt frühere Berichte, wonach Chamenei eine Rede halten sollte, „falsch“. Es sollten nur Nachrichten offizieller Quellen Teherans oder des Staatssenders IRIB verfolgt werden, heißt es in einer Anweisung an iranische Medien. Am Nachmittag hat der staatliche Fernsehsender al-Alam über eine bevorstehende Rede Chameneis berichtet.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums hat kürzlich gegenüber Sky News gesagt, Chamenei und Präsident Peseschkian seien „sicher und wohlauf“. Bis jetzt gibt es jedoch keine Anzeichen zum Verbleib der iranischen Führung.
19.50 Uhr
Kallas beruft Krisensitzung ein
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas beruft angesichts der Lage im Nahen Osten für morgen eine außerordentliche Videokonferenz der EU-Außenministerinnen und -Außenminister ein.
„Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen umfassenderen Krieg hineinzuziehen“, schreibt Kallas auf der Plattform X. Es sei entscheidend, dass sich der Krieg nicht weiter ausbreite.
19.36 Uhr
US-Militär: Keine US-Verluste durch iranische Angriffe
Das US-Militär hat bei den iranischen Vergeltungsangriffen mit Hunderten von Raketen und Drohnen nach eigenen Angaben keine Verluste erlitten. Es gebe weder Meldungen über US-Opfer noch über kampfbedingte Verletzungen.
Zudem seien Schäden an US-Einrichtungen minimal und hätten die laufenden Einsätze nicht beeinträchtigt, teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) mit. Die USA hätten ihrerseits Führungszentralen der Iranischen Revolutionsgarde sowie Abschussrampen ins Visier genommen.
19.22 Uhr
Iran berichtet über 85 tote Schülerinnen
Bei dem vom Iran gemeldeten Raketenangriff auf eine Schule im Süden des Landes seien 85 Schülerinnen getötet worden, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Zunächst ist von 51 Todesopfern die Rede gewesen. Weitere 90 Schülerinnen seien verletzt worden, heißt es jetzt.
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Getroffen worden sei eine Volksschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, wie Tasnim berichtet. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.


AP/ISNA
19.12 Uhr
Erdogan warnt vor Flächenbrand
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagt, die Angriffe auf den Iran verletzten die Souveränität des Landes und richteten sich gegen den Frieden des iranischen Volkes. Zugleich seien die iranischen Angriffe auf Golfstaaten ebenfalls inakzeptabel. Erdogan warnt, ohne Zurückhaltung und Diplomatie drohe der Region ein Flächenbrand.
19.02 Uhr
Iranische Medien: 201 Tote und 747 Verletzte bei Angriffen
Bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds mindestens 201 Menschen getötet worden. Fast 750 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Rote Halbmond nach einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ISNA mit. Von den 31 Provinzen des Landes waren demnach 24 von den Angriffen betroffen.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Reuters/ISNA/WANA/Amir Kholousi
18.48 Uhr
IAEA: Keine erhöhte Strahlung nach Angriffen
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach eigenen Angaben bisher keine erhöhte Radioaktivität im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran festgestellt. Man stehe in ständigem Kontakt mit den Ländern der Region, teilt die UNO-Behörde auf der Plattform X mit.
Die IAEA verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten genau und mahne zur Zurückhaltung, um die nukleare Sicherheit nicht zu gefährden. Ob iranische Atomanlagen direkt angegriffen worden sind, lässt die Organisation offen.
28.02.2026, Reaktion auf Angriffe: Iran beschießt US-Verbündete in Region
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Städte
Liveticker 01.03.2026 - Teil 1:

Chamenei getötet: CIA spielte offenbar entscheidende Rolle
Iran kündigt Vergeltung für Chameneis Tod an
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Nach der Tötung seines obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat das iranische Regime Vergeltung angekündigt. Die Kriegshandlungen gingen am Sonntag weiter. Während der Iran zahlreiche Raketen auf Israel und arabische US-Verbündete abfeuerte, griff die israelische Armee erneut Ziele in der Islamischen Republik an.

Israel fliegt neue Angriffe, Iran droht mit „Rache“
Israel hat am Sonntag seine Luftangriffe auf den Iran fortgesetzt. Für die Tötung seines obersten Führers Ali Chamenei kündigte Teheran „Rache“ an und feuerte seinerseits zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel und arabische US-Verbündete ab. US-Präsident Donald Trump drohte im Gegenzug mit beispielloser Gewalt.
Online seit heute, 7.22 Uhr
+

14.54 Uhr
Tod von Ex-Präsident Ahmadineschad gemeldet
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur ILNA meldet, dass der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden ist.

APA/AFP/Atta Kenare (Archivbild)
14.32 Uhr
Mehr als tausend bei Iran-Demo in Wien
Unter dem Motto „Unterstützung der Revolution im Iran“ haben sich mehr als tausend Menschen heute Mittag auf dem Wiener Heldenplatz versammelt. Alte iranische Fahnen, jene vor der Revolution 1979, wurden geschwenkt – mehr dazu in wien.ORF.at.
14.28 Uhr
Die Zahl der Todesopfer in Beit Schemesch steigt
Inzwischen meldet „Times of Israel“ acht Tote bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Stadt Beit Schemesch. Ein Gebäude dort sei nach dem „direkten Einschlag“ der Rakete eingestürzt, erklärt die Polizei. Ein Sprecher des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom hat zuvor von vier Toten gesprochen.
Die israelische Armee untersucht, warum die iranische Rakete nicht abgefangen werden konnte. Das Geschoss traf einen Schutzraum in einem Wohngebiet der Stadt.
14.21 Uhr
Israels Präsident Herzog hofft auf „neue Ära“
Israels Präsident Isaac Herzog äußert die Hoffnung, dass eine „neue Ära“ für den gesamten Nahen Osten eingeläutet werde. „Dies ist ein historischer Versuch, den Kurs im Nahen Osten in eine andere Zukunft, eine Zukunft des Friedens, zu lenken“, sagt Herzog beim Besuch der Einschlagsstelle einer iranischen Rakete in Tel Aviv.
„Wir werden siegen und hoffentlich eine neue Ära für den Nahen Osten und den Iran einläuten“, fügt Herzog hinzu.
14.16 Uhr
Österreicher schildern Eindrücke in Dubai
Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten sind alle Flüge nach und von Dubai gestrichen. Auch Österreicherinnen und Österreicher sind dort vorübergehend gestrandet. Sie schildern ihre Eindrücke der Lage an Ort und Stelle. Angst, Stress und Ungewissheit würden an ihren Nerven zehren – mehr dazu in salzburg.ORF.at, kaernten.ORF.at und vorarlberg.ORF.at.
14.10 Uhr
Von der Leyen sieht Hoffnung für Menschen im Iran
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sieht neue Hoffnung für die Bevölkerung im Iran. „Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen ihre Zukunft selbst gestalten können“, schreibt sie auf X nach einem Gespräch mit Jordaniens König Abdullah II.
„Gleichzeitig birgt dieser Moment die reale Gefahr einer Instabilität, die die Region in eine Spirale der Gewalt stürzen könnte“, so von der Leyen weiter. Die EU arbeite eng mit regionalen Partnern zusammen, „um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten und das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen“.
14.06 Uhr
Rohölpreis steigt um zehn Prozent
Der Preis für Brent-Rohöl ist nach Angaben von Händlern um zehn Prozent gestiegen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Preis je Barrel liege bei etwa 80 US-Dollar (rund 68 Euro), man erwarte Preise von bis zu 100 US-Dollar. Ein Barrel entspricht 159 Litern.
Der entscheidende Faktor sei die Schließung der Straße von Hormus, sagt ein Experte. Durch die Meerenge zwischen dem Iran und Oman wird täglich rund ein Fünftel der globalen Öltransporte verschifft.
14.03 Uhr
Lange Schlangen in Dubais Supermärkten
In Supermärkten in ganz Dubai haben sich lange Schlangen gebildet, die Regale sind teilweise leer geräumt. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Ziel von iranischen Drohnenangriffen.
13.57 Uhr
Hisbollah will sich „Aggression entgegenstellen“
Die Hisbollah-Miliz im Libanon schwört, sich der US-israelischen „Aggression“ entgegenzustellen. „Was auch immer die Opfer sind, wir werden (…) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen“, erklärt der Anführer Naim Kassem.
Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut ist eine Unterstützungskundgebung geplant. Die Hisbollah will zudem Trauerbekundungen für den bei den Angriffen getöteten Chamenei organisieren.
13.40 Uhr
Meinl-Reisinger ruft zur Deeskalation auf
„Der Tod von Ajatollah Ali Chamenei öffnet ein Fenster für die iranische Bevölkerung, die viel zu lange unter dem brutalen Mullah-Regime gelitten hat“, sagt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) in einem Statement gegenüber der APA. Jetzt müsse die Gewaltspirale enden, damit der Nahe Osten endlich zu Stabilität und Frieden finde.
Sie habe in den vergangenen Stunden ein langes Telefonat mit ihrem israelischen Amtskollegen Gideon Saar und dem jordanischen Außenminister Ajman Safadi geführt. Außerdem sei sie in Kontakt „mit unseren Partnern in den VAE, Katar, Saudi-Arabien, Oman und Ägypten“. Allen, die vom Iran angegriffen werden, habe sie „unsere Solidarität zugesichert“, so Meinl-Reisinger.
„Es liegt in der Verantwortung aller Akteure, eine weitere Eskalation zu verhindern. Wir brauchen Raum für Diplomatie“, fordert die Außenministerin weiters. Alle Beteiligten seien aufgefordert, das Völkerrecht einzuhalten und Konflikte im Rahmen der Vereinten Nationen zu lösen. „Wie in der Vergangenheit steht Österreich als Ort für Verhandlungen jederzeit zur Verfügung.“
13.28 Uhr
Tote bei Raketenangriffen in Israel
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel lösen in weiten Teilen des Landes Luftalarm aus. Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Tel Aviv berichten von Explosionen. Der israelische TV-Sender N12 meldet, es habe mehrere Einschläge gegeben.

AP/Leo Correa
Bei einem Einschlag einer Rakete in ein Gebäude in der Stadt Beit Schemesch kommen Polizeiangaben zufolge sechs Menschen ums Leben, weitere erleiden Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem.
Millionen von Einwohnerinnen und Einwohnern harren in Israel in Schutzräumen aus. Seit Beginn der Angriffe berichten sie von ständigen Gegenangriffen des Iran auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.
13.25 Uhr
Tausende Menschen auf Flughäfen gestrandet
Der Luftverkehr ist in großen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen gekommen. Zahlreiche Lufträume sind aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende sitzen fest oder müssen umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 sind auf sieben großen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen worden – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.

Reuters/Johannes P. Christo
Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis morgen gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen.
Mehrere internationale Airlines haben Flüge in die Region ausgesetzt. Die AUA streicht Verbindungen von und nach Tel Aviv (Israel), Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) bis einschließlich 8. März. Nach Dubai (Vereinigte Arabische Emirate/VAE) fallen die Flüge bis inklusive 4. März aus. Flüge nach Teheran (Iran) bleiben weiterhin bis Ende März ausgesetzt – mehr dazu in wien.ORF.at.
13.21 Uhr
Badelt erwartet höhere Energiepreise
Der Angriff Israels und der USA auf den Iran werde sich zumindest kurzfristig auch in Österreich auf die Energiepreise niederschlagen, sagt Fiskalratspräsident Christoph Badelt in der ORF-„Pressestunde“.
Der Weltmarkt reagiere bereits auf den Ausfall des iranischen Öls, und die Blockade der Straße von Hormus wirke sich neben Öl auch auf andere Güter und die Lieferketten insgesamt aus. Wie stark, hänge davon ab, wie lange der Konflikt dauert und ob er sich ausweitet.
Österreich sei durch die Blockade der Meerenge zwischen dem Iran und Oman speziell betroffen, weil dadurch kein Flüssiggas aus Katar mehr geliefert werden kann. „Da stellt sich die Frage, wie schnell Ersatz gefunden werden kann, und das treibt natürlich alles die Preise hinauf“, so Badelt.
13.01 Uhr
Wieder Schiff vor Oman getroffen
Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde UKMTO 50 Seemeilen nördlich der omanischen Hauptstadt Maskat von einem unbekannten Geschoß getroffen worden. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen unter Kontrolle sei. Es ist bereits der zweite Vorfall, den die Behörde am Sonntag gemeldet hat. Zuvor hat es einen Zwischenfall vor Kumsar in der Straße von Hormus gegeben.
12.57 Uhr
Kallas: „Entscheidender Moment“
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet Chameneis Tod als einen „entscheidenden Moment“ in der Geschichte des Iran. Zwar sei die Zukunft ungewiss, doch nun sei der Weg für ein „anderes Iran“, das die Menschen mit größerer Freiheit gestalten könnten, frei, schreibt Kallas auf X. Sie stehe mit Partnern in Kontakt, um Schritte zur Deeskalation zu finden.
EU-Ratspräsident Antonio Costa schreibt auf Bluesky, er verurteile den iranischen Angriff auf seine Nachbarn aufs Schärfste. „Diese Angriffe stellen eine gefährliche Eskalation der militärischen Lage im Nahen Osten dar.“
12.49 Uhr
Papst appelliert, „Spirale der Gewalt“ zu stoppen
„Stabilität und Frieden entstehen nicht durch gegenseitige Drohungen oder Waffen, die Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen und aufrichtigen Dialog“, sagt Papst Leo XIV. beim Angelus-Gebet im Vatikan und spricht von „dramatischen Stunden“.

APA/AFP/Alberto Pizzoli
Man müsse „die Spirale der Gewalt stoppen, bevor sie zu einem unüberwindbaren Abgrund wird“, so der Papst. „Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Engagement der Völker gefördert werden, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage von Gerechtigkeit sehnen, das auf Gerechtigkeit basiert.“
12.39 Uhr
Langer Stau von Öltankern vor Straße von Hormus
Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus den Anker geworfen. Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus einer Reuters-Auswertung von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht. Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.
12.34 Uhr
Debatte: Welche Folgen hat der Krieg?
Israel und die USA haben gemeinsam den Iran angegriffen und dabei den iranischen Machthaber Ajatollah Ali Chamenei getötet. Der Iran antwortet mit Vergeltungsschlägen. Wie groß ist die Gefahr eines Flächenbrandes? Welche Folgen hat der neue Krieg? Was bedeutet er für die Zukunft des Iran? Diskutieren Sie mit in debatte.ORF.at!
12.28 Uhr
Auch China verurteilt Tötung Chameneis scharf
Das chinesische Außenministerium verurteilt Chameneis Tötung scharf. Das Vorgehen verletze die Souveränität des Iran in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen. China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, heißt es weiter.
Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren.
12.21 Uhr
Putin nennt Tötung Chameneis „zynischen Mord“
Für Russlands Präsidenten Wladimir Putin ist Chameneis Tötung „in zynischer Missachtung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts“ erfolgt. In einem Brief an den iranischen Präsidenten Peseschkian bringt er sein „tiefes Beileid für den Mord“ zum Ausdruck.
Chamenei werde als „außergewöhnlicher Staatsmann“ erinnert werden, „der zur Entwicklung der freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen persönlich enorm viel beigetragen hat“, so Putin.
12.11 Uhr
Israel: „In vielen Teilen des Iran Lufthoheit“
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Mehrheit der Flugabwehrsysteme im Westen und Zentrum des Iran ausgeschaltet. Mittlerweile haben die israelischen Luftstreitkräfte „in vielen Teilen des Iran Lufthoheit“, sagt ein Militärsprecher. Sie verfügten „über die Fähigkeiten und die Ziele, um weiterzumachen, solange es nötig sein wird“.
Zu Beginn des letzten Krieges gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über gut 3.000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden. „Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2.500 liegt – und die Zahl steigt“, so der Militärsprecher.
Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe der Iran Hunderte Raketen auf Israel abgefeuert. Mit der Gefahr kommt die israelische Abwehr nach den Worten des Militärsprechers gut klar. Es habe in Israel nur „eine einstellige Zahl von Einschlägen“ gegeben. Eine von zwei Todesopfern sei „aus medizinischen Gründen auf dem Weg zum Bunker“ gestorben.

11.36 Uhr
London warnt vor „wahllosen“ iranischen Angriffen
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“. Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden.
„Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren“, sagt Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine „sehr reale (…) Bedrohung durch ein Regime“ gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.
11.27 Uhr
Arafi in Führungsrat berufen
Der Geistliche Aliresa Arafi wird der Nachrichtenagentur ISNA zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni-Edschei die vorübergehende Staatsspitze.

Reuters/Vatican Media (Archivbild)
11.23 Uhr
Hamas: „Abscheuliches Verbrechen“
Die Terrororganisation Hamas verurteilt die Tötung von Chamenei: Die USA und Israel als „faschistische Besatzerregierung tragen die volle Verantwortung für diese eklatante Aggression“ und das gegen die Souveränität des Iran gerichtete „abscheuliche Verbrechen“ sowie für die „schlimmen Auswirkungen auf die Sicherheit und Stabilität der Region“.
„Wir betrauern den Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Er hat unser Volk, unsere Sache und unseren Widerstand politisch, diplomatisch und militärisch unterstützt“, fügt die Hamas hinzu. Der mit ihr verbündete Islamische Dschihad bezeichnet die Tötung Chameneis als „Kriegsverbrechen“.

11.12 Uhr
IAEA beruft Sondersitzung ein
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hält morgen eine Dringlichkeitssitzung ab. Das Treffen ist von Russland beantragt worden. Am Montag sollte ohnehin die reguläre IAEA-Frühjahrssitzung in Wien beginnen.
Diplomaten zufolge gibt es keine Anzeichen dafür, dass bei den Angriffen am Samstag iranische Atomanlagen getroffen wurden. Die iranische Vertretung spricht aber von einer „Bedrohung“ der nuklearen Einrichtungen, die in dem IAEA-Gremium besprochen werden müsse.
11.03 Uhr
Golfstaaten melden erfolgreiche Drohnenabwehr
Das Verteidigungsministerium von Katar gibt bekannt, dass seine Luftwaffe heute von Iran abgefeuerte Raketen und Drohnen abgefangen habe. Auch Kuwait teilt mit, seine Luftverteidigung habe „eine Reihe feindlicher Luftziele“ abgewehrt, und Bahrain meldet den Abschuss von iranischen Raketen und Drohnen.

APA/AFP/Fadhel Madan
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in Dubai von zwei Wohnhäusern gefallen, teilt das Medienbüro der Stadt mit. Explosionsgeräusche seien auf Abfangraketen zurückzuführen.
10.56 Uhr
Israels Heimatfrontkommando mobilisiert 20.000 Reservisten
Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfrontkommando nach eigenen Angaben rund 20.000 Reservisten mobilisiert. Sie sollen die Zivilbevölkerung unterstützen. Das Heimatfrontkommando ist für den Zivilschutz zuständig.
10.49 Uhr
Netanjahu wendet sich an iranische Bevölkerung
Israels Regierungschef Netanjahu wendet auf der Plattform X auf Farsi an die iranische Bevölkerung: „In den kommenden Tagen werden wir Tausende Ziele des Terrorregimes angreifen. Wir werden Bedingungen schaffen, unter denen sich das tapfere iranische Volk von den Fesseln der Tyrannei befreien kann.“
„Und deshalb sage ich noch einmal: Bürger des Iran, verpasst diese Gelegenheit nicht – sie kommt nur einmal in einer Generation.“ Die Menschen sollten zu „Millionen auf die Straße gehen, um die Sache zu Ende zu bringen und das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben unerträglich gemacht hat. Die Hilfe, auf die ihr gewartet habt, ist da“, so Netanjahu.
10.44 Uhr
Israel: Chamenei gezielt getötet
Das israelische Militär gibt bekannt, dass Chamenei „in einer präzisen, großangelegten Operation der israelischen Luftstreitkräfte, die auf exakten Geheimdienstinformationen beruht hat, während er sich in seinem zentralen Führungskomplex im Herzen von Teheran aufhielt, gemeinsam mit weiteren hochrangigen Funktionären“ ausgeschaltet worden ist.
Chamenei sei „über viele Jahre hinweg direkt verantwortlich für die gewaltsame Unterdrückung iranischer Bürger“ gewesen. Außerdem sei er der „Architekt des Plans zur Zerstörung des Staates Israel“ gewesen, heißt es in der Erklärung weiter.
Man habe ihn als „Kopf der iranischen Krake“ bezeichnet, „die ihre Arme über den gesamten Nahen Osten bis an die Grenzen des Staates Israel ausgestreckt hat“. Chamenei sei verantwortlich für „Terroranschläge gegen den Staat Israel, und das Blut vieler Zivilisten aus aller Welt klebte an seinen Händen“.
10.36 Uhr
Zehntausende protestieren in Kaschmir
Zehntausende Menschen demonstrieren im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs gegen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Einige tragen ein Porträt des getöteten Chameneis und skandieren „Tod den USA, Tod Israel“. Religionsführer Mirwais Umar Farook bezeichnet die Tat als „brutale Ermordung“ und ruft für morgen zu einem Streik auf.

APA/AFP/Habib Naqash
10.22 Uhr
Präsident des Iran: „Kriegserklärung an Muslime“
Die „Ermordung“ Chameneis werde als „offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen“, sagt der Präsident des Iran, Massud Peseschkian, in einer Fernsehansprache. Der Iran betrachte es als „seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen“, fügt er hinzu.

IMAGO/ZUMA Press Wire/Iranian Presidency (Archivbild)
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion geflogen. „Vor wenigen Minuten haben Piloten der Luftstreitkräfte der Islamischen Republik Iran in mehreren Operationsphasen erfolgreich US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Region Kurdistan im Irak bombardiert“, erklärt die Armee im Staatsfernsehen. Mehrere Städte in der Region sind von Explosionen erschüttert worden.
10.16 Uhr
Irak ruft dreitägige Staatstrauer aus
Der mit dem Iran verbündete Irak ruft nach Chameneis Tod eine dreitägige Staatstrauer aus. „Mit tiefer Trauer sprechen wir dem edlen Volk des Iran und der gesamten muslimischen Welt unser Beileid aus“, erklärt ein Regierungssprecher. Chamenei sei durch „einen eklatanten Akt der Aggression“ ums Leben gekommen.
10.02 Uhr
Oman meldet Drohnen-Angriffe
Der Handelshafen von Dukm im Oman ist von zwei Drohnen getroffen worden. Eine sei in einer Arbeiterunterkunft eingeschlagen, ein Arbeiter sei verletzt worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Die Regierung von Oman verurteilt den Angriff.
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Etwa fünf Seemeilen vor der Küste des Omans ein Öltanker angegriffen worden. Alle 20 Besatzungsmitglieder des Schiffes „Skylight“ seien in Sicherheit gebracht worden. Es gebe vier Verletzte, heißt es. Das Schiff fuhr demnach unter der Flagge des Inselstaats Palau. Die Hintergründe des Angriffs sind unklar.
9.54 Uhr
Israels Armee greift Ziele im „Herzen von Teheran“ an
Die israelische Armee startet eine neue Angriffswelle gegen den Iran. „Die IDF greift Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans an“, erklärt das Militär. Explosionen sind laut einem AFP-Journalisten im Norden der iranischen Hauptstadt zu hören, Rauch steigt aus einem Gebäude auf.

AP/Vahid Salemi
„Im Laufe des vergangenen Tages haben die israelischen Luftstreitkräfte großangelegte Angriffe ausgeführt, um die Lufthoheit zu erlangen und den Weg nach Teheran zu ebnen“, teilt das israelische Militär mit.
9.46 Uhr
Tote bei proiranischen Protesten in Pakistan
In der südpakistanischen Millionenstadt Karachi gibt es proiranische Proteste vor dem US-Konsulat. Aufnahmen im Netz zeigen, wie Demonstranten und Einsatzkräfte vor dem Gebäude aneinandergeraten. Laut einem Sprecher des Rettungsdienstes sind dabei mindestens acht Menschen getötet worden. Die meisten hätten Schusswunden.

Reuters/Akhtar Soomro
Nach Angaben der Polizei der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben die Behörden angesichts möglicher Proteste alle Zufahrtsstraßen zur Roten Zone, dem gesicherten Bereich, in dem sich ausländische Botschaften und der Regierungssitz befinden, gesperrt.
9.16 Uhr
Video von weinendem Moderator geht viral
Ein Video von der Verkündung des Todes von Chamenei verbreitet sich rasant im Internet. Geteilt hat es unter anderen Shajan Sardarisadeh, BBC-Journalist und Experte für Fact-Checking und Verifikation.
Zu sehen ist, wie ein TV-Moderator, dem immer wieder die Stimme wegbricht, die Todesnachricht verkündet. Chamenei habe „den Trank des Märtyrertums gekostet“, so die Worte des Moderators. Chamenei sei „in das erhabene himmlische Reich Gottes“ eingetreten.
9.07 Uhr
40 Tage Staatstrauer
Das Regime ruft nach dem Tod Chameneis eine 40-tägige Staatstrauer aus. Der Oberste Geistliche Führer sei „nach einem Angriff des zionistischen Regimes und der Vereinigten Staaten“ zu einem „Märtyrer“ geworden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA.
Auch mehrere Angehörige sollen mit ihm getötet worden sein. Die Website Al-Arabija berichtet unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen.
8.52 Uhr
Schah-Sohn Pahlawi ruft zu Umsturz auf
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Resa Pahlawi, ruft die Sicherheitskräfte im Iran zum Umsturz auf. „Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschließen“, schreibt er auf der Plattform X. „Jeder Versuch der Überreste des Regimes, einen Nachfolger für Chamenei zu bestimmen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.“

APA/AFP/Alexandra Beier
In einem Beitrag für die „Washington Post“ bringt sich Pahlawi erneut als Übergangsführer ins Spiel. „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten“, schreibt er. Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen.
8.45 Uhr
Menschen gehen in den USA auf die Straße
In mehreren Städten der USA haben sich Menschen auf den Straßen versammelt. Größere Demonstrationen finden unter anderem in Washington, New York und Los Angeles statt. Teils kritisieren die Demonstrierenden das Vorgehen der USA und fordern Frieden für die Region. Andere feiern den Schlag gegen die iranische Führung.

APA/AFP/Leonardo Munoz
8.36 Uhr
Teheran warnt vor Aufstand
Der oberste nationale Sicherheitsberater des Iran, Ali Laridschani, warnt im staatlichen Fernsehen „sezessionistische Gruppen“, dass sie mit einer harten Reaktion rechnen müssten, wenn sie versuchen, aktiv zu werden. Er ruft das Land zur Einheit auf und fügt hinzu: „Gruppen, die versuchen, Iran zu spalten, sollten wissen, dass wir das nicht tolerieren werden.“
„Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen“, sagt Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt.
8.27 Uhr
Demonstranten wollen Grüne Linie in Bagdad stürmen
Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versuchen, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen haben sich am Eingang zur Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt.

Reuters/Thaier Al-Sudani
Laut Augenzeugen setzen die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um Demonstranten und Demonstrantinnen auseinanderzutreiben.
8.22 Uhr
Israels Armee gibt nach Luftalarm Entwarnung
Israels Armee gibt nach gemeldeten iranischen Raketenangriffen wieder Entwarnung. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in deren Nähe aufhalten, teilt die Armee mit. Zuvor sind Flugabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.

Reuters/Ronen Zvulun
In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben rund 20-mal wegen Raketenangriffen des Erzfeindes Iran in Schutzräume eilen.
8.16 Uhr
Auch iranischer Stabschef Musawi tot
Die Times of Israel berichtet, dass laut iranischem Staatsfernsehen auch der Stabschef der Streitkräfte des Landes, Abdolrahim Musawi, bei den gestrigen Angriffen Israels und der USA getötet worden ist.

Reuters/Majid Asgaripour (Archivbild)
Im Staatsfernsehen ist der Name von Musawi gemeinsam mit den Namen anderer getöteter hochrangiger Vertreter genannt worden. Zuvor ist bereits der Tod des Anführers der iranischen Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, und des Vorsitzenden des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bekanntgegeben worden.
8.10 Uhr
Israel setzt Angriffe fort
Israel hat eine neue Welle von Angriffen geflogen, etwa gegen ein wichtiges Militärdepot für ballistische Raketen.
An dem Raketenabschussstandort in der Region Kom im Zentrum des Iran seien ballistische Raketen vom Typ Ghadr H-1 mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff gelagert, heißt es. Der Angriff habe die wichtigsten Offensivfähigkeiten der iranischen Staatsführung „erheblich geschwächt“.
7.55 Uhr
Chamenei-Berater: Trio soll Iran führen
Den Iran soll vorübergehend ein dreiköpfiger Rat führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen, erklärt ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber.
Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagt Mochber.
7.41 Uhr
„NYT“: CIA verriet Chameneis Aufenthaltsort
Die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf Menschen, die in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen sind, dass der Zeitpunkt der Attacke auf Erkenntnisse des US-Geheimdienstes CIA zurückzuführen ist.
Die CIA habe kürzlich erfahren, dass Samstagfrüh ein Treffen hochrangiger iranischer Politiker in einer Führungsanlage im Herzen Teherans stattfinden würde, auch Chamenei sollte dabei sein. Die USA und Israel hätten anhand dieser Erkenntnisse entschieden, den Iran anzugreifen, so die „New York Times“.
7.36 Uhr
Tausende Iraner trauern in Teheran um Chamenei
Tausende größtenteils schwarz gekleidete Menschen versammeln sich auf dem zentralen Enkelab-Platz in Teheran und trauern über den Tod Chameneis. Viele schwenken iranische Flaggen, halten Fotos von Chamenei hoch und skandieren „Tod den Vereinigten Staaten“ und „Tod Israel“.

APA/AFP/Atta Kenare
7.30 Uhr
Explosionen in Golfstaaten
Als Vergeltung startet der Iran nach Angaben von Staatsmedien eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region und auf Israel. Zu den Zielen zählten 27 US-Stützpunkte sowie das israelische Militärhauptquartier und Gebäude der Rüstungsindustrie in Tel Aviv, berichtet das iranische Staatsfernsehen.

APA/AFP/Fadel Senna
Explosionen werden aus der katarischen Hauptstadt Doha und der Hauptstadt von Bahrain, Manama, gemeldet. Augenzeugen berichten von Knallgeräuschen. Auch in Dubai sollen Detonationen zu hören gewesen sein.
7.26 Uhr
Trump warnt Iran vor Vergeltungsschlägen
Trump warnt den Iran vor Vergeltungsschlägen: „Das sollten sie besser nicht tun“, schreibt er in Großbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde man „mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke“ zurückschlagen.
7.25 Uhr
Katz: „Gerechtigkeit geschehen“
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz begrüßt die Tötung Chameneis: „Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten.“
7.22 Uhr
Teheran: „Rote Linie überschritten“
Nach der Tötung seines obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat das iranische Regime Vergeltung gegenüber den USA und Israel angekündigt. US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hätten eine „rote Linie überschritten“, sagt der iranische Parlamentspräsident Baker Kalibaf im Staatsfernsehen. Dafür würden sie bezahlen. Der Iran werde den Weg Chameneis fortsetzen, unterstrich Kalibaf.
01.03.2026, Armin Sattler (Text), Michael Baldauf (Bild), Daniela Illich (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
USA - Israel: Angriff auf den Iran
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Städte
Liveticker 01.03.2026 - Teil 2:


Iranischer Beschuss: Tote und Verletzte in Israel
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Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind am Sonntag mindestens neun Menschen getötet worden. Eine Rakete habe in der westlich von Jerusalem gelegenen Stadt Beit Schemesch den Schutzraum eines Gebäudes getroffen, teilte die Polizei mit. Die Rettungskräfte erklärten, sie hätten 23 Verletzte geborgen, unter ihnen zwei Schwerverletzte.

Israel will Angriffe auf Teheran intensivieren
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Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Sonntag eine Verstärkung der Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran angekündigt. Das Zentrum der Stadt werde bereits mit „enormer Kraft“ angegriffen, das werde „in den kommenden Tagen noch zunehmen“, sagte er. Zugleich verkündete die israelische Armee die Mobilisierung von fast 100.000 Reservisten für den Militäreinsatz gegen den Iran.

Liveticker:
+

23.30 Uhr
Wadephul hofft auf Abkommen mit Iran
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) glaubt noch immer an die Möglichkeit eines Abkommens mit dem iranischen Regime. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten an einer Verhandlungslösung gearbeitet, sagt Wadephul in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.
„Das ist bisher nicht erfolgreich gewesen“, räumt Wadephul ein und fügt hinzu: „Ich hoffe immer noch, dass das gelingen kann, dass das iranische Regime versteht, dass es auf die Nuklearwaffe verzichten muss, auf ballistische Raketen.“
23.14 Uhr
Großbritannien erlaubt USA Nutzung von Stützpunkten
Großbritannien erlaubt den USA nach den Worten von Premierminister Keir Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für „defensive“ Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Raketenabschussrampen.
An den Angriffen auf den Iran sei London jedoch nicht beteiligt gewesen, betont Starmer in einer Videoansprache. Sein Land werde sich „auch jetzt nicht an offensiven Aktionen beteiligen“.
23.04 Uhr
Ölpreissteigerungen erwartet
Neben politischen Konsequenzen werden mit Anfang der Woche auch weitere Auswirkungen auf Flug- und Schiffsverkehr sowie auf die Finanzmärkte erwartet. Analysten prognostizieren, dass der Ölpreis von zuletzt 73 Dollar je Barrel auf 100 Dollar oder mehr klettern könnte.
22.49 Uhr
Trump will „Rache“ für getötete US-Soldaten
Nach dem Tod von drei US-Militärangehörigen im Einsatz gegen den Iran droht Trump mit „Rache“. „Traurigerweise“ werde es bis zum Ende des Einsatzes „wahrscheinlich“ weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben, so der US-Präsident am Sonntag in einer Videobotschaft auf seiner Plattform Truth Social. „Aber Amerika wird ihren Tod rächen und den Terroristen, die der Zivilisation den Krieg erklärt haben, den härtesten Schlag versetzen.“
22.38 Uhr
„Kein Sturz des Regimes“
Die Journalistin und ehemalige Iran-Korrespondentin der ARD, Natalie Amiri, erklärt die derzeit laufenden Schritte zur Etablierung einer Regierung im Iran, die die Politik des getöteten geistlichen Führers Chamenei und dessen Kabinetts fortsetzen soll.
22.37 Uhr
Israels Generalstabschef: „Viele weitere Tage des Kampfes“
Israels Generalstabschef Ejal Samir hat vor Offizieren seine Einschätzung zum weiteren Verlauf abgegeben: „Viele weitere Tage des Kampfes liegen vor uns.“ Die Koordination mit dem US-Militär sei „enger als je zuvor“, so Samir einer Mitteilung des Militärs zufolge.
22.26 Uhr
Mehrere Verletzte bei Raketenangriff auf Jerusalem
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden. Ein Mann sei mittelschwer verletzt worden, fünf weitere leicht, so der Rettungsdienst am Abend.

Reutrs/Ilan Rosenberg
22.17 Uhr
Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle
Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur TASNIM nennt die Namen von sieben Generälen, die zu „Märtyrern“ wurden, wie es heißt.
Darunter sind unter anderen Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimsadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, geht aus der Meldung nicht hervor.
22.02 Uhr
Trump: Krieg im Iran könnte vier Wochen dauern
Trump deutet an, dass der Konflikt mit dem Iran noch vier Wochen andauern könnte. „Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess, also – so stark es auch ist, es ist ein großes Land, es wird vier Wochen dauern – oder weniger“, sagt Trump der britischen Zeitung „Daily Mail“.
Trump fügt hinzu, er sei weiterhin offen für weitere Gespräche mit den Iranern. Ob das „bald“ geschehen könne, sei offen. „Sie wollen reden, aber ich habe gesagt, dass sie letzte Woche hätten reden sollen, nicht diese Woche.“
21.58 Uhr
Emirate ziehen Botschafter aus Teheran ab
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) schließen nach eigenen Angaben ihre Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran und ziehen ihren Botschafter sowie sämtliches diplomatisches Personal aus dem Iran ab.
Es handle sich um eine Reaktion auf die „offenkundig iranischen Raketenangriffe“ auf das Staatsgebiet der Emirate, teilt das Außenministerium in Abu Dhabi mit.
Das Ministerium spricht von einer gefährlichen und unverantwortlichen Eskalation. Diese bedeute eine eklatante Verletzung der nationalen Souveränität sowie einen klaren Bruch des Völkerrechts.
21.42 Uhr
Angriffe des Iran „wahllos und unverhältnismäßig“
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und des Vereinigten Königreichs haben die Raketenangriffe des Iran auf Länder der Region verurteilt und militärische Abwehrmaßnahmen angedroht. Die Angriffe des Iran seien „wahllos und unverhältnismäßig“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
„Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen“, erklären die Staats- und Regierungschefs.
„Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Das kann potenziell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“ Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.
21.33 Uhr
US-Militär: Mehr als 1.000 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär teilt mit, seit Beginn der Offensive seien mehr als 1.000 iranische Ziele angegriffen worden.
In einem Informationsblatt listet das Zentralkommando diverse Ziele auf, unter anderem Kommando- und Kontrollzentren der Revolutionsgarde, Standorte von Luftabwehrsystemen und ballistischen Raketen, Schiffe und U-Boote der iranischen Marine, Standorte für Schiffsabwehrraketen und Orte militärischer Kommunikation.

APA/AFP/satellite image 2026 Vantor
21.25 Uhr
Deutsche Bundeswehr-Stützpunkte beschossen
Der Iran hat auch Stützpunkte der deutschen Bundeswehr im Irak und in Jordanien beschossen. Seit Samstagfrüh seien mehrere iranische Drohnen und Raketen auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens abgefeuert worden, berichtet der „Spiegel“. Alle Geschoße und Drohnen seien durch Flugabwehrsysteme abgefangen worden.
Ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr betätigt dem Sender Welt TV die Angriffe. In dem Feldlager al-Asrak in Jordanien sind demnach rund 100 Soldaten der Luftwaffe stationiert. In Erbil im Irak sei derzeit eine niedrige zweistellige Zahl an Bundeswehrsoldaten. Die überwiegende Zahl der Soldaten habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Schutzräumen aufgehalten. Es habe keine Verletzten unter Bundeswehrsoldat gegeben.
21.16 Uhr
EU-Marineoperation „Aspides“ wird verstärkt
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat ein Ende der Bedrohung durch den Iran für die Schifffahrt in der Straße von Hormus gefordert und dabei eine Verstärkung der EU-Marineoperation „Aspides“ angekündigt.
Es werde ein starker Anstieg von Schutzanfragen registriert, so Kallas nach einer virtuellen Sitzung der EU-Außenminister. „Der gesamte Nahe Osten droht durch einen langwierigen Krieg zu verlieren“, warnt sie.
Die EU-Außenminister fordern den Iran außerdem auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und das Völkerrecht uneingeschränkt zu achten. Der Iran müsse von wahllosen Militärschlägen absehen.
21.03 Uhr
Erdogan bedauert Tod Chameneis
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bekundet nach der Tötung des iranischen Staatschefs Ali Chamenei sein Beileid. Er bedauere den Tod Chameneis und spreche dem iranischen Volk sein Beileid aus, schreibt Erdogan auf X.
Die Türkei werde ihre Bemühungen fortsetzen, damit der Konflikt in der Region beendet werde und man zur Diplomatie zurückkehre.

20.55 Uhr
Schah-Sohn ruft zu nächtlichen Protesten auf
Der Sohn des letzten iranischen Schahs ruft die Menschen im Iran zu nächtlichen Protesten für ein schnelles Ende der Islamischen Republik auf.
Unter Wahrung ihrer Sicherheit sollten sie „durch nächtliche Sprechchöre ihre Unterstützung für die Zerschlagung der Islamischen Republik demonstrieren“, schreibt der 65-jährige Reza Pahlavi auf X.
Der im US-Exil lebende Oppositionelle hält sich bereit, einen Übergang in seiner Heimat anzuführen. Er fordert die iranischen Sicherheitskräfte auf, die Macht im Land ohne Blutvergießen abzugeben.
20.42 Uhr
Luftalarm in weiten Teile Israels
Nach einem ruhigeren Nachmittag in Israel sind in der letzten Stunde in weiten Teilen des Landes Luftangriffssirenen ertönt – darunter im Großraum Tel Aviv, im Raum Jerusalem, im Süden und Norden Israels sowie in Teilen des Westjordanlands. Die israelischen Streitkräfte geben an, Raketen identifiziert zu haben, die aus dem Iran abgefeuert worden seien.

AP/Mahmoud Illean
20.38 Uhr
Israel: Kommandozentren in Teheran angegriffen
Das israelische Militär berichtet, dass im Rahmen laufender großangelegter Angriffe auf Teheran mehrere Dutzend militärischer Kommandozentren des Iran angegriffen worden seien.
Darunter das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Hauptquartiere der Geheimdienste, der Luftstreitkräfte sowie von Einrichtungen der inneren Sicherheit des Iran.
Ziel sei es gewesen, Einrichtungen zu treffen, von denen aus Kampfeinsätze gegen Israel und andere Staaten gesteuert werden.

Reuters/Israeli Military
20.35 Uhr
US-Basis auf Kreta: Griechenland verschärft Vorkehrungen
Vor dem Hintergrund iranischer Gegenmaßnahmen, die sich nicht nur gegen israelische und US-amerikanische Ziele, sondern regional auch gegen benachbarte Staaten richten könnten, hat Griechenland vorsorglich alle vorgesehenen Sicherheitsprotokolle aktiviert.
Besonders im Fokus der Sicherheitsbehörden steht die „Souda Bay Naval Base“ auf Kreta, ein strategisch bedeutender Standort mit US-Militärpräsenz. Obwohl der reguläre Betrieb – einschließlich des zivilen Flugverkehrs – fortgesetzt wird, gelten erhöhte Alarm- und Schutzstufen.
Nach Einschätzung sicherheitspolitischer Kreise besteht derzeit aber kein unmittelbarer Hinweis auf einen konkreten Angriff.
20.27 Uhr
Von der Leyen fordert „glaubwürdigen Übergang“ im Iran
Nach der Tötung Chameneis fordert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen „glaubwürdigen Übergang“ im Iran. Brüssel stehe in engem Austausch „mit allen zentralen Akteuren“, um Stabilität und Sicherheit zu wahren und das Leben von Zivilisten zu schützen, heißt es in der Mitteilung von der Leyens auf X.
„Das Risiko einer weiteren Eskalation ist real. Deshalb wird ein glaubwürdiger Übergang im Iran dringend benötigt“, betont die EU-Kommissionschefin.
Zudem rief sie nach einem Gespräch mit dem katarischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani zu einer „dauerhaften Lösung“ auf: „Das muss das Ende der militärischen Atom- und ballistischen Raketenprogramme des Iran sowie ein Ende der destabilisierenden Aktivitäten in der Luft, an Land und zur See bedeuten.“
20.14 Uhr
Iran meldet gestiegene Opferzahl in Schule
Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Darstellung Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen worden sein soll, sei auf 165 gestiegen, wie gemeldet wird.
Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, so der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden.
Israel hatte den Vorwurf, eine Schule beschossen zu haben, zurückgewiesen. "Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt. Die Umstände würden genau geprüft.

AP/Mehr News Agency
19.55 Uhr
Betroffene in Dubai: „Immer wieder Explosionen“
Rund 17.000 Österreicher befinden sich laut Außenministerium derzeit beruflich oder privat im Nahen Osten bzw. der Golfregion. Auch etliche Niederösterreicher sitzen derzeit etwa in Dubai fest. Einer wurde Augenzeuge eines Drohenangriffs – mehr dazu in noe.ORF.at.
19.52 Uhr
Gestrandeter italienischer Minister kehrt aus Dubai zurück
Der in Dubai gestrandete italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto ist mittlerweile an Bord eines Militärflugzeugs von Maskat aus auf dem Weg nach Rom. Der Politiker aus den Reihen der Regierungspartei Fratelli d’Italia ist am Wochenende in Dubai aufgrund der Schließung des emiratischen Luftraums festgesessen.
Crosetto ist dafür auf dem Landweg in die Hauptstadt Omans gereist, sie liegt knapp 500 Kilometer von Dubai entfernt. Von dort aus ist er mit einer Gulfstream G550 der italienischen Luftstreitkräfte in Richtung Italien gestartet.
19.45 Uhr
Teheran von Explosionen erschüttert
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt haben die Wände gezittert, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtet ein dpa-Reporter aus Teheran.
Auf Bildern sind unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen gewesen.

APA/AFP/Atta Kenare
19.43 Uhr
Emirate schließen Botschaft in Teheran
Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt die Schließung der Botschaft in Teheran und den Abzug des Botschafters aus dem Iran an.
Der Schritt folgt auf den iranischen Beschuss, von den Emiraten werden drei Todesopfer und Dutzende Verletzte gemeldet. Die Hauptstadt Abu Dhabi und die Metropole Dubai wurden mehrfach von Detonationen erschüttert.
19.32 Uhr
Trump schreibt über „versenkte iranische Marineschiffe“
Nach Angaben von US-Präsident Trump hat das US-Militär im Zuge der Angriffe auf den Iran neun Marineschiffe „zerstört und versenkt“. Darunter seien „einige relativ große und wichtige“ gewesen, schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.
Trump kündigt an, dass bald weitere iranische Kriegsschiffe versenkt würden. Bei einem weiteren Angriff sei das Marinehauptquartier „weitgehend zerstört“ worden.
Eine Bestätigung von iranischer Seite gibt es für Trumps Darstellungen nicht.
19.04 Uhr
Partei dementiert Tod Ahmadinedschads
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar entgegen vorheriger Meldungen nicht getötet worden sein.
Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur ILNA gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. Welche der beiden Angaben richtig ist, kann nicht unabhängig überprüft werden.
„Dolate Bahar gibt hiermit bekannt, dass die Berichte über den Märtyrertod von Dr. Ahmadinedschad bei den amerikanisch-israelischen Angriffen falsch sind“, heißt es in einer Mitteilung auf der Website der Partei.
18.48 Uhr
Al-Jazeera: Tote bei proiranischer Demo in Pakistan
Bei proiranischen Protesten in der nordpakistanischen Stadt Gilgit sind mindestens sieben Menschen getötet worden, das berichtet der TV-Sender al-Jazeera. Zudem ist von vielen Verletzten die Rede.
Bereits zuvor seien nach Angaben eines Krankenhauses mindestens neun Menschen im Zuge einer Demonstration beim US-Konsulat in der Millionenstadt Karachi ums Leben gekommen, heißt es.
18.30 Uhr
Hapag-Lloyd leitet Frachter um
Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd leitet ihren IMX-Containerdienst aufgrund der Sicherheitslage um. Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage habe man in enger Abstimmung mit den Sicherheitspartnern beschlossen, künftige Trans-Sues-Fahrten durch die Straße von Bab al-Mandeb vorerst auszusetzen, erklärt das Unternehmen auf seiner Website.
18.17 Uhr
Emirate übernehmen Hotelkosten von Gestrandeten
Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilt die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass das „alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere“ betreffe.
Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben worden sind. Es werden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Maßnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.
In Saudi-Arabien teilt das Außenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaatenbürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.
17.50 Uhr
Iranische Medien melden 43 Tote in Mehran
Bei einem Angriff auf das Hauptquartier eines Grenzregiments in der westiranischen Stadt Mehran nahe der irakischen Grenze sind iranischen Medienberichten zufolge 43 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.
„Dieser Angriff, der von Bombardierungen begleitet war, hat leider zum Märtyrertod von 43 Sicherheitskräften geführt, bei denen es sich zumeist um Grenzschützer handelte“, berichtet die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr. 21 weitere Menschen seien verletzt worden.
Die Angaben können von unabhängiger Stelle nicht überprüft werden.
17.43 Uhr
Ex-CIA-Chef: „Wissen nicht, was als Nächstes passiert“
Der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus sagt gegenüber der BBC, dass die Operation zur Tötung Chameneis ein „außerordentlicher Erfolg für den Geheimdienst“ gewesen sei. Jedoch wisse man nicht, „was als Nächstes passieren wird“.
Auf die Frage nach Chameneis Nachfolger antwortet Petraeus: „Man geht allgemein davon aus, dass die Expertenversammlung jemanden wählen wird, der ebenfalls ein ideologischer Hardliner ist.“ Innerhalb des Regimes gebe es jedoch auch Menschen, „die viel pragmatischer sind“, sagt er.
17.28 Uhr
Trump: Neue iranische Führung „will Gespräche“
In einem Interview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ gibt Trump an, dass die neue iranische Führung Gespräche mit ihm führen wolle und er dem zugestimmt habe.
„Sie wollen Gespräche führen, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit ihnen sprechen. Sie hätten das früher tun sollen. Sie hätten früher etwas sehr Praktisches und Einfaches anbieten sollen. Sie haben zu lange gewartet“, wird Trump zitiert.
17.25 Uhr
Trump: Bei Angriffen auf Iran 48 Anführer getötet
Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump sollen im Zuge der Angriffe auf den Iran bisher 48 Führungspersonen getötet worden sein. „Es geht schnell voran. Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg“, sagt Trump dem Sender Fox News.
17.22 Uhr
Video zeigt Lage in Beit Schemesch
Beim tödlichen iranischen Angriff auf einen Schutzraum in einem Wohngebiet der israelischen Stadt Beit Schemesch sind nach aktuellem Stand neun Menschen getötet worden.
Die israelische Armee untersucht derzeit, warum die iranische Rakete nicht abgefangen werden konnte.
16.47 Uhr
Minister: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht. „Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen“, sagt Araktschi dem Nachrichtensender al-Jazeera in einem Exklusivinterview.
Araktschi verurteilt die Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ali Chamenei durch die israelisch-amerikanischen Angriffe als „beispiellos und eine schwere Verletzung internationalen Rechts“.
16.13 Uhr
US-Militär dementiert Beschuss der „USS Abraham Lincoln“
Nach der Behauptung des Iran, den US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ mit Raketen getroffen zu haben, meldet sich jetzt das US-Militär. Das Schiff sei nicht getroffen worden, die abgefeuerten Raketen seien „nicht einmal in die Nähe“ des Schiffes gekommen, heißt es. CENTCOM spricht von einer „Lüge“.
16.08 Uhr
Pentagon: Drei US-Soldaten getötet
Das US-Verteidigungsministerium meldet jetzt ist ersten toten US-Soldaten seit Beginn des Angriffs auf den Iran. Demnach seien drei US-Soldaten ums Leben gekommen. Zudem seien fünf Soldaten schwer verletzt worden, teilt CENTCOM via X mit.
Orte und die Identität der getöteten Soldaten sind nicht angegeben worden.
16.01 Uhr
US-Militär meldet „sinkendes“ iranisches Kriegsschiff
Das US-Zentralkommando CENTCOM gibt bekannt, dass seine Streitkräfte zu Beginn ihrer Militäroperation gegen den Iran ein iranisches Kriegsschiff angegriffen haben.
Die Korvette der Dschamaran-Klasse „sinkt derzeit vor einem Pier in Tschahbahar auf den Grund des Golfs von Oman“, so das CENTCOM. Der Ort Tschahbahar liegt im Süden des Iran.
An Iranian Jamaran-class corvette was struck by U.S. forces during the start of Operation Epic Fury. The ship is currently sinking to the bottom of the Gulf of Oman at a Chah Bahar pier. As the President said, members of Iran’s armed forces, IRGC and police “must lay down your… pic.twitter.com/NzsR3dI2Hs U.S. Central Command (@CENTCOM) 1. März 2026
15.56 Uhr
Krisenstab in Außenministerium tagt
Angesichts der Lage in Nahost finden auch heute Beratungen in Wien statt. „Oberste Priorität bleibt die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Wir bewerten die Entwicklungen laufend“, heißt es aus dem Außenministerium.
Dort seien nach aktuellem Stand etwa 17.000 Österreicherinnen und Österreicher im Krisengebiet registriert, davon zirka 2.500 Reisende. Man habe das Team verstärkt, um alle Österreicherinnen und Österreicher per SMS erreichen zu können.
Aufgrund der hohen Anzahl an Neuregistrierungen in den vergangenen Stunden könne es jedoch zu Verzögerungen kommen. Daher rufe man alle dazu auf, sich auf Reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf Bmeia.gv.at zu informieren.
Angesichts der anhaltenden Raketenangriffe werde dringend empfohlen, behördliche Anweisungen strikt zu befolgen und Schutz in Gebäuden zu suchen.
15.33 Uhr
Auch Kuwait meldet tote Person und Verletzte
Auch aus Kuwait werden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Das Gesundheitsministerium des Landes spricht von einer toten Person. 32 Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer.
15.29 Uhr
Iranische Angriffe: Drei Tote in Emiraten
In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien durch iranischen Beschuss drei Menschen getötet worden, meldet das Verteidigungsministerium der Emirate. Es handle sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 165 ballistische Raketen identifiziert. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden.

AP/Altaf Qadri
15.19 Uhr
Revolutionsgarde: „USS Abraham Lincoln“ beschossen
Laut einer Erklärung der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) ist der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ der US-Marine von vier ballistischen Raketen getroffen worden.
15.02 Uhr
Schiff bei Straße von Hormus von Geschoß getroffen
Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde UKMTO vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) von einem unbekannten Geschoß getroffen worden.
Der Vorfall habe sich 17 Seemeilen nordwestlich des Hafens Mina Sakr im Emirat Ras al-Chaima unweit der Straße von Hormus ereignet. Das durch den Treffer ausgelöste Feuer sei inzwischen gelöscht, das Schiff setze seine Reise fort.
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01.03.2026, Valentin Simettinger (Text), Michael Baldauf (Bild), Harald Lenzer (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
USA - Israel: Angriff auf den Iran
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 02.03.2026 - Teil 1:


Bericht: Hunderte Iraner überqueren Grenze zu Türkei
Hunderte Iraner und Iranerinnen überqueren laut Reuters am Grenzübergang Kapiköy die Grenze zur Türkei. Einreisende berichten von Angst in der Hauptstadt Teheran, Bombardierungen militärischer Ziele und langen Schlangen an Tankstellen.
In der Früh hat die Türkei den Grenzverkehr für Tagesausflügler noch ausgesetzt. Der türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärt, der Frachtverkehr gehe unter kontrollierten Bedingungen weiter.
14.53 Uhr
Israel: Mehr als 600 Ziele im Iran angegriffen
Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran haben die israelischen Luftstreitkräfte nach Angaben eines israelischen Militärsprechers mehr als 600 Ziele im Iran angegriffen.
Darunter seien mehr als 20 gezielte Angriffe auf iranische Militärführer, mehr als 150 auf Boden-Boden-Raketen und über 200 auf iranische Luftverteidigungssysteme, heißt es in einer Mitteilung. Dazu kämen mehr als 30 Hisbollah-Ziele im Libanon.
14.49 Uhr
Wadephul: Deutschland bereitet Rückholungen vor
Die deutsche Regierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Staatsangehörigen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, so Deutschlands Außenminister Wadephul.
14.39 Uhr
US-General Dan Caine: „Wird Zeit brauchen“
Laut dem mit Hegseth vor die Presse getretenen US-Stabschef Dan Caine haben die USA den Luftraum über dem Iran unter Kontrolle. Gleichzeitig stellt Caine einen längeren US-Militäreinsatz in Aussicht.
Das sei "keine einmalige, über Nacht durchgeführte Operation“, zitiert CNN den General: „Die militärischen Ziele, mit denen Centcom und die Joint Force beauftragt wurden, werden einige Zeit in Anspruch nehmen und in einigen Fällen schwierig und mühsam zu erreichen sein.“
14.33 Uhr
Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten
Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftstreitkräftestützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet.
„Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen zulassen, die nicht im Einklang mit der UNO-Charta stünden. Im Gegensatz dazu hat Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern genehmigt.
14.29 Uhr
Hattmannsdorfer sieht Energieversorgung gesichert
Für Österreich besteht laut Aussage von Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) kein Anlass zur Sorge. Die Energieversorgung sei gesichert.
„Weder der Iran noch die Straße von Hormus sind für unsere unmittelbare Versorgungssicherheit entscheidend.“ Die nächsten Tage würden zeigen, in welchem Ausmaß sich die Entwicklungen vor allem bei den Preisen niederschlagen.
14.26 Uhr
Hegseth: „Kein Regimewechselkrieg“
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigt in einer Pressekonferenz, dass militärische Operationen gegen den Iran weitergehen. Einen „endlosen Krieg“ werde es aber nicht geben, so Hegseth, der dementiert, dass es sich um einen Regimewechselkrieg handle.
Vielmehr habe der Iran „uns mit konventionellen Waffen bedroht, während er versucht, sich mit Lügen eine Atombombe zu verschaffen“.
Laut CNN handelt es sich nicht nur um Hegseths ersten öffentlichen Auftritt seit dem Beginn der Angriffe auf den Iran, sondern auch um die erste Pentagon-Pressekonferenz seit dem 2. Dezember.
14.22 Uhr
Russland fordert „sofortige“ Waffenruhe
Russland wirft den USA und Israel vor, einen Regimewechsel im Iran anzustreben. Es fordert eine „sofortige“ Waffenruhe im Nahen Osten. „Wir sprechen uns für eine sofortige Einstellung der Kämpfe aller Parteien aus“, erklärt das russische Außenministerium.
Jeder Angriff auf „zivile Ziele, seien sie im Iran oder in arabischen Ländern“, sei „unzulässig und muss vollkommen ausgeschlossen“ werden.
14.18 Uhr
Gaspreis in Europa steigt
Der Gaspreis in Europa ist nach iranischen Angriffen auf Energieanlagen im Golfemirat Katar deutlich gestiegen. Der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt steigt zeitweise um über 50 Prozent und notiert bei 47,70 Euro pro Megawattstunde.
Der Staatskonzern QatarEnergy hat zuvor angekündigt, seine Produktion von Flüssiggas (LNG) wegen der Angriffe anzuhalten. Katar meldet, dass ein Kraftwerk und eine weitere Energieanlage durch iranische Drohnen angegriffen worden seien.

Reuters
14.11 Uhr
Das Österreichische Rote Kreuz stellt als Soforthilfe für den Nahen Osten 100.000 Euro zur Verfügung. Zudem appelliert die Hilfsorganisation, Hilfslieferungen für Gaza wieder zu ermöglichen. Im Zuge der Eskalation sind die Grenzen zum Gazastreifen wieder geschlossen worden.
14.07 Uhr
Lufthansa-Piloten vertagen Streik
Wegen des Krieges im Nahen Osten verzichtet die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit diese Woche auf Streiks bei der AUA-Mutter Lufthansa. In der gegenwärtigen Situation hätten vor allem Rückführungsflüge, die Sicherheit der Passagiere sowie die Aufrechterhaltung der Versorgung über die Luftfracht höchste Priorität.
Die meisten Airlines meiden derzeit den Nahen Osten weitgehend. Wegen des Iran-Krieges sind Zehntausende Reisende im Nahen Osten gestrandet.
Zuletzt ist ein Lufthansa-Airbus ohne Passagiere von Abu Dhabi Richtung München gestartet. „Eine Passagierbeförderung ist geprüft worden“, sei aber leider nicht möglich, heißt es in der Mitteilung der Fluggesellschaft: „Sobald es die Lage vor Ort und die damit verbundenen Luftraumsperrungen erlauben, werden wir über zusätzliche Flüge aus der Region entscheiden, um unseren Gästen baldmöglichst eine Heimreise anbieten zu können.“
14.03 Uhr
Katz: Iranisches Volk soll Regierung stürzen
Der israelische Verteidigungsminister Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, „dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt“.
Das soll Katz nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats gesagt haben. Zuvor hat bereits Ministerpräsident Netanjahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.
13.57 Uhr
Iran: Golestanpalast bei Angriffen beschädigt
Bei den US-israelischen Angriffen im Iran ist laut iranischen Nachrichtenagenturen der seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast in Teheran teilweise beschädigt worden.

IMAGO/Wirestock (Archivbild)
Fenster, Türen und Spiegel hätten durch die Druckwellen Schaden genommen. Der einstige Regierungspalast der Kadscharen ist bis zur Errichtung der Islamischen Republik offizieller Sitz des persischen Monarchen gewesen.
13.50 Uhr
Centcom: Vierter US-Soldat tot
Centcom meldet den Tod eines vierten US-Soldaten. „Der vierte Soldat, der bei den ersten Angriffen des Iran schwer verletzt wurde, erlag schließlich seinen Verletzungen“, teilt Centcom auf X mit. Unbestätigten CNN-Angaben zufolge sind alle vier US-Soldaten bei einem iranischen Angriff in Kuwait gestorben.
13.47 Uhr
Grossi: Keine Anzeichen für Atomwaffenprogramm im Iran
Aus Sicht der UNO-Atomaufsicht hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffenprojekt im Iran gegeben. „Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen“, antwortet der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, bei einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage.
US-Präsident Trump hat als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Grossi schließt aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhen oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen.
13.41 Uhr
Stocker beruft Nationalen Sicherheitsrat ein
Als Reaktion auf die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten beruft Bundeskanzler Stocker für Mittwoch den Nationalen Sicherheitsrat ein. Zuvor wird auch das Bundeskrisensicherheitskabinett tagen, heißt es aus dem Kanzleramt.
13.36 Uhr
Arafi hofft auf schnelle Ernennung des obersten Führers
Der iranische Geistliche Aliresa Arafi hofft laut einem Medienbericht auf eine schnelle Ernennung eines neuen obersten Führers. Arafi ist nach der Tötung von Ali Chamenei Mitglied des vorübergehenden dreiköpfigen Führungsrats des Landes.
Am Montag hat er sich laut Times of Israel in einer TV-Ansprache erstmals in dieser Funktion zu Wort gemeldet. Weitere Mitglieder der Übergangsführung sind Präsident Massud Peseschkian und der Chef der Justizbehörde, Gholamhossein Mohseni-Eschei.
APA/AFP/IRIBNEWSGholamhossein Mohseni-Eschei, Massud Peseschkian und Aliresa Arafi
13.35 Uhr
Tausende Reisende gestrandet
Durch die Sperre internationaler Flughäfen etwa in Dubai, Abu Dhabi und Doha sitzen zahlreiche Reisende fest. Allein aus Wien kommen täglich 5.000 betroffene Passagiere und Passagierinnen hinzu – mehr dazu in noe.ORF.at.
Deutschland nimmt bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten Urlauber vor allem die Reiseveranstalter und Fluglinien in die Pflicht. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“, heißt es aus dem deutschen Verteidigungsministerium.
13.31 Uhr
Das israelische Militär teilt mit, bei einem Angriff in Beirut im Libanon Hussein Makled, den Leiter des Geheimdiensthauptquartiers der Hisbollah, getötet zu haben.
13.27 Uhr
Experte: Iran-Angriffe „völkerrechtswidrige Aggression“
Nach Einschätzung des Völkerrechtsexperten Leon Seidl handelt es sich bei den Angriffen Israels und der USA auf den Iran um eine „völkerrechtswidrige Aggression“. Die UNO-Charta verbiete den Einsatz militärischer Gewalt zwischen Staaten mit ganz wenigen Ausnahmen: „Diese Angriffe fallen unter keine dieser Ausnahmen.“
13.22 Uhr
Weitere Details über Abschuss von US-Kampfjets
Der „versehentliche“ Abschuss dreier US-Kampfflugzeuge ist Centcom-Angaben zufolge „während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen“ – durch die kuwaitische Luftabwehr erfolgt.
In der Hauptstadt Kuwait-Stadt ist in der Früh Luftalarm zu hören gewesen, wenig später ist von der Botschaft der USA Rauch aufgestiegen. Die diplomatische Vertretung bestätigt zunächst keinen Einschlag, ruft jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben.

Reuters
In Kuwait sind seit den 90er Jahren US-Soldaten stationiert. 1990 hat das Nachbarland Irak das Land besetzt, woraufhin eine von den USA angeführte Militärkoalition einen Krieg gegen den Irak begonnen hat, der nach rund sechs Wochen mit der Niederlage des Irak geendet hat.
13.20 Uhr
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wird um 16.30 Uhr zu den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten Stellung nehmen.
13.15 Uhr
Iran meldet Angriff auf Netanjahus Amtssitz
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und das Hauptquartier des israelischen Luftstreitkräftekommandanten mit Raketen angegriffen. Laut AFP sind neue Explosionen über Jerusalem zu hören gewesen.
13.09 Uhr
Zwei Drohnen auf Zypern abgefangen
Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern sind zwei Drohnen abgefangen worden. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Vom Militärstützpunkt wurde bereits wenige Stunden zuvor ein Vorfall mit einer Drohne gemeldet. In der Folge haben etliche Personen den Stützpunkt verlassen.
12.56 Uhr
Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung erklärt die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal. Das kündigt Ministerpräsident Nawaf Salam in einer TV-Ansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.

APA/AFP/Lebanese Government Press Office
12.47 Uhr
Fluchtbewegung aus Iran befürchtet
Die Geschäftsführerin von Amnesty International (AI) Österreich, Shoura Hashemi, befürchtet eine Fluchtbewegung aus dem Iran, „wenn der Krieg länger andauert“. Sollte es dazu kommen, erwartet die gebürtige Iranerin, dass die Menschen „eher Richtung Europa und Richtung westliche Staaten“ flüchten.
12.42 Uhr
Augenzeugen: Neuer Angriff nahe Parlament in Teheran
Die israelischen Luftstreitkräfte haben in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff im Zentrum Teherans auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilt das Militär mit.

AP/Vahid Salemi
Zuvor hat ein Sprecher bekanntgegeben, dass zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums getötet worden seien, darunter ein für Israel zuständiger Beamter.
Augenzeugen in Teheran bestätigen laut dpa schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich auch in der Nähe des Parlaments ereignet haben.
12.32 Uhr
Einige Amazon-Rechenzentren in VAE ausgefallen
Nach einem Einschlag mehrerer „Objekte“ sind einige Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgefallen. In den Anlagen seien wegen eines Feuers die Stromversorgung und die Datenverbindungen gestört, teilt der Betreiber AWS mit. Davon betroffen seien neben Standorten in den VAE auch Server in Bahrain.
12.26 Uhr
Neuer Verteidigungsminister im Iran ernannt
Nach dem Tod des bisherigen iranischen Verteidigungsministers Asis Nasirsadeh hat Präsident Massud Peseschkian den derzeitigen Brigadegeneral der Revolutionsgarde, Madschid Ebn-ol-Resa, mit der kommissarischen Leitung des Ministeriums beauftragt, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA.
12.21 Uhr
Centcom: Drei US-Flugzeuge versehentlich abgeschossen
Nach Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) sind drei eigene Kampfjets durch die kuwaitische Luftabwehr abgeschossen worden. Die Maschinen vom Typ F-15E seien versehentlich ins Visier genommen worden. Alle sechs Besatzungsmitglieder der drei Kampfflugzeuge hätten sich retten können und seien in stabilem Zustand. Der Vorfall werde untersucht.
12.12 Uhr
„Weitere großangelegte Angriffe“ auf Teheran
Israel greift einem Medienbericht zufolge weiter Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Die Armee habe „weitere großangelegte Angriffe“ auf „Ziele des iranischen Terrorregimes“ gestartet, so die Nachrichtenseite Times of Israel mit Verweis auf eine Mitteilung der israelischen Streitkräfte.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP meldeten starke Explosionen in Teheran. Eines der Ziele der neuen Angriffe sei ein Polizeizentrum im Zentrum von Teheran, so die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
12.09 Uhr
Öltanker vor Oman angegriffen: Ein Toter
Vor der Küste von Oman ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilt die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit.
Nach Informationen von Schiffsortungsdiensten ist der Tanker auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens gewesen. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen Öl geladen.
12.01 Uhr
Israel: Iran greift systematisch Wohnhäuser an
Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift“, sagt Militärsprecher Nadav Schoschani.
Die iranische Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs und der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
11.46 Uhr
Wieder Luftalarm auf Zypern
Auf dem britischen Luftstreitkräftestützpunkt Akrotiri auf Zypern gibt es erneut Alarm. Der staatliche zypriotische Sender CyBC berichtet in einer Livesendung von Sirenengeheul. Zudem starten Flugzeuge von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt ist erst wenige Stunden zuvor von einer iranischen Drohne getroffen worden.

AP/Petros Karadjias
Aufgrund eines verdächtigen Gegenstands auf Radargeräten ist der zivile Flughafen in Paphos laut einem Medienbericht evakuiert worden.
11.42 Uhr
Frankreich sagt Golfstaaten Hilfe zu
Frankreich sichert den vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordanien Hilfe bei ihrer Verteidigung zu. Paris sei bereit, „sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen“, sagt der französische Außenminister Jean-Noel Barrot. Diese Länder seien in einen Krieg verwickelt worden, den sie nicht gewählt haben.
11.34 Uhr
Völkerrechtsexperte: Iranische Angriffe auf Israel „zulässig“
Die iranischen Angriffe auf Israel und US-Militärstützpunkte in der Region sind völkerrechtlich „zulässig“. Das sagt der Völkerrechtler Manfred Nowak. Als „klar angegriffener Staat“ habe Teheran nach der UNO-Charta das Recht, sich zu verteidigen.

Grafik: APA/ORFM; Quelle: ISW/CNN
11.14 Uhr
Islamischer Staatenverband verurteilt Angriffe
Ungeachtet der Darstellung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei durch die USA und Israel sei eine „Kriegserklärung an Muslime“, hat der Weltverband 57 islamischer Staaten ein Ende der Eskalation und die Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert – mehr dazu in religion.ORF.at.
11.12 Uhr
Öl: EU-Kommission sieht keine Beeinträchtigung
Die Europäische Kommission erwartet keine unmittelbaren Folgen für die Ölversorgung der EU durch die Eskalation im Nahen Osten. Das geht aus einer E-Mail der Brüsseler Behörde an die EU-Regierungen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe man keine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit.
11.10 Uhr
Schulen im Iran bis Ende März zu
Die Schulen im Iran bleiben bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichten iranische Nachrichtenagenturen. Die Regelung gelte bis zum Ende des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.
11.03 Uhr
Der Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen.
Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Madschid al-Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
OMV sieht Versorgung gesichert
Der Energiekonzern OMV sieht die Versorgung mit Öl und Gas derzeit als gesichert an. Die Versorgung mit den potenziell betroffenen Ölmengen sei sichergestellt, teilt das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Für den Fall einer länger andauernden Einschränkung der Schifffahrtsroute bereite man jedoch alternative Szenarien vor. „OMV geht davon aus, dass betroffene Mengen über alternative Bezugsquellen ersetzt werden können“, heißt es weiter. Auch auf die Gasversorgung habe die Situation in der Straße von Hormus derzeit keinen Einfluss.

Grafik: APA/ORF

10.57 Uhr
Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans
Nach Angaben des hochrangigen iranischen Diplomaten Resa Nadschafi ist am Sonntag die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen worden. Nadschafi ist Teherans Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
Natans ist bereits bei US- und israelischen Angriffen im Sommer bombardiert und beschädigt worden. Dort steht eine Anlage zur Anreicherung von Uran.

Reuters/Planet Labs (Archivbild Juli 2025)
IAEA-Chef Rafael Grossi hat zuvor berichtet, man habe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen im Iran festgestellt.
10.52 Uhr
Gestrandete: Prag schickt Militärflugzeuge
Tschechien schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um Bürgerinnen und Bürger in Sicherheit zu bringen. Die eine Maschine werde in den ägyptischen Küstenort Scharm al-Scheich, die andere in die jordanische Hauptstadt Amman fliegen, sagt der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag.
Bei einem Teil der Passagiere soll es sich um tschechische Bürger handeln, die Israel auf dem Landweg verlassen haben. Wie Babis weiter ankündigt, wird die Fluggesellschaft Smartwings mehrere hundert Touristen aus Oman nach Hause bringen.
10.44 Uhr
Die russische Regierung steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit der iranischen Führung und erörtert die Situation. Auch mit anderen betroffenen Ländern, darunter die Golfstaaten, tausche man sich aus, erklärt der Kreml.
Die iranisch-amerikanischen Gespräche hätten sich auf einem guten Weg befunden, als die Lage dann in „offene Aggression“ gekippt sei.
10.26 Uhr
IAEA: Bisher keine Schäden an Atomanlagen
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bisher keine Schäden an iranischen Atomanlagen festgestellt.
Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Anlagen wie das Kraftwerk Buschehr oder der Forschungsreaktor in Teheran getroffen worden seien, teilt IAEA-Chef Rafael Grossi mit.
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Grafik: APA/ORF
10.20 Uhr
Ölpreise ziehen an
Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten zunächst kräftig zugelegt, sind dann aber wieder etwas gesunken. In der Nacht sind die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent gestiegen.
Dabei hat die Nordsee-Sorte Brent-Öl in der Spitze bei 82,37 US-Dollar (69,78 Euro) je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Juli 2024 erreicht. Zuletzt ist der Preis je Barrel bei 78 Dollar gelegen.

Grafik: APA/ORF
Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) ist in der Spitze mit 75,33 Dollar auf den höchsten Stand seit Juni 2025 gestiegen und liegt jetzt bei rund 72 Dollar.
10.10 Uhr
US-Kampfjets abgestürzt: Besatzung in Krankenhäusern
Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kuwait haben bei den Abstürzen mehrerer US-Kampfjets über dem Golfstaat alle Besatzungsmitglieder überlebt. Sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden und befänden sich in „stabilem“ Zustand.

Reuters/UGC/Social Media
Die Ursache des Absturzes wird derzeit untersucht. Die iranische Armee erklärt, sie habe den Stützpunkt Ali al-Salem der US-Luftwaffe in Kuwait ins Visier genommen.
9.51 Uhr
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Hisbollah-Chef Naim Kassem als „Ziel für eine Eliminierung“. Die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon hat zuvor Israel beschossen.
Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf die Frage, ob eine Invasion des Libanon mit Bodentruppen geplant sei: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch.“
9.50 Uhr
Iran: Roter Halbmond meldet über 550 Tote
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Landes mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran.

APA/AFP
9.08 Uhr
Bericht: Detonationen auch in Erbil
Im Irak hat es in der Nähe des auch von US-geführten Truppen genutzten Flughafens von Erbil laute Explosionen gegeben.
Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von Detonationen nahe dem Flughafen, auf dem unter anderem US-Truppen stationiert sind.
9.07 Uhr
Der saudi-arabische Ölriese ARAMCO fährt einem Insider zufolge seine Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage zählt mit einer Kapazität von 550.000 Fass pro Tag zu den größten im Nahen Osten.
9.05 Uhr
Iran: Angriffe auf Tel Aviv, Haifa, Ostjerusalem
Der Iran meldet den Start einer weiteren Angriffswelle auf Israel. Attacken gebe es auf Tel Aviv, Haifa und Ostjerusalem, so die iranische Revolutionsgarde in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung.
Aus Jerusalem und Tel Aviv gibt es Berichte über mehrere Explosionen, in Jerusalem ist binnen 40 Minuten zweimal Luftalarm ausgelöst worden.
Die israelische Armee erklärt, sie habe „mehrere aus dem Iran abgefeuerte Raketen“ festgestellt, die Luftabwehr sei aktiviert worden.
9.02 Uhr
Kuwait bestätigt Absturz von US-Militärjets
In Kuwait sind laut offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilt ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit.
Zu den Absturzursachen macht der Sprecher keine Angaben. Online zirkulieren Videos von den Abstürzen.
8.58 Uhr
GB bereitet Evakuierung vor
Großbritannien bereitet sich auf das Ausfliegen seiner Bürgerinnen und Bürger aus dem Nahen Osten vor.
Schätzungsweise 300.000 Britinnen und Briten seien in der Region, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
Deutschland schließt eine militärische Rettung seiner Bürgerinnen und Bürger laut Außenminister Johann Wadephul (CDU) indes aus. „Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen“, so Wadephul zur „Bild“. Man setze auf konsularische Unterstützung.


APA/AFP/Anna Kurth
8.54 Uhr
China ruft zu Stopp der Angriffe auf
China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der Angriffe auf.
Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran seien eine Verletzung des internationalen Rechts.
8.43 Uhr
Morgendlicher Raketenalarm in Israel
An verschiedenen Orten Israels, darunter in Tel Aviv, hat heute Früh Raketenalarm vor neuen Angriffen gewarnt.
8.38 Uhr
Bericht: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt
Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Netzwerken kursieren mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen.
Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos zeigen, wie Anrainer einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Auch ein Fallschirm ist auf Bildern vom Absturzort zu sehen.
Der US-Nachrichtensender CNN berichtet, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftstreitkräftestützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz. Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht.
8.30 Uhr
Der Westen des Iran ist nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der Luft angegriffen worden. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden.
Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtet unter Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf Wohngebäude in der Stadt Sanandadsch. Die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen.
8.18 Uhr
Deutschland plant keine Beteiligung
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schließt eine militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffen der USA und Israels auf den Iran erneut aus. „Wenn wir keine Absicht haben, dann werden wir das auch nicht machen. Wir beteiligen uns daran nicht“, so Wadephul im Deutschlandfunk.
In einer gemeinsamen Erklärung der E3-Staaten hat die deutsche Regierung gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ als Reaktion auf iranische Angriffe angekündigt.
Deutschland ziehe hieraus andere Schlüsse für sich als die beiden Verbündeten, sagt Wadephul nun und ergänzt: „Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden.“ Weitere „Maßnahmen darüber hinaus“ seien nicht geplant.
8.08 Uhr
Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen.
Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarde, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren und Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilt das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit.

Reuters/X/Centcom
Die Bilanz auf der Website des US-Militärs bezieht sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschließlich Sonntagfrüh. Seither hat es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das US-Militär gegeben.
7.38 Uhr
Berichte: Rauch aus US-Botschaft in Kuwait
Auch in Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Aus dem Gebäude der US-Botschaft soll laut Nachrichtenagenturen eine hohe Rauchsäule aufsteigen.
Die Botschaft fordert Menschen auf ihrer Homepage auf, die Einrichtung zu meiden. „Kommen Sie nicht zur Botschaft! Suchen Sie Schutz in Ihrer Wohnung, auf der untersten verfügbaren Etage und fern von Fenstern! Gehen Sie nicht nach draußen!“
Der Iran hat bereits am Wochenende den Golfstaat angegriffen.
7.26 Uhr
Libanon meldet 31 Tote
Nach den nächtlichen Angriffen Israels meldet der Libanon 31 Tote und 149 Verletzte.

APA/AFP
Augenzeugenberichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge gibt es im Südlibanon bereits große Fluchtbewegungen. Familien in Autos, einige mit Matratzen auf ihrem Dach, füllen die Straßen der Stadt. In Beirut sollen indes weitere Explosionen zu hören sein.

AP/Bilal Hussein
7.04 Uhr
Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
Das israelische Militär beginnt nach nächtlichen Angriffen eine neue Angriffswelle im Libanon. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilt die Armee in der Früh mit.

Reuters/Mohamed Azakir
Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiitenmiliz in mehreren Gebieten des Libanon.
7.00 Uhr
Für Aufregung hat in der Nacht auch der Absturz einer Drohne auf der britischen Luftstreitkräftebasis Akrotiri im EU-Staat Zypern gesorgt.

Reuters/Yiannis Kourtoglou
Der Angriff habe begrenzten Schaden verursacht, aber keine Verletzten mit sich gebracht, so die zypriotischen Behörden und das britische Verteidigungsministerium. Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran.
Zyperns Regierung hat zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeer-Insel abgefeuert worden seien.
6.55 Uhr
Iran schließt Verhandlungen mit USA aus
In den frühen Morgenstunden hat sich auch der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani zu Wort gemeldet. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, so Laridschani am Montag auf der Plattform X. Er reagiert damit auf einen Bericht, wonach der Iran versuche, die Verhandlungen wiederzubeleben.
6.53 Uhr
Bombardements nun auch im Libanon
Im Nahen Osten gibt es nach der Eskalation vom Wochenende auch am Montag keine Anzeichen für Entspannung. Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei überziehen einander Israel und der Iran weiter mit Angriffen.

Reuters/Ammar Awad
Zudem weitet sich der Konflikt erneut aus: In der Nacht auf Montag hat es nach Drohnen- und Raketenangriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz auch israelische Angriffe auf den Libanon gegeben.
Die Hisbollah hat in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschoße seien auf offenem Gelände niedergegangen. Israel hat daraufhin unter anderem die Hauptstadt Beirut bombardiert. Dabei seien ranghohe Mitglieder der Miliz getroffen worden.
02.03.2026, Florian Amelin, Peter Prantner (Text), Peter Pfeiffer (Bild), Florian Zischka (Video), Daniela Illich (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
Hegseth: Regimewechsel kein Kriegsziel
 

josef

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#7
Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 02.03.2026 - Teil 2:

+
22.27 Uhr
Zwei weitere US-Soldaten getötet
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte von vier auf sechs gestiegen. Die Streitkräfte hätten die Überreste von zwei vermissten Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilt das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
22.18 Uhr
Erneut Proteste in Bagdad
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist es im Zuge der militärischen Eskalation in der Region erneut zu Protesten gekommen. Zahlreiche Anhänger der schiitischen Parteien im Land haben sich laut Augenzeugen am Regierungsviertel versammelt, in dem auch die US-Botschaft liegt. Sicherheitskräfte haben Tränengas eingesetzt, um die Menge auseinanderzutreiben. Auf Videos sind offenbar auch Schüsse zu hören.
Schon am Sonntag haben sich an der Grünen Zone am Abend Hunderte Demonstrierende versammelt – mutmaßlich im Versuch, die US-Botschaft zu stürmen. Sicherheitskräfte haben daraufhin scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Der Iran besitzt im Irak großen politischen und militärischen Einfluss.
22.10 Uhr
Rubio: USA derzeit nicht auf Bodeneinsatz eingestellt
Die USA sind nach Angaben von Außenminister Marco Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt. Präsident Trump verfüge jedoch über entsprechende Optionen, sagt Rubio vor Reportern und Reporterinnen. Die US-Regierung gehe davon aus, dass die gesetzten Ziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreicht werden könnten.

Reuters/Ken Cedeno
22.05 Uhr
Netblocks warnt vor Folgen der Internetblockade im Iran
Die Organisation Netblocks warnt vor schweren Folgen der aktuellen Internetblockade im Iran. In einer Erklärung auf X heißt es, Menschen seien von der Welt abgeschnitten. Sie hätten keinen Zugang zu Informationen, die für ihre Sicherheit notwendig seien, heißt es mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran. Außerdem könnten sie bei einer Eskalation kaum Kontakt mit ihren Angehörigen im Ausland aufnehmen.
Laut Netblocks gibt es im Iran seit mehr als 60 Stunden einen fast vollständigen Internetausfall. Die Behörden haben den Zugang am Samstag nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf das Land gesperrt.
21.44 Uhr
Revolutionsgarde: Straße von Hormus gesperrt
Die Straße von Hormus ist nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarde gesperrt. Der Iran werde jedes Schiff unter Beschuss nehmen, das versuche, die Meerenge zu passieren, erklärt der Chef der Eliteeinheit.
Was das nun genau bedeutet, ist unklar. Bereits zuvor haben viele Reedereien und Schifffahrtsunternehmen aus Angst vor iranischen Angriffen ihre Transporte eingeschränkt bzw. gestoppt.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung könnte die Energiepreise weiter steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern, so Fachleute.
21.18 Uhr
Israel mit neuen Angriffen auf Teheran
Die israelischen Luftstreitkräfte haben nach Militärangaben eine Reihe von Angriffen gegen Dutzende Hauptquartiere der iranischen Sicherheitskräfte in Teheran durchgeführt. Zudem seien im Rahmen der Angriffe auch iranische Raketenabschussrampen, eine Waffenproduktionsstätte sowie andere Einrichtungen der Revolutionsgarde angegriffen worden, heißt es.
21.10 Uhr
USA: Mehr als 1.250 Ziele im Iran getroffen
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn seines Einsatzes mehr als 1.250 Ziele im Iran getroffen. Zudem seien elf iranische Schiffe zerstört worden, teilt das Zentralkommando der Armee in einer separaten Erklärung mit.

AP/Planet Labs PBC
21.03 Uhr
Wetten auf Chameneis Tod: Verdacht auf Insiderhandel
Wetten auf den Tod des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei an den Prognosemärkten sind ins Visier von US-Politikern gerückt. US-Abgeordnete und Analysten verweisen auf Wetten auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi, die sowohl im Jänner als auch unmittelbar vor den Angriffen auf dessen Sturz abgeschlossen worden sind.
Laut einer Auswertung der Website von Polymarket durch die Nachrichtenagentur Reuters sind 529 Millionen Dollar (rund 451 Mio. Euro) auf Kontrakte gesetzt worden, die mit dem Zeitpunkt der Angriffe zusammengehängt sind. Weitere 150 Millionen Dollar sind in zwei Kontrakte zur Absetzung Chameneis geflossen.
Die Analysefirma Bubblemaps teilt auf X mit, dass sechs Nutzerkonten auf Polymarket, die in den Stunden vor den Angriffen vom Samstag Wetten platziert haben, einen Gewinn von 1,2 Millionen Dollar erzielt haben.
20.51 Uhr
Israels UNO-Botschafter: Einsatz „so lange wie nötig“
Der israelische UNO-Botschafter Danny Danon sagt in New York, die gemeinsame Operation der USA und Israels werde „so lange wie nötig“ dauern, und Israel werde „alles Notwendige tun, um unser Volk und unsere Grenzen zu schützen“.
Man werde die Angriffe gegen Teheran nicht beenden, bis Israel seine Ziele erreicht habe. Dazu zählten „keine Atomwaffen, keine Bedrohung durch ballistische Raketen, die Zerstörung der iranischen Marine und die Zerschlagung des Stellvertreternetzwerks des Regimes“, führt Danon weiter aus.
20.42 Uhr
Iran: Bisher Hunderte Raketen und Drohnen abgefeuert
Die Iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion abgefeuert.
Ein Militärsprecher sagt der staatlichen Rundfunkagentur IRIB News laut Übersetzung, es seien 500 militärische Ziele Israels sowie der USA angegriffen worden. Als Beispiele nennt er Geheimdienstzentren, Kommunikationszentralen und Waffendepots.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Der Sprecher kündigt an, die Angriffe weiter auszuweiten.

APA/AFP/2026 Planet Labs Pbc
20.28 Uhr
Kuwait meldet toten Marinesoldaten
Der Golfstaat Kuwait teilt mit, dass ein Soldat der Seestreitkräfte bei der Ausübung „seiner Pflichten im Rahmen nationaler Aufgaben“ ums Leben gekommen sei. Mehr Details nennt die kuwaitische Armee in einem Beitrag in sozialen Netzwerken nicht.
20.22 Uhr
Ex-CIA-Direktor: Regimewechsel im Iran schwierig
Der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus hält einen Regimewechsel im Iran für schwierig, da Hunderttausende iranische Streit- und Sicherheitskräfte weiterhin im Land präsent seien. Die USA hätten mit ihren Angriffen jedoch wertvolle Ziele erreicht, wie er gegenüber der BBC sagt.
19.45 Uhr
EU plant Krisenstab wegen steigender Energiepreise
Die EU bereitet sich auf mögliche Auswirkungen infolge des Krieges vor. Wie die EU-Kommission von Ursula von der Leyen nach einer Sondersitzung in Brüssel mitteilt, wird ein Energiekrisenstab mit den Mitgliedsstaaten einberufen. Er könnte Reaktionen auf rasant steigende Öl-, Sprit- und Gaspreise planen.
Darüber hinaus intensiviert die EU nach eigenen Angaben die Beobachtung von Risiken durch Verkehrsunterbrechungen, insbesondere rund um die Straße von Hormus und das Rote Meer. Mit Fluggesellschaften, Reedereien und nationalen Behörden soll es eine verstärkte Koordinierung geben.
19.29 Uhr
Verluste an Börsen halten sich in Grenzen
Die Kursverluste an den wichtigen europäischen Börsen halten sich in Grenzen. Der DAX und der EuroStoxx 50 notieren zum Handelsschluss jeweils 2,4 Prozent tiefer.
Die US-Indizes haben ihre anfänglichen Verluste unterdessen größtenteils wieder abgebaut und sich zwischen minus 0,1 und plus 0,4 Prozent eingependelt.
19.13 Uhr
Israel greift weiter im Libanon an
Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge seien über Beirut zu hören gewesen, wie dpa-Reporterinnen melden.
Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet sich auch die iranische Botschaft. Der Sender hat zwischenzeitlich den Sendebetrieb einstellen müssen.

APA/AFP/Ibrahim Amro
Die israelische Armee teilt mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärt darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der radikalislamischen Hisbollah-Miliz angegriffen zu haben.
Ein Vertreter des libanesischen Gesundheitministeriums teilt unterdessen mit, nach israelischen Angriffen gebe es bisher 52 Tote und 150 Verletzte im Libanon.
19.04 Uhr
Rutte: NATO wird sich nicht beteiligen
Die NATO plant nach Angaben von Generalsekretär Rutte keine Beteiligung an den militärischen Aktionen gegen den Iran. „Es gibt absolut keine Pläne, dass die NATO in die Sache hineingezogen oder Teil davon wird“, sagt Rutte der ARD in Brüssel.
Zugleich betont der Niederländer, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheiße. „Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun.“
Zuvor hat Rutte nach einem Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses bekräftigt. „Wir sind immer bereit, jede Bedrohung aus jeder Richtung abzuschrecken und abzuwehren“, schreibt Rutte auf X.
19.02 Uhr
Rotes Kreuz warnt vor „großer Gefahr“ für Zivilisten
Der eskalierende Krieg im Nahen Osten bringt Zivilistinnen und Zivilisten in „große Gefahr“, wie der „Guardian“ die Chefin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, zitiert. Ein großangelegter Konflikt würde jede humanitäre Hilfe äußerst schwierig machen.
18.49 Uhr
Versicherungskosten für Schiffe im Golf wohl vervielfacht
Die Versicherungskosten für den Warentransport durch die Golfregion sind Insidern zufolge in den vergangenen 48 Stunden um das bis zu Fünffache gestiegen.
Die Prämien für Kriegsrisiken seien auf bis zu ein Prozent des Schiffswerts geklettert, verglichen mit rund 0,2 Prozent in der Vorwoche, verlautet aus Branchenkreisen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Für die Straße von Hormus bieten die meisten Versicherer gar keine Deckung mehr an. Das verteuert jede einzelne Fracht um Hunderttausende Dollar.

Screenshot marinetraffic.com
18.22 Uhr
Revolutionsgarde: Tanker in Straße von Hormus brennt
In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarde ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Meerenge verbindet die großen Ölproduzenten am Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Exportrouten der Welt.
18.17 Uhr
Trump: Iran hat US-Warnungen ignoriert
Trump erneuert in einer Rede bei einer Zeremonie im Weißen Haus seine bereits zuvor gegenüber CNN geäußerten Angaben, wonach die USA weiterhin großangelegte Kampfoperationen gegen den Iran durchführen wollen. Zudem erneuert er den Vorwurf, wonach sich der Iran weiter geweigert habe, sein Streben nach Atomwaffen einzustellen. Der Iran habe dabei auch die Warnungen der USA ignoriert, wie Trump dazu festhält.
18.10 Uhr
Schweiz: Diplomatischer Kanal USA – Iran weiter offen
Der diplomatische Kanal zwischen den USA und dem Iran ist nach Angaben der Schweiz weiterhin aktiv. Er sei auch seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran nicht abgerissen.
Die Schweiz vertritt seit 1980 im Rahmen eines Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran. Die Vereinigten Staaten selbst unterhalten seitdem keine diplomatischen Beziehungen zur Islamischen Republik.
18.06 Uhr
Trump: „Sind Zeitplan voraus“
Trump bekräftigt laut US-Medien sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. „Wir sind dem Zeitplan sogar voraus“, sagt Trump laut CNN. Die USA hätten bis dato 49 iranische Anführer ausgeschaltet.

Reuters/Jonathan Ernst
Als größte Überraschung nennt Trump die Angriffe des Iran auf die arabischen Staaten in der Region und deren Reaktion. „Sie wollten sich nur sehr geringfügig beteiligen. Und jetzt bestehen sie darauf, einbezogen zu werden.“
17.54 Uhr
Emirate: 161 Raketen und Hunderte Drohnen abgefangen
Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate hat am Montag neun ballistische Raketen, sechs Marschflugkörper und 148 Drohnen abgefangen. Wie das Verteidigungsministerium der Emirate weiter mitteilt, hat der Iran seit Samstag 174 ballistische Rakete auf die VAE abgefeuert. 161 davon seien abgefangen worden, 13 fielen in den Persischen Golf. Von insgesamt 689 iranischen Drohnen haben 44 ihr Ziel erreicht.
17.49 Uhr
Iranischer Botschafter ins Außenministerium zitiert
Das Außenministerium teilt mit, dass man den iranischen Botschafter Asadollah Eshragh Jahromi einbestellt habe. Im Gespräch hat Österreich seinen Protest gegen die Eskalationsschritte des Mullah-Regimes übermittelt und auf eine rasche Deeskalation gedrängt, heißt es. Insbesondere die Angriffe auf die Golfstaaten seien scharf kritisiert worden.
17.39 Uhr
Ukraine bietet Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen an
Die Ukraine stellt die Entsendung von Drohnenspezialisten in den Nahen Osten in Aussicht, sollten ihre Partner eine Waffenruhe im Krieg mit Russland vermitteln. Man könne Fähigkeiten und Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen teilen, sagt Außenminister Andrij Sybiha der Nachrichtenagentur Reuters.
Die ukrainische Abwehrquote bei iranischen Schahed-Drohnen liege inzwischen bei bis zu 90 Prozent, wie es dazu heißt. „Wir werden nicht alle unsere Fachleute schicken können, aber wir können sicherlich einige von ihnen entsenden, wenn garantiert ist, dass russische Angriffe auf unser Land ausbleiben“, so Sybiha.
17.29 Uhr
Rutte: NATO „bereit“
NATO-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt nach einem Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses. „Wir sind immer bereit, jede Bedrohung aus jeder Richtung abzuschrecken und abzuwehren“, schreibt Rutte auf X.
17.25 Uhr
„Unklar, was die USA wirklich wollen“
Laut USA-ORF-Korrespondent Markus Müller gibt es seit Beginn des Konfliktes viele verschiedene Aussagen aus dem Weißen Haus, die schwer einzuordnen seien.
17.22 Uhr
Katar: Zwei aus Iran kommende Bomber abgeschossen
Katar hat nach eigenen Angaben zwei aus dem Iran kommende Flugzeuge abgeschossen. Dabei handle es sich um Bomber vom Typ Suchoi Su-24, teilt das Verteidigungsministerium mit.
17.19 Uhr
Trump schließt Bodentruppen nicht aus
US-Präsident Donald Trump schließt das Entsenden von Bodentruppen in den Iran nicht kategorisch aus. Er habe „keine Angst vor Bodentruppen“, aber „wahrscheinlich brauchen wir sie nicht“, so Trump gegenüber der „New York Post“.
17.16 Uhr
Zeitung: Revolutionsgarde bestätigt Angriff auf Zypern
Nach mehrmaligem Drohnenalarm auf Zypern bestätigt ein Vertreter der iranischen Revolutionsgarde laut „Guardian“ gezielte Angriffe auf die Mittelmeer-Insel. Hintergrund seien die von den USA nach Zypern verlegten Kampfflugzeuge.

APA/AFP/Etienne Torbey
17.15 Uhr
Stocker zur Lage im Iran
Bundeskanzler Stocker nimmt in einem Pressestatement Stellung zur aktuellen Lage. Das Außenministerium tue alles, um alle ausreisewilligen Österreicherinnen und Österreicher sicher aus der Region zu bringen.
Angesichts der Blockade der Straße von Hormus und steigender Energiepreise sagt Stocker, dass im Moment keine Auswirkungen auf Österreich zu erwarten sind. Man habe eine Taskforce „Versorgungssicherheit“ eingerichtet.
Demonstrationen in Österreich seien bisher friedlich über die Bühne gegangen. Das Innenministerium überwache zudem mögliche Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten. Eine Erhöhung der Terrorwarnstufe (derzeit vier von fünf) ist im Moment nicht geplant.
17.01 Uhr
Revolutionsgarde: 500 Ziele angegriffen
Der Iran hat nach Angaben seiner Revolutionsgarde bisher 500 mit den USA und Israel verbundene Ziele in Nahost angegriffen. „Seit Beginn des Konflikts haben die tapferen Soldaten der iranischen Streitkräfte 60 strategische Ziele und 500 Ziele des amerikanischen Militärs und Ziele des zionistischen Regimes attackiert“, erklärte die Revolutionsgarde unter Verwendung von Teherans Bezeichnung für den Staat Israel.
16.43 Uhr
„Zurück zur Diplomatie“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) rufen angesichts der Eskalation im Nahen Osten und der Golfregion zu einem „zurück zur Diplomatie“ auf. „Unser Aufruf gilt der Deeskalation, um keinen Flächenbrand zu erleben“, sagt die Ministerin vor einem Gespräch mit Van der Bellen in der Präsidentschaftskanzlei in Wien.
16.41 Uhr
Trump gegenüber CNN: „Große Welle“ steht noch an
US-Präsident Donald Trump kündigt in einem Telefongespräch mit dem Sender CNN weitere „harte“ Schläge gegen den Iran an. „Ich denke, es läuft sehr gut“, zitiert CNN aus dem Telefongespräch, in dem Trump auch gesagt habe: „Die große Welle ist noch nicht gekommen. Die große Welle kommt bald.“
16.22 Uhr
Bericht über Explosionen nahe Atomanlage in Isfahan
In der Nähe einer Atomanlage in der zentraliranischen Stadt Isfahan sind Medienberichten zufolge laute Explosionen zu hören. In dem Gebiet liegt auch ein Stützpunkt der iranischen Luftstreitkräfte.
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16.20 Uhr
Rund 17.700 Österreicher noch im Krisengebiet
Derzeit befinden sich rund 17.700 Österreicher und Österreicherinnen sowie Angehörige in der Krisenregion im Nahen Osten, teilt das Außenministerium mit. Darunter befänden sich rund 2.600 Reisende.
Es werde mit Hochdruck an allen notwendigen Vorbereitungen gearbeitet, um die Rückkehr der gestrandeten Personen zu ermöglichen, sobald es die lokalen Sicherheitsbedingungen zulassen.
16.19 Uhr
Caine: Über 1.000 Ziele in ersten 24 Stunden angegriffen
US-Generalstabschefs Dan Caine gibt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Hegseth erstmals Einblick in den Ablauf des zusammen mit Israel am Samstag erfolgten Angriffs auf den Iran.

Reuters/Elizabeth Frantz
Tausende Einsatzkräfte aus allen Bereichen des US-Militärs seien beteiligt gewesen, Hunderte moderne Kampfflugzeuge, Dutzende Tankflugzeuge und zwei Flugzeugträger. Hinzugekommen ist laut Caine ein Netzwerk für Kommando- und Kontrollinformationen, Überwachung und Aufklärung.
In den ersten 24 Stunden seien mehr als 1.000 Ziele angegriffen worden. Zu Beginn hat sich Centcom auf iranische Truppen, Führungs- und Kontrollstrukturen, Infrastruktur, Seestreitkräfte, Raketenstellungen und nachrichtendienstliche Infrastruktur konzentriert. Ziel sei es gewesen, die Iraner „zu verwirren und zu desorientieren“.
16.04 Uhr
Saudische Armee in höchster Alarmbereitschaft
Nach mehreren iranischen Angriffen ist die militärische Alarmbereitschaft in Saudi-Arabien auf die höchste Stufe heraufgesetzt worden. Kurz zuvor ist in der wichtigen saudischen Raffinerie Ras Tanura nach einem iranischen Drohnenangriff ein Brand ausgebrochen, Teile der Anlage sind daraufhin vorsichtshalber abgeschaltet worden.

Reuters
Ras Tanura ist nicht nur eine der größten Raffinerien des Landes, sondern des gesamten Nahen Ostens. Die Anlage kann täglich bis zu 550.000 Barrel Öl verarbeiten.
15.59 Uhr
Trump will Statement abgeben
Zum ersten Mal seit Beginn der US-israelischen Angriffe am Samstag will US-Präsident Trump ein öffentliches Statement abgeben. Die Rede ist für 17.00 Uhr MEZ geplant.
15.48 Uhr
Charterflüge für italienische Staatsbürger
Italien fliegt erste Staatsbürger und Staatsbürgerinnen aus dem Nahen Osten aus. Ein Charterflug mit 127 Italienern an Bord ist von der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Italien gestartet, teilt das Außenministerium in Rom mit.
Die Menschen sind in Oman festgesessen oder sind zuvor mit Unterstützung der italienischen Behörden aus Dubai dorthin gebracht worden. Nach Angaben von Minister Antonio Tajani halten sich Zehntausende Italiener – ob als Urlauber oder in den Ländern ansässig – derzeit in der Golfregion auf.
15.39 Uhr
Tod von Chameneis Frau gemeldet
Berichten von iranischen Medien zufolge ist Chameneis Frau Mansureh Chodschaste Baghersadeh, zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran ihren Verletzungen erlegen. Zuvor ist berichtet worden, dass sie im Koma liegt.
15.32 Uhr
Die Auswirkungen auf die internationalen Transportketten im Bereich Luft- und Seefracht sind laut Branchenunternehmen aktuell noch schwer abschätzbar. Der international tätige Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss rechnet jedenfalls mit verlängerten Laufzeiten, Kapazitätsengpässen und Zusatzkosten – mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.
15.23 Uhr
Trump „sehr enttäuscht“ von Starmer
Aus Sicht von US-Präsident Trump hat Großbritannien die US-Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu spät erlaubt. Er sei „sehr enttäuscht“ gewesen, dass der britische Premierminister Starmer der Verwendung von Stützpunkten wie der Militärbasis Diego Garcia für Angriffe auf den Iran eine Absage erteilt habe, sagt Trump der britischen Zeitung „The Telegraph“ zufolge.
Großbritannien hat den USA unter Berufung auf das Völkerrecht britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Gestern Abend hat Starmer eingelenkt und die Nutzung von Stützpunkten erlaubt – allerdings in begrenztem Umfang und nur für Schläge gegen Raketenanlagen.
15.17 Uhr
Etihad und Emirates nehmen begrenzt Flüge wieder auf
Die beiden Fluglinien Etihad und Emirates nehmen in einem begrenzten Umfang ihre Flüge wieder auf, nachdem sie aufgrund des Iran-Kriegs gestoppt worden sind. Kommerzielle Flüge sollen aber weiterhin ausgesetzt werden. Durchgeführt werden sollen einige Umpositionierungs-, Fracht- und Rückführungsflüge.
15.10 Uhr
Estnischer Verteidigungsminister sitzt in Oman fest
Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sitzt infolge des Iran-Krieges im Nahen Osten fest. Der Politiker des baltischen EU- und NATO-Landes befindet sich nach eigenen Angaben gegenwärtig in Oman. Dorthin sei er am Wochenende aus Dubai gereist.
15.07 Uhr
Israel: Angriffe gegen Hisbollah im gesamten Libanon
Das israelische Militär kündigt eine neue Welle von Angriffen auf die radikalislamische Hisbollah-Miliz im gesamten Libanon an. Die Ankündigung folgt auf eine erste Angriffswelle und einen Evakuierungsaufruf für Dutzende libanesische Dörfer im Süden und Osten vom Libanon. Berichtet wird in diesem Zusammenhang auch von Angriffen auf die Hauptstadt Beirut.

Reuters/Mohamed Azakir

02.03.2026, Florian Amelin, Peter Prantner (Text), Peter Pfeiffer (Bild), Florian Zischka (Video), Daniela Illich (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
Iran: Trump sieht US-Operation erst am Anfang
 
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#8
Militärtechnik
USA verwendeten geklonte iranische Drohnen für ihren Angriff
Erstmals setzten die USA Kamikazedrohnen im großen Stil ein. Bei Lucas handelt es sich um eine Kopie der iranischen Shahed

Die FLM 136 sieht der Shahed-Drohne aus iranischer Fertigung verdächtig ähnlich. Tatsächlich gaben US-Streitkräfte nun an, dass ein Klon der iranischen Drohne eingesetzt wurde.
Spektreworks

Es ist eine Ironie der Militärgeschichte: Jahrelang terrorisierten iranische Shahed-Drohnen Ziele im Nahen Osten und der Ukraine. Nun schlägt das US-Militär mit fast identischer Technologie zurück. Wie das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte, kamen beim jüngsten gemeinsamen Schlag mit Israel gegen Ziele im Iran erstmals sogenannte Lucas-Drohnen zum Einsatz.

Die US-Kopiermaschine
Hinter dem Einsatz steht die im Dezember gegründete "Task Force Scorpion Strike". Ihr erklärtes Ziel ist es, wie ein US-Beamter gegenüber dem Fachmagazin The War Zone erläuterte, "den Spieß gegenüber dem Iran umzudrehen". Anstatt ausschließlich auf sündteure Raketen zu setzen, greifen die USA jetzt selbst zum Konzept der günstigen "Einweg-Angriffsdrohne".

Die LUCAS-Drohne (Low-cost Unmanned Combat Attack System) ist laut US-Angaben das Ergebnis von konsequentem "Reverse Engineering". Man könnte es natürlich auch eine Kopie nennen. Man habe erbeutete iranische Drohnen zerlegt, analysiert und in Zusammenarbeit mit US-Firmen wie Spektreworks nachgebaut.

Lucas wurde von Spektreworks entwickelt, die genauen Leistungsdaten sind geheim, aber ein ähnliches Drohnenmodell des Herstellers gibt wohl näherungsweise Auskunft über die Fähigkeiten der erstmals eingesetzten US-Drohne.

So hat das ähnliche Zieldrohnenmodell FLM 136, das eine angegebene maximale Reichweite von 444 Meilen (ca. 715 km) und kann bis zu sechs Stunden in der Luft bleiben. Die Drohne kann eine Nutzlast (ohne Treibstoff) von rund 18 Kilogramm befördern, und fliegt mit einer Reise-Geschwindigkeit von etwa 74 Knoten (137 km/h). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 105 Knoten, also rund 195 km/h.

High-Tech zum Schnäppchenpreis
Der größte Vorteil der neuen Waffe ist ihr Preis. Während ein herkömmlicher Marschflugkörper vom Typ Tomahawk rund drei Millionen Dollar kostet, schlägt eine Lucas-Drohne mit nur rund 35.000 US-Dollar zu Buche. "Lucas ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das Spitzenfähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten traditioneller US-Langstreckensysteme bietet", so Centcom-Sprecher Tim Hawkins gegenüber The War Zone.

Doch die US-Variante verfügt über entscheidende Upgrades gegenüber der iranischen Variante. So sind die Drohnen untereinander vernetzt und können koordiniert agieren und Angriffe im Schwarm durchführen. Durch die Integration von Starlink-Terminals können die Fluggeräte auch nach dem Start in Echtzeit umgeleitet werden, während der Mensch ("Human in the Loop") die endgültige Entscheidungsgewalt behält. Auch diese Technik haben die USA nicht erfunden, sie wurde zuerst von Russland in ihrem Shahed-Klon, der Geran, angewendet.

Die US-Streitkräfte betonen, dass die Drohnen von Katapulten, Lastwagen oder sogar von Schiffen aus gestartet werden können.

Der Klon, vom Klon, vom Klon
Die technologische Ahnenforschung dieser Waffen ist komplex. Eines kann aber mit Sicherheit gesagt werden: Auch im Iran wurde die Drohne nicht erfunden. Die ursprüngliche iranische Shahed-136 basiert nämlich eigentlich auf einem Konzept aus Deutschland.

So dürfte das Design auf ein Konzept von Dornier zurückgehen, das den Namen "Drohne-Anti-Radar" trug. Dieses wurde 1985 gestartet. Ziel war die Entwicklung einer Drohne, die Radaranlagen des Feindes aufspürt und bekämpft. Das Projekt scheitere aber letztlich daran, dass kein geeigneter Suchkopf entwickelt werden konnte. Mit dem Ende des Kalten Krieges war das Schicksal des Projekts besiegelt und es wurde 1994 endgültig eingestellt.

Die Unterlagen wurden an Israel verkauft, woraus schließlich die IAI Harpy hervorging, die über einen Umweg nach China wiederum vom Iran kopiert worden sein soll. Die so entstandene Shahed 136 wurde im Ukrainekrieg von Russland kopiert und nun setzen die USA einen Klon davon ein.

Laut dem Bericht des Fachmagazins markiert der Einsatz eines geklonten Designs durch die USA einen Wendepunkt, setzte man doch in den vergangenen Jahrzehnten auf technologische Überlegenheit mit maximalem Technologieeinsatz.

Angesichts der Tatsache, dass selbst modernste Luftabwehrsysteme – wie jene Israels oder der US-Marine – Schwärme von Billig-Drohnen nicht lückenlos stoppen können, scheint man in Washington auf Quantität statt nur auf Qualität zu setzen. Eine Lektion, die man spätestens mit dem Beginn des Drohnenkrieges in der Ukraine gelernt hat.

Über die genaue Anzahl der eingesetzten Drohnen und die damit erzielten Treffer im Iran schweigt das Pentagon bislang. Klar ist jedoch: Die USA haben erstmals Kamikazedrohnen im großen Stil eingesetzt – und das gegen ihren eigenen Miterfinder.
(pez, 1.3.2026)
USA verwendeten geklonte iranische Drohnen für ihren Angriff
 

josef

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#10
Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 03.03.2026 - Teil 1:


USA kündigen weitere Angriffe auf Iran an
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AP/Mohsen Ganji

Die USA und der Iran haben am Dienstag eine Ausweitung ihrer gegenseitigen Angriffe angekündigt. Die iranische Armee hat inzwischen Hunderte Raketen auf Israel und US-Ziele im ganzen Nahen Osten abgefeuert und droht mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die „große Welle“ komme noch.
Online seit heute, 6.44 Uhr

Liveticker
+

13.55 Uhr
USA ziehen Botschaftspersonal aus sechs Staaten ab
Die USA ziehen den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien „nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung“ in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, gibt das US-Außenministerium bekannt.
Die Aufforderung für den Irak begründet das Ministerium mit „Sicherheitsbedenken“, zu den anderen fünf Staaten heißt es, es bestehe eine „anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran“.
13.25 Uhr
Hohe Gaspreise: Wien Energie beruhigt vorerst
Die Gaspreise steigen. Bei Wien Energie beruhigt man, zumindest vorerst: Kurzfristige Preissprünge an den Börsen hätten keinen Einfluss auf die Preise für die Kundinnen und Kunden der Wien Energie – mehr dazu in wien.ORF.at.

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA
13.06 Uhr
Zerstörung nach Angriffen in Teheran
In Teheran sind bei US-israelischen Angriffen mehrere Gebäude zerstört worden.
12.50 Uhr
Europäische Militärbewegungen
Großbritannien soll die Entsendung eines Kriegsschiffes nach Zypern überlegen. Dort war am Montag eine mutmaßlich iranische Drohne auf dem Militärstützpunkt Akrotiri eingeschlagen. Frankreich soll die Verlegung von Raketenabwehr auf die Insel im östlichen Mittelmeer planen.
12.34 Uhr
Russland sorgt sich um AKW Buschehr
Die russische Atomenergiebehörde Rosatom warnt vor Schäden am (einzigen) iranischen Atomkraftwerk Buschehr. Russland hat das AKW in der iranischen Hafenstadt gebaut. Inzwischen hat die russische Behörde rund 100 Mitarbeiter aus dem Iran abgezogen.

APA/AFP/Maxar (Archivbild)
12.13 Uhr
„Taskforce Versorgungssicherheit“ tagt erstmals
In Wien hat die neue „Taskforce Versorgungssicherheit“ getagt, eingerichtet am Montag nach dem Angriff auf den Iran.
Fazit: Versorgungssicherheit sei sowohl bei Gas als auch bei Öl gegeben, die Preisentwicklung werde weiter beobachtet, heißt es vom zuständigen Minister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) und Gremiumsmitglied Harald Oberhofer, Ökonom am Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO). Die Taskforce treffe sich täglich zur neuen Lagebewertung.
Ihr gehören auch die E-Control und das Lieferketteninstitut ASCII an. 18 Indikatoren werden bei jeder Sitzung analysiert. Daraus werden Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung abgeleitet, so Hattmannsdorfer.
12.05 Uhr
Umwege für Straße von Hormus gesucht
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Passagen für den internationalen Handel mit Erdöl und Erdgas weltweit. Die erklärte Sperre der Meerenge durch den Iran sorgt seit gestern für einen starken Anstieg der Energiepreise.
Der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco kündigt nun an, Alternativrouten zu suchen, etwa via Pipeline zum Roten Meer.
11.55 Uhr
Angst vor Versorgungsengpässen in Teheran
Die Bewohner Teherans fürchten laut Bericht eines BBC-Korrespondenten aus der iranischen Hauptstadt Engpässe bei der Lebensmittelversorgung: Man wisse nicht, wie lange die Angriffe Israels und der USA dauern werden. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind bereits gestiegen.
11.40 Uhr
Zehntausende Menschen im Libanon auf der Flucht
Im Libanon befinden sich laut Einschätzung der UNO nach israelischen Angriffen auf die Hisbollah-Miliz dort inzwischen mindestens 30.000 Menschen auf der Flucht.

IMAGO/ZUMA Press
11.23 Uhr
Laut Israel Präsidentensitz in Teheran getroffen
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge bei Luftangriffen auf den Iran das Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran getroffen.
In der Nacht hätten die israelischen Luftstreitkräfte „Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört“ und dabei das „Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats“ bombardiert, erklärt die Armee.
10.53 Uhr
Teheran warnt europäische Staaten vor Kriegseintritt
Teheran warnt europäische Länder davor, in den US-israelischen Krieg gegen den Iran einzutreten. „Jede derartige Handlung“ würde „als Komplizenschaft mit den Aggressoren“ und als „Kriegshandlung“ angesehen werden, so der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei.
Anlass für diese Äußerung ist mutmaßlich, dass Frankreich, Deutschland und Großbritannien am Sonntag bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ gegen den Iran angekündigt haben.
10.30 Uhr
Atomanlage von Natans laut IAEA getroffen
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien bestätigt Schäden an den iranischen Atomanlagen in Natans. Strahlung sei nicht freigeworden.

APA/AFP/Vantor
10.22 Uhr
Indien stellt Reisexporte in Nahen Osten ein
Indien stellt den Export von Reis in den Nahen Osten ein. Die Frachtkosten hätten sich seit Samstag mehr als verdoppelt, heißt es. Etwa 200.000 Tonnen steckten im Transit fest. Alternative Abnehmer gibt es offenbar keine.
10.11 Uhr
Erdgaspreis steigt stark
Der europäische Future für Erdgas im Terminhandel steigt sprunghaft. Der Anstieg beläuft sich heute auf gut 30 Prozent und 56,50 Euro je Megawattstunde (MWh), nachdem er gestern bereits um ein Drittel gestiegen ist.
10.06 Uhr
Iran: Bisher 787 Tote
Die Opferzahl nach den israelischen und US-Angriffen seit Samstagfrüh beläuft sich laut Angaben des iranischen Roten Halbmondes inzwischen auf mindestens 787.

Reuters/WANA/Majid Asgaripour
9.57 Uhr
Amazon-Rechenzentren von Drohnen getroffen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind Rechenzentren des US-Technologieriesen Amazon beschädigt worden. Zwei seien „direkt von Drohnen getroffen“ worden, teilt der US-Onlinehändler mit. In Bahrain sei eine weitere Einrichtung durch einen „Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe“ beschädigt worden.
Die Angriffe hätten „strukturelle Schäden verursacht, die Stromversorgung unserer Infrastruktur unterbrochen und in einigen Fällen Brandbekämpfungsmaßnahmen erforderlich gemacht, die zu zusätzlichen Wasserschäden geführt haben“, erklärt Amazon weiter.
9.45 Uhr
Krankenhaus in Teheran bei Explosion beschädigt
Das Motahari-Krankenhaus in Teheran ist bei einer Explosion in der Nähe beschädigt worden. Es haben sich zu dem Zeitpunkt keine Personen im Gebäude befunden, da es am Tag zuvor evakuiert worden ist.
9.42 Uhr
Wirtschaftskammer sieht „erhebliche Unsicherheiten“
Der Krieg gegen den Iran sorgt auch in der heimischen Wirtschaft für „erhebliche Unsicherheiten“, sagt die Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKO), Martha Schulz.
Das gelte „sowohl für Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in der Region als auch für energieintensive Branchen im Inland“. Die WKO hat einen „Servicepoint“ eingerichtet.
2024 haben österreichische Unternehmen Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro in den Nahen Osten exportiert, ein Zuwachs von rund 7,5 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Besonders Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind wichtige Exportdestinationen.
9.21 Uhr
Begräbnisse für getötete iranische Schülerinnen
Laut einem Bericht von CNN haben im Iran die Begräbnisse für die Schülerinnen begonnen, die am Sonntag bei einem US-israelischen Angriff getötet worden sind.
In der Stadt Minab haben sich Tausende Menschen dazu versammelt. Staatliche iranische Medien zeigen Bilder der Ruine der Volksschule, Schulsachen auf dem Boden verstreut und verzweifelte Eltern. Laut iranischen Medien sind bei dem Angriff 168 Kinder getötet worden. Die US-Armee „prüft“ Berichte dazu. Die Schule liegt nahe einer iranischen Militärbasis.

IMAGO/Xinhua/Mehr News Agency (Archivbild)
9.09 Uhr
Trump attackiert britischen Regierungschef Starmer
Trump attackiert über das Londoner Boulevardblatt „The Sun“ den britischen Regierungschef Keir Starmer als unzuverlässig.
Dieser sei beim Angriff auf den Iran keine Hilfe gewesen, so Trump gegenüber der „Sun“. Das Verhältnis zu Großbritannien sei nicht mehr das, was es einmal gewesen sei. London hat den USA erst die Nutzung seiner Militärbasen für den Angriff auf den Iran untersagt und später doch für „defensive“ Zwecke erlaubt.
8.57 Uhr
China fordert Ende des Krieges
China fordert die USA und Israel erneut dringend dazu auf, ihre Angriffe auf den Iran einzustellen. Peking zeigt sich besorgt über die Ausweitung des Konflikts auf weitere Länder im Nahen Osten und bietet sich gleichzeitig als Vermittler für eine diplomatische Lösung des Atomstreits mit dem Iran an.
8.47 Uhr
Israel schickt Truppen in Südlibanon
Israel schickt Bodentruppen in den Südlibanon. Die Armee spricht von Schutzmaßnahmen für israelische Zivilisten. Verteidigungsminister Israel Katz sagt, er habe den Streitkräften grünes Licht für die Einrichtung von Posten im Nachbarland gegeben. Als Grund nennt er Raketenangriffe durch die Hisbollah-Miliz.
8.40 Uhr
Polizei verstärkt Einsatz vor Botschaften in Wien
Die Polizei in Wien ist wegen der Situation in Nahost verstärkt im Einsatz. So werden etwa die US-amerikanische und die iranische Botschaft sowie jüdische Einrichtungen intensiver überwacht – mehr dazu in wien.ORF.at.
8.28 Uhr
„Iran kann immer noch angreifen“
Der Iran verfüge über ein umfangreiches Drohnen- und Raketenarsenal, wie ORF-Journalist Paul Huemer aus Istanbul berichtet. Dieses aufzuspüren und zu zerstören sei „keine Angelegenheit von ein paar Tagen“.
8.22 Uhr
Erdbeben im Südwesten des Iran
Inmitten der neuen israelischen Angriffe auf den Iran erschüttert ein Erdbeben den Südwesten des Landes. Laut United States Geological Survey (USGS) hat es eine Stärke von 4,3 auf der Richterskala, das Epizentrum liegt bei Gerasch in der Provinz Fars.
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8.18 Uhr
Keine israelischen Bodentruppen
Ein Sprecher der israelischen Armee (IDF) teilt laut der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass diese keine Bodentruppen in den Iran schicken werde.
8.08 Uhr
Wie lange dauert der Krieg?
Wie lange der Krieg Israels und der USA gegen den Iran dauern wird, ist bisher kaum abschätzbar. Israels Regierungschef Netanjahu sagt gegenüber dem US-TV-Sender Fox News, dieser werde „nicht endlos sein“. Laut US-Präsident Trump könnte der Krieg länger dauern als (wie offenbar ursprünglich geplant) vier oder fünf Wochen.
Nicht spezifisch auf den Iran bezogen sagt Trump laut BBC, die USA hätten prinzipiell Waffen und Munition für einen „endlosen Krieg“.
7.49 Uhr
USA ziehen Botschaftspersonal ab
Das US-Außenministerium zieht den Großteil seines Botschaftspersonals aus Bahrain, Jordanien und dem Irak ab. Das Ministerium habe aus Sicherheitsgründen seine Reisehinweise für die Länder aktualisiert und die „Ausreise aller nicht für Notfälle zuständigen Mitarbeiter der US-Regierung sowie deren Familienangehöriger“ angeordnet, so das State Department in Washington auf X. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wird „bis auf Weiteres“ geschlossen.
7.34 Uhr
Proteste gegen Tötung Chameneis auch in Indien
Seit Sonntag kommt es auch in Indien zu Protesten gegen den US-israelischen Krieg gegen den Iran und die Tötung des geistlichen Oberhaupts der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, wie die „New York Times“ berichtet.

AP/Mukhtar Khan
Die größten Kundgebungen habe es bisher im Bundesstaat Uttar Pradesh mit seinem relativ großen schiitischen Bevölkerungsanteil gegeben, aber auch in der Stadt Hyderabad.
7.18 Uhr
Krisenszenario für Ölpreis
Die Ölpreise steigen, vor allem wegen des befürchteten Totalausfalls des Transitwegs über die Straße von Hormus. Die Nordsee-Sorte Brent hat sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar (67,39 Euro) je Barrel verteuert, US-Leichtöl WTI um ein Prozent auf 71,97 Dollar zugelegt.
Versicherer haben ihre Deckung für Schiffe in der Region gestrichen. Der unter honduranischer Flagge fahrende Tanker „Athe Nova“ brennt nach einem Drohnenangriff, melden iranische Nachrichtenagenturen.
IMAGO/NurPhoto/Jonathan Raa
Die Investmentbank Bernstein hat ihre Brent-Prognose für 2026 von 65 auf 80 Dollar angehoben und sieht im Extremfall eines längeren Konflikts sogar 120 bis 150 Dollar.
7.12 Uhr
Asiatische Börsen im Minus
Der Krieg gegen den Iran belastet die Börsen. Die Kurse in Asien sinken: um mehr als vier Prozent in Südkorea und um zwei Prozent in Japan. Erdöl- und Erdgaspreis steigen weiter.

APA/AFP/Jung Yeon-je
7.02 Uhr
Israel greift erneut Teheran und Beirut an
Die israelische Armee greift laut eigenen Angaben aktuell die iranische Hauptstadt Teheran und die libanesische Hauptstadt Beirut an.
Die israelischen Luftstreitkräfte hätten „gezielte Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah begonnen“, heißt es unter Bezug auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon.
6.57 Uhr
US-Amerikaner sollen Region verlassen
Das US-Außenministerium ruft Amerikaner und Amerikanerinnen in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf, diese sofort zu verlassen. Als Grund genannt werden „schwerwiegende Sicherheitsrisiken“.
Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, Westjordanland und Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Jemen.
6.49 Uhr
Israelische Warnung für Libanon
Laut Liveticker der „New York Times“ ruft Israel die Bewohnerinnen und Bewohner von rund 50 Ortschaften im benachbarten Libanon dazu auf, diese zu verlassen.

APA/AFP/Fadel Itani
Die israelische Armee hat in der Nacht erneut Ziele im Libanon angegriffen – Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilt. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, hat die Hisbollah zuvor Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär greift seither im Libanon an.
6.46 Uhr
US-Botschaft in Riad von zwei Drohnen getroffen
Die US-Botschaft in Riad ist von zwei Drohnen aus dem Iran getroffen worden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium meldet einen begrenzten Brand und Sachschäden, aber keine Verletzten.
6.44 Uhr
Iran spielt die Ölpreiskarte
Ein General der iranischen Revolutionsgarde droht damit, „jedes Schiff“ zu „verbrennen“, das die Straße von Hormus passieren will. „Wir werden auch Erdölpipelines angreifen und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt“, so General Sardar Dschabbari im Onlinedienst Telegram. „Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen.“

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA
Der Iran hat nach den israelischen und US-Angriffen eine Sperre der Passage bekanntgegeben. Durch sie verläuft etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöltransits.
03.03.2026, Georg Krammer (Text), Patrick Bauer (Bild), Nico Schuh (Videos), Georg Filzmoser (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
USA kündigen weitere Angriffe auf Iran an
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 03.03.2026 - Teil 2:

Trump lehnt Verhandlungen mit Iran ab
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US-Präsident Donald Trump schließt Gespräche mit der iranischen Führung vorerst aus. „Ihre Luftabwehr, Luftstreitkräfte, Marine und Führung sind weg“, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!‘“ Noch am Sonntag – einen Tag nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran – hatte Trump grundsätzlich Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Liveticker
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21.56 Uhr
Iranische Medien: Flughafen von Buschehr beschädigt
Iranischen Medienberichten zufolge ist der Flughafen der Stadt Buschehr im Süden des Iran bei US-israelischen Angriffen beschädigt worden.
Ein Geschoss habe an dem Flughafen ein Airbus-Flugzeug getroffen und „komplett beschädigt“, berichtet die halbstaatlichen iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Die „Schockwelle“ des Angriffs habe den Flughafenterminal beschädigt. Auch ein weiteres Flugzeug sei getroffen worden. In der Hafenstadt Buschehr steht auch ein Atomkraftwerk.
21.47 Uhr
Brand an US-Konsulat in Dubai
In der emiratischen Metropole Dubai ist nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff am US-Konsulat ein Feuer ausgebrochen.
Es habe dort einen „Vorfall mit einer Drohne“ gegeben, teilt das Medienbüro der Stadt mit. Die Rettungskräfte hätten sofort reagiert, Verletzte habe es nicht gegeben. Videos zeigten eine Explosion im Zentrum von Dubai und kurz darauf einen Brand.
Die US-Botschaft im Land hat zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen.
21.31 Uhr
Emirate melden über 1.000 Angriffe aus dem Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Angriffen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Das Außenministerium teilt weiter mit, das Land behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor.
Gegenwärtig werde die defensive Ausrichtung gegenüber den iranischen Attacken jedoch beibehalten. Zudem habe man nicht zugelassen, dass das eigene Territorium für Angriffe auf den Iran genutzt werde.

APA/AFP/Fadel Senna
21.11 Uhr
Trump stellt Öltankern Geleitschutz in Aussicht
Nach seinen wortreichen Ausführungen im Weißen Haus – bei der gemeinsamen Pressekonferenz sprach Trump 30 Minuten und dessen Gast Merz lediglich drei – meldet sich der US-Präsident auch über sein Netzwerk Truth Social.
Er schreibt, dass die USA festsitzenden Öltankern notfalls Geleitschutz geben wollen: „Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.“
Die Meerenge zwischen dem Iran und Oman ist derzeit effektiv gesperrt. Die Iranische Revolutionsgarde hat am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Sie gilt als Nadelöhr für den globalen Container-und Tankerverkehr.
20.59 Uhr
ORF-Korrespondent Kohl: US-Kriegsziele „vage formuliert“
USA-Korrespondent Christophe Kohl geht auf die widersprüchlichen Angaben der US-Regierung bezüglich der eigenen Kriegsziele ein – sie seien „vage formuliert“. Zudem geht er auf die Kritik Trumps an Spanien und Großbritannien ein.
20.55 Uhr
Chamenei soll in Maschhad beigesetzt werden
Staatsoberhaupt und Religionsführer Ali Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad beigesetzt werden. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. Ein Datum für die Beisetzung in der heiligen Stadt wird nicht genannt.
20.45 Uhr
Israel: Angriff auf Komplex zur Entwicklung von Atomwaffen
Israel will im Bereich von Teheran eine Einrichtung angegriffen haben, in der eine Gruppe iranischer Atomwissenschaftler heimlich an der Entwicklung von nuklearen Waffen gearbeitet haben soll.
Via X teilt die israelische Armee mit, der Angriff auf die geheime Einrichtung habe „eine Kernkomponente der Fähigkeit des iranischen Regimes beseitigt, Atomwaffen zu entwickeln“.
Teheran dementiert seit Jahren vehement, den Bau von Kernwaffen anzustreben – und pocht auf das Recht, Atomkraft für friedliche Zwecke zu nutzen.
20.24 Uhr
Frankreich verlegt „Charles de Gaulle“ ins Mittelmeer
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ordnet die Entsendung des Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ ins Mittelmeer an. „Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger ‚Charles de Gaulle‘, seinem Bordgeschwader und seinen Begleitfregatten befohlen, ins Mittelmeer auszulaufen“, sagt Macron in einer Rede an die Nation.

APA/AFP/Nicolas Tucat (Archivbild)
20.23 Uhr
Spanien reagiert auf Trumps Drohung
Die spanische Regierung hat auf Trumps Drohung, die Handelsbeziehungen zu kappen, reagiert und erklärt, dass Änderungen nicht einseitig vorgenommen werden könnten.
„Wenn die US-Regierung diese prüfen möchte, muss sie dabei die Autonomie privater Unternehmen, das Völkerrecht und die bilateralen Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten respektieren“, heißt es in einer Stellungnahme der Regierung.
Und weiter: „Der Wille der spanischen Regierung ist und bleibt es, sich für den freien Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und der Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen. Denn was die Bürger fordern und verdienen, ist mehr Wohlstand und nicht mehr Probleme.“
20.01 Uhr
Selenskyj bietet Golfstaaten Hilfe bei Drohnenabwehr an
Die Ukraine hat ihre Erfahrung bei der Abwehr von Kampfdrohnen iranischer Bauart den von Teheran angegriffenen Staaten des Persischen Golfs angeboten.
„Die ukrainische Expertise beim Schutz vor Schahed-Drohnen ist derzeit die größte in der Welt, und eben die Schahed-Drohnen sind die größte Herausforderung dort“, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft.
Es sei klar, warum Kiew derart viele Anfragen erhalte, so Selenskyj weiter, ohne konkret zu werden. Zuvor hat er allerdings mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, und dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, Telefonate geführt. Außenminister Andrij Sybiha hat zudem mit seinem kuwaitischen Amtskollegen gesprochen.

APA/AFP/Tetiana Dzhafarova
19.38 Uhr
Israel will Luftraum ab Mittwochabend teils öffnen
Israel will seinen Luftraum teilweise öffnen, um im Ausland gestrandete Israelis ins Land zurückkommen zu lassen.
„Nach Lagebewertungen der Sicherheitsbehörden wird der Luftraum bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geöffnet“, zitiert der israelische TV-Sender N12 Verkehrsministerin Miri Regev.
Der Betrieb auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv soll dann schrittweise aufgenommen werden.
Nach dem derzeitigen Plan wird es jedoch nur Ankünfte von Passagieren und Passagierinnen geben: In den Flugzeugen, die den Flughafen Ben Gurion verlassen, um Israelis aus dem Ausland zu holen, werden keine Passagiere zugelassen.
19.25 Uhr
Trump: Sind nicht wegen Israel in den Krieg gezogen
Noch eine bemerkenswerte Aussage im Weißen Haus: Trump hat den Krieg erneut mit eigenen Sicherheitsinteressen begründet – und nicht mit einer Entscheidung Israels. „Wenn überhaupt, dann habe ich Israel vielleicht unter Druck gesetzt. Aber Israel war bereit, und wir waren bereit“, sagt er.
Zudem gibt er an, bereits während der Verhandlungen mit dem Iran sicher gewesen zu sein, dass Teheran zuerst angreifen werde. „Und ich wollte nicht, dass das passiert.“
19.14 Uhr
Israels Militär: IRGC-Kommandeur im Libanon tot
Das israelische Militär teilt mit, dass bei einem Luftangriff in Teheran der Kommandeur des Libanon-Korps der iranischen Elitetruppe Islamische Revolutionsgarde (IRGC), Daud Ali Zadeh, getötet worden sei.
Laut israelischen Angaben war er für die Koordination zwischen Teheran und den mit dem Iran verbundenen Kräften im Libanon verantwortlich.
18.43 Uhr
Trump kritisiert Madrid und London
Noch einmal ein Blick ins Weiße Haus, zum Treffen Trumps mit Merz. Dort hat es neben Lob für Merz („Freund“) Kritik für die Regierungen Spaniens und des Vereinigten Königreichs gegeben.
„Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen“, so Trump. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen.
„Ebenfalls“ sei er „nicht glücklich über das Vereinigte Königreich“, so Trump. Großbritannien hat den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten aus durchzuführen. Zuletzt hat Starmer aber eingelenkt, die Nutzung in begrenztem Umfang ist nun erlaubt.
18.24 Uhr
Auch US-Botschaft im Libanon schließt
Nach Schließungen der US-Vertretungen in Saudi-Arabien und Kuwait wird auch der Betrieb an der US-Botschaft im Libanon vorerst eingestellt. Grund seien Spannungen in der Region, heißt es von der Botschaft.
18.16 Uhr
Trump zu Machtfrage im Iran: „Jemand von innen“
Trump gibt an, dass der Iran aus militärischer Sicht „ziemlich erledigt“ sei. Danach gefragt, was das Worst-Case-Szenario sei, hat Trump gesagt, das wäre jemand, der die Macht übernehme und „genauso schlecht“ wie die Machthaber zuvor sei.
Angesprochen darauf, ob der Schah-Sohn Resa Pahlawi ein Kandidat für eine wichtige Rolle im Iran sein könnte, erklärt Trump: „Ich denke, er ist einer, manche Leute mögen ihn.“ Zugleich gibt er zu verstehen: „Es scheint, eine Person von innen wäre angemessener.“

AP/Mark Schiefelbein
18.10 Uhr
Trump im Weißen Haus: Iran ohne Flugabwehr
Neuigkeiten gibt es aus dem Weißen Haus vom Treffen Trumps mit Merz. Der US-Präsident gibt an, dass der Iran über keine Flugabwehr mehr verfüge. Zudem sei heute ein weiterer Schlag gegen die neue Führung gelungen, Details führt er nicht aus – nur so viel: „Wir werden weitermachen.“
Man sei sich einig, so Trump, das Regime in Teheran loswerden zu wollen. Die Kommunikation der US-Regierung ist bei dieser Frage zuletzt nicht einheitlich gewesen. Erst gestern hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gesagt, dass ein Regimewechsel kein Kriegsziel sei.
17.58 Uhr
Keine Tanker – Irak fährt Ölproduktion zurück
Der Irak hat die Produktion auf einem seiner größten Ölfelder zurückgefahren. Grund ist die effektive Sperrung der Straße von Hormus.
Diese Sperrung sorge für einen Mangel an Tankern in den Häfen im Süden des Irak – die Lagerbestände dort hätten bereits ein „kritisches Niveau“ erreicht, heißt es in einer Mitteilung aus dem irakischen Ölministerium.
17.56 Uhr
Offenbar keine Radioaktivität in Natans
Ein Update iranischer Medien gibt es zu den Angriffen der USA und Israels auf die Atomanlage Natans: Dort sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden.
Zuvor hatte der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Resa Nadschafi, von den Angriffen berichtet.
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17.50 Uhr
US-Militär meldet 1.700 Einsätze
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Beginn der Angriffe am Samstag mehr als 1.700 Einsätze gegen den Iran absolviert.
17.49 Uhr
Historischer Golestanpalast in Teheran beschädigt
Bei Angriffen auf Teheran ist der historische Golestanpalast beschädigt worden. Fenster, Türen und Spiegel sind durch eine Explosion getroffen worden. Der Palast ist zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert gebaut worden und steht auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.
17.47 Uhr
Reuters: Explosionen in Doha, Abu Dhabi und Dubai
In Doha, Abu Dhabi und Dubai sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters Explosionen zu hören gewesen. Einen genauen Hintergrund dieser, von Augenzeugen an die Agentur gemeldeten Umstände gibt es derzeit nicht.
17.41 Uhr
Briten verlegen Hubschrauber und Zerstörer nach Zypern
Großbritannien verlegt Premierminister Keir Starmer zufolge Hubschrauber zur Drohnenabwehr nach Zypern. Zudem werde der Zerstörer „HMS Dragon“ in die Region entsandt, heißt es weiter.
Nach früheren Angaben eines zypriotischen Regierungssprechers hat Frankreich die Entsendung einer Fregatte sowie von Raketen- und Drohnenabfangsystemen angekündigt.
Am Montag waren über dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern zwei Drohnen abgefangen worden.
17.26 Uhr
Merz im Weißen Haus
In Washington kommt es in diesen Minuten zu einem Treffen zwischen Trump und einem europäischen Regierungschef: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz ist im Weißen Haus eingetroffen.
Geben soll es ein rund halbstündiges Gespräch im Oval Office. Folgen soll laut offizieller Agenda ein gemeinsames Mittagessen.
Merz ist der erste europäische Regierungsvertreter, der seit Beginn des Iran-Krieges am Samstag mit Trump zusammenkommt.

Reuters/Jonathan Ernst
17.23 Uhr
Berichte über Angriff auf Flughafen in Teheran
Im Iran gibt es Medienberichte, wonach Israel und die USA einen der beiden Hauptstadtflughäfen in Teheran angegriffen hätten.
Bombardiert worden sei die Umgebung des Flughafens Mehrabad im Westen der Stadt, meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Mehr.
Auf den von Mehr veröffentlichten Bildern ist eine graue Rauchwolke zu sehen, die offenbar hinter einer Landebahn aufgestiegen ist. Zuvor haben zahlreiche Explosionen Teheran erschüttert.
Unabhängig zu prüfen sind diese Informationen derzeit nicht.
17.02 Uhr
Menschenrechtler besorgt um Gefangene im Iran
Menschenrechtler sind zunehmend besorgt um das Schicksal der Häftlinge im Iran. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnt vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg.
IHRNGO-Direktor Mahmud Amiry-Moghaddam bezeichnet die Gefangenen und insbesondere jene, die im Zuge der Massenproteste gegen das Regime inhaftiert worden sind, als die „verletzlichsten und schutzlosesten Opfer dieser Situation“. Sie seien nicht nur der Gefahr von Bombardierungen ausgesetzt, sondern sähen sich zugleich der Gefahr überstürzter Hinrichtungen im Zuge des Krieges gegenüber.
16.34 Uhr
Irak muss Ölförderung drastisch drosseln
Der Irak muss seine Ölförderung in wenigen Tagen um mehr als drei Millionen Barrel pro Tag drosseln, falls die Öltanker die Straße von Hormus nicht frei passieren können. Das sagen zwei Vertreter der irakischen Ölbranche der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Exportunterbrechungen durch die Verzögerungen in der Meerenge hätten die Lagerbestände in den südlichen Häfen des Landes auf ein kritisches Niveau gehoben. Bereits jetzt sei die Förderung aus dem Ölfeld Rumaila um 700.000 Barrel pro Tag und aus dem Feld West Qurna 2 um 460.000 Barrel pro Tag gedrosselt worden.
16.12 Uhr
AUA setzt auch Flüge nach Zypern aus
Angesichts der Eskalation im Nahen Osten haben die Austrian Airlines (AUA) auch Flüge nach und von Larnaka (Zypern) bis einschließlich 6. März ausgesetzt. Dasselbe gilt für das internationale Drehkreuz Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). Verbindungen von und nach Tel Aviv (Israel), Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) bleiben bis einschließlich 8. März, Teheran (Iran) bis Ende März ausgesetzt.
15.36 Uhr
Gebäude des iranischen Expertenrats bei Angriff getroffen
Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien das Gebäude des Gremiums getroffen worden, das einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei wählen soll. Das Gebäude liegt in der Stadt Ghom südlich der Hauptstadt Teheran.
15.15 Uhr
Türk ruft alle Beteiligten zu „Besinnung“ auf
UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk ruft alle Beteiligten des Iran-Krieges auf, „zur Besinnung“ zu kommen. Türk sei „zutiefst schockiert über die Auswirkungen der weitverbreiteten Kampfhandlungen auf Zivilistinnen und Zivilisten sowie auf zivile Infrastruktur“, sagt seine Sprecherin Ravina Shamdasani. „Die Rückkehr an den Verhandlungstisch ist der einzige Weg, dem Töten, der Zerstörung und der Verzweiflung ein Ende zu setzen.“
14.59 Uhr
Einschläge iranischer Raketen im Großraum Tel Aviv
In der Umgebung von Tel Aviv sind laut Angaben der israelischen Armee Raketen eingeschlagen. Such- und Rettungskräfte seien zusammen mit zahlreichen Notfallteams an den Einschlagstellen im Einsatz. Die Rettung teilt mit, es seien mehrere Leichtverletzte behandelt worden.

APA/AFP/Ilia Yefimovich
14.21 Uhr
Trump lehnt Verhandlungen mit iranischer Führung ab
Trump lehnt Verhandlungen mit der Führung in Teheran ab. Der Iran wolle zwar verhandeln, dafür sei es jedoch zu spät, schreibt er auf der Plattform Truth Social. Die iranische Luftabwehr, die Luftstreitkräfte, die Marine und die Führung seien ausgeschaltet.
14.08 Uhr
Iran verbietet Export von Lebensmitteln
Der Iran stoppt sämtliche Lebensmittelexporte. Die Ausfuhr „aller Lebensmittel und Agrarprodukte“ werde „bis auf Weiteres verboten“, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regierung habe die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern zur Priorität erklärt.

03.03.2026, Alice Hohl (Text), Patrick Bauer (Bild), Nico Schuh (Video), Daniela Illich (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
Trump lehnt Verhandlungen mit Iran ab
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 04.03.2026 - Teil 1:

USA: Fast 2.000 Ziele im Iran angegriffen

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In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video.
Online seit heute, 6.12 Uhr

Liveticker
+

14.24 Uhr
Hegseth: „Mehr als genug Reserven“
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die USA im Krieg gegen den Iran auf Siegeskurs. Außerdem könne das US-Militär so lange kämpfen wie nötig. „Unsere Luftabwehr und die unserer Verbündeten verfügen über mehr als genug Reserven. Wir können diesen Kampf problemlos so lange fortführen wie nötig.“

Reuters/Kylie Cooper
14.21 Uhr
„Auch kommerzielle Rückflugmöglichkeiten nutzen“

14.21 Uhr
„Auch kommerzielle Rückflugmöglichkeiten nutzen“
Die Sicherheitslage in der Region sei weiter volatil, teilt das Außenministerium in seinem täglichen „Update“ weiter mit. Priorität habe weiterhin, ausreisewillige Österreicher und Österreicherinnen auf Rückkehrflügen aus der Region zu bringen.
„Wenn es kommerzielle Rückflugmöglichkeiten gibt, sollten diese unbedingt genutzt werden“, wird aber betont. „Wenn Sie eine sichere Ausreisemöglichkeit haben, bitte nutzen Sie die“, heißt es.
Morgen werde es zwei weitere Unterstützungsflüge aus Riad und Maskat geben, mit 315 bzw. 165 Plätzen. Für diese Flüge erfolgen heute erneut unterstützte Busausreisen aus Katar nach Saudi-Arabien sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman.
Wie viele Rückkehrflüge insgesamt noch nötig werden könnten, sei aktuell nicht klar abschätzbar.
14.19 Uhr
Flug aus Maskat unterwegs nach Wien
Während der erste große Rückholflug mit österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus der Krisenregion aus Maskat nach Wien gestartet ist, gibt das Außenministerium derzeit ein „Sicherheitsupdate zur aktuellen Situation im Nahen Osten“.
Der Flug werde für die Abendstunden, „nach 20.00 Uhr“, erwartet – an Bord seien 151 Personen. Außenministerin Meinl-Reisinger werde die Passagiere im Flughafen „persönlich begrüßen“ – mehr dazu in noe.ORF.at.
13.55 Uhr
Straße von Hormus: Experte analysiert Einschränkungen des Schiffsverkehrs
Eine ein-, zweimonatige Blockade der Straße von Hormus, die eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels darstellt, würde man „in der westlichen Hemisphäre“ nicht spüren. Das sagt Alexander Till, Leiter des Repräsentationsbüros des Hamburger Hafens in Wien, im Ö1-Interview. „Alles darüber hinaus spürt man dann“, so Till.
Bei den zuletzt rasant gestiegenen Spritpreisen an den Tankstellen gehe es „rein um Spekulation und nicht um einen Mangel, der heute besteht“. Er erklärt das mit den langen Lieferzeiten für Öl und Gas. Das Wirtschaftsministerium will die Spritpreisentwicklung prüfen lassen. Der ÖAMTC hält die schnelle und spürbare Reaktion an den Tankstellen auf den gestiegenen Rohölpreis nur für „bedingt nachvollziehbar“.
13.50 Uhr
Griechische Fregatten vor Zypern eingetroffen
Zwei griechische Fregatten sind zur Unterstützung der Luft- und Drohnenabwehr vor Zypern eingetroffen. Griechenland hat bereits zuvor vier F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern entsandt.
Auch Großbritannien kündigt den Einsatz von Hubschraubern zur Drohnenabwehr sowie die Entsendung eines Kriegsschiffs in die Region an. Frankreich plant ebenfalls die Verlegung von Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systemen sowie einer Fregatte ins östliche Mittelmeer.
13.48 Uhr
Luftraumsperren dauern an
Die Sperren im Luftverkehr wegen des Iran-Krieges dauern an. Die irakische Zivilluftfahrtbehörde kündigt an, der Luftraum bleibe bis Samstag geschlossen. Auch die Lufträume von Bahrain, Kuwait und Katar bleiben nach Angaben der Länder bis mindestens Freitag gesperrt.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Flugverkehr in begrenztem Umfang wieder aufgenommen, um gestrandeten Passagieren die Ausreise zu ermöglichen. Die Fluggesellschaft Emirates setzt allerdings alle planmäßigen Flüge von und nach Dubai bis Samstagnacht aus.
Jordanien hat seinen Luftraum nach einer kurzen Sperre wieder freigegeben. Die Flughäfen in Saudi-Arabien und Oman sind zwar geöffnet, allerdings kommt es wegen der Sperren in Nachbarländern weiterhin zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr.
13.38 Uhr
Frachter in Straße von Hormus getroffen
Die britische Seeschiffahrtsbehörde UKMTO teilt mit, ein Containerschiff in der Straße von Hormus nördlich von Oman habe einen Treffer knapp über der Wasserlinie gemeldet. Im Maschinenraum sei Feuer ausgebrochen.
13.32 Uhr
Bericht: Iran soll Gesprächsbereitschaft signalisieren
Mitarbeiter des iranischen Geheimdiensts signalisieren dem US-Geheimdienst CIA einem Zeitungsbericht zufolge Bereitschaft zu Gesprächen über ein Ende des Krieges. Das Angebot sei über den Nachrichtendienst eines ungenannten Landes übermittelt worden, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungsvertreter.
13.28 Uhr
Experte: Rückholung braucht Vorlauf
Ein Experte des Jagdkommandos des Bundesheeres rechnet damit, dass die Rückholung von Österreicherinnen und Österreichern in der Krisenregion demnächst Fahrt aufnehmen wird. „Die Lage wird immer klarer, auch in Bezug auf ausreisewillige Staatsbürger“, so der Experte im Ö1-Interview. „Man braucht natürlich immer etwas Vorlauf, um Bustransporte et cetera über diese größeren Strecken zu organisieren.“ Das werde künftig „besser und einfacher“ werden.
13.24 Uhr
Untersuchung: Angriffe verstoßen gegen UNO-Charta
Die unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kommt zu dem Schluss, dass der Angriff Israels und der USA auf den Iran die Prinzipien der UNO ignoriert. Auch die iranischen Vergeltungsschläge verstießen gegen die UNO-Charta, teilt das Gremium mit. Die Charta verbietet die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit eines Staates.
13.18 Uhr
Türkei: NATO zerstört iranische Rakete über Mittelmeer
Wie das türkische Verteidigungsministerium in Ankara mitteilt, ist eine iranische Rakete nach dem Eindringen in türkischen Luftraum von NATO-Luft- und -Raketenabwehrsystemen im östlichen Mittelmeer zerstört worden. Tote oder Verletzte habe es bei dem Vorfall nicht gegeben.
Die Türkei behalte sich außerdem das Recht vor, auf feindselige Aktionen zu reagieren und warnt zudem vor einer weiteren Eskalation des Konflikts, heißt es weiter.
13.12 Uhr

Grafik: APA/ORF; Quelle: ISW/CNN
13.09 Uhr
Iran meldet Abschuss von 29 Kampfdrohnen
Der Iran hat nach eigenen Angaben israelische und amerikanische Kampfdrohnen abgeschossen. Die Streitkräfte der Revolutionsgarde hätten seit Kriegsbeginn insgesamt 25 israelische Hermes-Drohnen und vier Kampfdrohnen vom Typ MQ-9 Reaper zerstört, berichtet der staatliche Rundfunk. Bilder der Nachrichtenagentur Tasnim, die der Revolutionsgarde nahesteht, zeigen Trümmer einer Drohne mit hebräischer Schrift auf Bauteilen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
12.59 Uhr
Österreich plant weitere Rückholflüge
Österreich weitet seine Rückholaktionen aus. Für morgen seien zwei weitere Flüge der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines aus Riad und Maskat geplant, kündigt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) an. Eine Maschine soll 300 Menschen aus dem saudi-arabischen Riad ausfliegen, eine weitere rund 200 Personen aus Maskat in Oman. Ein erster Charterflug aus Maskat mit etwa 180 Passagieren sei bereits auf dem Weg nach Wien.
Um die Abflughäfen zu erreichen, seien Bustransfers aus den Emiraten und Katar organisiert worden. Zudem stimme man sich eng mit EU-Partnern ab, um freie Plätze gegenseitig zur Verfügung zu stellen, so die Ministerin. Sie appelliert zugleich an Reisende, wenn möglich auch vorhandene kommerzielle Flugverbindungen zu nutzen.
12.46 Uhr
Derzeit keine Gefahr durch Radioaktivität im Iran
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sind bisher keine Schäden an iranischen Einrichtungen entdeckt worden, in denen spaltbares Material aufbewahrt wird. Deswegen bestehe derzeit auch nicht die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität.
Gleichwohl gebe es sichtbare Schäden an Gebäuden der Atomanlagen in Isfahan und Natans. Erklärtes Ziel der USA und Israel ist es, die iranischen Atomanlagen unbrauchbar zu machen.
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12.29 Uhr
EU über steigende Preise besorgt
Die Europäische Union sieht keine Auswirkungen des Konflikts im Iran auf ihre Ölversorgung, sagt ein EU-Beamter. Steigende Preise gäben aber Anlass zu großer Sorge, heißt es. Die Mitgliedsstaaten planten derzeit keine Maßnahmen als Reaktion auf die Auswirkungen der Entwicklungen auf dem Ölmarkt, sagt der Beamte der Kommission zudem.
12.18 Uhr
Trauerfeier für Chamenei wird verschoben
Die für den Abend geplante Trauerfeier für das getötete geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ali Chamenei, wird verschoben. Das berichten staatliche iranische Medien. Ein neuer Termin werde später bekanntgegeben, heißt es weiter. Gründe für die Absage des Trauerakts an der Imam-Chomeini-Gebetsstätte werden nicht mitgeteilt.

Reuters/Majid Asgaripour
12.14 Uhr
Meinl-Reisinger: „Kein Interesse an Eskalation“
Natürlich hätte auch Österreich ein Interesse daran, dass der Iran „keine Atomwaffe“ besitzt, betont Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Man habe kein Interesse an der Bedrohung durch Mittelstreckenraketen durch das iranische Regime sowie an destabilisierenden Faktoren infolge des Konflikts, betont sie.
In Österreich und Europa habe man aber auch „kein Interesse“ an einer Eskalation in der Region und an einer Destabilisierung „weit über den Iran hinaus“. Sie warnt vor einem „Flächenbrand“. „In diesen Minuten“ fliege die erste Chartermaschine von Oman in Richtung Wien los.
12.04 Uhr
Babler kritisiert US-israelische Angriffe
Vizekanzler Andress Babler (SPÖ) spricht von einer „ernsten Situation“. Das Regime im Iran trete Menschenrechte seit vielen Jahren mit Füßen und pflege Kontakte zu Terrormilizen. Dennoch sei wichtig zu benennen, dass die US-israelischen Angriffe nicht im Einklang mit dem Völkerrecht stattgefunden hätten.
12.00 Uhr
Stocker spricht über Auswirkungen auf Österreich
Die Lage im Nahen Osten habe natürlich auch „Auswirkungen auf Österreich“, sagt Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bei einer Pressekonferenz. Drei Bereiche beschäftigen die Regierung besonders: die Rückführung von Österreichern, die Sicherheitslage und das Energiethema. Man befinde sich in „intensivem Austausch“, unter anderem mit den VAE, Kuwait und Zypern.
Die Sicherheitslage in Österreich sei unter Beobachtung. Der Schutz für diplomatische Einrichtungen und jüdische Einrichtungen sei verstärkt worden. Derzeit sei aber „alles sehr friedlich“. In puncto Terrorgefahr sagt Stocker, dass die Sicherheitswarnstufe auf Stufe vier von fünf belassen werde. „Bei der Energiefrage ist die gute Nachricht, dass die Versorgungssicherheit gegeben ist“, so der Kanzler. Wie sich die Preise weiterentwickeln, sei noch unklar.
APA/Helmut Fohringer
11.49 Uhr
Libanesische Armee nimmt Hisbollah-Mitglieder fest
Die Armee im Libanon hat mit Kontrollen und Festnahmen mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen. 13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien bereits festgenommen worden, heißt es aus libanesischen Justizkreisen.
Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Straßenkontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt. Die Armee kontrolliert Autos, die aus dem Süden in Richtung der Hauptstadt Beirut fahren.
Die libanesische Regierung hat militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz Anfang der Woche für illegal erklärt. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer Widerstandsbewegung, die über Jahrzehnte im Land teils geduldet wurde, zu einer verbotenen Organisation.
11.42 Uhr
Angriffe der letzten Stunden
In den vergangenen Stunden sind zahlreiche Angriffe gemeldet worden. Israel hat eine breite Angriffswelle auf den Iran gestartet. Im Iran sind staatlichen Medien zufolge in der Hauptstadt Teheran heftige Explosionen zu hören. Ebenfalls werden israelische Angriffe auf Hisbollah-Stellungen in Beirut und andere Ziele im Libanon gemeldet. Israel wehrt seinerseits Raketenbeschuss aus dem Iran und dem Norden des Libanon ab.
Der Iran sagt, er habe 40 Raketen auf israelische und US-Ziele abgefeuert. Im Irak melden örtliche Medien einen Drohnenangriff auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Bagdad. Eine mit Teheran verbündete Miliz beansprucht auch einen Drohnenangriff auf eine US-Basis und ein Hotel in Erbil in der irakischen Kurdenregion für sich.
In Kuwait fangen Streitkräfte eigenen Angaben nach „eine Welle von Raketen und Drohnen“ im Luftraum des Landes ab. Die Vereinigten Arabischen Emirate geben an, 121 Drohnen und drei Raketen abgefangen zu haben. In Saudi-Arabien meldet das Verteidigungsministerium zudem einen versuchten Drohnenangriff auf die Raffinerie Ras Tanura des Ölkonzerns Saudi Aramco. Zuvor ist eine Drohne über der östlichen Provinz al-Scharkija abgefangen worden.
11.36 Uhr
ASEAN fordert sofortige Waffenruhe
Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN äußert sich mit „tiefer Besorgnis“ über die jüngste Eskalation im Nahen Osten. In einer Stellungnahme verurteilen die Außenminister der elf Mitgliedsstaaten die Angriffe Israels und der USA auf den Iran sowie die anschließenden Vergeltungsschläge.
Die Angriffe stellten eine „ernste Bedrohung“ für das Leben von Zivilisten sowie für die regionale und globale Stabilität dar, heißt es in der Mitteilung. Man rufe alle Staaten auf, das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen zu achten, und fordere eine sofortige Waffenruhe. Besonders bedauerlich sei, dass es trotz laufender diplomatischer Bemühungen zur Eskalation gekommen ist.
11.29 Uhr
Zypern dementiert Berichte über Luftraumsperre
Nach der Sichtung eines verdächtigen Flugobjekts aus dem Libanon kursieren Berichte über eine Luftraumsperre über Zypern. Die Regierung dementiert: „Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Bedrohung für das Land vorliegt“, sagt Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis.
Griechische Medien haben berichtet, dass mindestens ein Flug von Athen nach Larnaka umgekehrt sei.
11.14 Uhr
Rückholaktion: Ministerium organisiert Ausreise aus Doha
In der Nacht ist der erste von der Bundesregierung koordinierte Bustransfer von Doha (Katar) nach Riad (Saudi-Arabien) erfolgt. Von dort aus erfolge die Weiterreise per Flug Richtung Österreich, so das Außenministerium. Wer noch in Doha sei und ausreisen wolle, solle sich umgehend bei der österreichischen Botschaft melden.
11.09 Uhr
Kuwait meldet weiteren Angriff auf sein Staatsgebiet
Die kuwaitische Armee hat einen weiteren Angriff auf den Golfstaat gemeldet. Die Streitkräfte fingen derzeit „eine Welle von Raketen und Drohnen“ im Luftraum des Landes ab, heißt es in einer Mitteilung des Militärs. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtet von Sirenenalarm in Kuwait-Stadt.
11.04 Uhr
Militäranalyst Sandtner: Iran-Taktik „mit hohem Risiko“
„Immer mehr Akteure treten in diesen Konflikt, in diesen Krieg ein“, sagt Bundesheerexperte Berthold Sandtner im ORF-Interview. Er hält es für möglich, dass die Golfstaaten – die laufend Angriffe des Iran abwehren – in den Krieg eintreten. Die iranische Taktik sei es, mit den Angriffen in der Region „möglichst in die Fläche zu gehen“ und so Druck zu erzeugen. Das sei ein „Spiel mit hohem Risiko“, so Sandtner.
10.57 Uhr
Saudi-Arabien: Versuchter Drohnenangriff auf Raffinerie
Auf die Raffinerie Ras Tanura des Ölkonzerns Saudi Aramco hat es nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums einen versuchten Angriff gegeben. Ersten Erkenntnissen zufolge sei die Attacke mit einer Drohne ausgeführt worden, teilt ein Sprecher mit. Es seien keine Schäden gemeldet worden.
10.55 Uhr
Dubai-Rückkehrer in München: „Erleichterung ist groß“
Eine Sondermaschine aus Dubai mit rund 200 Menschen an Bord ist in München gelandet. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen in der Region Zehntausende Menschen fest, die Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten.
10.40 Uhr
Russland mit Vorwurf gegen USA
Russland wirft den USA vor, eine erfundene Bedrohung durch den Iran als Vorwand für einen Umsturz der dortigen verfassungsmäßigen Ordnung zu nutzen. Die Regierung in Washington habe die Verhandlungen mit Teheran als Deckmantel missbraucht, um ihre Pläne für einen Regimewechsel zu verschleiern, sagt Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.
10.32 Uhr
Mehr als 100 Vermisste nach Angriff auf iranisches Schiff
Nach einem U-Boot-Angriff auf ein iranisches Schiff vor der Küste Sri Lankas werden mindestens 101 Menschen vermisst. Zudem seien 78 Personen verletzt worden, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der sri-lankischen Marine und des Verteidigungsministeriums.

APA/AFP
10.25 Uhr
Insider: Chamenei-Sohn noch am Leben
Das mögliche neue geistliche und politische Oberhaupt im Iran, Modschtaba Chamenei, hat zwei iranischen Insidern zufolge den Angriff Israels und der USA, bei dem sein Vater getötet worden ist, überlebt. In Reihen des Establishments gilt Modschtaba Chamenei als möglicher Nachfolger seines Vaters, sagen die beiden Personen.
10.17 Uhr
Chamenei-Berater: Iran wird nicht mit USA verhandeln
Ein hochrangiger Berater des bei US-israelischen Angriffen getöteten obersten iranischen Führers Chamenei schließt Verhandlungen mit den USA aus. Mohammed Mochber sagt im Staatsfernsehen, dass der Iran „kein Vertrauen in die Amerikaner“ habe und dass es „keine Basis für jegliche Verhandlungen“ mit den USA gebe. „Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie wir wollen“, fügt er hinzu.
10.02 Uhr
Berichte über israelischen Angriff auf Hotel nahe Beirut
Israel hat Augenzeugenberichten zufolge in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut ein Hotel angegriffen. Fünf Menschen seien verletzt worden, eine davon lebensgefährlich, sagt der Hotelbesitzer der dpa.

AP/Hussein Malla
Es handle sich bei der Schwerverletzten um eine Frau, die an der Rezeption des Hotels gearbeitet hat. In dem Hotel hätten sich Menschen aufgehalten, die vor Israels Angriffen im Raum Beirut geflohen seien.
9.59 Uhr
Sanchez kritisiert Angriffe auf Iran
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez bekräftigt seine Ablehnung des Angriffs der USA und Israels auf den Iran. Der Konflikt berge das Risiko, dass mit dem Leben von Millionen Menschen gespielt werde.

Reuters/Jon Nazca
„So beginnen die großen Katastrophen der Menschheit … Man kann nicht mit dem Schicksal von Millionen Menschen russisches Roulette spielen“, sagt Sanchez in einer Fernsehansprache an die Nation. Sanchez hat die Bombardierung des Iran durch die USA und Israel als rücksichtslos und illegal verurteilt.
9.55 Uhr
Israel: Iranischer Jet über Teheran abgeschossen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mit einem F-35-Kampfjet ein iranisches Trainingsflugzeug des Typs Jak-130 über Teheran abgeschossen. Das sei der erste Vorfall dieser Art.
9.37 Uhr
G-7-Finanzminister und -Notenbankchefs planen Gespräche
Anfang kommender Woche könnten sich die G-7-Finanminister und -Notenbankchefs zu Beratungen über die Lage infolge des Iran-Krieges treffen. Das sagt der französische Finanzminister Roland Lescure im Radiosender France Info.
„Ich habe mit meinen Amtskollegen gesprochen, insbesondere mit US-Finanzminister Scott Bessent. Wir haben vereinbart, ein Treffen zu organisieren, das wahrscheinlich Anfang nächster Woche stattfinden wird, weil … wir eine Woche verstreichen lassen können, um zu sehen, wie sich der Konflikt entwickelt, und sogar, wie sich die Märkte entwickeln.“
9.24 Uhr
Pakistan bittet Saudi-Arabien um Öllieferungen
Wegen der Störungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus bittet Pakistan Saudi-Arabien um Öllieferungen über den Hafen von Janbu am Roten Meer. Das teilt das pakistanische Ölministerium mit. Riad habe zugesichert, Pakistan bei der Deckung seines Energiebedarfs zu unterstützen, heißt es weiter. Ein erstes Schiff sei bereits auf dem Weg, um Rohöl für Pakistan zu laden.

Reuters/Amr Alfiky
9.18 Uhr
Welche Rechte gestrandete Flugreisende haben
Die Luftschläge gegen den Iran bringen den internationalen Flugverkehr durcheinander. Lufträume sind gesperrt, Flüge gestrichen, Tausende Passagiere sitzen fest. Doch welche Ansprüche haben Betroffene? Und was gilt nach der aktuellen EU-Fluggastrechte-Verordnung? – mehr dazu in help.ORF.at.
9.13 Uhr
Ölpreis steigt weiter
Am fünften Tag des Iran-Krieges ist der Ölpreis weiter gestiegen. Im asiatischen Handel legt der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent um 2,9 Prozent auf 83,7 Dollar (72,1 Euro) zu. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) klettert um 2,6 Prozent auf 76,5 Dollar (65,9 Euro). Fachleute halten Preise von über 100 Dollar pro Barrel Rohöl im Falle eines längeren Konflikts für denkbar.
8.57 Uhr
Israel kündigt Tötung von Chameneis Nachfolger an
Israel droht, es werde auch den Nachfolger Chameneis töten. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz schreibt in einem Post auf X, jeder Anführer, der im Iran ernannt werde, „um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein“. Laut einem Bericht der „New York Times“ gilt Chameneis Sohn Modschtaba als Favorit für die Nachfolge.
8.49 Uhr
Lyon (ORF): „Teheran ist in Rauch gehüllt“
Israel und die USA haben die Angriffe auf den Iran in den letzten Stunden fortgesetzt. Der Fokus liege auf „strategischen und symbolischen Zielen“, sagt ORF-Korrespondentin Rosa Lyon. „Teheran ist in Rauch gehüllt“, so Lyon. Laut iranischen Staatsmedien sind in der Hauptstadt schwere Explosionen zu hören.

8.43 Uhr
Sri Lanka rettet 30 Menschen von sinkendem iranischem Schiff
Das sri-lankische Militär hat mindestens 30 Menschen an Bord eines sinkenden iranischen Marineschiffs in der Nähe der sri-lankischen Küste gerettet. Das teilt der Außenminister des Landes dem Parlament mit. Die Ursache des Untergangs ist derzeit nicht bekannt.
Die sri-lankische Marine habe nach einem Notruf des iranischen Schiffes eine Rettungsmission entsandt, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
8.31 Uhr
Iran: Mehr als 40 Raketen abgefeuert
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben mehr als 40 Raketen auf israelische und US-Ziele abgefeuert. Es handle sich um die 17. Angriffswelle der „Operation Ehrliches Versprechen“, heißt es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Revolutionsgarde. Der Angriff sei „vor ein paar Stunden“ erfolgt.
8.22 Uhr
Kanadas Premier ruft zu rascher Deeskalation auf
Der kanadische Premier Mark Carney ruft zu einer Entschärfung des Krieges der USA und Israels gegen den Iran auf. „Kanada fordert eine rasche Deeskalation der Kampfhandlungen und ist bereit, beim Erreichen dieses Ziels zu helfen“, sagt Carney während seines Besuchs im australischen Sydney. Der Iran-Krieg sei „ein weiteres Beispiel für das Versagen der internationalen Ordnung“.

AP/The Canadian Press/Adrian Wyld
Er bekräftigt, dass „das Völkerrecht für alle Kriegsteilnehmer bindend ist“. Zwar drückt er sein Bedauern darüber aus, dass internationale Bemühungen nicht zu einer Entwaffnung des Iran geführt hätten. Zugleich sagt er, dass „die USA und Israel gehandelt haben, ohne die Vereinten Nationen einzubeziehen oder sich mit ihren Verbündeten einschließlich Kanadas abzustimmen“.
8.06 Uhr
Börsen in Ostasien stark im Minus
In Ostasien sind die Börsenkurse wegen des sich ausweitenden Konflikts im Nahen Osten erneut deutlich gefallen. Der japanische Nikkei-Index ist bis Mittag (Ortszeit) um knapp vier Prozent gefallen, der südkoreanische Leitindex KOSPI zwischenzeitlich sogar um zehn Prozent.
Wegen des starken Kurseinbruchs hat die Börse in Seoul einen fünfminütigen Handelsstopp verhängt. Der Hongkonger Hang Seng ist bis Mittag um knapp drei Prozent gefallen.
8.02 Uhr
Trauerfeier für Chamenei in Teheran
Der Iran nimmt am Abend mit einer Zeremonie in Teheran Abschied von dem getöteten geistlichen Oberhaupt Chamenei. Die Feierlichkeiten sollen um 22.00 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MEZ) an der Imam-Chomeini-Gebetsstätte beginnen und drei Tage dauern, wie die staatlichen Medien melden. Einzelheiten zum Trauerzug sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Reuters/WANA/Majid Asgaripour
7.59 Uhr
NGO: Mehr als 1.000 Zivilisten im Iran getötet
Die in den USA ansässige Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) gibt an, dass seit dem 28. Februar 1.097 Zivilistinnen und Zivilisten im Iran getötet worden seien, davon seien 181 Kinder unter zehn Jahren. „Hunderte weitere Todesfälle und Verletzungen werden derzeit untersucht“, teilt die NGO auf X mit.
Laut HRANA hat es allein in den letzten 24 Stunden mindestens 104 Angriffe auf Militärstützpunkte, medizinische Zentren und Wohngebiete gegeben.
7.50 Uhr
Israel: Stellungen iranischer Basidsch-Miliz angegriffen
Israel nimmt nach Militärangaben auch Stellungen der Basidsch-Miliz ins Visier. Es seien „Dutzende Stützpunkte“ der Basidsch-Kräfte angegriffen worden, teilt ein Sprecher der israelischen Armee auf X mit. Kampfjets hätten zahlreiche Geschoße abgefeuert. Die Basidsch-Miliz ist besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.
07.37 Uhr
Rückflug von Österreichern
Viele Österreicherinnen und Österreicher sitzen nach wie vor in der Krisenregion fest: Laut Informationen des Außenministeriums ist die Anzahl der Reiseregistrierten mit rund 1.600 in den Vereinigten Arabischen Emiraten am höchsten, gefolgt von über 300 in Oman, rund 160 in Katar und rund 120 in Israel.
Demnächst soll ein Rückführflug aus der omanischen Hauptstadt Maskat mit Österreichern an Bord starten. Der Charterflug mit rund 180 Personen soll bis zum Abend auf dem Flughafen Wien-Schwechat landen.
7.23 Uhr
Huemer (ORF) zur Rolle der Türkei
In der Türkei sei die Sorge, in den Krieg hineingezogen zu werden, „sehr groß“, wie ORF-Journalist Paul Huemer aus Istanbul berichtet. „Das liegt vor allem daran, dass hier auch US-Militärbasen sind, die vom Iran derzeit in der ganzen Region angegriffen werden.“
7.15 Uhr
Insider: Iranische Kurdenmilizen erwägen Angriffe
Iranische Kurdenmilizen haben Insidern zufolge mit den USA über Angriffe auf Sicherheitskräfte im Iran beraten. Ziel sei es, das Militär nach dem Tod von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu schwächen und einen Aufstand zu initiieren, sagen drei mit den Plänen vertraute Personen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
7.01 Uhr
„NYT“: Hohe Geistliche für Chameneis Sohn als Nachfolger
Die hochrangigen Geistlichen, die für die Wahl des nächsten Oberhaupts des Iran verantwortlich sind, haben sich gestern zu Beratungen getroffen. Dabei soll der Sohn des getöteten ehemaligen Oberhaupts, Ayatollah Ali Chamenei, laut drei mit den Beratungen vertrauten iranischen Beamten als klarer Favorit hervorgegangen sein, schreibt die „New York Times“.
Die Beamten sagen, dass die Geistlichen erwägen, bereits in der Früh bekannt zu geben, dass der Sohn, Mojtaba Chamenei, die Nachfolge seines Vaters antreten wird. Einige hätten aber Vorbehalte geäußert, da sie befürchten, dass er dadurch zum Ziel der Vereinigten Staaten und Israels werden könnte.
6.54 Uhr
USA identifizieren vier in Kuwait getötete Soldaten
Das US-Militär gibt die Namen von vier Soldaten bekannt, die bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet wurden. Die Regierung in Washington warnt zugleich vor weiteren Opfern. Man habe den Abgeordneten mitgeteilt, dass weitere Amerikaner sterben würden, sagt der demokratische Senator Chris Murphy nach einer Unterrichtung durch Regierungsvertreter.
Die vier Soldaten im Alter von 20 bis 42 Jahren sind dem Pentagon zufolge am Sonntag gestorben. Insgesamt sind in dem Konflikt bisher sechs US-Soldaten getötet worden.
6.45 Uhr
Saudi-Arabien: Drohne über Östlicher Provinz abgefangen
Saudi-Arabien fängt nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Drohne über der Östlichen Provinz ab und zerstört sie. Zur Herkunft des Fluggeräts oder zu möglichen Schäden und Opfern macht das Ministerium keine Angaben.
6.40 Uhr
Angebliche Spione der Revolutionsgarden in Katar gefasst
In Katar nehmen die Sicherheitsbehörden zehn angebliche Spione der iranischen Revolutionsgarde fest. Sieben von ihnen hätten den Auftrag gehabt, Informationen über die militärische Infrastruktur des Golfstaats zu sammeln, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Drei weitere sollen demnach Sabotageakte verüben haben. Sie sollen ihre Verbindung zu den Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Irans, eingeräumt haben.
6.31 Uhr
Kuwait: Herabfallende Trümmer töten elfjähriges Mädchen
In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Behörde macht keine genauen Angaben zur Art der Trümmer, die das Mädchen getroffen hatten.
6.19 Uhr
Tote bei israelischen Luftangriffen in Libanon gemeldet
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein vierstöckiges Wohnhaus in der ostlibanesischen Stadt Baalbek kommen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mehrere Menschen ums Leben. Rettungsteams versuchen demnach, Familien aus den Trümmern zu bergen.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldet zudem sechs Tote bei Angriffen in Aramoun und Saadijat. Weitere Menschen seien verletzt worden. Beide Dörfer befinden sich außerhalb der traditionellen Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.
6.15 Uhr
USA: Iran feuert über 500 Raketen und 2.000 Drohnen ab
Der Iran feuert nach Angaben des US-Militärs Brad Cooper in Vergeltungsangriffen bisher mehr als 500 ballistische Raketen und über 2.000 Drohnen ab. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
6.13 Uhr
USA melden Zerstörung von 17 iranischen Schiffen
Das US-Militär hat seit Beginn des Kriegs gegen den Iran nach eigenen Angaben dort fast 2.000 Ziele angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden habe das Militär auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört, sagt Admiral Brad Cooper, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) in einem auf X veröffentlichten Video.
Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Nun gebe es kein einziges iranisches Schiff mehr im Persischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman, so Cooper. Die US-Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.
6.12 Uhr
Israel: „Breite Angriffswelle“ gegen Ziele im Iran
Die israelischen Streitkräfte nehmen erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss. Die „breit angelegte Angriffswelle“ habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilt das israelische Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.
Der Iran feuert seinerseits Raketen auf Israel ab, wie die israelischen Streitkräfte mitteilen. Sie sind erfolgreich abgefangen worden, wie die Onlinezeitung Times of Israel berichtet. Verletzte werden keine gemeldet.

04.03.2026, Katja Lehner (Text), ORF.at/Agenturen
USA: Fast 2.000 Ziele im Iran angegriffen
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 04.03.2026 - Teil 2:

USA: Iranisches Schiff vor Sri Lanka versenkt
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Das US-Militär hat ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas angegriffen und versenkt. Ein U-Boot habe die Fregatte „IRIS Dena“ im Indischen Ozean versenkt, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth heute. Über 140 Soldaten würden noch vermisst, so die Behörden Sri Lankas.

Israels Militär rückt im Süden des Libanon vor
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Bei ihrem Einsatz gegen die proiranische Hisbollah ist die israelische Armee laut Berichten in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen – dem vorangegangen waren neue Angriffe der Terrororganisation auf Israel. Israelische Streitkräfte seien „in mehreren Dörfern präsent, darunter Kfar Kila, Hula, Kfar Shuba, Jaroun und Chiam“, berichteten mehrere Medien, darunter die BBC und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf UNIFIL.

Liveticker
+

22.05 Uhr
Rückholaktion: Erstes Flugzeug in Schwechat gelandet
Das erste Flugzeug der Rückholaktion mit österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus der Nahost-Krisenregion ist aus Omans Hauptstadt Maskat in Wien-Schwechat gelandet. Insgesamt sind nach Angaben des Außenministeriums 151 Personen an Bord der Chartermaschine gewesen. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat die Fluggäste empfangen – mehr dazu in noe.ORF.at.
21.58 Uhr
USA dementieren Berichte über Bewaffnung von Kurden
Das Weiße Haus dementiert Berichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung. Die Behauptung, Trump habe derlei Plänen zugestimmt, sei falsch und sollte nicht verbreitet werden, sagt Leavitt. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Irak gesprochen habe.
21.48 Uhr
Leavitt: Derzeit kein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran geplant
Ein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran ist nach Angaben des Weißen Hauses derzeit nicht geplant. „Sie sind derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation“, sagt Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Zugleich wollte sie eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen.
21.41 Uhr
Rubio verurteilt Angriff auf türkische Souveränität
Nach dem Abschuss einer Rakete aus dem Iran über dem östlichen Mittelmeer-Raum spricht US-Außenminister Marco Rubio von „inakzeptablen“ Angriffen auf die Souveränität des NATO-Partners Türkei. Rubio sichert Ankara „die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten“ zu.
21.38 Uhr
Vatikan warnt: Präventivkriege können Welt in Flammen setzen
Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin warnt mit Blick auf den Krieg im Iran vor einer Aushöhlung des Völkerrechts. „Würde den Staaten das Recht auf einen ‚Präventivkrieg‘ nach eigenen Kriterien und ohne einen überstaatlichen Rechtsrahmen zuerkannt, könnte die ganze Welt in Flammen stehen“, sagt Parolin dem Nachrichtenportal des Vatikans. „Es ist wirklich besorgniserregend, dass das Völkerrecht zunehmend ausgehöhlt wird: An die Stelle der Gerechtigkeit ist die Gewalt getreten.“
21.14 Uhr
Selenskyj: USA bitten um Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, die Partner seines Landes hätten Kiew um Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen gebeten. Dabei sei es um im Iran entwickelte Schahed-Drohnen gegangen, so Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Auch die USA hätten angefragt.
Selenskyj hat zuvor angedeutet, dass Kiew sein Fachwissen mit Ländern des Nahen Ostens teilen könnte, wenn diese dazu beitragen könnten, Russland zu einer Waffenruhe in dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu bewegen.
21.12 Uhr
Israel: Zahl der vom Iran auf Israel abgefeuerten Raketen nimmt ab
Die Zahl der vom Iran auf Israel abgefeuerten Raketen nimmt nach Angaben der israelischen Armee infolge ihrer Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen deutlich ab. Mittlerweile seien rund 300 Raketenwerfer im Iran ausgeschaltet worden, sagt Armeesprecher Nadav Schoschani.
21.07 Uhr
Israel: Neue Angriffe auf „militärische Infrastruktur“ in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben weitere Ziele in Teheran angegriffen. Ziel der Angriffe sei „militärische Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran“, heißt es in einer Erklärung der israelischen Armee.
Iranische Staatsmedien melden Explosionen im Westen Teherans und in mehreren weiteren Städten, darunter Bandar Abbas am Persischen Golf und Täbris im Nordwesten.
21.05 Uhr
Hisbollah-Chef: Wir werden nicht kapitulieren
Die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon kündigt an, sich der „israelisch-amerikanischen Aggression“ entgegenzustellen. Die Hisbollah werde nicht „kapitulieren“, sagt der Chef der vom Iran finanzierten Gruppe, Naim Kassem, in einer Rede, die auf dem Fernsehsender seiner Partei ausgestrahlt worden ist. Der „Aggression“ werde die Hisbollah „bis zum äußersten Opfer“ entgegentreten, so Kassem.

AP/Bilal Hussein (Archivbild)
20.37 Uhr
Leavitt sieht Amerikaner hinter der Kriegsentscheidung
Die US-Regierung sieht die Bevölkerung hinter der Entscheidung zum Krieg gegen den Iran. „Ich glaube, das tut sie“, sagt Sprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage.
„Der Präsident weiß, dass das Land klug genug ist, um hinter die vielen falschen Schlagzeilen zu blicken“, so Leavitt. Sie spielt damit auf Medienberichte an, die die Rechtmäßigkeit des Angriffes auf den Iran infrage stellen.
Eine Umfrage im Auftrag von CNN hat zuvor ergeben, dass 59 Prozent der Amerikaner die ursprüngliche Entscheidung, den Iran anzugreifen, ablehnen. 41 Prozent befürworten sie. Für die repräsentative Umfrage hat SSRS im Auftrag von CNN 1.004 US-Amerikaner befragt. Die Befragung hat am Samstag und Sonntag stattgefunden.
20.32 Uhr
UNHCR: 100.000 verließen Teheran am Wochenende
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht in einem aktuellen Lagebericht davon aus, dass in den ersten beiden Tagen der US-israelischen Angriffe auf den Iran schätzungsweise 100.000 Menschen die Hauptstadt Teheran verlassen haben.
20.14 Uhr
USA: Spanien will kooperieren – Dementi aus Madrid
Aus dem Weißen Haus heißt es, Spanien habe einer Zusammenarbeit mit den US-Militäroperationen im Nahen Osten zugestimmt. Aus Madrid hingegen kommt dafür keine Bestätigung.
Trump droht, den Handel mit Madrid einzustellen, nachdem der spanische Außenminister Jose Manuel Albares erklärt hat, sein Land werde den USA nicht gestatten, US-Stützpunkte im Süden Spaniens für Angriffe zu nutzen.
„Was Spanien betrifft, so haben sie die Botschaft des Präsidenten gestern laut und deutlich verstanden“, so die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Doch kaum später dann das Dementi aus Spanien – der Außenminister dementiert „kategorisch“, eine Zusammenarbeit mit den USA in Betracht zu ziehen. „Unsere Position bleibt absolut unverändert, und ich dementiere kategorisch jede Änderung“, so Spaniens Außenminister Albares im Radiosender Cadena SER.
19.48 Uhr
IAEA: Keine Schäden an Anlagen mit Atommaterial im Iran
Iranische Anlagen, in denen Atommaterial gelagert wird, sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bei den US-israelischen Angriffen nicht beschädigt worden.
„Basierend auf den neusten verfügbaren Satellitenbildern“ seien „keine Schäden an Anlagen, in denen nukleares Material gelagert wird“, zu sehen, teilt die UNO-Organisation auf X mit. Es bestehe daher „derzeit auch keine Gefahr der Freisetzung radioaktiver Strahlung“.
In der Nähe der iranischen Atomanlage Natans nahe der Stadt Isfahan seien dagegen „Schäden an zwei Gebäuden sichtbar“, hieß es weiter. Es seien aber „keine weiteren Auswirkungen festgestellt“ worden, nachdem zuletzt „Schäden an den Eingängen“ gemeldet worden seien.
19.29 Uhr
Stromausfall im Irak: Gasmangel ist Ursache
Neuigkeiten zum landesweiten Blackout im Irak: Der Sprecher des Stromministeriums erklärte, der Ausfall des Stromnetzes sei auf ein technisches Problem infolge eines plötzlichen Rückgangs der Gaslieferungen zurückzuführen. Hintergrund ist, dass das gasbefeuerte Kraftwerk Rumaila in Basra von diesen Lieferungen abhängt.
19.23 Uhr
Israel: Angriff auf wichtigen Militärkomplex in Teheran
Die israelischen Luftstreitkräfte haben laut eigenen Angaben einen wichtigen Militärkomplex in Teheran bombardiert. Dort seien die Hauptquartiere aller iranischen Sicherheitsorganisationen untergebracht, teilt die israelische Armee mit.
Konkret handele es sich um die Hauptquartiere unter anderem der Islamischen Revolutionsgarde, des Geheimdienstes sowie der Basidsch-Milizen. Auch für die innere Sicherheit des Landes zuständige Mitarbeiter seien während des „großangelegten Angriffs“ vor Ort gewesen, wird gemeldet.
19.05 Uhr
Update zu Rückholflug aus Maskat
Ein Update zum vom Außenministerium organisierten Rückholflug aus Oman mit 151 Personen: Nach einer geplanten Zwischenlandung in Kairo ist der Flug der ägyptischen Linie Sky Vision Airlines laut Flightradar derzeit auf Höhe der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria unterwegs.
Die Landung in Wien wird für kurz nach 22.00 Uhr erwartet.
18.52 Uhr
Hisbollah meldet „direkte Gefechte“
Die proiranische Terrororganisation Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon „direkte Gefechte“ mit der israelischen Armee.
Ihre Kämpfer hätten „einen Sprengsatz gezündet“ und sich „direkte Gefechte“ mit den israelischen Streitkräften geliefert, heißt es von der Schiitenmiliz.
Die Zusammenstöße ereignen sich demnach im rund sechs Kilometer von der Grenze entfernten Ort Chiam. Für den späten Abend kündigt die Hisbollah eine Ansprache ihres Chefs Naim Kassem an.
18.21 Uhr
Stromausfall im gesamten Irak gemeldet
Das irakische Elektrizitätsministerium meldet einen vollständigen Stromausfall – alle Provinzen seien betroffen. Die Ursache wird derzeit untersucht.
18.15 Uhr
Israels Armee in Dörfer im Südlibanon vorgedrungen
Bei ihrem Einsatz gegen die proiranische Terrororganisation Hisbollah ist die israelische Armee laut übereinstimmenden Berichten in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen.
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Israelische Streitkräfte seien „in mehreren Dörfern präsent, darunter Kfar Kila, Hula, Kfar Shuba, Jaroun und Chiam“, berichten mehrere Medien, darunter die BBC und die Agentur AFP unter Berufung auf UNIFIL. Chiam liegt etwa sechs Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.
Israel hat seine Militäroffensive im Libanon gegen die schiitische Hisbollah-Miliz ausgeweitet. Verteidigungsminister Israel Katz zufolge sind die israelischen Streitkräfte angewiesen worden, „vorzurücken und weitere strategische Stellungen im Libanon unter Kontrolle zu bringen“.
18.10 Uhr
Tanner und Meinl-Reisinger telefonierten mit UNIFIL
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) haben mit dem Kommandanten des österreichischen Kontingents der Auslandsmission UNIFIL im Süden des Libanon telefoniert.
Major Markus Wappel habe ihnen versichert, dass die Truppe vor Ort wohlauf sei, teilt Tanner auf Instagram mit. Derzeit bestehe keine Gefahr für die Soldaten. Aufgrund der Verschiebung des Konflikts in den Norden habe die Sicherheitsstufe im Einsatzraum wieder heruntergesetzt werden können.
„Zwar ist die Truppe angehalten, die Schutzausrüstung bei sich zu tragen – derzeit besteht aber keine Gefahr für die Mission und für unsere Soldaten vor Ort“, so Tanner.
Der Kommandant habe weiters berichtet, dass sie sich auf eine verschärfte Lage einstellen müssten, aber weiterhin im Camp geschützt und gut versorgt seien. „Priorität hat der Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten.“
176 Angehörige des Bundesheers sind aktuell an der UNO-Friedensmission im Süden des Libanon beteiligt.
17.52 Uhr
Iranischer Präsident: Teheran hatte „keine Wahl“ außer anzugreifen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich an die Nachbarstaaten des Iran gewandt und erklärt, dass sein Land versucht habe, einen Krieg durch Diplomatie zu vermeiden. Die Angriffe der USA und Israels hätten Teheran aber „keine andere Wahl“ gelassen, als Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.
„Wir respektieren Ihre Souveränität“, teilt der Präsident in zwei getrennten Beiträgen auf X mit – einmal auf Arabisch und einmal auf Persisch.
Er schreibt außerdem, dass die Sicherheit in der Region nur durch gemeinsame Anstrengungen gewährleistet werden könne.
17.40 Uhr
Iran dementiert geheime Kontaktaufnahme zur CIA
Das iranische Geheimdienstministerium hat laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges dementiert.
Anlass ist ein Bericht der „New York Times“, wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten.
Eine „informierte Quelle“ bezeichnet den Bericht laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung.
Die Informationen stammen laut „New York Times“ von anonymen Beamten aus dem Nahen Osten und einem westlichen Land. US-Regierungsvertreter seien skeptisch, ob die US-Regierung oder der Iran wirklich bereit für einen Ausweg seien, heißt es.
17.23 Uhr
Türkei bereitet sich auf Flüchtlingsankünfte vor
Die Türkei bereitet sich auf einen möglichen Flüchtlingszustrom vor. Es seien Pläne ausgearbeitet worden, die unter anderem Pufferzonen entlang der Grenze und die Errichtung von Zeltlagern vorsähen, sagt Innenminister Mustafa Ciftci in Ankara.
Die Behörden hätten zunächst Kapazitäten für die Aufnahme von bis zu 90.000 Menschen geschaffen. Aktuell seien an den drei Grenzübergängen jedoch keine ungewöhnlichen Bewegungen zu beobachten.
17.22 Uhr
UNICEF: Sieben Kinder bei Angriffen im Libanon getötet
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Kinder getötet worden. Das meldet das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. 38 weitere Kinder seien verletzt worden.
17.17 Uhr
USA: Zahl abgefeuerter Raketen aus dem Iran rückläufig
Die Zahl der vom Iran abgefeuerten Raketen hat nach US-Angaben seit Samstag deutlich abgenommen.
„Die abgefeuerten ballistischen Raketen des Iran für den Einsatz auf dem Gefechtsfeld sind im Vergleich zum ersten Kampftag um 86 Prozent zurückgegangen, mit einem Rückgang um 23 Prozent allein in den vergangenen 24 Stunden“, so US-Generalstabschef Dan Caine. Die Zahl der eingesetzten Drohnen sei um 73 Prozent zurückgegangen.
17.02 Uhr
Ärzte ohne Grenzen starten Nothilfe im Libanon
Nach intensiven Luftangriffen in mehreren Regionen des Libanon sind nach Angaben von Hilfsorganisationen Zehntausende Menschen landesweit auf der Flucht. Ärzte ohne Grenzen haben umgehend mit Nothilfe gestartet, teilt die Nichtregierungsorganisation mit.
Die NGO setzt in Saida im Süden Libanons eine mobile Klinik ein, die medizinische Behandlungen und psychologische Erste Hilfe anbietet. Außerdem versorgen Ärzte ohne Grenzen Unterkünfte in Beirut mit Wasser.
17.01 Uhr
Straße von Hormus: Neue Zahlen zu Passagen
Seit dem Beginn der US-israelischen Offensive ist der Schiffsverkehr von Öltankern durch die Straße von Hormus ist um 90 Prozent zurückgegangen, berichtet das Energieinformationsunternehmen Kpler.
Zwar hatte der Iran erklärt, die Passage vollständig blockiert zu haben – Kpler zufolge wagen jedoch einige Schiffe weiterhin die gefährliche Durchfahrt.
17.00 Uhr
Hapag-Lloyd-Flottenchefin zweifelt an Geleitschutz
Die Flottenchefin von Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd, Silke Lehmköster, glaubt nicht an einen schnellen militärischen Schutz von Handelsschiffen zur Passage der Straße von Hormus. „Die Hoffnung ist groß, aber unsere Erwartung ist relativ gering“, sagt Lehmköster dem „Spiegel“.

APA-Images/dpa/Jonas Walzberg (Archivbild)
Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte Geleitschutz für Tanker sei nicht so einfach: „Schiffe bewegen sich, eine Eskorte müsste aber relativ nah am Handelsschiff bleiben“, sagt Lehmköster. Es bräuchte überall ein Marineschiff, wo auch nur ein Handelsschiff ist.
16.43 Uhr
Iran könnte Straße von Hormus monatelang blockieren
Iranische Drohnenangriffe könnten die Straße von Hormus nach Einschätzung von Geheimdienstkreisen und Militäranalysten noch monatelang beeinträchtigen. Während unklar sei, wie lange die Islamische Republik ihren Raketenbeschuss aufrechterhalten könne, verfüge Teheran über Kapazitäten zur Produktion von rund 10.000 Drohnen pro Monat.
Zudem könnten Seeminen den Schiffsverkehr langfristig gefährden, warnt Cormac McCarry von der Risikoberatung Control Risks. Die Sorge vor einer Blockade der für den Ölhandel wichtigen Wasserstraße hat den Preis für die Nordseesorte Brent in dieser Woche bereits um zwölf Prozent steigen lassen.
16.40 Uhr
Pentagon untersucht Angriff auf Schule im Iran
US-Verteidigungsminister Hegseth kündigt nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans am Samstag eine Untersuchung an. „Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir das untersuchen“, so Hegseth bei einer Pressekonferenz zur US-Militäroperation. „Wir greifen natürlich niemals zivile Ziele an.“
Die Schule liegt nahe einer Anlage der Revolutionsgarden, keine Hinweise auf eine militärische Nutzung des Schulgebäudes gibt es bisher nicht. Weitere Details zu möglichen Verantwortlichen oder zur eingesetzten Munition nennt Hegseth nicht.
16.40 Uhr
Türkei bestellt iranischen Botschafter ein
Die Türkei hat den iranischen Botschafter in Ankara einbestellt, um wegen einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete Protest einzulegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Rakete war in Richtung türkischen Luftraum geflogen und von einem NATO-Abwehrsystem zerstört worden. Laut dem Verteidigungsministerium in Ankara sei sie im östlichen Mittelmeerraum abgefangen worden.
Ein türkischer Regierungsvertreter teilte mit, die Rakete habe offenbar nicht das NATO-Mitglied Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei aber wohl „vom Kurs abgekommen“.

16.24 Uhr
Bericht: Gefangene in Teheran ohne Versorgung
Seit dem Beginn des Kriegs im Iran werden die Gefangenen im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran weitgehend sich selbst überlassen und nicht mehr mit Essen versorgt, so die Frau des inhaftierten iranisch-schwedischen Wissenschaftlers Ahmadreza Djalali gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Djalalis Frau Vida Mehrannia sagt, sie habe gestern „zwei Minuten“ lang mit ihrem Mann telefonieren können. Er habe ihr in dem kurzen Telefonat gesagt, „dass sie kein Essen haben, dass die Lage wirklich schlimm ist und sie Angst davor haben, was passieren wird“.
Die Gefängniswärter seien geflohen und hätten den Häftlingen nur Brot dagelassen. Vor dem Gefängnis seien immer noch Wachen postiert, „aber im Gefängnis selbst haben sie die Tür abgeschlossen und sind gegangen“.

Reuters/Wana News Agency (Archivbild)
16.10 Uhr
LNG-Lieferstopp: Katar beruft sich auf „höhere Gewalt“
Das katarische Öl- und Gasunternehmen Qatar Energy ruft für seine ausgesetzten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) und damit verbundenen Produkten den Zustand der „höheren Gewalt“ (Force Majeure) aus. Die Erklärung entbindet einen Vertragspartner rechtlich von seinen Lieferpflichten.
Katar ist einer der größten Produzenten von Flüssigerdgas und deckt ungefähr ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Seit Beginn der Woche sind Exporte von LNG-Flüssiggas aus dem arabischen Land aber infolge des Iran-Kriegs gestoppt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern suchen Kunden aus Asien derzeit fieberhaft nach Alternativen für ausfallende Gaslieferungen, was auch die Preise auf dem europäischen Markt nach oben treibt.

Reuters
16.06 Uhr
Israels Luftstreitkräfte: „Über 5.000 Kampfmittel“
Die israelischen Luftstreitkräfte haben seit Beginn des Konflikts bei Angriffen im Iran „über 5.000 Kampfmittel“ eingesetzt, teilt das israelische Militär in sozialen Netzwerken mit.
Weiter heißt es in dem Post, dass die Kampfflugzeuge „ihre Luftüberlegenheit im gesamten Iran weiter ausbauen, mit Schwerpunkt auf dem Gebiet um Teheran“.
Zusammen mit dieser Meldung haben die israelischen Luftstreitkräfte ein Video veröffentlicht, das einen Angriff auf ein iranisches Luftabwehrsystem im Gebiet um Teheran zeigen soll.
15.51 Uhr
Besatzung von angeschossenem Frachter gerettet
Die Besatzung des in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Projektil“ getroffenen Frachters ist laut omanischen Angaben gerettet worden. Das Projektil hat das Schiff laut Risikomanagementfirma Vanguard knapp über der Wasserlinie getroffen. Der Vorfall habe sich etwa zwei Seemeilen nördlich von Oman ereignet. Berichte über Umweltauswirkungen gebe es bisher nicht.

Reuters
15.45 Uhr
Explosionen in Jerusalem gemeldet
In Jerusalem sind nach einem Raketenalarm erneut Explosionen zu hören, berichtet die AFP. Zuvor ist die Zivilbevölkerung in Zentralisrael angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen.
Zugleich hat die islamistische Terrororganisation Hisbollah mitgeteilt, einen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv und einen Marinestützpunkt in Haifa angegriffen zu haben.
15.33 Uhr
USA: Notfalls sorgt US-Marine für sichere Tankerpassage
Sollte es nötig sein, werde die US-Marine für eine sichere Passage von Öltankern durch die Straße von Hormus sorgen, sagt US-Finanzminister Scott Bessent. Trump hatte Ähnliches bereits am Vortag angekündigt, aber ohne weitere Details zu nennen.
Die Ölmärkte seien trotz des Krieges im Iran gut versorgt, so Bessent. „Es befinden sich Hunderte Millionen Barrel auf dem Wasser fernab des Golfs“, sagt Bessent dem Sender CNBC.

IMAGO/MiS/Bernd Feil/M.i.s.
15.21 Uhr
Israel greift Flughafen Teheran-Mehrabad an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Flughafen Mehrabad in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.
Es seien dort „Verteidigungs- und Aufklärungssysteme“ der iranischen Führung außer Gefecht gesetzt worden, heißt es in einer Mitteilung. Diese hätten eine Bedrohung für Flugzeuge der israelischen Luftstreitkräfte dargestellt.
Der Flughafen Mehrabad wird vor allem für Inlandsflüge genutzt. Er verfügt über einen militärischen Teil und dient als Basis der Regierungsflotte.
Der internationale Flughafen befindet sich rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt.
15.12 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf israelische Botschaften
Der Iran droht mit Angriffen auf israelische Botschaften in der ganzen Welt, sollte Israel seinerseits die iranische Vertretung in Beirut attackieren. Das sagt der Sprecher der Streitkräfte iranischen Medien zufolge.
15.00 Uhr
Neuer Luftalarm in Bahrain
In Bahrain ist laut Angaben des dortigen Innenministeriums wieder Luftalarm ausgelöst worden. „Bürger und Einwohner werden aufgefordert, ruhig zu bleiben und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben“, heißt es.
14.55 Uhr
China: Kampfhandlungen „unverzüglich einstellen“
China hat den Iran, die USA und Israel dazu aufgerufen, die Kampfhandlungen „unverzüglich einzustellen“, um „größeren Schaden für das weltweite Wirtschaftswachstum“ zu vermeiden.
Die Straße von Hormus – ein Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr – sei eine „wichtige Handelsroute für Waren und Energie“, schreibt der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, auf X.
Die Meerenge zwischen dem Iran und Oman ist derzeit effektiv gesperrt. Die iranische Revolutionsgarde hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran deren Sperre verkündet.
14.52 Uhr
NATO verurteilt iranische Rakete auf Türkei
Die NATO geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. „Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt“, teilt NATO-Sprecherin Allison Hart mit.

APA/AFP/Dha (Demiroren News Agency)
14.49 Uhr
Iranische Fregatte versenkt: Mindestens 80 Tote
Beim US-Angriff auf ein iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka sind laut den dortigen Behörden mindestens 80 Menschen getötet worden. Das Schiff sei von einem indischen Hafen auf dem Weg in den Iran gewesen.

APA/AFP/Us Department Of Defense
14.45 Uhr
Israel meldet neue Angriffe aus Libanon
Von der israelischen Armee werden via X neue Angriffe aus dem Libanon auf den Norden des Landes gemeldet.
In einer Erklärung heißt es, um 14.30 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ) seien Warnmeldungen ausgelöst worden – zugleich wird gemeldet, dass die „meisten von ihnen abgefangen“ worden seien.
Wenig später sei erneut Alarm ausgelöst worden, als ein weiterer Abschuss aus dem Libanon entdeckt und ebenfalls abgefangen worden sei.

AP/Ariel Schalit
14.41 Uhr
USA wollen Angriffe ausweiten
Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran ausweiten. Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigt US-Generalstabschef Dan Caine an. Er begründet das damit, dass der Iran im Verlauf des Krieges weniger Raketen und Drohnen abfeuere. Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Iran und seine Marine angegriffen.
14.34 Uhr
Golestanpalast in Iran bei Angriffen beschädigt
Wie die Regierung in Teheran mitteilt, ist ein Teil des Golestanpalasts der Kadscharen-Dynastie mit seiner prunkvollen verspiegelten Innenarchitektur bei israelisch-amerikanischen Angriffen beschädigt worden. Der Palast im Herzen der Millionenmetropole Teheran wurde im Jahr 2013 in die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen.
Der Palast zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Teheran. In einem Brief fordert Kulturminister Resa Salehi Amiri die UNO-Kulturorganisation auf, Expertenteams in sein Land zu schicken, um die Schäden zu begutachten. Auch Teile des Großen Basars von Teheran hätten Schäden erlitten.

Reuters/Majid Asgaripour

04.03.2026, Sophia Felbermair und Valentin Simettinger (Text), Kaja Stepien (Bild), Michaela Pichler (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
USA: Iranisches Schiff vor Sri Lanka versenkt
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele
Liveticker 05.03.2026 - Teil 1:

Explosionen aus Teheran und Jerusalem gemeldet
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Israel und der Iran haben ihre wechselseitigen Angriffe am Donnerstag fortgesetzt. Aus Teheran und Jerusalem wurden Explosionen gemeldet. Die israelische Armee teilte zudem mit, man habe neuerlich Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz Hisbollah im Libanon attackiert. Im US-Senat scheiterte unterdessen eine Resolution zur Beschneidung der Kriegsbefugnisse von Präsident Donald Trump.

Liveticker
+

13.57 Uhr
Erstes Flugzeug aus Dubai in Wien gelandet
Erstmals seit Beginn des Krieges ist wieder ein Linienflugzeug aus Dubai auf dem Flughafen Wien-Schwechat eingetroffen. Der Airbus A380-842 der Fluglinie Emirates ist um 12.47 Uhr gelandet – mehr dazu in noe.ORF.at.

Grafik: APA/ORF; Quelle: BMEIA
13.55 Uhr
Großbritannien: Konflikt könnte Monate andauern
Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran. „Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und möglicherweise Monate andauern wird“, sagt der Staatssekretär im Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.
13.52 Uhr
Frankreich genehmigt US-Jets auf lokalen Stützpunkten
Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.
13.48 Uhr
Brunner rechnet nicht mit großen Fluchtbewegungen
Trotz des Krieges im Nahen Osten rechnet die EU-Kommission aktuell nicht mit großen Fluchtbewegungen in Richtung Europa. „Was Migration betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland“, sagt EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines EU-Innenministertreffens in Brüssel.
Zwar gebe es Bewegungen innerhalb des Iran, aber derzeit „sehen wir keine Bewegung in Richtung Europa oder in Richtung anderer Länder in der Region“. Die Türkei habe ihre Grenzen zum Iran geschlossen, sagt Brunner. Die Kommission pflege in diesem Zusammenhang einen „intensiven“ Austausch mit der Türkei. „Wir müssen natürlich jeden Tag beobachten, wie sich die Situation neu darstellt.“
13.41 Uhr
VAE melden Raketen- und Drohnenangriffe
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldet, dass es sechs ballistische Raketen und 131 Drohnen abgefangen und zerstört hat. Eine Rakete und sechs Drohnen sind innerhalb des Landes eingeschlagen. Seit Samstag seien drei Menschen getötet worden. Zudem gebe es bisher 94 Verletzte.
13.38 Uhr
Intervention: Van der Bellen hat Bedenken
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat bei seinem Besuch in Rom Bedenken über den amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran geäußert. „Interventionen dieser Art, die einen Regimesturz bewirken wollen, funktionieren selten“, sagt Van der Bellen. Daher hoffe er, dass die USA und Israel „ihre Ziele im Auge“ behalten und nicht deutlich über diese Ziele hinausschießen werden.
13.25 Uhr
Erneut Raketenangriff auf Israel
Der Iran feuert erneut Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee teilt mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz. In weiten Teilen des Landes heulen Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv.
Die iranische Revolutionsgarde hat zuvor mitgeteilt, sie habe vier fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert.

APA/AFP/Jack Guez
Der TV-Sender N12 berichtet, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gibt es noch keine Bestätigung. Der Sender Kan berichtet, eine Rakete sei in einem Wohnort im Zentrum Israels zwischen Wohnhäusern eingeschlagen und habe einen tiefen Krater gerissen.
13.19 Uhr
Organisation: Internetsperre im Iran dauert an
Das Internet im Iran ist erneut gesperrt. Die Sperre dauere inzwischen mehr als 120 Stunden, die Verbindung betrage nur etwa ein Prozent des üblichen Niveaus, teilt die Organisation Netblocks mit. Das erschwert es Iranerinnen und Iranern, sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur Außenwelt zu halten.
Die iranischen Behörden haben den Internetzugang am Samstag abgeschaltet, nachdem Israel und die USA mit Luftangriffen begonnen haben. Iranische Telekomunternehmen drohten Nutzern mit rechtlichen Schritten, falls diese unerlaubt ins Internet gehen, erklärt Netblocks.
13.14 Uhr
Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten weiter aus
Die Lufthansa setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März sowie Teheran bis zum 30. April.
13.03 Uhr
Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon
Bei israelischen Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon sind laut libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldet allein sechs Tote in zwei Dörfern im Südlibanon.

AP/Mohammed Zaatari
Bei den Toten in einem Dorf in der Region Nabatija handelt es sich laut NNA um den Bürgermeister und seine Frau. In einem Nachbardorf seien bei einem weiteren Luftangriff zwei Kinder und ihre Eltern getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldet zudem zwei Tote bei einem Angriff auf ein Fahrzeug nahe der Stadt Sahle im Osten des Landes.
12.59 Uhr
Moskau: Iran hat nicht um Waffen gebeten
Der Iran hat nach Angaben aus Moskau bisher keine militärische Unterstützung Russlands im Krieg gegen Israel und die USA angefordert.
Auf die Frage, ob Russland plane, Waffen an den Iran zu liefern, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz in Moskau, dass es keine solche Anfrage seitens Teherans gegeben habe. Moskau und Teheran sind enge Verbündete.
12.56 Uhr
Hisbollah-Angriffe im Norden Israels
Die mit dem Iran verbündete Miliz Hisbollah beschießt den Norden Israels. Eine der Raketen trifft etwa die nördliche Stadt Hazor Haglilit und verursacht erhebliche Schäden.
12.50 Uhr
Iranisches Militär dementiert Angriff auf Aserbaidschan
Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben.

Reuters/Social Media
Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium teilt mit, es untersuche die Art der bei dem Angriff eingesetzten Drohnen. Das Land bereite „die notwendigen Gegenmaßnahmen vor, um die territoriale Integrität und Souveränität des Landes zu schützen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur zu gewährleisten“.
Aserbaidschan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei Drohnen über die Grenze geflogen waren. Vier Menschen seien in Nachitschewan verletzt worden.
12.25 Uhr
Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation
Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen aus dem Irak am Krieg im Iran unterstreicht der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nedschirwan Barsani, seinen Willen zum Frieden.
„Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden“, heißt es in einer Erklärung Barsanis.
US-Präsident Donald Trump soll laut US-Medienberichten erwägen, die irakischen Kurden und oppositionelle Gruppen im Iran bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen.
12.18 Uhr
Sicherheitsbedenken vor Beisetzung von Chamenei
Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Berichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen, darunter auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt.

Reuters/Majid Asgaripour
Wegen der Sicherheitslage gibt es keinen genauen Zeitplan für die Zeremonien. Chamenei soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten eine heilige Stätte. Zuvor soll es in der Hauptstadt Teheran eine große Trauerzeremonie geben.
12.11 Uhr
Arbeiter in Abu Dhabi durch Drohnenteile verletzt
In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind sechs Menschen durch Trümmerteile einer abgefangenen Drohne verletzt worden. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate hätten auf einen Vorfall mit herabfallenden Trümmerteilen „an zwei Standorten“ reagiert, nachdem die Luftabwehr eine Drohne abgefangen habe, teilt das emiratische Pressebüro mit. Bei den „leicht bis mittelschwer“ Verletzten handelt es sich um ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal.
12.06 Uhr
Weiteres iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka
Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres Schiff der iranischen Marine nahe der Insel. Das Kriegsschiff liege noch in der Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb der territorialen Gewässer, sagt Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im Parlament.
Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle, und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An Bord sollen rund 100 Menschen sein.
11.56 Uhr
Kallas besorgt wegen „begrenzter“ Luftabwehr
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußert sich wegen der zur Verfügung stehenden Verteidigungssysteme besorgt. „Alle brauchen Luftabwehr“, sagt Kallas mit Verweis auf die Ukraine und die Länder im Nahen Osten. Der Iran-Krieg habe „klare Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg“, weil die in der Ukraine benötigten Verteidigungsfähigkeiten „nun auch in den Nahen Osten verlagert werden“, so Kallas.
Das betreffe auch die Lieferketten für die Luftabwehr. Bei Drohnenabwehrsystemen bestehe ebenfalls in beiden Kriegen Bedarf, sagt sie. „Es gibt wirklich ein Problem mit der Produktion“, warnt sie. Europa müsse deswegen seine Bemühungen bei Drohnen und Drohnenabwehr beschleunigen.
11.49 Uhr
Türkei: Kurdische Miliz bedroht Sicherheit
Die Türkei zeigt sich besorgt über die Aktivitäten der kurdisch-iranischen Miliz PJAK. Die Gruppe bedrohe die Sicherheit des Iran und die Stabilität der Region, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit.
Hintergrund sind Berichte über Gespräche zwischen iranisch-kurdischen Milizen und den USA über einen möglichen Vorstoß gegen staatliche Kräfte im Westen der Islamischen Republik.
„Die Aktivitäten von Gruppen, die ethnischen Separatismus schüren, wie die Terrororganisation PJAK, wirken sich nicht nur negativ auf die Sicherheit des Iran aus, sondern auch auf den allgemeinen Frieden und die Stabilität in der Region“, heißt es vom Ministerium weiter.
11.39 Uhr
Militärische Hilfe für Zypern
Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto an. Auf der Insel ist Anfang der Woche eine Basis der britischen Royal Air Force von einer iranischen Drohne getroffen worden.
11.34 Uhr
Bericht: Frankreich erlaubt USA Nutzung von Militärbasen
Frankreich hat einem Medienbericht zufolge den US-Streitkräften die Nutzung französischer Stützpunkte im Rahmen des Krieges gegen den Iran genehmigt. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV.
11.28 Uhr
Trümmerbeseitigung in Beiruter Vororten
Mit einem Bulldozer sind Trümmer beschädigter Gebäude in den südlichen Vororten Beiruts weggeräumt worden. Nach Angriffen der Hisbollah attackiert Israel Ziele der schiitischen Miliz im Libanon. Die israelische Armee ruft die Bevölkerung in Teilen des Südlibanon auf, sich in Sicherheit zu bringen.
11.05 Uhr
„FT“: USA wollen ukrainische Abfangdrohnen
Die USA und zumindest ein Golfstaat verhandeln einem Bericht zufolge mit der Ukraine über den Kauf von Abfangdrohnen. Das meldet die britische „Financial Times“ („FT“).
Die Golfstaaten setzen bei der Abwehr iranischer Schahed-Drohnen auf US-Patriot-Abwehrsysteme. Die Vorräte an Raketen gehen in vielen Ländern langsam zur Neige. Zudem haben laut Medienberichten einige Schahed-Drohnen trotz Luftabwehrmaßnahmen Ziele getroffen.
„Die ukrainische Expertise beim Schutz vor Schahed-Drohnen ist derzeit die größte in der Welt, und eben die Schahed-Drohnen sind die größte Herausforderung dort“, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor zwei Tagen betont.
Es sei klar, warum Kiew derart viele Anfragen erhalte, so Selenskyj weiter, ohne konkret zu werden. Zuvor hat er allerdings mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, und dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, Telefonate geführt. Außenminister Andrij Sybiha hat zudem mit seinem kuwaitischen Amtskollegen gesprochen.

10.41 Uhr
EU berät zu Folgen des Iran-Krieges
In Brüssel findet ein Treffen der Innenministerinnen und -minister der 27 EU-Mitgliedsstaaten statt, um über Vorkehrungen für eine mögliche große Fluchtbewegung aus dem Iran zu beraten. Zudem sei man besorgt über iranische Spione in Europa, berichtet ORF-Korrespondentin Rafaela Schaidreiter.
10.36 Uhr
Bericht: China setzt Treibstoffexporte aus
Die chinesische Regierung hat die großen Ölraffinerien laut einem Bericht der Agentur Bloomberg angewiesen, Exporte von Benzin und Diesel vorübergehend auszusetzen.
Hintergrund ist der Iran-Krieg. Die Kampfhandlungen behindern die Ankunft von Rohöl aus einer der wichtigsten Förderregionen der Welt. Zudem seien die Raffinieren aufgefordert worden, keine neuen Verträge abzuschließen und bereits vereinbarte Lieferungen zu stornieren, schreibt Bloomberg.
10.25 Uhr
Drohung gegen Botschaften: Behörden „sensibilisiert“
Nach der Drohung des Iran mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit sind die österreichischen Sicherheitsbehörden „sensibilisiert“ worden. „Sie setzen in Zusammenhang mit dem Schutz von betroffenen Einrichtungen in Österreich der Lage angepasste Maßnahmen“, teilt das Innenministerium mit.
Etwaige Vorfälle, Äußerungen und Entwicklungen fließen in das aktuelle Lagebild ein, heißt es. Genauere Angaben könne man aus sicherheitstaktischen Gründen nicht machen.
10.18 Uhr
Roter Halbmond: Über 100 zivile Ziele im Iran beschädigt
Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden.

IMAGO/Middle East Images/Mahsa
Laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA sind auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen worden. Es seien bisher 1.332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
10.13 Uhr
„Globale wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit“ auf Prüfstand
Der Krieg zwischen dem Iran und dem von den USA unterstützten Israel stelle die „globale wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit“ auf die Probe, sagt die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa.
Ein länger andauernder Konflikt habe das Potenzial, die globalen Energiepreise, die Marktstimmung, das Wachstum und die Inflation zu beeinflussen.
10.04 Uhr
Explosionen und Rauchwolken in Teheran
Rauchwolken sind über Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran aufgestiegen. Explosionen sind zu hören gewesen, nachdem das israelische Militär mitgeteilt hat, es habe eine neue „große Angriffswelle“ begonnen.
9.54 Uhr
Israel ordnet schnellere Rüstungsproduktion an
Israels Verteidigungsministerium weist die großen Rüstungsunternehmen des Landes an, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor.
Vertretern der Rüstungsindustrie ist laut Verteidigungsministerium ein operativer Lagebericht präsentiert worden, zusammen mit kurz- und langfristigen Beschaffungs- und Aufrüstungsplänen.
9.47 Uhr
Angriff auf aserbaidschanische Exklave Nachitschewan bestätigt
Das aserbaidschanische Außenministerium bestätigt den Angriff auf die Exklave Nachitschewan, die vom Iran, Armenien und der Türkei umschlossen ist. Zwei Menschen werden bei dem Angriff verletzt, berichtet Reuters. Der iranische Botschafter wird einbestellt.
9.43 Uhr
Bericht: Raketen aus Iran treffen Flughafen in Aserbaidschan
Auf dem Gelände des Flughafens in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan schlagen Raketen und Drohnen aus Richtung Iran ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf das Umfeld der Regierung. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt.
9.33 Uhr
Meloni: Italien will Golfstaaten bei Luftverteidigung helfen
Italien plant Hilfe für die Golfstaaten im Bereich der Luftverteidigung. „Wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland beabsichtigt auch Italien, den Golfstaaten Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der Verteidigung und vor allem der Luftverteidigung“, sagt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dem Radiosender RTL 102.5.
„Das tun wir nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern vor allem, weil Zehntausende Italiener in der Region leben und rund 2.000 italienische Soldaten dort stationiert sind – Menschen, die wir schützen wollen und müssen“, fügt sie hinzu.
9.26 Uhr
Straße von Hormus: Offenbar Sondergenehmigung für China
China und Malaysia dürften Sondervereinbarungen mit Teheran getroffen haben, die es ihren Tankern ermöglichen, die Straße von Hormus zu passieren, sagt ORF-Außenpolitikredakteur Tim Cupal. Hunderte andere Schiffe sitzen dagegen seit Tagen bei der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman fest.
9.20 Uhr
Scharfe Kritik aus dem Vatikan
Der Vatikan kritisiert die Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagt in einem Interview, gemäß der UNO-Charta sei ein Angriff nur erlaubt, nachdem alle Instrumente des politischen und diplomatischen Dialogs ausgeschöpft worden seien – mehr dazu in religion.ORF.at.
9.14 Uhr
Explosionen in Doha zu hören
In der katarischen Hauptstadt Doha sind nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Zu Opfern und Schäden liegen bisher keine Berichte vor. Zuvor haben die Behörden Siedlungen um die US-Botschaft evakuiert.
9.08 Uhr
Kein Ende der Angriffe
Israel und der Iran haben ihre wechselseitigen Angriffe fortgesetzt. Die israelischen Luftstreitkräfte melden zudem Attacken auf Einrichtungen der mit Teheran verbündeten Miliz Hisbollah im Libanon.
9.05 Uhr
Felbermayr: Iran-Krieg könnte EZB zu Reaktion zwingen
Ein länger anhaltender Krieg im Nahen Osten wird die Europäische Zentralbank (EZB) laut WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr unter Zugzwang bringen. „Wenn der Iran-Krieg nicht schnell vorbeigeht, muss die EZB reagieren“, sagt der künftige deutsche Wirtschaftsweise dem „Handelsblatt“.
„Klar ist: Die alte Maxime, kurzfristige Energiepreisschocks einfach zu ignorieren und sich auf langfristige Inflationsprognosen zu verlassen, ist gescheitert und wäre jetzt brandgefährlich“, so der Ökonom. Zinserhöhungen dürften für die EZB kein Tabu sein, wenn es hart auf hart komme.
8.48 Uhr
Revolutionsgarde: US-Tanker in Brand
Die iranische Revolutionsgarde hat eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Zudem teilt die Revolutionsgarde mit, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus „unter Kontrolle“ der Islamischen Republik stehe.
8.44 Uhr
Katz: USA betonen Unterstützung Israels
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth fordert Israel nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums auf, „bis zum Ende“ durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt, teilt das Ministerium mit.

Reuters/Ronen Zvulun (Archivbild)
Katz habe Hegseth für die umfangreiche Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürgerinnen und Bürger gegen die iranische Raketenbedrohung gedankt.
8.32 Uhr
Kurdische Parteien im Iran schließen Bündnis
Im Rojhilat, wie der überwiegend von Kurdinnen und Kurden bewohnte Teil des Iran genannt wird, haben sich fünf größere Parteien zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Ziel sei die Bündelung der politischen Kräfte im Kampf gegen die Islamische Republik Iran und die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts, berichtet der „Standard“.
In der jetzigen Situation sei es wichtig, unter den oppositionellen Kräften im Iran eine Einigung herbeizuführen, sagt Hiva Bahrami von der Demokratischen Partei Kurdistans, die Teil der Allianz ist, der Zeitung.
Kontakte bestehen laut Bahrami auch zu anderen Minderheiten im Land, die Beziehungen zu den USA seien gut. „Wenn jetzt die Möglichkeit besteht, das Regime zu stürzen, dann werden wir diese Gelegenheit auch nützen“, sagt Bahrami dem „Standard“.
8.21 Uhr
US-Minister: US-Marine wird Tanker eskortieren
US-Energieminister Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der für die militärischen Ziele der USA zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News.
Die Welt sei gut mit Öl versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte Straße von Hormus eskortieren.
8.16 Uhr
Iran bestreitet Angriff auf Türkei
Der Iran versichert, die Türkei nicht angegriffen zu haben. Es sei keine Rakete in Richtung Türkei abgeschossen worden, teilt die Armee mit.
NATO-Kräfte haben gestern eine Rakete auf dem Flug in Richtung Türkei abgefangen. Die Regierung in Ankara hat daraufhin den iranischen Botschafter einbestellt. Die NATO hat den Angriff auf ein Partnerland verurteilt und betont, das Militärbündnis stehe fest an der Seite seiner Alliierten.
8.08 Uhr
Ölpreise steigen
Die Sorge vor einer längeren Schließung der Straße von Hormus wegen des Krieges zwischen den USA und Israel sowie dem Iran treibt die Ölpreise in die Höhe.
Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar (71,58 Euro). US-Leichtöl WTI kostet mit 76,60 Dollar (66 Euro) 2,6 Prozent mehr.
Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA
8.03 Uhr
Saudi-Arabien: Marschflugkörper abgefangen
Saudi-Arabien teilt in der Nacht mit, drei Marschflugkörper abgefangen zu haben. Die Marschflugkörper seien nahe der Stadt al-Chardsch zerstört worden, so das Verteidigungsministerium des Landes.
7.49 Uhr
Fregatte versenkt: Iran droht mit Vergeltung
Teheran droht Vergeltung für die Versenkung der Fregatte „Dena“ in internationalen Gewässern vor Sri Lanka an.
„Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen“, schreibt Außenminister Abbas Araktschi auf der Plattform X.
An Bord des Kriegsschiffes seien fast 130 Seeleute gewesen. Medienberichten zufolge sollen mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet worden sein.
7.38 Uhr
Rückholaktion angelaufen
Die Rückholung gestrandeter Österreicherinnen und Österreicher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist angelaufen. Mehr als 150 Personen sind in der Nacht mit einer Maschine des Außenministeriums im Flughafen Wien gelandet.
Die Fluggäste zeigen sich nach ihrer Ankunft erleichtert. „Wir sind seit 34 Stunden unterwegs“, sagt ein junger Salzburger. Mehrere Ausgereiste erzählen von Einschlägen, die sie in Dubai gehört hätten – mehr dazu in noe.ORF.at.
7.26 Uhr
Warnung vor Flüchtlingskrise
Die Chefin der UNO-Organisation für Migration (IOM) warnt Europa vor einer Flüchtlingskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. „Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen von Menschen die Grenze überquert haben“, sagt IOM-Chefin Amy Pope der Nachrichtenagentur dpa.
Bei Konflikten nicht weit entfernt von Europa sei es entscheidend, die Migrationsbewegungen der Menschen genau zu beobachten. „Was wir in der Vergangenheit bei Angriffen im Iran beobachtet haben, ist, dass sie zunächst die großen Städte verlassen und zu Familienangehörigen gehen“, so Pope.
Entscheidend sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und dabei auch zivile Infrastruktur getroffen werde. Die IOM-Chefin rät dazu, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten.
7.17 Uhr
Explosion auf Tanker gemeldet
Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtet die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO).
Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei nicht gemeldet worden, die Besatzung bleibt unverletzt.
7.13 Uhr
Katar: Umgebung der US-Botschaft evakuiert
Die Umgebung der US-Botschaft in Katar ist evakuiert worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilt das Innenministerium des Golfstaats mit. Zu den Hintergründen der Evakuierung macht die Behörde keine Angaben.
7.08 Uhr
Israels Armee: Neue Angriffswelle auf Teheran
Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran.
Die israelische Armee „hat gerade eine groß angelegte Angriffswelle auf die Infrastruktur“ der iranischen Führung begonnen, teilt die Armee mit.
7.01 Uhr
Israelischer Luftschlag in Beirut
Israel fliegt erneut einen Luftangriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die israelischen Streitkräfte teilen mit, „Infrastruktur“ der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut attackiert zu haben.
Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigen Rauch über dem Süden von Beirut, einer Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte die israelische Armee die Bevölkerung aufgerufen, das Gebiet zu verlassen.
6.55 Uhr
Iranische Angriffe auf Kurden im Irak
Der Iran greift nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak an. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.
Seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran und der iranischen Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak immer wieder mit Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert.
Laut Medienberichten erwägt US-Präsident Donald Trump, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen die iranische Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus weist dies zurück, bestätigt aber Gespräche Trumps mit kurdischen Anführern in der Region.
6.42 Uhr
USA: Angriffe auch auf Ziele im Landesinneren
Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran ausweiten. Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigt US-Generalstabschef Dan Caine an.
Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Iran und seine Marine angegriffen. Caine zufolge ist die Zahl des vom Iran eingesetzten Raketen und Drohnen zuletzt gesunken.
6.36 Uhr
Neue Angriffe
Der Iran setzt seine Angriffe auf Israel fort. In der Nacht löst die israelische Armee drei mal Luftalarm aus. In Jerusalem sind laut der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören, Berichte über Opfer liegen nicht vor.
Auch aus der iranischen Hauptstadt Teheran werden Explosionen nach neuen Angriffen der israelischen und US-amerikanischen Streitkräfte gemeldet.
6.31 Uhr
Resolution im US-Senat gescheitert
Im Konflikt um die Entscheidungshoheit über das Vorgehen im Iran-Krieg stärkt der US-Senat Präsident Donald Trump den Rücken. Bei einer Abstimmung gibt es nicht genug Stimmen für einen mehrheitlich von Demokraten unterstützten Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte.
Die Resolution hat darauf abgezielt, den Krieg zu beenden und zu verlangen, dass alle Feindseligkeiten gegen den Iran vom Kongress genehmigt werden müssen. Laut US-Verfassung hat eigentlich der Kongress die Befugnis, Kriege zu erklären.

05.03.2026, Philip Pfleger (Text), Patrick Bauer (Bild), Georg Filzmoser (Lektorat), alle ORF.at
Explosionen aus Teheran und Jerusalem gemeldet
 
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Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele bzw. Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
Liveticker 05.03.2026 - Teil 2:

Neue Angriffe erschüttern Golfstaaten
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Die Golfregion ist am sechsten Tag des Iran-Krieges von neuen Angriffen erschüttert worden. Von Raketen- und Drohnenangriffen waren unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar, Bahrain und Saudi-Arabien betroffen. In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch Trümmerteile einer abgefangenen Drohne verletzt.

Bei dem Vorfall in einem Industriegebiet wurden sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal verletzt. In Dubai waren Explosionen zu hören. Das emiratische Verteidigungsministerium meldete, dass es sechs ballistische Raketen und 131 Drohnen abgefangen und zerstört habe. Eine Rakete und sechs Drohnen schlugen innerhalb des Landes ein.

Auch in der katarischen Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP bezeichneten die Detonationen als mit die heftigsten seit Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Das Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren.

Detonationen wurden zudem aus Bahrains Hauptstadt Manama gemeldet. In Saudi-Arabien wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei Marschflugkörper und mehrere Drohnen abgefangen.

Angriff auf kurdische Gruppen im Irak
Außerdem setzten der Iran und Israel ihre wechselseitigen Angriffe fort. Aus Teheran und Jerusalem wurden Explosionen gemeldet. Die israelische Armee teilte zudem mit, man habe neuerlich Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz Hisbollah im Libanon angegriffen. Die Miliz hatte am Montag Israel mit Raketen beschossen, seither attackiert das israelische Militär Ziele im Libanon.

Im Irak griff der Iran erneut kurdische Gruppen an. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldeten iranische Medien. US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen die iranische Regierung zu bewaffnen.

Beiruter Vororte: Staus nach Evakuierungsaufruf
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Der militärische Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon hat sich am sechsten Tag des Iran-Krieges weiter verschärft: Vor neuen Angriffen auf Hisbollah-Hochburgen rief die israelische Armee die Einwohner und Einwohnerinnen der dicht bevölkerten südlichen Vororte Beiruts in einer neuen Warnung zur Flucht auf. Auf den Straßen bildeten sich lange Staus.

Liveticker
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23.32 Uhr
Israels Armee beginnt Angriff auf Ziele in Beiruts Vororten
Nach einem Fluchtaufruf für einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Militär am Abend dort Angriffe begonnen. Die Armee habe „Hisbollah-Infrastruktur“ ins Visier genommen, teilt das israelische Militär mit.
Einwohner berichten von lauten Explosionen und aufsteigendem schwarzem Rauch nach einem Angriff in dem Viertel Haret Hreik. Auch aus anderen Gegenden der Stadt gibt es Berichte über zerborstene Fensterscheiben aufgrund der heftigen Explosionen.
Israels Armee hat die Bewohner mehrerer Gegenden, darunter Haret Hreik, am Nachmittag dazu aufgefordert, diese zu verlassen. Es ist das erste Mal gewesen, dass das israelische Militär eine Warnung für ein Gebiet dieser Größe in der Gegend ausgegeben hat.
23.08 Uhr
Bericht: Mädchenschule im Iran während US-Angriffen getroffen
Die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Medienbericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahe gelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der „New York Times“ von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Netzwerken habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe. Dieser werde von der iranischen Revolutionsgarde betrieben.
Rund 200 Tote
Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Marineziele nahe der Straße von Hormus angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, „legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben“, heißt es in der Analyse.
Die „New York Times“ legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt worden ist. Die Regierung habe den Angriff weder dementiert noch bestätigt, heißt es weiter.
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes sind nach iranischen Angaben Samstagfrüh mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen.
22.27 Uhr
Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert
Die Luftstreitkräfte des Iran haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. „Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv“, titelt der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

Reuters/Amir Cohen
22.26 Uhr
Israels Botschafter in Wien zu Kriegszielen
Der israelische Botschafter in Österreich, David Roet, war in der ZIB2 zu Gast und sprach über die Kriegsziele seines Landes. Roet sagte, der Iran solle Israel nicht mehr bedrohen können, ob nun durch Raketen oder das Atomprogramm.
22.17 Uhr
Mehr Macht für Führungstrio in Teheran
Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtet das iranische Onlineportal Didban.
Die Entscheidung dafür hat der Schlichtungsrat getroffen, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.

/AFP/IRIBNEWS
22.13 Uhr
Französischer Rückholflug kehrt wegen Beschusses um
Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air-France-Flug hat wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren müssen. „Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen“, sagt Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot.
Wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender TF1 sagt, wollen rund 5.000 Französinnen und Franzosen die Krisenregion verlassen. 750 davon seien bereits zurückgeholt worden.
21.21 Uhr
NATO verstärkt Raketenabwehr
Die NATO hat nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft erhöht. Die Allianz habe ihre Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, erklärt der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O’Donnell, in sozialen Netzwerken.
Sie solle auf diesem „erhöhten Niveau“ bleiben, bis die Bedrohung durch die „wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region“ nachlasse.
Die aus dem Iran abgefeuerte Rakete ist von einem NATO-Abwehrsystem zerstört worden. Die NATO hat den Iran umgehend dafür verurteilt, die Türkei „ins Visier zu nehmen“.
21.06 Uhr
Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr im Ausland
Israel warnt seine Bürgerinnen und Bürger angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, so der Nationale Sicherheitsrat. In den vergangenen Tagen seien geplante Terrorangriffe auf Israelis vereitelt worden.
Auch in Österreich werden die Sicherheitsvorkehrungen bei der US- und der israelischen Botschaft nach iranischen Drohungen weiter erhöht. Nach einer Massenschlägerei in Wien sind auch Kundgebungen im Fokus – lesen Sie mehr in wien.ORF.at.
21.00 Uhr
Israel beschloss Chameneis Tötung im November
Die Regierung in Jerusalem hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz im November beschlossen, das iranische geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu töten.
Der Einsatz sei ursprünglich für Mitte 2026 geplant gewesen, sagt Katz dem Fernsehsender N12. Wegen der Proteste im Iran und der Sorge vor einem iranischen Angriff sei der Plan jedoch in Abstimmung mit Washington vorgezogen worden. Chamenei ist am Samstag zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe getötet worden.
20.39 Uhr
Israel kündigt „nächste Phase“ im Krieg an
Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. „Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über“, sagte der israelische Armeechef Ejal Samir am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Israel setze „die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fort“ und bereite „weitere Überraschungen“ vor.
19.45 Uhr
Macron stellt Libanon gepanzerte Fahrzeuge zur Verfügung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde, sagt er in sozialen Netzwerken.
Er fordert zudem Israel auf, den Krieg nicht auf den Libanon auszuweiten. An die iranische Führung appelliert er, das Land nicht weiter in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der seine sei. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen.
19.34 Uhr
Außenminister: Iran will weder Waffenruhe noch Verhandlungen mit USA
Der Iran strebt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit weder eine Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an. „Wir fordern keine Waffenruhe“, sagte Araghtschi am Donnerstag dem US-Sender NBC News. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den USA verhandeln sollten.“
„Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen“, sagte Araghtschi weiter.
Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.
19.28 Uhr
Iran meldet Angriff auf US-Flugzeugträger
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger attackiert. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ sei von Kampfdrohnen der Marine der Revolutionsgarden getroffen worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.
Nachdem sich das Schiff nur wenige Hundert Kilometer der iranischen Küste genähert habe, sei es attackiert worden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Dafür gab es von US-Seite zunächst keine Bestätigung.
19.13 Uhr
Selenskyj: USA haben uns um Hilfe bei Umgang mit Drohne gebeten
Die USA haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um Hilfe beim Umgang mit Drohnen im Krieg gegen den Iran gebeten. „Wir haben von den Vereinigten Staaten eine Anfrage nach konkreter Unterstützung beim Schutz vor ‚Schahed‘ im Nahen Osten erhalten“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
Die Ukraine hat Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs „Schahed“, die Russland seit Langem im Krieg gegen sein Nachbarland einsetzt. „Ich habe die Anweisung gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten sicherzustellen, die die erforderliche Sicherheit gewährleisten können“, so Selenskyj.
19.12 Uhr
Sri Lanka evakuiert Besatzungsmitglieder von weiterem iranischen Kriegsschiff
Einen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit Dutzenden Toten durch die USA hat Sri Lanka mehr als 200 Besatzungsmitglieder eines weiteren iranischen Marineschiffes evakuiert. Sein Land habe 208 Besatzungsmitglieder und Kadetten der „Iris Buschehr“ aus Sicherheitsgründen an Land gebracht, sagt Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake in einer Ansprache.
Zuvor hat die Fregatte den Angaben zufolge einen Defekt an einem ihrer Motoren gemeldet. Das Schiff sei von der sri-lankischen Marine übernommen worden.
Sri Lanka hat sich seit Beginn des Krieges neutral verhalten und zum Dialog aufgerufen. Der Iran ist ein wichtiger Abnehmer von Tee aus Sri Lanka, dem wichtigsten Exportgut des Landes.
18.53 Uhr
Ärzte ohne Grenzen bereitet Ausweitung von Nothilfe vor
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen beobachtet die humanitären Bedürfnisse infolge des Krieges und passt ihre Nothilfeprogramme an. Aktuell stehe die Ausweitung der Versorgung im Libanon und im Iran im Fokus, wie es in einer Aussendung heißt.
Die Teams von Ärzte ohne Grenzen im Iran und im Libanon seien derzeit in Sicherheit. In beiden Ländern stehen medizinische Hilfsgüter bereit, die jederzeit eingesetzt werden können.

Reuters/Khalil Ashawi
18.51 Uhr
Iran: Mehr als 500 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert
Der Iran hat seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Weiterhin seien mindestens 2.000 Kampfdrohnen verschiedener Typen von iranischem Boden gestartet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen „informierte militärische Quelle“.
Etwa 40 Prozent der Angriffe sind dem Bericht zufolge gegen Ziele in Israel erfolgt.

Reuters/Ronen Zvulun
18.29 Uhr
Iran bestreitet Angriffe auf US-Botschaft in Saudi-Arabien
Der iranische Botschafter in Saudi-Arabien bestreitet Luftangriffe seines Landes auf die US-Botschaft in dem Golfstaat nachdrücklich. „Wir bestätigen, dass der Iran an dem Angriff auf die US-Botschaft in Riad nicht beteiligt war“, sagt Aliresa Enajati der Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf Raketen- und Drohnenangriffe in dieser Woche, für die Saudi-Arabien den Iran verantwortlich macht.
Bei dem Angriff ist ein begrenztes Feuer ausgebrochen und ein geringer Sachschaden verursacht worden. US-Präsident Donald Trump kündigt an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen.
18.14 Uhr
Medien melden Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran wird erneut von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur ISNA meldet mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldet Raketeneinschläge.
Die israelischen Streitkräfte kündigen unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem Post auf Farsi riefen sie die Menschen auf der Plattform X dazu auf, das Gebiet zu verlassen. Der iranische Machtapparat schnitt allerdings die Bevölkerung weitgehend vom Internet ab.
18.07 Uhr
Ölraffinerie in Bahrain in Brand geraten
In Bahrain ist Regierungsangaben zufolge ein Industriegebiet mit einer Ölraffinerie im Süden des Landes angegriffen worden und in Brand geraten. „Eine Anlage in der Region Maameer wurde angegriffen“, so das Innenministerium auf der Plattform X. Der daraufhin ausgebrochene Brand sei „unter Kontrolle gebracht“ worden, hieß es weiter. Es seien nur begrenzte Sachschäden gemeldet worden. Tote habe es nicht gegeben, teilte das Ministerium mit.
In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, waren indes mehrere Explosionen zu hören, wie Augenzeugen mitteilten. Die nationale Krisenbehörde erklärte auf X, die Luftabwehr habe auf eine „Bedrohung durch Raketen“ reagiert.
17.39 Uhr
WHO setzt Betrieb von Logistikzentrum in Dubai aus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Betrieb eines wichtigen Logistikzentrums in Dubai aufgrund des Kriegs ausgesetzt. Grund sei die unsichere Lage, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Die Störung verhindere den Transport von humanitären Gesundheitshilfsgütern im Wert von 18 Millionen Dollar (etwa 15,5 Millionen Euro). Weitere Lieferungen in Höhe von acht Millionen Dollar könnten das Logistikzentrum derzeit nicht erreichen.
17.32 Uhr
Bericht: Trump will bei iranischer Nachfolge mitreden
US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. „Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, sagt Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro.
Trump habe bestätigt, dass Modschtaba Chamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ajatollah Ali Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu der Revolutionsgarde.
17.19 Uhr
Roter Halbmond: 4.000 zivile Gebäude im Iran zerstört
Bei den amerikanischen und israelischen Bombardierungen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 4.000 zivile Gebäude zerstört worden. Betroffen seien 3.646 Wohngebäude sowie 528 Geschäftseinheiten, berichtet der Rote Halbmond auf Telegram.

IMAGO/Middle East Images
Auch 14 Einrichtungen des Gesundheitswesens seien betroffen, darunter Krankenhäuser sowie Rehabilitationszentren, so die humanitäre Organisation weiter. Drei Kliniken müssen den Angaben zufolge ihren Betrieb infolge der Angriffe einstellen.
17.18 Uhr
Zeugen: Explosionen in Abu Dhabi und Dubai
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Zeugen zufolge an verschiedenen Orten Explosionen und Sirenen zu hören. In Abu Dhabi gebe es mehrere Explosionsgeräusche, in Dubai ertönten Sirenen, wie mehrere Personen an Ort und Stelle Reuters sagen. Auch in einigen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran sind laut staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Explosionen zu hören.
17.03 Uhr
Libanon: Über hundert Tote durch Angriffe seit Montag
Im Libanon sind nach dortigen Behördenangaben seit Montag mehr als hundert Menschen durch israelische Angriffe ums Leben gekommen. Neben den insgesamt 102 Toten gebe es weitere 638 Verletzte, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit.
Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich droht, die als Dahija bekannten Vororte Beiruts würden schon bald wie die Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen. Chan Junis und viele weitere Orte in dem Palästinensergebiet sind im Gaza-Krieg großflächig zerstört worden.
16.56 Uhr
Libanon: Vertriebene schlafen auf der Straße
Dutzende aus dem Süden des Libanon vertriebene Familien haben in der Hauptstadt Beirut Zuflucht gesucht. Die meisten Notunterkünfte sind bereits voll. Die Geflüchteten sind gezwungen, auf der Straße oder in geparkten Autos zu schlafen.
16.49 Uhr
Griechische Seeleute streiken für festgesetzte Kollegen
Griechische Seeleute haben für ihre festgesetzten Kollegen im Nahen Osten demonstriert. Sie fordern, dass alle festsitzenden Seeleute umgehend nach Hause zurückgeführt werden. Insgesamt sollen fast 20.000 Besatzungsmitglieder rund um die Straße von Hormus festsitzen.
16.44 Uhr
WHO: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben 13 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und einen im Libanon bestätigt. Berichte über vier getötete und 25 verletzte Sanitäter würden derzeit geprüft, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz, ohne weitere Details zu nennen.
16.40 Uhr
Weniger Flugstreichungen in der Golfregion
Der Flugverkehr in der Golfregion läuft Schritt für Schritt wieder an. Der auf den Luftfahrtsektor spezialisierte Datendienstleister Cirium zählt aktuell rund hundert kommerzielle Flüge allein auf Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach werden in der gesamten Region aber weiterhin gut 43 Prozent aller Flüge gestrichen.
In Oman sind zuletzt 60 Flieger aus der Hauptstadt Maskat gestartet. Keine Starts werden hingegen auf den Flughäfen in der katarischen Hauptstadt Doha, in Manama (Bahrain) sowie in Kuwait verzeichnet.
16.32 Uhr
Beirut: Staus nach Evakuierungsaufruf
An den Ausläufern der südlichen Vororte Beiruts, in denen die Hisbollah-Miliz ihre Hochburgen hat, bilden sich Staus. Israel hat die Einwohnerinnen und Einwohner zuvor zur Flucht aufgerufen.

IMAGO/Balkis Press
16.25 Uhr
UNO: 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere sitzen fest
In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilt die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen mit.
Seit Kriegsbeginn hat die UNO-Organisation sieben Vorfälle gezählt, in die Schiffe in der Straße von Hormus verwickelt gewesen seien. Dabei seien zwei Menschen gestorben und sechs verletzt worden.
16.20 Uhr
Insider: Hisbollah verlegt Elitekämpfer in Südlibanon
Die proiranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Kämpfer kehren damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hat das Vorgehen zuvor als „existenzielle Verteidigung“ bezeichnet.
16.12 Uhr
Großbritannien verlegt weitere Kampfjets nach Katar
Großbritannien verstärkt seine Luftstreitkräfte in der Region. Premierminister Keir Starmer kündigt die Entsendung von vier zusätzlichen Typhoon-Kampfjets nach Katar an. Damit soll die dortige Staffel ergänzt und „die Verteidigungsoperationen in Katar sowie in der gesamten Region gestärkt“ werden, sagt Starmer auf einer Pressekonferenz.
15.57 Uhr
Flugzeug aus Dubai in Salzburg gelandet
Auf dem Flughafen Salzburg ist vor Kurzem eine Boeing 737 von flydubai gelandet. Es handelt sich um einen regulären Flug der Airline, sagt Flughafensprecher Alexander Klaus – mehr dazu in salzburg.ORF.at.
15.50 Uhr
Schah-Sohn attackiert mögliche Chamenei-Nachfolger
Der iranische Oppositionspolitiker Resa Pahlawi bezeichnet die Wahl eines neuen obersten Religionsführers als aussichtslos. Auf der Plattform X schreibt der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, jeder Kandidat werde ohne Legitimität dastehen und „als Komplize der blutigen Vergangenheit dieses Regimes“ gelten.

Reuters/Jonathan Ernst
Pahlawi nennt ausdrücklich Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, sowie Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini. Beide gehören zum Kreis möglicher Nachfolger.
15.43 Uhr
Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagt die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy, bei einer Pressekonferenz.
Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Mio. Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen. In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt.
15.40 Uhr
Spanien schließt sich Militärhilfe für Zypern an
Nach einem Drohneneinschlag auf einem britischen Militärstützpunkt auf Zypern will sich Spanien der Militärhilfe anderer europäischer Länder anschließen. Madrid werde die Fregatte „Cristobal Colon“ entsenden, um „Schutz und Luftverteidigung“ für Zypern zur Verfügung zu stellen und „jegliche Evakuierung von Zivilisten“ zu unterstützen, erklärt das spanische Verteidigungsministerium.
Deutschland plant seinerseits „keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte“ ins Mittelmeer, wie ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP mitteilt.
15.27 Uhr
Caritas: Humanitäre Lage im Libanon eskaliert
Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten hat dramatische humanitäre Folgen für den Libanon, warnt die Caritas. Bei schweren Luftangriffen und Gefechten entlang der Grenze zu Israel sind laut offiziellen Angaben mindestens 52 Menschen getötet und 154 verletzt worden.

APA/AFP/Rabih Daher
Zehntausende Menschen mussten innerhalb weniger Tage ihre Häuser verlassen. Die Caritas ist deshalb dabei, ihre Nothilfe stark auszuweiten, meldet Kathpress.
15.05 Uhr
Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richte auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen.
Es ist das erste Mal, dass das israelische Militär ein Gebiet dieser Größe in der Gegend zu Evakuierungen aufruft. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.
15.02 Uhr
Bericht: Iran greift US-Hauptquartier im Irak an
Das iranische Militär greift einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens zufolge das Hauptquartier des US-Militärs im irakischen Erbil mit Drohnen an. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
14.59 Uhr
Angriffe in Israel „insgesamt weniger geworden“
In Haifa sei es zuletzt im Gegensatz zu Tel Aviv und Jerusalem ruhig geblieben, berichtet ORF-Korrespondent Nikolaus Wildner. Die Angriffswellen aus dem Iran hätten sich zwar insgesamt reduziert, dennoch gelinge es dem Iran durch einzelne Raketenangriffe, das „Alltagsleben großteils lahmzulegen“.
14.54 Uhr
Israel beendet zwölfte Angriffswelle gegen Teheran
Israel hat nach Angaben eines Militärsprechers die zwölfte Angriffswelle gegen den Iran beendet. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, heißt es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarde angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.
14.40 Uhr
Insider: Israel greift unterirdische Stellungen im Iran an
Israel beginnt Insidern zufolge die zweite Phase des Krieges gegen den Iran. Das Ziel israelischer Kampfjets seien nun unterirdische ballistische Raketenstellungen, sagen zwei mit den Plänen vertraute Personen.
14.35 Uhr
EU und Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog auf
Die Europäische Union und der Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog und Diplomatie auf. Gleichzeitig bekräftigen sie in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Golfstaaten das Recht haben, sich gegen den Iran zu verteidigen.

AP/Virginia Mayo
„Die Minister bekräftigten ihr Engagement für regionale Stabilität und forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts“, heißt es in der Mitteilung nach einer Videokonferenz der Außenminister Europas und der Golfstaaten.
14.31 Uhr
Augenzeugen: Schwarzer Rauch über Norden von Riad
Über dem Norden der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer Rauch zu sehen. Das berichten Reuters-Augenzeugen. Zuvor sind Insidern zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel von Riad angewiesen worden, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten. Als Grund wird auf eine mögliche, aber nicht näher beschriebene Bedrohung verwiesen.
14.16 Uhr
Libanon will Aktivitäten der Revolutionsgarde verbieten
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam fordert ein Verbot aller militärischen Aktivitäten der iranischen Revolutionsgarde im Libanon. Das teilt der Informationsminister des Landes mit.

Reuters/Mohamed Azakir
Ein solches Verbot würde den Weg für die Abschiebung von Mitgliedern der Garde ebnen. Zudem würden alle im Libanon befindlichen Mitglieder der Revolutionsgarde verhaftet.
14.00 Uhr
Todesopfer im Krieg gegen den Iran
Iran: Der Hilfsorganisation Iranischer Roter Halbmond zufolge gibt es bisher mindestens 1.045 Tote. Es ist unklar, ob die Gesamtzahl der Todesopfer auch Verluste der Revolutionsgarde einschließt.
Die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen berichtet von 1.230 Toten. Die in den USA ansässige Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) meldet allein 1.114 getötete Zivilistinnen und Zivilisten.
Israel: Dem israelischen Roten Davidstern zufolge sind bisher zehn Zivilistinnen und Zivilisten getötet worden. Das Militär meldet keine Verluste.
USA: Laut US-Zentralkommando sind sechs US-Soldaten bei einem Angriff auf eine Einrichtung in Kuwait getötet worden.
Libanon: Das libanesische Gesundheitsministerium berichtet von 77 Menschen, die bisher bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen sind.
Kuwait, Bahrain, Oman, VAE, Syrien: Zwei kuwaitische Soldaten und eine Zivilperson sind bisher getötet worden. In Oman ist eine Person beim Beschuss eines Öltankers ums Leben gekommen. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) werden bisher drei Todesopfer gemeldet. Syriens Behörden berichten von vier Toten nach dem Einschlag einer iranischen Rakete.

05.03.2026, Katja Lehner (Text), Lukas Krummholz (Bild), Michaela Pichler (Lektorat), alle ORF.at
Neue Angriffe erschüttern Golfstaaten
 
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#16
Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele bzw. Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
Liveticker 06.03.2026 - Teil 1:

Israel greift Ziele in Teheran und Beirut an
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Iraels Luftstreitkräfte haben in der Nacht auf Freitag Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran und der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der Iran griff indessen Ziele in Bahrain an, auch Saudi-Arabien und Katar wehrten Angriffe ab.

UNHCR: Lage in Nahost „humanitärer Notfall“
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Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als „großen humanitären Notfall“ ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, hieß es am Freitag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.

Liveticker
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14.04 Uhr
Türkei setzt Flüge nach Nahost aus
Die Türkei setzt Flüge in mehrere Länder des Nahen Ostens bis 9. März aus. Betroffen seien der Iran, der Irak, Syrien, der Libanon und Jordanien, teilt der Verkehrsminister mit.
Die Fluggesellschaften Turkish Airlines und Pegasus Airlines hätten zudem Flüge in den Iran bis zum 12. beziehungsweise 20. März aus dem Programm genommen. Flüge in die Golfstaaten Katar, Kuwait, Bahrain und Vereinige Arabische Emirate fänden heute nicht statt.
13.49 Uhr
Dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge haben einige Länder Vermittlungsbemühungen aufgenommen. „Unsere Antwort an sie ist klar: Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein“, schreibt Peseschkian in einem Post auf X.
Die iranische Führung zögere nicht, „die Würde und Autorität unseres Landes zu verteidigen“. Die Bemühungen sollten sich an jene richten, die „das iranische Volk unterschätzt und diesen Konflikt begonnen haben“, schreibt Peseschkian weiter, ohne konkrete Namen zu nennen.
13.40 Uhr
„Massive Truppenaufmärsche“ kurdischer Einheiten
US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran. An der iranischen Grenze soll es bereits zu „massiven Truppenaufmärschen“ kurdischer Einheiten kommen, sagt ORF-Reporter Paul Huemer.
13.35 Uhr
Maersk setzt mehrere Fahrten nach Nahost aus
Der zweitgrößte Reeder der Welt, Maersk, stellt Fahrten auf einigen Nahost-Routen vorübergehend ein. Betroffen seien der Dienst FM1 zwischen Fernost und dem Nahen Osten sowie die Route ME11, die den Nahen Osten mit Europa verbinde. „Diese Entscheidung wurde als Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Sicherheit unseres Personals und unserer Schiffe zu gewährleisten“, heißt es in einer Kundenmitteilung.
Man wolle zudem die Betriebsstörungen im gesamten Netzwerk minimieren. Die Entscheidung der dänischen Reederei betrifft auch den Allianzpartner Hapag-Lloyd, der seine Dienste auf einigen Strecken gemeinsam mit Maersk anbietet.
13.22 Uhr
Lufthansa bricht Linienflug nach Riad ab
Die AUA-Mutter Lufthansa hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. „Sicherheit geht vor.“ Laut Lufthansa ist der saudische Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt gewesen.
Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden.
13.13 Uhr
Aserbaidschan zieht Diplomaten aus Iran ab
Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in Aserbaidschan kündigt die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen Personals aus dem benachbarten Iran an. Das betreffe sowohl die Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagt Außenminister Ceyhun Bayramov. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit.
Er habe gestern mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araktschi über das Thema gesprochen, sagt Bayramov weiter. „Die iranische Seite hat versprochen, den Vorfall gründlich zu untersuchen, und wir erwarten Ergebnisse.“
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev wirft dem Iran einen „terroristischen“ Drohnenangriff vor und droht mit Vergeltung. Teheran bestreitet die Attacke und beschuldigt Israel.
13.01 Uhr
Erstes Freitagsgebet seit Kriegsbeginn in Teheran
In Teheran haben sich zahlreiche Menschen zum ersten Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges versammelt. Schwarz gekleidete Menschenmassen sind auf den Platz vor der Großen Moschee in der iranischen Hauptstadt geströmt, einige Menschen haben die iranische Flagge geschwenkt, wie iranische Medien zeigen.
Es ist das erste Gebet seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Über einen Lautsprecher sind Gebete im Andenken an Chamenei verlesen worden.

Reuters/Majid Asgaripour
Aufnahmen aus weiteren iranischen Städten, darunter Ilam und Borudscherd im Westen und Sahedan im Südosten des Landes, zeigen ähnliche Bilder.
12.53 Uhr
Israel: 50 Jets beschießen Chameneis Bunker in Teheran
Dem israelischen Militär zufolge haben 50 Kampfjets die unterirdischen Bunker des Obersten Führers in Teheran beschossen. Der Bunker habe dem getöteten Ali Chamenei gedient. Die Anlage werde aber noch immer von Angehörigen der iranischen Führung genutzt, teilt das israelische Militär mit.
Das israelische Militär hat außerdem einen Evakuierungsbefehl für die iranische Stadt Ghom erteilt. Dies betreffe ein Industriegebiet, heißt es in der Eklärung. Bewohnerinnen und Bewohner seien aufgerufen, das Gebiet zu verlassen. Ghom liegt im Zentrum des Irans, südlich von Teheran, und gilt den Schiiten als heilige Stadt.
12.49 Uhr
Tote nach Angriffen im Libanon gemeldet
Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter israelischer Angriffe geworden. Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der libanesischen Küstenstadt Sidon sind nach Angaben von Behörden im Libanon fünf Menschen ums Leben gekommen. Demnach sind sieben weitere Menschen verletzt worden.
Bei einem der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein Hamas-Mitglied gehandelt haben.
Die Hisbollah bekennt sich unterdessen zu dem Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Aus Kreisen der UNO-Friedensmission UNIFIL wird die Zahl der in Richtung Israel abgegebenen Geschoße auf etwa 250 beziffert.
12.41 Uhr
Bodentruppen: Trump spricht von „Zeitverschwendung“
US-Präsident Donald Trump äußert sich mit Blick auf einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran zurückhaltend. In einem Telefoninterview mit NBC News habe er zu verstehen gegeben, dass eine Invasion des Iran nichts sei, worüber er derzeit nachdenke, berichtet der TV-Sender mit Sitz in New York.
„Es ist Zeitverschwendung. Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren konnten“, sagt Trump demnach. Konkret sei er zu einem Kommentar des iranischen Außenminister Abbas Araktschi befragt worden, der gesagt habe, sein Land sei „bereit für eine Invasion US-amerikanischer und israelischer Truppen“. Das habe Trump als „überflüssigen Kommentar“ bezeichnet.
12.35 Uhr
CARE: „Im ganzen Libanon breitet sich Panik aus“
„Im ganzen Libanon breitet sich Panik aus. Bereits seit Tagen fliehen die Menschen aus dem Süden des Landes“, berichtet Michael Adams, CARE-Länderdirektor im Libanon. Nach dem israelischen Evakuierungsaufruf für einen Großteil der Beiruter Vororte werden nun Wohnungen, Krankenhäuser und Sammelunterkünfte geräumt.
„Die beiden Hauptfluchtstraßen sind komplett blockiert. Autos bewegen sich im Schneckentempo. Die Lage ist chaotisch“, so Adams. Die NGO bereitet sich auf einen starken Anstieg des humanitären Bedarfs im Land vor.

Reuters/Claudia Greco
12.18 Uhr
Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran droht die Führung in Teheran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“.
„Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, heißt es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
12.01 Uhr
Iranischer Botschafter sieht starken Rückhalt
Das iranische Regime sieht nach den Bombenangriffen der USA und Israels einen starken Rückhalt im Volk. „Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Regierung“, sagt der iranische Botschafter in Wien, Asadollah Eschragh Dschahromi, im APA-Interview.

APA/Hans Klaus Techt
Von den gezielten Tötungen der Führung zeigt er sich unbeeindruckt. Die Regierung funktioniere, sagt er. „Wir sind gut darauf vorbereitet, unser Land so lange zu verteidigen, wie das erforderlich ist.“ In den nächsten Tagen werde auch ein neuer oberster geistlicher Führer des Landes gewählt, sagt der Diplomat.
12.00 Uhr
Israels Botschafter in Wien: Nehmen Drohungen sehr ernst
Drohungen des Iran mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit nimmt der israelische Botschafter in Österreich, David Roet, „sehr ernst“. Teheran habe bereits in der Vergangenheit israelische Botschaften angegriffen, sagt Roet der APA.
Das Ziel des Krieges gegen den Iran sei „klar“: Der Iran dürfe Israel und die Welt nicht mit seinen nuklearen Fähigkeiten bedrohen. Ein Regimewechsel sei eine Sache der Iraner.
11.47 Uhr
UNHCR: Lage im Nahen Osten „humanitärer Notfall“
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als „großen humanitären Notfall“ ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit.

Reuters/Khalil Ashawi
Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.
11.42 Uhr
Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit April 2024
Der Preisanstieg bei Rohöl setzt sich auch nach einem kurzen Rückgang fort. Der Preis für US-Öl der Sorte Brent steigt heute um bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar (73,30 Euro) je Barrel, den höchsten Stand seit April 2024. Die Nordsee-Sorte Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66 Dollar (75,68 Euro) je Fass ebenfalls ein 23-Monatshoch.

Grafik: APA/ORF; Quelle: APA
Das Goldemirat Katar rechnet damit, dass alle Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagt der Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem Interview mit der „Financial Times“.
11.35 Uhr
Angriffe der letzten Stunden
Israel hat in der Nacht eine „großangelegte Angriffswelle“ gegen den Iran gestartet. Iranische Medien haben Angriffe im Zentrum, im Osten und im Süden gemeldet. Behörden sprechen von über 20 Toten in Schiras.
Im Libanon – in den Vororten Beiruts – bombardiert das israelische Militär eigenen Angaben nach Stellungen der Hisbollah-Miliz. Diese droht mit Gegenschlägen.
Der Iran hat eigenen Angaben nach wiederum eine neue Welle an Raketen auf Israel gefeuert. Dort sind keine Verletzten gemeldet worden. Er setzt auch Angriffe in der Golfregion fort: Bahrain erklärt, bei iranischen Angriffen auf die Hauptstadt Manama seien ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Saudi-Arabien sagt derweil, man habe ballistische Raketen und Drohnen abgefangen.
Katar gibt an, einen Drohnenangriff auf den US-Luftstreitkräftestützpunkt al-Udeid abgewehrt zu haben. Im irakischen Kurdistan ist ein von der US-Firma HKN Energy betriebenes Ölfeld Ziel eines Drohnenangriffs. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden Bewohner vor einer möglichen Raketenbedrohung gewarnt.
10.59 Uhr
Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden
Der Militäreinsatz der USA mit Luftangriffen auf den Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet, die Bandbreite der angenommenen Kosten ist allerdings groß.

Reuters/U.S. Navy
So geht das Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7 Milliarden Dollar (rund 3,2 Mrd. Euro) in den ersten vier Tagen aus. Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat.
10.53 Uhr
Einwohner von Dubai erhalten Warnung
Die Einwohner und Einwohnerinnen von Dubai haben vom Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate eine Warnung auf ihre Handys erhalten, sich wegen möglicher „Raketenbedrohungen“ in Sicherheit zu bringen.
„Aufgrund der aktuellen Lage und potenzieller Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen fern“, heißt es in der Warnung.
10.47 Uhr
Kreml: Krieg treibt Nachfrage nach russischem Öl und Gas
Der Krieg im Iran hat nach Darstellung des Kreml die Nachfrage nach russischem Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl über Pipelines als auch in verflüssigter Form.
10.37 Uhr
Türk besorgt wegen israelischer Evakuierungsbefehle
UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußert sich besorgt über die umfassenden israelischen Evakuierungsaufforderungen für den Südlibanon und die südlichen Vororte von Beirut. Diese pauschalen Anordnungen zur Umsiedlung beträfen Hunderttausende Menschen, sagt Türk. Das werfe ernste Fragen im Hinblick auf das humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere wenn es um Zwangsumsiedlungen gehe.
10.23 Uhr
Israel gibt Update zu Verletzten seit Samstag
Seit Beginn des Krieges sind laut Israels Gesundheitsministerium mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden laut Ministerium auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt werden.

APA/AFP/Maya Levin
In den vergangenen 24 Stunden seien nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Spitäler eingeliefert worden, darunter eine schwer verletzte Person. Insgesamt sind in Israel im Zuge des Krieges bisher elf Menschen getötet worden. Im Iran sollen laut der in den USA ansässigen Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) seit Samstag mehr als 1.160 Menschen ums Leben gekommen sein.
10.15 Uhr
Universitäten im Iran stellen Betrieb ein
Im Iran sind die Universitäten wegen des Krieges bis auf Weiteres geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden, berichtet das Onlineportal Eslahat-News, das der Reformbewegung nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder Unterricht in Präsenz noch Onlinelehre werde stattfinden.
10.10 Uhr
Festnahmen in Großbritannien
In Großbritannien hat die Polizei vier Männer unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausgespäht zu haben, wie die Polizei mitteilt. Bei den Verdächtigen im Alter zwischen 22 und 55 Jahren handle es sich um einen Iraner und drei britisch-iranische Doppelstaatler.
Sie seien im Norden Londons und dem Vorort Watford festgenommen worden. Im Zuge der seit Längerem laufenden Ermittlungen seien außerdem sechs weitere Männer wegen des Verdachts der Beihilfe in Gewahrsam genommen worden.
9.58 Uhr
Bericht: Keine Verletzten nach Angriff auf Israel
Bei dem iranischen Angriff auf Zentralisrael sind bisher keine Verletzten gemeldet worden. Das berichtet die Nachrichtenseite Times of Israel unter Verweis auf Mediziner. Nach Einschätzung des Militärs ist eine geringe Anzahl von Raketen im Rahmen des Angriffs abgefeuert worden. Es liegen keine Berichte über direkte Einschläge in Wohngebieten vor.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten unterdessen von acht Explosionen in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv.
9.47 Uhr
Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert
Die iranischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine neue Welle an Raketen auf Israel gefeuert. Das berichten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim. In Israel ist Raketenalarm ausgelöst worden.
9.42 Uhr
Iran: 20 Tote bei Angriffen auf Schiras
Bei US-israelischen Angriffen auf die Region der südiranischen Stadt Schiras sind laut Angaben eines Behördenvertreters mindestens 20 Menschen getötet worden. 30 weitere Menschen seien bei dem „Terroranschlag“ verletzt worden, sagt der stellvertretende Gouverneur der Provinz Fars, Dschalil Hasani, einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge.
Die Angriffe haben sich Hasanis Angaben zufolge in einem Wohngebiet ereignet. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
9.39 Uhr
Iranische Medien melden landesweite Angriffe
Iranische Medien melden landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei Kleinstädte bombardiert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Im Osten der Stadt sei es ebenfalls zu Luftangriffen gekommen. Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt worden.

Reuters/Social Media
Auch in Teheran melden Bewohner eine neue Angriffswelle. Augenzeugen zufolge ist das Donnern von Kampfflugzeugen in niedriger Flughöhe über den Dächern zu hören gewesen.
Rund 150 Kilometer südlich Teherans seien außerhalb der Pilgerstadt Ghom, des spirituellen Zentrums des Landes, zwei Militärstützpunkte bombardiert worden, berichtet die regierungsnahe Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf das Gouverneursamt. Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.
9.26 Uhr
EU-Verteidigungskommissar: Müssen Rüstungsproduktion ankurbeln
Angesichts der Iran-Krise sei „ganz klar“ geworden, dass Europa die Produktion von Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochfahren müsse, sagt EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Vizeregierungschef Wladyslaw Kosiniak-Kamysz.
„Die Amerikaner werden nicht in der Lage sein, genug zu liefern: für die Golfstaaten, für ihre eigenen Streitkräfte und für die Ukraine“, fügt er hinzu.
9.13 Uhr
Öl verbilligt sich leicht
Die Nordsee-Ölsorte Brent verbilligt sich in der Spitze um 2,6 Prozent auf 83,16 Dollar (71,58 Euro) je Fass. Das US-Öl WTI wird mit 78,24 Dollar je Fass zeitweise 3,4 Prozent niedriger gehandelt.
Wegen der Furcht vor langfristigen Lieferstörungen durch den Krieg in Nahost haben sich Brent und WTI in dieser Woche um gut 16 beziehungsweise 19 Prozent verteuert. Anleger hoffen nun auf Maßnahmen der US-Regierung, um den Ölpreisanstieg zu begrenzen.
8.59 Uhr
Zypern: Angriffe stammen aus Libanon
Nach Angriffen auf Zypern ist Präsident Nikos Christodoulides um Beruhigung bemüht. „Alle Angriffe, die bisher in Zypern erfolgt sind, richten sich ausschließlich gegen die britischen Basen. Die meisten dieser Angriffe stammen aus dem Libanon“, sagt er gegenüber dem Sender Skai.
Gleichzeitig betont er, dass er in ständigem Kontakt mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun stehe und bereits ein Telefongespräch mit ihm geführt habe. Auf die Frage nach der Möglichkeit eines ballistischen Angriffs aus dem Iran antwortet Christodoulides, dass nichts ausgeschlossen werden könne.
8.48 Uhr
Indonesien droht mit Rückzug aus Trumps Friedensrat
Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen.
Präsident Prabowo Subianto macht den Verbleib von Fortschritten für die Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen, teilt die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.
8.41 Uhr
Syrien öffnet Luftkorridor
Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagt der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari.
Zudem seien die Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder freigegeben worden. Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.
8.35 Uhr
USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilt US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohölverkauf steigern können. Die US-Regierung spielt diesen Aspekt herunter. „Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen“, betont Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei.
8.26 Uhr
Emirates und Etihad nehmen Flugbetrieb eingeschränkt auf
Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad nehmen den Flugbetrieb von ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in begrenztem Umfang wieder auf. Emirates teilt mit, bis auf Weiteres 82 Destinationen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei.
Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigt an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris. Wien wird in der Etihad-Mitteilung nicht genannt. Die Sicherheitslage bleibt jedoch fragil.

Reuters/Raghed Waked (Archivbild)
8.18 Uhr
Iran: Führungsrat befasst sich mit Chamenei-Nachfolge
Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung haben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni-Edschei und der Kleriker Aliresa Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers geplant, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Wann der Rat zusammenkommt, bleibt aber unklar.
8.12 Uhr
Selenskyj: Hilfsanfrage der USA
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben die USA um Unterstützung beim Schutz gegen iranische Schahed-Drohnen gebeten. „Wir haben eine Anfrage der USA für spezifische Unterstützung zum Schutz gegen Schaheds in der Nahost-Region bekommen“, bestätigt Selenskyj auf der Plattform X.
Er habe Anweisungen gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Präsenz ukrainischer Spezialisten zu gewährleisten, schreibt er. „Die Ukraine hilft Partnern, die zur Gewährleistung unserer Sicherheit und zum Schutz des Lebens unserer Bevölkerung beitragen.“
Er bringt einen Tausch ukrainischer Abfangdrohnen gegen Raketen des Flugabwehrsystems Patriot ins Spiel. Im Iran-Krieg seien angeblich in drei Tagen mehr als 800 Patriot-Raketen verschossen worden, sagt er. So viele habe die Ukraine in mehr als vier Jahren des russischen Angriffskrieges nicht zur Verfügung gehabt.
8.05 Uhr
Kriegleder (ORF): „Kriegsnacht ganz ohne Alarm“
„In Zentralisrael haben wir überhaupt zum ersten Mal eine Kriegsnacht ganz ohne Alarm und Raketenbeschuss erlebt. Der letzte Alarm war gestern um 23.00 Uhr“, berichtet ORF-Korrespondent David Kriegleder aus Tel Aviv. „In Israel versucht man daher ein Stück weit und langsam die Notfallverordnung für die Zivilbevölkerung zu lockern.“
Angespannt bleibe es an der Nordfront, so Kriegleder. Vollständig erreicht habe Israel noch keines seiner Ziele. Deshalb sollen die Angriffe laut Armeeangaben noch ein, zwei Wochen weitergehen, sagt er.
7.56 Uhr
Israel: Dutzende Hisbollah-Ziele in Beirut angegriffen
Die israelischen Streitkräfte geben an, in der Nacht Dutzende mehrstöckige Gebäude in den südlichen Vororten Beiruts angegriffen zu haben. Die Gebäude seien von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden.

APA/AFP/AFPT
Zu den in der Nacht angegriffenen Zielen gehören laut Militärangaben das Hauptquartier des Exekutivrats der Hisbollah und ein Lagerhaus, in dem Drohnen aufbewahrt gewesen sein sollen. Israels Armee hat zuvor Einwohnerinnen und Einwohner der Vororte zur Flucht aufgerufen.
7.48 Uhr
Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an
Die Streitkräfte des Iran haben eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtet der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.
Die iranische Militärführung berichtet unterdessen über Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftstreitkräftestützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.
7.44 Uhr
Zeitung: VAE erwägen Einfrieren iranischer Vermögenswerte
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
7.35 Uhr
Huemer (ORF): Anspannung an türkisch-iranischer Grenze
An der türkischen Grenze zum Iran sei die Stimmung „ruhig, aber angespannt“, berichtet ORF-Journalist Paul Huemer vom Grenzübergang Kapiköy. „Von großen Menschenmassen, die versuchen, die Grenze zu überqueren, ist dort nichts zu sehen.“
In der Region befürchten aber viele große Fluchtbewegungen aus dem Iran. „Die riesige Flüchtlingsbewegung aus Syrien ist noch nicht lange her, und viele haben sie als große Belastung erlebt.“
7.24 Uhr
Bahrain: Hotel bei iranischen Angriffen beschädigt
Bei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei „materieller Schaden“ entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, erklärt das Innenministerium im Kurzbotschaftendienst X. In einem der Wohngebäude sei ein Feuer ausgebrochen, das aber mittlerweile gelöscht ist.

Reuters
7.11 Uhr
Saudi-Arabien, Katar: Drohnenangriffe abgewehrt
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört worden, erklärt das saudi-arabische Verteidigungsministerium auf X. Zuvor hat das Ministerium mitgeteilt, drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in Richtung des Prinz-Sultan-Luftstreitkräftestützpunkts abgefeuert worden.
In Katar ist ein Drohnenangriff auf den Luftstreitkräftestützpunkt al-Udaid abgewehrt worden. Es handelt sich um den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.
7.02 Uhr
Trump ermutigt Kurden im Irak zu Angriffen auf Iran
US-Präsident Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran. „Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre dafür“, sagt er Reuters. Iranisch-kurdische Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen. Die im irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainierten für einen solchen Angriff.
Sicherheitskreisen zufolge hat es zuletzt zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im irakischen Kurdistan gegeben. Zudem ist auf einem von der US-Firma HKN Energy betriebenen Ölfeld im irakischen Kurdistan nach einem Drohnenangriff die Produktion gestoppt worden. Noch bekennt sich niemand zu dem Angriff. Kurdische Vertreter beschuldigen jedoch mit dem Iran verbündete irakische Milizen.
6.49 Uhr
Hegseth: „Wir haben keinen Mangel an Munition“
„Wir haben keinen Mangel an Munition“, sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne „so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist“. Die Regierung im Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagt Hegseth an Teheran gewandt.
Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief im Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe Teherans. Auch die iranische Marine sei schwer getroffen worden. Inzwischen liege die Zahl der zerstörten oder versenkten Schiffe bei mehr als 30.
6.37 Uhr
Hisbollah droht Israel nach Angriffen in Beirut
Die libanesische Hisbollah fordert Israelis zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in einem Umkreis von fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden müssen.
Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärt die Miliz weiter. Zuvor hat Israel Angriffe auf die dicht besiedelten Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Einwohner berichten von Explosionen.

APA/AFP/Fadel Itani
6.33 Uhr
Iran: Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert
Die iranische Revolutionsgarde erklärt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen, Ziel seien Orte „im Zentrum von Tel Aviv“. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten von Explosionen in der israelischen Stadt.
6.31 Uhr
Israel greift erneut Ziele in Teheran an
Israels Luftstreitkräfte greifen erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine „großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet“, gibt die Armee bekannt. Israels Generalstabschef Ejal Samir hat zuvor eine neue Phase der Angriffe gegen den Erzfeind angekündigt.
Das iranische Staatsfernsehen berichtet über Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt.

06.03.2026, Katja Lehner (Text), Christian Öser (Bild), beide ORF.at/Agenturen
Israel greift Ziele in Teheran und Beirut an
 
Zuletzt bearbeitet:

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#17
Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele bzw. Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
Liveticker 06.03.2026 - Teil 2:

Liveticker
+

20.51 Uhr
Trump bei Zeremonie für getötete Armeeangehörige
US-Präsident Donald Trump nimmt morgen an einem Militärritual für sechs im Iran-Krieg getötete US-Soldatinnen und Soldaten teil.
Die sterblichen Überreste der fünf Männer und einer Frau werden auf eine Luftwaffenbasis in Dover im US-Bundesstaat Delaware überführt.
Die Soldaten sind bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden.
20.47 Uhr
Bericht: Riad intensiviert Kontakte mit Iran
Die Regierung von Saudi-Arabien hat einem Bericht zufolge ihre direkten Kontakte mit Teheran intensiviert, um den Iran-Krieg einzudämmen.
Laut „Bloomberg“ hätten saudische Diplomaten ihre Kanäle zur iranischen Führung genutzt, mit dem Ziel, die Spannungen abzubauen und eine Verschärfung des Konflikts zu verhindern.
20.29 Uhr
Iranisches Kriegsschiff in Indien vor Anker
Ebenso wie Sri Lanka hat Indien ein iranisches Kriegsschiff in einem seiner Hafen anlegen lassen. Die „Iris Lavan“ liege seit Mittwoch im Hafen von Kochi vor Anker, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

IMAGO/ZUMA Wire/Iranian Army Office
Indien sei vom Iran mit der Anfrage kontaktiert worden, die „Iris Lavan“ „aufzunehmen“. Die Anfrage sei am Samstag und damit „Tage vor dem ‚Iris-Dena‘-Vorfall südlich von Sri Lanka“ erfolgt, heißt es aus der indischen Regierung zu AFP.
Ein Anlegen in Kochi sei in der Anfrage wegen „technischer Probleme“ als „dringend erforderlich“ angegeben worden. Die 183 Besatzungsmitglieder seien derzeit in Marineeinrichtungen in Kochi untergebracht.
19.45 Uhr
Israel: Angriff auf Revolutionsgarde im Libanon
Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarde in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen.
Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilt die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, heißt es weiter.
19.35 Uhr
Frankreich entsendet Hubschrauberträger
Frankreich verlegt neben dem Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilt der Generalstab der Streitkräfte mit.
„Ein amphibischer Hubschrauberträger wird im Mittelmeer eingesetzt, um die französischen Streitkräfte im Rahmen der Krise im Nahen und Mittleren Osten zu ergänzen“, heißt es.
Der Hubschrauberträger „Tonnerre“ habe in Begleitung einer Fregatte seinen südfranzösischen Heimathafen Toulon verlassen. Ein weiterer französischer Hubschrauberträger befindet sich bereits im Rahmen einer anderen Mission im Nahen Osten.
19.32 Uhr
Weißes Haus: Erreichen Ziele in vier bis sechs Wochen
Die USA gehen nach eigenen Angaben von einem Erreichen aller Ziele im Iran in vier bis sechs Wochen aus. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagt zudem, dass das US-Militär über ausreichende Munitionsbestände für den Konflikt verfüge.
Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen sich im Laufe des Tages mit führenden Rüstungsherstellern treffen.
19.24 Uhr
UNO-Chef fordert Ende der Angriffe
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres fordert ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs. „Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren“, sagt Guterres in New York.
Die Angriffe seien „rechtswidrig“, führten zu „enormem Leid“ bei der Bevölkerung in der Region und stellten eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. „Die Situation könnte außer Kontrolle geraten“, warnt der UNO-Chef. „Das Risiko könnte gar nicht höher sein.“
19.08 Uhr
NGO: 300.000 Vertriebene im Libanon
Im Libanon sind nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats 300.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. Das teilt die internationale Nichtregierungsorganisation mit.
AP/Hassan Ammar
Der Norwegische Flüchtlingsrat hilft Menschen, die zur Flucht gezwungen werden, leistet Nothilfe und setzt sich für den Schutz von Menschenrechten in Krisengebieten weltweit ein.
18.31 Uhr
USA: Iran hat zwölf Länder attackiert
Die USA kündigen eine Reaktion auf iranische Angriffe auf Zivilistinnen und Zivilisten im gesamten Nahen Osten an.
Der Iran habe seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf die Islamische Republik in der vergangenen Woche zwölf verschiedene Länder attackiert, sagt Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos (Centcom). „Das ist inakzeptabel und wird nicht unbeantwortet bleiben“, so Cooper.
18.22 Uhr
Politico: US-Militär wappnet sich für längeren Krieg
Laut einem Bericht des US-Magazins Politico trifft das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) Vorkehrungen für einen deutlich längeren Kriegsverlauf.
Centcom habe das Pentagon aufgefordert, mehr Geheimdienstoffiziere in sein Hauptquartier in Tampa zu entsenden, wie Politico meldet. Ziel sei es, Operationen gegen den Iran für mindestens 100 Tage, wahrscheinlich jedoch bis September zu unterstützen.
US-Außenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht unterdessen davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das habe Rubio arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mitgeteilt, schreibt das Portal Axios. US-Präsident Donald Trump hat gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus.
18.03 Uhr
Bericht: Zieldaten aus Moskau für Iran
Russland versorgt den Iran einem Medienbericht zufolge mit Informationen über Standorte von US-Kriegsschiffen und -Flugzeugen im Nahen Osten.
Das genaue Ausmaß der russischen Hilfe sei unklar, schreibt die „Washington Post“. Die eigenen Fähigkeiten des iranischen Militärs zur Ortung von US-Streitkräften seien jedoch seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar beeinträchtigt.
17.53 Uhr
IEA-Chef: „Keine weltweite Ölknappheit“
Der Anstieg der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs ist nach Einschätzung des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA) nicht auf einen grundsätzlichen Mangel zurückzuführen.

AP/Omar Havana
„Es gibt genügend Öl. Es gibt keine weltweite Ölknappheit“, sagt Fatih Birol in Brüssel. Das Problem sei die Störung der Ölversorgung wegen Logistikproblemen.
17.49 Uhr
Netanjahu: Israel könnte Angriffe intensivieren
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht.
Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: „erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List“, sagt Netanjahu. Israel sei auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden.
17.22 Uhr
Kuwait drosselt Ölproduktion wegen voller Lager
Kuwait fährt laut der Zeitung „Wall Street Journal“ die Produktion auf einigen Ölfeldern zurück, weil die Lagerkapazitäten für Rohöl erschöpft sind.
Das OPEC-Gründungsmitglied diskutiert laut der Zeitung, seine Produktions- und Raffineriekapazitäten weiter zu begrenzen. Die Förderung soll auf das Niveau reduziert werden, das zur Deckung des heimischen Verbrauchs nötig ist.
17.13 Uhr
Merz warnt vor „endlosem Krieg“
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat seine Tonlage zum Iran-Krieg verändert und vor einem „endlosen Krieg“ und einem Zerfall des Iran gewarnt. „Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir (…) wachsende Risiken“, schreibt Merz in einer Erklärung. Diese beträfen die Sicherheit Israels sowie der Partner in der Region, aber auch die Staatlichkeit und territoriale Integrität des Iran. „Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse“, mahnt er.
Auslöser der neuen Sorgen ist unter anderem, dass US-Präsident Trump nun auch irakische Kurden zum Eingreifen bewegen will und Israel großflächig die libanesische Hauptstadt Beirut angreift. Merz warnt vor „auf iranischem Boden ausgetragenen Stellvertreterkonflikten“. Er fügt hinzu: „Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und Migration.“
17.02 Uhr
Beratungen zwischen EU und Ländern der Kriegsregion
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs sprechen EU-Ratspräsident Antonio Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Anfang nächster Woche per Videokonferenz mit Staats- und Regierungsspitzen aus dem Nahen Osten und der Golfregion.
Bei dem Austausch soll es unter anderem um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region gehen, erklärt eine Sprecherin von Costa. Zudem soll über „Wege zur Beendigung“ des Iran-Kriegs gesprochen werden. Die Sprecherin hat keine Angaben darüber gemacht, welche Staats- und Regierungschefs an dem Treffen teilnehmen werden.
16.55 Uhr
Israel warnt Bürger vor Gefahr iranischer Streubomben
Die israelischen Behörden warnen ihre Bürgerinnen und Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben. Die Polizei hat einen Aufruf veröffentlicht, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläutert.
Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, „seien es Drohnen oder Raketen“, sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die „Gefahr von Streumunition“.
Die Polizei hat am Mittwoch erklärt, dass Experten Hinweise auf Streumunition gefunden hätten, nachdem Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet worden waren. Videomaterial der Nachrichtenagentur AFP von gestern Abend zeigt einen weiteren Angriff, bei dem ein Schwarm brennender Geschoße über dem Zentrum Israels niedergegangen ist. Die Polizei hat sich zunächst nicht dazu geäußert.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
16.45 Uhr
USA bringen Tausende Menschen aus Nahost in Sicherheit
Die USA bringen nach Angaben von Präsident Trump Tausende Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit. Das geschehe angesichts des militärischen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran „leise, aber reibungslos“, erklärt Trump in einem Beitrag in sozialen Netzwerken. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
16.35 Uhr
Sanchez erneuert Kritik an US-israelischen Angriffen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez kritisiert erneut die US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und bezeichnet diese bei einer Pressekonferenz als „außerordentlichen Fehler“. Sanchez betont zudem erneut, die Angriffe stünden nicht im Einklang mit dem Völkerrecht.
Zuletzt ist es zu Spannungen zwischen den USA und Spanien gekommen, weil Madrid sich geweigert hat, Washington die Nutzung seiner Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zur Verfügung zu stellen.
„Zwischen verbündeten Ländern ist es gut, sich gegenseitig zu helfen, wenn der andere im Recht ist“, erklärt Sanchez weiter. Allerdings sei es genauso wichtig, dem anderen zu sagen, wenn dieser im Unrecht sei.
16.31 Uhr
Rund 800 Österreicher bisher nach Hause geflogen
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat ein Update über die Lage der Österreicherinnen und Österreicher gegeben. Mit von Österreich organisierten Charterflügen sind bisher rund 800 Personen mit vier Flügen ausgeflogen worden, weitere 58 in Kooperation mit EU-Partnern. Auch mit Bussen seien Ausreisen erfolgt.
Heute ist zudem erstmals ein Rückholflug direkt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet: Der Airbus A340 der deutschen Fluggesellschaft USC wird laut Flughafenwebsite kurz nach 21.00 Uhr in Wien-Schwechat erwartet.
Meinl-Reisinger sagt, die Flüchtlingssituation von 2015 werde sich nicht wiederholen, zumal im Juni der EU-Asylpakt in Kraft tritt. Das Außenministerium leiste mit dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) einen Beitrag, dass sich Flüchtlinge aus der Region nicht auf den Weg machen, so die Ministerin.
15.55 Uhr
Hisbollah: „Werden Schlachtfeld nicht verlassen“
Inmitten stetiger Angriffe Israels hat die Hisbollah im Libanon erneut ihre Kampfbereitschaft betont. „Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen“, heißt es in einer Erklärung.

Reuters/Ammar Awad
Zuvor hat das israelische Militär erneut mehrmals im Libanon angegriffen, vor allem in den Vororten der Hauptstadt Beirut. Die Hisbollah hat gleichzeitig erneut mehrere Raketensalven auf Ziele in Israel für sich reklamiert.
Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium sind im Lauf der Woche 217 Menschen im Land durch israelische Angriffe getötet worden.
15.48 Uhr
Iranische Polizei: Schusserlaubnis bei Plünderungen
Inmitten des Krieges mit den USA und Israel sind iranische Polizisten nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen worden, auf mutmaßliche Plünderer zu schießen. Jeder Dieb werde „schnell neutralisiert“.
Zudem sagt Radan, die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Er begründet das mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes. Schon seit Monaten ist das Internet im Land stark eingeschränkt oder gänzlich gesperrt.
15.36 Uhr
Griechenland verlegt Patriot-System zum Schutz Bulgariens
Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ Patriot in den Norden des Landes, um den Nachbarn Bulgarien bei der Verteidigung gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagt der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ERT.
Auch würden zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen Luftstreitkräftestützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen, fügt Dendias hinzu. In einem in Onlinediensten veröffentlichten Statement erklärt Dendias, Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens ballistische Raketenabwehr gegen den Iran“ bereitstellen.
Sofia habe zuvor um Hilfe bei der Luftverteidigung gebeten. Griechenland hat in dieser Woche zudem zwei Fregatten und vier F-16 nach Zypern entsandt, nachdem auf einem britischen Militärstützpunkt der Insel eine Drohne iranischer Bauart eingeschlagen ist.
15.14 Uhr
Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe
Die iranisch-kurdische Opposition im Nordirak meldet iranische Angriffe. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“, sagt ein Vertreter der Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistans (PDKI) der Nachrichtenagentur AFP. Nach einem Angriff in der Früh seien die Stützpunkte vor Kurzem erneut mit sechs Drohnen attackiert worden, heißt es weiter. Der Angriff dauere an.
Teheran hat zuvor für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, heißt es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates.
Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
15.05 Uhr
Trump: Deal nur bei „bedingungsloser Kapitulation“
US-Präsident Trump hat inseinem Onlinesprachrohr Truth Social erklärt, es werde mit dem Iran kein Abkommen geben, wenn dieser nicht bedingungslos kapituliere. Danach und nach der Wahl einer „großartigen und akzeptablen“ Führungsfigur „werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rande des Abgrunds zurückzuholen“, schreibt Trump.
Am Vortag hat Trump in Interviews wissen lassen, er wolle die künftige iranische Führung mitbestimmen.
15.05 Uhr
Kiew sendet Militärexperten in Golfregion
Die Ukraine wird nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Regierungsvertreters „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion entsenden, um die USA und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterstützen.
„Die Ankunft von ukrainischem Militärpersonal am Persischen Golf wird in naher Zukunft erwartet“, sagt der hochrangige Vertreter Kiews, der anonym bleiben will, der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe Gespräche darüber, wie dieser Einsatz aussehen könnte. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat gestern erklärt, die USA hätten Kiew um Unterstützung bei der Abwehr von iranischen Drohnen gebeten.
Der Iran setzt Drohnen und Raketen bei seinen Angriffen als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe seit Samstag ein. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland auch viel Erfahrung darin gesammelt, Drohnen abzuwehren. Der Iran hat in den vergangenen Jahren Drohnen an Russland geliefert.
14.50 Uhr
Geschoß trifft Schlepper in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus ist der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO zufolge ein Schlepper getroffen worden. Der Vorfall habe sich sechs Seemeilen nördlich von Oman ereignet. Woher das Geschoß stammt, sei unklar.
14.33 Uhr
Israel meldet neue Angriffswelle auf Iran
Israels Armee hat laut eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Das israelische Militär spricht von der „15. Angriffswelle“. Dabei nehme die Armee Infrastruktur der iranischen Führung in Teheran und Isfahan ins Visier, heißt es weiter. Einzelheiten werden nicht genannt.

APA/AFP/Atta Kenare
14.27 Uhr
Iran greift erneut Ziele in Golfregion an
Der Iran greift erneut verschiedene Ziele in der Golfregion an. Die iranische Revolutionsgarde habe US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar zerstört, heißt es. Die Armee erklärt laut iranischem Staatsfernsehen, US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Die Angriffe würden in den kommenden Stunden fortgesetzt.
In Kuwait-Stadt sind nach Angaben eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von Kuwait im Einsatz, erklärt das Verteidigungsministerium.
In Bahrains Hauptstadt Manama hat es laut einem AFP-Journalisten ebenfalls Detonationen gegeben. Das dortige Innenministerium ruft die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben.
14.22 Uhr
Angriffe auf Vorstädte Beiruts
Die südlichen Vorstädte Beiruts sind Ziel neuer israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon sind wieder Raketen in Richtung Israel geflogen. Israel hat zuvor Tausende Menschen aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Die Angriffe richten sich nach israelischen Angaben gegen die Hisbollah.

Reuters/Khalil Ashawi
Die Nachrichtenagentur Reuters hat ein Bild von einem Angriff auf die südlichen Vorstädte veröffentlicht. Darauf zu sehen ist eine Passagiermaschine in der Nähe des Gebiets.
14.15 Uhr
Gebetskreis mit Trump im Oval Office
Etwa 20 evangelikale Pastorinnen und Pastoren haben gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump einen Gebetskreis im Weißen Haus in Washington veranstaltet. Gemeinsam haben sie für einen militärischen Erfolg im Iran und für den Schutz der eigenen Truppen gebetet.
14.09 Uhr
Frachtpreise für Hilfslieferungen steigen
Der Krieg verursacht erheblich teurere Schiffsfrachtpreise in der Region und erschwert damit die humanitäre Hilfe weiter. Große Transportunternehmen hätten Zuschläge für Risiken in Höhe von rund 3.000 Dollar pro Container eingeführt, berichtet die UNO-Organisation für Migration (IOM) in Genf.
Besonders für den Sudan sei die Lage katastrophal, heißt es. Das Land hänge von Schiffslieferungen in den Hafen von Port Sudan ab. Auch die Lieferungen nach Somalia und in den Südsudan seien betroffen. Die humanitäre Hilfe ist wegen starker Budgetkürzungen in vielen Ländern ohnehin schon reduziert.
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06.03.2026, Caecilia Smekal, Florian Amelin (Text), Peter Pfeiffer (Bild), Georg Filzmoser (Lektorat), alle ORF.at/Agenturen
USA - Israel: Angriff auf den Iran
 
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#18
Waffenarsenale als wesentlicher Faktor
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Der Iran hat in den vergangenen Tagen nach Schätzungen bereits mit Hunderten Raketen und mehr als 1.000 Drohnen angegriffen, die USA und Israel haben über 2.000 Angriffe mit verschiedensten Waffen durchgeführt, wie die BBC am Donnerstag schrieb. Unklar ist, wie lange die jeweiligen Waffenarsenale vorhalten. Der Iran soll bereits weniger Raketen abfeuern, hieß es. Doch auch die Vorräte der USA, vor allem bei der Luftabwehr, dürften nicht ewig halten.
Online seit heute, 11.45 Uhr
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Laut dem israelischen Institut für Studien zur nationalen Sicherheit (INSS) griff der Iran bis Donnerstagfrüh mit 564 Raketen und 1.461 Drohnen insgesamt zehn Länder in der Region an. Doch die Frequenz ging bereits zurück: Am ersten Tag habe Teheran noch Hunderte Raketen abgefeuert, mittlerweile seien es nur noch „Dutzende“ täglich.

Verlässliche Zahlen, wie es in den Arsenalen aussieht, gibt es nicht – weder für den Iran noch für andere Länder, weil man damit keine Rückschlüsse auf die eigene militärische Stärke zulassen will. Laut BBC ging man vor dem Krieg davon aus, dass dem Iran rund 2.000 ballistische Kurzstreckenraketen zur Verfügung standen.

Reuters/WANA/IRGC
Der Iran – hier bei einer Übung – könnte schon mehr als ein Viertel seiner Raketen abgefeuert haben

Wesentlich größer dürfte der Vorrat an Schahed-Drohnen sein, die vielleicht bekannteste Waffe des Iran: Sie wird auch von Russland gegen die Ukraine eingesetzt, nicht zuletzt wegen ihrer niedrigen Produktionskosten. Zehntausende soll Teheran produziert haben.

Unterirdische Lager werden Iran zum Verhängnis
Wie das „Wall Street Journal“ („WSJ“) schrieb, sollen viele der iranischen Waffen unterirdisch aufbewahrt worden sein, was dem Land nun zum Verhängnis werden dürfte. Denn die Standorte waren offenbar in vielen Fällen bekannt, israelische und US-Kampfflugzeuge kreisten darüber und feuerten auf abschussbereite Raketenwerfer.

Darüber hinaus dürften Bombenangriffe dazu geführt haben, dass ein Teil des iranischen Arsenals unter der Erde begraben wurde, so das „WSJ“. Während der Iran neue Munition herstellen könne, sei es wesentlich schwerer, neue Raketenwerfer zu fertigen, weshalb man sich bei den Angriffen künftig in erster Linie auf diese konzentrieren wolle, so das US-Zentralkommando.

Trump: US-Munition „für immer“
US-Präsident Donald Trump sagte diese Woche unterdessen, dass die USA „praktisch unbegrenzte“ Munitionsvorräte hätten und „für immer“ kämpfen könnten, ohne Details zu nennen. Verteidigungsminister Pete Hegseth stieß am Donnerstag in dasselbe Horn. „Wir haben keinen Mangel an Munition“, so Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne „so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist“.

Die Regierung im Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. „Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung.“

Luftabwehr aufwendig und teuer
Washington ist Teheran zahlenmäßig klar überlegen, dennoch stehen die US-Streitkräfte vor Hürden. Der Sender CNN spricht von einem „Zahlenspiel“, zu dem sich diese Phase des Krieges entwickle: „Wie viel Raketenabwehr brauchen die USA und ihre Verbündeten, um iranische Raketen fortwährend abzuschießen?“ Denn während den USA kostengünstige Bomben wohl in großen Zahlen zur Verfügung stehen, steht es um die Luftabwehrsysteme wesentlich schlechter, weil diese deutlich aufwendiger und kostspieliger sind.

Die BBC schreibt, dass eine einzelne Rakete für das Patriot-Luftabwehrsystem rund vier Mio. US-Dollar kostet (etwa 3,4 Mio. Euro) – 700 davon können jährlich produziert werden. Ein US-Thinktank schätzt, dass die USA insgesamt rund 1.600 derartige Raketen besitzen, der Vorrat nun aber stark zurückgeht. Und freilich brauchen die USA nicht nur im Nahen Osten Luftverteidigung, man könne also nicht einfach aus dem Pazifik jegliche Abfangsysteme abziehen.

APA/AFP/Ahmad Gharabli
Luftabwehrsysteme sollen iranische Raketen, wie hier in Tel Aviv, abfangen

Auch die Golfstaaten setzen auf das Patriot-System, auch zur Abwehr von Drohnen. Das wird, auch im Hinblick auf die möglicherweise großen iranischen Schahed-Reserven, auf längere Zeit unbezahlbar.

Selenskyj: USA baten um Hilfe gegen iranische Drohnen
Eine mögliche Antwort auf dieses Problem für die USA und seine Verbündeten findet sich in der Ukraine. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj baten die USA angesichts des Iran-Krieges um Unterstützung beim Schutz gegen feindliche Schahed-Drohnen. „Wir haben eine Anfrage der USA für spezifische Unterstützung zum Schutz gegen Schaheds in der Nahost-Region bekommen“, so Selenskyj auf X. Er habe Anweisungen gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Präsenz ukrainischer Spezialisten zu gewährleisten, schrieb der Präsident weiter. „Die Ukraine hilft Partnern, die zur Gewährleistung unserer Sicherheit und zum Schutz des Lebens unserer Bevölkerung beitragen.“

Reuters/Valentyn Ogirenko
Abfangdrohnen aus der Ukraine gibt es von verschiedenen Herstellern

Selenskyj brachte einen Tausch ukrainischer Abfangdrohnen gegen Raketen des Flugabwehrsystems Patriot ins Spiel. Im Iran-Krieg seien angeblich in drei Tagen mehr als 800 Patriot-Raketen verschossen worden, sagte er. So viele habe die Ukraine in mehr als vier Jahren des russischen Angriffskrieges nicht zur Verfügung gehabt. Er sprach von einem zukünftigen Dialog über zusätzlich zu produzierende Mengen an Abfangdrohnen, die dann gegen Patriot-Raketen eingetauscht werden sollen.

Die teure Munition für die in den US-produzierten Patriot-Systeme ist weltweit knapp. Die Ukraine fürchtet, angesichts des hohen Verbrauchs im Iran-Krieg als Empfänger der Raketen ins Hintertreffen zu geraten. Die Patriots sind aber das zuverlässigste Abwehrmittel gegen russische ballistische Raketen.

Israel will Produktion ankurbeln
Israel will derweil den Nachschub für offensive und defensive Waffensysteme beschleunigen. Das Verteidigungsministerium wies die großen Rüstungsunternehmen des Landes an, die Produktion derartiger Systeme anzukurbeln. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor.

Vertretern der Rüstungsindustrie wurde laut Verteidigungsministerium ein operativer Lagebericht präsentiert, zusammen mit kurz- und langfristigen Beschaffungs- und Aufrüstungsplänen. Zudem werden seit Kriegsbeginn am Samstag US-Waffensysteme nach Israel geliefert. Schiere Zahlen würden den Ausgang des Krieges nicht bestimmen, so die BBC, das zeige der Krieg in der Ukraine. Doch die Waffenarsenale seien ein „wesentlicher Faktor“.
06.03.2026, bock, ORF.at/Agenturen

Iran-Krieg: Waffenarsenale als wesentlicher Faktor
 

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#19
Krieg stürzt Containerschifffahrt ins Chaos
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Der Krieg im Nahen Osten hat immense Auswirkungen auf den Transport- und Logistiksektor. Der Schiffsverkehr durch die wichtige Straße von Hormus ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Neben der Straße von Hormus und dem Persischen Golf hat der internationale Schifffahrtssektor am Donnerstag auch den vorgelagerten Golf von Oman offiziell zum Kriegsgebiet erklärt. Große Reedereien haben ihre Fahrten auf einigen Nahost-Routen vorübergehend gänzlich eingestellt. Der Ölpreis stieg am Freitag auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.
Online seit heute, 19.06 Uhr
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Der dänische Branchenriese Maersk teilte am Freitag mit, betroffen von dem Stopp seien der Dienst FM1 zwischen Fernost und dem Nahen Osten sowie die Route ME11, die den Nahen Osten mit Europa verbinde. „Diese Entscheidung wurde als Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Sicherheit unseres Personals und unserer Schiffe zu gewährleisten“, hieß es. Man wolle zudem die Betriebsstörungen im gesamten Netzwerk minimieren.

Die Entscheidung der zweitgrößten Containerreederei weltweit betrifft auch ihren Allianzpartner Hapag-Lloyd, der seine Dienste auf einigen Strecken gemeinsam mit Maersk anbietet. So hatte Hapag-Lloyd auch die nun gestoppten Maersk-Verbindungen im Programm, wie ein Firmensprecher sagte. Der deutsche Konzern, weltweit die Nummer fünf, verwies ebenfalls auf die Sicherheitslage und informierte die eigene Kundschaft, dass bestimmte Feeder-, also Zubringerdienste, in der Golfregion bis auf Weiteres gestoppt würden.

APA/AFP/Sergei Gapon (Archivbild)
Maersk, der zweitgrößte Reeder der Welt, stellt die Verbindungen von Europa und von Asien aus in den Nahen Osten vorläufig ein

Hapag-Lloyd hatte bereits zuvor Fahrten durch die Straße von Hormus gestoppt und die Kunden für verschiedene Verbindungen in Nahost auf Umleitungen, Fahrplanänderungen und Verzögerungen vorbereitet. Monatelang hatten Großreedereien bereits das dem Sueskanal vorgelagerte Rote Meer gemieden, weil Huthi-Rebellen aus dem Jemen dort Schiffe angegriffen hatten. Zwischenzeitlich schien eine Rückkehr auf die kürzere Sueskanal-Route möglich, nach der jüngsten Eskalation nicht mehr.

Versicherungsprämien in lichten Höhen
Nach Angaben des Frachtanalyseunternehmens Xeneta suchen derzeit knapp 150 Containerschiffe im Golf Schutz. Das führe zu Hafenüberlastungen und steigenden Frachtraten, die sich auf die weltweiten Lieferketten von Asien bis Europa auswirkten.

Die Kriegsrisikoprämien für Transite durch den Golf würden derzeit „aggressiv neu“ bewertet, schrieb der Schiffstrackingdienst MarineTraffic. Die Versicherungsprämien seien zuletzt um mehrere hundert Prozent gestiegen und erreichten nun etwa 1,5 Prozent des Wertes jeder Ladung, was für jeden Tanker zusätzliche Kosten in Millionenhöhe bedeute.

IMAGO/NurPhoto/Jakub Porzycki
Die Karte von MarineTraffic zeigt die festsitzenden Schiffe in der Region

Unzulängliche Alternativrouten
Sollte die Blockade der Meerenge andauern, hätte das gravierende Folgen – zunächst einmal für die Ölproduzenten, allen voran Saudi-Arabien. Fast zwei Fünftel des Öls, das durch die Meerenge verschifft wird, stammt von dort. Allerdings verfügen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Pipelines über alternative Exportrouten, beim Irak, Kuwait, Katar und Bahrain ist das nicht der Fall.

Der saudische Ölkonzern Aramco hat einige Abnehmer angewiesen, ihre Ladungen nun im Hafen von Yanbu am Roten Meer zu laden. In den ersten fünf März-Tagen wurden im Terminal Yanbu 1,9 Millionen Barrel pro Tag verladen. Das entspricht einem Anstieg von etwa 60 Prozent gegenüber Februar, wie Daten des Londoner Börsenbetreibers LSEG zeigen. Saudi-Arabien exportiert insgesamt mehr als sieben Millionen Barrel täglich, von denen normalerweise rund sechs Millionen die Straße von Hormus passieren. Die Alternativrouten reichen bei Weitem nicht aus, um den Ausfall auszugleichen.

Kuwait gab laut „Wall Street Journal“ („WSJ“) indessen bekannt, die Produktion auf einigen Ölfeldern zurückzufahren, weil die Lagerkapazitäten für Rohöl erschöpft seien. Das OPEC-Gründungsmitglied diskutiert demnach, seine Produktions- und Raffineriekapazitäten weiter zu begrenzen. Die Förderung soll auf das Niveau reduziert werden, das zur Deckung des heimischen Verbrauchs nötig ist.

Reuters/Amr Alfiky
Die Straße von Hormus ist nur 50 Kilometer breit, der Iran kann sie von der Küste aus kontrollieren

Solange es die militärischen Fähigkeiten des Iran zuließen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schreibt der US-Thinktank Institut für Kriegsstudien (ISW) in einer aktuellen Lageanalyse. Das Vorgehen in der Straße von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.

Der Ölpreis ist indessen weiter in die Höhe geschnellt. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar – ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Nach Einschätzung des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Anstieg aber nicht auf einen grundsätzlichen Mangel zurückzuführen. „Es gibt genügend Öl. Es gibt keine weltweite Ölknappheit“, sagte Fatih Birol. Das Problem sei die Störung der Ölversorgung wegen der umfassenden Logistikprobleme.
06.03.2026, red, ORF.at/Agenturen

Nahost: Krieg stürzt Containerschifffahrt ins Chaos
 

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#20
Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele bzw. Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
Liveticker 07.03.2026 - Teil 1:


Iran entschuldigt sich bei Nachbarstaaten
In einer am Samstag übertragenen Rede im iranischen Staatsfernsehen hat sich der iranische Präsident Massud Peseschkian bei den Nachbarstaaten entschuldigt und eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region angekündigt – es sei denn, es gehe von diesen Ländern ein Angriff auf den Iran aus. Damit sind de facto aber auch die USA davon betroffen, denn sie unterhalten in den Golfstaaten mehrere Militärstützpunkte.

Liveticker
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14.00 Uhr
Arabische Liga plant morgen Notfallsitzung
Die Arabische Liga plant morgen eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion. Die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram berichtet, das Treffen komme auf Gesuch Saudi-Arabiens. Auch Saudi-Arabiens Staatsfernsehen berichtete von dem geplanten Treffen.
Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äußern, aber eher selten konkrete Schritte beschließen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind.
13.51 Uhr
Libanon: Über 40 Tote bei israelischer Hubschrauberaktion
Der nächtliche israelische Einsatz mit Militärhubschraubern im Südlibanon habe bei schweren Kämpfen zu mehr als 40 Toten geführt, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Spezialtruppen haben laut israelischer Armee versucht, den 1986 über dem Südlibanon abgeschossenen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommenen Luftstreitkräftenavigator Ron Arad zu suchen.
13.36 Uhr
Hisbollah ruft Israel zu Evakuierung von Grenzort auf
Die libanesische Hisbollah-Miliz ruft die Bewohner und Bewohnerinnen einer nordisraelischen Stadt zur sofortigen Evakuierung auf. „Warnung. Alle Einwohner von Kirjat Schmona sind aufgefordert, den Ort unverzüglich zu verlassen. Begeben Sie sich in den Süden“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe.

IMAGO/Xinhua/Jini Via
Welche Maßnahmen gegen die grenznahe Stadt geplant seien, lässt die Hisbollah offen. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat die Bevölkerung im Norden dagegen wiederholt aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Das israelische Militär werde die Menschen schützen.
13.19 Uhr
Trotz Entschuldigung des Iran weitere Angriffe in Golfregion
Trotz der Entschuldigung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilen mit, Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt zu haben. Von Beschuss betroffen sind unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Katar. Katars Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe heute eine Rakete abgefangen.
Die VAE sind am stärksten unter Beschuss. Sie haben bisher eigenen Angaben zufolge bisher rund 200 Raketen, 1.100 Drohnen und mehrere Marschflugkörper abgefangen. Heute sind vom Luftabwehrsystem 16 ballistische Raketen erkannt worden. Die iranische Revolutionsgarde erklärt, sie hätte an der US-Basis in den Emiraten unter anderem ein Kommunikationszentrum und Radarsysteme getroffen.
Saudi-Arabien teilt mit, die Luftstreitkräfte hätten unter anderem mehrere Drohnen auf dem Ölfeld Schaiba im Südosten abgefangen sowie zwei Raketen in Nähe der US-Luftwaffenbasis südöstlich von Riad. Auch in Bahrain hat es wieder Luftalarm gegeben.
13.11 Uhr
„NYT“: Huthi-Miliz bereit für Kriegsbeteiligung
Bisher hat die dem Iran nahestehende Huthi-Miliz im Jemen noch nicht in die neuerliche Eskalation im Nahen Osten eingegriffen. Die Gruppe sei aber bereit, sich dem Krieg anzuschließen, teilt ein hochrangiger politischer Vertreter der Huthi-Miliz im Interview mit der „New York Times“ („NYT“) mit.
„Die Ausweitung des Konflikts auf andere Länder, darunter auch den Jemen, ist nur eine Frage der Zeit, und wir haben den Finger am Abzug“, sagt Huthi-Mitglied Mohammed al-Buchaiti, der Vertreter der Huthi.
13.06 Uhr
Der Kontakt zur iranischen Bevölkerung sei derzeit schwierig, sagt Diba Mirzaei, Iran-Expertin am deutschen Giga-Institut, im Ö1-Mittagsjournal. Die Bevölkerung sei aber gespalten. Manche seien der Ansicht, die „Erlösung“ könne nur von außen kommen. Andere, die auch dem Regime kritisch gegenüberstehen, befürworten aber auch die Angriffe und die Zerstörung nicht.
ORF Sound
12.58 Uhr
Trump kündigt weitere intensive Angriffe gegen Iran an
US-Präsident Donald Trump verschärft seine Drohungen gegen die Führung in Teheran. „Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden“, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es würden nun Gebiete und Gruppen für „völlige Zerstörung und sicheren Tod“ in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele galten.
Zugleich erklärt Trump, der Iran habe wegen der unerbittlichen Angriffe der USA und Israels vor seinen Nachbarn kapituliert und sich bei ihnen entschuldigt. Das Land sei nun der „Verlierer des Nahen Ostens“.
12.41 Uhr
Iranische Hardliner fordern rasche Chamenei-Nachfolge
Zwei einflussreiche iranische Hardliner unter den Geistlichen fordern laut iranischen Medienberichten die rasche Ernennung eines neuen obersten Führers, der das Land inmitten einer neuen Welle von Angriffen der USA und Israels führen und „die Angelegenheiten des Landes besser organisieren“ soll.
Die Forderungen der Geistlichen deuten darauf hin, dass zumindest einige Mitglieder des Klerus damit unzufrieden sind, dass nach dem Tod des obersten Führers Chamenei ein dreiköpfiger Rat die Macht übernimmt, selbst wenn das gemäß den Verfassungsvorschriften nur vorübergehend ist.
12.27 Uhr
Israelisches Kommando mit Hubschraubern in Libanon
Israels Armee hat im Libanon überraschend einen nächtlichen Einsatz mit Militärhubschraubern durchgeführt. Spezialtruppen hätten in der Nacht versucht, Details zum israelischen Luftstreitkräftenavigator Ron Arad zu finden, der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen worden ist. Das teilt Israels Armee heute mit. Man werde „Tag und Nacht“ versuchen, getötete und vermisste Israelis nach Hause zu holen.
12.18 Uhr
Flugverkehr in Golfregion weiter gestört
Der Flugverkehr in der Golfregion wird weiter durch den Iran-Krieg gestört. Da der katarische Luftraum weiterhin gesperrt sei, seien die Flüge von Qatar Airways ausgesetzt, teilt die Fluggesellschaft auf X mit. Man hoffe, morgen wieder einige Flüge aufnehmen zu können. Zuvor hat das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass eine auf das Staatsgebiet gerichtete Rakete abgefangen worden sei.

Reuters/Khalil Ashawi
Der Flugraum über Bahrain sei ebenfalls gesperrt, gibt der internationale Flughafen des Landes auf X bekannt. Auch im Irak kündigt die Behörde für zivile Luftfahrt an, dass die Schließung des Luftraums verlängert werde. Diese soll nun vorerst bis Dienstagmittag andauern.
12.07 Uhr
Wieder Luftalarm in Jerusalem
Der Iran hat am Samstag nach israelischen Angaben erneut Jerusalem unter Beschuss genommen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten, hat es zunächst Luftalarm gegeben, später sind mindestens drei laute Explosionen zu hören gewesen. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom sind zunächst keine Verletzten gemeldet worden.
Das iranische Militär teilt mit, dass die Marine eine „massive Welle von Drohnenangriffen“ gegen „US-Militärstützpunkte“ und auf Israel gestartet habe. Von der iranischen Revolutionsgarde heißt es zudem, auch der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei ins Visier genommen worden.
11.58 Uhr
Weitere israelische Angriffe im Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneute Luftangriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon geflogen. Ziel der „weiteren Angriffswelle“ seien „Raketenwerfer, Waffenlager und weitere militärische Einrichtungen“ der proiranischen Kämpfer in verschiedenen Gebieten im Südlibanon und in der Bekaa-Ebene gewesen, erklären die israelischen Streitkräfte.
11.47 Uhr
USA: Mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn vor rund einer Woche nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch 43 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt, teilt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Erklärtes Ziel des US-Militärs ist es, die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen.

APA/AFP/Justin Tallis
11.33 Uhr
Revolutionsgarde greift Kurden im Irak an
Die iranische Revolutionsgarde meldet Angriffe auf Kämpfer im irakischen Kurdengebiet. Drei Ziele „separatistischer Gruppen“ seien getroffen worden. „Sollten separatistische Gruppen in der Region auch nur die geringste Handlung gegen die territoriale Integrität des Iran unternehmen, werden wir sie zerschlagen.“
Schon zuvor hat der Iran vor einem Eindringen kurdischer Kämpfer aus dem Irak in den Iran gewarnt. Der Verteidigungsrat droht nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr für diesen Fall damit, „alle Einrichtungen“ der Kurdenregion im Irak ins Visier zu nehmen.
11.16 Uhr
Schäden an Spitälern und auf Flughafen in Teheran gemeldet
Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chusestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwas und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bisher nicht.
Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib ist auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen gewesen. Medienberichte zeigen Brände und große Schäden auf dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.
11.10 Uhr
Bericht: Öllager füllen sich rasch
Nach Informationen der US-Zeitung „Wall Street Journal“ füllen sich die großen Öllagerstätten in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten inzwischen so schnell, dass die beiden Länder in weniger als drei Wochen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen dürften. Kuwait habe unterdessen wegen fehlender Lagerkapazitäten bereits begonnen, seine Ölproduktion zu drosseln. Sollte die Produktion deutlich sinken, dürften die Ölpreise weiter steigen.

APA/AFP
10.59 Uhr
Iran: Mindestens acht Tote nach Angriffen
Bei neuen israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Ein Mitarbeiter der Provinzregierung im zentraliranischen Isfahan sprach von „acht Bürgern, die als Märtyrer gestorben“ seien.
10.36 Uhr
Ölkonzerne starten mit Evakuierungen aus Irak
Mehrere ausländische Ölkonzerne, darunter Halliburton, KBR und Schlumberger, haben begonnen, ausländische Mitarbeiter aus den Ölfeldern im Irak nach Kuwait in Sicherheit zu bringen, berichten zwei irakische Quellen gegenüber Reuters.
10.17 Uhr
Angriffe auf Militäruni in Teheran
Die israelische Armee präzisiert die Ziele ihrer nächtlichen Angriffe. Ihren Angaben zufolge sind ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militäruniversität der Revolutionsgarde in Teheran getroffen worden.
Die Imam-Hossein-Universität in Teheran sei von der Revolutionsgarde als Versammlungsort genutzt worden und daher ein legitimes militärisches Ziel gewesen, betont die Armee. In dem unterirdischen Raketenlager seien Hunderte von Mitarbeitern des „iranischen Terrorregimes“ tätig gewesen.
9.51 Uhr
Revolutionsgarde: Tanker in Straße von Hormus getroffen
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben einen Öltanker in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus getroffen. Das Schiff „Prima“ sei in der Früh von einer Drohne getroffen worden, teilt die Revolutionsgarde der Islamischen Republik mit. Der Tanker habe „wiederholte Warnungen“ der Revolutionsgarde zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert.
9.44 Uhr
Flughafen Dubai nach kurzer Unterbrechung wieder in Betrieb
Der internationale Flughafen von Dubai teilt auf X mit, den Betrieb teilweise wieder aufgenommen zu haben. Kurz zuvor hatte das Emirat erklärt, dass der Betrieb auf dem Airport vorübergehend eingestellt worden sei.
Ähnlich verhält es sich mit der Fluggesellschaft Emirates: Bald nach der Mitteilung, dass sämtliche Flüge von und nach Dubai ausgesetzt würden, kündigt die Airline die Wiederaufnahme des Betriebs an. Zuletzt hat Emirates eingeschränkt Verbindungen von Dubai und Abu Dhabi über sichere Luftkorridore angeboten.
9.39 Uhr
Mindestens 16 Tote im Libanon
Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen laut Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, teilt das Gesundheitsministerium in Beirut mit.
Die Attacke hat der Stadt Nabi Schith im Osten des Landes gegolten. Seit dem jüngsten Wiederaufflammen der Kämpfe ist das einer der Angriffe mit den meisten Toten. Insgesamt sind seit Montag bei israelischen Angriffen im Libanon mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.
9.15 Uhr
Iran stellt Einschränkung von Angriffen in Aussicht
Der iranische Präsident Massud Peseschkian kündigt eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region an und entschuldigt sich „bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden“. Seit Kriegsbeginn sind bei iranischen Angriffen in den Golfstaaten 13 Menschen getötet worden.

IMAGO/ZUMA Press Wire/Iranian Presidency (Archivbild)
Die Interimsführung des Iran habe „beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus“, sagt Peseschkian in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede.
Das bedeutet aber auch, dass von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran mehr erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.
9.05 Uhr
Ischinger „negativ überrascht“ von fehlendem US-Plan
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vermisst einen klaren Plan der US-Regierung für den Iran-Krieg. „Negativ überrascht hat mich, dass die amerikanische Regierung weiterhin keinen halbwegs verlässlichen Plan kommunizieren kann, was das Ziel der Intervention im Iran ist“, sagt Ischinger dem Magazin „Stern“. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man ohne klaren Plan, der auch mit den Verbündeten geteilt wird, in solche Operationen hineinstolpert.“
9.02 Uhr
Iran kritisiert US-Einmischung bei Chamenei-Nachfolge
Der iranische UNO-Botschafter, Amir Saeid Irawani, hat eine Einmischung von US-Präsident Donald Trump in die inneren Angelegenheiten seines Landes angeprangert. Trumps Äußerungen seien „ein klarer Verstoß gegen die Grundsätze der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten“, sagte Irawani mit Blick auf die Forderung Trumps, bei der Nachfolge des getöteten obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei mitzureden.
8.56 Uhr

AP/Bilal Hussein
Im Libanon fliehen Hunderttausende Menschen vor den israelischen Angriffen. Hier versuchen Menschen, sich in einem südlichen Vorort von Beirut in Sicherheit zu bringen.
8.55 Uhr
Rotes Kreuz: Humanitäre Lage fatal
Der Krieg im Nahen Osten hat eine schwere humanitäre Krise im Nahen Osten ausgelöst, sagt der Krisenmanager Jürgen Högl vom Roten Kreuz gegenüber der APA. Im Iran und im Libanon sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die zivile Bevölkerung in den Städten wie Teheran, Schiras, Tel Aviv und Beirut sei direkt und indirekt vom Konflikt betroffen.

Reuters
Die Städte befänden sich im Ausnahmezustand, der Schulbetrieb sei eingestellt. Der ständige Luftalarm und die Unsicherheit sind für die Bevölkerung eine enorme Belastung. Mittlerweile zeichnen sich auch große Fluchtbewegungen in der Region ab, der Großteil davon noch innerhalb der betroffenen Länder. Es werden aber größere Fluchtbewegungen über Grenzen hinweg erwartet, wenn der Konflikt länger dauert.
8.46 Uhr
Iran: Marineangriffe auf Israel und US-Stützpunkte in Golfstaaten
Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit heftigen Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schreibt in einer Mitteilung von einer „massiven Welle von Drohnenangriffen“, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldet.
Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine „strategische Einrichtung“ in Israel gerichtet.
8.42 Uhr
Emirates setzt Flüge von und nach Dubai aus
Die Fluggesellschaft Emirates stellt alle Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres wieder ein. Das teilt das Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der Plattform X mit. Zuletzt hat Emirates eingeschränkt Verbindungen von Dubai und Abu Dhabi über sichere Luftkorridore angeboten.
Über dem Flughafen von Dubai hat die Luftabwehr in der Früh offenbar ein Geschoß abgefangen. Ein Augenzeuge spricht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel. Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackiert der Iran erneut den Golfstaat.
8.33 Uhr
Putin fordert sofortiges Kriegsende
Russlands Präsident Wladimir Putin fordert in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen im Iran-Krieg. Er verurteile die „bewaffnete israelisch-amerikanische Aggression“ und verlange eine Rückkehr zur Diplomatie, heißt es aus dem Kreml.
8.29 Uhr
Israel: Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an
Israel fliegt nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran. Das Militär erklärt dazu, die Flugzeuge hätten „eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe sind demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran.
8.16 Uhr
IMO: 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest
Wegen des Iran-Krieges sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnet das als inakzeptabel und weist auf ihr erhöhtes Risiko und die „erhebliche psychische Belastung“ hin.
8.06 Uhr
Munitionsverkauf an Israel ohne US-Kongressgenehmigung
Das US-Außenministerium genehmigt einen möglichen Verkauf von Munition und dazugehöriger Ausrüstung im Wert von 151,8 Millionen Dollar (130,6 Mio. Euro) an Israel. Nach Angaben des Ministeriums ist ein Notfall festgestellt worden, der einen sofortigen Verkauf erfordere und im nationalen Sicherheitsinteresse der USA liege. Daher werde es die sonst übliche Überprüfung durch den US-Kongress nicht geben.
7.57 Uhr
Drei UNIFIL-Soldaten bei Beschuss im Libanon verletzt
Infolge der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz sind drei Soldaten der UNO-Beobachtermission UNIFIL in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Brand auf dem Stützpunkt im Südwesten des Libanons sei gelöscht worden.
„Es ist inakzeptabel, dass Friedenstruppen, die vom Sicherheitsrat beauftragte Aufgaben erfüllen, angegriffen werden“, erklärt UNIFIL. Jeder Angriff auf UNIFIL-Truppen stelle einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Die UNO-Mission teilt nicht mit, welche Kriegspartei für den Vorfall verantwortlich gewesen ist.
7.51 Uhr
Frankreich verlegt Hubschrauberträger nach Nahost
Frankreich verlegt neben seinem Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ auch einen amphibischen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilt der Generalstab mit.

Reuters/TT News Agency/Johan Nilsson (Archivbild)
Der stellvertretende iranische Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi hat im Sender France24 bereits gewarnt, falls sich Länder „den USA und Israel bei der Aggression gegen den Iran anschließen, werden sie definitiv ebenfalls ein legitimes Ziel für iranische Vergeltungsmaßnahmen sein“.
7.45 Uhr
Variierende US-Einschätzungen zur Kriegsdauer
Eine Woche nach Beginn der Angriffe auf den Iran geht das Weiße Haus davon aus, dass der Krieg vier bis sechs Wochen dauern wird. Die US-Regierung hat bereits mehrfach ihre Einschätzung zur Dauer des Kriegs geändert.
7.33 Uhr
Russische Geheimdienstinfos für Iran
US-Medien berichten, dass Russland Standortangaben und Bewegungsdaten von US-Truppen, Schiffen und Flugzeugen dem Iran weitergibt. Die US-Regierung hat das bisher nicht dementiert. Die USA beobachten alles, heißt es von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt worden sind. Russland greift offiziell nicht in den Konflikt ein. Es hat mit dem Iran vergangenes Jahr eine „strategische Partnerschaft“ geschlossen, die auch eine Zusammenarbeit bei Militär und Rüstung vorsieht.
7.29 Uhr
Iran dementiert Sperre von Straße von Hormus
Derzeit passieren kaum noch Schiffe die für Öl- und Gastransporte wichtige Straße von Hormus. Der Iran dementiert jedoch Berichte über eine vollständige Sperrung. Man lasse alle Schiffe passieren – mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. „Die haben da nichts zu suchen“, sagt ein Armeesprecher im Fernsehen.
7.25 Uhr
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel
Israel wird nach Angaben des Militärs erneut aus dem Iran angegriffen. Es sind Explosionen zu hören, während die Luftabwehr aktiv ist. Zuvor hat der Iran versucht, mit Drohnen ein Ölfeld in Saudi-Arabien anzugreifen. Diese seien abgefangen worden, heißt es aus dem Verteidigungsministerium in Riad.
7.23 Uhr
„Breite Welle“ von Angriffen auf Iran
Die israelischen Luftstreitkräfte melden eine „breite Welle“ von Attacken auf die Infrastruktur in der iranischen Hauptstadt Teheran. Die USA haben für die Nacht bereits zuvor das „schwerste Bombardement“ angekündigt. Iranische Medien verbreiten Bilder von großen Bränden auf dem Flughafen Mehrabad in Teheran. Auch im Libanon werden laut Israel iranische und Hisbollah-Ziele attackiert.

Reuters/Social Media

07.03.2026, Simone Leonhartsberger (Text), Akos Heves (Bild), Michaela Pichler (Lektorat), alle ORF.at
Iran entschuldigt sich bei Nachbarstaaten
 
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