Weiß auch nicht wohin damit

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Reinhard (†)

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#1
fiel mir jetzt in die Hände beim recherchieren.
Für alle kleinen Diebners und Bastlers.

ich tue hiermit kund und zu wissen, daß ich darselbst nicht im Besitze derartigem Zeuges bin und auch keine Quelle offerieren kann und Willens bin.
 

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Attaboy

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#3
Uran

@ all

.... und wie unbedarft unsere Vorvorderen mit dem Zeugs umgegangen sind. Nicht zu fassen!

:fragend

Gruß Attaboy
 
A

Attaboy

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#5
Pechblende!

Hi Timm,

......also "nur" Pechblende?

Ist zwar kein Uranoxid, enthält aber U238, U235 und U234. Ich würde es nicht mit nach Hause schleppen, dann stahlt ja bald die ganze Familie!

Nicht von ungefähr sind - nach dem Krieg - mehr als 7.000 Wismut Kumpel an Krebs gestorben. Hier wurde bei mehr als 5.500 die Radioaktivität als Hauptursache für die Erkrankung anerkannt.

Gruß Attaby
 
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dg0ocg

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#7
@Attaboy

also wenn es richtig gefährlich gewesen wäre, dann hätte die Arbeitskleidung der Kumpel anders ausgesehen. Ich hab letztlich Bilder aus dem Niger aus der dortigen großen Uranmine gesehen...Maximal ein Atemfilter wurde dort getragen. Wenn die Strahlenbelastung so hoch wäre, daß sie wirklich gefährlich wäre, dann müßte man die ganze Region Ronneburg entvölkern. Und das wird ja auch nicht gemacht. Im übrigen war Ronneburg mal Heilbad...

Ich will aber damit nicht die von Dir geschriebene Krebsrate an den Bergleuten kleinreden. Schlimm genug. Aber ich seh diese Sachen etwas locker. Da wird heute viel zu viel Wirbel drum gemacht.

bis denne

Timm
 
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Attaboy

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#8
Vorsicht!

Hi Timm,

mein gesteigertes Vorsichtsdenken rührt vielleicht aus einem A B C - Lehrgang, den ich beim THW absolvieren musste.

Daher die folgenden fünf A's für den Umgang mit radioaktiven Stoffen:

1. Aktivität verringern, d.h. mit möglichst schwachen Quellen arbeiten.
2. Abstand erhöhen.
3. Aufenthaltszeit verringern.
4. Abschirmung verstärken.
5. Aufnahme vermeiden, d.h. Inkorporation und Inhalation von Radionukliden.

@ Blindschleichl

soweit mir bekannt ist, wurde Pechblende - zu der geschilderten Zeit - als nutzlos angesehen = Schrott!

Das änderte sich schlagartig nach 1896 (Henri Becquerel + Marie Curie).

Soweit ich mich erinnere kosteten wenige Gramm Radium - 1906 -bereits zig Millonen Reichsmark.

Wenn das die sächsischen Kumpel geahnt hätten! ;)

Gruß Attaboy
 
R

Reinhard (†)

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#9
mit Pech und Blende

also ich möchte dazu mal folgendes bemerken:

-ich bin 57 Lenze alt geworden
-ich habe Pechblende gebohrt und gesprengt
-ich habe Pechblende (reine) in der Hand gehalten
-ich habe auf der Erzkiste gesessen und keinen Hodenkrebs
-ich bin noch einigermaßen bei Verstand
-ich habe Radon geschnüffelt
-ich habe manchmal trocken gebohrt
-ich habe geraucht ohne mir die Hände zu waschen (Arsen)
-ich leuchte noch nicht in der Nacht
-ich habe gekotzt, weil ich beim besetzen der Bohrlöcher geraucht habe, was ich nie wieder tue.

der Reinhard

Glück auf

-bin in alten Grubenbauen rumgezogen auf der Suche nach Drusen, obwohl keine Bewetterung mehr vorhanden war.
-habe im größten Schlamassel gearbeitet, wo die Häuer alle abgezogen waren.

jetzt kannst du Timm mal fragen wies mir geht!?!:suff
 
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Reinhard (†)

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#11
war das verkehrte, aber auch nicht schlecht

Bild2


apropos "es ist ja nur Pechblende"

ich kenne Leute, die hatten daheim ein Stück davon, bei denen funktionierten die Uhren nicht mehr so ganz als wie sie dazu vorgesehen waren!
 

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dg0ocg

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#12
Also der Reinhard ist das blühende Leben. Das merkt man vorwiegend am Umfang...damit kommt er nämlich nicht mehr in die kleinen Einstiege... :D :D

@Attaboy

Wie willst Du denn die Aktivität verringern, wenn Dir gerade ein Kernreaktor um die Ohren geflogen ist.

Abschirmung verstärken: Hast Du mal mit Kobalt 60 gearbeitet ??? Da reichen 10cm Blei nicht, um die Strahlung auf ein verträgliches Maß abzuschirmen. Die 10cm Bleiplatten waren verdammt schwer.

Merkste was ????

bis denne

Timm
 
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Attaboy

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#13
Abschirmung

Hi Timm,

also die A's kamen vom ABC Dienst - nicht von mir. Sollte aber jeder mal ausprobieren - wenn auch nur zu Übungszwecken - stundenlang mit 'nem Dosimeter rumzulaufen. Man stellt fest, dass man zuerst nicht - später alle paar Minuten auf das Ding schaut. Unangenehmes Feeling!

Hi Reinhard,

das mit der Pechblende scheint Dir ja nicht geschadet zu haben - allerdings würde ich mir keine solchen "Brocken" in die Wohnung legen. Da sollen die Leut mal mit 'nem Dosimeter checken, wieviel das Zeug stahlt.

Gruß Attaboy
 
S

Sepp

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#14
die wismutkumpels haben aber auch den bohrstaub eingeatmet.
wieviele bergleute sind bei uns an der staublunge zugrunde gegangen.da hat man damals auch nicht drauf geachtet.und wer weiß denn heute schon,ob die gruben der wismut nicht in hundert jahren wieder aufgemacht werden.ist ja wohl noch genug zeugs da.
ich möchte hier nicht falsch verstanten werden,aber die dosis macht das gift.
 
W

wolfmann

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#15
Guten Abend zusammen,
Als Mediziner und ex-Strahlenschutzbeauftragter möchte ich jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Ich werde mich kurz fassen, kann aber auf Wunsch da noch mehr Details liefern.

Natürlich soll man den direkten Umgang mit radioaktiven Stoffen so weit wie möglich verringern da es bis heute nicht sicher erwiesen ist, ob es für Schädigungen einen Schwellenwert gibt oder nicht.
Aber:
Massives Erz oder Uran ist ein Alpha- und sehr schwacher Gammastrahler. Die AlphaStrahlung reicht in der Luft nur ca. 2,5 cm, in Gewebe wie z.B. Haut nur Bruchteile von Millimetern und dringt in den Körper daher nicht ein und ist daher auch nicht schädlich.

Anders sieht es bei Staub aus. Wenn der eingeatmet wird, lagert er sich in den Bronchiolen und Lungenbläschen so dicht an das Gewebe, daß eine Schädigung über die Zeit vorkommt. Die Kumpels von der Wismut haben besonders zu Beginn praktisch keinen Atemschutz gehabt und den Staub eingeatmet. Bei denen wurde über die Jahre die Lunge schwerst geschädigt (Krebsbildung). Diese Schädigung hatte nichts mit der Silikose zu tun.

Bei der Risikoeinschätzung sollte man auch folgedes beachten: Die natürliche Strahlenbelastung ist z.B. im Schwarzwald um das zigfache höher als z.B. in Norddeutschland. Insbesondere Radon aus Radiumbestandteilen im Gestein tritt z.B. in Kellern regelmäßig so hoch dosiert auf, daß heute eine Zwangsentlüftung vorgeschrieben ist.
Ein Unterschied in z.B. Krebsraten oder Mutationsraten ist aber nicht ersichtlich. Meine persönliche Kurzfassung:

In einer Uranmine arbeiten: Nur unter ausreichendem Atemschutz. Uranpechblende als Ausstellungsstück in meiner Sammlung: kein Problem.


Gruß

Wolfgang
 
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dg0ocg

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#16
@wolfmann

Endlich mal ein >vernünftiger< Umgang mit Radioaktivität !!!! Diese panikmache ala B..d-Zeitung nervt mich sehr in diesem Land.

Danke für den sachdienlichen Hinweis.

bis denne

Timm
 
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