"Weisse Häuser" bei Mirow

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MiBoh

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#1
Guten Abend allerseits,
da ich relativ neu bin eine Frage: Ist das Thema "Weisse Häuser" hier einmal
besprochen worden ? Ich bin 2008 dagewesen. Ist schwierig zu finden aber hoch interessant. Falls an Bildern Interesse besteht, kann ich einige einstellen.
Gruß Michael
 
D

dbtechnik

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#7
Das waren Probebauten für das Nachkriegsberlin, dass dann als Hauptstadt der germanischen Völker "Germania" heissen sollte.
 
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mayk64

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#8
wenn wir schon einmal beim Thema sind und sich ein Fachkundiger hier tummelt !
Die weißen Häuser liegen ja östlich vom Fliegerhorst (glaube Larz), aber nördlich davon sind auch noch Versuchsanlagen jedoch kleinere,gehören diese zusammen oder ist daß ein anderes Projekt!?
 
D

dbtechnik

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#9
Selber war ich leider noch nicht da :(

Bei den "weissen Häusern" ging es wohl um die Bombensicherheit der Treppenhäuser.


Gruß Detlef
 
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MiBoh

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#11
Noch während der Bombadierung Berlins rückte Hitler von seiner Vorstellung von "Germania" als Hauptstadt nicht ab. Er erteilte Albert Speer den Auftrag, bombensichere Häuser zu entwickeln. Speer wählte ein Waldgebiet nördlich von Mirow aus und ließ dort Versuchs-Betonbauten im Stile der Berliner Häuser errichten. Vom nahegelegenen Flugplatz Rechlin ließ er dann diese Häuser bombadieren und erstellte eine Schadensstatistik. Die Häuser waren mit hellen Steinen verblendet, daher der Name "Weiße Häuser". Wenn Interesse vorhanden ist, stelle ich in einigen Tagen Bilder ein.
Wer vor Ort will muß ein GPS haben sonst läuft er sich in diesem riesigen Waldgebiet Blasen. Ich habe es auch nur durch einen ortsansässigen Kundigen gefunden, der mir nach einigen Bierchen einen Gefallen zu wollte.
Gruß Michael
 
M

mayk64

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#12
frag mich grad was das mit dem GPS bedeuten soll,wenn du den Trampelpfad vom großen Koztower See Richtung Neufelderstrasse läufst stolperste nach ca einem Kilometer fast drüber über die Dinger,außerdem ist in einem der Bäume ein Hinweis eingeritzt,das sind keine 200 Meter vom Weg :lol1:
hoffe das Bier hat geschmeckt,nächstesmal nicht soviel davon.
 
B

bunkersachse

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#13
@ MiBo, die bierchen hättest du dir sparen können.
GPs steht da vielleicht für gepanschtes pilsener - daher war es dann auch schwierig für dich die nicht gerade wenigen bauten zu finden.
vg a
 
#14
@ MiBo, die bierchen hättest du dir sparen können.
GPs steht da vielleicht für gepanschtes pilsener - daher war es dann auch schwierig für dich die nicht gerade wenigen bauten zu finden.
vg a

Hallo! Hatte der Bau dieser Versuchsgebäude vielleicht was mit Bodenbeschaffenheit zu tun oder wollte man in aller Abgeschiedenheit zu Werke gehen? Für die geplanten Monumentalbauten auf dem vorliegenden Baugrund in Berlin wurden ja entsprechende Belastungstest vorbereitet! Gab es hier ähnliche Bedingungen wie in Berlin? Wäre ein Grund! Weis dazu jemand mehr! :hilfe2:

Gruß Liebscher
 
B

bunkersachse

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#15
@ liebscher
die bodenbeschaffenheit des berliner untergrund, der vorwiegend sandig und morastig ist, wurde in tempelhof getestet.
es wurde 1940 - 41 hierfür eigens ein "schwerbelastungskörper" mit einem gesamtgewicht von 12,600 tonnen errichtet. die älteren tempelhofer reden heute noch vom "pilz", wegen seiner form.
ausgiebig wurde hier
- die tragfähigkeit des untergrundes
- standfestigkeitsnachweis unter verschiedenen belastungen
- die fähigkeit lasten von stein- und betonlasten zu tragen.
bei den gesamten tests sank der koloss jediglich um 20cm im boden ein, und wieß eine neigung von 3,50m auf. da das monstrum größer als die eigentlichen bauten von "germania" angelegt war kamen
die bodenmechanischen forschungen der damaligen ingenuere und techniker zum ergebniss, das die "reichshauptstadt germania" baubar war.

weisse häuser
einiges steht ja schon hier.
die sich heute in einem wald befindliche "bunkersiedlung" stand einst auf freiem feld. im juli - august 1943 fanden hier brandbombentests an den "weisen häusern", "bunkertürmen", statt. in einem entsprechendem protokoll ist von einem nachgestellten berliner stadtteil die rede, wahrscheinlich den musterhäusern der geplanten "reichshauptstadt germania", die hier auf bombenfestigkeit getestet wurden.

es befindet sich hier auch die ehem. geheime anlage der dt. luftwaffe, mit ca. 150qkm. bis zu 4000 menschen waren hier beschäftigt.
- bordwaffen, maschinengewehre, kanonen, alles was zur militär. ausrüstung eines flugzeuges gehörte, wurde hier an speziellen bordschussanlagen aus beton oder stahl getestet. ebenso abwurf- und bombenzielgeräte kamen hier zu testeinsätzen. im prinzip wurde getestet, wie stark die bauten germanias zu kostruieren waren.
die wucht des aufschlags einiger geschosse ist noch an einigen erhaltenen beschussanlagen zu sehen.

bei spiegel tv history
brutalität in stein
die bauten der nazis
wird sich auch mit diesem thema beschäftigt.
vg a
bs
 
B

bunkersachse

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#17
ja joe
ich wollte es nur mit ausführen, bezüglich der frage von liebscher.
nur allzu oft wirft man sonst mehrere verschiedene dinge zusammen.
vg a
bs
 
#18
@ bunkersachse!

Danke für die ausführliche Antwort! Habe die Produktion der Luftwaffe gar nicht so in Erinnerung! Da muß ich mich mal richtig schlau machen! Danke nochmal!!

Gruß Liebscher
 
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