Wien: Neue U-Bahnstrecken

josef

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#1
Die Neuerrichtung der U 5 sowie die Trassenverlegung und Verlängerung der U 2 sind beschlossene Sache:
Neue Visualisierungen von U-Bahn-Stationen

Die Trassen der neuen U-Bahn-Linie U5 und der verlängerten U2 stehen fest, jetzt sind von den Wiener Linien weitere Visualisierungen der neuen Stationen präsentiert worden. Ab 2023 soll die U5 zwischen Karlsplatz und Altem AKH verkehren.

Durch die neuen 3-D-Bilder ist nun auch ein Blick auf die Stationen Matzleinsdorfer Platz, Neubaugasse (U2) und Frankhplatz (U5) möglich. Auf dem Frankhplatz entsteht die erste U5-Station als Neubau. Bei den südlich gelegenen Ausgängen sollen die Fahrgäste laut Wiener Linien direkt in die Straßenbahnlinien 43 und 44 umsteigen können.

Die U-Bahn-Station Neubaugasse sei eines der Highlights des U-Bahn-Projektes, heißt es von den Wiener Linien. Dort kreuzen sich künftig U3 und U2 - damit sich das ausgeht, wird sie mit 37 Metern zur tiefsten und, nach dem Stephansplatz, zur zweitfrequentiertesten Station im Wiener Netz. Auf dem Matzleinsdorfer Platz wiederum entstehen neue Aufgänge, die Station wird neben Hauptbahnhof und Bahnhof Meidling zum dritten Umsteigeknoten im Süden Wiens von der S-Bahn zur U-Bahn.

Züge fahren vollautomatisch
Die Züge auf der Linie der U5 sollen dann vollautomatisch fahren. Dafür werden auf den Bahnsteigen in den Stationen Türen angebracht. Die Trassenplanungen für die Verlängerung der U2 und die neue U5 machten Probebohrungen in der Stadt notwendig, konkret in den Bezirken Alsergrund, Mariahilf und Favoriten. Diese laufen seit März und werden voraussichtlich bis zum Herbst abgeschlossen sein. Text u. Bilder: http://wien.orf.at/news/stories/2779856/

1. Die künftige Trassenführung der U2 und U5
2. Visualisierung U2-Station Pilgramgasse
3. Visualisierung U2-Station Matzleinsdorfer Platz
4. Visualisierung U2/U5-Station Rathaus
5. Visualisierung U2-Station Neubaugasse
6. Visualisierung U2-Station Reinprechtsdorfer Straße
 

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#2
"Unterirdische Vorarbeiten"...

Wiener Keller: Graben, bis die U-Bahn kommt

In den Wiener Kellern haben – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – die Arbeiten an der neuen U5 bzw. der U2 schon längst begonnen.

Während oben die Menschen über die sommerlichen Temperaturen jammern, ist es unten angenehm kühl. Hier, in den Wiener Kellern, die entlang der künftigen Trasse der U5 bzw. des neuen U2-Streckenabschnitts liegen, wird schon lange vor dem offiziellen U-Bahn-Baustart gearbeitet. Ziel ist herauszufinden, ob die Häuser Tunnelbau und U-Bahn-Betrieb ohne Einsturzgefahr standhalten. Dafür werden in den Kellern Schächte zur Fundamentunterkante – und noch gut 30 Zentimeter tiefer – gegraben und die Qualität des Fundaments und des Bodens analysiert. Gegraben wird mit der Hand, schwere Geräte gibt es nicht, betont der Polier Helmut Leitner vom Bauunternehmen Porr. Im vergangenen Dezember wurde mit den Arbeiten begonnen.

Heute wird ein Keller in der Nähe der Arbeitergasse im fünften Bezirk begutachtet: Sechs Schächte wurden hier in den vergangenen Tagen gegraben. Nun inspiziert der Geotechniker Peter Schöchtner, der die Bauaufsicht innehat, diese etwa ein mal ein Meter großen Schächte.

Er und seine Kollegen sehen viel, während sie sich von Keller zu Keller durch den Bezirk arbeiten: Weinkeller, Hobbyräume, Bibliotheken – manche sogar mit Holz- oder Fliesenboden. Aber auch Keller in schlechtem Zustand. "Dieser Keller hier hat mittlere Qualität", meint Schöchtner. Aus einem Kellerfenster fällt ein bisschen Licht in den dunklen Raum, in dem ein Boxsack baumelt. Ansonsten sind hier nur Lagerabteile untergebracht.

Logistischer Aufwand
Eine Woche Arbeitszeit wird pro Keller veranschlagt, im Schnitt werden – je nach Größe des Kellers – fünf Löcher entlang tragender Wände gegraben. Die Bretter, die den ersten Schacht bedecken, werden jetzt entfernt. Schöchtner steigt mit einer kleinen Leiter hinunter und dreht seine Taschenlampe auf. Nun wird der Schacht genau ausgemessen, damit später technische Skizzen gemacht werden können. Bis zur Fundamentunterkante sind es in diesem Fall 1,75 Meter.

Mit einem Hammer löst Schöchtner Proben aus dem Fundament und diktiert: "Mischmauerwerk, sehr unregelmäßig, kein Vorsprung." Wichtig ist auch der Boden unter dem Fundament. Er besteht in diesem Fall aus "Anschüttung und Schluff", wie Schöchtner analysiert und sein Kollege genau notiert.

Eigentümer kooperativ
Dann werden Fotos gemacht und die Bretter wieder über das Loch gelegt, bevor das Team zum nächsten Schacht ein paar Meter weiterzieht. Sämtliche Bodenproben werden in Fächerkisten verpackt, die Tiefe, an der sie gefunden wurden, genau dokumentiert. All diese Kisten werden bei der MA 29, die die Bauleitung innehat, gelagert. Im Laufe des Tages werden Arbeiter vorbeikommen und die Schächte wieder schließen. Das dauert pro Schacht im Schnitt drei Stunden. "Der Ursprungszustand wird wieder hergestellt und alles gereinigt", sagt Polier Leitner. "Am Ende ist der Keller oft sauberer als zuvor."

Hinter der Arbeit steckt viel logistischer Aufwand: Zuerst muss der Bauakt ausgehoben werden, berichtet Christian Wagner von den Wiener Linien. Bei älteren Häusern seien diese Unterlagen teilweise gar nicht vorhanden – oder Jahrzehnte zurückliegende bauliche Veränderungen nicht im Bauakt zu finden. Ein bis zwei Monate vor Beginn der Bauarbeiten wird mit den Eigentümern Kontakt aufgenommen, mehrere Begehungen des Kellers und eine Beweissicherung gemacht und der Schlüssel übergeben.

90 Prozent der Eigentümer seien kooperativ, berichtet Wagner. Wohl auch, weil klar ist, dass ihnen die fußläufige U-Bahn-Anbindung viele Vorteile bringt: Immobilienmakler bemerken schon jetzt, dass die Preise in manchem Grätzel im fünften Bezirk steigen.

Fragen beim Graben
Die Qualität der Fundamente würde sich stark unterscheiden, sagt Schöchtner. "Das variiert von ganz gut bis: Hier muss man etwas machen." Ist Letzteres der Fall, dann werden die Kosten von den Wiener Linien getragen. Auf Überraschungen trifft man öfters – alte Bleirohre zum Beispiel.

Viele Fragen, die beim Graben aufkommen, lassen sich heute nicht mehr beantworten – etwa, warum das Fundament eines Hauses unterschiedlich tief ist: "Vielleicht wurde das Haus irgendwann erweitert", mutmaßt Leitner. Bei im Krieg beschädigten oder zerstörten Gebäuden sei oft einfach auf das alte Fundament gebaut worden. Die richtigen U-Bahn-Bauarbeiten beginnen 2018, die Fertigstellung ist für 2023 geplant. Bis es so weit ist, werden 5000 Schächte in den Wiener Kellern gegraben worden sein.

(Franziska Zoidl, 31.7.2016)
Text u. Bild: http://derstandard.at/2000042011742/Wiener-Keller-Graben-bis-die-U-Bahn-kommt
 

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#3
Habe vor einigen Tagen im Wien24 Fernsehen bei einer Präsentation von der Projektleiterin der Stadt Wien gehört, dass die Verlängerung der U2 direkt unter dem Flakturm (Haus des Meeres) durchführen wird.
 
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#4
Fundamente-Test für U2-Ausbau
Entlang der zukünftigen Trasse der U-Bahn-Linie U2 sind derzeit Tiefbautechniker im Auftrag der Wiener Linien unterwegs. Die Fundamente der Wohnhäuser werden kontrolliert, um die Sicherheit beim U-Bahn-Bau gewährleisten zu können.

Optisch einem Bergbau-Stollen nicht unähnlich sind die Techniker derzeit in Kellern der Wohnhäuser im Bereich der geplanten Neubaustrecke zwischen Rathaus und Matzleinsdorfer Platz unterwegs. Bodenschichten, Zustand und Tiefe der Fundamente werden geprüft.

„Damit man garantieren kann, dass das Haus nicht einstürzt, dass die Sicherheit gegeben ist, wenn der Tunnel vorangetrieben wird“, erklärte Werner Tramp von der MA 29 gegenüber „Wien heute“. „Sicherheit steht immer an oberster Stelle. Deswegen müssen wir genau wissen, wie die Bauart und die Fundamente sind, bevor wir Tunnel graben“, so Johanna Griesmayr, Sprecherin der Wiener Linien.


ORF
Bodenschichten und Zustand der Fundamente werden überprüft


Zehn Mio. Euro für Untersuchungen
Bisher wurden bereits Fundamente von mehr als 430 Häusern an unterschiedlichen Stellen in den Kellern geöffnet. In Summe sind es rund 2.400 Prüfschächte, so Griesmayr: „Jedes Fundament wird im Detail angeschaut, um auch sicher zu sein, dass die Fundamente den aktuellen Normen entsprechen und dass wir vor Baubeginn Verbesserungsmaßnahmen setzen, falls diese notwendig sind.“

Die bisher untersuchten Gebäude sind stabil genug für den U-Bahn-Bau. Laut Werner Tramp gibt es nur „vereinzelt Objekte, wo Maßnahmen notwendig sind.“ Untersucht wird jetzt noch bis Ende Mai. Die Gesamtkosten dafür liegen bei etwa zehn Millionen Euro. Einer Berechnung der MA 29 zufolge ergibt die Fundament-Prüfung am künftigen U2-Süd-Abschnitt mehr als 4.300 Kubikmeter Aushub, das entspräche dem Inhalt von 32.000 Badewannen.


Gerald Kovacic
Geplanter Verlauf U2 und U5

Geplanter Baustart im Jahr 2018
Die Verlängerung der U2-Trasse Richtung Matzleinsdorfer Platz soll ab 2018 gebaut werden, die Eröffnung ist für 2023 vorgesehen. Ein Infocenter steht seit dem Vorjahr für weitere Informationen zum Bau von U2 und U5 bereit - mehr dazu in
Infocenter zeigt Wiens U-Bahn-Zukunft (wien.ORF.at; 7.11.2016).

In den betroffenen Bezirken wurden auch Probebohrungen durchgeführt, um die Bodenbeschaffenheit der neuen Trassen zu erkunden - mehr dazu in
Probebohrungen für U2-Ausbau (wien.ORF.at; 5.7.2015).

Links:

Publiziert am 04.04.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2835122/
 

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#5

„Achterbahn fahren“ mit den Wiener Linien
So manche Strecke mit der U-Bahn fühlt sich mitunter wie eine Achterbahnfahrt an. Mit bis zu 80 km/h sind die Züge unterwegs, legen sich in den Kurven schräg, fahren bergauf und bergab. Denn Wien ist alles andere als eine flache Stadt.

„Wien ist ja recht hügelig, geht immer mal etwas auf- und abwärts“, sagt Daniel Amann, Sprecher der Wiener Linien. Die hügelige Landschaft spüren die Wienerinnen und Wiener auch beim Fahren mit der U-Bahn, die ja immerhin mit bis zu 80 km/h schnell ist. Wie schwungvoll die U-Bahn mitunter unterwegs sein kann, merken vor allem die stehenden Fahrgäste. „Grundsätzlich empfehlen wir, verfügbare Sitzplätze zu nutzen beziehungsweise die Haltestangen und Halteschlaufen zu verwenden. So ist man, wenn die U-Bahn stark bremsen muss, auf der sicheren Seite“, so Amann.

Züge in Schräglage
Das hügelige Wien ist auch beim Bau der U-Bahn-Strecken „immer wieder eine Herausforderung“. Um der Fliehkraft der Züge entgegenzuwirken und um möglichst schnell fahren zu können, setzt das Verkehrsunternehmen in schärferen Kurven auf die „Schienenüberhöhung“. Dabei wird der innere Schienenstrang niedriger gebaut als der äußere. Die U-Bahn steht in Schräglage auf den Schienen. Der maximale Höhenunterschied von Innen- zu Außenschiene beträgt bei den Wiener Linien 15 Zentimeter.


Wiener Linien/Johannes Zinner
Die U2 in Schräglage zwischen Aspern und Seestadt

Hügelige Stadt Wien
Wien liegt am östlichen Ende der Alpen, am Übergang zur Pannonischen Tiefebene. „Der höchste Punkt ist im Nordwesten der Stadt der Hermannskogel mit 542 Metern, und der niedrigste Punkt mit 151 Metern die Lobau im Osten der Stadt, was einen Höhenunterschied von circa 300 Metern ergibt“, erklärt Stadtforscher Raphael Sedlitzky von der Universität Wien. Generell fällt das Gelände von West nach Ost ab, mit der Ausnahme des Wienerbergs, der eine kleine Erhebung im Südosten der Stadt darstellt.

Schräge Strecken im U-Bahn-Netz
Die Fahrgäste merken das vor allem, wenn der Zug langsamer als normal fährt oder gar auf einer Strecke mit Schienenüberhöhung stehen bleibt. Der Fall ist das etwa auf der Linie U1 zwischen Aderklaaer Straße und Großfeldsiedlung sowie zwischen Großfeldsiedlung und Leopoldau, bei der U2 zwischen Stadion und Donaumarina sowie zwischen Aspern und Seestadt, bei der U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse und bei der U4 zwischen Magaretengürtel und Längenfeldgasse sowie zwischen Schottenring und Rossauer Lände.

Die maximale Steigung und das maximale Gefälle im U-Bahn-Netz beträgt vier Prozent. „Das klingt nicht viel“, sagt Amann. „Aber für einen Hunderte Tonnen schweren Zug geht nicht mehr.“ Der höchste Punkt im Wiener U-Bahn-Netz befindet sich in der U3-Station Ottakring - auf 237 Metern über dem Meeresspiegel, der tiefste Punkt in der U1-Station Schwedenplatz - auf 142 Metern über dem Meeresspiegel.

Besonders an diesen Stellen können in der U-Bahn von Fahrgästen abgestellte Trolleys oder andere Gegenstände ungewollt in Bewegung geraten. Fahrgästen, die mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs sind, empfehlen die Wiener Linien generell „die dafür vorgesehenen Plätze“.


ÖBB
Noch mehr Schräglage gibt es bei den ÖBB

Mehr Schräglage bei den ÖBB
Die stärksten Kurvenneigungen beziehungsweise der stärkste Höhenunterschied von Innen- zu Außenschiene bei den ÖBB liegt übrigens bei 16 Zentimetern. Das ist in Wien etwa bei der Vorortelinie, die von Hütteldorf nach Heiligenstadt fährt, der Fall. Die stärksten Steigungen liegen bei den Hauptstrecken bei 33 Promille, allerdings nicht in Wien, sondern bei der Tauern- und Brennerbahn.

Publiziert am 23.07.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2854423/
 

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#6
Neue U-Bahn mit „Panoramafenster“
Die Stadt und die Wiener Linien haben am Donnerstag die neuen U-Bahn-Züge präsentiert. Die X-Wagen bieten durch eine transparente Trennwand zur Fahrerin den Passagierinnen eine neue Perspektive auf die Strecke.
Der erste X-Wagen soll bereits Mitte 2020 im Wiener U-Bahn-Netz unterwegs sein. Er kann sowohl mit Fahrpersonal als auch vollautomatisch eingesetzt werden. Bereits vor Inbetriebnahme der vollautomatischen U5 2024 wird er auf den Linien U1 bis U4 zum Einsatz kommen. Bis 2030 werden alle 34 Züge ausgeliefert und ersetzen schrittweise die „Silberpfeile“, die bereits seit den 70er Jahren unterwegs sind.

Das Design des 111 Meter langen X-Wagens ist an jenes des ebenfalls von Siemens gebauten V-Wagens angelehnt. Gebaut wird der sechsteilige X-Wagen ab Anfang 2019 bei Siemens in Simmering. Die neuen Züge werden 928 statt bisher 882 Fahrgäste aufnehmen können. Das liegt auch daran, dass die Stehplätze mehr und die Sitzplätze weniger werden.


Siemens AG Österreich

Blaue Sitze für Menschen, die sie brauchen
Das - wie beim V-Wagen durchgehend begehbare - Innere wird hingegen offener gestaltet. Vorgesehen sind etwa großzügigere Einstiegsbereiche, was das Ein- und Aussteigen beschleunigen soll. Auch die Sitze sind neu angeordnet und damit auch geringfügig reduziert. Im X-Wagen wird es eine Kombination der gewohnten Quersitze mit Längs- und Klappsitzen geben. Gleichzeitig wird der Platz für Rollstühle und Kinderwagen vergrößert.

Manche Sitze sind zudem nicht rot, sondern blau gefärbt. Damit werden sie als Plätze für Personen ausgewiesen, die einen Sitz besonders brauchen - also etwa Ältere, Schwangere und gehbeeinträchtigte Menschen. Die Fahrgastinformation wird vor allem digital erfolgen. Bildschirme über den Türen werden künftig nächstgelegene Aufgänge und Abfahrtszeiten von Anschlussverbindungen anzeigen.

Fahrerinnenstand kann auch demontiert werden
Unklarheit herrschte zuletzt über ein vor allem den „Öffi“- und Eisenbahnfans wichtiges Feature: über die Aussicht. Denn in anderen vollautomatischen U-Bahn-Zügen, also etwa in London und Paris, ist der direkte Blick nach vorne möglich. Da die Wiener Züge aber nicht nur fahrerinnenlos auf der neuen U5 eingesetzt werden, sondern auch auf den anderen Linien mit Fahrerinnen betrieben werden sollen, ist sehr wohl ein Cockpit vorgesehen.

Allerdings ist dieses durch eine Glasscheibe vom Fahrgastraum getrennt. Damit ist der Blick vorne hinaus möglich, wie der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, erläuterte. Sollte später ein Zug ausschließlich automatisch fahren, kann der Fahrerinnenstand auch demontiert werden.

Auftragsvolumen beträgt 550 Millionen
Ab 2020 sollen die ersten Fahrzeuge im Untergrund zu sehen sein, vorerst noch im „normalen“ Netz außer auf der U6. Nach Fertigstellung der U5 im Jahr 2024 folgt dann der fahrerinnenlose Betrieb. Die neuen Stationen werden dafür eigens ausgestattet: Glaswände und Schiebetüren werden den Bahnsteig vom Gleisbereich trennen. Ein Personalabbau, so wurde einmal mehr versichert, ist nach Aufnahme des automatischen Betriebs nicht geplant.

Bis zu 45 der neuen Züge könnten in den kommenden Jahren bestellt werden, erläuterte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) die Vereinbarung. Konkret werden bis 2030 insgesamt 34 Züge ausgeliefert. Zudem gibt es noch eine Option auf elf weitere Exemplare. Das Auftragsvolumen beträgt 550 Millionen Euro, wobei auch die Instandhaltung Teil des Vertrags ist. „Der Auftrag ist von enormer Wichtigkeit für den Standort“, sagte der Chef von Siemens Österreich, Wolfgang Hesoun. Der Auftrag sichere in Wien 200 Arbeitsplätze - und beschäftige auch zahlreiche Zulieferbetriebe.

Links:
* Anlässlich des Weltfrauentags hat sich wien.ORF.at entschlossen, auf unserer Nachrichtenseite ein sprachliches Experiment durchzuführen. Wir werden heute die Berichte und Meldungen in weiblicher Form publizieren. Es geht nicht um klassisches Gendern, sondern darum, etwa Mehrzahlwörter, die Frauen einschließen, rein weiblich zu bilden. Das heißt: Bei der Formulierung „die Bürgerinnen“ werden Männer an diesem Tag eingeschlossen sein.

Publiziert am 08.03.2018







Alle Bilder Siemens AG Österreich


http://wien.orf.at/news/stories/2899881/
 

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#7


Archäologen: Wohl Funde bei U2-Ausbau
Die Stadtarchäologie Wien übersiedelt ihr Depot von der U3-Station Neubaugasse zum Westbahnhof. Im Depot lagern Fundstücke aus lange vergangenen Zeiten. Neue Funde erwarten die Archäologen beim U2-Ausbau.

Was im Wiener Untergrund nicht alles zu finden ist: Ein Mammutstosszahn aus der Eiszeit oder Schalen und auch Töpfe aus der Römerzeit. Zahlreiche Fundstücke stammen von der U3-Baustelle etwa bei der Station Landstraße. Wann immer eine U-Bahn gebaut wird, tauchen antike Kostbarkeiten auf und werden von der Stadtarchäologen sorgsam aufbewahrt.


OR

Neues Depot im Westbahnhof
Im Bauch der U3-Station Neubaugasse lagern tausende Kulturschätze, die jetzt ins neue Depot in den Westbahnhof übersiedeln. Zu finden sind hier etwa eine Schüssel von einer Grabung am Rennweg. Sie stammt aus der römischen Zivilsiedlung Vindobona. „Eine sogenannte Terra Sigilata“, sagt Kristina Adler-Wölfl von der Stadtarchäologie Wien. „Bei diesem Stück ist der Töpferstempel erhalten und dadurch wissen wir, in welcher Töpferei diese Schüssel hergestellt worden ist und wir können sie datieren.“

Der Fund eines Unterkieferknochens zeigt, dass auch vor 2.000 Jahren bereits Jungschweine gegessen wurden. Noch viel älter ist ein Mammutstoßzahn , der beim U-Bahn-Bau in Wien-Landstraße ans Licht gekommen ist. Jetzt wird er im Depot des Wien Museums in Himberg aufbewahrt, sagt Archäologe Martin Penz: „Der Stoßzahn ist ungefähr 30.000 bis 100.000 Jahre alt und stammt aus der letzten Eiszeit, das ist eine Zeit, zu der schon die ersten Spuren der ersten Menschen hier im Wiener Raum feststellbar sind.“

Funde in Gumpendorf und St. Ulrich erwartet
Daher erwarten sich die Stadtarchäologen auch bei den Grabungen für die U2 so manche Überraschung, auf jeden Fall gräbt sich die Trasse durch mittelalterliche Vorstädte: „Da wär zum Beispiel Gumpendorf oder St. Ulrich, da kann man eigentlich erwarten, dass es sicher mittelalterliche und frühneuzeitliche Funde geben wird“, sagt Penz.

Die Wiener Linien versuchen das in ihre Planungen mit einzubeziehen, sagt Unternehmenssprecherin Johanna Griesmayr: „Sobald etwas auftaucht, ist die erste Kontaktaufnahme mit der Stadtarchäologie mit den Kolleginnen und Kollegen die den U-Bahn Ausbau wirklich vom Beginn bis zum Ende begleiten.“ Ab 2019 wird es mit dem Beginn des U2-Ausbaus also wieder spannend für Bautechniker und Stadtarchäologen.

Links:
Publiziert am 12.05.2018







Alle Fotos ORF

http://wien.orf.at/news/stories/2912288/
 

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Worte im Dunkel
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#8
„Maulwurf“ baut neue U2 und U5

Heute ist der Spatenstich für das neue U-Bahnlininenkreuz U2/U5 erfolgt. Bei dem Großprojekt kommt mit dem „Maulwurf“ eine riesige Tunnelbohrmaschine zum Einsatz. Über die Gesamtkosten schweigen die Wiener Linien noch.

Die Luftballons in Türkis und Lila markieren die Umrisse des künftigen Schachts: Von jener 65 mal 35 Meter großen Fläche am Beginn der Triester Straße aus wird ein Großteil der unterirdischen Arbeiten für das neue U2/U5-Linienkreuz in Wien erfolgen.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer sprach beim feierlichen Akt von einem „Lückenschluss“ für das innerstädtische U-Bahn-Netz. Konkret wird die U5 auf dem jetzigen U2-Abschnitt von Karlsplatz bis Rathaus und dann auf einer neu gebauten Strecke in der ersten Ausbaustufe bis zum Frankhplatz (Altes AKH) fahren. Die U2 wiederum wird ab der Station Rathaus auf einer neuen Trasse Richtung Süden fahren - und zwar über Neubaugasse (U3) und Pilgramgasse (U4) bis zur vorläufigen Endstelle Matzleinsdorfer Platz (S-Bahn).


APA/Hochmuth
vlnr.: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne), Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer beim Spatenstich

Maschine erspart „20.000 Lkw-Fahrten“ in der Stadt
Der Matzleinsdorfer Platz spielt auch eine zentrale Rolle für den Bau der lila Verlängerung. Denn von hier aus - eben konkret vom Baufeld Triester Straße in Favoriten - frisst sich die in 30 Metern Tiefe startende Tunnelbohrmaschine unterirdisch in Richtung 7. Bezirk. „Damit ersparen wir uns 20.000 Lkw-Fahrten im dicht verbauten Gebiet“, erklärte Steinbauer. Der „Maulwurf“ - wie die Maschine genannt wird - ist so konstruiert, dass er nicht nur ins Erdreich vordringt, sondern das anfallende Material auch abtransportieren und die entstehende Röhre gleichzeitig mit Stahlbeton auskleiden kann.


APA/Hirsch

Netzerweiterung nötig „wie einen Bissen Brot“
Bis wirklich gebohrt wird, dauert es allerdings noch rund zwei Jahre. Denn dafür müssen die Stationen selbst im Rohbau schon fertig sein. Und diese Arbeiten sind es auch, die an vielen Wienern nicht unbemerkt vorbei gehen werden. „Es wird Momente geben, in denen uns der eine oder andere verfluchen wird“, zeigte sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) realistisch, betonte aber zugleich, dass man die Netzerweiterung brauche „wie einen Bissen Brot“ - Stichwort U6-Entlastung.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) sowie Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) erhoffen sich zudem eine höhere Anzahl der Pendler, die dann mit der U-Bahn statt dem Auto in Richtung Stadtzentrum fahren.

Davor wird es für viele Öffi-Nutzer allerdings etwas schwieriger werden. Fahrgäste werden die Auswirkungen der Bautätigkeiten vor allem ab kommenden Jahr zu spüren bekommen. Denn ab Juli 2019 wird die U2 zwischen Karlsplatz und Schottentor zwecks Umrüstung für den vollautomatischen U5-Betrieb zwei Jahre lang gesperrt. Ebenfalls im Juli startet die nur zweimonatige Teilsperre der U4 zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz. Wobei in der Station Pilgramgasse schon ab Februar und dann ein Jahr lang keine Züge stehen bleiben werden.

Entscheidung über 13A „in den kommenden Wochen“
Folgen haben die Bauarbeiten nicht zuletzt für die Buslinie 13A im Bereich der Neubaugasse. In den vergangenen Monaten ist eine rege Debatte zwischen Wiener Linien, Stadt und Bezirk darüber entstanden, wo genau die Ausweichroute in den kommenden Jahren verlaufen soll. Zuletzt war sogar eine mögliche Zweiteilung des 13A aufs Tapet gebracht worden - mehr dazu in Chaos um Ausweichrouten für 13 A. Steinbauer sagte heute, es lägen seitens der Verkehrsbetriebe nun alle möglichen Varianten auf dem Tisch. Er rechne mit einer endgültigen Entscheidung in den kommenden Wochen.

Kosten aus „taktischen Gründen“ nicht gesagt
Die U5 geht bereits 2024 in Betrieb. Zwei Jahre später erfolgt dann das U2-Stück bis Matzleinsdorfer Platz. Ab diesem Jahr soll die türkisfarbene U5 dann auch schon über den Gürtel (Alser Straße) bis zum Elternleinplatz fahren. 2028 ist schließlich die weitere Verlängerung des U2-Südasts bis zum Wienerberg vorgesehen. Für die zweite Ausbaustufe von U2 und U5 ist die traditionelle Kostenteilung zwischen Stadt und Bund allerdings noch nicht unter Dach und Fach.

Zu dem Gesamtkosten für das Bauprojekt schweigen die Wiener Linien derzeit. „Die genauen Summen kann ich jetzt aus taktischen Gründen nicht sagen. Wir sind derzeit in sehr, sehr großen Vergabe- und Ausschreibungsverfahren. Da wäre es unklug, wenn eine Seite die Karten auf den Tisch legt und sich die Bauindustrie dann an diesen Zahlen orientiert“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günther Steinbauer gegenüber Radio Wien.
Quelle: „Maulwurf“ baut neue U2 und U5
 

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#9
Erster X-Wagen feiert „Hochzeit“
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Für Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) ist eine Verlängerung der U5 bis zur Vorortelinie in Hernals denkbar. Doch der erste Zug für die neue U-Bahn, die ohne Fahrerin oder Fahrer unterwegs sein soll, wird gerade erst fertiggebaut – inklusive „Hochzeit“.
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Der tonnenschwere Wagenkasten wird auf das Fahrwerk heruntergelassen: Es ist Millimeterarbeit im Siemenswerk in Simmering. Die Arbeiter nennen die Montage intern auch „die Hochzeit“. Derzeit ist man beim zweiten Wagen des sechsteiligen, ersten Zuges. 34 X-Wagen mit einer Kapazität von je 928 Fahrgästen haben die Wiener Linien 2017 bei Siemens bestellt. Dazu gibt es die Option auf elf weitere Züge. Im 550 Mio. Euro schweren Auftrag ist auch ein 24-jähriger Wartungsvertrag inkludiert.

Die Züge der neuen U-Bahngeneration sollen auf der U5 künftig vollautomatisch unterwegs sein. Der größte Unterschied zum Vorgängermodell, dem V-Wagen: „Technik ist deutlich mehr drinnen, wir haben viel mehr Computer drinnen, Netzwerke, die wir verlegt haben. Pro Wagen sind es rund 19 Kilometer Kabel“, sagt Siemens-Projektleiter Thomas Smetana gegenüber „Wien heute“. Das ergibt pro U-Bahnzug mehr als 110 Kilometer an Kabeln.

Fotostrecke mit 9 Bildern
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Arbeiter bringen das tonnenschwere Fahrwerk in Position
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Die Montage des Wagenkastens mit dem Fahrwerk wird intern auch als „Hochzeit“ bezeichnet
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Eine Millimeterarbeit für die Arbeiter
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Das Geschick der Arbeiter ist gefragt
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Der Vorserienzug soll im Sommer an die Wiener Linien ausgeliefert werden
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Rund 19 Kilometer Kabel sind pro Waggon verbaut
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Der Auftrag über 34 Züge läuft bis 2030
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Die Holzsitze sind schon eingebaut
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Frühestens ab 2022 für Fahrgäste in Betrieb
Gesteuert werden die neuen Garnituren, die stets Daten über Standort, Geschwindigkeit und Abstand zum nächsten Zug senden, über die Wiener-Linien-Leitstelle in Erdberg. Der erste X-Wagen soll in wenigen Monaten übergeben werden. „Wir liegen voll im Zeitplan. Im Sommer werden wir den kompletten Zug an die Wiener Linien liefern und dann beginnen dort die Testfahrten“, sagt Smetana.


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Bei diesem ersten X-Wagen handelt es sich um einen sogenannten Vorserienzug. Wenn die Tests abgeschlossen sind und die Betriebsbewilligung erteilt ist, beginnt Siemens mit der Serienproduktion der weiteren Zuggarnituren.

Bis die ersten Fahrgäste in den neuen X-Wagen einsteigen können, dauert es noch. „Der früheste mögliche Termin, wo die Fahrgäste mit dem X-Wagen unterwegs sein können, wäre mit Erteilung der Betriebsbewilligung. Und das wird im Jahr 2022 sein“, sagt Wiener Linien-Sprecherin Ingrid Monsberger-Köchler im „Wien heute“-Interview.

Siemens will den ersten X-Wagen im Sommer ausliefern. Dann wird getestet. Bis der neue Zug auf der U5 unterwegs sein wird, dauert es noch Jahre.

Ausschreibungen für U5 laufen noch
Anfangs wird der X-Wagen mit Fahrer oder Fahrerin auf den Linien U1, U2, U3 oder U4 im Einsatz sein. Komplett fahrerlos wird er dann erst auf der neuen U5 unterwegs sein. Wann es soweit ist, hängt aber vom Bau der neuen Strecke ab.
Die Eröffnung des ersten Teilabschnitts der U5 zwischen Karlsplatz und Frankhpaltz beim Alten AKH hat – wegen zu teurer Angebote der Baufirmen – bereits verschoben werden müssen. „Die Ausschreibungen laufen dazu. Und der früheste Termin für die U5 wäre 2025“, sagt Monsberger-Köchler.

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So soll der neue X-Wagen aussehen

Neu für die Fahrgäste werden nicht nur chauffeurlose Züge sein, sondern auch die gläsernen Wände, die in den U5-Stationen eingebaut werden. Sie trennen Bahnsteig und Gleisbereich und sind mit speziellen Sicherheitstüren versehen, die sich nur dann öffnen, wenn eine U-Bahn eingefahren ist – also zum Ein- und Aussteigen. Dadurch soll ein Sturz in den Schienenschacht nicht mehr möglich sein. Mit dem neuen X-Wagen kommen also nicht nur neue U-Bahnzüge in der Stadt, auch die Stationen werden ihr Gesicht verändern.
02.02.2020, Hubert Kickinger, wien.ORF.at

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Erster X-Wagen feiert „Hochzeit“
 

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#10
Wiener Linien präsentieren X-Wagen
Die Wiener Linien haben am Freitag die erste fahrerlose U-Bahn-Garnitur präsentiert, den sogenannten X-Wagen. Insgesamt 34 Garnituren hat die Stadt bei Siemens bestellt. Sie sollen ab 2022 im regulären Fahrbetrieb unterwegs sein.

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Nach umfangreichen Tests wird das Fahrzeug in rund zwei Jahren im regulären Fahrgastbetrieb mit Fahrer unterwegs sein. Der X-Wagen wird auf allen bestehenden Linien außer der Linie U6 fahren. Drei Jahre später soll der vollautomatische Betrieb – ohne Fahrer – auf der neuen U5 starten.
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Anders als bei den bestehenden Garnituren können Passagiere der Fahrerin oder dem Fahrer im X-Wagen über die Schultern blicken. Denn Fahrgäste und Fahrzeugstand sind nur mehr durch eine Glasscheibe getrennt. Der neue Fahrzeugtyp, dessen Design den aktuellen V-Wägen durchaus ähnelt, verfügt auch über vollständig digitalisierte Fahrgastinformationen. Von einem gedruckten Fahrplan fehlt im X-Wagen jede Spur. Insgesamt 34 Fahrzeuge wurden bei Siemens bestellt, elf weitere seien zudem möglich. Im 550 Mio. Euro schweren Auftrag ist auch ein 24-jähriger Wartungsvertrag inkludiert.

„Neues Zeitalter“ für öffentlichen Verkehr
Für Günter Steinbauer, dem Geschäftsführer der Wiener Linien, startet mit dem X-Wagen ein neues Zeitalter für den öffentlichen Verkehr, wie er sagte. Und er verwies auch auf die zusätzlichen Kapazitäten durch den Ausbau der U2 und den Bau der U5. Damit sollen insgesamt rund 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste transportiert werden können.

„Den ersten Wagen in echt anzuschauen, ist etwas ganz, ganz Besonderes“, freute sich die für öffentliche Verkehrsmittel zuständige Stadträtin Ulli Sima. Sie betonte, dass das neue Fahrzeug aus 90 Prozent recycelbarem Material bestehe und zudem in einer Leichtbauweise gefertigt sei. Damit sei es möglich, bis zu 90 Prozent der Bremsenergie zurück ins Netz zu speisen, was den neuen X-Wagen zu einem „Klimaschutzprojekt“ machen würde.

„Das modernste U-Bahn-Fahrzeug der Welt“
„Die vergangenen Monate waren eine große Herausforderung“, erklärte Albrecht Neumann, Leiter der Schienenfahrzeug-Sparte bei Siemens: „Was wir hier heute vor uns sehen, ist das modernste U-Bahn-Fahrzeug der Welt." Am allerwichtigsten seien für ihn der Komfort und die hohe Sicherheit der Fahrgäste. Nur so könne man noch mehr Menschen davon überzeugen, vom eigenen Fahrzeug zum öffentlichen Verkehr umzusteigen.“ Zudem sollen ständige Routinechecks der Vergangenheit angehören, denn der X-Wagen werde ständig mit der Leitstelle kommunizieren und selbstständig auf den Verschleiß einzelner Teile aufmerksam machen, sagte Neumann.
03.07.2020, red, wien.ORF.at/Agenturen

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Wiener Linien präsentieren X-Wagen
 

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#11
X-Wagen im Klimawindkanal geprüft
Der X-Wagen, der neue U-Bahn-Zug für Wien, wurde im Klimawindkanal in Wien-Floridsdorf zahlreichen Tests und Prüfungen unterzogen. Die klimatischen Extrembedingungen reichten von Minus 25 Grad Celsius bis Plus 45 Grad Celsius.

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Zur Simulation der Fahrgeschwindigkeit betrug die Windgeschwindigkeit im Klimakanal 80 km/h. Bei den umfangreichen Tests wurde das Zusammenspiel der Klima- und Heizungsanlagen des neuen U-Bahn-Zuges mit unterschiedlichen klimatischen Außenverhältnissen durchgespielt, überprüft und dokumentiert. Der X-Wagen hat den Härtetest bestanden, freuten sich die Wiener Linien in einer Aussendung.

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Wiener Linien/Severin Wurnig
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Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien

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Fahrgäste voraussichtlich ab 2022
Seit Ende Juni sind alle Wageneinheiten vom ersten X-Wagen komplett fertiggestellt. In den nächsten Wochen wird der sechsteilige U-Bahn-Zug bei den Wiener Linien zusammengestellt. Dann starten weitere Tests und Prüfungen, bis der X-Wagen mit erfolgreicher Betriebsbewilligung 2022 für den Fahrgastbetrieb auf den Linien U1 bis U4 eingesetzt werden kann. Mit dem Bau der neuen U5 von Frankhplatz bis Karlsplatz wird der X-Wagen ab frühestens 2025 die erste vollautomatische U-Bahn-Linie Wiens befahren.
16.07.2020, red, wien.ORF.at/Agenturen
X-Wagen im Klimawindkanal geprüft
 

josef

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#12
Blick in die Tiefen der U-Bahn-Baustelle
Die Stadt wird momentan an vielen Orten aufgegraben – der Grund dafür ist der U-Bahn-Bau. Am Matzleinsdorfer Platz entsteht die neue U2-Endstation und ein Umsteigeknoten zur Schnellbahn. Momentan ist dort vor allem ein großes Loch.

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30 Meter geht es in die Tiefe am Matzleinsdorfer Platz. In dieser Tiefe entsteht die neue U2-Station, die ab 2028 vorerst als Endstation dienen soll. Sieben Minuten soll man dann vom Rathaus brauchen. Bevor der Tunnel vorangetrieben wird, muss erst einmal die Station ausgebaut werden. Ein Drittel der Fläche wurde schon vor Weihnachten betoniert. 14 Stunden habe man daran gearbeitet, erzählt der Bauleiter der „Presse“.

Tunnelbohrer kommt 2024
In drei Jahren – 2024 – wird dann der Tunnelbohrer, genannt „Maulwurf“, zum Einsatz kommen, schildert Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer im „Wien heute“-Interview. Gearbeitet wird in der „Knopflochmethode“, wie bei einer Operation. „Wir haben einen großen Startschacht – das Knopfloch –, von dem aus wir dann den ganzen Tunnelvortrieb bis fast zum Rathaus vortreiben werden.“

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Davor muss aber noch der 120 Meter lange Stationstunnel gegraben werden, der breiter als der spätere U-Bahn-Tunnel ist. Es muss auch noch Platz für den Bahnsteig sein. In dem Stationstunnel wird anschließend auch der „Maulwurf“ zusammengebaut. Der Vorteil dieser Tunnelbohrmaschine besteht darin, dass sie das gesamte Material nach hinten abgibt und das von dort direkt über den Matzleinsdorfer Platz abtransportiert werden kann.

Täglich zehn bis zwölf Meter
Die Verzögerung durch eine Neuausschreibung der Arbeiten ist nicht mehr wettzumachen. Jetzt wird aber Tempo gemacht, sagt der für die Wiener Linien zuständige Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). „Weil wir dann ab 2024 jeden Tag den Tunnel zehn bis zwölf Meter, also in einer unglaublichen Intensität, vorantreiben werden.“ Damit soll die Eröffnung der neuen U2-Strecke 2028 geschafft werden.
26.01.2021, red, wien.ORF.at

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#13
U-Bahn-Ausbau: Achtel des Wegs geschafft
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Die Tunnelbauarbeiten für den Ausbau der U-Bahn-Linie U2 in der Innenstadt laufen auf Hochtouren. Ein Achtel der zweieinhalb Kilometer Tunnel zwischen Rathaus und Schottentor ist bereits gebaut. Täglich kommen zwei Meter dazu.

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In 20 Metern Tiefe sieht man die Fortschritte bereits: 300 Meter wurden seit dem Beginn der Bohrungen zurückgelegt. Die Tiefenbohrungen sind eine besondere Herausforderung, erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführerin Gudrun Senk: „Wir sind hier in einer sehr, sehr sensiblen Zone der Stadt. Mitten im Herzen des ersten Bezirks ist es natürlich so, dass wir auf Sicht fahren bei unseren Grabungsarbeiten.“

Zeitlich „voll im Plan“
Man müsse versuchen, mit möglichst wenig Erschütterungen voranzukommen, „um die wirklich wertvolle Gebäudesubstanz an der Oberfläche zu schützen, um Risse und Setzungen zu vermeiden“, sagte Senk. Der neue U-Bahn-Knoten beim Rathaus wird künftig die Innenstadt mit Favoriten verbinden.
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Ein Achtel des Tunnels ist gebohrt

Ab 2026 soll die U5 ihren Betrieb zwischen Karlsplatz und Frankhplatz aufnehmen. Ab 2028 soll dann die U2 ab dem Rathaus Richtung Matzleinsdorfer Platz unterwegs sein. Derzeit ist man im Zeitrahmen, versichert der zuständige Stadtrat Peter Hanke (SPÖ). „Es ist nicht leicht. Die Lieferketten sind im Baubereich überstrapaziert, aber derzeit sind wir voll im Plan. Ich hoffe, dass das in den nächsten Monaten auch weiterhin so bleiben wird.“

Eine Minute schneller
Der neue U2-Tunnel zwischen Rathaus und Schottentor wird für die Fahrgäste eine Verkürzung der Strecke von einer Minute bedeuten. Auch für den Weg zur Klimaneutralität der Stadt soll der U-Bahn-Ausbau helfen. „Am Ende, wenn dieser Streckenabschnitt fertiggestellt ist und diese Periode abgearbeitet ist, werden 600.000 Menschen, die an der Linie wohnen, die Möglichkeit haben, die U2 zu benützen.“ Dadurch erhofft man sich, dass mehr Menschen vom Auto auf die U-Bahn umsteigen.
01.12.2022, red, wien.ORF.at

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U-Bahn-Ausbau: Achtel des Wegs geschafft
 

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#14
„X-Wagen“: Fahrgäste müssen noch warten
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Die neueste U-Bahn-Generation der Wiener Linien, der „X-Wagen“, sollte eigentlich noch heuer für die Fahrgäste zu erleben sein. Doch das behördliche Zulassungsverfahren läuft noch. Die Wiener Linien rechnen aber mit dem baldigen Einsatz.
Online seit heute, 6.25 Uhr
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„Der X-Wagen steht kurz davor, für die Öffi-Fahrgäste unterwegs zu sein. Nach erfolgreicher Betriebsbewilligung wird der U-Bahnzug umgehend für alle Öffi-Fahrgäste, mit Fahrpersonal, auf der Linie U3, im Einsatz sein“, sagte eine Wiener Linien-Sprecherin auf Anfrage.

Die Lieferungen laufen jedenfalls nach Plan, so die Sprecherin. Bisher wurden insgesamt sieben X-Wagen-Züge von Siemens an die Wiener Linien geliefert. Sie warten nun im Bahnhof Erdberg auf ihren Einsatz. Die gesamte Lieferung bis 2030 umfasst insgesamt 34 Züge.

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APA/Herbert Pfarrhofer
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Ab 2026 vollautomatisch auf U5 unterwegs
Zu Testzwecken waren die Garnituren bereits im Netz unterwegs. Fahrgäste waren aber noch nicht mit dabei. Eigentlich hatten die Wiener Linien im Oktober „noch 2022 mit dem Einsatz im Fahrgastbetrieb“ gerechnet. Doch weil das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, wird es noch ein bisschen dauern.

Der in Simmering gefertigte Zug kann auch vollautomatisch ohne Fahrpersonal eingesetzt werden. Dieses wird aber bis 2026 noch nötig sein. Erst wenn dann wie geplant die U5 in Betrieb geht, kann auf Fahrerinnen und Fahrer verzichtet werden. Die Linie wird dafür eigens mit Bahnsteigtüren ausgestattet.
31.12.2022, Hubert Kickinger, wien.ORF.at

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#15
U5-Bau: Blick unter den Frankhplatz
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Während die Wiener Linien derzeit mit Personalmangel und Ausfällen zu kämpfen haben, laufen im Untergrund die Arbeiten für die U2-Verlängerung und die neue U5. Die erste komplett neu errichtete Station der U5 wird der Frankhplatz sein – ein Blick unter die Oberfläche.
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In einigen Wochen, Ende März, soll unter dem Frankhplatz der eigentliche Tunnelbau starten, wenn alles nach Plan läuft. Die größten Probleme auf der Baustelle: Zeit und Platz: „Das schwierige hier sind die Platzverhältnisse, es ist so eng. Du kannst nichts zu früh bringen , nichts zu spät. Wir haben auch irrsinnig große Zeitprobleme“, sagt Markus Rieberer, Bauführer am Frankhplatz, bei einem Lokalaugeschein von „Wien heute“.

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28 Meter in die Tiefe
Unterirdisch wird auch von anderer Seite Richtung Frankhplatz gearbeitet: Unter der Landesgerichtsstraße, vom Rathaus und den bestehenden U2-Schienen kommend, ist schon ein Teil des U5-Tunnels errichtet. Gleichzeitig wird in diesem Abschnitt erneuert, was bei den U2-Gleisen überholt gehört. Ab 2026 gehört die Strecke der neuen U5.

Sie wird die bekannten U2-Stationen Karlsplatz, Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus übernehmen und dann bis zum Frankhplatz fahren. Hier aktuell noch die Tiefe bis zur Tunnelebene ergraben werden. 28 Meter wird es vom Straßenniveau nach unten gehen, wenn die Arbeiten fertig sind – neun Meter fehlen derzeit noch.

Archäologische Funde
Nicht nur geologisch wurde das Erdreich untersucht worden. Es treten auch archäologische Funde zu Tage: "Wir haben auch in einem Bereich Vorarbeiten gemacht für die Stadtarchiologie. Wir haben Gewölbe gefunden, einen alten Ofen, einen alten Keller und Theatermasken, berichtet Eva-Maria Weiss, Projektleiterin U5/U2 Frankhplatz.
16.01.2023, red, wien.ORF.at
U5-Bau: Blick unter den Frankhplatz
 

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#16
U-Bahn-Kreuzung in 30 Meter Tiefe
Am Matzleinsdorfer Platz ist derzeit eine der größten Baustellen der Stadt. Oberirdisch bekommen die Passanten kaum etwas davon mit. Unter der Erde aber geht es rund, im wahrsten Sinne des Wortes: Es entstehen gerade die Tunnelröhren für die U2.
Online seit heute, 15.52 Uhr
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Im Bereich Triester Straße/Matzleinsdorfer Platz entsteht in rund 30 Meter Tiefe ein Knotenpunkt für S-Bahn und U-Bahn. Insgesamt 1.400 Meter Strecke werden im Umfeld der Station gebaut, 400 sind es bisher. Gearbeitet wird mit der NÖT, der „Neuen Österreichischen Tunnelbauweise“, die so neu gar nicht mehr ist.

„Das heißt, da grabt man Meter für Meter, Teilbereich für Teilbereich mit dem Bagger frei, sichert diesen mit Spritzbeton und Bewährung (…) und gräbt sich so Meter für Meter in den Untergrund“, erklärte Projektleiter Martin Kronberger. 25 Meter unterhalb der Oberfläche graben sich die Arbeiter voran. Die unterschiedlichsten Bautechniken kommen hier zum Einsatz, auch viel Handarbeit ist noch dabei. Erst im Sommer 2024 soll sich dann von hier aus eine Tunnelvortriebsmaschine Richtung Reinprechtsdorfer Straße auf den Weg machen.

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Wiener Linien/Tobias Holzer
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Neue Drehscheibe für zehntausende Fahrgäste
Derzeit arbeitet man sich durch sehr stabile, gute geologische Verhältnisse, erklärte Gudrun Senk, Geschäftsführerin für den Bau- und technischen Bereich bei den Wiener Linien: „Das heißt, im Moment bewegen wir uns mit ungefähr dreieinhalb Meter pro Tag Geschwindigkeit in den Berg hinein.“ Mit der Tunnelvortriebsmaschine (TVM), auch Maulwurf genannt, könnte dies noch schneller gehen. Dann sollen bis zu zehn Meter pro Tag möglich sein.

Bis zum Start der TVM 2024 werden beim Matzleinsdorfer Platz die Stationstunnel fertiggestellt und durch zwei querliegende Tunnel verbunden. Beim Schacht unter dem Margaretengürtel wird im Sommer 2023 die Bodenplatte hergestellt. Es entsteht eine Öffi-Drehscheibe, mit der rund 50.000 Anrainer angebunden werden. Durch die Kreuzung von S-Bahn und U-Bahn bekommen zahlreiche Pendler auch eine Umsteigemöglichkeit Richtung Zentrum.

Maulwurf gräbt ab 2024 schneller
Die TVM wird den Großteil der neuen U2-Streckentunnel vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Augustinplatz im 7. Bezirk graben. Die Tunnelbohrmaschine ist bis zu 70 Meter lang und hat einen Durchmesser von rund sieben Meter. Der Maulwurf gräbt und sichert gleichzeitig den Tunnel: Der Bohrkopf an der Maschinenfront löst den Untergrund, das abgebaute Material wird rückwärts abtransportiert und der Tunnel mit Fertigteilen aus Stahlbeton ausgekleidet.

Durch die „minimal-invasive“ Bauweise finden die Arbeiten weitgehend unterirdisch statt. Das gesamte Erdmaterial wird über den Schacht am Matzleinsdorfer Platz an die Oberfläche gebracht und abtransportiert. Diese Baumethode erspart laut Wiener Linien 20.000 LKW-Fahrten durch die Innenstadt und 75 Tonnen CO2. Auch das benötigte Baumaterial gelangt zentral über den Matzleinsdorfer Platz in den Tunnel. Bis zu 150 Menschen arbeiten in diesem Bauabschnitt. 2028 soll der neue U2-Südast bis zum Matzleinsdorfer Platz fertig sein.
18.01.2023, red, wien.ORF.at/Agenturen

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U-Bahn-Kreuzung in 30 Meter Tiefe
 
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