Erster Airbus A380 Totalschaden

H

Harald 41

Guest
#4
Hallo Varga;

Ist ein super Bericht,für uns Europäer sind 200 Mill. Dollar viel in Abu Dabi ein besseres Trinkgeld.
Das Land wo Geld keine Rolle spielt.

LG Harry

PS:Hast Du am Sonntag vielleicht Dem GP gesehen?
Ein Ambiente wie aus dem Schlaraffenland:D
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#7
WELTGRÖSSTER PASSAGIERJET

1550132095253.png
Airbus stellt Produktion von A380 ein
Anzeichen dafür hat es schon länger gegeben. Seit Donnerstag ist es fix: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus stellt die Produktion des weltgrößten Passagierjets A380 ein. Auslöser ist eine kleinere Bestellung der arabischen Fluglinie Emirates. Doch Sorgen bereitete das doppelstöckige Flugzeug schon länger.
Online seit heute, 7.39 Uhr
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilen
Die Grundlage für eine Weiterführung der Maschine für bis zu 835 Passagiere und Passagierinnen fehle, so der Konzern. Die Nachfrage der Airlines sei zu gering, nun habe auch die arabische Fluggesellschaft Emirates als größter Abnehmer des A380 ihre Bestellung um 39 Maschinen reduziert – von 162 auf 123 – argumentierte das Unternehmen in Toulouse in Frankreich.

Schon in den vergangenen Jahren drohten Airbus die Bestellungen auszugehen. Zeitweise wurden bis zu 30 Maschinen pro Jahr gefertigt, zuletzt waren es oft nur noch sechs. 2021 soll nun der letzte Airbus ausgeliefert werden. Der kommerzielle Einsatz der Maschine war im Oktober 2007 gestartet.

Qantas stornierte ebenfalls
Vor rund einem Jahr hatte der langjährige Airbus-Verkaufschef John Leahy gewarnt, dass der Hersteller die Produktion des Fliegers ohne eine größere Neubestellung über kurz oder lang einstellen müsste. Wenig später bestellte Emirates 20 Maschinen und sicherte sich eine Option auf 16 weitere Exemplare. Doch diese Rettung dauerte nur kurz an. Weitere Aufträge waren Mangelware.
APA/AFP/Georges Gobet
Der erste A380-Flug im April 2005 wurde akribisch verfolgt

Erst vor wenigen Tagen zog die australische Fluggesellschaft Qantas Airways die Bestellung von acht A380-Passagierjets zurück. Der Auftrag an das französisch-deutsche Flugzeugkonsortium stammte noch aus dem Jahr 2006. Gründe für die Stornierung wurden keine genannt. Ein Sprecher sagte lediglich: „Diese Maschinen gehörten schon seit einiger Zeit nicht mehr zu den Plänen der Linie für Flotte und Streckennetz.“

Kritik an Flächenstruktur
Qantas-Chef Akbar al-Baker erklärte Anfang Februar, dass er über die vorzeitige Produktionseinstellung des A380 nicht traurig wäre. Seiner Ansicht nach sei der A380 zu schwer, weil seine Tragflächen für die nie gebaute Langversion ausgelegt seien. „Die Flächenstruktur der A380 könnte weitere 100 Tonnen Gewicht tragen, es wäre besser gewesen, wenn sie die Flügel für das tatsächliche Gewicht des Flugzeugs maßgeschneidert und damit wesentlich leichter gebaut hätten“, so Baker gegenüber dem Luftfahrtportal Aero.de.
Die Fluglinien kämpfen oft mit der Größe des Fliegers, der viel Treibstoff verbraucht. Das ist vor allem dann, wenn der Riesenjet nicht vollbesetzt ist, nicht wirtschaftlich. Das Kalkül von Airbus zur Jahrtausendwende, dass mit steigenden Passagierzahlen auch größere Flugzeuge nachgefragt werden, ging nicht auf.

A380
Der weltgrößte Passagierjet hat eine Reichweite von 15.200 Kilometern und ist 72 Meter lang. Seine Flügelspannweite beträgt knapp 80 Meter. Planungen begannen 1995. Der erste Flug fand am 27. April 2005 statt. Einige Flughäfen mussten für den A380 neue Terminals bauen.
Der Großteil der Fluglinien entscheidet sich für mittelgroße Großraumjets, die im Gegensatz zum A380 und zu Boeings Jumbo-Jet 747-8 statt mit vier nur mit zwei Triebwerken auskommen. Solche Jets wie die Boeing 787-„Dreamliner“ und der Airbus 350 lassen sich auch auf weniger stark gefragten Strecken rentabel einsetzen.

Airbus sichert weiter Unterstützung zu
„Die heutige Ankündigung ist schmerzlich für uns und für die A380-Communities weltweit", so Airbus-Konzernchef Tom Enders laut einer Mitteilung am Donnerstag. Der Passagierjet werde aber noch viele Jahre lang am Himmel unterwegs sein. Selbstverständlich werden wir die Betreiber der A380 auch weiterhin uneingeschränkt unterstützen“, betonte Enders.

APA/AFP/Pascal Pavani
Ein Teil der A380-Produktion findet im französischen Blangnac statt

Innerhalb des Unternehmens sind 3.000 bis 3.500 Jobs betroffen. Airbus will dafür Gespräche mit den Sozialpartnern aufnehmen und erhofft sich zudem Möglichkeiten für interne Stellenwechsel. Einige Teile der Produktion sind auf mehrere Standorte in Deutschland aufgeteilt – darunter Hamburg, Bremen, Stade und Augsburg.

Auslieferungsrekord bei kleineren Maschinen
Allzu schwierig dürften die Rochaden nicht sein. Dem Konzern Airbus geht es wirtschaftlich abseits vom A380 eigentlich gut. Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr waren stärker als erwartet. Der Umsatz stieg auf 63,7 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis erreichte 5,83 Milliarden Euro. Grund war ein neuer Auslieferungsrekord ziviler Flugzeuge. Besonders hoch ist die Nachfrage bei kleineren Maschinen der A320-Serie.
red, ORF.at/Agenturen

Links:
Weltgrößter Passagierjet: Airbus stellt Produktion von A380 ein
 
#10
und was bei Airbus für aussenstehende Firmen für Gelder verbrannt wird..ohne Worte!
Für meinem alten Betrieb war ich 3-4 mal in der Testhalle für den Rumpf vom A...
Morgens alles eingepackt und los mit 3 man..Ausweisskontrolle und Besucherausweiss bekommen..Quer über das alte gelände in der Halle angekommen und was ist..!Nö..Deckenheizer kannste heute nicht austauschen..Weil Testlauf mit dem neuen rumpf...
Trotz Termin und schriftlicher Zusage ging da damals garnichts..Das hat richtig geld gekostet das wir wieder abrücken durften;)
Und wenn manche Ing-Büros Hallen planen und dann nach Fertigstellung merken..Ohh..Da fehlen ja ca 50 meter:eek:..Ist gut 5 Jahre her wo das passiert ist..
 
#11
Habe gestern bei stahlblauen Himmel über Gossel und einer klaren Sicht einen 380 am Himmel beobachten können. Seine Flughöhe war so 11tausend Meter und selbst da hat man ihn gut erkennen können. Ein geiles Maschinchen.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#12
Das langsame Ende des Riesen-Airbus A380
Vor einem Jahr hat Airbus das Aus für den Superjumbo bekanntgegeben. Einzelne Maschinen werden bereits zerlegt. Am Flughafen Wien wird der geplante Terminalumbau nicht kommen

Der doppelstöckige Jet A380 ist mit einem Fassungsvermögen von mehr als 800 Personen der weltweit größte Passagierflieger. Der größte Kunde war Emirates, für Airbus war der Jet nie rentabel.
Foto: APA/AFP/Baradat

Glanz und Elend liegen auch in der Luftfahrt nahe beieinander – 13 Jahre, um genau zu sein. 2007 rissen sich die Fluggesellschaften um das Startexemplar des größten Zivilflugzeugs der Welt. Den Zuschlag erhielt Singpore Airlines, und die asiatische Airline schlachtete den Prestigeerfolg auch weidlich aus.

Nun wird das gleiche Flugzeug bereits wieder verschrottet. Wobei das Wort an sich zu hart ist: Auf dem Flughafen von Tarbes in den französischen Pyrenäen wird der Doppelstöcker ein Jahr lang säuberlich in seine Bestandteile zerlegt. Fahrwerk, Cockpit- und Kabinenteile gelangen wieder in den Verkauf; die diversen Komponenten des Rumpfs und der Leitwerke werden nach Materialzugehörigkeit – Aluminium, Stahl, Plastik, Titan, Kompositstoffe – getrennt und von der zuständigen Firma Tarmac Aerosave dem Recycling zugeführt.

Mehrere Fluggesellschaften wie Qatar Airways oder Air France haben bereits angekündigt, dass sie ihr A380-Programm einstellen wollen. Die Franzosen werden ihre zehn Maschinen bis Ende 2022 abstoßen. Dafür bestellen sie Langstreckenversionen des A350. Dieses etwas kleinere Airbus-Modell hat das Ende des A380 beschleunigt: Es hat nur zwei Triebwerke, was Kerosineinsparungen von bis zu 25 Prozent gegenüber dem vierstrahligen A380 erlaubt. Der Riesenairbus sei heute "zu teuer und zu wenig ökologisch", meinte Air-France-Flottenchef Nicolas Bertrand diese Woche.

Flughafen Wien gab Pläne auf
Die Airbus-Planer hatten sich aber auch sonst getäuscht: Sie setzten auf das sogenannte Hub-Prinzip mit einem zentralen Flughafen-Drehkreuz pro Airline; heute fliegen aber die neuen Flugzeugtypen A350 oder Boeing 787 viel weiter, weshalb sie auch direkt sekundäre Destinationen ansteuern können.

Der Flughafen Wien gab seine Pläne eines Terminalumbaus zur doppelstöckigen Abfertigung der A380-Passagiere bereits auf, wie dem STANDARD versichert wurde: Seit Mitte 2016 fliegt Emirates als einzige Airline einmal täglich mit dem Riesenairbus von Dubai Wien an – der zweite tägliche Flug erfolgt mit der Boeing 777.

Der Flughafen Wien baut seine Terminals nicht für den doppelstöckigen A380 um.
Foto: Flughafen Wien

Fehlentscheid
Alles in allem war der A380, obwohl bei den Passagieren sehr geschätzt, ein Fehlentscheid. Mit nur 242 ausgelieferten Maschinen wurde er nie rentabel. Die zehn Milliarden Euro an Entwicklungskosten – Luftfahrtexperten schätzen die Gesamtkosten des A380 sogar auf das Dreifache – hätte Airbus besser einsetzen können.
Airbus vermag den Rückschlag zu verkraften, da seine Auftragsbücher prall gefüllt bleiben. Anders als dem amerikanischen Konkurrenten Boeing geht es dem Unternehmen aus Toulouse sehr gut. Ein Ruhmesblatt für das europäische Konsortium ist der A380 aber mitnichten.

Immerhin dürfte der Flieger mit den zwei Etagen noch eine Weile um den Planeten fliegen. Airbus-Flottenchef Richard Stoddart will in Toulouse, Hamburg und Madrid "die notwendigen Kompetenzen bewahren, damit der letzte, 2021 ausgelieferte A380 noch 25 Jahre fliegen kann".

Endmontage 2021
Die Produktion der letzten A380-Modelle läuft jedenfalls weiter. Vor wenigen Tagen erst haben etwa neue Tragflächen die britische Werkstätte in Broughton verlassen, um nach Toulouse verschifft und dort am Rumpf befestigt zu werden. Der letzte Riesenairbus dürfte die Endmontage im eigens dafür gebauten Hangar Mitte 2021 verlassen.

Dass der A380 noch lange weiterfliegen wird, ist seinen Hauptkunden zu verdanken, allen voran der Golf-Airline Emirates, die über die Jahre 123, also die Hälfte aller A380, bestellt hatte. Singapore Airlines will mehr als 800 Millionen Euro investieren, um seine 19 verbleibenden Maschinen mit neuen Kabinen zu versehen und die Passagierzahl auf mehr als 700 erhöhen zu können.
Lufthansa unterhält derzeit noch vierzehn A380, baut diese Admiralsflotte aber ab. Ab 2022 sollen sechs Exemplare an Airbus zurückgegeben werden. Sie werden durch A350 und Boeing 787 mehr als ersetzt. Die restlichen Doppeldeckflugzeuge fliegen weiter in die USA und Richtung Fernost – zum größten Teil aus Frankfurt, vermehrt aber auch aus München. (Stefan Brändle aus Paris, Claudia Ruff, 12.2.2020)

Weiterlesen:
274 Neubestellungen für Airbus-Verkehrsflugzeuge
Albatross One: Airbus testet bewegliche Tragflächen

Das langsame Ende des Riesen-Airbus A380 - derStandard.at
 

TORad

Active Member
#13
Guten Morgen,

es ist wie bei allem funktioniert es wie bei der 747 ist es richtungsweisend funktioniert es nicht wie Concorde dannheist es das Management hat versagt.
Nur leider weis mann das im vorhinein nicht. Jedenfalls ist es eine schöne Maschiene.
Früher wurde oft geschrieben Boing baue den weiten stock voll aus wie mann weis geschah dies nicht.

Grüße
Ralf
 
Oben