ex Flugplatz Zwölfaxing - Chronik auf CD

josef

Administrator
Mitarbeiter
#1
Der Experte für Luftwaffe und Luftkriegsgeschehen in und über Österreich während des 2. Weltkrieges , Autor und Mitgestalter vieler Fachbeiträge (z.B. bei den „öfh-nachrichten“) usw., Renato Schirer, hier im Forum als @zwölfaxinger unterwegs, hat 1998 eine „Chronik des Standortes Zwölfaxing 1938 – 1945“ verfasst.

Renato erklärte sich bereit, dieses sehr informative Werk in Form einer CD an Interessierte nach Zusendung eines kleinen Unkostenbeitrages (für CD, Hülle, Verpackung und Portospesen) von 5 Euro in Form von österreichischen Briefmarken, abzugeben.

Die Adresse für die Markenzusendung wäre:

Renato Schirer
Jenseits 56
A-4973 St. Martin im Innkreis

Die Chronik
„ZWÖLFAXING 1938 – 1945, EINE ORTSCHAFT IM ZWEITEN WELTKRIEG“
gliedert sich in 4 Teile:

1. Der Fliegerhorst 1938 – 1943
2. Der Industrieflugplatz 1943/44
3. „Primary target Zwoelfaxing Airdrome“ Juli 1944
4. “Zwoelfaxing Airfield target of opportunity” August 1944 – März 1945

(Insgesam 332 Seiten, 60 Fotos, darunter viele unbekannte alliierte Luftaufnahmen, mehr als 120 Dokumente und Originalpläne in Faksimile.)

Als „Referenz“ findet man als Fragment den Anfang des 1. Teiles im Netz: http://members.aon.at/kgrimm1/CHRONIK_teil1.pdf

Lg
josef
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#2
Habe die 332 Seiten der CD nun durch…
Großes Lob an Renato! Wirklich informative und umfassende Darstellung :bravo:

Der Inhalt reicht von

- einer kurzen Ortsgeschichte der Standortgemeinde…
- über die Bauphase des Fliegerhorstes mit allen Objekten und Einrichtungen…
- die Zeit der Verwendung des Platzes als Fliegerschule…
- Einsatzhafen während des Balkanfeldzuges…
- Zwölfaxing als Industrie-Flugplatz (Heinkel AG und WNF)…
- Aktivitäten von Heinkel am Platz – besonders die Entwicklung der He 177 B5 als "echtes" 4-motoriges Flugzeug...
- Aktivitäten der WNF am Platz inklusive Umfeld der Verlagerungen…
- Versuche mit „Wunderwaffen“ – Kohlenstaubexplosionen um Bomber zum Absturz zu bringen (Dr. Zippermayr)…
- LS-Maßnahmen und Einrichtungen am Platz…
- Darstellung der Luft-Verteidigung und Flak-Abwehr, auch im Großraum um Wien…
- chronologische, detaillierte Beschreibung der alliierten Luftangriffe auf den Platz und dem Wiener Raum…

bis zur Beifügung diverser Lagepläne, Luftbilder, Statistiken, deutsche und alliierte Dokumente als Faksimile und Fotos...
- und vieles mehr!

lg
josef
 
H

Harald 41

Guest
#3
So jetzt werde ich mir die CD Auch bestellen,hatte ich damals schon vor,aber leider vergessen.:D
Zum Glück hat die Post über Mittag offen:gut:

LG Harry

PS: :danke Josef für den kleinen Denkanstoß.
 
#4
Gerade ist die CD eingetrudelt - ich kann nur sagen: ein großes dickes Lob für die Fülle an Infos, Daten und Fakten. Sauber recherchiert und gestaltet!
Und das Ganze mehr oder weniger umsonst!
Es kann gar manchen als Anleitung dienen für die eine oder andere Dokumentation!

Nochmals vielen, vielen Dank!

mfg Fred
 
H

Harald 41

Guest
#5
So jetzt habe ich sie auch bekommen,konnte sie bereits kurz durchsehen ist sehr informativ und detailreich ausgeführt:bravo: mit umfangreichen texten und Bildern.
Die CD kann ich wirklich jeden interessierten empfehlen.
Nochmals ein :danke dem Autor.
LG Harry
 
#6
hört sich interesant an. der autor war 1991 mein vorgesetzter als ich bei der "nti pzstb9" in 12axing meinen wehrdienst leistete. eine kollege von damals hat wohl auch etliche zeilen (wenn ich mich recht erinnere auf einem atari 1024 oder so) für ihn eingetippt.
werd mir die cd auch mal ordern..

swasti
 
#7
CD erhalten Riesen lob!!!!!

CD heute erhalten. super doku, sehr umfassend und genau! schon beim durchsehen sehr aufschlußreich und interessant!!

großes lob und dank an renato!

LG mike
 
M

MarcelHogenhuis

Guest
#8
Cd

Hallo

Als Bearbeiter/Hersteller einer He219 Datenbank (über 740 Records) bin ich sehr interessiert an die Geschichte von Flugplatz Zwölfaxing und die (mögliche) Auswirkung der Luftangriffe auf die Produktion von He219.

Momentan versuche ich - mit andere Luftkriegshistoriker aus Australien, Dänemarken, USA und Deutschland - die vorhandene Kenntnissen zu bündeln und ab zu gleichen und da herkömliche Quellen schon alle verarbeitet wurden, erhoffen wir noch Auskünfte aus englische Abhörberichte, regionale/lokale Chroniken, Flugbücher von ehem. He219 Piloten usw. die Liste von produzierte He219 auf zu klären. Auch Flugzeuge die schon vor der Vollendung durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind, sind für uns wichtig.

Gerne wurde ich auch ein Exemplar/Kopie der Zwölfaxinger Geschichte von Herr Schirer bekommen nur... als Niederländer aus Venlo weiss ich nicht wie ich an originelle österreichische Briefmarken kommen soll.

Gibt es eine Möglichkeit auf andere Weise für die Kosten zu zahlen?:hilfe2:

Freundlichen Grüssen aus Venlo,

drs. Marcel Hogenhuis (Förderverein Ehem. Fliegerhorst Venlo e.V.)
Kaldenkerkerweg 10
5913 AD Venlo
Niederlande
marcelhogenhuis[at]gmail.com
Tel. +316-14021450
 
M

MarcelHogenhuis

Guest
#10
Super ! Danke !

:trinken:Hallo Renato

VIELEN DANK für diese freundliche Hilfe! Da ich schon sehr beeindruckt war von Teil 1 Deiner Chronik (mal irgendwo auf Internet aufgetaucht), habe ich erst versucht heraus zu finden ob/wo diese Teile als Buch zu erwerben sind.

Unsere/Meine He219 Rezerchen haben mittlerweile verschiedene bekannte Quellen schon ausgewertet:

- Archiv Ernst Heinkel Werke, Deutsches Museum München
- BA/MA Freiburg, Gen.Qm. Abt.6, Luftwaffe Verlusten bei Einsatzverbände
- sämtliche Flugbücher von Piloten der I./NJG 1 (in 1944 der einzigste Gruppe welche vollständig mit He219 ausgestattet wurde)
- verschiedene Namentliche Verlustmeldungen aus dem WASt Berlin
- verschiedene Veröffentlichungen über die He219 (z.B. von Roland Remp, Manfred Griehl, Marke Murawski, Richard P. Bateson)
- Auswertung/Vergleich von alle bisher aufgetauchte Bilder von He219

Momentan versuchen ich eine zweite Schicht von Quellen zu erforschen:
- lokale/regionale Chroniken,
- allierte Luftbilder,
- allierte Meldungen über vorgefundene Flugzeuge auf verschiedene Flugplätze nach der Kapitulation,
- allierte Abhörberichte (Ultra) in dem He219's (manchmal He111 N genannt) erwähnt werden,
- Unterlagen von Firmen die z.B. Bordsuchgeräten oder Waffen in He219's eingebaut haben.
usw. usw.

Ich bin ziemlich sicher, dass an Hand der wächsende Zahl von bekannte Werkenummer/Stammkennzeichen und Ablieferdaten auch Werkenummer auftauchen werden von He219's welche bei Angriffen gegen Zwölfaxing und Schwechat zerstört wurden: so fehlt bisher jede Spur in den Tagesmeldungen von den Werkenummern 190230-190231-190232 und es wird immer glaubhafter, dass diese Maschinen bei Bombenangriffe am 26. Juni und/oder am 26. Juli 1944 verloren gegangen sind.

So, ich damit ein wenig dargestellt zu haben wie der Ablauf der Rezerchen geht/weiter gehen soll und freue mich Dir auch dementsprechend zu informieren über Sachen die Schwechat/Zwölfaxing/Aspern betriffen.

Nochmals vielen Dank und freundlichen Grüssen aus Venlo,

Marcel Hogenhuis
 
#11
Chronik 12axing

Bitte die Interessenten an der Chronik um Nachsicht, dass sich der Versand wegen dreiwöchiger Abwesenheit (Urlaub) etwas verzögert hat.
Die gewünschten CD´s gehen heute zur Post
mfG
Renato
 
#12
Chronik Zwölfaxing

Bitte die Interessenten an der Chronik um Nachsicht, dass sich der Versand wegen dreiwöchiger Abwesenheit (Urlaub) etwas verzögert hat.
Die gewünschten CD´s gehen heute zur Post
mfG
Renato
Da zur Zeit der Erstellung der Chronik den Interpretations Report No. L. 195 nicht aufzufinden war und ich diesen mittlerweile auf einem Mikrofilm der US-Air Force Historical Research Agency (AFHRA) aufspüren konnte, möchte ich diesen nun auf diesem Weg den Besitzern der Chronik nachliefern.

Dieser Bericht ist insofern von Bedeutung, da er die ersten Erkenntnisse der Alliierten vom Bau des "echten viermotorigen" Heinkel-Bombers (He-177B5) im Mai 1944 in Zwölfaxing wiedergibt.

LG
Renato
 

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Mironytsch

Guest
#13
Hallo,

Im Vorwort heißt es, dass der abschließende Teil mit dem Titel "Kriegsende und Besatzung 1945 bis 1955" soll noch folgen.
Mich interessiert Verbleibs der sowjetischen Einheiten auf dem Flugplatz Zwölfaxing in Zeitraum 1945-1947 . In diesem Zusammenhang die Frage: in welcher Etappe sich der fünfte Teil befindet? Wenn fertig sein wird?

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
 
#14
Hallo Alexander,

der fünfte Teil kommt leider, wegen mangelnden Interesses nicht mehr.
Hier nur einige kurze Angaben zur Besatzungszeit. Die Anlagen des Fliegerhorstes wurden am 5.4.1945 in Brand gesteckt. Noch während des Kampfes um Wien (bis 14.4.) benutzten sowj. Fliegerverbände der 17. Luftarmee (wahrscheinlich ein Regiment der 288. Jagdfliegerdivision) den Flugplatz kurzfristig, im Rahmen der Nordverschiebung der Division, um von hier aus in die Kämpfe um Wien einzugreifen. Nach dem Fall von Wien verlegte die Einheit dann weiter in Richtung Norden (Tschechien).
Der Anlagen des FlHs. wurde von den Sowjets demontiert und die Sowjetunion verbracht, so dass die später hier stationierte Truppe zum größten Teil in Zelten untergebracht werden mussten. Erst später wurde der Flugplatz von der 59. Taktischen Luftarmee, welche die Einheiten der 17. Luftarmee nach Kriegsende abgelöst hatte, wieder benutzt. Aus US-Geheimdienstquellen ist bekannt das im Dezember 1950 das 748. Garde-Bomberregiment (gehörend zur 164. Garde-Bomberdivision mit Kommando in Aspern) in Zwölfaxing stationiert war (eine Liste der Stationierungen bei: Manfried Rauchensteiner, Der Sonderfall, S.358).

Die Sowjets planten zwar eine Erweiterung des Flugfeldes, wohl für Düsenflugzeuge, die aber nicht zur Durchführung kam (einmal dürfte ein Düsenflugzeug probeweise gelandet sein). Die Nutzung des Platzes (Flugbetrieb) war eher gering.

Liebe Grüße
Renato
 
M

Mironytsch

Guest
#15
Hallo Renato,

Vielen Dank für die Antwort!
Es gibt die Informationen, dass auf dem Flugplatz Zwölfaxing vom Sommer 1945 144 Sturm- Fluggarderegiment disloziert wurde. Er bildete 1 Flugsturmgardekorps der 2. Luftarmee (später hieß 59 Luftarmee). In 1947 stand 1. Flugsturmgardekorps in Weißrussland, Slonime. Dort war der Korps aufgelöst. Also befand sich 144 Regiment in Zwölfaxing mit 1945 bis zu 1947. Mein Großvater diente zum Flugmechaniker in 144 Sturm- Fluggarderegiment bis zu 1946. Leider sind die ausführlichen Informationen mir unbekannt, und in der Geschichte des Regiments wird der Standort - Wien angewiesen.
Renato, haben Sie die ausführlichen Informationen über die Standortverteilung der sowjetischen Sturmflugunterabteilungen in Zwölfaxing, und, insbesondere über 144 Sturm- Fluggarderegiment ?

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
 
#16
Hallo Alexander,
danke für die Information zu Zwölfaxing. Aus dieser Zeitspanne, nach den Kämpfen um Wien, ist nur sehr wenig bekannt. Der Name des Flugplatzes war WIEN-ZWÖLFAXING. Am 7. und 8. Juni 1945 war eine amerikanische Kommission unter dem US-Luftwaffengeneral Snavely zur Besichtigung des Flugplatzes in Zwölfaxing. Dabei ging es um die Übernahme des amerikanischen- britischen- und französischen Besatzungs-Sektor in Wien, genauer gesagt um die Flugplätze für die Versorgung der West-Alliierten in Wien. Die UdSSR hatte unter anderen auch Wien-Zwölfaxing angeboten. Dabei erwähnte General Snavely keine russische Belegung des Flugplatzes, jedoch eine Jagdfliegereinheit auf dem benachbarten kleinen Flugplatz WIEN-MÜNCHENDORF.
Mir ist nur bekannt das die bei Kriegsende in Österreich stationierte gewesenen sowjetischen Einheiten im Sommer 1945 Österreich verlassen mussten und durch Einheiten der 2. Luftarmee (welche von Ostdeutschland hierher verlegten) ersetzt wurden (später wurde daraus die 59. Luftarmee in Österreich und Ungarn gebildet). So wären die von dir gemachten Angaben bezüglich des 144 Garde-Fliegerregiments schlüssig. Leider sind mir aus diesem Zeitraum überhaupt keine Stationierungen bekannt (nur jene vom Dezember 1950).
Jegliche Information zu den sowjetischen Verbänden im Wiener Raum (1945-1955) sind immer willkommen!

mit freundlichen Grüßen
Renato
 
#17
Zwölfaxinger,
vielen Dank für diese interessanten Informationen. Da offensichtlich Wiener Neustadt West als Einsatzort für MIG-15 und IL-28 gewählt worden ist, ist verständlich, dass Zwölfaxing von den Sowjets nicht auch ausgebaut worden ist. Hast du vielleicht Informationen betreffend den Einsatz der genannten Maschinen von Wr. Neustadt aus?
 
M

Mironytsch

Guest
#18
Hallo Renato, Basil!

Renato, Danke für die interessanten Informationen!

Möglich, es wird das Buch des ungarischen Historikers Karoly Vandor auch interessant sein. Soviet Air Force in Hungary and Austria, 2004 (Sprache englische, ungarisch)
Sich mit dem Buch bekannt machen es kann hier
http://mirknig.com/knigi/military_history/1181357638-soviet-air-force-in-hungary-and-austria.html
oder hier
http://rapidlibrary.com/files/aviat...n-hungary-and-austria-pdf_ulfbcqrqyfieon.html

Karoly Vandor bemerkt über die Lagebestimmung 144 Garde-Fliegerregiments auf dem Flugplatz Zwölfaxing in anderem Buch: Legiero tarsberletben (2 Band), den Verlag: VPP Kiado, Dunakeszi, 2010 (Sprache ungarisch).

Liebe Grüße
Alexander
 
#19
Alexander,
großartiger Hinweis; sogar ein Gratis-Download ist möglich. Das sind möglicherweise die detailliertesten Unterlagen zum Sowjet-Betrieb auf dem Flugfeld Wiener Neustadt, die erhältlich sind (wenn auch etwas kurz). Erwähnt ist u. a. die Errichtung eines ILS sowie die möglicherweise noch kurzfristige Einführung der MIG-17. Die IL-28 wird allerdings nicht erwähnt. Kaum glaublich erscheint jedoch weiterhin ein intensiver Jet-Betrieb auf einem reinen Grasplatz.
 
#20
Hallo Renato, Basil!

Renato, Danke für die interessanten Informationen!

Möglich, es wird das Buch des ungarischen Historikers Karoly Vandor auch interessant sein. Soviet Air Force in Hungary and Austria, 2004 (Sprache englische, ungarisch)
Sich mit dem Buch bekannt machen es kann hier
http://mirknig.com/knigi/military_history/1181357638-soviet-air-force-in-hungary-and-austria.html
oder hier
http://rapidlibrary.com/files/aviat...n-hungary-and-austria-pdf_ulfbcqrqyfieon.html

Karoly Vandor bemerkt über die Lagebestimmung 144 Garde-Fliegerregiments auf dem Flugplatz Zwölfaxing in anderem Buch: Legiero tarsberletben (2 Band), den Verlag: VPP Kiado, Dunakeszi, 2010 (Sprache ungarisch).


Liebe Grüße
Alexander
Hallo Alexander,

kannte das Bucch von Karoly Vandor bereits. Trotzden vielen Dank für den Hinweis auf den Gratis-download dieses interessanten Buches!
Im Anhang eine nach Luftlage-Ost-Berichten vom April 1945 erweiterte Gliederung nach Karoly Vandor. Von Intresse könnte hier auch die verwendete originale deutschen Bezeichnungen der russischen Verbände sein.

Liebe Grüße
Renato
 

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