Güterzugumfahrung St. Pölten u. Hetzersdorf - alter Bahnverlauf

Geist

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#1
Ich durchforste gerade das Buch "Flugplätze der Luftwaffe 1934 - 1945 - und was davon übrig blieb" und habe dabei unmittelbar südlich von der Abstell-, Ausweich- od. Auflockerungsfläche bei Friesing (nahe Markersdorf/Pielach) einen dunkel gefärbt sichtbaren ehemaligen Gleisverlauf entdeckt.
Er kommt in flachem Winkel aus der Westbahn raus und fügt sich einige hundert Meter danach wieder in selbige ein.
Weiß jemand, ob da einfach nur mal begradigt wurde oder gab's da mal eine Station?
 

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josef

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#2
Begradigung Westbahn zwischen St.Pölten und Prinzersdorf

Weiß jemand, ob da einfach nur mal begradigt wurde oder gab's da mal eine Station?
Hallo Thomas,
im Zuge des 4-gleisigen Ausbaus der Westbahn wurden zwischen St.Pölten-Hauptbahnhof und Bf. Prinzersdorf 2 Streckenbegradigungen vorgenommen.

Siehe Skizze aus Info-Blatt der ÖBB-Infrastruktur v. Oktober 2010 betreffend Baumaßnahmen im Bereich westlich u. südlich von St.Pölten. Die 2. Begradigung erfolgte im Bereich Waitzendorf im Anschluss an den westlichen Bahnhofskopf von St.P. -> siehe NÖGIS-Bild.
 

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josef

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#3
Ergänzung zum "Flugplätze-Buch"

Ich durchforste gerade das Buch "Flugplätze der Luftwaffe 1934 - 1945 - und was davon übrig blieb" ...
Möchte dich nur aufmerksam machen, dass einige Koordinatenangaben zu den österreichischen Plätzen nicht stimmen! Auch fehlen im Buch einige Feld-, Lande- u. Ausweichplätze. Z.B. Traismauer, Fehler bei Herzogenburg -> 2 verschiedene Plätze usw.! Bin bzw. war dazu mit J. Zapf in Kontakt.

lg
josef
 

Geist

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#4
Hallo Thomas,
im Zuge des 4-gleisigen Ausbaus der Westbahn wurden zwischen St.Pölten-Hauptbahnhof und Bf. Prinzersdorf 2 Streckenbegradigungen vorgenommen.

Siehe Skizze aus Info-Blatt der ÖBB-Infrastruktur v. Oktober 2010 betreffend Baumaßnahmen im Bereich westlich u. südlich von St.Pölten. Die 2. Begradigung erfolgte im Bereich Waitzendorf im Anschluss an den westlichen Bahnhofskopf von St.P. -> siehe NÖGIS-Bild.
Aja, da ist ja genau die Schleife zu sehen. Danke!
 

josef

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#5
GZU St.Pölten - Loosdorf

Beantwortung einer Mail-Anfrage zum Begriff "Lückenschluss St.Pölten-Loosdorf (GZU)" :

GZU => Güterzugumfahrung St.Pölten - Loosdorf.
Das Projekt Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf (GZU) wird im
Rahmen des Ausbaus der Westbahn zur Viergleisigkeit errichtet
und hat eine Gesamtlänge von 24,7 km. Die zweigleisige Neubaustrecke
wird als Hochleistungsstrecke ausgeführt und dient
der Entlastung des Bahnhofes St. Pölten vom Güterfernverkehr.
Die frei werdenden Kapazitäten können für Verbesserungen
des Angebotes im Personenverkehr genutzt werden.
Die Strecke zweigt beim Knoten Wagram von der bestehenden Westbahn ab, umfährt die Stadt eng gebündelt mit der S 33
und der A 1 Westautobahn und mündet beim Knoten Rohr in
die bestehende Strecke.
Quelle: Info-Blatt der ÖBB-Infrastruktur v. Oktober 2010

Die Baustelle wird sicher vielen Usern bekannt sein, die neue Trasse verläuft ja auf weiten Strecken parallel zur S33 und A1 :)

lg
josef
 

josef

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#6
GZU - St.Pölten vor Fertigstellung
Güterzugumfahrung St. Pölten: Erste Testfahrten
Die Güterzugumfahrung zwischen St. Pölten und Loosdorf (Bezirk Melk) steht vor dem Finale. Ab Dienstag beginnen die ersten Testfahrten. In den nächsten Monaten wird die Anlage geprüft, im Dezember soll der reguläre Betrieb starten.

Vor wenigen Tagen wurde die letzte Weiche eingebaut. Ab Dienstag fließt Strom durch die Bahnstromanlagen zwischen St. Pölten und Loosdorf, die Hochspannungsleitungen sind dann in Betrieb. Damit können nun auch die ersten Test- und Messfahrten durchgeführt werden. Dabei sollen zum Beispiel Brücken probeweise voll belastet werden.

Gutachter und Sachverständige verfolgen den Probebetrieb, denn auf der neuen Güterzugumfahrung wurde auch ein hochmodernes Zugsicherungssystem eingebaut, das ebenfalls getestet werden muss. Zudem trainieren Mitarbeiter das Fahren auf dem neuen Streckenabschnitt und auch die Feuerwehr wird erste Übungen abhalten, berichtete ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Für die Kunden werde es keine Einschränkungen geben, weil die Strecke ja eine Umfahrung der bestehenden sei, so Seif.

Ab Dezember soll regulärer Betrieb starten
Die Güterzugumfahrung St. Pölten geht somit nach beinahe drei Jahrzehnten in die Zielgerade. 1991 wurde mit der Planung begonnen, 2000 kam es zum Baustopp und erst mit dem Beschluss des Konjunkturpakets 2008 wurde das Projekt wieder fortgesetzt. Verläuft die Testphase nach Plan, soll der Vollbetrieb im Dezember starten.

Dann wird der Güterverkehr, der jetzt noch St. Pölten passiert, umgeleitet. Bei Loosdorf zweigt die Güterzugumfahrung vom Streckennetz der Westbahntrasse ab und führt dann über den Süden St. Pöltens bis zum Knoten Wagram. Dort mündet die Güterzugumfahrung wieder in die Westbahntrasse - mehr dazu in
St. Pölten erhält Güterzugumfahrung (noe.ORF.at; 29.6.2012).
Links:
Publiziert am 02.05.2017 http://noe.orf.at/news/stories/2840349/
 

josef

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#8

Bau der Güterzugumfahrung abgeschlossen
Der Bau der Güterzugumfahrung St. Pölten ist abgeschlossen, womit auch der viergleisige Ausbau der Westbahn zwischen Wien und Linz unmittelbar vor der Fertigstellung steht. In 100 Tagen wird der Betrieb aufgenommen.

Der Lückenschluss zwischen St. Pölten und Loosdorf (Bezirk Melk), die sogenannte Güterzugumfahrung, ist fertiggestellt. „Der bauliche Part ist abgeschlossen, derzeit läuft die Inbetriebnahmephase. Bis Ende des Jahres führen wir nun sämtliche Mess-, Abnahme- und Schulungsfahrten durch, um die hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen“, erklärte ÖBB-Infrastruktur Vorstandsdirektor Franz Bauer.

Nach ÖBB-Angaben wird die 24,7 Kilometer lange Güterzugumfahrung der Landeshauptstadt in etwas mehr als 100 Tagen - mit dem Fahrplanwechsel im Dezember - in Betrieb gehen. Damit werde auch der viergleisige Ausbau von Wien bis Linz vollendet. Derzeit läuft der Güterverkehr noch direkt durch das Stadtzentrum und dicht besiedelte Teile von St. Pölten. Ab Dezember 2017 werden Güterzüge in einem weiten Bogen vorbeigeführt. Durch den Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf sollen außerdem zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Als zweigleisige Hochleistungsstrecke gebaut
Das Projekt wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke geplant. Die Anbindung an die Bestands- und an die Neubaustrecke Wien - St. Pölten erfolgt im Osten im Knoten Wagram. Im Westen wird die Trasse im Knoten Rohr wieder mit der bestehenden Strecke verknüpft.

Mehr Verbindungen und verlässliche Just-in-time-Lieferungen sollen laut Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) dafür sorgen, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. „Vom Ausbau der Weststrecke profitieren zudem die transeuropäischen Transporte.“ Durch das Projekt werde St. Pölten deutlich vom Güter- und Durchzugsverkehr entlastet, betonte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).

Publiziert am 30.08.2017
http://noe.orf.at/news/stories/2863055/
 
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josef

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#9


St. Pölten: Güterzugsumfahrung wird eröffnet


Freitagvormittag wird die Güterzugsumfahrung St. Pölten - ein Jahrhundertprojekt - feierlich eröffnet
Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird die 24,7 Kilometer lange neue Strecke in Betrieb gehen. Das Projekt „Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf“ macht seinem Namen alle Ehre. Denn mit der Inbetriebnahme ist der viergleisige Ausbau der Weststrecke zwischen Wien und kurz vor Linz komplett. Das führt zu einer Kapazitätssteigerung im Personen- und Güterverkehr sowie zu einem besseren Angebot im Nahverkehr.

Entlastung für die Landeshauptstadt
Die jahrzehntelange Geschichte der Güterzugumfahrung begann bereits 1991 mit den ersten großen Planungsarbeiten. 1999 wurde der eisenbahnrechtliche Baugenehmigungsbescheid erteilt, die ersten Brückenbauarbeiten wurden eingeleitet. Im Jahr 2000 erfolgte der erste große Spatenstich, doch drei Monate später wurden die Bauarbeiten aufgrund politischer Streitigkeiten und Proteste wieder eingestellt. Erst neun Jahre später wurden die Bauarbeiten wieder fortgesetzt, 2015 kam es zum Abschluss der Rohbauphase. Heuer fanden zahlreiche Testfahrten statt, ab 10. Dezember ist die neue Strecke in Betrieb.


ÖBB

Die Güterzugumfahrung wird den Hauptbahnhof und das Zentrum der niederösterreichischen Landeshauptstadt vom Durchzugsverkehr entlasten. Doch entlasten heißt nicht, dass künftig jeder Güterzug das Stadtzentrum großräumig umfahren wird. Es ist ähnlich wie auf der Straße: Züge mit dem Ziel oder Ausgangspunkt St. Pölten werden weiterhin durch das Zentrum fahren, etwa wenn sie weiter nach Krems fahren. Dabei handelt es sich aber um einen geringen Prozentteil, so ein ÖBB-Sprecher gegenüber noe.ORF.at.

731 Millionen Euro wurden investiert
Die neue Strecke zweigt östlich von St. Pölten am Knoten Wagram ab, umfährt die niederösterreichische Landeshauptstadt entlang der Kremser Schnellstraße (S33) und der Westautobahn (A1) und gelangt am Knoten Rohr, knapp vor Loosdorf (Bezirk Melk), wieder zur bestehenden Weststrecke. Auf einer Länge von 24,7 Kilometer überqueren die Züge 23 Brückenobjekte und passieren drei Tunnel. Insgesamt wurden 731 Millionen Euro investiert.


ORF NÖ
Die Strecke der Güterzugumfahrung

Eine Besonderheit der neuen Güterzugumfahrung ist das neue Sicherheitssystem, das österreichweit in dieser Art und Weise einzigartig ist und ohne Lichtsignale auskommt. Die Sicherungen funktionieren via Datenübertragung und Funk, Züge können dann zum Beispiel bei einer Geschwindigkeitsübertretung vom System automatisch zum Stillstand gebracht werden. Diese Art der Zugbeeinflussung dient vor allem der Sicherheit beim Fahren mit höheren Geschwindigkeiten und vereinfacht laut ÖBB den grenzüberschreitenden Zugverkehr.

Links:
Publiziert am 01.12.2017
http://noe.orf.at/news/stories/2881437/
 
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