Neubaustrecke "Koralmbahn" mit "Koralmtunnel"

josef

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#21
Auszeichnung für Wildtierbrücke
Im Zuge des Koralmbahn-Ausbaus ist eine spezielle und innovative Wildtierbrücke von einer internationalen Fachjury mit einem Award ausgezeichnet worden. Die Brücke für Wildtiere steht in Aich und soll nicht nur Wildtieren helfen die Gleise zu queren, sondern die Brücke hat sich auch durch eine besondere Bauweise einen Namen gemacht.
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Die Brücke für Wildtiere in Aich bei der Koralmbahn ist eine bepflanzte und grüne Brücke, die den Wildtieren trotz der Bahnstrecke ihre traditionelle Wanderroute über die Gleisanlage weiterhin ermöglichen soll. Die Grünbrücke reduziert somit die Barrieren für die Tiere und das ist der erste Grund, warum diese spezielle Brücke international in Rumänien ausgezeichnet wurde. Der zweite Grund ist die besonders klima- und ressourcenschonende Bauweise der Brücke, denn sie wurde im Schalenbauverfahren errichtet. Eine Bauweise, die erstmals weltweit angewendet und großflächig umgesetzt wurde.

Von TU Wien mitentwickelt
Diese innovative Bauweise der Brücke wurde in zahlreichen Vorversuchen von der technischen Universität in Wien mitentwickelt, Baustart war 2017. Dabei wurde zuerst ein Modell im Maßstab 1:2 angefertigt. Die Besonderheit bei der Bauweise: erstmals wurde eine flache ausgehärtete Betonplatte mit riesigen Luftkissen und gespannten Stahlseilen an der Einbaustelle in die endgültige Form gehoben. Dabei wurde um die Hälfte weniger Beton und Stahl verwendet.

ÖBB
Die Wildtierbrücke in Aich

In Cluj in Rumänien durfte nun ein Vertreter der ÖBB Infrastruktur AG vor internationalem Fach-Publikum den IENE Project Award 2022 entgegennehmen. Der Preis wird alle zwei Jahre an Projekte vergeben, denen es gelingt, im Zuge der Errichtung von Verkehrsinfrastruktur besonders innovative Wege zu beschreiten und ökologische Aspekte zu berücksichtigen.

In 45 Minuten von Klagenfurt nach Graz
Die neue Koralmbahn wird rund 130 Kilometer lang sein, umfasst 13 Tunnel, über 100 Brücken sowie 23 moderne Bahnhöfe. Zukünftig dauert dann der Weg von Klagenfurt nach Graz auf der Hochleistungsstrecke nur mehr 45 Minuten. Die neue Strecke wird in Kärnten Ende des kommenden Jahres frei gegeben. Die Gesamtinbetriebnahme der Koralmbahn ist dann für Ende 2025 geplant.
08.10.2022, red, kaernten.ORF.at

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Auszeichnung für Wildtierbrücke
 

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#22
Jauntalbrücke fit für Koralmbahnstrecke
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Die Jauntalbrücke wird gerade fit gemacht für ihre künftige Aufgabe entlang der Koralmbahnstrecke zwischen Graz und Klagenfurt. Ab Ende 2025 werden nämlich die Schnellzüge mit bis zu 250 km/h über die Brücke fahren. Im nächsten Jahr soll die neue, zweigleisige Tragfläche über die Jauntalbrücke fertig sein.
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Die Jauntalbrücke über die Drau ist mit einer Höhe von 96 Metern eine der höchsten Eisenbahnbrücken in Europa. Die höchste Eisenbahnbrücke Europas ist das Mala-Rijeka-Viadukt in Montenegro mit einer Höhe von 198 Metern. Die höchste Eisenbahnbrücke Österreichs ist die Pfaffenbergbrücke auf der Tauernbahn mit 120 Metern Höhe.

Fast 4.000 Tonnen Stahl werden verarbeitet
Noch fahren die Züge der alten Regionalstrecke über die Jauntalbrücke. Auf einem Platz daneben werden aber schon die neuen Tragwerke verschweißt. Die über 400 Meter lange Brücke bekommt zwei Hochleistungsgleise für die künftige Koralmbahn. Fast 4.000 Tonnen Stahl werden verarbeitet. Gleis und Stahlkonstruktion werden durch ein neues Tragwerk ersetzt, das dann auch Geschwindigkeiten der Schnellzüge von bis zu 250 km/h standhält.
ORF
Neben der Bahnstrecke werden die neuen Tragwerke verschweißt

Sperre ab Mitte Dezember
Die Bahnstrecke zwischen Bleiburg und Wolfsberg wird für diese Arbeiten ab Mitte Dezember für ein Jahr gesperrt. Die neuen Elemente werden nach und nach bis zu fünf Meter pro Tag eingeschoben.

ÖBB
Die neuen Elemente werden über die Brücke geschoben, die alten Elemente werden am Ende der Brücke abgenommen

Alte Brückenelemente werden komplett wiederverwertet
Die alten Elemente werden am anderen Ende abgebaut und komplett wiederverwertet. Die alten Stahlteile samt Schienen werden von einem Partnerunternehmen der ÖBB abgeholt, zerkleinert und eingeschmolzen.
Die Erneuerung der Jauntalbrücke ist das letzte große Projekt auf der Koralmbahn. Mit der Fertigstellung ist die Strecke auf Kärntner Seite betriebsbereit.

ORF
Die alten Stahlteile werden demontiert und eingeschmolzen

Alte Brückenpfeiler halten Belastung stand
Die fast einhundert Meter hohen Pfeiler der Brücke sind 60 Jahre alt, sie halten den neuen Belastungen noch mehrere Jahrzehnte stand. Ein kompletter Brückenneubau sei daher nicht in Frage gekommen, sagt ÖBB Projektleiter Gerald Zwittnig.
Zwittnig: "Die Pfeiler und die Widerlager dieser Brücke aus den 1960er Jahre haben wir ja schon im Vorfeld einem intensiven Untersuchungsprogramm unterzogen. Das Ergebnis ist, dass sie absolut tauglich und geeignet sind, die Kräfte aufzunehmen.

ORF
Die alten Brückenpfeler wurden getestet und für tauglich befunden

Künftig gibt es einen breiten Rad- und Fußgängerweg
Derzeit gibt es nur einen schmalen, schwindelerregenden Fußgängerweg auf der Brückenkonstruktion, von wo aus ja immer wieder Bungee Jumper in die Tiefe gesprungen sind. Nicht zuletzt dafür ist die Brücke sehr bekannt. In den neuen Brückenelementen wird unterhalb des Gleises künftig ein breiter Fahrrad- und Fußgängerweg zur Verfügung stehen.

ÖBB
Der zukünftige Rad- und Fußgängerweg

Eelektrifizierte Neubaustrecke in einem Jahr fertig
Damit gehen nun zehn Jahre Intensivplanung ins Finale. In gut einem Jahr werden dann die ersten Regionalzüge auf der elektrifizierten Neubaustrecke zwischen Klagenfurt und Wolfsberg, auch über die Jauntalbrücke fahren.
15.11.2022, red, kaernten.ORF.at
Jauntalbrücke fit für Koralmbahnstrecke
 

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#23
Letzter Zug passiert Bahnhof St. Paul
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Am Samstagabend um 21.35 Uhr passiert der letzte Personenzug den Lavanttaler Bahnhof St. Paul. Mit dem Bau der neuen Hochleistungsstrecke für die Koralmbahn wird der Bahnhof aufgelassen, denn er liegt abseits der künftigen Strecke. Damit geht eine Ära nach 58 Jahren zu Ende.
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Seit zwölf Jahren arbeitet Fahrdienstleiter Manfred Rössler am Bahnhof St. Paul. Er stellte die Signale und Weichen für den letzten Personenzug, er verkaufte auch noch Tickets. Genau dieser Kontakt zu den Kunden wird ihm fehlen: „Wir haben bis zum letzten Zug einen Personenverkehrsschalter, sogar mit internationalem Verkauf. Wir konnten die Leute von St. Paul mit dem Zug in die weite Welt fahren, bis Amsterdam und Paris.“

Neue Arbeitsplätze für Mitarbeiter aus St. Paul
Es gibt in Kärnten nur noch wenige Fahrdienstleiter auf der Strecke. Es wird schon fast alles zentral von Villach aus gesteuert. Während Manfred Rössler noch nicht weiß, wo es ihn hinverschlagen wird, ist das bei seinem Kollegen Thomas Abraham bereits klar: er wechselt nach Bad St. Leonhard: „Dort ist kein Personenverkehr, sondern reiner Güterverkehr. Da hat man mit dem Verschub und dem Bedienungsverkehr für die Firmen genug zu tun.“

ORF
Künftig werden die Reisenden mit Bussen zu ihrem Bahnanschluss gebracht

Neuer, moderner Bahnhof Lavanttal
Die Strecke zwischen Bleiburg und Wolfsberg wird nun wegen Bauarbeiten für die neue Koralmbahn ein Jahr lang gesperrt. Aufgelassen werden ab Sonntag auch die Haltestellen Aich im Jauntal und Granitztal. Die ehemaligen Bahnhöfe werden mit Bussen angefahren. In einem Jahr gibt es dann den Anschluss an die S-Bahn-Züge im modernen, neuen Bahnhof Lavanttal.

ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel: „Selbstverständlich wird derzeit an umfassenden Mobilitätskonzepten gearbeitet. Die genauen Fahrpläne stehen noch nicht fest. Aber es wird natürlich Zubringer zur neuen Hochleistungsstrecke geben. Das ist ja eigentlich der große Mehrwert der neuen Koralmbahn, dass wir so viele Reisende wie möglich, zu den Einsteig- und Umsteigepunkten entlang der Koralmbahn bringen können.“

ORF,
Es gibt in Kärnten nur noch wenige Fahrdienstleiter auf der Strecke

St. Paul-Klagenfurt: Erster Zug im Jahr 1964
Mit der Sperre der Strecke zwischen Wolfsberg und Bleiburg ab Sonntag sind auch die Dieseltriebwagen im Bahnhof Wolfsberg Geschichte. Ab April fährt auf der gesamten Strecke bis Klagenfurt wegen der Vorbereitungen auf die Koralmbahn nur ein Schienenersatzverkehr. Die Schienen zwischen dem künftigen Bahnhof Lavanttal und St. Paul sollen aber erhalten bleiben, wie es aus ÖBB Kreisen heißt.

Am 10. Oktober 1964 fuhr in St. Paul der erste Zug nach Klagenfurt. Nun geht eine Ära zu Ende, eine andere beginnt in einem Jahr, wenn der S-Bahnverkehr auf der Koralmbahn in Vollbetrieb gehen wird.
10.12.2022, red, kaernten.ORF.at
Letzter Zug passiert Bahnhof St. Paul
 

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#24
Koralmtunnel: Innenausbau läuft auf Hochtouren
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Nach jahrelangen Bohrarbeiten und der Fertigstellung der Koralmtunnel-Röhren läuft nun der Innenausbau auf Hochtouren: Fahrbahn und Gleise sollen noch dieses Frühjahr fertig werden, in Betrieb soll der Tunnel dann im Dezember 2025 gehen.
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66 Kilometer Gleise und Gleistragplatten werden in den beiden Tunnelröhren des Koralmtunnels verlegt, davon sind rund 50 Kilometer schon fertiggestellt. Für das Projekt werden rund 13.000 Gleistragplatten verbaut.

Eine einzelne wiegt fünf Tonnen, sagt ÖBB-Projektleiter Klaus Schneider: „Was nun noch stattfindet, sind die restlichen Kilometer für die Herstellung der Fahrbahn – das soll im Frühjahr dieses Jahres fertiggestellt werden. Dann kommen Steuerungstechnik, Energietechnik, Telekommunikation und Sicherheitstechnik. All diese Dinge werden in den nächsten eineinhalb Jahren eingebracht werden.“

Lieferengpässe als Herausforderung
400 bis 500 Menschen arbeiten auf der Baustelle direkt, mehrere tausend sind insgesamt daran beschäftigt. Vor allem Lieferengpässe und Ressourcenknappheit fordern die Verantwortlichen im Baufinale, der Großteil der benötigten Materialien ist aber gesichert, so Schneider. Regionale Firmen liefern Material, Ausrüstung und Know-how, die Schienen kommen beispielsweise von der voest.

Große Sprünge in der Tunneltechnik
Ähnlich wie bei den Smartphones gab es laut Schneider auch in der Tunneltechnik einen enormen Technologiesprung: „Die Herausforderung ist nicht nur, dass der Tunnel selbst funktioniert, als Bauwerk mit den entsprechenden Lüftungseinrichtungen und Steuerungstechniken – er muss natürlich auch mit dem Rest der Eisenbahnwelt kommunizieren. Und das ist auch der Grund, warum wir im Jahr 2025 ein ganzes Jahr dafür reserviert haben, diesen Tunnel funktionsfähig zu machen, wenn die baulichen Anlagen alle fertig sind.“

Nach umfangreichen Tests sollen die Züge dann ab Dezember 2025 mit 250 km/h durch den Koralmtunnel fahren und in nur 45 Minuten von Graz in Klagenfurt sein.
30.01.2023, red, steiermark.ORF.at

Link:
Koralmtunnel: Innenausbau startet
 

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#25
Brückenbau in schwindelerregender Höhe
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Die Jauntalbrücke auf der künftigen Koralmbahnstrecke in Südkärnten ist mit fast 100 Metern eine der höchsten Eisenbahnbrücken. Das alte Tragwerk wird gerade vom zweigleisigen Nachfolger weggeschoben. Die Technik lässt Zuschauer staunen. Schon ab Dezember sollen die Züge über die neue Brücke fahren.
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Im Zeitraffer ist schön zu sehen, was sich in den letzten Wochen auf der Jauntalbrücke abgespielt hat. Die Teile des neuen zweigleisigen Tragwerkes werden an das alte eingleisige angedockt. In 30 Zentimeter Schritten geht es mehrmals pro Stunde voran. Die kleinen hydraulischen Pressen entwickeln so viel Kraft, dass das 3000 Tonnen schwere Brückentragwerk nach vorne geschoben werden kann. An den fast 100 Meter hohen Pfeilern sind Hilfskonstruktionen angebracht, von denen das Tragwerk in der Höhe gehalten wird.

Bewegung der Brücke wird gemessen
Ist das neue Tragwerk in rund eineinhalb Monaten fertig vorgeschoben, dann wird es auf die Pfeiler aufgesetzt. Deren Bewegung wird ständig mit Sensoren gemessen. „Die Pfeiler haben eine Höhe von fast 100 Metern und dürfen sich im oberen Bereich um maximal vier Zentimeter bewegen, aber wir sind derzeit weit weg von diesen Grenzwerten“, sagt Projektleiter Gerald Zwittnig.
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Spektakulär sieht der Neubau der Jauntalbrücke aus

Bauleiter der ersten Brücke erzählt
Die Pfeiler sind 60 Jahre alt und werden künftig auch die Hochgeschwindigkeitszüge tragen. Der 90-jährige Rupert Trummer hat die Pfeiler damals mit seinen Kollegen gebaut und in den Felsen im Flußbett der Drau befestigt. „Jeder ist stolz auf das, was er damals geschafft hat. Es ist für mich natürlich auch ein Erlebnis, den Neubau erleben zu dürfen – nach 60 Jahren. Es lebt kaum noch jemand aus dieser Zeit. Ich war damals 31 Jahre alt.“

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Robert Trummer war Bauleiter der ersten Brücke um 1960.
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Bauleiter Robert Trummer beim ersten Bau um 1960.

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Archivfoto vom ersten Bau um 1960

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Bauleiter Robert Trummer beim ersten Bau um 1960

Mladen Domislovic hat mit seinem Team die Brückenteile zusammengebaut und sorgt jetzt für den Vorschub. Die Arbeiter haben Erfahrung auf der ganzen Welt gesammelt. „Für mich ist es eigentlich Routine, es gibt ein paar spezifische Sachen, aber Baustelle ist Baustelle“, Mladen Domislovic, Leiter des Vorschubes.

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Das alte Brückentragwerk wird zerkleinert, nach Linz in den Hochofen gebracht und wiederverwertet. Bald werden die Züge über die neue Jauntalbrücke brausen. Unterhalb der Gleise können dann Spaziergänger und Radfahrer den Ausblick in das Jauntal genießen.

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Künftig können Fußgänger und Radfahrer unterhalb der Eisenbahn die Brücke überqueren
17.03.2023, red, kaernten.ORF.at

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Brückenbau in schwindelerregender Höhe
 

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#26
St. Paul als Drehkreuz der Koralmbahn
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Am 10. Dezember wird der neue Bahnhof Lavanttal für den Nahverkehr in St. Paul eröffnet. Die Gemeinde wird damit zu einem Drehkreuz an der neuen Koralmbahn, die Klagenfurt und Graz ab Ende 2025 in 45 Minuten Fahrzeit verbindet. Distanzen, die für Tagespendler interessant sind. Die Gemeinde rechnet mit einem Zuzug von Einwohnern und einem Aufschwung.
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Ab Ende 2025 dauert die Fahrt von St. Paul nach Klagenfurt nur mehr 22 Minuten, nach Graz dauert dann die Fahrt 23 Minuten. St. Paul mit derzeit 3.000 Einwohnern wird als Wohnort für Pendler zunehmend interessant, St. Paul könnte zu einem Vorort von Graz und Klagenfurt werden.

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Derzeit leben 3.000 Menschen in St. Paul

Ballungsgebiet mit insgesamt 1,1 Millionen Menschen
Denn der Lavanttaler Ort liegt genau in der Mitte eines Ballungsgebietes mit 1,1 Millionen Menschen, das werde vieles verändern, sagte Bürgermeister Stefan Salzmann: „Wir rechnen mit einem Zuzug. Wir rechnen damit, dass St. Paul zu einer Verkehrsdrehscheibe in der Region wird und wir rechnen damit, dass die gesamte Region aufblüht. Wir bereiten uns vor und richten uns auf 5.000 Einwohner ein. Dabei wollen wir auf den Flächenverbrauch achten.“

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Der Bau der Koralmbahn schreitet voran

Schon jetzt steigt die Nachfrage nach Immobilien, Grundstücken und Umwidmungen, so der Bürgermeister. Bauträger und Private fragen schon jetzt laufend nach Immobilien und Grundstücken, andere hoffen auf Umwidmungen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in St. Paul sei mit 80 Euro um 30 Prozent höher als noch vor fünf Jahren.

Leistbares Wohnen soll forciert werden
Für Bauträger hat Salzmann aber eine Botschaft: „Bei Baulandmodellen ist das Ziel, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Deshalb setzen wir Preisobergrenzen und zusätzlich eine Bebauungsverpflichtung, damit das Bauland nicht gehortet werden kann. Das geht nur bei Neuwidmungen. Bei Widmungen aus den 1980er und 90er Jahren ist das nicht mehr möglich.“

Der Gemeindechef versucht, die Zersiedelung zu bremsen. Neue, leistbare Wohnungen sollen auf dem Fuchssteiner Acker in Bahnhofsnähe gebaut werden. Zuerst muss aber ein Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz gebaut werden. Das vier Millionen Euro Projekt ist beim Land eingereicht: „Es soll eine Quartiersbildung wie in Harbach in Klagenfurt stattfinden." Entwickelt werden soll ein zentraler Knotenpunkt mit Kinderbetreuung, einem Cafe und guter Verkehrsanbindung.“ Es soll ein neuer Ortsteil entstehen. Vorausgesetzt, der größte Grundbesitzer in der Gemeinde, das Stift St. Paul, stimmt zu.

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Am Fuchssteiner Acker soll ein neuer Ortsteil entstehen

Kritiker hingegen fürchten, St. Paul könnte zu einem Schlafort für Pendler werden: „Natürlich bringt jeder zusätzliche Bewohner zusätzliche Einnahmen für das Gemeindebudget. Mit den Arbeitsplätzen wird es auch besser werden. Wir hoffen, dass durch die dichtere Bebauung unsere Infrastruktur- kosten geringer werden.“

Technologiepark soll für neue Arbeitsplätze sorgen
Das Ortsentwicklungskonzept wird derzeit überarbeitet. Es sind auch Flächen am Gelände des alten Bahnhofs für einen Technologiepark in Kooperation mit dem Land vorgesehen. Damit würden auch neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

Investitionen und Erträge würde sich St. Paul mit den anderen Gemeinden im Bezirk teilen: „Das haben wir mit allen neun Gemeinderäten im Bezirk beschlossen. Es gibt für diesen Park erstmals einen interkontinentalen Aufteilungs-Schlüssel, was sehr fair ist. Weil dementsprechend wie investiert wird kommen die Ertragsanteile beziehungsweise die Kommunalsteuer heraus.“ Es würden dann alle an einem Strang ziehen, so Salzmann.
Geforscht werden soll im Technologiepark auch an CO2-neutraler Produktion. Noch ist das Zukunftsmusik, aber die Pläne könnten mit der Koralmbahn rasch Fahrt aufnehmen.
01.04.2023, red, kaernten.ORF.at

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St. Paul als Drehkreuz der Koralmbahn
 

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#27
Aus für dieselbetriebene Personenzüge in Kärnten
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Sonntagnacht geht eine Ära auf den Kärntner Schienen zu Ende: Ab dann fahren keine dieselbetriebenen Personenzüge mehr im Regelbetrieb. Kärnten ist diesbezüglich Vorreiter in Österreich. Die Strecke zwischen Klagenfurt und Bleiburg wird für mehr als acht Monate gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.
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Ab Mitte Dezember fahren dann die Regionalzüge auf der modernen Koralmstrecke zwischen Klagenfurt und Wolfsberg elektrisch. Die alten Bahnhöfe Tainach-Stein und Völkermarkt-Kühnsdorf werden aufgelassen. In diesem Abschnitt waren 160 Jahre lang Züge unterwegs.

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Dietmar Wejnik wuchs auf dem Bahnhof auf

Dietmar Wejnik wurde vor mehr als 50 Jahren am Bahnhof Völkermarkt-Kühnsdorf geboren, seine Familie wohnte auch hier. Schon sein Vater war Bahnhofsvorstand. Er selbst versah 30 Jahre lang Dienst am Bahnhof. Zum Abschied kommen alle schönen Erinnerungen hoch: „Das Umfeld vom Bahnhof war mein Spielplatz. Als kleiner Bub bin ich immer zu den Lokführern und hab gefragt, ob ich mitfahren darf. Das hat auch meistens geklappt.“

Viele schöne Erinnerungen
Auch seine Kollegin Silvia Vallant ist leidenschaftliche Eisenbahnerin. Sie war bis jetzt die Stimme des Bahnhofs Völkermarkt-Kühnsdorf und wechselt nun auf einen anderen Bahnhof.

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Silvia Vallant war die Stimme des Bahnhofs

Das letzte händisch betriebene Stellwerk Kärntens ist mit dem Ende des Zugsverkehrs Geschichte. Am Montag wird zwischen Tainach und Mittlern mit dem Abbau der Gleisanlagen begonnen. Danach soll ein Radweg errichtet werden. Das Land Kärnten hat den alten Bahnhof Kühnsdorf gekauft, geplant ist die weitere Erhaltung der Güterverladung. Es braucht aber noch ein Anschlussgleis an die Hochleistungsstrecke.

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Das letzte händisch betriebene Stellwerk Kärntens ist Geschichte

Historische Momente bildlich festgehalten
Eisenbahnfotograf Franz Pucher ist seit Jahrzehnten mit der Kamera unterwegs, um historische Momente festzuhalten: „Die Bahn war ja eine Hauptlinie über Marburg, Wien. Die Südbahn hat die Schnellzüge bis nach Meran, Bozen geführt. Das war eine Schnellzugsstrecke hier.“

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Eisenbahnfotograf Franz Pucher

Schienenersatzverkehr wird eingerichtet
Bahnreisende brauchen jedoch in den nächsten acht Monaten zwischen Klagenfurt und Wolfsberg Geduld. Sie müssen auf Schienenersatzverkehrsbusse umsteigen. In der Regel beträgt die Fahrzeit zwei Stunden. Es sollten laut ÖBB aber genügend Busse und Fahrer zur Verfügung stehen, so Regionalmanager Reinhard Wallner: „Während der Hauptverkehrszeiten wird es Verstärkung geben, bei der Busanzahl und auch bei den Buslinien. Und zusätzlich führen wir noch den Schnellbusverkehr zwischen Klagenfurt und Wolfsberg weiter, um die Pendlerinnen und Pendler aus dem Lavanttal rascher nach und von Klagenfurt zu bringen.“

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Der "alte" Bahnhof Kühnsdorf soll nur mehr dem Güterverkehr dienen

Auf eine erste Nagelprobe wird der Schienenersatzverkehr nach den Osterferien gestellt, wenn wieder viele Schülerinnen und Schüler unterwegs sein werden. Ab Dezember braucht dann der Regionalzug auf dem Kärntner Teil der Koralmstrecke nur noch 40 Minuten von Klagenfurt nach Wolfsberg.
02.04.2023, red, kaernten.ORF.at
Aus für dieselbetriebene Personenzüge
 

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#28
Erster Probezug fährt durch Koralmtunnel
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Nach jahrzehntelangen Planungen und Bauarbeiten fährt am Montag der erste Probezug durch den neuen Koralmtunnel; in zwei Jahren soll dann das Gesamtprojekt in Betrieb gehen. Davon erhofft sich auch die Wirtschaft einen Aufschwung in den an der Strecke liegenden Regionen Deutschlandsberg und Wolfsberg.
Online seit heute, 6.21 Uhr
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Die gesamte Koralmbahn von Graz nach Klagenfurt soll 2025 in Betrieb gehen. Dann wird die Fahrzeit zwischen den beiden Städten nur mehr 40 Minuten in Anspruch nehmen. Diese verkürzte Fahrdauer soll ein deutliches Plus bei Personen- und Güterverkehr bringen, aber nicht nur das, sagt Manfred Kainz von der Wirtschaftskammer: „Wir schaffen einen Raum mit 1,1 Millionen Menschen, und zu diesen werden noch mehr dazukommen, durch die Mikroelektronik, durch den Maschinenbau, durch die Pharmazie, durch die Lebensmittelbranche – das ist alles in der Region ganz stark vertreten.“

Nicht nur die Steiermark und Kärnten sollen durch die neue Bahn zusammenwachsen, sondern auch der Wirtschaftsraum von Osttirol bis ins Burgenland. Bis 2030 soll die Bahnverbindung außerdem die Steiermark zum Teil einer der europäischen Hauptwirtschaftskorridore von der Ostsee bis zur Adria machen.


ÖBB

Hohe Kosten im Kreuzfeuer der Kritik
Die Geschichte der Koralmbahn erstreckt sich schon jetzt über Jahrzehnte. Bereits Ende der 80er-Jahre wurden die ersten Studien gemacht, 1995 wurde die Planung für die neue Bahnstrecke offiziell in Auftrag gegeben. Wenige Jahre später kam das Institut für höhere Studien zu dem Schluss, dass die Investitionskosten das Achtfache an volkswirtschaftlichen Effekten erzielen dürften, und dann ging es Schlag auf Schlag: 2003 folgte der Baubeginn des Koralmtunnel-Sondierstollens auf Kärntner Seite, 2005 auch auf steirischer Seite.

Doch das Projekt wurde in den folgenden Jahren immer wieder auf Grund der hohen Kosten hinterfragt. Inzwischen spricht man inklusive Tunnel von knapp sechs Milliarden Euro, auch Gerüchte über einen möglichen Baustopp machten daher zwischenzeitig die Runde. 2010 erfolgte dann mit der Vergabe des Koralmtunnel-Hauptloses das endgültige Bekenntnis zum Projekt. Seit Jänner 2023 läuft im Tunnel bereits der Innenausbau – mehr dazu in Koralmtunnel: Innenausbau startet (25.1.2023).
12.06.2023, red, steiermark.ORF.at

Erster Probezug fährt durch Koralmtunnel
 

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#29
Erster Probezug fuhr durch Koralmtunnel
1. ORF-Steiermark
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Nach jahrzehntelangen Planungen und Bauarbeiten ist am Montag der erste Probezug durch den neuen Koralmtunnel gefahren; in zwei Jahren soll das Gesamtprojekt in Betrieb gehen. Davon erhofft sich die Wirtschaft Aufschwung in den an der Strecke liegenden Regionen Deutschlandsberg und Wolfsberg.
ORF
ORF

Emotionen nach schwierigen Zeiten
Mit dem Dieseltriebwagen wurde auf Sicht durch den Tunnel gefahren. Dazwischen gab es einen Stopp und die Besichtigung einer Rettungsnische, von denen es 70 im Tunnel geben wird. „Ein sehr emotionaler Augenblick, aber nicht nur ein emotionaler Augenblick für mich sondern für Tausende Menschen, die an diesem Werk mitgewirkt haben. Jetzt ist das Finale im zu spüren“, sagte Projektleiter Klaus Schneider.


ORF SOUND
Premierenfahrt durch den Koralmtunnel


Es war ein großes und langes Projekt, hat Hochs und Tiefs, und wir haben hier auch Tiefs gehabt. Zum Schluss war auch der letzte Durchschlag 2020 von nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen begleitet. Es war der Start der Pandemie. In dieser wirklich sehr belastenden Zeit war der zweite Tunneldurchschlag durchzuführen. Und auch das Finale des Projektes ist unter sehr schwierigen Umfeld mit Lieferschwierigkeiten, sehr hohen Preissteigerungen gestanden", so Schneider.

Zusammenwachsen
Nicht nur die Steiermark und Kärnten sollen durch die neue Bahn zusammenwachsen, sondern auch der Wirtschaftsraum von Osttirol bis ins Burgenland. Bis 2030 soll die Bahnverbindung außerdem die Steiermark zum Teil einer der europäischen Hauptwirtschaftskorridore von der Ostsee bis zur Adria machen.

„Wenn die zwei Tunnel fertig sind, müssen wir sehr darauf aufpassen, dass es dazwischen keine Schwächen gibt. Zum Beispiel der Ausbau zwischen Bruck und Graz, aber auch weitergehend von Graz bis Maribor – erst dann sind sozusagen alle Weichen gestellt, um eine Infrastruktur für die Zukunft tatsächlich vorrätig zu halten“, sagte Landeshauptmann Christopher Drexler.


ORF

ÖBB
12.06.2023, red, steiermark.ORF.at

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Erster Probezug fuhr durch Koralmtunnel


2. ORF-Kärnten
Filmreife Premiere für den Koralmtunnel
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Nach 15 Jahren Bauzeit ist am Montag erstmals ein Personenzug auf der Koralmbahnstrecke unterwegs gewesen. Das Herzstück ist der 33 Kilometer lange Tunnel zwischen Kärnten und der Steiermark. Ab Ende 2025 können Fahrgäste mit Tempo 230 durch die Koralpe reisen. Schon die Probefahrt hat bei allen Mitfahrenden einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Online seit heute, 20.46 Uhr
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Es ist eine Premierenfahrt, auf die viele schon sehr lange gewartet haben. Die Einfahrt beim Tunnelportal in St. Paul verläuft noch sehr langsam – weit weg von den künftig mehr als 200 km/h. Es muss auf Sicht gefahren werden, denn es sind ja noch keine Sicherungsanlagen in Betrieb.

ORF
Mitarbeiter fotografieren den Zug bei der ersten Abfahrt

„Emotionaler Augenblick für tausende Menschen“
Dennoch ein großer Moment für jenen Mann, der das gesamte Koralmbahnprojekt leitet. „Es ist auch ein emotionaler Augenblick für alle tausenden Menschen, die an diesem Werk mitgewirkt haben. Die in den vergangenen Jahrzehnten viele, viele Stunden und Energie in dieses Projekt hineingesteckt haben“, sagt Projektleiter Klaus Schneider.

Fluchtwege zwischen den Röhren
33 Kilometer geht es durch den Tunnel in die Weststeiermark. Im Inneren gibt es schon einiges zu sehen. Wie etwa die 70 Querschläge zwischen den beiden Rohren. Dort sind Klimaanlagen, die Elektrik und Telematik untergebracht. Die Querschläge dienen im Notfall aber auch als Fluchtweg in die andere Röhre.

ORF
70 Querschläge gibt es zwischen den beiden Rohren

Überhaupt wird der Koralmtunnel mit der neuesten Sicherheitstechnik ausgestattet. Bei den Kosten gibt es mit etwas mehr als sechs Milliarden Euro eine Überschreitung von 700 Millionen Euro. „Was noch hinzugekommen ist, ist der Abschnitt in der Steiermark zwischen Graz-Flughafen und Werndorf mit rund 500 Millionen Euro“, erklärt Projektleiter Klaus Schneider.

In weniger als einer Stunde nach Graz
Mit dabei waren bei der Premierenfahrt die Vertreter der Landespolitik. Ihre Aufgabe ist es, die Chancen für die Regionen in Kärnten und der Steiermark zu nutzen. Immerhin werden Klagenfurt und Graz künftig in weniger als einer Stunde miteinander verbunden sein. So sollen auch neue Verkehrsanbindungen an die Hochleistungsstrecke geschaffen werden. „Es geht etwa um den Mikroverkehr, aber auch um Breitband-Initiativen und die Erschließung von notwendigen Grundstücksflächen. Wir rechnen damit, dass wir vermehrten Wohnraum bekommen, der wiederum zusätzliche Infrastruktur bedingt“, sagt der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser.

„Es muss sich neues Denken entwickeln“
Auch der steirische Landeshauptmann zeigt sich bereits voller Vorfreude: „Die Gemeinden rund um die Koralmbahn haben sich bereits zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen. Dabei geht es um die wirtschaftliche Entwicklung rund um den Bahnhof und die Bahn. Es muss sich ein völlig neues Denken entwickeln, wenn Klagenfurt und Graz nur noch 45 Minuten voneinander entfernt sind. Das wird auch die Zukunft zeigen“ sagt Landeshauptmann Christopher Drexler.

ORF
Lokführer Jürgen Bruckschweiger

Ganz vorne dabei war an diesem historischen Tag der Lokführer Jürgen Bruckschweiger. Er war für die erste Personenzugfahrt eingeteilt. „Natürlich war es mit einer Anspannung verbunden, aber ich habe mich sehr über die Anerkennung gefreut“, sagt Jürgen Bruckschweiger.
Nach der erfolgreichen Probefahrt muss der Koralmtunnel nun weiter ausgerüstet werden – dabei kommt die neue europäische Zugsicherungstechnik zum Einsatz. Ab Ende 2025 sind die Züge ohne Signale unterwegs.
12.06.2023, red, kaernten.ORF.at
Filmreife Premiere für den Koralmtunnel
 
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josef

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#30
Wie die Koralmbahnstrecke „grüner“ wird
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Die Koralmbahn ist eines der größten Bauprojekte des Landes. Dementsprechend beansprucht sie auch die umliegende Natur. Die ÖBB müssen zerstörte Flächen wiederherstellen. Bei der Jauntalbrücke herrscht momentan noch Baustelle, ab September startet auch dort die Rekultivierung.
Online seit heute, 12.39 Uhr
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In dieser Woche verständigte sich das EU-Parlament auf ein Gesetz zur Renaturierung. Zwischen der Jauntalbrücke und Grafenstein warten, pflegen oder mähen über das Jahr verteilt circa 25 Arbeiter des Maschinenrings Völkermarkt eine Fläche so groß wie 730 Fußballfelder. Der Maschinenring ist als Auftragnehmer seit fast zehn Jahren für die Bepflanzung und Pflege neuer Naturflächen entlang der Bahnstrecke zuständig.

Projektleiter Alexander Korak sagt, die Wertschöpfung bleibe in der Region, da der Maschinenring mit heimischen Bauern zusammenarbeite.
ORF
Die Renaturierung geht schrittweise voran

Schwierig sei, dass mitten in der Baustelle die Flächen zum Teil noch nicht fertig seien. Das erschwere die Bepflanzung: „Im Großen und Ganzen funktioniert es aber gut.“ Außerdem erschweren die Unwetter die Arbeiten. Umgefallene Bäume würden die Wildschutzzäune beschädigen. 40 Kilometer Wildschutzzäune müssen nach jedem Unwetter kontrolliert und gegebenenfalls instandgesetzt werden.

Neue Wald- und Wiesenflächen entstehen
Für den Bau der Koralmbahn mussten die ÖBB in die Natur eingreifen und daher Ausgleichsmaßnahmen schaffen. Bauingenieurin Christiane Schiavinato sagt, jeder Fleck, der wieder zur Verfügung gestellt werde, werde sofort bepflanzt und der Natur so schnell wie möglich wieder zurückgegeben.

Die Bepflanzung soll etwa mittels neu angelegter Waldflächen oder Blumenwiesen funktionieren. Josef Knappinger hat die ökologische Bauaufsicht inne. Er sagt, es wurden Feuchtgebiete neu geschaffen und Bachverlegungen gemacht sowie naturnahe Fließgewässerabschnitte neu hergestellt. Überdies wurden Böschungen und Hecken begrünt sowie Streuobst- und Trockenwiesenstandorte errichtet.

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Flugaufnahme des Gleiskörpers mit angrenzenden Feldern

Bahn soll keine Barriere für Tiere bilden
Für die Waldtiere wiederum wurden Wildüber- und -unterführungen gebaut. Laut Knappinger seien in jenen Abschnitten, wo kein Tunnel notwendig ist, Grünverbindungen neu errichtet worden, um einen Wildwechsel über die Bahntrasse zu ermöglichen und die „zerschneidende“ Wirkung zu minimieren. Dadurch würde auch der Austausch zwischen den Populationen links und rechts der Bahn erhalten bleiben.
15.07.2023, red, kaernten.ORF.at
Wie die Koralmbahnstrecke „grüner“ wird
 

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#31
Kärntner Abschnitt der Koralmbahn soll mit Jahresende Betrieb aufnehmen
Für die Strecke zwischen Klagenfurt und St. Paul im Lavanttal sollen S-Bahnen rund 40 Minuten benötigen


Vorerst werden auf dem Kärntner Teilstück der Koralmbahn nur S-Bahnen unterwegs sein.
APA/ERWIN SCHERIAU

Klagenfurt/Graz – Ende des Jahres soll der Kärntner Abschnitt der Koralmbahn zwischen Klagenfurt und St. Paul im Lavanttal den Betrieb aufnehmen. Vorerst werden nur S-Bahnen die Strecke bedienen, sie brauchen etwa 40 Minuten von Klagenfurt nach St. Paul. Wenn die gesamte Koralmbahn Ende 2025 den Betrieb aufnimmt, werden die Fernverkehrszüge 22 Minuten für diesen Abschnitt brauchen, hieß es seitens der ÖBB auf APA-Anfrage.

Bis es Ende des Jahres so weit ist, hat die ÖBB noch einige Tests und Sicherheitsübungen geplant, informierte sie in einer Aussendung am Freitag. In den kommenden Wochen und Monaten werden in allen neun Kärntner Eisenbahntunneln Einsatzübungen mit Feuerwehren und Rettungskräften durchgeführt. Geprobt werden Szenarien unter realen Bedingungen, neue Gerätschaften und Fahrzeuge kommen dabei zum Einsatz. Die ÖBB hat beispielsweise neue Feuerwehrfahrzeuge samt Ausrüstung angeschafft, deren sichere Nutzung geübt werden muss.

Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt ist Teil der neuen Südbahnstrecke. 50 von 130 Kilometer der neuen Koralmbahn verlaufen in Tunneln, 33 davon im Herzstück der Strecke, dem Koralmtunnel, an dem noch gebaut wird. Die neue Strecke hat mehr als 100 Brücken und 23 Bahnhöfe oder Haltestellen. Die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt soll bei schnellen Verbindungen auf 45 Minuten fallen. Derzeit gibt es zwischen Graz und Klagenfurt nur eine direkte Busverbindung, die zwei Stunden für die Strecke benötigt.
(APA, red, 25.8.2023)

Kärntner Abschnitt der Koralmbahn soll mit Jahresende Betrieb aufnehmen
 

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#32
Koralmbahn: Fahrten über 250 km/h
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40 Kilometer in elf Minuten per Bahn, das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber bei Testfahrten in Kärnten bereits Realität. Mit bis zu 250 km/h sind die Züge bereits auf der künftigen Strecke der Koralmbahn unterwegs, dabei kommt die gesamte Technik an ihr Limit.
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Es war für alle, die am Donnerstag am Führerstand mitfuhren, ein besonderes Erlebnis. Geschwindigkeiten um die 250 km/h wurden bislang nur bei Testfahrten auf der Weststrecke zwischen Wien und St. Pölten vor mehr als zehn Jahren erreicht, sonst noch nie in Österreich.

Die ÖBB sind zwischen Klagenfurt und Aich Wiederndorf bei Grafenstein in dieser und auch in der nächsten Woche rasant unterwegs, erklärte Franz Kühweidler von den ÖBB: „Das Ziel dieser Testfahrten ist, einen sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten. Heute wird die Oberleitung genau auf Erschütterung und Energieversorgung sowie auch die digitale Messung der Signalstärke getestet.“ Mit Sensoren wurde auch die Standfestigkeit der Überführungen im Bahnhofsbereich getestet.

Ergebnisse „sehr, sehr positiv“
Mit den Hochgeschwindigkeitsfahrten wird neben der Oberleitung auch der Funk getestet, sagte Kühweidler: „Das ist die andere Komponente mit der Signalstärke.“ Mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h können künftig mehr Transporte stattfinden und Personen in kürzerer Zeit befördert werden. Im Regelbetrieb werden die Züge mit rund 230 km/ fahren.

Die ersten Erfahrungen seien „sehr, sehr positiv“, sagte Kühweidler: „Der Oberbau, der Gleiskörper, das wurde in den letzten Wochen schon getestet und auch mit 250 km/h befahren. Da gibt es ein sehr gutes Ergebnis. Und diese Testfahrten für Oberleitung und Funk in dieser Woche sind auch sehr gut ausgewertet worden. Jetzt schauen wir, was in den letzten Tagen noch bei den letzten Testfahrten herauskommt.“

Weitere Tests werden bis November durchgeführt, das betrifft auch das neue Zugsicherungssystem. Die Koralmbahn wird ganz ohne Signale auskommen. Der Lokführer bekommt alle relevanten Daten direkt in den Führerstand.
07.09.2023, red, kaernten.ORF.at
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#33
Arbeitsklausur zu Chancen durch Koralmbahn
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Zwei Tage lang hat sich die Landesregierung mit Experten im Rathaus in St. Paul im Lavanttal zu einer Arbeitsklausur getroffen. Einmal mehr ging es um die Chancen für den Süden mit der Koralmbahn. Man erhofft sich Wirtschaftswachstum und Zuzug nach Kärnten.
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Wieder war am Beginn der Pressekonferenz von einer Jahrhundertchance die Rede, wieder von einem neuen Wirtschaftsraum, der entsteht. Diesmal sei man aber in die Details gegangen, hieß es. Es sei zwei Tage lang intensiv gearbeitet worden, um Zukunftsfragen, die sich durch die Koralmbahn stellen, beantworten zu können.

„Zwei transeuropäische Netze“
Begleitet wurde die Klausur von einem Wirtschaftsexperten, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ): „Beispielsweise ist Kärnten eines der wenigen Bundesländer und Regionen Europas, das von zwei transeuropäischen Netzen quasi bedient wird, der jetzigen baltisch-adriatischen Achse und der Tauernachse.“ Das sei eine große Chance, weil man wisse, dass Verkehre, insbesondere auf der Schiene, Zukunft symbolisieren, aber immer auch Wirtschaftswachstum generieren und damit auch Menschen anziehen, so Kaiser. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde man sich bemühen, es zu nutzen.

Fünf Schwerpunkte festgeschrieben
Ein Koordinationsgremium soll sich nun mit Detailfragen beschäftigen. Fünf Schwerpunkte seien darin festgeschrieben, unter anderem der Bereich Standortentwicklung, aber auch die Mobilität. Grundsätzlich müsse man auch das Budget an die Koralmbahn anlehnen, sagte Regierungspartner Martin Gruber (ÖVP): „Wir wollen und werden daher auch in den öffentlichen Verkehr investieren. Es soll ab 2024 einen Halbstundentakt zwischen dem Lavanttal und Spittal geben. Rund zwei Millionen Euro werden zusätzlich allein in den Busverkehr, in den Regionen investiert.“ Es müsse eine überörtliche Raumplanung in dieser Regierungsperiode wieder mehr in den Fokus gerückt werden, so Gruber. Die weiteren Schwerpunkte seien der Bildungsbereich, aber auch der Arbeitsmarkt, so die beiden Vertreter der Landesregierung.

Befürchtungen der Bürgermeister
In St. Paul könnte man einen größeren Zuzug erwarten, denn mit der Hochleistungsbahn beträgt die Fahrzeit nach Graz und Klagenfurt jeweils nur etwas mehr als 20 Minuten. Einige Bürgermeister rund um Völkermarkt hingegen befürchten, nur wenig von der Koralmbahn profitieren zu können. Lange schon wird über einen zusätzlichen Halt in Kühnsdorf debattiert, dieser würde allerdings die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt von 45 Minuten auf mehr als 50 Minuten erhöhen, wie Vertreter der ÖBB vorrechnen. Das letzte Wort ist diesbezüglich noch nicht gesprochen.

Köfer: Richtige Weichenstellung vornehmen
In einer Aussendung verlangte Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer die „richtigen Weichenstellungen“ vorzunehmen. „Ein Thema, dem bis jetzt zu wenig Beachtung geschenkt wurde, ist der Bildungsbereich. Die Uni in Klagenfurt befindet sich in einer Wettbewerbssituation mit Graz, wo sehr viele Kärntner studieren. Die Koralmbahn wird diese Entwicklung noch beschleunigen. Die Uni Klagenfurt muss Alleinstellungsmerkmale entwickeln und Angebote schaffen, die es in Graz als TU- und MedUni-Standort nicht gibt. Es gibt einen Wettkampf um Studierende, dem wir uns stellen müssen“, so Köfer.

Grüne: Zu spät auf Zug aufgesprungen
In einer Aussendung forderten die Kärntner Grünen konkrete Umsetzungspläne für ein „nachhaltiges Kärnten", so Grünen-Sprecherin Olga Voglauer. „Das Bekenntnis der Landesregierung zu einem starken Standort, der von der Koralmbahn profitieren soll, kennen wir seit jeher. Vorkehrungen, um auch tatsächlich einen Nutzen aus dieser Jahrhundertchance ziehen zu können, wurden bisher aber keine getroffen. Jetzt ist es mittlerweile ziemlich spät, um auf diesen Zug aufzuspringen.“ Die Ergebnisse der Regierungsklausur lasse laut Voglauer keinen Neuigkeitswert erkennen, sie vermisse „konkrete Ansagen“.

FPÖ: Kein konkretes Projekt präsentiert
Die FPÖ kritisierte in einer Aussendung, man habe von SPÖ und ÖVP „wieder nur leere Worthülsen zur Koralmbahn gehört“. „Es wurde wieder kein einziges konkretes Projekt und keine konkreten Maßnahmen präsentiert, auch nicht auf Nachfragen der Medien“, so FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer. Sie hätten längst eine Lösung für den Bahnlärm im Zentralraum mit dem Lückenschluss zwischen Klagenfurt und Villach erreichen müssen. Auch beim Logistik-Zentrum in Fürnitz herrsche Stillstand, während die Steiermark Kärnten um die Ohren fahre und den Güterterminal Graz-Süd kräftig ausbaue. In den letzten Jahren sei keine einzige vorausschauende Maßnahme zur neuen Koralmbahn umgesetzt, so Angerer.
25.09.2023, red, kaernten.ORF.at

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#34
„Goldener Nagel“: Koralmbahn fast fertig
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Die Koralmbahn ist auf Kärntner Seite fast fertig. Nahe der Jauntalbrücke wurde am Freitag der bauliche Abschluss der Gleisarbeiten gefeiert. Der “goldene Nagel" markiert einen weiteren Meilenstein im Projekt. Ab 10. Dezember können etwa Schüler und Pendler im Lavanttal die Nahverkehrs-Züge zwischen St. Paul und Klagenfurt nutzen.

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Bis es dann soweit ist, stehen jedoch noch ein paar Arbeiten an, sagte Judith Engel, Vorständin von der ÖBB-Infrastruktur. „Wir haben jetzt den Oberbau fertiggestellt und werden noch die Lücke schließen für Oberleitungs- und Verkabelungsarbeiten. Dann geht alles in den Endspurt Dezember 2023 für das Stück hier in Kärnten. Nächstes und übernächstes Jahr folgen dann große Tunnelbauarbeiten und eine Tunnelausrüstung. Im Dezember 2025 gibt es dann die große Inbetriebnahme der Fernverkehrsstrecke“, so Engel.

ÖBB/Chris Zenz
Franz Kainersdorfer (voestalpine) und Judith Engel (ÖBB Infrastruktur)

290 Kilometer Gleis
Die nun fertig verlegten Gleisstücke produziert ein Tochterunternehmen des Stahlkonzerns voestalpine. Die gesamte Strecke umfasst rund 290 Kilometer Gleis und 235 Weichen. Sie sind auf Züge mit bis zu 250 km/h ausgelegt. Der Nahverkehr ab Dezember hier in Kärnten fährt allerdings noch mit maximal 160 km/h.
13.10.2023, red, kaernten.ORF.at

„Goldener Nagel“: Koralmbahn fast fertig
 

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#35
Erfolgreicher Brückentest auf Koralmbahn
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Erfolgreich verlaufen ist der Belastungstest für die Brücken der Koralmbahn. Erstmals sind sechs Lokomotiven mit einem Gesamtgewicht von über 500 Tonnen über die Jauntalbrücke gerollt. Von den ÖBB gibt es nach dem Test grünes Licht.
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Die Spannung ist da immer sehr groß, sagte Baumanager Gerhard Schett: „Bei diesem Belastungstest werden verschiedene Lastfälle durchgeführt, die von vornherein festgelegt worden sind und die maßgeblich aus der Statik errechnet worden sind. Die Loks werden in verschiedenen Bereichen, an verschiedenen Stellen der Brücke aufgestellt, dann ist da die ganze Belastung drauf. Und dann wird gemessen, wie viel sich die Brücke durchbiegt.“

Belastungstest mit mehr als 500 Tonnen Gewicht
Schett: „Beim Tragwerkheben wird gemessen, wie viel die Brücke nachgibt, wie viel sie sich bewegt oder durchbiegt.“ Aus den Ergebnissen wird dann rechnerisch ermittelt, was die Brücke kann und wie das Ganze funktioniert, sagte Schett, er sei sehr optimistisch, dass alles richtig und vollständig erledigt werden könne.

Die Brücke ist 430 Meter lang und knapp 100 Meter hoch. Sechs Dieselloks werden über die Brücke fahren oder werden gezogen, sagte Schett: „Die sechs Loks haben jeweils ein Gewicht zwischen 80 und 90 Tonnen, das heißt, wir haben etwa 500 Tonnen Gewicht an Belastung, die wir heute auf die Brücke aufbringen.“

Brücke wird sich unter der Last biegen
Bewegungen der Brücke werden messbar sein, sagte Schett: „Man merkt, dass sich die Brücke bewegt, dass die Brücke durch die Belastung nach unten geht. Das ist durchaus im messbaren Bereich, deswegen machen wir das auch. Und das soll ja auch so sein, weil die Brücke kann ja nicht ganz starr sein und muss sich ja bewegen können und auf Belastung reagieren können.“

In Zukunft werden sich Züge auf der Jauntalbrücke begegnen können, es können auch Züge auf den zwei Gleisen in die gleiche Richtung fahren: „Also es sind da vom Betrieb her alle Möglichkeiten gegeben.“
19.10.2023, red, kaernten.ORF.at

Erfolgreicher Brückentest auf Koralmbahn
 

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#36
Kärntner Koralmbahn geht in Betrieb
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26 Jahre nach Planungsbeginn wird am kommenden Sonntag der Kärntner Teil der Koralmbahn zwischen St. Paul im Lavanttal und Klagenfurt offiziell in Betrieb genommen. Am Donnerstag gab es dazu einen Festakt. Ein S-Bahn-Verkehr wird von Klagenfurt über St. Paul bis Wolfsberg geführt.
Online seit heute, 5.56 Uhr (Update: 11.35 Uhr)
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Am Donnerstag gab es einen großen Festakt beim neuen Bahnhof St. Paul/Lavanttal. Zwei Sonderzüge waren mit geladenen Gästen und mit Eisenbahnfreunden auf der Strecke unterwegs. Sonderzüge trafen von Klagenfurt und aus Richtung Wolfsberg ein. Mit dabei die ÖBB-Spitze, die Bundespolitik, Vertreter der EU und des Landes. Die Züge sind zwar ausgebucht, zum Festakt am Bahnhof ist aber jeder eingeladen. Für die Bevölkerung soll es Führungen geben.

Ab Sonntag planmäßiger Fahrbetrieb
Am kommenden Sonntag startet dann der planmäßige Betrieb des Kärntner Teils der Koralmbahn. Die Strecke von St. Paul bis Klagenfurt ist rund 50 Kilometer lang. Bedient werden aber auch die Bleiburger Schleife und der Bereich von St. Andrä im Lavanttal bis Wolfsberg. Erstmals soll es nun auch Busanschlüsse in die Regionen geben, damit das Umsteigen für Pendler einfacher wird. Genannt werden etwa Bad Eisenkappel, Diex oder Sittersdorf.

APA/ANNA-MARIA WALLI
v.l Jürgen Mandl (Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten), LAbg. Sebastian Schuschnig (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Kärntens LH Peter Kaiser (SPÖ) ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä und Martin Selmayr (Vorsitzender der Vertretung der EU-Kommission in Österreich)

Die Fahrzeit verkürzt sich im Vergleich zu der alten, dieselbetriebenen Strecke enorm. Die Fahrt von Kühnsdorf nach Klagenfurt wird rund eine Viertelstunde dauern, von Bleiburg nach Klagenfurt rund eine halbe Stunde, von St. Paul nach Klagenfurt 43 Minuten und die Strecke von Wolfsberg nach Klagenfurt wird innerhalb einer Stunde bewältigt.

Verbesserungen versprochen
In Klagenfurt gibt es ein paar Anschlussprobleme, speziell an den Fern- aber auch an den Nahverkehr, etwa von St. Veit kommend. In der Früh werde es Verbesserungen geben, versprechen Land und ÖBB auf Nachfrage. Es wird aber auf die gesamte Eröffnung der Koralmbahn in zwei Jahren verwiesen. Dann werde Klagenfurt zum Knotenpunkt.

Die neuen Nahverkehrszüge werden mit dem neuen europäischen Zugsicherungssystem ETCS unterwegs sein. Es gibt keine Signale mehr, alle relevanten Infos kommen in den Führerstand. Dieser kommuniziert automatisch mit kleinen Kästen im Gleisbereich – mehr dazu in Koralmbahn: Signale automatisiert.

07.12.2023, red, kaernten.ORF.at
Kärntner Koralmbahn geht in Betrieb
 
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