Peggau - Stollenanlage Marmor

#61
Hallo,
weiß von euch zufällig jemand Neuigkeiten von den Veränderungen an den Stollen? Hab leider nur ein Foto gemacht, fahre aber in den nächsten Tagen wieder hin um mehr zu machen.
Die Stollen 1-3 sind mit Betonziegeln vermauert und außen mit Spritzbeton(?) verputzt aber immer noch über 4 erreichbar, die alte Champignonzucht ist wie immer zugänglich. Im Stollen den ich als TU-Stollen in Erinnerung habe, ist der hintere Messraum mit Steinbruchmaterial verschüttet. Dafür sind über einen Quergang in diesem Stollen rechts 3 weitere, meiner Erinnerung nach nie zugängliche Stollen erreichbar. In diesen Stollen stehen sehr viele schwarze Pflanzboxen(?) aus massiver LKW Plane mit Lüftungsröhren. Das ganze sieht erst kürzlich verlassen aus.
Weiß irgendwer was das war?
Liebe Grüße
Mazu
 

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#62
Hallo liebe Leute,
ich bin ganz neu hier und würde gerne eure Expertise einholen:

war vor nicht allzu langer Zeit in Peggau und stieß zufällig auf die Stollen. Bin allerdings nirgends hineingegangen, da sie verschlossen waren. Links vom Stollen 1 geht im Wald eine Schneise nach oben, wo eine Stromleitung hinaufführt. Ich folgte der Schneise (beim Zurückgehen entdeckte ich auch einen Pfad) und fand eine Höhle.
Da ich vorerst gar keine Ahnung hatte, was das für zugemauerte Stollen gewesen waren, dachte ich zunächst, es sei nur irgendeine Höhle, obwohl die Form schon sehr künstlich aussah, vom Durchmesser und von der Form her ist das Portal den Stollen am Fuße der Peggauer Wand sehr ähnlich. Der Fels sieht aus, als wäre er bearbeitet worden. Dieses Portal ist aber nur einige Meter tief und dann weist das Gestein mehrere enge, natürliche Gänge auf, die ich untersuchte, die jedoch entweder unpassierbar waren, oder nach mehreren Metern endeten. Aus dem Forum konnte ich herauslesen, dass die anderen Stollen bzw. Relikte aus dieser Zeit RECHTS des Hammerbach-Austritts zu finden sind. Trotzdem lässt mich der Gedanke nicht mehr in Ruhe, dass diese Höhle auch zu dem ganzen System gehört oder gehören sollte.

Auf gleicher Höhe, etwa 100 Meter entfernt (und von der Höhle aus nicht sichtbar, da von einem Felsvorsprung verdeckt) in Richtung Norden bzw. Lurgrotte, befindet sich außderdem ein zementiertes Häuschen, das ausschließlich ein einfaches Rohrsystem im Inneren aufweist. Ein Rohr führt senkrecht nach unten, nach ein paar Metern verschwindet es im Boden.
Der hintere Teil des Gebäudes besteht aus einem durch einen Schlitz einsehbaren Bassin, das ungefähr 12m2 Grundfläche und 2,5m Höhe hat. Es ist leer, jedoch haben sich an den Wänden und am Boden Rückstände abgesetzt, die wie Salzkristalle glitzern. Es sieht so aus, als würde das Becken durch die Zuläufe gespeist werden können, um die Flüssigkeit dann nach unten weiterzuleiten. Da das Häuschen viel höher als die St. Margareten-Straße liegt, frage ich mich wirklich, wo diese Rohre hinführen könnten?!
Zuerst tat ich es als einfache, alte Wasseranlage ab, im Nachhinein frage ich mich aber, ob es im Zusammenhang mit den Stollen bzw. anderen militärischen oder bergbaulichen Aktivitäten steht.

Vielelicht kann der/die ein oder andere mir weiterhelfen. Die Fotos sind nicht die besten - ich hoffe, ihr könnt was damit anfangen!

Lieben Gruß,
F
DSC_0071.JPG IMG_20200417_144519.jpg
 

Geist

Worte im Dunkel
Mitarbeiter
#63
Das betonierte Häuschen könnte eine Quellfassung sein. Rein vom optischen Eindruck her könnte es schon sein, dass es aus den 1940er Jahren stammt und das Wasser als Nutzwasser beim Bau der Stollenanlage verwendet wurde, zumindest teilweise, weil so üppig wird die Wassermenge wohl nicht sein. Sollte es aber etwa von 1952 sein, würde man keinen Unterschied erkennen. ;)

Die glitzernden Kristalle hast du vermutlich im Licht der Taschenlampe gesehen. Normalerweise sind das Wassertropfen, die an der Decke hängen und im Licht der Lampe glitzern.

Hast du bei der Höhle eine Katasternummer entdeckt? So gut wie alle Höhlen Österreichs wurden bereits in einen Kataster aufgenommen. Mit dieser Kastasternummer kannst du dich dann an den Höhlenverein für die Steiermark wenden und die haben dann vielleicht mehr Informationen zu dieser Höhle. Wenn du hier – Verband Österreichischer Höhlenforscher - Austrian Speleological Association – runterscrollst, kommst du zu den Adressen für die Steiermark.
 
#64
Das betonierte Häuschen könnte eine Quellfassung sein. Rein vom optischen Eindruck her könnte es schon sein, dass es aus den 1940er Jahren stammt und das Wasser als Nutzwasser beim Bau der Stollenanlage verwendet wurde, zumindest teilweise, weil so üppig wird die Wassermenge wohl nicht sein. Sollte es aber etwa von 1952 sein, würde man keinen Unterschied erkennen. ;)

Die glitzernden Kristalle hast du vermutlich im Licht der Taschenlampe gesehen. Normalerweise sind das Wassertropfen, die an der Decke hängen und im Licht der Lampe glitzern.

Hast du bei der Höhle eine Katasternummer entdeckt? So gut wie alle Höhlen Österreichs wurden bereits in einen Kataster aufgenommen. Mit dieser Kastasternummer kannst du dich dann an den Höhlenverein für die Steiermark wenden und die haben dann vielleicht mehr Informationen zu dieser Höhle. Wenn du hier – Verband Österreichischer Höhlenforscher - Austrian Speleological Association – runterscrollst, kommst du zu den Adressen für die Steiermark.
Danke für die Meldung!

Zum vermeintlichen Wasserbecken:
Es hingen keine Wassertropfen an der Decke. Der BODEN und die Wände waren genau dort von diesen Rückständen bedeckt, wo mal die Flüssigkeit/das Wasser gewesen sein muss, da die Grenze an den Wänden horizontal gerade verläuft. Es könnte auch einfach nur eine Kalkablagerung sein.

Zur Höhle:
Nein, ich habe weder eine Katasternummer entdeckt, noch bei meiner Recherche im Internet eine Höhle an dieser Stelle gefunden. Da sie relativ groß ist, müsste sie doch als Naturhöhle zu finden sein, falls es eine ist.
 

Geist

Worte im Dunkel
Mitarbeiter
#65
Ja, so eine große Höhle blieb sicher nicht bis heute unentdeckt. Ich vermute, sie hat eine Katasternummer, die mit 2836 beginnt.

Hast du dich hier schon unter "Graz-Umgebung" durch die Dokumente gewühlt? Bei einigen sind Lageskizzen dabei.

Aufgefallen sind mir etwa 2836/34 oder 2836/164. Bei letzterer Höhle wird im pdf auf Seite 4 erwähnt, sie befände sich genau über den Stollen, was ja mit deiner Beschreibung gut zusammenpasst. Viel Spaß beim Recherchieren!
 
#67
Projekt Marmor

Meines Wissens nach gibt es in Peggau in Österreioch eine Bunkeranlage!

War schon selber dort! Jedoch ohne Ausrüstung so das Ich es auf nächste Woche verschieben muss und mich dann erst in das Inere der Bunkeranlage wagen kann!

Meine Frage jetzt: Wie sieht der Bunker innen aus! Gibt es dort was besonderes zu entdecken oder nicht so?

Lg Jürgen

lieber jürgen würdest du so nett sein und mir die position des eingangs bekannt geben?
 
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