Südbahnhotel Semmering

#1
Hallo an alle :hand:

War heute am Semmering unterwegs und da habe ich das Südbahnhotel gesehen und da dachte ich mir ich mach mal ein paar Fotos davon.
Leider konnte ich keinen Fotos von drinnen machen trotz dem vielen Schnee der überall war konnte ich wenigstens ein paar Fotos von außen machen und dem Park neben dem Hotel.
 

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josef

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#8
Südbahnhotel: Käufer für Märchenschloss gesucht

Seit kurzem ist das Semmeringer Südbahnhotel nach Jahren des Leerstands zu haben. Interessenten aus dem In- und Ausland denken unterschiedliche Nutzungen an

Der rote Teppich, der von der Eingangstür zur Rezeption führt, erinnert noch ein wenig an die Vergangenheit des Südbahnhotels am Semmering. In der Eingangshalle, wo sich früher die Sommerfrischler anmeldeten, stehen heute Parkbänke. Auf der Rezeption stapelt sich Werkzeug. Die Schlüsselfächer an der Wand sind leer, die Uhr über der Eingangstür ist irgendwann um Punkt sechs Uhr stehengeblieben. Vielleicht in den 1970ern, als die letzten Gäste das legendäre Hotel verließen.

Wenn es nach Edgar Bauer von EB Hotel Tourismus Consulting & Management geht, soll sich all das bald ändern. Er wurde vor kurzem mit dem Verkauf des Südbahnhotels beauftragt, das zu Glanzzeiten über 350 Zimmer verfügte. Der Verhandlungspreis für das nicht denkmalgeschützte Objekt liegt bei acht Millionen Euro.

Unterschiedliche Möglichkeiten
Interessenten aus Asien, dem arabischen Raum, den USA und Österreich hätten das Objekt bereits besichtigt, so Bauer – und unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten angedacht: Von der Luxusresidenz für Senioren bis hin zum Palasthotel oder einem Gesundheits- oder Kulturzentrum sei alles möglich. "Hier könnte etwas entstehen, was es so in Europa noch nicht gibt", sagt Bauer.

Er geht davon aus, dass noch heuer verkauft wird. In zwei bis drei Jahren könnte das neu genutzte Gebäude dann wohl wieder aufsperren. Die Zeichen stehen gut: Bis vor kurzem waren auch das Kurhaus und das Silbererschlössl, beide in Blickweite von den zahlreichen Terrassen des Südbahnhotels, am Markt. Beide wurden mittlerweile verkauft.

Klinikpläne in den 1990ern
Das Südbahnhotel jedoch hat andere Dimensionen: Insgesamt stehen 10.500 m² Nutzfläche und mehr als 33.000 m² Eigengrund zur Verfügung. Genug Platz also für ein eigenes Resort inklusive Restaurants und Shops, so Bauer. Bürgermeister Horst Schröttner wünscht sich für das Südbahnhotel lediglich, "dass etwas gemacht wird".

Die Hoffnung hatte man schon in den 1990ern, als ein Deutscher aus dem Hotel eine Klinik machen wollte. Bis 1998 wurden das charakteristische grüne Dach und die Haustechnik erneuert, die Vorarbeiten für zwei Bettenlifte geleistet und mit den Umbauarbeiten an einem Trakt begonnen. Dann kam es zum Baustopp. Später wurde das Hotel einige Jahre lang von den Festspielen Reichenau bespielt.

Warum es so lange gedauert hat, bis das Südbahnhotel auf den Markt kam? "Es war ein Liebkind des Besitzers, er war von Anfang an fasziniert davon", sagt Bauer. Nicht nur er: Günter Krausner, seit den 1990ern als Haustechniker angestellt, hält ungebetene Gäste fern. Immer wieder würden Interessierte versuchen, durch die Fenster einen Blick ins Innere des Palasthotels zu erhaschen.

Nur noch hundert Zimmer übrig
Auf die Luster und das Original-Mobiliar etwa. Oder das Hallenbad im Untergeschoß, das in den 1920ern von Emil Hoppe und Otto Schönthal errichtet wurde. Auf gleicher Ebene befindet sich ein Kino, das heute mit alten Möbeln vollgestellt ist. Bauer hofft auf eine Revitalisierung des Kinos und auf ein kleines Museum zur Geschichte des Hauses, egal wie dieses künftig genutzt wird.

Insgesamt sei wohl eine Investition von 50 bis 60 Millionen Euro für Kauf, Sanierung und Zubau eines weiteren Traktes nötig. Denn nach einem Abverkauf von Teilen des Hotels als Eigentumswohnungen in den 1970ern sind nur noch rund hundert Zimmer übrig – nicht genug für Investoren, die ein wirtschaftlich funktionierendes Hotel wollen.

Im Zimmer 308 sieht es noch fast so aus wie früher: Ein wenig verloren steht hier ein Holzdoppelbett, daneben zwei Nachtkästchen mit aufgelegter Marmorplatte, eine Chaiselongue mit leicht zerschlissenem Überzug. Das Bad teilte man sich einst mit dem benachbarten Zimmer, die Badewanne aus Email ist noch da. Die Privatsphäre der Gäste wurde durch ein kompliziertes Versperrsystem an den Badezimmertüren gewährleistet. Vom Balkon aus zeigt Bauer, wo ein L-förmiger Zubau möglich wäre, wo eine Tiefgarage gebaut werden könnte. Er würde für künftige Eigentümer gerne als Projektleiter tätig sein.

Comeback des Semmering
Die Chancen stehen laut dem Unternehmensberater jedenfalls gut für ein Comeback des heute etwas verschlafen wirkenden Semmering. Naherholungsgebiete seien aufgrund "politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen" wieder gefragter – und in Wintersportorten finde allgemein ein Umdenken hin zur Ganzjahresdestination statt. Der Semmering bringe dafür die besten Voraussetzungen mit.

Das Südbahnhotel sei nicht tot, das Gebäude keineswegs morbide – das ist Bauer wichtig zu betonen: "Es schläft nur."

(Franziska Zoidl, 11.2.2016)
http://derstandard.at/2000030855867/Suedbahnhotel-Kaeufer-fuer-Maerchenschloss-gesucht

Fotostrecke - Auf Streifzug im Südbahnhotel/Luftkurort Semmering:

http://derstandard.at/2000030838211/Auf-Streifzug-im-Suedbahnhotel
 

josef

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#9
Intensive Käufersuche...

Käufer für Märchenhotel gesucht

Für das legendäre Südbahnhotel auf dem Semmering wird intensiv ein Käufer gesucht. Bis zum Ende dieses Jahres soll er gefunden sein. Er soll das geschichtsträchtige Haus wiederbeleben und zu neuem Glanz führen.

Das dunkel gebeizte, edle Holz der massiven Säulenverkleidung in der Lobby, die Rezeption, mit den leeren Fächern, die Originalsafes neben der Direktion, die Metall-Buchstaben an den Türen und Wänden, es erstaunt was und wie viel von der Originalausstattung im legendären Südbahnhotel noch erhalten ist. Die Schritte begleitet das erhabenes Gefühl, Teil einer mondänen Inszenierung zu sein. Beim Weg durch die Lobby zur Hotelbar, vorbei an den Marmortoiletten, denkt man: Alles noch da von einst.

Als wären die Gäste gerade erst gegangen
Die potenziellen Käufer, die sich für das Haus interessieren, kämen aus Österreich, den USA, Asien und dem arabischen Raum. Sie kennen das Südbahnhotel und seine Geschichte ein wenig von Fotos, sagt Edgar Bauer von der EB Hotel Tourismus Consulting & Management, der den Kauf abwickeln soll. „Aber wenn sie das Haus dann betreten, und wir unsere Runden machen, sind sie wirklich sprachlos, im positiven Sinn. Jeder sagt, das Haus ist lebendig, man habe vielfach den Eindruck, dass die Hotelgäste der Vergangenheit erst aufgestanden wären und man wartet auf die nächsten“, schildert Edgar Bauer, die Eindrücke.

Das sei dem derzeitigen Besitzer zu verdanken, dass das Haus diesen Eindruck erweckt. Der medienscheue deutsche Großunternehmer hat in der Zeit von 1994 bis 1998 eine rege Bautätigkeit entwickelt. Er hat die enorme Dachfläche erneuert und dem Südbahnhotel die markante grün glänzende Färbung zurückgegeben. „Die Bausubstanz des Hauses ist sehr gut, auch das wird positiv wahrgenommen“, ergänzt Bauer. Der Eigentümer hat durch seine Übernahme vermutlich verhindert, dass das Hotel verfällt und sein wertvolles Interieur geplündert wird. Denn rund um die Uhr ist das Haus bewohnt, Kameras überwachen das Gelände.

Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung
Der Zeitgeist passe gerade gut für einen Verkauf. „Gut Ding braucht Weile, ich bin aber optimistisch, dass 2016 ein neuer Eigentümer gefunden wird und wir das Südbahnhotel weiterentwickeln können“, so Bauer. Acht Millionen Euro beträgt der Kaufpreis, 50 bis 60 Millionen Euro sind dann noch zu investieren, um das Südbahnhotel entweder wieder in ein Luxushotel, eine Luxusresidenz für sogenannte „Best-Ager“ oder ein Luxus-Spa zu verwandeln. Edgar Bauer und der deutschen Besitzer wollen sicherstellen , dass die kommende Nutzung des neuen Investors der Region nützt. Dem nächsten Besitzer müsse das Haus am Herzen liegen, wie dem derzeitigen, lautet die Vorgabe. Er soll dem Südbahnhotel wieder jenen Glanz und jenes Gewicht verleihen, den dieses Flaggschiff des frühen österreichischen Tourismus hatte.

Mondänes Zentrum des aufstrebenden Semmerings
Es gab kaum ein Plakat der Südbahn, das um die Jahrhundertwende nicht mit dem Südbahnhotel geworben hätte. Gekrönte Häupter, Hochadelige, Künstler und in der ersten Republik die Reichen ihrer Zeit, sie alle wollten hier absteigen. Das Haus verfügte über Geschäfte, ein eigenes Kino, ein großzügig angelegtes Post- und Telegraphenamt, exzellente Speiselokale. Eine Rodelbahn, eine Bobbahn, Sprungschanze, Skilauf bot der Semmering. Für den Sommergast wurde 1926 der erste Golfplatz Österreichs geschaffen sowie 1932 ein Hallenbad, gestaltet von den beiden renommierten Ringstraßenarchitekten Emil Hoppe und Otto Schönthal.

Hannes Steindl, noe.ORF.at
Text u. Fotos: http://noe.orf.at/news/stories/2762017/
 

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josef

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#10
Luftbilder vom Südbahnhotel am Semmering aus den 1930iger Jahren:

Die "Gebäudelandschaft" des Südbahnhotels:
1548246245546.png

Landschaft auf der niederösterreichischen Seite des Semmerings: Links die Objekte des "Südbahnhotels" und in Bildmitte das "Kurhaus Semmering":
1548246294701.png
Bildquelle: Rechtsfreie Fotos aus dem ÖNB-Projekt Österreichische Nationalbibliothek Crowdsourcing
 
#14
Ich war gestern auch dort. Wirklich und wahrlich ein wunderschönes Gebäude. Das aber angeblich kein Geld da ist um die Burg zu sanieren will mir nicht eingehen. Da werden um zig Millionen depperte Schigebiete vom Steuerzahler auf Schröcknadels Geheiss mit Unterstützung der Liftlobby finanziert die knapp bei 1200m Seehöhe liegen und für so ein Juwel ist anscheinend kein Geld da. Klar: Die Größe ist problematisch: Für niederschwellige Zahlungsgäste müsste man die Bettenanzahl drastisch erhöhen und ob die 5 Sterne Superior Touristen (damit meine ich nicht die Russen) kommen würden, ist auch unsicher.
Was mich gewundert hat, ist der Zustand: Keine Vandalismus Schäden, alles noch zum reparieren....
Gibt es irgendwo Fotos oder Filme von Innen? Die Küche war ja 8m hoch, ein Kino war drinnen usw... Wäre echt interessant!
Daniel
 
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